Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(1/5/2014 7:34:43 PM)  Arachne   Mittlerweile kann ich schon relativ gut mit dem Bogen umgehen. Walt hat mich jeden Tag aufs neue ausgefragt und mir immer nur kleine Tipps gegeben. Ich habe gehört, wie zwei Gestalten mit einander getuschelt haben. "In ein paar Tagen wird sie losgehen. Sie muss zum Verräterkamm." Dass dabei ich gemeint war, ist ja klar. Jetzt gehe ich wieder zu Walt, um mit ihm zu reden. Die Wache öffnet die Gittertür für mich und lässt mich in die Zelle eintreten, wo Walt bereits am Tisch sitzt. Ich setze mich dazu und gebe ihm ein paar Handzeichen. Im zweiten Zettel, den Walt mir gegeben hat, stand eine Handsprache, die ursprünglich eine Kuriersprache war, die man mit Licht überbringt. Außerdem hat er mit gesagt, ich soll es auswendig lernen. Das ganze ist eigentlich ganz einfach und wird in einem Viereck gemacht. Oben links ist die 1. Oben rechts die 2. Unten links die 3 und unten rechts die 4. Die Buchstaben sind in einem relativ einfachen System angelegt.    1. A B C D E F  2. G H I J K L 3. M N O P Q R 4. S T U V W Z   das X und Y wird wenn nötig durch S und T ersetzt, weil man ein gleichmäßiges Viereck braucht. A entspricht dort 1.1 also kommt die hand dann nach oben recht, dann in die Mitte und dann 1 Finger zeigen, oder 1 mal die Hand vordrücken. G wäre dann 2.1 und K wäre 2.5. Schnell lasse ich mir die Nachricht durch den Kopf gehen.    2.3; 1.3; 2.2 ; 4.1; 3.3; 2.6; 2.6; 4.6; 4.3; 3.1; 4.4; 2.5; 3.1 (Ich soll zum VKM) Dabei steht VKM für Verräterkamm. Danach zeige ich noch schnell BSTG. Das heißt Bestätigung geben. Walt nickt. Dann beginne ich zu reden. "Das heißt, heute ist deine letzte Chance es mir zu sagen." Walt seufzt. "Ok. Aber du musst mir erst schwören, dass du es nur im allergrößten Notfall öffnest. Solltest du es früher öffnen, hat es für dich verheerende Folgen." "Ich schwöre." Dann schiebt Walt mir etwas unter dem Tisch zu. Es ist eine Rolle aus einem Pergament. "Was ist das?", frage ich Walt in Handsprache. "Das wirst du erfahren, wenn ein Notfall ist. Sonst nicht. Und jetzt geh. Nachher kommt noch das Bogenschießen-Training." Ich stecke das Pergament in meinen Ärmel und gehe zur Tür. Die Wache lässt mich raus und ich gehe in mein Zimmer um mich fürs Training vorzubereiten und das Pergament zu betrachten.

ItashaOtaku
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Beitrag von ItashaOtaku »

(1/9/2014 6:30:48 PM)Dimir     "Hey warte mal Dimir! Bist du verrückt geworden oder hast du schon vergessen, was die Leute dort letztes Mal mit uns gemacht haben? Denkst du sie sind diesesmal netter? Für die ist es doch bloß ein Beweis, das wird Mörder sind, weil wir weggelaufen sind und wahrscheinlich wollen sie und dann sowieso sofort aufknüpfen. Und außerdem will ich wissen, wieso du gestern Blut gespuckt hast! Eins ist definitiv klar! Gut geht es dir nicht!"   Warum müssen die Leute einem immer zur Unzeit im Weg stehen? Ich drehe mich um.   "Ryokina, bitte. Wir müssen uns beeilen." "Tja, da hast du wohl Pech gehabt. Ich wüsste einen schnellen Weg und würde ihn auch benutzen, aber erst will ich eine Erklärung."   Du weisst also einen schnellen Weg, ja? Gibt es noch einen schnelleren Weg als der direkte oder übersehe ich was? Ich würde ja gerne alleine losgehen, aber das mit dem schnellen Weg macht mich stutzig. Na schön, ist ja kein grosser Zeitverlust.   Ich setze mich wieder hin und senke meine Stimme auf eine Lautstärke, sodass nur Ryokina mich hören kann.   "Also gut...du weisst ja, dass ich mich vorher in zwei und jetzt in vier Ratten morphen kann, oder?" Ryokina nickt und schaut mich aufmerksam an.   "Dieser Prozess ist kein natürlicher, sondern wird durch mein Virus hervorgerufen. Leider ist es etwas instabil und seine Wirkung wird immer stärker und nach einer gewissen Zeit verdoppelt sich die Anzahl der Ratten, in die ich mich verwandeln kann."   "Wieso leider?" Ryokina schaut mich fragend an.   "Das Virus verlangt seinen Tribut. Es vergeht zwar jedes Mal immer mehr Zeit, bis ich mich weiter verdoppeln kann, aber dafür werden die Blutungen auch immer stärker und zwar beträchtlich. Beim letzten Mal wurde ich nur ein bisschen Blut los."   Was schlecht ist...schliesslich wurde ich zu der Zeit zu vier Ratten, nicht zwei. Und bei acht ist die Wirkung schon sehr heftig. Ich frage mich, wieviel Zeit mir noch bleibt, bis es sechzehn werden. Wenn ich bis dahin nichts habe, könnte es unangenehm werden und bei 32 wäre es ein Wunder, wenn ich es noch überleben würde.   "Weitere Fragen werde ich dir unterwegs beantworten. Wollen wir los?", frage ich Ryokina mit einem Lächeln im Gesicht.

