Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(2/24/2014 5:17:27 PM)Xashibel   Sie hat uns eindeutig belauscht… „Wie bedauerlich.“, meine ich nur. In Ratten gemorpht. Womöglich ist Dimir selbst ein Siren. Ich weiss immer noch nicht, ob er vertrauenswürdig ist… wenn nicht, bedeutet diese Begegnung, dass uns die Cantata Mortis auf den Fersen sind. Und das wäre tatsächlich bedauerlich. „Na, dann bleib doch vorerst bei uns.“, lade ich das Mädchen ein und beschliesse, meine Zweifel für mich zu behalten. „Mein Name ist Xashibel. Das da ist Shékkel. Unsere Freunde sind anscheinend noch drinnen…“ In dem Moment unterbricht mich Lacrima: „Was ist denn los?“ „Darf ich vorstellen: das ist Ryokina.“, präsentiere ich und schiebe die Sirene sanft auf Lacrima zu. „Sie ist mit Dimir hier und… äh… was hast du nochmals gesagt, wo ihr herkommt?“, will ich dann von ihr wissen. „Sie hat doch gar nichts gesagt.“, kommt Shékkel ihr zuvor. Ich unterdrücke ein Seufzen. „Oh, natürlich.“, meine ich dann. „Wie blöd von mir… aber es würde mich doch interessieren, was euch hierher geführt hat.“  
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Ryokina
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Beitrag von Ryokina »

(2/25/2014 3:44:17 PM)  Ryokina   „Wie bedauerlich.“, meint die Sirene. „Na, dann bleib doch vorerst bei uns.“, lädt sie mich ein, „Mein Name ist Xashibel. Das da ist Shékkel. Unsere Freunde sind anscheinend noch drinnen…“ In dem Moment unterbricht sie ein Mädchen: „Was ist denn los?“ „Darf ich vorstellen: das ist Ryokina." Sie schiebt mich sanft auf des Mädchen zu. Das Mädchen .[Lacrima] hat langes braunes Haar und trägt eine normale Winterkleidung.  „Sie ist mit Dimir hier und… äh… was hast du nochmals gesagt, wo ihr herkommt?“,fragt Xashibel mich. „Sie hat doch gar nichts gesagt.“, kommt Shékkel ihr zuvor.  „Oh, natürlich.“, meint Xashibel dann. „Wie blöd von mir… aber es würde mich doch interessieren, was euch hierher geführt hat.“ "Keine Ahnung. Wir waren nach einem kleinen Zwischenfall in der Zwergenstadt, wo wir uns wie es der Zufall wollte wieder getroffen haben. Wir wollten nach den Elementkriegern suchen, um mit ihnen gegen die Cantata Mortis zu kämpfen und dann wollte Dimir "plötzlich" zum Mondlichtküstendorf. Sein Verhalten kommt mir iim Moment aber etwas merkwürdig vor." Ich beuge mich vor. "Aber vielleicht sollten wir darüber nicht gerade reden, wenn er uns belauschen könnte", flüstere ich Xashibel zu.  

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Alinea
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Beitrag von Alinea »

(2/26/2014 1:47:58 PM)Iubon   Tief unten in der Sirenenhöhle befindet sich das Wasser. Es erhält uns am Leben, denn hier fangen wir Fische, um uns zu ernähren. Auch die Moose an den Steinen werden gesammelt, doch das Wasser selbst ist nicht trinkbar. Es schmeckt ekelerregend. Die meisten Sirenen arbeiten hier. Die Nahrungsbeschaffung ist eine wichtige, aber ungleich anstrengende Arbeit, die den Kriegern der niederen Ränge zufällt. Als Krieger der dritten Stufe hätte ich eigentlich auch ein Handwerk lernen können, aber ich bin erst vor wenigen Jahren aufgestiegen, und einen Beruf zugunsten eines Anderen abzulegen ist keine leichte Sache. Stattdessen wurde mir das Kommando über eine Gruppe Sammler erteilt, die gerade mit dem Moos zurückkehren. „Bringt es zum Einfrieren nach oben.“, bestimme ich, sobald sie in Hörweite sind. Sie nicken mir nur kurz zu und begeben sich dann zur Treppe.   Ich frage mich, was der Oberste Lehrmeister den beiden ‚Menschen‘ erzählt. Gestern war ich noch überzeugt, dass sein Plan unfehlbar ist, aber mittlerweile hege ich meine Zweifel. Wenn die beiden Wesen tatsächlich Menschen waren, woher haben sie dann diese Macht? Vielleicht rührt sie ja einzig von diesem Instrument her. Diese überirdischen Töne... Mir ist, als könne ich sie noch immer hören, von ganz weit her. Die Melodie, die so zart beginnt und dann so kräftig wird. Selbst wenn ich nur daran denke, läuft mir ein leiser Schauer über den Rücken. Und dann das rote Licht... Erstaunt blinzle ich. Ich kann das Licht sogar sehen. Irgendwo über mir schimmert es durch die Eisdecke –   Es geht ganz schnell, so wie am Tag zuvor. Das Licht explodiert, dehnt sich zu einer riesigen Kugel, die fast die gesamte Höhle verschluckt, und verschwindet dann – zusammen mit dem Eis. Die Sirenen bleiben zurück, mitten in der Luft, und wissen gar nicht, was passiert ist, während sie kreischend in die Tiefe stürzen.   Die ersten Sirenen platschen ins Wasser und holen mich zurück in die Realität. Das hier ist real! Der Zauber der Musik hat unsere Höhle verschluckt, hat die Decke der Wasserhöhle verschwinden lassen. Ich habe Glück gehabt. Die Explosion hat den Boden der Wasserhöhle nicht erreicht. Ich stehe noch immer fest auf dem Grund – und alle anderen, die hier arbeiten, auch. Die Sirenen, die sich in ihren Zimmern befanden, hatten allerdings weniger Glück. Vor allem jene, die nicht ins Wasser gefallen, sondern auf dem glatten Eisboden gelandet sind. „Beruhigt euch!“, rufe ich den panischen Sammlern zu. „Beruhigt euch, legt eure Sachen weg und helft den Anderen!“ Einige gehorchen mir, lassen ihre Netze fallen und versuchen, die Sirenen aus dem Wasser zu ziehen oder Trümmer zu beseitigen, die ebenfalls von oben heruntergefallen sind. Ich stürze zur Treppe und gehe nach oben. Die Treppe hört einfach mittendrin auf und führt in das riesige Loch, das einmal unsere Höhle war. Wieder ist es perfekt kugelförmig, doch an den Wänden sind manchmal noch halbe Räume zu sehen, verwunderte Sirenen stehen vor den Abgründen, die eben noch nicht da waren. Es herrscht das totale Chaos. Viele wurden verletzt, andere sind in Panik oder beides. Teure Holzmöbel liegen zerstört am Boden, Tücher, Truhen, Netze, Sirenen. Ich höre ein Kind weinen, Namen werden gerufen. Bereits gehen einige Heiler zwischen den Sirenen umher, kümmern sich um die schlimmsten Verletzungen, und die Unverletzten schaffen Trümmer beiseite, beruhigen die Menschen und versammeln sie direkt neben dem Loch zur Wasserhöhle. Ich suche das Kind, das ich weinen gehört habe, und finde es einige Meter weiter, auf dem Bauch liegend, heftig wimmernd. „Mama!“, schreit der kleine Junge. „Beruhige dich, Junge, alles ist gut.“, rede ich auf ihn ein und rolle ihn auf den Rücken. „Alles wird gut. Tut dir etwas weh?“ „Mama! Mama ist in das Loch gefallen!“ Heftig zappelnd deutet er auf das Loch, das einmal die Decke der Wasserhöhle war. „Das ist gut.“, erkläre ich. „Dann ist sie ins Wasser gefallen und hat sich nicht wehgetan. Meine Freunde helfen ihr.“ Das beruhigt den Jungen etwas, aber noch immer rollen Tränen über seine Wangen. „Tut dir etwas weh?“, frage ich erneut. Er deutet auf seinen linken Arm. „Kannst du gehen?“, will ich dann wissen, während ich den Arm betrachte. Er muss darauf gelandet sein. Womöglich ist er sogar gebrochen. Ich wage nicht, ihn zu berühren. Der Junge versucht, aufzustehen, rutscht jedoch auf dem glatten Eis aus. Ich hebe ihn kurzerhand hoch und bringe ihn zu den anderen.   Bereits drängt sich die halbe Bevölkerung um das Loch in der Wasserhöhle. Einige kommen gerade herauf, sie tragen einen Verletzten. Überall sehe ich schockierte Gesichter, niemand begreift, was gerade geschehen ist. Nur Hashin wirkt nicht schockiert. Er sitzt etwas abseits der Menge, sein Arm liegt in einer Schlinge und seine Augen sind geschlossen. „Hashin?“, grüsse ich ihn, den Jungen immer noch in den Armen. „Wie geht es dir?“ Der fünfte Krieger sieht mich apathisch an. „Gut.“, meint er dann. „Vergleichsweise.“ „Was denkst du, was ist passiert?“ Hashin antwortet nicht sofort, nachdenklich blickt er nach oben. In der Decke der Sirenenhöhle klafft ein Loch, das den Blick auf den freien Himmel freigibt. Jemand, der draussen gewesen ist, wäre von ganz zuoberst heruntergefallen... „Hast du den Obersten Lehrmeister schon gesehen?“, will Hashin dann wissen, als hätte er meine Gedanken gelesen. Ich schüttle meinen Kopf. „Er hat gerade mit diesen... Dämonen verwandelt, richtig?“ Hashin schüttelt den Kopf. „Mit diesen Menschen.“ „Seit wann haben Menschen die Macht, solche Löcher ins Eis zu schmelzen?“ Der fünfte Krieger zuckt nur mit den Schultern und verzieht dann das Gesicht, weil es ihm offensichtlich Schmerzen bereitet. Ich seufze, setze den Jungen ab und nehme neben Hashin Platz.   „Auf ein Wort!“ Die harsche Stimme lässt mich zusammenfahren. Sie gehört niemand anderem als dem Obersten Lehrmeister Kageel. „Oberster Lehrmeister!“, ruft Hashin sofort und rappelt sich hoch. „Leise!“, mahnt dieser. „Ich möchte erst ungestört mit euch reden, bevor mich die anderen bemerken. Ich nicke und wir folgen Kageel bis zu einem der ‚angeschnittenen‘ Räume am Rand des Lochs. Dort wendet er sich abrupt zu uns um. „Was ist passiert?“, wage ich zu fragen. „Ist das nicht offensichtlich?“, schnauzt der Oberste Lehrmeister. „Ich habe diese Dämonen falsch eingeschätzt. Sie haben tatsächlich die Wahrheit gesagt. Und ich habe den Fehler gemacht, ihr Angebot abzulehnen.“ Schockiert atme ich ein. Der Oberste Lehrmeister macht keine Fehler. „Und... jetzt?“, haucht Hashin. „Ihr müsst mir schwören, über diese Sache zu schweigen.“, bestimmt Kageel. „Schlimm genug, dass ich mir diesen Fehler geleistet habe. Aber in unserer Situation brauchen die Sirenen einen Obersten Lehrmeister, der stark ist und dem sie vertrauen können. Deswegen darf niemand erfahren, was tatsächlich geschehen ist.“ „Warte mal.“, werfe ich ein. „Das heisst, du willst das Volk belügen?“ Kageel funkelt mich an. „Es ist notwendig. Die Wahrheit würde die Gemeinschaft der Sirenen führerlos machen, und wir würden zugrunde gehen.“ Ich will protestieren, doch dann schweige ich und nicke. Er hat recht. Die Sirenen brauchen einen Anführer. „Ich werde gleich zum Volk sprechen.“, erklärt Kageel. „Als erstes müssen wir aus der Höhle rauskommen. Danach sehen wir weiter.“ „Wir werden uns rächen!“, ruft Hashin. „Werden wir doch. Oder?“ Der Oberste Lehrmeister seufzt. „Wir werden sehen. Wir haben es hier mit Dämonen zu tun, nicht mit Menschen, und als Erstes müssen wir sie finden. Aber zunächst kümmern wir uns um unser eigenes Volk. Wir müssen die Höhle verlassen.“ Er hat recht. Dennoch kommt mir der Gedanke so absurd vor. Diese Höhle ist doch unsere Heimat. Wie kann ein Dämon mit einem Holzinstrument sie so einfach zerstören? Das Schweigen hängt zwischen uns wie eine düstere Wolke, bis Kageel es endlich bricht. „Geht.“, meint er. „Helft den anderen. Ich muss nachdenken.“       Xashibel   Nun bin ich doch etwas baff. „So... die Elementkrieger...“, murmle ich vor mich hin. Lacrima stellt sich unterdessen vor. „Schön, dich kennenzulernen. Mein Name ist Lacrima. Und das sind Rin und Chera.“ Die letzteren kommen gerade aus der Hütte, Chera wirkt noch ziemlich verschlafen. „Hi.“, murmelt sie, den Topf mit dem Rest Brei in der Hand. „Ihr wollt also von der Zwergenstadt zum Mondlichtküstendorf gehen?“, wiederholt Lacrima dann Ryokinas Geschichte. „Da habt ihr aber einen ziemlichen Umweg auf euch genommen.“ Auf Ryokinas Hinweis hin lasse ich das Thema Dimir fallen, obwohl es mich brennend interessiert, warum sie ihn nicht traut. Vielleicht finden wir ja jetzt endlich raus, auf welcher Seite er steht...   Unsere Lager von gestern ist eingeschneit, aber ich sehe davon ab, den Schnee mit einem Windstoss wegzufegen. Besser nicht gleich alles preisgeben. Lacrima nimmt Chera den Rest des Breis aus der Hand, bevor die alles aufisst, und gibt den Topf herum. „Frühstück.“, verkündet sie. „Wir müssen dann zusehen, dass wir unsere Vorräte irgendwo auffüllen können.“ Ich nehme den Topf an, während Lacrima Ryokina weiter ausfragt: „Weisst du etwas über die Leichen, die hier herumliegen?“, will sie wissen.    
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Beitrag von Ryokina »

(2/28/2014 7:22:26 PM)  Ryokina   Xashibel murmelt irgendetwas vor sich hin, während sich das Mädchen vorstellt. „Schön, dich kennenzulernen. Mein Name ist Lacrima. Und das sind Rin und Chera.“ Die anderen zwei, die sie genannt hat, kommen gerade aus der Hütte und das eine Mädchen, Chera, scheint noch ziemlich verschlafen zu sein. „Hi.“, murmelt sie, einen Topf mit Brei in der Hand. „Ihr wollt also von der Zwergenstadt zum Mondlichtküstendorf gehen?“, wiederholt Lacrima, was ich gesagt habe. „Da habt ihr aber einen ziemlichen Umweg auf euch genommen.“ Lacrima nimmt Chera den Topf aus der Hand, und reicht ihn herum. „Frühstück.“, verkündet sie. „Wir müssen dann zusehen, dass wir unsere Vorräte irgendwo auffüllen können.“ Xashibel nimmt den Topf gerade, als Lacrima mich fragt:  „Weisst du etwas über die Leichen, die hier herumliegen?“ "Nur, dass sie anscheinend nicht frisch sind, so wie die stinken. Ich und Dimir haben übrigens auch noch Proviant glaube ich." Ich hole die Tasche und ziehe etwas heraus. Da wäre noch ein Stück gebratenes Fleisch und natürlich Wasser. "Hm. auch nicht wirklich viel. Kann ich meine Lanze jetzt wieder einpacken, oder traut ihr mich noch nicht?"  

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Avielata
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Beitrag von Avielata »

(3/6/2014 10:13:18 PM)Avielata Kurze Zeit später saßen wir alle im Thronsaal, ich immer noch auf dem schwarzen Thron der leise knisterte, Isinghar und die anderen an Tischen, die von irgendwoher in den Saal getragen wurden. Lord Belletain hatte beide Töchter auf seinem Schoß und man konnte die Unendliche Freude ihres sicheren Wiedersehens in seinem Gesicht erkennen. Isinghar starrte schon eine geraume Weile dunkel brütend vor sich her. Im Hof so hatte ich erfahren, gab es heftige Kämpfe und viele Verwundete, schwer Verwundete und auch einige Tote. Ein räuspern durchbrach die Stille des Raumes und alle blickten zu Isinghar. "Unter Dämmerzinne habe ich etwas interessantes gefunden. Die Mädchen waren nicht bloß in einem Höhlensystem untergebracht, nein. Vielmehr ist es ein Stollen der magisches Gestein beinhaltet, dass auf ein ganz bestimmtes Element reagiert. Es verstärkt dieses Element und gibt dem Träger gleichzeitig einen hohen Schutz ohne einen allzu großen Verlust der Wendigkeit. Eben jenes Metall aus dem der Thron ist auf dem du sitzt Jüngchen." Erstaunt hob ich eine Braue und fuhr mit meinem Finger über den Thron. Wieder knisterte es und kleine Funken tanzten auf dem Metall. "Du willst mir also erzählen, dass dieses Metall auf mein Element reagiert und es verstärkt?" Isinghar nickte ob meiner Frage. "Aye, genau das meine ich. Ich könnte euch sogar eine Rüstung daraus schmieden. Ich benötige nur einen Amboss auf einem magischen Knotenpunkt. Viele davon gibt es jedoch nicht auf dieser Welt." "Wie der Zufall so will," begann Firusha" befinden wir uns hier auf einem Magischen Knotenpunkt. Zudem habe ich eine Schmiede gesehen die bestens ausgestattet war. Wohl noch von den Dienern der Nekromantin oder ihr selbst." Mit einer Hand strich Isinghar sich über den Bart und nickte, seine Gedanken waren bereits bei der Schmiedearbeit schätze ich. Über den gesamten Zeitraum hinweg hatte Belletain kein Wort von sich gegeben, er war zu sehr damit beschäftigt seine Töchter im Arm zu halten, ihnen zuzuflüstern das nun alles wieder gut wäre und sie keine Angst mehr zu haben brauchen. Doch nun erhob er seine Stimme."Meine Männer haben Dämmerzinne komplett durchsucht und etwas interessantes zu Tage gefördert. Ihr solltet es euch ansehen Avielate." richtete er sich an mich. Verwundert schaute ich ihm in die Augen und nickte. Mit einer Handbewegung wies Belletain einen seiner Soldaten an die draußen wartenden hereinzubitten. Vier Soldaten kamen schwer atmend in den Saal, jeder von ihnen hielt krampfhaft eine Ecke eines sehr großen Porträts fest. Nach einiger Kraftanstrengung wuchteten sie es auf den Tisch und mir stockte der Atem. Der Mann, welcher mich aus dem Bild heraus anblickte... war ich selbst.
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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(3/9/2014 6:23:47 PM)  Kreck Meine Beine tragen mich durch die Ruinen...war ich hier nicht schonmal? Ich sehe wieder die Kirche wo ich das Kreuz fand. Ich mache wieder kehrt und gehe von hier aus den gleichen Weg zurück wie letztes Mal. Doch lande in einer Sackgasse. Wieder kehre ich um und versuche irgendwelche Anhaltspunkte zu finden. Aber nichts...nicht einmal die Kirche ist wieder zu finden. "Hey!" schreie ich. "Hey! Hört mich jemand!" brülle ich mit voller Kraft. Doch kein Ton kommt zurück. Wie kann das sein? Ich bin doch kaum ein paar Schritte entfernt gewesen. ich sehe ein Stelle mit Brocken eines eingestürzten Dachs was mir ermöglicht auf den Rest des Daches zu klettern.  Oben sehe ich über diese "Stadt". Doch überall nur aus Stein gebaute Häuser nichts gibt zu erkennen auf das Lager. Das Einzige was auffällt ist der Kirchturm. Doch der dient mir nicht mehr... Ich steige wieder ab und versuche einfach vom Glockenturm wegzugehen, normal müsste dort das Lager sein...normalerweise. Doch nach der nächsten halben Stunde finde ich immer noch nichts. Kein Ton, kein Zeichen einfach Nichts! Das kann doch nicht sein! Ich müsst schon durch die komplette Ruine gelaufen sein! Verdammt! Vor Erschöpfung und Frust setze ich mich auf eine Sitzbank die schon sehr morsch ist dadurch wird sie wenigstens etwas weich... "Der Schatten"...was soll der Quatsch! ich merke gar nichts von dieser Macht. Vielleicht war es ja nur eine Hallunization?  Werd ich schon verrückt? Ich lehne mich zurück an die Felswand. Doch die gibt nach und ich falle komplett nach hinten. Ich falle ein Stück und lande kräftig auf den harten Boden. Der Scherz durchzischt meinen Körper wie eine Flamme löscht sich aber genau so schnell wieder. Ich versuche mich an etwas hochzuziehen und erwische einen Tisch der mir hilft. Wie mit einem krummen Rücken stehe ich da und versuche mich zu strecken. Meine Augen durchstreifen denn Raum in dem ich gelandet bin. Nichts besonderes für mich wieder nur Bücherregale die in Reihe im Raum verweilen. Ööööööde! Warum ist jeder geheime Raum mit Büchern gefüllt? Nochmals strecke ich mich und beim knacken der Knochen reibe ich mir mit der Hand noch drüber. "Boah...viel besser." seufze ich. "Wie komm ich hier wieder raus?" murmle ich und schaue nach oben von wo ich gefallen bin. "Da sicher nicht..." grummle ich weiter. Gruselige Stimmung hier...so wie das Sonnenlicht nur matt durch ein Gitterfenster scheint.An den Regalen mit den Büchern ist auch nichts. Kein goldenes Buch diesmal...schade! Die sind alle nur verrottet und schimmlig. Riechen tu sie auch nicht mehr gut. Mit Vorsicht nehme ich eins in die Hand den Einband kann man schon nicht mehr lesen, als ich es öffne verteilen sich alle  Blätter auf dem Boden, was ein unheimliches Geräusch hinterlässt. Fast schon erwarte ich das ich dadurch ein schlafendes Monster wecke. Doch nach eine Weile Tonlosigkeit gebe ich den Gedanken auf. Ich führe meinen Weg fort durch die kleine Bibliothek. Wirklich nur alte Bücher...auf einmal fällt ein Buch runter. Darauf folgt ein dunkles Knurren.Mein Herz fängt sofort an rasent zu schlagen. Ich gehe auf die Knie und spicke durch die Lücken in den Regalen. Ich schrecke sofort zurück und meine Augen weiten sich als ich eine tierische Gestalt durch die Lücken huschen sehe. Ich höre ein Schnuppern darauf ein böses Knurren was mir eiskalt die Haare ausreißt. Das Wesen setzt die Witterung fort und durchstöbert nun jeden Gang durch. Meine Augen haben sich schon lang von der Gestalt abgewandt. "Wenn du es ansiehst, sieht es dich auch!" rede ich mir ein. Dann bleibt es plötzlich stehen...uns trennt nur ein Regal. Selbst den Atmen des Monstrums höre ich. Es schnüffelt wieder und ein entsetzliches Grauen durchsticht mich. Sofort ergreife ich die Flucht und renne durch die Tür am Ende des Raums. Das Vieh hinter mir jault den ganzen Raum zusammen und legt ein beachtliches Tempo an. Drei Wege, gerade aus, links und rechts. Mein Weg geht nach links. Nach der nächsten Biegung sehe ich schon in der Entfernung im Schein eienr Fackel das der Weg sich wieder teilt.Ich geh wieder links. Das Jaulen hinter mir wird etwas leiser aber dadurch nicht freundlicher! Dies gleicht einem Labyrinth ständig teilen sich die Wege. Was zu meinen Vorteil ist das Ding hinter mir ist um eingies größer und weniger wendig. Nach der nächsten Biegung grault es mir! Eine Sackgasse! Scheiße! Verdammt! Schnell düse ich zurück und spicke über die Ecke. Ich sehe wie das hundähnliche Monster in die Kreuzung einbiegt und mich sofort sieht. Es stürmt auf mich zu! Ich renne wieder in die Sackgasse und taste die Wand nach einem versteckten Schalter ab. Doch nichts! Ich höre nur das Schmatzen des Monsters hinter mir. Langsam drehe ich mich und hebe die Hände...alter Reflex.
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Alinea
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Beitrag von Alinea »

(3/10/2014 5:45:45 PM)Xashibel   Mit einer Geste bedeutet Lacrima Ryokina, zu gewähren. „Ziemlich grosse Waffe für so ein kleines Mädchen.“, meint sie dabei. „Ich bin nicht klein.“, schmollt die Sirene und erhebt sich, um die Lanze an sich zu nehmen. Ich verkneife mir meinen Kommentar. Für ein Menschenkind mag sie recht gross sein, aber bei den Sirenen würden sie die meisten Mädchen überragen. „Natürlich.“, meint Lacrima nur. „Du weisst bestimmt damit umzugehen. Ich frage mich nur gerade… warum suchen du und Dimir nach den Elementkriegern? Haben sie euch etwas gestohlen?“ „Nein.“, antwortet Ryokina ohne zu zögern. „Aber ich bin auch eine Elementkriegerin und will mit gegen die Cantata Mortis kämpfen.“ Mir bleibt vor Staunen der Mund offen und Shékkel zieht scharf Luft ein, doch Lacrima unterdrückt ein Glucksen. „Soso, du bist eine Elementkriegerin. Was für ein Element hast du denn?“ Lacrimas herablassende Art lässt erkennen, dass sie der Sirene nicht glaubt. Schnell schliesse ich meinen Mund wieder. Natürlich, ich Trottel, sie schauspielert! „Donner.“, antwortet die Sirene knapp, sichtlich beleidigt. Chera zieht skeptisch eine Augenbraue hoch. „Dann kannst du Gewitter beschwören und so?“ Ich schliesse mich dem Spiel an. „Oder sie kann ganz viel Krach machen.“ Ryokina lässt sich nicht beirren. „Ich kann die Donner auch komprimieren und damit Gegner wegfetzen. Aber hauptsächlich kämpfe ich mit… meinen Formen.“ Ich nicke. „Natürlich. Ach, eins musst du mir verraten. Wenn du nicht aus der Sirenenhöhle kommst – woher dann?“ „Das weiss ich selbst nicht genau.“, erklärt die Sirene. „Ich habe nämlich vor ein paar Jahren mein Gedächtnis verloren. Lange Geschichte.“ Das würde immerhin erklären, warum sie die Höhle nicht kennt. Lacrima nickt betroffen. „Nicht angenehm…“ „Du erwähntest vorhin die Cantata Mortis.“, wechsle ich das Thema. „Was genau ist das?“ „Kennt ihr die nicht?“, meint Ryokina sichtlich verwundert. „Das sind solche Gestalten, die so einen komischen Typen befreien wollen. Irgendwas mit A… Ein Priester hat mir vor einem Jahr davon erzählt, und dann bin ich losgereist.“ „Einfach so.“, bemerkt Lacrima. „Dafür, dass du sie bekämpfen willst, weisst du ja ziemlich viel über sie.“, fügt Chera an. Ryokina zuckt mit den Schultern. „Na ja. Sie wollen die Welt vernichten.“ Wieder unterdrückt Lacrima ein Lachen. „Klingt aber reichlich abenteuerlich.“ Ich frage mich, ob das Mädchen wirklich so naiv ist, oder ob es uns bewusst nicht alles erzählt. Innerlich seufze ich. Wieder so ein Versteckspiel – das mit Kreck hat doch gereicht. „Na ja.“, meint Ryokina wieder. „Auf jeden Fall bin ich dagegen, dass sie einfach so die Welt vernichten, und werde sie aufhalten. Selbst wenn ich dafür sterben muss.“ Jetzt muss ich wirklich grinsen. Wenn uns dieses Kind etwas vorspielt, dann tut es das verdammt gut. „Hast du denn schon einen Plan?“, will Lacrima jetzt wissen. „Ich wette, böse Gestalten wie die Cantata Mortis kriegst du nicht einfach klein, indem du sie mit deiner Lanze haust.“ „Ich dachte, ihr habt einen Plan.“, meint sie nur. „Ihr seid doch Elementkrieger, oder? Da ihr sicher schon erfahren seid, dachte ich, ihr wisst vielleicht mehr über sie.“ Peinliche Stille folgt, nur durchbrochen von Cheras Löffel, der zu Boden fällt.
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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(3/12/2014 2:02:41 PM)Kreck   Mit geflätschten Zähnen und Geifer das ihm dazwischen runterläuft beobachtet er mich. Seine runden roten Augen visieren mich finster an. Dann spannen sich seine schwarzen Muskeln zum Sprung an. Mit den Klauen nach vorn springt er mich an. Im letzten Moment ducke ich mich unter dem massiven Körper drunter und höre hinter mir nur noch den dumpfen Aufprall der Masse gegen die Pflasterwand. Mein Herz schlägt wie wild als ich wieder zum Lauf wechsel. Doch das Brüllen und Jaulen hinter mir wird immer lauter und grässlicher. Hinter der nächsten Biegung sehe ich den Ausgang! Sonnenlicht scheint hoffnungsvoll durch und spornt mein Tempo deutlich an. Doch durch das zielstrebige Laufen auf den Ausgang stoplere ich über einen losen Stein und falle zu Boden. Das Monstrum war schon so nah das es über meinen Rücken trampelt. Ich spüre gerade zu wie die Rippen brechen. Mein Blick hebt sich vom Boden und ich sehe wie der Hund mir nun den Ausgang versperrt. Im Moment schaut er sich noch verwirrt um...ich bin wohl zu schnell "hingefallen" das es so aus sah als hätte ich mich wie Alkohol im Wasser aufgelöst. Leise richte ich mich auf und sehe mich nach hinten um: "Nein zurück geh ich nicht nochmal!" denke ich mir und greife aus Instinkt nach dem Schwert aufm Rücken. Ich streiche über die Klinge: "Flarakra...danke." murmle ich und stürme auf das ahnungslose Monster zu. Durch meinen lautvollen Angriff dreht sich das Monster zu mir und knurrt hasserfüllt was mich wieder stocken lässt. "Nein! Nicht heute! Lebe!" schreie ich in mir. Ich stelle mich in die Kampfposition. "Ganz ruhig." rede ich mir ein nachdem das Hundwieh auf mich losrast. "Es ist ein Hund. mehr nicht." murmle ich mir ein. Der Sabber des Viehs hängt wie eine Fahne von seinem Maul das sich aufreisst. Ich warte noch kurz bis es in dem Schatten ist der gerade mal zwei Fuß vor mir ist. Das Gesicht des Viehs verdunkelt sich im Schatten und sofort lasse ich eine steinharte Masse hinausschnellen das ihm ins Gesicht schlägt und die Beine wegfegt. Das Monser kippt im Flug um und schlittert noch über den Boden, ich versuche noch über es hinweg zuspringen rutsche aber am Bauch des Hundes aus und knalle selbst hin.Sofort springe ich auf und spüre wie die gebrochenen Rippen sich bemerkbar machen. Trotzallem renne ich jetzt zum Ausgang. Draußen drehe ich mich beim Rennen wieder zum Eingang. Ein bösartiges Brüllen kommt aus dem dunklen Gang gefolgt von der schweren Masse der Monströsität. Mein Herz pocht wie wild und der Schweiß rinnt mir von der Stirn. Meine Rippen gebrochen, meine Füße müde und mein Atem schwer aber den Mut den ich grad hab lässt dies kaltstellen. "Jetzt musst du zeigen was du jahrelang versteckt hast!" schallt die Stimme von John. Ich umfasse den Griff meines Schwertes fest mit der rechten Hand in die andere lege ich mir einen Dolch. Ich schließe kurz die Augen und höre nur das Knurren, Sabbern und Stampfen der Pfoten. Ruckartig öffne ich sie wieder und stelle mich in die Kampfposition: "Komm her du...Vieh!" Schon stürmt es mit einem donnerden Tampeln auf mich zu, mit müden Beinen renne ich entgegen...
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Alinea
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Beitrag von Alinea »

(3/17/2014 7:03:50 PM) Disclaimer: Sämtliche im Post fremdgesteuerten Personen haben sich damit einverstanden erklärt, bla bla bla.     Xashibel   Wir haben uns nicht verraten, so viel ist klar… also kommt sie zu diesem Schluss, weil sie uns über Siegel reden hören hat. Das heisst, entweder weiss sie mehr, als sie zugibt, oder sie hat einfach geraten… Ich breche die Stille, indem ich schallend anfange zu lachen. „Elementkrieger? Habt ihr das gehört?“ Lacrima und Chera fallen sofort mit ein, und auch Shékkel lächelt schliesslich. Nur Rin wirkt nicht so begeistert von meiner Aktion. Schliesslich kriegt Lacrima sich wieder ein. „Du täuschst dich, Mädchen. Wir sind Forscher. Wir suchen nach alten Siegelkammern, um die Magie darin zu studieren.“ „Hm.“, meint Ryokina nur. „Das hat sich vorhin aber anders angehört. Naja… wisst ihr denn, wo die richtigen Elementkrieger sind?“ Ich zucke mit den Schultern und Chera murmelt: „Die sind doch oft in der Rafael-Clanstadt, nicht?“ „Da würd ich nicht hingehen.“, fügt Lacrima an. „Ich habe gehört, es herrscht Krieg.“ „Na toll.“, beschwert sich die Sirene. „Wie soll ich die anderen Elementkrieger finden, wenn ich keinen Schimmer habe, wo die sind?“ Sie seufzt. „Können ich und Dimir vielleicht vorerst bei euch mitreisen? Vielleicht haben wir ja Glück und finden eine Spur.“ Ich blicke Lacrima fragend an, doch die zuckt nur mit den Schultern. „Von mir aus. Wenn ihr für euren Proviant selber aufkommt…“ Damit erhebt sie sich. „Ich würde aber gerne noch mit Dimir reden… wo steckt der denn?“ „Och, keine Ahnung.“, winkt Ryokina ab. „Wie gesagt, ich habe in der Zeit ja geschlafen.“ Chera kichert. „Und dann hat er dich sitzengelassen? Ihr seid schon ein merkwürdiges Gespann.“ Dann holt sie tief Luft und schreit: „Diiimiir! Wir möchten mit dir reeedeeen!“
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von ItashaOtaku »

(3/17/2014 10:28:34 PM)Dimir   Ich bin Dimir, 17jähriger Wissenschaftler und Johns Vertrauter. Er hat mir eine Mission anvertraut. Eine Mission, die nur ich erledigen kann. Sie wird für alle gravierende Folgen haben und nichts wird mehr so sein wie früher, aber dafür wird John wichtige Informationen erhalten. Kreck, mein Waffenbruder...er wird mich für immer hassen. Dafür wird er aber auch leben und das ist mir wichtig.   In meiner Hand tanzt die Spritze, die ich jetzt allmählich mit meinem neuen Virus auflade. Ein Virus, das den Wirt in eine Schlange verwandeln soll...die das Virus mittels Gift weiterverbreiten kann. Gefährlich sollte es aber nicht sein. Ausserdem gibt es den ersten Wirten noch etwas: Vorübergehende Halluzinationen. Die beiden schlafen tief und fest...zumindest Kreck. Dadurch sollte die Halluzination als Traum rüberkommen. In diesem Traum werde ich meinen Verrat erklären und was gerade mit ihnen passiert. Zum Schluss werden sie erfahren, dass sie tolle Testsubjekte waren und ich jetzt keine Verwendung mehr für sie habe. Ein Abschiedsgruss rundet die Halluzination ab.   Jetzt nur noch das passende Medium finden...schliesslich muss ich nachher weg sein. Als ich den Samen eines Nachtlings vorfinde, habe ich die Idee auch schon. Nachtlinge blühen nur eine Nacht lang und verwelken am nächsten Morgen. Perfekt...ich nehme den Samen, injiziere das Virus und pflanze ihn wieder ein. Dann entferne ich mich vom Ort des Geschehens und mache mich zu den Cantata Mortis auf.   Während ich laufe, versuche ich mir klarzumachen, was gerade passiert ist. Ich habe die Mission begonnen und damit alle freundschaftlichen Beziehungen zwischen Kreck und mir zerstört...aber dafür kann er jetzt leben...und sein Hass, den er entwickeln wird, wird ihn auch am Leben halten, was auch passiert. Ich hoffe nur, dass nichts Unerwartetes passiert. Schliesslich hatte ich noch nie eine Pflanze als Medium verwendet.   "Diiimiiiir...!" Ich schrecke zusammen, gleichzeitig wird es um mich dunkler und kälter. "Diiiiiiimiiiiiiiir!" Sind das die CM? Oder heissen mich die Dämonen der Hölle willkommen? Und ich dachte, ich war vorher in der Hölle...   "Diiiiimiiiir! Wir möchten mit dir reden!" Die Stimmen hören sich plötzlich menschlicher an. Allmählich realisiere ich, dass ich geträumt habe und wache auf...was für ein wahrer Traum das doch war...und wer ruft mich hier überhaupt? Es hört sich weiblich an, aber es können weder Ryokina noch Arachne sein.   Die vielen Stimmen kamen daher, weil ich 16 Ohren habe...schliesslich bin ich gerade die Ratten. Wir morphen uns in mich zurück und ich gehe zum Haus, von dem die Stimme zu kommen scheint. Noch im Halbschlaf öffne ich die Türe. "Ja, bitte?"