Ryokina
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Beitrag von Ryokina »

(1/10/2014 8:17:39 PM)Ryokina Dimir setzt sich. "Also gut...du weißt ja, dass ich mich vorher in zwei und jetzt in vier Ratten morphen kann, oder?" Ich nicke und schaue ihn aufmerksam an. "Dieser Prozess ist kein natürlicher, sondern wird durch mein Virus hervorgerufen. Leider ist es etwas instabil und seine Wirkung wird immer stärker und nach einer gewissen Zeit verdoppelt sich die Anzahl der Ratten, in die ich mich verwandeln kann." „Wieso leider?“, ich schaue ihn fragend an. "Das Virus verlangt seinen Tribut. Es vergeht zwar jedes Mal immer mehr Zeit, bis ich mich weiter verdoppeln kann, aber dafür werden die Blutungen auch immer stärker und zwar beträchtlich. Beim letzten Mal wurde ich nur ein bisschen Blut los. Weitere Fragen werde ich dir unterwegs beantworten. Wollen wir los?" „Ja ok. Und jetzt komm mal, wir suchen einen Pferdekaufstand.“  Dimir schaut mich verständnislos an. „Jetzt komm schon!“, rufe ich und ziehe ihn hinter mir aus dem Gasthaus hinaus.   Es dauert nicht lange bis wir über ein paar Bürger einen Pferdekaufstand mit guten Pferden finden. Schnell sprechen wir den Mann beim Kaufstand an. „Entschuldigung, wir würden uns mal gerne ein paar Pferde anschauen.“ Der Mann schaut mich verwundert an. Wahrscheinlich denkt er sich, dass ich mir so ein Pferd von ihm gar nicht leisten kann. „Naja meinetwegen. Die Pferde, die auf Aussehen gezüchtet sind sind da drüben und die auf Schnelligkeit dort.“ Dabei weist er auf 2 Ställe mit viiiiiieeelen Pferden. Ich gehe auf den Stall mit den schnellen Pferden zu und mir fällt gleich ein Pferd auf. „Entschuldigen sie, ist dieses hier sehr schnell?“, frage ich und weise auf das Pferd. Es ist ein stolzes Pferd. Weiß wie Schnee, aber sehr kräftig und auch für wäldliche Ritte gut geeignet. Der Mann schaut mich mit großen Augen an. „Das Pferd da? Das ist mein schnellstes und auch sehr teuer. Das kannst du dir nicht leisten.“ „Vielleicht ja doch. Ich werde es mir mal anschauen.“ Dann winke ich Dimir herbei.    Wir stellen uns neben das Pferd und ich streichle es. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich mich gut mit Pferden auskenne. Ich gebe Dimir zu verstehen, dass er sich so stellen soll, dass wir mit dem Rücken zum Händler stehen. „Ich weiß nicht. Glaubst du dieses Pferd ist schnell?“, frage ich Dimir. „Gib mir die Spritze“, flüstere ich ihm zu. Dimir zieht seine Spritze aus der Tasche seines Kittels und reicht sie mir, außer Sicht des Händlers. Während er ganz unbefangen weiterspricht. „Naja ich weiß nicht, etwas dick für ein schnelles Pferd. Ich geb dir mal das Messband, dann können wir schauen ob es nicht zu dick ist.“ Oh man. Was für eine Aussage. Dieses Pferd ist doch nicht dick! Naja egal. Ich flüstere dem Pferd ins Ohr. „Psssh. Ganz ruhig, nur ein kleiner Pickser“, während ich ihm die Spritze unter meinem Arm versteckt vorsichtig oberhalb des Bauches einpickse und ein wenig Blut raussauge. Das Pferd wiehert leise. Als die Spritze voll ist, ziehe ich sie wieder heraus und reiche sie Dimir. „Heb das auf“, flüstere ich. Dimir steckt die Spritze ein und wir gehen raus.   Dort steht bereits ein Mann, der sehr reich aussieht. „Das Pferd da nehme ich. Ich gebe euch 5000 Gold.“ Der Mann schaut mich fragend an. „Das können wir nicht überbieten“, meine ich nur, „wir suchen uns dann mal ein Billigeres.