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Gralaer
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(3/23/2014 8:03:03 AM)Kreck   Dem Sprungangriff des Monsters weiche ich durch schnelles Rollen aus dabei drehe ich mich sofort wieder zum Höllenhund um der mich böse anknurrt. "Dieser Trick gelingt dir wohl nicht." denk ich mir. Nun stampft es von rechts nach links und beobachtet mich wie ich es mit den Augen verfolge. "Was hat es vor? Eine Analyse?" versuche ich mir zusammen zu reimen. Dann flescht er die Zähne und reißt sein Maul auf wo sich Zähne in Form von scharfen Dolchen reihen. Darauf folgt ein Jaulen und ein Voranstürmen mit der kompletten Masse im Schlepptau. Ein Biss und er durchtrennt jedes Gliedmaß wie Butter. Ich richte mein Schwert vor mir und bereite mich darauf vor ein Schlag zu setzen und gleichzeitig seitlich wegzurollen. Doch der Plan geht zu nichte! Das Monster bremst ab bäumt sich vor mir auf und stößt mit voller Wucht in meine Richtung. Schnell rolle ich mich nach Rechts um den tödlichen Schlag zu entkommen. Sofort richte ich mich auf und sehe nur wie der Hund mit weit aufgerissenem Maul nach mir schnappt. Bevor das Maul sich nähern konnte ramme ich mein Schwert mitten in die Schnauze des Viehs. Es schreckt zurück und winselt laut. Es nimmt sich einen großen Abstand von mir und kratzt nach dem Schwert was in der Schnauze steckt. Doch es steckt fest drin und das Blut läuft dem Monster aus der Wunde. Erst jetzt realisiere ich das meine Waffe weg ist. Ich hab nur noch Messer oder Dolche! Doch ich glaube kaum das die in diesen muskelbepackten Höllenhund Wunden anrichten können. Das Monstrum bemerkt dies anscheinend auch und grunzt scherzend. Ich bereite mich drauf vor abzuhauen. Wieder beginnt das Spiel...der Hund läuft auf und ab und beobachtet mich mit diesen tiefroten Teufelsaugen. Dann flescht es die Zähne und sprintet auf mich zu. Meine Beine setzen sofort zum Lauf an. Die Stadt ähnelt dem Labyrinth. Nur sind hier die Gänge reichlich größer und das Monster hinter mir folgt mir schneller als ich laufen kann. Ich schlage viele Haken in Gassen, doch abhängen kann ich es nicht. Als nächstes Versuch ich auf die Trümmer eines halbeingestürzten Hauses zu klettern. Die Ebenen um zu klettern scheinen für mich gerade groß genug zu sein. An dem ersten Überest einer Mauer ziehe ich mich hoch. Das Schnaufen und Jaulen des Hundes wird dabei erschreckend laut, als wüsste er das er nicht hochkommen könne. Oben klettere ich an einem Gerüst aus Holz hoch, unter mir wütet das Monster rum. Versucht es nun das Gebäude abzureißen? Dann oben auf dem Dach blicke ich nach unten. Das Vieh starrt mich hasserfüllt an. Er ist komplett mit Staub übersäht und ähnelt nicht mehr dem schwarzen Höllenhund. Doch trotzdem fixiert er mich mit seinen toten Augen an. Als könnten Blicke töten... Die Zeit verging während ich auf dem Dach saß und immer mal wieder runterspähte um nachzusehen ob es vielleicht endlich mal aufgegeben hat. Doch er bleibt da... Vielleicht sollte ich ihm einen Namen geben wie: Schwarzes Ding, Heultöle oder Kletternix. „Hm.“ mache ich kurz. „Hey Kletternix! Hier oben bin ich!“ dabei muss ich lachen wie böse mich das Vieh nun ankuckt. Ich spüre wieder die Brüche und wie ferig ich im Moment bin. Aber...ignorieren...einfach ignorieren... Irgendwann kam die Zeit wo ich nachgedacht hab wie ich Kletternix von dort wegbekomme. Die Sonne steht noch zu hoch für einen Angriff aus dem Schatten. Meine Beine taumeln über dem Monster während ich am Rand des eingestürzten Daches sitze. Er hat ein paarmal versucht sie zu schnappen gab es aber auf da ihm fast eine ganze Körperlänge fehlt, „Kletternix.“ fang ich an. „Hieroben bekommst du mich nicht.“ und grinse. Jetzt hockt er nur da und wartet wohl das ich einschlafe.Tue ich auch bald. Langsam krieg ich sogar das Gefühl er sieht mich garnicht mehr so böse an. Fast schon als würde er mich als ehrwürdig betrachten. Doch der Gedanke verfällt gleich wieder, wie ich mich wieder daran erinnern musste das er nach mir geschnappt hat und ich im das Schwert in die Schnauze rammen musste. Mir fällt auf das es immer noch halb in die Schnauze gebohrt ist, ab und zu versucht er es noch rauszukratzen. Klappt nicht. Auf einmal kommt mir ein Gedanke. „Wenn ich es schaffen könnte mit einem Stoß das Schwert dazu zubringen bis zum Gehirn vorzudringen, stirbt er!“ Aber wie mache ich das? Lange überlege ich und komme von „Auf das Schwert von hier oben springen“ bis zu „Warten bis das Schwert einsickert“. Doch dann tüftelte ich den perfekten Plan! Doch erst muss ich runter kommen. Vorsichtig spicke ich über den Rand und sehe wie Kletternix genau unter mir sich hingelegt hat. Sturer Hund....In Diesem Moment frage ich mich:“ Kann ich ihn umbringen?“ Frag ich mich das echt? Vielleicht...Ich weiß nicht wieso aber langsam...egal! Auch wenn ich ihn nicht töte ich muss hier weg...bekomme wieder Hunger. Leise pirsche ich mich ans andere Ende des Dachs, unten sehe ich eine Gasse die zwischen den beiden Häusern führt. Zum Glück ist sie überschattet. Ich lass die Schatten einigen Krach machen. Darauf folgt gleich das Knurren und stampfen des Monsters. Sobald es in der Gasse ist lasse ich weiterhinten wieder durch die Schatten Krach machen. Das Vieh holt zum Lauf aus und stürmt auf das „Schatten-Ich“ zu. Währenddessen schleiche ich das Dach runter. Ich könnte jetzt abhauen und auch entkommen aber mein Schwert... Mein Beinwerk bringt mich nun in dieselbe Richtung wo das Monster hingerannt ist. Hinter der nächsten Biegung in eine Gasse sehe ich wie Kletternix vor einer Sackgasse steht und herum schnüffelt. „Hey!“ brülle ich. „Kletternix, dein Heerchen ist hier! Gib den Stock wieder.“ Ein wütendes Gejaule entlocke ich ihm damit. Sein Augen färben sich rot, mehr rot als vorher. Seine Dolchzähne fletscht er mir auch noch. Unheimlich dieser Anblick, er gleicht wirklich dem Hund des Teufels. Und genauso so kommt er angetrommelt. Mit weitgerissenen Maul und donnernden Schlägen auf den Boden. Der...der...ist echt sauer. Ich denke meine „Hol das Stöckchen“ Methode hätte hier nicht mehr geklappt oder „Da Postbote!“. Dem ersten Ansturm entkomme ich knapp. Das Monstrum rutscht aus als es versucht im Lauf wieder kehrt zu machen. Seine Beine sind stark angeschlagen von der Wucht des Schattenangriff im Gang. Ich stehe nun mit der Sackgasse im Rücken und das Vieh läuft wieder mit voller Lust auf Tod auf mich zu. Doch diesesmal renne ich weg genau in die Richtung der Wand. Kletternix ist direkt hitner mir, das höre ich! Mein Tempo verdreifacht sich! Dann an der Wand! Ich sprinte sie zwei Schritte hoch stoße mich mit Hilfe der Schatten von der Wand ab und lande mit einem Rückwärtssalto hinter dem Monster. Das Vieh liegt regungslos vor mir. Genau wie ich es mir gedacht hab. Ein mächtiges Gefühl durchströmt mich und muss unwillkürlich grinsen. Das hatte ich schonmal...vor langer Zeit. Ich hab völlig vergessen wie schön das...“Aaargh!“ sofort spüre ich die Rippenbrüche wie sie. wie Dolche. sich in meine Brust rammen. „Es geht...ich muss nur noch hier weg...“ Ich sammle nochmal die restlose Energie und trete zu Kletternix vor. Das Schwert hat sich bis zum Heft in seinen Kopf gerammt. „Immer wollen sie mit dem Kopf durch die Wand.“ fällt mir spontan ein. „Wut ist so eine einfache Waffe.“ sagte mir mal mein Lehrmeister. In mir beginnt ein Wirbel aus Stolz und Mut. Der Plan hat perfekt geklappt die die Wucht der Wand rammte sich das Schwert komplett ins Hirn. Noch mit einer gewissen Vorsicht nähere ich mich meinem Schwert. Es steckt ziemlich fest und mit den Schmerzen die ich hab lasse ich lieber eine Schattenhand die Arbeit machen. Klirrend fällt das Flarakras Klinge zu Boden wo ich es aufhebe und die Schneide überprüfe die mit Blut nur so übersudelt ist. Nun laufe ich zurück, die Klinge säubere ich in einem Brunnen der auf dem Weg lag. Nach einer zeit humple ich um eine Ecke und entdecke das Lager der Irren... "Habt ihr was zu Essen?" frage ich völlig erschöpft.
Faal sosin se laas!