“ Der Mann nickt und dreht uns den Rücken zu, während er den Mann zum Pferd führt. Weiter schaue ich nicht zu, denn ich husche schnell in die Gasse nebenan, wobei mir Dimir schnell folgt. „Gib mir deine Spritze“, meine ich nur. Dimir gibt sie mir mehr oder weniger unfreiwillig. Ich drehe sie und betrachte sie von allen Seiten. Ob man die scharfe Spitze vielleicht abmachen könnte? Ich schaue Dimir an, der etwas gedankenverloren vor sich hin schaut. Komisch, Dimir hat sich echt verändert. Irgendwas ist da nicht ganz normal bei ihm. Dann mach ichs halt auf die altmodische Art und Weise. Ich mache den Mund sperrangelweit auf und halte die Spritze darüber. Dann schieße ich das Blut des Pferdes aus der Spritze in meinen Mund, wobei ich aus dem Augenwinkel sehe, wie Dimir mich entsetzt anstarrt. Als alles Blut im Mund gelandet ist, nehme ich die Spritze wieder runter und klappe den Mund zu.   „So. Jetzt fehlt nur noch eines. Eine Maus.“ Ich schaue mich in der Gasse um und suche nach einer, aber zu finden ist keine. Dann halt anders. Ich krame ein wenig in unserer Tasche und hole ein Stück Käse heraus. Ich lege es auf den Boden und dann gehe ich auf die Lauer. Ich habe nicht lange zu warten, bis eine Maus so dumm ist, in die Falle zu tappen. Schnell packe ich sie am Schwanz und zücke die Spritze. Dann grabe ich ihr die Spritze tief ins Fleisch hinein und nehme so viel Blut, bis nichts mehr reinpasst. Hoffentlich überlebt die Maus das, die haben ja nicht so viel Blut. Ich  schnipse sie schnell weg und stehe dann auf um das Blut zu  mir zu nehmen.   Als das erledigt ist, ziehe ich Dimir hinter mir her. Wir gehen durch viele Straßen und Gassen bis wir schließlich aus der Stadt draußen sind. Dann ziehe ich Dimir in eine Nische. „Also. Ich verwandle mich jetzt in dieses Pferd da und du reitest auf mir. Ich reite im Galopp. Währenddessen erklärst du mir den ganzen Rest. Sobald du fertig damit bist schläfst du bis du nichtmehr schlafen kannst. Dann, oder wenn ich zu müde bin um noch zu galoppieren wechseln wir. Dann verwandle ich mich in die Maus und krieche in die Tasche und du rennst, wenn ich noch nicht müde bin um dich auszupowern und weiterzuschlafen, oder läufst normal wenn ich schlafen muss. So werden wir in weniger als 8 Stunden dort sein, da wir auch heute Nacht noch weiterlaufen. Es ist ja schon Abend. Ok?“ Dimir nickt. Dann verwandle ich mich in das Pferd, während ich aus der Nische trete und Dimir steigt auf. Ich galoppiere los. Jetzt ist es Zeit, dass Dimir mir die Wahrheit sagt.   Arachne   Nach dem Bogenschießen bekomme ich meinen Bogen, die beiden Messer, jede Menge Proviant und den Auftrag zum Verräterkamm zu reiten. Dann geben sie mir Joy. Ich reite los, während mir noch einige Gestalten hinterher schauen. Sobald ich außer Sichtweite bin, will ich einen Bogen um das Baumhaus machen und in die entgegengesetzte Richtung reiten, aber irgendetwas hält mich auf. Als ich Joy nach rechts lenken will und ihn dabei in Trab verfallen lasse übernimmt plötzlich irgendetwas die Kontrolle über meinen Körper ohne dass ich etwas dagegen tun kann. Ich versuche mich dagegen zu wehren, aber ich bekomme die Kontrolle über meinen Körper einfach nicht zurück. Schließlich gebe ich es auf. Was soll ich schon machen? Genau in dem Moment löst es sich wieder, aber sobald ich mich wieder dem Auftrag wiedersetze überkommt es mich wieder. Naja, was soll ich schon machen? Ich werde beim Verräterkamm ja wohl nichts allzu Böses anstellen und den Befehl selbst zu befolgen, anstatt von irgend einem Ding kontrolliert zu werden ist weitaus angenehmer. Das Ding gibt mir meine Kontrolle wieder zurück und ich reite im Galopp auf den Verräterkamm zu. Immer weiter vor.     Nach einigen Stunden bin ich relativ erschöpft. Es ist verständlich, dass ich nicht die ganze Nacht durchmachen kann, also beschließe ich einen Schlafplatz aufzubauen. „Das Ding kann ja für mich weiterreiten.“ Höre ich mich Sagen, als ich Joy stoppen will. Mh…ok. Wenn das Ding das kann? Dann schlafe ich halt und überlasse dem Ding den Rest. Ich gehe in mich ein und denke nach, bis ich schließlich vom gleichmäßigen Getrappel der Hufe einschlafe. 