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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(3/23/2014 3:38:44 PM)Shékkel   Chera ruft laut nach Dimir und ich muss erst mal lachen. „Denkst du, das nützt?“, will ich sagen, doch eine Stimme kommt mir zuvor: „Ja, bitte?“ Dimir kommt zwischen zwei Häusern hervorgeschlurft, er sieht etwas müde aus und trägt nur eine Hose und ein Unterhemd. Wieder muss ich lachen. „Hast du nicht kalt?“, bringe ich hervor. „Das gehört wohl dir.“, kichert Xashibel und reicht Dimir den weissen Mantel, den sie immer noch in der Hand hält. Lacrima zieht spöttisch eine Augenbraue hoch. „Na, wen haben wir denn da?“ Ich bemerke, wie sich ein neuer Geruch nähert. „Kreck kommt zurück.“, verkünde ich. „Habt ihr was zu Essen?“, erklingt da schon seine Stimme und er kommt um eine Hausecke gelatscht. Sein Geruch wird intensiver und jetzt erkenne ich Details… Blut und Verwesung. „Igitt, was hast du denn gemacht?“, rufe ich aus. Auch Lacrima hat bemerkt, dass etwas nicht stimmt. „Wo hast du dich denn herumgetrieben? Du siehst aus, als wärst du in eine Wäschemangel geraten.“ Mit zwei schnellen Schritten ist sie bei ihm, taxiert kurz die Blutflecken auf seinem Mantel und seine gekrümmte Haltung und beschliesst dann: „Lass mich mal machen, vielleicht hast du was gebrochen.“ Sie zieht ihm den Mantel aus und befühlt seinen Brustkorb, während er zitternd in der Kälte steht. „Bist du irgendwo runtergefallen?“, will ich wissen. Das ist mir auch einmal passiert, in Thomas’ Höhle, als ich noch klein war. Danach hatte ich auch etwas gebrochen. Mein Arm hat wochenlang wehgetan. Xashibel seufzt übertrieben. „Der macht wirklich immer nur Ärger.“ Chera schnaubt, und ich wende mich wieder den anderen zu. Erst jetzt bemerke ich den beklommenen Geruch, der sich ausgebreitet hat… der stammt von Dimir. Er hat sich ein paar Schritte zurückgezogen und neben eine Wand gestellt, als hoffe er, damit zu verschmelzen. Wovor hat er Angst? Etwa vor Kreck?   Lacrima drängt Kreck in den Raum hinein, in dem wir geschlafen haben. Ich höre noch, wie sie ihm befiehlt, sich hinzulegen, und dann Nayena ruft. Sobald Kreck verschwunden ist, entspannt sich Dimir etwas. „Also… ihr habt nach mir gerufen?“, fängt er an. Xashibel antwortet: „Ja, haben wir. Deine kleine Freundin hier hat behauptet, sie sei mit dir unterwegs… wir haben uns nur gefragt, wieso du dann nicht zu Sehen bist.“ „Mit wem habe ich das Vergnügen?“, fragt Dimir nur verwundert. Ich muss schon wieder lachen, sein Gesichtsausdruck ist zu komisch. Statt einer Antwort verwandelt Xashibel sich in einen Clanritter. Das hat sie schon getan, als wir Dimir beim Elloralager begegnet sind. „Du wirst doch mittlerweile die Fähigkeiten der Sirenen kennengelernt haben.“, antwortet Xashibel mit der Stimme des Clanritters und deutet auf Ryokina. „Es wundert mich, dass du nicht selber darauf gekommen bist.“ „Sehe ich etwa aus wie eine Sirene?“, antwortet Dimir genervt. „Schliesslich kann ich mich auch verwandeln.“ „Interessant.“, meint Xashibel. „Aber Ryokina ist doch eine?“, frage ich nach. „Und ihr reist doch zusammen? Hat sie dir denn nie gesagt, was sie ist?“ Ich weiss ja nicht, wie das bei Dimir ist, aber als ich die Muster an Ryokinas Arm gesehen habe, dachte ich sofort, dass sie wahrscheinlich eine Gestaltwandlerin ist… wie Xashibel. „Ich hab mir nie gross Gedanken darüber gemacht, ob sie eine Sirene ist oder nicht.“, antwortet Dimir nur. „Wichtig ist, dass sie eine Elementkriegerin ist und gegen die Cantata Mortis kämpfen möchte.“ „Und wichtig ist“, ergänzt Lacrima, die gerade aus dem Haus heraustritt, „dass sie ein zehnjähriges Mädchen ist und keine Ahnung hat, womit sie es zu Tun hat.“ Sie stellt sich zwischen Xashibel und Chera. „Elementkriegerin hin oder her“ „Ich bin aber dreizehn.“, protestiert Ryokina. „Ein Haufen vertrauenswürdiger Elementkrieger kann aber besser auf sie aufpassen und sie sicher auch besser trainieren als ich zwielichtiger Mensch.“, meint Dimir und ignoriert die kleine Sirene völlig. „Ausserdem wäre sie dann in der Gesellschaft von Sirenen.“ „Das ändert nichts an ihrem Alter.“, meint Lacrima knapp. „Wir können ihr keine Jahre antrainieren. Wir sind selbst jung genug.“ „Ausserdem hat keiner gesagt, dass wir sie aufnehmen, wenn du darauf hinauswillst.“, fügt Rin an.   Dimir übergeht ihre Bemerkung und wendet sich an Lacrima: „Und doch seid ihr am Leben. Ryokina hat bei euch höhere Überlebenschancen, allein deswegen, weil ihr als Gruppe…“ „Ich sagte“, unterbricht Rin ihn scharf, „keiner hat gesagt, dass wir sie aufnehmen.“ „Überleg doch mal:“, beginnt Lacrima, „Wir kennen dich kaum. Wir wissen nicht, auf wessen Seite du stehst. Wie kommst du auf die Idee, wir würden dein Mündel mitnehmen?“ „Ich bin nicht sein Mündel.“, protestiert Ryokina wieder. Dimir denkt kurz nach. „Wohin seid ihr eigentlich unterwegs, wenn ich fragen darf?“, will er unvermittelt wissen. „Lenk nicht vom Thema ab.“, faucht Rin. „Ich gehe es nur von einer anderen Seite an, schliesslich arbeite ich lösungsorientiert.“, fährt Dimir sie an. „Im Verräterkamm gibt es eine Kampfschule, die auf Ryokina aufgepasst hat, bis ich sie übernahm. Wenn ihr dorthin unterwegs wärt, könnt ihr sie dort abliefern… ihr traut doch einem kleinen Mädchen, oder?“ Rin runzelt die Stirn, und Lacrima blickt fragend zu Xashibel. Die meint: „Ja, früher oder später kommen wir dort hin.“ Lacrima nickt. „Nichtsdestotrotz müssen wir zuerst zum Mondlichtküstendorf zurück und dann rüber zur Passage.“, erklärt sie dann. „Ein ziemlicher Umweg.“ „Das macht nichts.“, antwortet Ryokina. „Ausserdem sind unsere Vorräte knapp.“, fügt Rin an. „Du müsstest Ryokina ihren Teil an Vorräten mitgeben.“, wendet Lacrima sich an Dimir. „Dann könnten wir sie mitnehmen.“ „Daran soll es nicht scheitern.“, meint Dimir schulterzuckend. Er reicht Dimir seine Tasche und nimmt nur einige Dinge daraus wieder an sich.   Gerade will ich mich wieder abwenden, da weht mir ein blumiger Duft entgegen. Er rührt von dem Fläschchen, das Dimir gerade in der Hand hält. Nur ein Hauch des Geruchs dringt durch den Korken, und doch erkenne ich ihn. „Den brauche ich noch.“, bemerkt Dimir. „Okay.“, meint Ryokina. „Wozu brauchst du Elfentau?“, platze ich heraus. Verwundert starrt Ryokina mich an. „Elfentau?“ „Ein Rauschmittel.“, erklärt Lacrima. „Es macht ziemlich süchtig. Du passt doch hoffentlich auf?“, will sie von Dimir wissen. „Elfentau hat eine Menge Potential.“, erklärt der. „Einem Wissenschaftler soll die Arbeit schliesslich nicht ausgehen.“ Lacrima nickt. „Natürlich.“ „Wissenschaftler?“, schaltet sich Xashibel ein. „Meinst du diese kleinen Tierchen? Hat das damit zu tun?“ „Lässt sich so sagen…“, meint Dimir ausweichend. „Was für kleine Tierchen?“, will ich sofort wissen. „Mäuse? Hast du deine Maus eigentlich noch?“ „Es ist eine Ratte.“, erklärt der Wissenschaftler. „Aber ja. Ich habe mich noch nicht zu einem Namen entschliessen können… Rakdos hört sich ja nicht wirklich nett an.“ „Ich bin immer noch für Mitzi.“, verkünde ich. „Du erforschst also Mäuse.“, fasst Lacrima zusammen. „Wozu genau?“ „Diese Ratte hier ist eigentlich nur mein Gefährte.“, erklärt Dimir. „Die Tiere, die ich erforsche, sind viel kleiner. So klein, dass man sie höchstens noch unter dem Mikroskop sehen kann.“ Ich finde, dass Mikroskop ein toller Name für Dimirs Ratte wäre. Lacrima findet: „Interessant. Der Mikrokosmus? Davon habe ich gehört. Soll sogar ein Element sein.“ „Du bist gut informiert.“, bemerkt Dimir. „Ja, der Mikrokosmus ist ein Element, aber den meisten ist es weitgehend unbekannt.“ Lacrima nickt. „Elemente sind zufälligerweise mein Forschungsgebiet.“ Sie kramt in ihrer Tasche, fördert die kleine Kristallkugel zutage, mit der man Energien sichtbar machen kann, und blickt hindurch. „Dachte ich mir doch.“, meint sie dann.   In dem Moment tritt Kreck durch die Tür. „Schon wieder diese blöde Kugel?“, bemerkt er. „Oh, Kreck!“, ruft Dimir aus. „Wie kommt es denn, dass du mit einer Gruppe von Elementkriegern unterwegs bist? Sag bloss, der gute John mag dich nicht mehr?“ Die kennen sich? Verwundert blicke ich zu Lacrima, doch die zuckt nur mit den Schultern. „Man kann es als Nebenauftrag sehen…“, meint Kreck nur ausweichend. „Wie heisst du eigentlich?“, will Ryokina auf einmal vom Schattenkrieger wissen. „Und woher kennst du Dimir?“ „Kreck, Dimir…“, murmelt Kreck. „Man kennt sich eben.“ „Wir sind… alte Freunde.“, erklärt Dimir. „Interessant.“, meint Lacrima nur. „Vielleicht kann Kreck uns dann ja verraten, ob wir dir trauen können.“ „Hmm…“, überlegt Kreck. „Ich denke, man kann sie mitnehmen… und falls einer Ärger macht…“ Er blickt wütend zu Dimir, der nervös lächelt. Seine Anspannung ist über dem Leichengeruch deutlich zu riechen. „Ihr könnt auf jeden Fall Ryokina mitnehmen.“, erwidert der Wissenschaftler. „Mich könnt ihr dabeihaben, wenn ihr wollt, aber sollte ich nicht willkommen sein…“, funkelt er Kreck an, „werde ich mich erst mal von euch verabschieden.“ „Ich finde, er soll bleiben.“, verkündet Xashibel. „Ich auch.“, schliesse ich mich an. „Ich nicht.“, wirft Chera ein. „Wieso denn nicht?“, will Ryokina wissen. „Weil wir euch seit fünfzehn Minuten kennen.“, zählt Chera auf. „Weil ihr zu viel wisst. Und weil Dimir unseres Wissens ein Verräter sein könnte und möglicherweise für die Cantata Mortis persönlich arbeitet.“ „Wie bitte?“, keucht Ryokina. „Am Rozengard-Ball sagtest du mir, die Cantata seien deine Feinde.“, erklärt Xashibel. „Trotzdem schienst du ziemlich vertraut mit Andate Cantabile. Und als wir uns beim Elloralager begegnet sind, warst du in Begleitung der Messerträgerin.“ Sie geht langsam auf Dimir zu. „Ich will wissen, ob du ein Verräter bist – oder ein Spion.“ Der Wissenschaftler überlegt, er riecht jetzt noch viel angespannter. „Sagen wir“, beginnt er dann, „dass ich ein Elementkrieger bin… einer von den Leuten, denen die Cantata Mortis nach dem Leben trachten. Ausserdem bin ich jemand mit vielen Informationen. Von dem her bin ich beides… da ich aber gegen die Cantata Mortis bin, würde ich zumindest sagen, dass ich nicht auf ihrer Seite bin.“ „Danke für die glasklare Antwort.“, bemerkt Xashibel trocken. „Das kann ewig so weitergehen…“, wirft Kreck ein. „Meinung und Gegenmeinung. Einfach mitnehmen, wir sind immerhin in der Überzahl.“ „Das denkst du…“, knurrt Dimir und beginnt sich zu verwandeln. Es sieht ganz anders aus als bei Xashibel. Seine Haut überzieht sich nicht mit Fell, es sieht eher so aus, als würde er schmelzen… er wird immer kleiner, bis er ein unförmiger Klumpen ist, doch dann nimmt er sofort wieder Form an. Graue Haare spriessen aus dem Klumpen und er scheint zu brodeln, einzelne Fellklumpen lösen sich, ich kann Ohren und Zähne erkennen und schliesslich steht da… eine Handvoll grauer Ratten.   Erschrocken zucke ich zurück. Die Verwandlung hat nur wenige Sekunden gedauert, doch sie kam ganz unerwartet. „Einfach ekelhaft.“, bemerkt Kreck. Ich schlucke leer, doch dann verwandelt sich Dimir auch schon wieder zurück. „Was bei allen Eiszapfen…“, beginnt Xashibel. „Interessant…“, meint Lacrima, die sich ihre Kugel vor das Auge hält. „Du benutzt dein Element recht geschickt.“ „Vielen Dank.“, lacht Dimir verlegen. „Also… zwei sind dafür, dass ich mitkomme, und eine ist dagegen. Wie sieht es bei dir aus, Kreck?“ „Wie gesagt“, meint der, „ich habe keine Lust auf eine Diskussion, wer lügt und wer nicht. Wenn wir euch mitnehmen, werden wir es wissen.“ „Das seh ich auch so.“, meint Lacrima. „Ich bin trotzdem dagegen.“, meint Rin. „Vier zu zwei also.“, bemerkt Lacrima. „Willkommen im Club.“  
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(4/2/2014 7:21:14 PM)Kageel   Ich dachte immer, ich hätte keine Angst. Nur so habe ich das Turnier gewonnen, nur so bin ich der Oberste Lehrmeister geworden. Ich habe meine Gegner respektiert, sie niemals unterschätzt – aber ich hatte auch keine Angst vor ihnen. Ich konnte alles unter Kontrolle behalten. Ich hatte immer die Oberhand. Ich wusste immer, was zu tun war. Doch jetzt habe ich meine grösste Angst erkannt. Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren. Mit eingestütztem Kopf sitze ich am Eistisch in diesem angeschnittenen Raum und lasse mir die gleichen Möglichkeiten noch einmal durch den Sinn gehen. Gegen die Menschen ziehen. Mit den Menschen gegen die Dämonen ziehen. Woanders eine neue Höhle aufbauen. Dem Volk die Wahrheit erzählen. Was auch immer ich meinem Volk sage… die Wahrheit darf es nicht sein. Sie könnten sie nicht akzeptieren. Sie würden mich einen Lügner nennen, und gerade jetzt brauchen sie einen starken Anführer. Seufzend erhebe ich mich. Ich kenne die beste Lösung, aber meinem Volk wird sie nicht gefallen. Wir verachten die Menschen. Ich mache mich auf den Weg zu der Stelle, wo die anderen schon versammelt sind. Ihre Angst ist beinahe greifbar. „Lehrmeister!“, ruft mir jemand entgegen, und sofort ist alle Aufmerksamkeit auf mich gerichtet. „Oberster Lehrmeister! Was ist passiert?“ „Geduld, ich werde es erklären.“, winke ich ab und setze meinen Weg fort. Die anderen halten respektvollen Abstand vor mir, wie es sich gehört. In ihren Augen stehen die Fragen, doch sie vertrauen mir. Sie vertrauen darauf, dass ich die Antworten auf ihre Fragen habe. Seufzend gehe ich weiter.   In der Mitte der Menge bleibe ich stehen. Jemand bringt eilig einen halb zerbrochenen Stuhl herbei und stellt ihn als Podest vor mich. Vorsichtig steige ich darauf – eines der Beine ist abgebrochen, doch ich kann mein Gewicht leicht ausbalancieren. Dann blicke ich zu den Sirenen auf. Mein ganzes Volk ist hier versammelt. Fast zweitausend Leute. Und sie alle erwarten sehnsüchtig die Antworten, die sie sich von mir erhoffen. Ich räuspere mich, schinde noch ein paar Sekunden heraus. Noch nie hatte ich solche Angst davor, zu meinem Volk zu sprechen. „Heute ist ein dunkler Tag für die Sirenen.“, beginne ich und atme tief durch. Schlechter Anfang. Die Sirenen beginnen zu tuscheln, geben meine Worte nach hinten weiter. „Heute Morgen sind Dämonen vor unserer Höhle aufgetaucht.“, beginne ich dann. „Dämonen von einer Art, die ich noch nie gesehen habe. Doch sie trugen die Gestalt von Menschen.“ Schock breitet sich auf den Gesichtern der Sirenen aus, Erstaunen. Mir wird unbehaglich zu Mute. Mache ich gerade einen Fehler? „Die Dämonen, die wie Menschen aussahen, wollten unsere Höhle angreifen.“, beginne ich, und noch während ich spreche, formt sich in meinen Gedanken eine Idee. „Als ich sie bemerkt habe, stellte ich mich ihnen entgegen, doch ihre perfide Tarnung hat mich getäuscht. Ich dachte, ich käme gegen sie an, und war auf ihre unnatürliche Kraft nicht gefasst.“ Die Sirenen keuchen auf wie ein Mann, gebannt lauschen sie meinen Worten. Gut. „Beinahe hätten sie mich besiegt“, fahre ich fort, „doch schliesslich konnte ich sie zurückschlagen. Sie waren in ihrer Gestalt gefangen wie Tiere, und dadurch konnte ich mir einen Vorteil verschaffen.“ Ich mache eine kurze Pause. Alle hängen gebannt an meinen Lippen. „Die Dämonen haben gesehen, dass sie gegen uns keine Chance haben.“, erkläre ich weiter. „Doch sie sind stolze Wesen. Während ich den einen festhielt, wirkte der andere eine Magie. Ich wollte ihn aufhalten, doch leider kam ich zu spät – die Magie hüllte unsere Höhle ein und… liess sie verschwinden.“ Eine Frau heult auf, die Sirenen tuscheln empört. „Du hast sie doch getötet?“, ruft jemand. Sobald ich sah, was diese Monster euch angetan haben, tötete ich den, den ich festgehalten hatte.“, berichte ich. „Der andere wollte fliehen, doch ich hielt ihn fest. Ich packte ihn an der Kehle und verlangte zu wissen, woher er kam und was er von uns wollte.“ Wieder sind die Sirenen still geworden. Ich hole tief Luft, verschaffe mir wieder etwas Zeit. „Er verriet mir, dass er von noch mächtigeren Dämonen gesandt wurde mit dem Auftrag, uns zu versklaven und für seinen Meister kämpfen zu lassen.“ Fest blicke ich in die schockierten Augen der Sirenen. „Sein Meister ist ein Dämon von ungekannter Macht, und sein Ziel ist es, die Welt zu vernichten – und die Menschen.“   Ich beisse mir auf die Zunge. Die Worte waren unüberlegt gekommen, doch ihre Wirkung war furchtbar. Niemand schrie – es war kein Geräusch zu hören – doch die Blicke, das blanke Entsetzen in den Gesichtern sprachen Bände. „Es gibt keine Menschen!“, rief jemand und brach den Bann. Sofort bricht Geschrei los und ich falle beinahe von meinem Stuhl. „Ruhe!“, rufe ich, „Ruhe jetzt, seid still!“ Nur langsam kehrt wieder Ordnung ein und ich spreche weiter – zurückgehen kann ich nicht mehr. „Ja, es gibt anscheinend noch Menschen.“, erkläre ich. „Einige von ihnen müssen den Krieg überlebt und sich vermehrt haben, weit entfernt von uns. Sie haben sich nie getraut, sich uns auch nur zu nähern, doch anscheinend haben sie sich jetzt andere Feinde gemacht.“ „Dann helfen wir den Dämonen!“, erklingt eine Stimme und ich fahre herum, wobei ich fast das Gleichgewicht verliere. „Du Narr!“, rufe ich dem Sprecher entgegen. „Du willst den Wesen helfen, die unser Zuhause vernichtet haben?“ Betroffene Stille legt sich über die Sirenen. Ich kann die Reaktion des Sprechers verstehen, doch jetzt ist Vernunft angesagt. „Wir werden den Dämonen nicht helfen.“, erkläre ich. „Im Gegenteil: wir werden gegen sie kämpfen. Wir werden ihre Heimat zerstören, so wie sie unsere zerstört haben, und sie einen nach dem anderen töten!“ Die Sirenen scheinen hin- und hergerissen, ihre Augen sind voller Zweifel. „Aber die Dämonen wollen die Menschen vernichten.“, merkt jemand an. „Nicht die Menschen.“, entgegne ich. „Die ganze Welt. Sie wollen alles vernichten, jedes Lebewesen, jeden Hasen, jeden Eisbären, jede Sirene und jeden Menschen! Die Menschen versuchen, sie aufzuhalten, deswegen wollen sie diese zuerst vernichten, aber am Ende wird niemand verschont werden!“ Wieder herrscht Stille, während mein Volk diese Erkenntnis aufnimmt. „Aber… aber dann kämpfen wir zusammen mit den Menschen?“, erklingt eine Stimme. Ich blicke dem Sprecher, einem jungen Krieger, fest in die Augen. „Ja, genau das heisst es.“, erkläre ich und füge dann, bevor jemand protestieren kann, an: „Aber das heisst nicht, dass wir die Menschen deswegen lieben müssen. Wir werden uns mit ihnen gegen die Dämonen verbünden – und wenn die erst einmal aus der Welt sind, wenden wir uns gegen die Menschen und zeigen ihnen, wer der Stärkere ist!“ Die Sirenen wirken so erleichtert, wie ich mich fühle. Erst murmeln sie aufgeregt, dann schreit jemand: „Wir sind die Stärksten!“, und weitere nehmen den Ruf auf. Ich taumle beinahe vom Stuhl. Ich habe es geschafft! „Wir sind die Stärksten!“, rufe ich mit und warte, bis es wieder leiser wird. Dann hebe ich wieder an, zu sprechen: „Wir suchen uns jetzt einen Weg aus diesem Loch heraus. Nehmt so viele Vorräte mit, wie eure Gestalten zu tragen vermögen. Wenn wir oben sind, kehren wir unserer Heimat den Rücken und machen uns zu neuen Ländern auf. Es wird Zeit, dass wir die Welt daran erinnern, wer wir sind!  
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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(4/3/2014 8:12:03 PM)Kreck   Ich liege auf einer Matte. Gerade eben hat mich Lacrima behandelt...was unglaublich schnell ging ich fühle mich als könne ich nochmals so ein Biest bekämpfen! Doch da wird mir klar was ich getan hab...getötet...Kurz versuche ich mir eine Rechtfertigung für diese Tat zu suchen. Aber...ich hatte die Möglichkeit es am Leben zu lassen warum hab ich nicht...! Bilder aus der Vergangenheit durchschießen meinen Kopf. Ein Kind. Es schreit. "Es gefährdet die Mission wir müssen es stumm stellen!" zischt jemand. "Es ist ein Kind!" faucht eine andere zurück. "Und? Ein Kind? Weißt du wie viele Kinder sie von uns umgebracht haben! Es ist ein nötiges Opfer! Jeff los!" Ich ziehe meinen Dolch. Plötzlich rennt eine Frau dazwischen. "Nein! Bitte!" sie hält ein rostiges Messer zwischen ihren zwei verkrüppelten Händen. "Jeff! Sie sind zu laut sie kommen gleich! Bring sie um, schnell!" zischt er wieder. Wie eine Marionette stoch ich sie beide nieder...mein Herz schlägt um einiges schneller. Ich hätte sie leben lassen können...warum hab ich sie gegetötet? Warum!? Sofort wische ich mir die Tränen aus den Augen. Versuche zu vergessen was ich dem Monser angetan haben könnte und was ich der Mutter angetan hab.   Meine Gedanken ordnen sich langsam...ich höre eine Stimme...Dimir? Ich lausche genauer. Dimir! Eindeutig! Ein fieses Grinsen verbreitet sich über mein Gesicht: "Endlich!" denke ich mir im Kopf. "Endlich Vergeltung für das!" dabei forme ich meine Hand um in die Echsenhand die sich langsam aus roten Schuppen auf meiner Hand sichtbar wird. Die Hand wandelt sich wieder. Er muss sterben! Nachdem was er uns angetan hat. Wie er uns eiskalt in diese Ungeheuer verwandelt hat. Mistkerl! Und dann schleicht er sich noch weg! Wahrscheinlich hat er uns an die Königsritter verraten und so haben sie unsere Basis gefunden! Doch bevor ich mein Rachefeldzug planen kann muss er mit uns reisen. Ich trete raus und die Unterhaltung beginnt...   Sie verlief gut...er reist jetzt mit uns. Jetzt brauch ich nur noch einen Ort wo er allein sein wird. Für einen Unfall, Mord bei Nacht oder eine Überraschung...wer weiß. Ich denke das Mondlichtküstendorf ist dafür gut geeignet. Ich wende mich an die Gruppe. "Wo gehts hin? Ich würd sagen zum Mondlichtküstendorf, die Vorräte sind leider knapp für zwei weitere Gäste."
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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(4/5/2014 5:51:49 PM)Shékkel   „Klingt vernünftig.“, meint Xashibel auf Krecks Vorschlag. „Wir haben gefunden, was wir suchen.“ „Ich wollte ohnehin noch einen Besuch machen, dafür müssen wir die Mondlichtbrücke überqueren.“, meint Lacrima, während sie zu einer der Leichen tritt und ihr mit einem Messer den Umhang abschneidet. „Ausserdem sind unsere Pferde noch da.“ „Sashenos!“, rufe ich. „Also reiten wir wieder?“ „Was machst du da?“, will Xashibel wissen. „Ich hab vor, das herumzuzeigen, vielleicht erkennt jemand den Umhang. Nur schade, dass die Toten keine Wappen tragen.“ Das heisst wohl, dass dieser furchtbare Gestank uns noch eine Weile begleiten wird…   Eine Weile später sind wir schon wieder unterwegs. Die Strasse ist wesentlich leichter zu finden als dieser Tempel, und so kommen wir rasch voran. Bereits am Abend bemerke ich in der Ferne den Geruch der Stadt, das modrige Holz des Hafens, Fische und Kräuter und Menschen. „Wir sind bald da.“, erkläre ich. Xashibel sieht mich verwirrt an. „Woher weißt du das?“ „Ich kann es riechen.“, erkläre ich. „Nicht übel.“, meint Lacrima. „Wir sind allerdings noch eine halbe Stunde davon entfernt.“ „Der Wind kommt uns entgegen.“, überlegt Xashibel. „Wahrscheinlich trägt er die Gerüche mit sich.“ Noch eine halbe Stunde! Dabei knurrt mir schon furchtbar der Magen. Lacrima hat am Mittag die restlichen Vorräte verteilt, weil sie schon wusste, dass wir das Mondlichtküstendorf am Abend erreichen würden. „Wohin gehen wir denn nachher?“, frage ich nach. „Du hast etwas von einer Mondlichtpassage gesagt.“ „Genau.“, erklärt Lacrima. „Die befindet sich auf der anderen Seite des Caran und markiert den Eingang zur Clanstadt.“ „Das mit den Wirbelstürmen?“ „Genau.“, nickt Lacrima. „Auf der Landzunge westlich der Passage wohnt ein alter Freund von mir. Den möchte ich besuchen.“ „Ein Elementkrieger?“ „Nein, ein Magier.“, meint die Elfe und lächelt geheimnisvoll. Ein Magier. Nysni hat mir erzählt, dass ein Magier die erste Medusa erschaffen hat. Das war ein böser Magier, hat sie gesagt, und sie wolle nicht davon reden. Aber dieser Magier ist ein Freund von Lacrima, also kann er nicht böse sein. Ich züngle wieder in den Wind. Er ist etwas schwächer geworden, und mit ihm die Düfte der Stadt, aber ich kann sie noch immer riechen. Ich schmecke Gemüsesuppe heraus, ein saftiges Stück Fleisch, das über einem Feuer gebraten wird, und frisches Brot. Mann, bin ich hungrig…  
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Ryokina
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Beitrag von Ryokina »

(4/8/2014 7:35:39 PM)  Ryokina   Die anderen entscheiden, dass wir zum Mondlichtküstendorf gehen und außerdem wollen sie scheinbar ihr Pferde holen. Shekkel ruft einen Namen, Lacrima schneidet einer der ekelhaften Leichen den Umhang ab und dann laufen wir auch schon los. Nach einer Weile meint Shekkel plötzlich, „Wir sind bald da.“ Xashibel sieht sie verwirrt an und bevor ich fragen kann fragt sie, „Woher weißt du das?“ „Ich kann es riechen.“, erklärt Shekkel. „Nicht übel.“, meint Lacrima. „Wir sind allerdings noch eine halbe Stunde davon entfernt.“ „Der Wind kommt uns entgegen.“, überlegt Xashibel. „Wahrscheinlich trägt er die Gerüche mit sich.“ Also noch eine halbe Stunde. Solange kann ichs noch aushalten.  „Wohin gehen wir denn nachher?“, fragt Shekkel, „Du hast etwas von einer Mondlichtpassage gesagt.“ „Genau.“, erklärt Lacrima. „Die befindet sich auf der anderen Seite des Caran und markiert den Eingang zur Clanstadt.“ „Das mit den Wirbelstürmen?“, fragt Shekkel „Genau.“, nickt Lacrima. „Auf der Landzunge westlich der Passage wohnt ein alter Freund von mir. Den möchte ich besuchen.“ „Ein Elementkrieger?“,fragt wieder Shekkel „Nein, ein Magier.“, meint die Elfe und lächelt geheimnisvoll. Ein Magier also. Ist Lacrima auch eine Magierin? Egal. Eine andere Sache interessiert mich brennend. "Wie kannst du so gut Gerüche wahrnehmen, Shekkel?", frage ich. "Weiss nicht. Ich kann sie schmecken. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich eine Medusa bin." "Eine Medusa? Was ist denn das?" "Hm, na, so jemand wie ich.", antwortet sie und zieht ihre Kapuze runter, sodass ich auf Schlangen auf ihrem Kopf blicken kann. "Jemand der so aussieht. Denke ich. Ich kenne nicht viele andere Medusen." Aha. So ist das also. "Ok, aber zieh lieber wieder deine Kapuze auf. Es könnte ja passieren, dass ein paar Wanderer vorbeikommen." "Ja. Darum hab ich diesen Mantel. Aber du reist ja jetzt mit uns, also darfst du es wissen.", meint Shekkel. Oh, ich kann mich nicht erinnern, dass mir jemals jemand so arg vertraut hat. Vor allem meine erste Begegnung mit Fremden war ja nicht gerade toll. Sie sind alle vor mir weggerannt. "Danke, dass du mir so sehr vertraust. Ich glaub da vorne ist es!" Vor uns in der Ferne sehe ich ein Dorf. "Ja, da ist Mondlichtküstendorf! Hast du auch Hunger?", fragt sie. "Geht so." Shekkel scheint echt nett zu sein. 

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Itaga
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Beitrag von Itaga »

(4/11/2014 7:50:09 PM)Andate Cantabile:   Die Sonne geht auf, die Welt ist in ein helles Orange getaucht. Ich stehe hier auf dem Dach des Anwesens und lausche, ich lausche all der Verzweiflung und all der Eifersucht die hier in der Luft liegt, ein Windstoß aus Nord-osten streicht mir übers Gesicht, ich atme tief ein ... hach, es liegt ein Hauch von Krieg in der Luft.   Ich fühle mich immer wohler auf dieser Welt, nicht mehr lange und wir sind so weit wie damals ... aber diesmal wird es keinen Vampirclan geben, welcher uns aufhält. Der Fehler beim letzten mal war es, dass ein Blutmond während der Schlacht am Himmel stand, aber den haben wir ja nun hinter uns und bis der nächste auftaucht wird einige Zeit vergehen.   In diesem Zeitalter gestaltet es sich wesentlich einfacher die Siegel zu brechen, keine Übervampire, keine Elementarkrieger die mehr als ein Element kontrollieren können, generell sind Elementarkrieger eher seltener geworden. Aber die Natur des Menschen hat sich kein bisschen geändert, Seraphim schuf etwas, was letztlich alles vernichtet ... das ist Ironie des Schicksals.   "Andate, wir müssen mit dir reden!" Die Stimme gehört Jack, vermutlich hat er Luka dabei. "Was ist euer Anliegen?" "Du planst einen großen zu rufen und verbündest dich mit einer nichtsnützigen Familie aus zweitklassigen Magiern." "Und was stört dich daran?" Ich drehe meinen Kopf zur Seite, so dass ich Jack in die Augen sehen kann, Luka ist tatsächlich bei ihm und beginnt zu sprechen. "Den letzten großen den wir beschworen haben hat uns nur zurückgeworfen und unseren Feinden die Möglichkeit gegeben uns zu vernichten." "Das das nicht wahr ist wisst ihr beide genau, er half uns damals enorm weiter und ausserdem IHN werde ich dieses mal nicht rufen, mein Ziel ist die Beschwörung eines anderen." Jack: "Welcher ist es? Superbia? Acedia?" Andate: "Das, mein lieber Jack, ist eine Überraschung." Luka: "Und was ist mit den Magiern?" Andate: "Diese ´Magier´ sind Dämonologen, sie beherrschen Dämonenmagie UND sie werden von vielen verachtet wegen dieser Magie. Sie sind also die perfekten verbündeten, derjenige der dir aus der Versenkung hilft, dem fällst du nicht in den Rücken. Ausserdem beschäftigen sie unsere Feinde an allen möglichen Fronten ... achja und sollten tatsächlich Elementardrachen auftauchen, so besitzen die Anführerinnen dieser Familie auch noch das Wissen der Drachentöterbücher. Wie ihr seht läuft also alles nach Plan." Jack: "Du sagtest uns damals, dass wir uns nicht mit anderen verbünden, wir sind stark, ohne Probleme könnte ich allein eine Großstadt in Schutt und Asche legen!!" Andate: "Und was machst du dann mein lieber Jack, hm? Dann wenn die Arkane Macht dich verlässt und du als Wiedergänger da stehst? Denkst du du würdest das überleben? Wenn auch nur einer überlebt wäre das dein Ende und schon sind die Cantata geschwächt." Jack: "Ja, nur gibt es bei deiner These einen Fehler. Niemand überlebt mein Feroce! Und die Fünf Minuten kann ich ja wohl in einem Trümmerhaufen stehen." Luka hält ihn an der Schulter Andate: "Du glaubst also das immer alles so läuft wie du es dir vorstellst? Wo war dein mächtiges Feroce damals, hm? Achja, du konntest es nicht vollführen WEIL DU KEINE ARME HATTEST!!" Wütend drehe ich mich zu den beiden um "Wir wurden überrannt und dieses mal, dieses mal lasse ich das nicht zu." Luka: "Was schlägst du vor Andate?" ... Das ist Lukas Art sich im Streit zwischen uns zu verhalten ... ein weiterer Grund weshalb die beiden ein Team bilden. Andate: "Bäcker, Köche und Konditoren, ich will sie alle, jeden den ihr auftreiben könnt. In einem Monat sollen sie sich hier im Anwesen einfinden. Eintausend Gold für jeden von ihnen, zweihundert sofort, den Rest nach dem Festmahl. Und jetzt geht!"   Die beiden verschwinden im Schatten des Portals, welches Luka schuf und schlagartig ist es wieder ruhig. Ich drehe mich wieder herum, alerdings steht die Sonne bereits am Firnament und das schöne Orange Licht ist bereits verschwunden ... ich habe hier oben nichts mehr verloren. Rasch springe ich in den Innenhof, warte kurz bis sich meine Knochen wieder dort eingefunden haben wo sie hingehören und betrete das Anwesen, Zeit für Frühstück.       NEXT^^
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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(4/23/2014 12:46:21 PM)Kreck     Die ganze Reise über von der Ruine bis zum Mondlichtküstendorf war ich still. Ich dachte nach. Der Tod dieses Hundes plagt mich immer noch. "Ist doch nur ein Köter!" dachte ich mir. Aber trotzdem verfolgt mich dieser Schrei...der Schrei dieser Frau...das Kind. Warum? Ich hätte einfach...der Hund...die Frau meine Gedanken verzweigen sich immer und immer wieder. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Frau und dem Höllenhund, Nichts! Irgendwann hörte ich auf drüber nachzudenken...und konzentrierte mich auf das hier und jetzt. In meiner Tasche befand sich immer noch das Kreuz aus der Kirche, es wird einiges einbringen...es gibt einen Heller in Mondlichtküstendorf. Doch mit dem versteh ich mich nicht...naja gut. In der Ferne hinter den Bäumen taucht dann das Dorf auf. Der süße Abendduft fliegt durch die Stadt und die Stände und Läden machen sich bereit zu schließen damit der Schwarzmarkt aufmachen kann. Und zu genau Diesem möchte ich. „Ich werde kurz verschwinden, in diesem Dorf gibt es nur eine Taverne aber dafür auch ein Bordell.“ ich zwinker einmal. „Wir treffen uns aber in der Taverne.“ Ich höre nur eine Bestätigung und mache mich aus dem Staub. Der Heller den ich suche befindet sich in einem öffentlichen Laden für Kuriositäten, vielleicht findet er gefallen an diesem Anhänger aus der Kirche. Ein paar Straßen weiter entdecke ich diesen Laden dann auch: „Heck´s Schätze“ hat er es getauft sowohl er nicht Heck heißt und nicht mal Schätze sondern nur Plunder an leichtgläubige Bauern verkauft. Mein Weg führt mich in das Sammeltorium, Regale voll mit Schirmen, Gläsern, Brillen, Kugeln, Götzen, Glasedelsteinen, Halsketten, Ringe, Schädeln, Ampulen und weitaus mehr als ich kenne. Der Besitzer von diesem Ramschladen dehnt sich gerade ein Regal hoch um eine neue Errungenschaft auf den richtigen Platz zu setzen. Sein dunkles lockiges Haar, der runde Kopf und der dünne Körper machen ihn ziemlich absonderlich. „Hey, Heck.“ begrüße ich ihn. Er dreht sich und sofort verfinstert sich seine Miene. „Jeff...“ kommt eine spröde Antwort. „Was willst du? Geld, Huren oder vielleicht doch wieder meine Tochter.“ Ich fange an zu grinsen:“ Du glaubst mir immer noch nicht, hm?“ „Ich glaube meiner Tochter, nicht dir!“ er fängt an laut zu werden. „Deine Tochter nutzt Männer aus, mein Guter. Wie oft hat sie schon behauptet mit jemanden im Bett gelegen zu haben?“ Es folgt ein Schweigen. „Sag mir einfach was du willst.“ lenkt er vom Thema ab. „Ich hab etwas, ein Schmuckstück und zwar ein Echtes!“ dabei ziehe ich die Kette, wo das Kreuz dran befestigt ist, raus und präsentiere es. „Das ist echt?“ sofort kommt er angehopelt und bestaunt das gute Stück. „Jap, gefunden. Was krieg ich dafür?“ Er analysiert es immer noch haargenau und dann:“Hm hundert Goldstücke.“ Ich beginne wieder zu lächeln:“Schwachsinn, dreihundertfünfzig Gold.“ „Dreihundertfün...zweihundert mehr nicht!“ „Dreihundertfünfzig oder ich geh zum Laden neben an.“ drohe ich. „Dreihundertfünfzig kann ich nicht auszahlen.“ er sieht sich hastig um und dann scheint es so als hätte er einen Geisterblitz. „Moment!“ er fordert mich auf zu warten und huscht weg. Nach kurzer Zeit flitzt er wieder aus einem Vorhang hervor. Er bringt was mit. „Hier.“ und präsentiert mir eine goldene Halskette. Die Kette ist verschmückt mit kleinen Smaragden und der Saphir der noch vorne dran runterbaumelt vollendet dieses Schmuckstück. Ich betrachte sie genau, aber erkenne keine Makel. Keine Fälschung. Dann kuck ich ihn skeptisch an:“ Woher hast du die? Und warum tauscht du so eine Kette gegen...“ Ich deute auf das Kreuz: “das?“ „Ich kenne Leute die ganz erpicht darauf sind. Und diese Kette habe ich von einem wahren Meisterdieb bekommen. Ich glaube er hat sie aus einem Anwesen hier im Mondlichtküstendorf.“ „Ein Anwesen? Ich kenne hier keins.“ frage ich nach. „Es wurde vor einem Monat gebaut. Anscheinend eine Adelsfamilie. Nette Leute.“ „Hm warum baut eine Adelsfamilie hier ein Anwesen?“ frage ich ihn weiter. „Was weiß ich, zum guten für die Diebe.“ er nimmt seine neue Beute überreicht mir 200 Gold und die Kette und hompelt wieder weg. Draußen angekommen strenge ich meine Grauen Zellen an. „Ein Anwesen, wo man solche Schätze findet. Vielleicht sollte ich die mal besuchen gehen...da könnte eine Menge Gold für mich herausspringen. Ein tiefes Grinsen durch läuft mein Gesicht bei dem Gedanken. „Aber erstmal zum Gasthaus...oder zum Bordell.“ denke ich mir.
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Alinea
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Beitrag von Alinea »

(4/24/2014 2:29:18 PM)Shékkel   Die Düfte werden intensiver und schliesslich beginnt mein Magen laut zu knurren, was mich von Ryokina ablenkt. Sie ist nett, und sie hält mich auch nicht für gefährlich. Das finde ich schön. Nysni hat immer gesagt, es sei gut, wenn die Leute mich für gefährlich halten, aber ich bin anderer Meinung. Ich mag Ryokina. Ich will nicht, dass sie Angst vor mir hat. Ich ziehe die Kapuze etwas tiefer über mein Gesicht, sodass meine Augen im Schatten liegen, und dann erreichen wir endlich das Mondlichtküstendorf. Als wir gegangen sind, lag überall Schnee, aber der ist mittlerweile geschmolzen. Es ist sogar ein wenig warm, dabei ist doch schon fast Winter. Kreck verabschiedet sich gleich von uns und meint, wir sollen uns in der Taverne treffen. „Was ist denn ein Brodel?“, will ich von Rin wissen. Die kichert, als hätte ich etwas Lustiges gesagt. „Das ist ein Ort für erwachsene Männer, würde ich meinen.“, erklärt sie dann. „Die vergnügen sich da.“ „Hmm.“, mache ich. Ein Ort, wo Männer schwimmen gehen und auf Bäume klettern? Das klingt nach Spass. Aber ich glaube, Rin meint etwas anderes…   Wir gehen nicht direkt zur Taverne, sondern erst zum Marktplatz, denn Lacrima will ihre Vorräte auffüllen, solange der Markt noch offen ist. Aber gegen den Hunger kauft sie uns allen Äpfel. „Das ist die beste Jahreszeit für Äpfel.“, meint sie. „Darf ich mich etwas umsehen?“, will ich dann wissen. „Ich finde euch auch bestimmt wieder.“ „Natürlich.“, meint Lacrima. „Wir sehen uns dann bei der Taverne. Mist, langsam geht mir das Geld aus…“ Und damit rauscht sie davon, zum Stand eines Metzgers. Fröhlich gehe ich an den Ständen vorbei. Dieser Markt hier ist grösser als der in Luma, es gibt Ziegen zu kaufen, Hühner und Obst und frisches Fleisch und Kleidung und Kräuter. Jeder Stand riecht anders, und über allem liegt der salzige Duft des Meeres und der Geruch von feuchtem Holz. Es riecht hier anders als in Luma, fällt mir jetzt auf, obwohl beide Städte an einem Fluss liegen. Luma riecht nach Fels und Pilzen, das Mondlichtküstendorf mehr nach Fischen und Wald. Und der Hafen der Winde hat auch anders gerochen. Er liegt am Meer, wie das Mondlichtküstendorf, aber dort riecht es nach Sand und Gips… Ich weiss noch, wie ich im Hafen der Winde den kleinen Froschengel aus einem Käfig befreit habe, und wie er mir dann tagelang hinterhergehüpft ist… Ich hätte ihn behalten wollen, aber dann ist er weggelaufen. Xashibel hatte auch ein Haustier, Raki, aber der ist auch verschwunden. In der Welt der Dunkelheit, wo auch Luciel zurückgeblieben ist… Ich seufze, dann richte ich meine Aufmerksamkeit wieder auf die Stände, um die traurigen Gedanken loszuwerden. Doch die meisten Verkäufer packen schon ihre Sachen. Der Markt schliesst. Schade, ich hätte mich gern länger umgesehen. Aber es wird Zeit, dass ich die Taverne suche.       Iubon   Es ist ein seltsames Gefühl, in dieses Loch zu starren, das einmal unser Zuhause war. Drei Tage hat es gedauert, bis alle Sirenen herausgeklettert sind, und zu viele sind dabei abgestürzt… mehr als fünfzig haben wir verloren, und etwa zweihundert sind freiwillig zurückgeblieben. Weil sie entweder nicht klettern konnten oder nicht weggehen wollten oder bei ihren Freunden bleiben wollten… Sie werden in diesem Loch gefangen sein, aber sie haben Zugang zum Wasser, sie können fischen, sie werden überleben. Das hat zumindest Kageel gesagt.   „Iubon!“, ruft jemand, und ich erkenne Lehrmeister Geyrin, der auf mich zueilt. „Der Oberste Lehrmeister schickt nach dir. Lass ihn nicht warten.“ „Natürlich, Lehrmeister.“, antworte ich sofort und eile davon, weg von dem riesigen Loch, um Kageel zu suchen. Hashin ist ebenfalls zugegen, einige Lehrmeister und ein Krieger. Eine Beratung scheint im Gange zu sein. „Lehrmeister.“, begrüsse ich sie. „Ihr habt nach mir verlangt?“ „Du und Hashin habt bei eurer Suche nach deiner Tochter Holzsäulen gefunden, richtig?“, fragt der Oberste Lehrmeister ohne weitere Umschweife. Ich nicke. „Ich möchte, dass ihr uns dorthin führt.“, erklärt der Lehrmeister. „Es ist der vielversprechendste Weg, um in fruchtbarere Gebiete zu gelangen. Unsere Vorräte sind knapp.“ Ich nicke wieder. „Selbstverständlich machen wir das.“ „Wir müssen schnell vorankommen.“, erklärt Lehrmeister Marun. „Wir wählen also Hasengestalten. Xerosh, Iubon, Hashin“, zählt er auf und hebt den Kadaver eines Hasen vom Boden auf, „Sucht euch ein paar Leute zusammen und stellt sicher, dass jeder Einzelne die Gestalt bekommt.“ Xerosh, der andere Krieger, nimmt den Kadaver entgegen und nickt. „Machen wir. Als erstes brauchen wir mehr Hasen. Kümmert ihr zwei euch darum?“ Statt zu antworten, wechsle ich in die Fuchsgestalt. Die Kälte trifft mich wie ein Schlag, und ich falle etwas ungeschickt auf die Schnauze, doch dann hetze ich davon. Es ist kalt. Sogar mein Atem schmerzt in meinem Rachen. Die Höhle war viel wärmer.  
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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(5/1/2014 3:19:43 PM)Kreck     Ich stehe vor einer schwierigen Aufgabe... Ich stehe an einer Verzweigung. Der Eine Weg führt zum Bordell und der andere zur Taverne. Nun...ich sollte zu der Gruppe zurück. Aber vielleicht reicht die Zeit ja noch für einen kurzen Besuch im Freudenhaus...doch es wird schon langsam dunkel und sicherlich warten die anderen schon... ich fang an innerlich zu kichern. „Pah die warten auf mich.“ lach ich in Gedanken. „Sie werden mir eh wieder nur meine Dienste nicht bedanken.“ denke ich weiter auf dem Weg zum Bordell. „Oh Kreck, du tust so viel für uns danken dir aber nie und verachten dich...“ Genau so! Das Gebäude kommt in Sichtweite. „Die sollen selbst sehen wie sie diese Nacht voran kommen. Die werden ziemlich blechen müssen. Ich habe hier die Kontakte!“ Sobald ich die ganzen Frauen sehe die vor und im Hause warten stellen sich meine Mundwinkel nach oben auf. Die winkenden Schönheiten vor dem Bordell locken mit ihren wohlgeformten Körpern. Im Haus geht es lebhaft zu und viele Frauen halten die Hand der Männer und führen sie in ein Zimmer. Ich sehe mich um viele Frauen warten...zu viele, zu teuer...aber moment ich fasse in meine Tasche und ziehe die Halskette raus. Sofort fangen die Augen der Weiber an zu funkeln. „Wer will die Nacht heut mit mit verbringen.“ rufe ich und schon kommen sie angestürmt.
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Coragna
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Beitrag von Coragna »