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Alinea
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Beitrag von Alinea »

(1/11/2014 3:02:37 PM)Xashibel   „Hatschi!“ Hastig fasse ich an meine Nase, weil mich irgendetwas furchtbar kitzelt. Genervt wische ich es weg. Die Sonne steht schon recht hoch am Himmel und leuchtet träge durch die kahlen Bäume. Es hat geschneit über Nacht. Beinahe muss ich laut lachen, als ich an meinem Körper heruntersehe. Sogar der ist eingeschneit. Wie eine warme Decke umhüllt mich die weisse Schicht. Lächelnd stehe ich auf und schüttle den ganzen Schnee aus meinen Haaren. Zum Glück macht mir die Kälte nichts aus. Die anderen schlafen noch, nur Chera zuckt zusammen, als der Schnee aus meinem Haar in ihrem Gesicht landet. „Nnnngh!“, macht sie genervt. „Was solln das?“ „Tut mir leid.“, entschuldige ich mich. „Gut geschlafen?“ „Mmm…“, stöhnt die Wasserkriegerin. „Ich fühl mich, als hätt Alu mich zu nem Eisblock gefroren.“ Damit steht sie auf und schüttelt den Schnee von ihrem Mantel. „Nächstes Mal sollten wir uns eine bedeckte Stelle suchen. Wieso hat uns eigentlich niemand geweckt?“ Sie hat recht… eigentlich sollte jemand Wache halten und uns wecken… Da entdecke ich Lacrima, die am erkalteten Feuer sitzt, den Kopf auf die Brust gesunken, das Buch immer noch in der Hand. Auf ihrer Kapuze hat sich eine Mütze aus Schnee gebildet. Sie muss eingeschlafen sein. „Sieh dir das an.“, kommentiere ich. „Sowas will die Welt retten…“, meint Chera im Scherz, formt einen Schneeball und trifft die Elfe zielgenau ins Gesicht. Mit einem Schrei fährt sie hoch und lässt das Buch dabei in die schneebedeckte Asche fallen. „Chera? Bist du verrückt geworden?“ „Du bist eingeschlafen!“, meint diese nur und wirft ihren zweiten Schneeball. Diesmal weicht Lacrima aus. „Na warte!“, meint sie und nimmt ihrerseits etwas Schnee in die Hand. „Komm her!“ Doch Chera flieht schon zu den anderen, stolpert über Shékkel und weckt sie so auf. Kreischend landet sie im Schnee, doch Lacrimas Schneeball trifft sie nicht – sondern die Medusa, die sich erschrocken aufgerichtet hat. „Hey!“, meint diese, während Chera sich aufrappelt und mehrere Schneebälle formt. Ich nehme selbst etwas von der weissen Masse in die Hände und werfe nach Chera, doch ich ziele daneben und treffe einen Ast. Der wackelt leicht und lässt dann mit einem „Rumms!“ eine Ladung Schnee nach unten plumpsen, die die schlafende Rin halb unter sich begräbt. „Aah!“, schreit diese auf und schüttelt den Schnee von ihren Beinen. „Was… Was bei Raphaels Schwert sind das denn für Weckmethoden?“ „Tut mir leid!“, rufe ich, während ich wieder Schnee nach Chera werfe. Die kopiert jetzt meine Idee und schüttelt Äste. Eine Ladung Schnee landet auf Shékkels Schlafmatte, die nächste auf dem Feuer und dem Buch und die Letzte begräbt Chera selbst unter sich. Lacrima kann sich vor Lachen kaum halten. „Siehst du, das kommt davon!“, meint sie, während sie Chera hilft, dem Schneehaufen zu entkommen.   Fröhlich machen wir uns daran, das Lager zu räumen und unsere Matten vom Schnee zu befreien, als Rin plötzlich fragt: „Wo ist eigentlich dieser Kreck?“ Wie auf Kommando blicken wir alle zu seinem Schlafplatz. Er ist gut zu erkennen dank der kreckförmigen Stelle, die nicht zugeschneit wurde, doch der Schattenkrieger selbst ist eindeutig nicht da. Eine Fussspur führt von seinem Schlafplatz weg, doch es lässt sich nicht erkennen, wohin sie führt – während unserer Schneeballschlacht haben wir den grössten Teil davon weggewischt. „Anscheinend hat er sich über unsere Vorräte hergemacht.“, meint Lacrima mit einem Blick in ihre Tasche. „Die Hälfte des Trockenfleisches fehlt.“ „Der ist abgehauen!“, beschliesst Chera. „Ich hab es doch gesagt!“ „Ich denke, dann hätte er uns gleich alles geklaut.“, gibt die Elfe zurück. „Vielleicht ist er ja nur spazieren gegangen…“ „Wir könnten nachsehen.“, meint Rin von der anderen Seite unseres Lagers her. „Seht, hier geht seine Fussspur weiter.“   „Sieht aus, als wäre er zum Tempel gegangen.“, überlegt Lacrima. „Das ist zumindest die Richtung.“ „Werden wir wohl bald herausfinden.“, füge ich an. „Das ist doch die Richtung, in die wir ohnehin gehen wollten.“ „Der hat sich bestimmt nur verirrt und wollte eigentlich zurückgehen.“, meint Chera. „Vielleicht wollte er ja alles klauen, und hat uns dann in einem Anflug von schlechtem Gewissen was dagelassen?“ „Wäre möglich.“, meint Lacrima. „Aber selbst dann hätte er ganz bestimmt das Buch mitgenommen. Schliesslich gehört das ihm. Und er weiss, dass es wertvoll ist.“ „Wer weiss?“, gibt die Wasserkriegerin zurück. „Du hattest das Buch die ganze Nacht auf dem Schoss, wahrscheinlich hatte er Angst, dich zu wecken.“ „Er ist ein Dieb, oder?“, werfe ich ein. „Ich denke, er wäre in der Lage gewesen, das Buch zu nehmen, ohne Lacrima zu wecken…“ „Ihr solltet euch mal hören, Leute.“, ruft Rin auf einmal dazwischen. „Ich hab die Diskussion satt. Ist doch völlig egal, oder? Lasst uns gehen!“ Damit geht sie voran, Krecks Fussspuren nach.  