(5/2/2014 10:43:18 AM)Kha'Tschirik Vanderhal   Obwohl mein Körper an die Kälte gewöhnt ist, scheint sie die nächsten zwei Tage unerträglich zu sein. Mein Gewand mag zwar darauf angelegt sein den Schnee und das Eis abzuhalten, doch mit der Zeit dringt die Nässe durch den Stoff. Mein Gliedmaßen schmerzen von Innen heraus und Eisblumen zieren mein Haar. Mein Kopf pocht unangenehm stark und ich schleppe mich mühevoll Schritt vor Schritt voran, zwinge mich nicht anzuhalten und einzuschneien. Die Trauer und die Verzweiflungen bedecken mein Haupt und meine finsteren, von Angst belegten Gedanken lassen mich nicht los. Gerade als ein besonders heftiger Hustenanfall mir Tränen in die Augen treibt erblicke ich durch das Schneegestöber hindurch Lichter. Ich halte kurz erschöpft inne, dann zwinge ich mich näher heran und finde mich kurze Zeit später in einer gepflasterten Gasse wieder, an denen sich Holzhütten, ähnlich wie die in meinem Lager reihen. Meinem ehemaligen Lager, denke ich und schlucke. Ich habe es vorher natürlich schon verlassen, ja, doch nur im höchsten Sommer wenn der Schnee erträglich ist, nie weit, höchstens bis zum nächsten Stamm, der mir wohl im Sturm entgangen ist. Licht dringt aus den Fenstern, der Wind heult um die Ecken und ich entschließe mich dazu an der nächstbesten Tür zu klopfen. Schwere Schritte nähern sich, dann schwingt sie mit einem lauten Knarzen auf und vor mir steht ein junger Mann mit harten Gesichtszügen. Er ist einen Kopf größer als ich und hat hellgraues Haar, obwohl er wohl kaum älter als ich ist. Er mustert mich von oben bis unten und zieht die Stirn kraus. „Wer bist du?“ fragt er. Ich muss ein paar Mal ansetzen bevor meine Stimme ihren Dienst tut. „Mein Name ist Kha'Tschirik Vanderhal. Ich bitte für diese Nacht um eine Unterkunft.“ Ich muss erneut husten und der Mann tritt einen Schritt zur Seite und lässt mich ein. „Komm herein.“ Selbst als die Tür zufällt, lässt die Kälte kaum nach, die sich in meinen Gliedern eingenistet hat. Ich zittere leicht, der Fremde reicht mit die Hand und ich gebe ihm meine, obwohl sie sich vereist anfühlt. Die Hütte ist spärlich möbiliert. Ein grober Holztisch mit zwei Bänken steht in der Mitte des Raumes, zwei weitere Türen führen in anschließende Räume, vermutlich Küche und Schlafzimmer. Ein großer, steinerner Kamin und einige Kerzen auf den Fensterbrettern erleuchten den Raum mit flackernden Licht. Aus der Küche weht der Geruch von Suppe an meine Nase und in Türspalt des Raumes, hinter dem ich das Schlafzimmer vermute, spähen mir zwei Kinderaugen entgegen. „Mein Name ist Huna Kerinask. Du kannst gerne die Nacht bleiben“, er hilft mir aus dem Mantel, der mehr aus Schnee als aus Stoff zu bestehen scheint. Meine Hände sind dunkelrot und ich zittere am ganzen Körper, versuche nochmal zu antworten, doch die Kälte lässt mich so stark erschaudern, dass meine Zähne hart aufeinander schlagen. „Was machst du nachts bei diesem Unwetter draußen?“ Er deutet auf einen der weichen Sessel vor dem Kamin und ich setze mich. Meine Finger schmerzen von der ungewohnten Wärme und meine Kleidung beginnt langsam aber sicher aufzutauen und klebt an meiner Haut. Die Erinnerung an den Verstoß trifft mich erneut, schmerzhaft, unnachgiebig. „Ich stamme vom Stamm der Gieten, ich bin ihre ehemalige Heilerin.“ „Was veranlasst dich dazu deinen Stamm bei dieser Witterung alleine zu lassen? Warum ehemalige? Sage nicht, dass eurem Stamm etwas Furchtbares geschehen ist.“ Ich schlucke und starre ins Feuer, das an den Wänden des Kamins leckt. „Ich wurde der schwarzen Magie bezichtigt und verstoßen.“ Tränen sammeln sich in meinen Augenwinkeln. Mein Blick wandert tiefer auf den Steinboden. Ich spüre wie Hunas Blick auf mir ruht. „Was ist geschehen?“ Ich atme tief durch, dann erzähle ich ihm die ganze Geschichte. Von meiner Fähigkeit mit Träumen zu spielen, die mich seit der Kindheit begleitet hat. Von der Verachtung des Stammes, von dem Mammut, von den kalten Blicken der Leute, die mich töten wollten. Etwa bei der Hälfte beginne ich zu weinen. Und er hört zu, nickt hin und wieder, schnaubt und schaut an den richtigen Stellen verächtlich. Hier, so seit entfernt von meinem Lagen wie ich noch nie war, fühle ich mich zum ersten Mal seit meinem dreizehnten Geburtstag, als meine Eltern mich noch in den Arm nahmen, geborgen und mehr zuhause als in all den Jahren zuvor. Als ich schließlich verstumme, macht Huna ein nachdenkliches Geräusch. „Kha'Tschirik... hast du schon einmal etwas über Elementkrieger gehört?“ Ich wische mir die Tränen vom Gesicht, bringe mein Atmung wieder unter Kontrolle. „Was für Krieger?“ „Elementkrieger. Sie haben vor Jahren die Gefahr durch den Drachen Sanctorion gebannt, mit Hilfe von besonderen Kräften, ihrer Elemente. Ich weiß nicht viel darüber, ich denke auch nicht, dass dir jemand aus diesem Dorf dabei helfen könnte, aber soweit ich weiß gibt es in der Elfenwelt eine Stadt namens Smana, in der sich eine Biclithek befindet, die dir helfen könnte.“ „Wobei helfen? Elfen gibt es nicht, das sind nur Märchen, die man kleinen Kindern erzählt.“ Er lacht. „Elfen gibt es nicht, hm? Wir haben sogar in diesem Dorf welche, mit einem bin ich sogar sehr gut befreundet. Wenn du willst stelle ich ihn dir morgen vor. Und wozu fragst du? Nach deinen Beschreibungen ist deine Fähigkeit mit Träumen zu arbeiten zumindest sehr starke Magie, wenn nicht sogar ein ganzes Element. Du solltest dich darüber informieren. Mein Freund hat mir von der Bibliothek erzählt, selbst hat er davon allerdings kaum Ahnung, wenn auch mehr als andere. Ich denke wir können ihn morgen früh besuchen gehen.“    

Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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(5/10/2014 10:23:12 AM)  Ryokina   Wir sind schon fast am Dorf angekommen, als Kreck meint: „Ich werde kurz verschwinden, in diesem Dorf gibt es nur eine Taverne aber dafür auch ein Bordell.Wir treffen uns aber in der Taverne.“ Und weg isser.  „Was ist denn ein Bordel?“, fragt Shekkel Rin. Rin kichert.  „Das ist ein Ort für erwachsene Männer, würde ich meinen. Die vergnügen sich da.“ Shekkel scheint das nicht ganz zu verstehen, aber ich kann mir vorstellen was Rin meint. Typisch Männer halt. Wir gehen erstmal zum  Marktplatz, um uns was zu kaufen. Wir kommen an einem Stand vorbei und Lacrima kauft für alle Äpfel. "Die zwei da kriegen Rabatt", meint die Verkäuferin und zeigt auf mich und Dimir. Hö? Wieso das denn? Naja egal. Ich nehme meine Apfel und beiß rein. Die sind echt lecker. Ich glaub wir schaun uns mal ein bissel um, denn Lacrima rauscht schon zum Metzger.   Ich sehe einen Stand mit komischen Säcken neben dem ein Schild steht. "Schlafsäcke echt billig! Neueste Erfindung für Reisende" Klingt echt gut. Also packe ich Dimir am Arm und ziehe ihn hinter mir her zu dem Stand. "Guten Tag, meine Dame" , meint der Verkäufer. "Guten Tag, kannst du mir sagen, was diese Schlafsäcke sind?" "Ja. Sie sind eine lange Decke und eine kurze Decke die zusammengenäht sind mit einem Stoffkissen gepolstert mit Hühnerfedern." "Und wozu ist das Ding gut?" "Man kann einfach das Kissen reinstecken, es zusammenrollen und mit einem Seil festbinden. Dadurch ist es viel mobiler als einen ganzen Schlafplatz ein zu räumen und mit sich rumzutragen. Außerdem ist es sogar ein bisschen wärmer, weil keine kalte Luft in den Seiten reinkommt." "Mh. Klingt gut. Wieviel kosten 2?" "Eigentlich 100 Gold, aber für euch nur 10." "Wieso geben sie uns den Rabatt, wie die Apfelverkäuferin auch?" "Na, ihr seid doch die vermeintlichen Mörder, oder?" Da war doch was... "Aufjedenfall hat es sich rausgestellt, dass die die euch beschuldigt haben, schlimme Verbrecher sind. Und die Rabatte sind Entschädigungen." "Oh ok. Ich nehme zwei, bitte schon zugebunden wenns geht." Der Händler geht nach hinten, holt zwei Päckchen und gibt sie mir. "Wenn du willst, kann ich dir eure alten Decken abkaufen für  2 Gold." Ich gebe ihm unser altes Zeug und 8 Gold. Dann drücke ich Dimir einen Schlafsack in die Hand. "Danke. Tschüss!", rufe ich noch dem Händler zu.   Dann sehe ich mich nach den andern um und entdecke sie, schon etwas weiter hinten, auf dem Marktplatz. Ich renne zu ihnen und weiche dabei den Leuten aus, die auf mich zu kommen. Keuchend komme ich bei ihnen an, wobei ich Dimir noch in den Mengen sehe. "So Leute", meine ich, "da bin ich wieder."

Coragna
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Coragna »

(5/10/2014 5:34:54 PM)Darkis   Als ich keine Antwort bekomme, hüpfe ich eben zur Eingangstür und betrete die große Halle. Keine Menschenseele ist zu sehen. Ich gehe durch die prunkvoll möblierten Räume und rufe hin und wieder Andates Name, während Kröte mir um die Beine streicht. Das Messer ist ganz ruhig. Als ich den Aufenthaltsraum betrete fällt mir ein Fetzen Papier auf dem Altar ins Auge. Eine Botschaft von Andate? Es steht darauf, dass er zu dem Anwesen der Cantata Mortis gegangen ist, welches sich in Elyades befindet. Ich setze mich auf den Boden und fange an zu weinen.   Als nach einigen Minuten immer noch niemand gekommen ist, stehe ich auf und durchsuche schluchzend die Räume. Kröte strochlt herum und schmeißt kostbar aussehende Vasen von Tischen, doch das interessiert mich recht wenig. Mit bebender Unterlippe sage ich Andates Namen immer wieder vor mich hin... wo ist er bloß? Wieso sollte er mich allein lassen? Ich stehe schließlich wieder vor dem Altar, wo ich den Zettel gefunden habe. Plötzlich spüre ich das Messer zucken und ich folge seinem Impuls. Es führt mich direkt hinter den Altar, wo mehrere quadratische Löcher, scheinbar Verzierungen, an den Wänden sind. Es stößt sich wie von selbst in die zweite von links und eine Tür öffnet sich. Ich stehe in einem runden Raum. An dessen Wänden sind sieben Türen, vier davon geöffnet, die Anderen durch große Steinplatten verschlossen. Hinter den Türen herrscht absolute Dunkelheit, so undurchdringlich, dass sie mich sofort anzieht. Auf dem Boden vor den Türen stehen Worte, die ich allerdings nicht beachte, das Messer zieht mich einfach in eine der Öffnungen, Kröte springt voraus.   Ich lande auf dem Boden und stehe vor einer glatten Wand, in der ein gezackter, dunkellilaner Spalt ist. Um den Block sind Mauern gebaut. Moment... das war doch der erste Tempel den ich geöffnet habe.

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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(5/11/2014 4:01:29 PM)Kreck     Der Morgen beginnt warm. Links von mir zwei Frauen und rechts nochmal drei. Zwei von fünf schlafen noch. Das Zimmer ist luxuriös eingerichtet. Spiegel, Parfümflaschen diverse Geräte für das Spiel und Kleiderschränke mehr als es Frauen gibt. Ein gutes Bordell. „Na mein Süßer, noch etwas Lust vor dem Frühstück?“ fragt mich eine der Frauen. „Hm ich kann mich nicht mal an gestern erinnern, also wäre es reizend wenn ich mir sicher wäre wenn ich das bekommen hab wofür ich bezahlt hab.“ lächle ich. Plötzlich klopft es donnerd an die Tür: „Im Namen des Gesetzs, macht auf!“ Hmmmm Scheiße! Die Wachen! Hastig sehe ich mich nach meiner Kleidung um und entdecke sie wie sie neben einem offenen Fenster auf einem Stuhl gestapelt sind. Eine der Damen steht auf und öffnet die Tür. Sie ergattert gleich gierige Blicke von den Wachen. „Erspart es euch, so viel Gold habt ihr nicht.“ Doch der Hauptmann scheint unbeeindruckt mit seinem imposanten Helm. Mit seinem starren Blick durchkämmt er den Raum. Irgendwoher kenn ich den doch... „Das ist er!“ ertönt eine Stimme von hinten. „Er hat mit der Kette aus dem Anwesen bezahlt!“ Die Wachmänner blicken neidisch zu mir. „Nehmt ihn fest!“ ruft der Hauptmann und schon drängen sich die Wachen durch die Tür in das parfümierte Zimmer. „Entschuldigung...“ rede ich dazwischen. „Aber...ich trage im Moment nichts.“ „Das ist dein Problem.“ antwortet der Hauptmann abwinkend. „Ihr wollt mich ernsthaft nackt durch die Stadt schleifen, um euch bei dem Herren des neuen Anwesen einzuschleimen? Die denken ihr habt einen Bettler von der Straße aufgelesen um ihn am Diebstahl zu beschuldigen und das ist keinen Ruhm und Lobpreisungen wert. Nein, ihr müsst schon einen Verbrecher mitbringen ich verspreche ich ich werde wie einer aussehen, wenn ich dürfte.“ rede ich geschickt ihm ein. Er sieht sich um und überlegt, dann kommt er zu Wort: „Zieh dir deine Lumpen an! Und wenn es sich nicht für mich lohnt trägts du die nächsten fünf Jahre nichts mehr!“ brüllt er. Ich richte mich auf und schaue nochmal rüber, dann meine ich: „Ich will hier keine Männer verführen, also könnt ihr bitte kutz draußen warten?“ „Nein!“ kommt prompt die Antwort. Ich winke nur ab und streife mir die Hose über als nächstes das Hemd, den Umhang wo das Schwert drunter befestigt ist. Dann gehe ich noch an die Kleiderschränke und fische mir ein paar Hüte raus. Ein großer Piratenhut: „Der?“ frag ich. Keine Antwort. „Oder der?“ und ziehe mit einen Soldatenhelm über: Unheimlich oder?“ grinse ich. Schlussendlich habe ich mir einen Plan überlegt und ziehe mir einen brauen Hut an der vorne spitz endet. Ich stelle mich angezogen vor die Meute gehe an den Damen am Bettrand vorbei und schnapp mir gleich eine und halte ihr die Klinge an die Kehle. Die gleich anfängt zu kreischen. „Soooooo.“ fange ich an. „Wenn ihr so nett wärt würde ich gern gehen.“ „Moment mal! Ich kenn dich!“ brüllt der Hauptmann los. „Du bist der! Er hat uns in der Kanalisation gesehen! Schnappt ihn!“ Und schon stürmen die Wachmänner los. Kacke! Die Geiselnahme läuft nicht. „Tut mir Leid.“ flüster ich und schubse die Dame in die Meute Sie wird sofort aufgefangen und die Wachen wollen wohl noch eine Belohnung dafür und lassen mich auf die Fensterbank klettern. „So meine lieben Damen und...nah Herren lass ich mal, es war schön mit euuuuuuuuuch!“ und schon schoss der Hauptmann mit der Armbrust die halbe Fensterbank weg und ich falle in die Tiefe. Ich lande in einem Wagen voller Fische. Im Nu krieche ich dort raus und lasse mich wieder von Armbrüsten beschießen. „Verflucht!!! Er entkommt! Holt ihn euch!“ flucht er hinter mir. Aber zu spät denn das Gasthaus ist schon in meiner Nähe. Ich hoffe nur das die Gruppe mich decken kann... Ich stürme in das erstbeste Zimmer und ich lag richtig! Sie packen gerade ihr Zeug zusammen und schauen mich verdutzt an. Kurz erkläre ich was passiert ist.
Faal sosin se laas!

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Alinea
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Beitrag von Alinea »

(5/18/2014 6:06:19 PM)Xashibel   Es tut gut, wieder einmal ordentlich zu frühstücken. Mit vollem Magen kommt mir die bevorstehende Reise nur noch halb so lang vor. Lacrima lamentiert, dass ihr das Geld ausginge, und Chera beschwert sich, dass Kreck wieder einmal verschwunden bleibt, aber ansonsten ist die Stimmung gut. Nur Shékkel hat anscheinend Kopfweh. „Ich bin mich gar nicht mehr gewohnt, inmitten einer Stadt zu schlafen.“, erklärt sie, als ich mich danach erkundige. „Dieser Lärm. Ich konnte kaum schlafen!“ „Du kannst dich vielleicht unterwegs etwas ausruhen.“, meine ich. „Wir nehmen die Pferde.“ Sofort hellt sich ihre Mine auf. „Dann kann ich wieder auf Sashenos reiten! Ich habe ihn so lange nicht gesehen!“ „Er hat dich auch vermisst, wenn man dem Stallmeister der Clanstadt glauben darf.“, kichert Lacrima. „Also – wir sollten langsam aufbrechen.“   Damit erheben wir uns und begeben uns in unsere Zimmer. Ganze drei davon hat Lacrima gemietet, da wir ja jetzt zu acht unterwegs sind. Ich teile meines mit Shékkel und Rin. Kaum haben wir unsere Siebensachen zusammen, stürmt Kreck in unser Zimmer, hastig angekleidet und völlig aus der Puste. „Helft… Königsritter… festnehmen…“, japst er, und ich kann gerade noch so die Gestalt wechseln, da tauchen die Ritter auch schon auf. Die Tür wird so heftig aufgeschleudert, dass sie mich ordentlich am Kopf trifft und ich erst mal hinfalle. Zum Glück reagiert Rin rasch: „Hey!“, ruft sie und stellt sich den Rittern in den Weg. „Was soll das denn?“ Der vordere Ritter, ein richtiger Koloss, ignoriert sie einfach. „Nehmt ihn fest!“, schreit er durch das ganze Gebäude. „Nicht so schnell!“, keift Rin ihn an und sticht mit dem Finger gegen seinen Brustpanzer. „Was sind das denn für Manieren? Ihr hättet wenigstens anklopfen können!“ Verdutzt blickt der Königsritter sie an. „Verzeihung, wir müssen den Dieb da festnehmen…“ „Und da bleibt keine Zeit mehr, eine Dame anständig zu behandeln?“, faucht Rin. „Schöne Ritter seid ihr mir! Entschuldigt euch gefälligst!“ „Verzeihung, verzeihung…“, stammelt der Ritter weiter, doch dann fasst er sich wieder: „Dieser Dieb hat seine Lordschaft Marion Daltas, Schiffsbauer im Dienste seiner Majestät Frederics dem Ersten, bestohlen!“, proklamiert er. „Und er ist Mitglied einer kriminellen Gilde, die wir auslöschen müssen! Lass mich durch!“ Hoppala, Kreck hat ja wirklich nette Freunde… Der Koloss schubst Rin einfach zur Seite und ich beeile mich, wieder auf die Füsse zu kommen. „Halt!“, rufe ich mit tiefer, gepresster Stimme. Die Ritter erstarren mitten in der Bewegung und ich trete hinter der Türe hervor. „Bo… Boris?“, stammelt der Koloss und macht hastig einen Schritt zurück. „Was macht Ihr hier?“ „Das tut nichts zur Sache!“ Schnee und Wind, da habe ich genau die richtige Gestalt erwischt. „Die Frage ist eher, was macht ihr hier?“ „Wir müssen… diesen Dieb…“, bringt der Ritter hervor. „Und da erdreistet ihr euch, euch in meine Angelegenheiten einzumischen?“, unterbreche ich ihn lautstark. „Ich bin hier auf Befehl des Königs, und niemand hat davon zu wissen. Also schert euch davon, und wehe, ihr verliert auch nur ein Wort darüber. Vor niemandem! Verstanden?“ „Natürlich, verzeihung…“, stottert der Koloss und will sich schon davonstehlen, doch einer der anderen Ritter hält ihn zurück. „Erster Ritter Boris.“, spricht er mich an. „Es freut mich ausserordentlich zu sehen, dass Ihr euer altes Schwert wiedergefunden habt… allerdings wundert es mich, dass ihr es gegenüber dem Neuen bevorzugt. Hat nicht der Schmied des Königs selbst es speziell für Euch geschmiedet? Es muss doch viel angenehmer zu führen sein als dieses hier…“ Oh, Asche, daran hatte ich gar nicht gedacht. Diese Gestalt trägt noch immer das Schwert bei sich, das ich Boris damals gestohlen habe. „Ich wüsste nicht, inwiefern das von Interesse sein sollte.“, entgegne ich forsch. „Verschwindet!“ „Beantwortet mir erst einmal eine Frage…“, beginnt der Ritter. „Wie heisst…“   Weiter kommt er nicht. Ein riesenhafter Wolf stürzt sich auf ihn und haut ihn um. Ich zögere nicht lange, ziehe Boris’ Schwert und stürze mich auf den Koloss. Doch der ist schneller, pariert meinen Hieb mit Leichtigkeit und schlägt dann seitlich zu. Dank Boris’ Reflexen kann ich den Hieb abfangen, werde aber regelrecht umgehauen. Verdammt, der ist stark! Ich rolle mich zur Seite, während der Koloss dort, wo ich gerade gelegen habe, ein Loch in den Boden hackt. Auch die anderen Königsritter sind wieder zurückgekommen, einer davon zielt mit einer Armbrust auf Kreck, doch bevor er abdrücken kann, hat Rin ihn ins Bein gebissen. „Was ist los?“, kommt es aus dem Zimmer gegenüber, wo Lacrima und Chera übernachtet haben. Ich kann nicht antworten, denn ich habe meine liebe Mühe, mir den Koloss vom Leib zu halten. Er führt ein Grossschwert, wie ich. Ziemlich langsam zwar, aber dafür umso kraftvoller. Nur liege ich immer noch am Boden. Lichtprojektile fliegen durch die Tür, doch sie prallen an der Rüstung des Koloss’ ab. Vor der Türe schreit jemand auf, ich werfe mich zur Seite, um einem Hieb auszuweichen, und trete nach den Beinen des Ritters. Ich könnte genauso gut eine Felswand treten. Der Koloss hebt sein Schwert so hoch, als wolle er mich glatt durchtrennen, und ich rolle wieder weg und wechsle dabei in Katzengestalt. Wenn ich als Boris nicht gegen ihn ankomme, dann vielleicht als Sirene. Das riesige Schwert hackt in den Boden und verfehlt die kleine Katze nur um ein Haar. Ich renne zwischen den Beinen des Koloss’ durch, kralle mich an seiner Hose fest und beisse, so fest ich kann.   Dann lasse ich von ihm ab. Verdammt, er trägt Lederstiefel! Ich wechsle in Schneewolfsgestalt und springe dem Ritter an die Kehle, doch er packt mich mit der linken Hand und schleudert mich zur Seite. Ein stechender Schmerz durchfährt mich und lässt vor meinen Augen Sterne tanzen, ich wechsle wieder zur Katze, aber bewegen kann ich mich immer noch nicht. „Stirb, Hexe!“, ruft der Ritter, doch bevor er mich zerhacken kann, zuckt er zusammen. „Aaaaaaaah!“ Ich kann nicht mehr tun als vor Verwirrung zu blinzeln, während der Koloss panisch um sich schlägt und sich die Augen bedeckt. „Ich kann nichts sehen!“, ruft er, „Ich kann nichts sehen, helft mir!“ Schwarze Schlangen umschlingen ihn von Hinten und drücken seinen Hals zu. Dann höre ich ein lautes „Thumpf!“ und der Koloss geht zu Boden. Hinter ihm taucht Shékkel auf. „Xash, was ist los?“, will sie gleich wissen, doch ich habe andere Sorgen. „Hinter dir!“, kreische ich. Aus meiner Katzenkehle kommt nur ein lautes Jaulen, doch Shékkel versteht mich auch so. Sie kann sich gerade noch so von der Klinge wegdrehen, die der Ritter auf sie richtet, dann schiesst eine ihrer Schlangen vor und beisst ihn ins Handgelenk. Erst denke ich, das Gift wirkt nicht, doch dann werden die Bewegungen des Ritters immer langsamer. Shékkel schlägt ihn links und rechts, während er nur verdattert dreinschaut und langsam sein Schwert hebt. Die Medusa packt es am Heft, dreht es ihm geschickt aus der Hand und schlägt ihn dann mit der Breitseite bewusstlos.   „Das war der Letzte.“, tönt es von Rin, die im Eingang steht. In ihrer Schulter steckt ein Bolzen, doch Lacrima macht sich bereits daran zu schaffen. Die Elfe selbst ist unverletzt, Shékkel auch, doch ich kann mich immer noch nicht bewegen. „Sind die tot?“, will Lacrima wissen und deutet auf die zwei Ritter, die Shékkel niedergemacht hat. „Nein, bewusstlos.“, antwortet die. „Ich glaub, Xash geht’s nicht gut.“ Lacrima lässt sofort von Rin ab und kommt herüber. Nachdenklich betrachtet sie mich. Mit letzter Kraft wechsle ich in meine eigene Gestalt und stammle: „Mein Rücken…“ „Kannst du dich bewegen?“ „Nein…“ Sofort ruft die Elfe Nayena und hüllt mich in den heilenden Lichtnebel. Ich seufze erleichtert.   „Wo hast du das alles gelernt?“, wende ich mich an Shékkel, als ich mich wieder bewegen kann. „Von Nysni?“ Die Medusa nickt. „Und von Thomas. Thomas hat mir beigebracht, wie man kämpft. Und Nysni hat mir beigebracht, wie ich die Schlangengifte nutze.“ „Nicht schlecht.“, meint Rin. „Aber wir haben jetzt ein Problem. Wenn die Königsritter uns jetzt jagen…“ „Ich kann sie vergessen lassen.“, schlägt Shékkel vor. „Mit Oblivio. Aber ich weiss nicht, ob das Gift für alle reicht.“ „Dein Gift ist begrenzt?“, wundere ich mich. „Es… es wächst nach.“, erklärt die Medusa. „Aber nicht so schnell.“ „Für wie viele reicht es denn?“, will Lacrima wissen. „Ich kann alle fünf etwa eine Minute vergessen lassen.“, erklärt Shékkel. „Oder einen von ihnen fünf Minuten.“ „Eine Minute reicht nicht.“, meint Rin. Ich überlege kurz. „Doch.“, meine ich dann. „Eine Minute, und sie vergessen, dass du eine Werwölfin bist und ich eine Gestaltwandlerin. Sie vergessen, dass wir eine Medusa bei uns haben und Lacrima, die Lichtkriegerin. Und mit etwas Glück vergessen sie auch, dass ich nicht wirklich Boris bin.“ „Da ist was dran.“, meint Lacrima. „Also, Shékkel…“ „Sofort!“, macht die Medusa und springt auf. „Ich fang bei dem Koloss an.“ „Wir müssen zusehen, dass wir hier verschwinden.“, meint Lacrima. „Man wird den Kampf bis unten gehört haben. Ich könnte mir vielleicht das Schweigen des Wirtes erkaufen, aber nicht das aller Gäste.“ „Auch das wird reichen.“, bestimme ich. „Der Wirt kennt uns vom letzten Mal, und er wird sich besser an unsere Gesichter erinnern als die anderen Gäste.“ „Gut, ich kümmere mich darum.“, meint die Elfe. „Ach, Kreck…“, meint sie dann und wendet sich an das Bett, hinter dem sich der Besagte versteckt hat, „du schuldest uns eine Erklärung, ja?“   Ich blicke mich kurz im Zimmer um, bevor ich mich daran mache, unsere Sachen fertig einzupacken. Der Teppich ist zur Seite geschoben und im Boden klaffen zwei riesige Löcher. Immerhin stehen noch alle Möbel. Die Bewusstlosen schaffen wir nach draussen. Im Gang sieht es schlimmer aus. Zwar sind hier keine Löcher im Boden, aber die Wand ist blutbeschmiert, rote Haare liegen herum, der Teppich ist durchnässt und ein paar panische Gäste aus dem Nebenzimmer drücken sich an die Wand. Zur Sicherheit wechsle ich in Bäuerinnengestalt und bedeute Shékkel, ihren Mantel anzuziehen. Die drei Ritter hier draussen hat es schlimmer erwischt. Der, den Rin angegriffen hat, liegt blutüberströmt und mit offener Kehle da. Der mit der Armbrust hat Stichwunden am ganzen Körper, wahrscheinlich von den Lichtprojektilen, doch er atmet noch. Der letzte liegt auf dem Bauch, seine Haare sind tropfend nass, aber auch er scheint noch zu leben. Selbst wenn Shékkel ihnen all ihre Erinnerungen nehmen könnte, wären wir die Königsritter nicht los… Wir schaffen alle fünf Ritter nach draussen und bugsieren sie in einen Hinterhof – der Wirt lässt uns zum Glück die Hintertür benutzen. Lacrima besteht darauf, den mit den Stichwunden zu heilen, dann lassen wir sie liegen.   Kreck, Dimir und Ryokina warten in der Gaststube, dann machen wir uns auf zum Stallmeister. „Wir müssen die Stadt möglichst schnell verlassen.“, erklärt Lacrima. „Es wäre nett zu wissen, warum die Königsritter hinter dir her sind, Kreck. Wir haben weiss Gott genug Feinde.“  
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.

Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(5/21/2014 5:26:03 PM)  Krasse Schreibwut. Ist ja ziemlich nah an meinem Megaposti dran.   Ryokina   Als ich aufwache, schlafen die anderen noch, also stehe ich auf und schleiche zum Fenster. Draußen ist es noch dunkel und nur aus einem Fenster leuchtet Licht. Und was ich da sehe beunruhigt mich. Hinter dem Fenster huscht eine Gestalt hin und her. Und zwar eine von denen, die mich und Dimir mal verfolgt haben. Ob sie uns wieder suchen? Ich belausche sie mal. Ich öffne das Fenster, springe hinab auf eine Holzüberdeckung, wanke, springe dann auf den Boden und rolle mich ab. Hoffentlich war das nicht zu laut. o.o Ich verwandle mich in die Maus, schlüpfe durch ein Loch und erstarre vor Schreck, als ich sehe, was hier gerade passiert. Die Türen sind fest verriegelt und in der Mitte des Raumes ist ein Stuhl. Auf dem Stuhl sitzt Walt, der Waldläufer, gefesselt, geknebelt und blutig zusammengeschlagen, in Lumpen gekleidet. Sein Haar hängt ihm ins Gesicht und man sieht nahezu, wie ihm der Schweiß über die abgemargerten Arme rinnt. Hinter ihm steht eine Gestalt, die mit einer Dornenpeitsche sein Fleisch zerfetzt, aber man hört es nicht. Seltsam...   "Sie foltern ihn hier zu Tode", schießt es mir durch den Kopf. Ich muss ihn hier rausholen! Aber wie soll ich die Gestalten loswerden und wie soll ich Walt hier rausbekommen? Die Tür ist verriegelt und Walt halb bewusstlos...Wenn ich die Gestalten angreife, wachht vielleicht jemand auf und die Lanze ist in der Taverne. Hm...theoretisch... ich flitze den Stuhl entlang und beginne an den Handfesseln zu nagen. Der Auspeitscher entdeckt mich und versucht mich mit der Peitsche zu treffen. Ich weiche einfach aus, bis er mich mit der Hand packt. *keuch* Der drückt mir die Luft ab! Ich quieke laut  auf und beiße ihn in die Hand. Er schreit auf und lässt mich los. Puh, aber ich muss Walt retten! Was soll`s! Der Auspeitscher kümmert sich nicht weiter um mich und holt  wieder kräftig aus, also stelle ich mich mit gespreizten Armen vor Walt und verwandle mich gerade noch rechtzeitig in eine Sirene.   Es knallt laut und der Peitschenschlag brennt wie Feuer. Fest beiße ich die Zähne zusammen um nicht zu schreien und stürze mich auf meinen Gegner, der mich verwirrt anstarrt. "Du!", keucht er in unserem Gerangel. Sie an! Er erinnert sich und... fu... das hatte ich ja ganz vergessen! Er zieht ein Messer raus. -.- Und jetzt kommt auch der andere auf mich zugestürzt. Ich habe so keine Chance! Die Gestalten habe mir bereits ihre Messer in Bauch und Rücken gerammt. Ich spucke Blut und verwandle mich in Gregor. Der eine will wieder zustoßen. Ich packe seine Hand, reiße ihm das Messer und drehe mich gerade noch rechtzeitig um um einen Schlag des anderen zu parieren. Ich stoße ihn in die Rippen, als sich plötzlich die Arme des anderen um mich schließen.    Verzweifelt keuche ich auf. Verdammt! Ichh versuche meinen Gegner in den Bauch zu treffen. Wieso um Himmels Willen ist der so stark? Schwarze Punkte schwummern vor meinen Augen. Oh nein! Gerade noch rechtzeitig treffe ich ihn. Sein Griff lockert sich, ich schnappe nach Luft, drehe mich umd und steche ihn ins Herz. Er schwankt und reißt mich schließlich mit zu Boden. Ich versuche freizukommen, aber es geht nicht. Meine Wunden schmerzen zu sehr. Der Zweite kommt auf mich zu, lacht und tritt mir auf den Rücken. Ich war so töricht! Er zieht sein Messer und... ritzt damit etwas in meinen Arm? Es brennt höllisch. "Ich töte dich nicht gleich. Erst foltere ich dich ein bisschen!"   Ich werde wütend. Ich verwandle mich wieder in meine normale Form. Blitzschnell krieche ich hervor und packe ihn am Bein. Dann packe ich das andere, schmeiße ihn um und versetze ihm den tödlichen Stoß. Woher? Woher war diese Kraft? Seltsam... Zitternd stehe ich auf. Meine Beine können mich kaum noch halten, deshalb krieche ich eher zu Walt, als zu laufen. Ich höre seinen keuchenden Atem. "Ryokina, bist du das?" "J...ja.", antworte ich mit schwacher Stimme. "Siehst du die Fläschchen in der linken Ecke? Trink eins komplett aus." Ich krieche zu den Flässchen und tu was walt mir aufgetragen hat.   Plötzlich bin ich gar nicht mehr erschöpft. "Was ist das?" "Eine Mixtur dieser Typen. Sie macht einen für10 Minuten extrem stark, abr danach ist man noch viel erschöpfter als davor. Und nun mach mich los." Ich gehe zu ihm und löse die Fesseln. Er klappt einfach in sich zusammen.Hm. Ich hab echt ein Glück, dass die Tür von innen verriegelt ist. Durchs Fenster sehe ich es schon hell werden. Verdammt! Ich nehme Walt über die Schulter, mache die Tür auf und beeile mich den Arzt zu finden. Ich hab nur 10 Minuten! Ich glaube…. Ja! Wir sind auf dem Weg zur Taverne am Arzt vorbeigekommen!    Ich schleife Walt möglichst vorsichtig die Straßen entlang, bis wir zum Arzt kommen. Ich klopfe an und die Tür öffnet sich zum Glück. Der Arzt schläft zum Glück nicht mehr. Er schaut mich komisch an und sieht dann Walt, über meiner Schulter hängen. „Heiliger Gott, der ist ja total abgemargert! Ein Wunder, dass der nicht schon verblutet ist, wie er aussieht. Aber du brauchst auch Versorgung.“ Dabei schaut er auf die Stiche und den roten Streifen, der mein Hemd zerfetzt hat. Zum Glück hatte ich den Brustpanzer, aber wie soll ich das den anderen erklären? „Komm rein, ein Wunder, dass du es hierher geschafft hast. Kannst du bezahlen?“ Ich schüttele den Kopf. „Nein, aber in der Taverne habe ich Geld…“ „Ok. Gib es mir einfach nachher ok? Jetzt komm erstmal.“ Ich  schleppe Walt hinein. Meine Kräfte sind fast hinüber, deshalb kippe ich um, sobald ich das Haus betreten habe. Ich spüre, wie der Arzt mich dreht, mir eine Salbe auf den Peitschenstrich macht, mir Verbände um den Bauch wickelt und meine Schulter wickelt und sich schließlich um Walt kümmert.  Als ich mich wieder einigermaßen bewegen kann und mich erschöpft aufrichte sehe ich Walt, der aussieht wie ne Mumie. „Wie geht es Walt?“ , frage ich ihn. „Keine Sorge. Er wird es überleben. Für ihn brauchst du nicht bezahlen, er wird nachträglich bezahlen können und ich versorge ihn bis er wieder jagen kann.“ „Das ist gut, danke. Kann ich gehen? Ich würde gern noch ein bisschen schlafen.“ „Sicher doch“, meint der Arzt nur. Also ziehe ich mir meinen Pulli an und  schleppe mich zur Taverne. Dort schleiche ich ins Zimmer, mache das Fenster zu und lasse mich erschöpft aufs Bett fallen. Schnell schlafe ich ein. Als ich wieder aufwache, ist es schon ein bisschen später. Dimir geht gerade aus dem Zimmer raus. Ich sollte ihm folgen, aber wie soll ich den andern mein hübsches neues Outfit erklären? Egal. Was soll`s. Ich folge ihm einfach nach unten wo wir mit den anderen frühstücken. Kreck ist immer noch nicht da. Die andern scheinen mein neues Outfit nicht zu bemerken, zumindest sprechen sie es nicht an. Als sie hochgehen, bleibe ich mit Dimir unten. „He sag mal, Ryokina, was hast du eigentlich angestellt?“ „Öhm naja, lange Geschichte. Also… (da erzähl ich ihm die Geschichte)“ Nach kurzer Zeit höre ich von oben Kampflärm. Ich kann mir denken woher das kommt. Als ich schließlich die Geschichte fertig erzählt habe, steht Kreck bereits unten (oh gar nicht bemerkt) und die anderen kommen gerade runter. Was da wohl los war? Lacrima kommt auf Kreck zu. „Wir müssen die Stadt möglichst schnell verlassen.“, erklärt sie. „Es wäre nett zu wissen, warum die Königsritter hinter dir her sind, Kreck. Wir haben weiss Gott genug Feinde.“ Da hat sie Recht. *höhöhö*

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Itaga
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Itaga »

(5/25/2014 12:09:21 AM)Andate Cantabile:Ich schreite durch die verschneiten Berge nahe des Ellora Lagers, die Sirenen marschieren, sie entdecken neue Gebiete. hm ... haha. Und lassen die alten zurück! Es muss einen Grund gegeben habe das die Sirenen Jahrhunderte lang hier unten, tief in der Höhle aus Eis die größte Bastion hatten. Hier wird etwas versteckt ... und ich werde es finden.   Den Sprung in den tiefen Krater überstehe ich ohne größere unannehmlichkeiten, lediglich einige Knochenbrüche und innere Verletzungen, welche jedoch im nächsten Augenblick wieder verschwunden sind. Ich strecke meine Hand aus "offenbare dein Geheimnis!" eine magische Welle wird ausgesendet, die in zehn Metern jegliche magische unstimmigkeit aufdeckt ... hm, nichts. Ein paar Schritte weiter versuche ich es erneut, wieder nichts.   Nach zwei Tagen erreiche ich den tiefsten Punkt der Höhle, er war verschüttet und ich muste ihn frei räumen. "Offenbare dein Geheimnis!" ... Bing! Das klingende Geräusch als würde jemand neben mir auf eine Kirchglocke schlagen verrät mir das hier etwas sein muss, ich hatte recht. Was versteckt ihr hier unten? Etwa eines der sieben Siegel? Gleich bin ich schlauer, ich lege meine Hände auf den Boden und entfessle einen destruktiven Schallstoß in das Eis und die Erde unter mir, welche durch diese enorme Belastung zerbersten und das frei geben was sie Jahrhunderte lang versteckten ... einen großen Altarraum!   Ein Altarraum heißt noch lange nicht das es hier auch eines der Siegel gibt auf das ich es abgesehen habe, aber es ist schonmal einausgezeichneter Anfang, wüsste ich es nicht besser würde ich doch glatt sagen das die Göttin mir in letzter Zeit eher auf meiner Seite ist.       NEXT^^
Probleme mit Mitgliedern?
Etwas auf dem Herzen?
Brauchst du wen zum reden?