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Beitrag von Alinea »

(1/11/2014 7:08:05 PM)Iubon   Der Oberste Lehrmeister wartet bereits, als ich mit Hashin wieder vor dem Höhleneingang eintreffe. Wir sind beide erschöpft, doch vor dem Lehrmeister zeigt man keine Schwäche – mit letzter Kraft hoppeln wir den Hügel hinab und werfen dann unsere Gestalt ab. „Und?“, begrüsst uns der Oberste Lehrmeister Kageel. „Etwas gefunden?“ „Ödland, soweit das Auge reicht.“, berichte ich. „Wir waren zwei Tage unterwegs. Ganz im Südwesten haben wir tatsächlich hölzerne Säulen gefunden, die aussahen, als wären sie vielleicht aus der Erde gewachsen, aber das ist Humbug. Überreste von den Bauten der Menschen, mehr nicht.“ „Gut.“, meint der Oberste Lehrmeister. „Ihr seid der letzte Erkundungstrupp. Ihr habt mit diesen Säulen mehr gefunden als alle anderen… aber ich denke, das beweist, dass deine Tochter gelogen hat: Es gibt keine Menschen.“ „Sie ist nicht meine Tochter.“, gebe ich zurück. „Sie ist eine Verbannte.“ Ich wage nicht anzumerken, dass Xashibel damals tatsächlich eine Menschengestalt besass und dass sie die ja irgendwo her haben muss. Der Oberste Lehrmeister muss sich dieser Tatsache wohl bewusst sein, und sein Urteil steht fest. Wahrscheinlich kennt er Wege, an die Gestalten toter Wesen zu kommen, und Xashibel hat so etwas entdeckt? Jedenfalls – wenn jemand weiss, was wahr ist, dann der Oberste Lehrmeister Kageel. „Kommt mit herein.“, meint er jetzt freundlich. „Ihr müsst hungrig sein. Und ich möchte, dass ihr mir mehr über diese Säulen erzählt.“ Gerade, als ich mich nach dem Höhleneingang umdrehen will, werde ich der zwei Gestalten gewahr, die oben auf dem nördlichen Hügel stehen. Verdutzt verharre ich mitten in der Bewegung. „Was ist das?“, frage ich Hashin. „Hast du wieder Wölfe gesehen?“, gibt der nur zurück, folgt dann aber meinem Blick. „Nanu? Was ist das?“ Die zwei Gestalten kommen langsam näher. Sie scheinen Sirenen zu sein, doch sie sind in dicke Stoffe gewickelt, sodass sich das schwer sagen lässt. Eine hat lange, hellgelbe Haare, die andere leuchtend rote, lockige. „Waren wir doch nicht die letzten?“, frage ich den Obersten Lehrmeister. „Doch… alle drei Trupps vor euch sind bereits zurückgekehrt.“, antwortet der, anscheinend selbst verwirrt. Schweigend erwarten wir die Neuankömmlinge. Vielleicht gibt es noch einen Sirenenstamm, von dem wir nichts wussten? Die Gestalten treten näher, mittlerweile sind sie besser zu erkennen. Die gelbhaarige ist eindeutig eine Frau, wenn auch von sehr zierlicher Gestalt. Der Rothaarige ist ein Mann, massiger als jeder, den ich kenne. Hinter den Gestalten gehen noch mehr Sirenen, gekleidet in graue Lumpen – Diener wahrscheinlich. Sie sehen stark aus. „Was sucht ihr hier?“, ruft der Oberste Lehrmeister ihnen entgegen, sobald sie in Hörweite sind. „Dies ist das Gebiet meines Sirenen-Stammes. Eindringlinge dulden wir hier nicht.“ Die Sirenen antworten nicht. Die Gelbhaarige macht eine knappe Handbewegung, worauf die Diener stehenbleiben. Sie selbst und der Massige kommen aber weiter unbeirrt auf uns zu. „Guten Tag.“, begrüsst uns der Rothaarige, seine Stimme ist tief und melodiös. „Verzeiht, dass wir hier einfach so hereinplatzen. Wir möchten eurem Stammesoberhaupt einen Handel vorschlagen.“ Er blickt uns nacheinander in die Augen, und ich fahre unwillkürlich zurück. Seine Augen sind die Augen eines Tieres! „Hast du das gesehen?“, flüstert Hashin, und ich nicke. Die Augen des Fremden zucken hin und her, ein kleiner schwarzer Punkt in einem tiefroten Kreis. Mich schaudert. Ich blicke zur Frau, doch sie hat ihren Blick gesenkt. Sieht sie auch so… unnatürlich aus?   „Einen Handel.“ Lehrmeister Kageel scheint unbeeindruckt von diesen seltsamen Augen. „So. Nun, wie es sich trifft, bin ich hier das Stammesoberhaupt. Und… ich habe kein Interesse an einem Handel mit armseligen Menschen.“ Alarmiert blicke ich zu Hashin. Der starrt die Eindringlinge nur mit offenem Mund an. Menschen! „Wollt ihr es euch noch nicht einmal anhören?“, meint der Rothaarige unbeirrt. „Wir sind ebenfalls keine Freunde der Menschen, sie vermehren sich rasend schnell und machen diese arme Welt krank. Sie vertreiben alle Völker, die ihnen fremd sind, und löschen jede Information über sie aus ihren Schriften, als hätte es sie nie gegeben.“ Aber es gibt doch keine Menschen? Den Obersten Lehrmeister scheint das nicht zu kümmern, er hört nur zu. „Aber wir sind hier um die Gerechtigkeit zurückzubringen, wir geben euch die Mittel zu altem Ruhm und zu neuem Lebensraum.“, behauptet der Rothaarige weiter. „Denn ihr habt eine solch einzigartige Gabe, aber nur so wenig Auswahl, dabei ist die Artenvielfalt der Welt viel größer als ihr euch vorstellen könnt.“ „Hrm.“, macht der Lehrmeister, doch der… Mensch übergeht das. „Unser Anführer bietet euch eine Privatarmee, bestehend aus solch freundlichen Gestalten wie jene die hier hinter uns stehen. Einst waren es Menschen, doch sie haben das Licht der Gerechtigkeit gesehen und streben nun ebenfalls danach, wir behaupten einfach mal das diese Kämpfer mehr können als eure besten Krieger.“ Skeptisch betrachte ich die Sklaven. Sie wirken stark, ja, aber schwerfällig… und wenn es Menschen sind, können sie diese Gestalt nicht ablegen. Wie könnten sie stärker sein als wir? „Was meint ihr, wie klingt das, endlich wieder ans Licht zurückzukehren, endlich wieder im Einklang mit der Natur zu leben und nicht zusammengepfercht im ewigen Eis?“, will der Rothaarige wissen.   Der oberste Lehrmeister holt tief Luft, dann meint er: „Ich wiederhole mich ungern, aber wir handeln nicht mit Menschen. Und nichts anderes könnt ihr sein. Wir brauchen eure Diener nicht. Wir haben genug fähige Krieger in unseren eigenen Reihen.“ „So?“ Der Rothaarige überlegt. „Wie kommt es dann, dass ihr euch hier einsperren lasst? Ihr verachtet die Menschen, wie ich sehe – dann kämpft doch gegen sie!“ „Es gibt keine Menschen…“, wagt Hashin einzuwerfen. „Wir…“ Doch der Oberste Lehrmeister unterbricht ihn mit einem wütenden Blick. „Keine Menschen mehr?“ Der rothaarige Mensch nimmt den Faden sofort auf. „Da täuscht ihr euch. Hier gibt es sie nicht – aber die Welt ist gross. Und voll von Menschen. Glaubt mir.“ „Wieso sollten wir?“, gibt der Oberste Lehrmeister zurück. „Ich bleibe dabei, euer Handel interessiert mich nicht – und jetzt geht.“ "Tut mir leid.", gibt der Mensch zurück. "Ein Nein können wir nicht akzeptieren. Und du musst doch zugeben, es ist ein verlockendes Angebot. Die Menschen haben euch gezwungen, in dieser trostlosen Eiswüste zu leben – leugnet es nicht, es ist offensichtlich. Und ihr habt jetzt die Möglichkeit, ihnen ein für alle Mal zu zeigen, wer der Stärkere ist. Lasst uns euch helfen, ich weiss, ihr werdet siegreich sein.“ „Das steht ausser Frage.“, bestätigt Kageel. „Doch was bringt euch Menschen dazu, die Menschen vernichten zu wollen? Euer Handel gefällt mir nicht!“ Jetzt scheint der Rothaarige die Geduld zu verlieren: „Wir sind keine Menschen! Wag es nicht, uns mit diesen jämmerlichen Kreaturen zu vergleichen. Wir mögen ihre Gestalt tragen, ein notwendiges Übel, aber wir sind so viel stärker, so viel mächtiger als diese jämmerlichen, lachhaften…“ Der Mann hält irritiert ein, als die Gelbhaarige ihm eine Hand auf die Schulter legt und ihn anklagend anblickt. Dann wendet sie sich zu uns. Kageel lässt sie nicht zu Wort kommen. „Ihr tragt die Gestalt der Menschen, sagt ihr. Wenn das so ist, müsst ihr mir eure wahre Gestalt zeigen, dann glaube ich euch.“ Die Frau tritt einen Schritt vor. „Es tut mir leid, aber das ist uns nicht möglich.