-> PN oder im Skype anschreiben.
Ich habe für jeden ein offenes Ohr und hin und wieder einen guten Ratschlag ^-^

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(5/25/2014 7:40:01 PM)Kreck „Ich kann das erklären, ich habe eine Kette bei einem He...Händler erstatten und mit dieser dann Hu...äh meinen Hunger gestillt. Doch anscheinend war diese Kette gestohlen und sie haben mich dann im Bor...äh an Bord eines...Tavernenschiffes erwischt und tja so wars.“ Dann schaue ich sie abwechselnd an und warte. Lacrima meint mit einem gedehnten Ton: "Klingt ja waaahnsinnig überzeugend." Klingt es ja... Doch dann mischt sich Xashibel ein: "Hat dich der Anführer von denen nicht erkannt?" „Ja, wir hatten eine frühere Begegnung die nicht rosig ausging...hab wohl zu viel mitgehört bei deren ihren Geheimbesprechungen.“ Lacrima meldet sich wieder zu Wort: "Interessant. Erzähl mal?" Ich überlege kurz: „Ach sie versuchen die Gilde „Rote Echse“ auszulöschen und bei ihren Plänen hab ich sie wohl ausversehen belauscht.“ Lacrima, nachdenklich: "Hmmm..." Xashibel fragt: "Was genau ist das eigentlich für eine Gilde?" Und Rin gleich darauf: "Macht ihr auch noch etwas Anderes als Kinder entführen?" „Ja zum Beispiel Kinderüberraschungsfeiern.“ entgegne ich ironisch. „Es ist eine Gilde die für die wahre Gerechtigkeit steht nicht dieser Königsquatsch. Denn Kindern wäre nie was zugestoßen... sie waren nur...ein Druckmittel.“ Ich schaue zu Boden. „Wie geht’s jetzt weiter?“ "Erst mal besorgen wir uns Pferde." höre ich von Lacrima. Doch Xashibel hat was dagegen: "Werden uns die Königsritter dann nicht eher finden?" "Vielleicht. Kann man nichts machen." mein Lacrima zurück "Mir gefällt das nicht. Du verheimlichst uns doch etwas, Kreck." kommt Rin auf das Thema zurück. Und Chera mischt sich auch wieder gleich ein: "Mir hat's von Anfang an nicht gefallen, aber auf mich hört ja keiner." Schon wieder kein Respekt... „Habt mir ihr eure gesamte Lebensgeschichte erzählt? Ich glaube nicht, ich hab mehr getan als ihr zusammen. Ständig bemängelt ihr meine Arbeit nur weil ich kein galanter Volltrottel bin?“ stoße ich hervor. „Erst werde ich gebittet dieser Gruppe beizutreten und werde dann nur mit Füßen getreten. Mir reichts!“ Ich drehe der Gruppe den Rücken zu und bewege mich von ihnen weg. Einige Straßen weiter werde ich von Königssoldaten angehalten. „Das ist er! Nehmt ihn fest.“ Kacke...der Tag kann kaum noch schlimmer werden. Und plötzlich tritt der Eisenmann, der Hauptmann, hervor und grinst breit. „Schleppt diese Ratte in den Kerker morgen wird über ihn gerichtet.“ Doch er kann schlimemr werden...
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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(5/25/2014 10:03:28 PM)Xashibel   „Toll gemacht, Chera.“ Lacrima ist sichtlich genervt, doch Chera grinst nur: „Was denn? Der kommt gleich wieder angekrochen.“ „Und wenn nicht?“ „Dann solltet ihr mir dankbar sein.“, erklärt die Wasserkriegerin kurz angebunden. „Ach ja?“, fährt Lacrima sie an. „Chera, wir haben keine Zeit für so etwas. Wir müssen…“ „Zusammenhalten, ja, bla bla bla.“, unterbricht sie die Angesprochene. „Ich sage, der Typ ist nur ein Klotz am Bein. Wenn er uns nicht die Haare vom Kopf frisst, dürfen wir ihm aus der Patsche helfen, und dann verliert er nicht ein Wort des Dankes darüber.“ „Da hat sie recht.“, merke ich an. „Kreck ist tatsächlich etwas unverschämt.“ „Das ist kein Grund, ihn auszuschliessen.“, schnappt Lacrima. „Ich geh mit ihm reden.“ Und damit rennt sie die Strasse entlang, in die Richtung, in die Kreck verschwunden ist.   „Meine Güte…“, stöhnt Chera. „Was hat die nur?“ „Vielleicht ist sie verliebt?“, schlägt Shékkel vor. „Glaube ich weniger.“, meine ich. „Sie ist einfach ratlos.“ „Und was hilft Kreck ihr dabei?“, motzt Chera. Ich seufze. „Naja, euer Gestreite hilft auch nicht wirklich.“ „Das hört jetzt ja auf, also wo ist das Problem? Ich antworte nicht mehr, sondern setze mich an den Strassenrand. Der Tag hat ja gut angefangen.   Kurz darauf kommt Lacrima zurück. „Ich kann ihn nicht finden.“, berichtet sie. „Und jetzt?“, will Shékkel wissen. „Allerdings habe ich Königsritter gesehen“, fährt Lacrima fort. „Die werden uns suchen, also müssen wir verschwinden.“ „Und Kreck lassen wir hier?“, frage ich nach. Lacrima überlegt kurz, dann wendet sie sich an Shékkel. „Kannst du ihn nicht finden?“ Die Medusa züngelt kurz, dann hält sie ihren Kopf schief, als würde sie lauschen. „Ja.“, meint sie dann. „Perfekt. Dann such du ihn, versuch, mit ihm zu reden, und triff uns dann auf der Strasse östlich von hier. Wir werden etwas vorangehen.“ Shékkel nickt. „Und Sashenos?“ „Den holst du selber ab.“ Damit drückt die Elfe Shékkel ein paar Goldstücke in die Hand. „Wenn Kreck mitkommen will, besorgst du ihm auch ein Pferd. Pass aber auf, dass die Königsritter euch nicht erwischen.“ „In Ordnung!“, verkündet die Medusa, steckt das Gold ein und hüpft davon. Ich blicke ihr nach, bis sie hinter einer Hausecke verschwindet. „Hältst du das für eine gute Idee?“ „Sie ist kein kleines Kind.“, antwortet Lacrima. „Du hast ihre Fähigkeiten gesehen. Sie kann auf sich aufpassen.“         Shékkel   Krecks Geruch ist noch ganz frisch. Anscheinend ist er direkt ins Stadtzentrum gegangen, wütend und enttäuscht. Aber dann schlägt der Geruch in Angst um. Irritiert blicke ich auf und stolpere zurück. Überall auf dem Marktplatz sind Königsritter! Ich muss besser aufpassen! Hastig eile ich zu einer Hauswand und ziehe die Kapuze etwas tiefer in mein Gesicht. Ich züngle wieder und halte meinen Blick auf einen der Königsritter gerichtet. Das muss der da sein, direkt neben dem nach Fisch stinkenden Händler und dieser alten Frau, die irgendeinen Blumenduft aufgetragen hat. Da! Da hab ich seinen Geruch! Ich erschnuppere noch zwei weitere Königsritter. Der letzte ist zu weit weg. Aber das heisst auch, dass er mich nicht gleich sieht. Den Blick fest auf den Boden gerichtet erschnuppere ich mir meinen Weg durch die Menschen. Anscheinend wird er jetzt begleitet… aber seine Angst schlägt in Panik um. Ist etwas geschehen? Ich verlasse die Spur, um einem Königsritter auszuweichen, und finde sie etwas weiter vorne wieder. Hier sind drei Personen bei ihm gewesen. Eine davon kommt mir bekannt vor… Ich denke kurz nach. Das habe ich erst kürzlich gerochen. Heute Morgen. Beim Kampf. Das war der riesige Ritter, der Xashibel verletzt hat! Das ist gar nicht gut… Hastig folge ich Krecks Spur weiter, durch ein paar Gassen bis zu einem Eingang im Boden. Zwei hölzerne Türen, die eine Art Schacht verschliessen. Wahrscheinlich geht es hier in einen Keller.   Vorsichtig versuche ich, eine der Türen hochzuheben, doch nach wenigen Fingerbreit stosse ich schon auf Widerstand. Ich höre das Rasseln einer Metallkette. Verschlossen. Ich kauere mich neben die Tür und halte mein Ohr dagegen. Als erstes höre ich Schritte, dann Gemurmel. Zum Glück ist die Gasse hier leise. „…War doch was, wenn ich es sage.“, murmelt jemand. Eine andere Stimme antwortet: „Und wennschon, die Tür ist verschlossen. War bestimmt ne Katze.“ „Dafür war’s zu laut.“, meint der Erste wieder, und ich schrecke zurück. Mist, ich habe zu viel Lärm gemacht! Ich renne davon und verstecke mich hinter der Hausecke, für den Fall, dass die zwei Männer doch nachsehen. Dann denke ich nach. Den Eingang kann ich vergessen. An den Männern käme ich vielleicht vorbei, aber nicht an der Metallkette. Bestimmt gibt es andere Eingänge. Es gibt immer andere Eingänge, das hat Thomas mir beigebracht.   Ich gehe einmal um das Haus herum, was ziemlich verwirrend ist, weil es mit anderen Häusern zusammengebaut ist. Man kann gar nicht richtig unterscheiden, wo eines aufhört und das nächste anfängt. Auf der anderen Seite finde ich eine richtige Tür, aber diese Strasse hier ist viel belebter. Das fällt also auch weg. Dann vielleicht Fenster? Aber nicht auf dieser Seite. Ich schleiche wieder zurück und schnuppere vorsichtig, bevor ich wieder in die erste Gasse einbiege, aber die zwei Männer sind anscheinend nicht herausgekommen. Dann untersuche ich die Hauswand. Die Fenster sind ziemlich eng, aber ich bin zum Glück ziemlich dünn. Das Hinaufklettern wird etwas schwieriger, die Wände sind nämlich ganz glatt. Ich gehe einmal der Wand entlang, bis ich fast in etwas hineinlaufe. Eine zweite Wand! Die Gasse macht hier eine Ecke. Das könnte hilfreich sein. Die zweite Wand, die die erste hier trifft, ist leichter zu erklettern. Sie ist zwar auch glatt, aber es sind Holzbalken eingemauert. Daran kann ich mich festhalten.   Ich kralle meine Finger um einen der Balken und schwinge mich seitlich hoch. Er steht gerade genug aus der Mauer hervor, damit ich meine Zehen darauf stellen kann, aber von hier gelange ich zu einem Fensterbrett. So, das war der schwierigste Teil. Jetzt muss ich nur noch zum nächsten Fensterbrett springen, quer über die Ecke hinweg. Das Fenster ist verschlossen, aber das hatte ich erwartet. Ich linse durch das Glas, kann aber niemanden erkennen. Allerdings steht da eine Tür offen, also bin ich besser vorsichtig. Ich halte das Fensterkreuz fest und drücke es nach oben. Ha! Das Fenster geht einfach auf. Die Türen schützen sie mit Metallketten, aber bei den Fenstern genügt ihnen so eine einfache Schliesse, aus der man den Rahmen einfach herausheben kann. Ich husche in das Zimmer – ein recht kleines Schlafzimmer, wie es scheint – und schliesse das Fenster hinter mir. Dann verstecke ich mich hinter dem Bett und züngle. Ich schmecke ein paar Leute, unter anderem einer der Königsritter vom Marktplatz, aber die Gerüche sind alt. Keine Gefahr. Die offene Tür führt in einen Gang und von dort gelange ich zu einer Treppe. Wieder züngle ich. Im unteren Geschoss ist jemand.   Ich spüre die leisen Erschütterungen seiner Schritte, dann die seiner Stimme. Das kommt von links neben der Treppe… etwa fünf Meter entfernt, aber mit mindestens einer Mauer dazwischen. Das muss reichen. Vorsichtig schleiche ich hinunter und schiele um die Ecke. Hier ist wieder ein Gang und gegenüber die Tür, die ich von aussen gesehen habe, aber kein Mensch. Gut. Die Treppe endet hier, aber ich bin mir sicher, dass ich weiter nach unten muss. Wieder züngle ich. Abgesehen von dem Mann, der immer noch redet, und einem Weiteren im selben Raum ist hier aber nichts. Ich beschliesse, erst mal nach rechts zu gehen, von den beiden Männern weg. Nervös ziehe ich mir die Kapuze tiefer ins Gesicht. Was sie wohl mit mir machen, wenn sie mich finden? Werden sie mich für einen Dämon halten? Der Gang endet vor einer niedrigen Tür. Ich halte mein Ohr daran. Erst höre ich gar nichts, dann, ganz leise, Atemzüge. Eine Person? Zwei? Ganz langsam drücke ich auf die Klinke und öffne die Tür einen Spaltbreit. Sie knarrt, ganz leise nur, aber trotzdem zucke ich zusammen. Dann fasse ich mich wieder und züngle durch den Spalt.   Es riecht modrig, nach feuchtem Stein und Moos. Nach Keller! Hier bin ich richtig. Ich drücke die Tür ein wenig nach oben, während ich sie öffne, damit sie weniger knarrt, aber sie will einfach nicht still sein. Ich halte sie fest und züngle hastig. Ich rieche drei Menschen im Keller. Kreck! Und die zwei Männer, die ihn begleitet haben! Niemand scheint mich gehört zu haben, also quetsche ich mich durch den offenen Türspalt und finde mich auf einer Treppe wieder. Hier geht es also weiter. Hier unten ist es ganz dunkel, aber ich kann die zwei Männer deutlich riechen. Wahrscheinlich bewachen sie Kreck, also muss ich sie ablenken… hmm. So leise ich kann schleiche ich auf die Gerüche zu. Sie werden immer deutlicher. Die Männer haben eine Fackel bei sich, einer ist sehr gelangweilt, aber der andere scheint wachsam zu sein. Auch Krecks Angstgeruch wird stärker. Hinter der nächsten Biegung müssen sie sein. Ich ducke mich und lasse eine meiner Schlangen am Boden entlanggleiten. Durch ihre Augen kann ich die Männer sehen. Einer sitzt an einem Tisch, den Kopf eingestützt, und starrt ins Leere. Der andere steht gegen die Wand gelehnt da und hält den Blick auf eine Tür gerichtet. Dahinter muss Kreck sein. Ich kann mich nicht anschleichen… aber ich habe eine bessere Idee. Ich lege mich flach auf den Boden. So kann ich die Schlange noch weiter ausstrecken. Noch ein Stück…   Dann beisst sie den gelangweilten Wächter einmal kräftig in die Wade. Der schreckt hoch, schaut sich perplex um, sinkt dann wieder auf den Tisch und beginnt, lautstark zu schnarchen. „Hey!“, ruft der Andere. „Cornelio, wach auf. Was soll denn der Boss von uns denken?“ Mit zwei schnellen Schritten ist er bei Cornelio angelangt und schüttelt ihn an der Schulter. Dann bin ich aufgesprungen und habe ihn auch schon in den Nacken gebissen, bevor er auch nur den Finger heben kann. Und schon schläft auch er friedlich, wenn auch etwas unbequem, auf dem Boden. So, jetzt muss ich nur noch diese Tür öffnen. Doch das ist schnell erledigt. Cornelio hat den Schlüssel an einem Band um den Hals hängen.   Diese Türe hier knarrt sogar noch mehr als die Erste, aber hier ist hoffentlich niemand, der es hören kann. „Kreck?“, raune ich in die Dunkelheit der Zelle.  
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

So, Leute, das war's.

Mein Post von vorhin war der letzte Post, der je in unser gutes altes Dragoforum gepostet werden wird. Es ist zu. Jetzt endgültig.

Schade eigentlich. In diesem Forum sind wir gross und stark geworden, haben insgesamt 3'518 Beiträge verfasst, 2'166 A4-Seiten Schreibwut, 1'026'430 Wörter. (Hey, mehr als eine Million. Hallo?)

Aber jetzt wurden wir mehr oder weniger brutal rausgeschmissen. Während die Ratten das sinkende Schiff verliessen, harrten wir bis zum Ende aus, und erst jetzt, wo das Ragnaforum auf dem Meeresgrund vermodert, schwimmen wir zu unserem Rettungsbötchen. Gar nicht so leicht, mit dreitausend Posts im Gepäck, aber wir sind eben Ragna. ^^

Dragonica ist tot, aber wir leben weiter.

So, ich glaube, ich höre hier auf, bevor ich noch eine ganze Rede schreibe. Dieses Forum hier geht nicht so schnell unter.

In diesem Sinne, frohes Posten.
*Keksteller hinstell*
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