“ Ihre Stimme klingt so leise, als käme sie von weit her. „Unsere Gestalt zu ändern, kostet uns viele Jahre an Zeit, und diese Zeit haben wir nicht… aber erlaubt mir, euch unsere Macht zu demonstrieren.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, öffnet sie ihren dicken Mantel, unter dem sie eine Art Tasche trägt – nur hat die Tasche eine äusserst seltsame Form. Auf der einen Seite ist sie so hoch, dass sie fast bis zum Boden reicht, doch zur anderen Seite hin verjüngt sie sich, bis sie nur noch eine Hand breit ist. Die Frau öffnet ihre Tasche und nimmt einen Gegenstand heraus, der exakt die gleiche Form hat – die Tasche war speziell dafür gefertigt. Das Ding ist aus hellem Holz, das ich noch nie gesehen habe, doch zu was es dient, ist mir schleierhaft. Sie hält es vor ihre Brust, führt die obere Kante des Gegenstands an ihre Lippen und erzeugt einen Ton.   Der Ton klingt so fremdartig, wie das Instrument aussieht, doch zugleich ist er wunderschön. Sanft, leise, fast zögerlich, aber dennoch… ich hatte nie viel für Musik übrig, doch jetzt läuft mir ein sanfter Schauer über den Rücken. Weitere Töne gesellen sich zum ersten und formen eine wundervolle Melodie, zart und zauberhaft, dann laut und stark. Immer schneller wird die Musik, fesselt uns, lässt uns nicht mehr los… Dann merke ich, dass es um uns dunkel ist. Die Hügel, der Himmel, der Schnee, nichts mehr ist zu sehen – nur die Musikantin, Hashin, Kageel und ich. „Was passiert hier?“, will ich sagen, doch ich höre meine eigene Stimme nicht mehr, die Musik verschluckt alles. Plötzlich wird mir angst und bange. Zwischen uns taucht ein rotes Leuchten auf, zuerst ganz diffus, dann formt es sich zu einer pulsierenden Kugel. Pulsierend wie die Melodie, die zwischen laut und leise, schnell und langsam hin und her tanzt und trotzdem immer grösser wird, fordernder. Bis alles um uns explodiert.   Ich spüre, wie mir regelrecht der Boden unter den Füssen weggerissen wird, und dann falle ich. Die Melodie ist verstummt, lässt eine geradezu unnatürliche Stille zurück, die erst von den Geräuschen meines Aufpralls wieder durchbrochen wird. Den Bruchteil einer Sekunde liege ich benommen da, dann landet der Oberste Lehrmeister auf mir. Der fasst sich etwas schneller. „Was ist das für ein Hexenwerk?“, ruft er, indem er sich aufrappelt. „Nicht mehr, als ihr macht, wenn ihr eure Gestalt ändert.“, erklärt die Musikantin. Ihre Stimme kommt von oben, direkt über uns, und ist kaum zu verstehen, so leise redet sie... Da, da schwebt sie und der Rothaarige neben ihr, sie scheinen mitten in der Luft zu stehen. Und wir? Wir sind in einem perfekt kugelförmigen Loch gelandet, das genau unter uns entstanden ist. Dumpf werde ich des Schmerzes in meinem Hintern gewahr, der wohl davon kommt, dass ich ziemlich hart auf dem eisigen Boden gelandet bin. „Das ist unsere Macht.“, erklärt der Rothaarige. „Wir sind keine Menschen, das ist euch jetzt hoffentlich klar. Wir wollen die Menschen vernichten. Und wir zählen auf eure Hilfe dabei.“ „Ich werde über euer Angebot nachdenken.“, erklärt Kageel, der sich nur mühsam auf den Beinen hält – das Eis, das die Frau freigelegt hat, ist extrem rutschig. „Dann kommen wir am nächsten Tag wieder. Selbe Zeit, selber Ort. Ach ja…“ Er macht eine ausladende Geste, worauf sich an einer Seite des Loches Kerben in der Wand formen. „Wir wollen ja nicht, dass ihr festsitzt. Einen schönen Tag.“   Damit gehen die Beiden davon – sie gehen durch die Luft. Erst jetzt wird mir klar, dass wir aus diesem Loch sonst nicht herausgekommen wären – die Wände sind genauso glatt wie der Boden. Ich mache den Anfang, rapple mich hoch und arbeite mich zu den Kerben in der Wand vor – gar nicht so einfach, denn der Boden ist nicht nur rutschig, sondern auch gekrümmt. Schliesslich erreiche ich die kleinen Löcher und klettere nach oben, indem ich Füsse und Hände hineinstecke.   Als wir endlich oben ankommen, sind die beiden Menschen – ich meine… nicht Menschen – schon lange verschwunden. Alles, was noch an sie erinnert, ist dieses unnatürliche Loch im Eis…  
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Beitrag von ItashaOtaku »

(1/12/2014 2:06:53 PM)Dimir     Der Ritt geht recht ruhig vonstatten. Es ist eine Weile her, seit ich das letzte Mal auf einem Pferd geritten bin, aber auch damals war ich zum Mondlichtküstendorf unterwegs. Ich hoffe, dass ich das mit den Blutungen bald stoppen kann...und ehrlich gesagt, will ich am Schluss auch nicht wirklich als 512 Ratten herumrennen, falls ich es schaffen sollte, die Blutungen einzudämmen. Ich werde wohl die Wirkung im Allgemeinen verlangsamen müssen.   Wenn wir im Mondlichtküstendorf angekommen sind, werde ich erstmal eine Apotheke aufsuchen...ich habe zwar meine Spritze, meine Viren und Seren, aber für die Blutungen werde ich Tabletten schlucken müssen...Tabletten, die ich eben nicht habe.   Aber ich muss auch überlegen, was passiert, wenn wir am Tempel zufällig auf Darkis treffen sollten...Andate wird ihr zwar gesagt haben, dass ich immer noch auf der Seite der CM bin, aber wenn ihr etwas rausrutscht...bei Kreck ist das noch etwas anders, schliesslich bin ich für ihn ein Verräter, da wundert ihn gar nichts mehr. Na, ich bin nicht wirklich auf Ryokina allein angewiesen, aber wenn ich die anderen Elementkrieger beschatten soll, wird Ryokina sicher mitkommen wollen...und an dem Punkt ist ihr Vertrauen in mich wichtig, da mir die anderen dann auch vertrauen.   "Zusammengefasst lässt sich sagen, dass mir das Virus ausser Kontrolle gerät und mich irgendwann töten wird, wahrscheinlich wenn ich bei 16 Ratten ankomme." Beziehungsweise bei 32, aber das muss sie nicht wissen...   "Na, ich schlafe jetzt mal etwas."   Mit diesen Worten rutsche ich auf Ryokina etwas nach hinten und lege mich mit dem Bauch drauf. Das ist sicher nicht ganz bequem, aber wenn ich mich nach hinten lege, falle ich am Ende noch runter.

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Gralaer
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(1/13/2014 5:41:36 PM)  Kreck Die Tür schließt sich hinter mir und beendet das Licht. Es ist...Es ist einfach komplett dunkel, ich erkenne überhaupt nichts. Ich bin das überhaupt nicht gewöhnt! Ich wage den ersten Schritt ins Nichts. Mein Fuß landet auf Boden und es schallt wie bei Pflastersteinen. "Wer ist da?" ertönt eine Stimme. Sie hört sich sehr hochadelig an. Ich antworte vorerst nicht. "Sei nicht dumm, stell dich vor!" fordert die Stimme. "Ähm...äh entschuldigung ich hab mich wohl in der Tür gerirrt." verzweifelt wage ich einen Schritt nach hinten, doch egal wie viele Schritte ich mache ich knalle nicht an eine Tür und das Schallen des Bodens wird immer lauter. Ein lautes grollendes Lachen erfüllt die Finsternis. Es kommt von überall. "Hahahah...*hust* ich bin zwar schon mehr als tausend Jahre alt, aber einen Schattenkrieger erkenne ich allemale! Als wer bist du?" fordert die Stimme nochmals mit einem ernsteren Ton.Ich stolpere noch die letzten Schritte nach hinten bis ich Stand halte. "Ich...I...Ich bin Krec..." versuche ich zu sagen bis ich unterbrochen werde. "Lüg mich nicht an du Wurm!" brüllt die Stimme die durch denn ganzen Ort schallt. "Lügener beförder ich gleich ins Nichts!" Verdammt...woher weiß er sowas über mich. "Ich habe keinen Namen...zumindest keinen denn mir meine Eltern gegeben haben. Im Moment werde ich Kreck genannt...oder Jeff." gebe ich zu. "Gut..." grummelt die Stimme als würde sie sich etwas notieren. "Du bist also ein namenloser Schattenkrieger? Ein fürstlicher und mysteriöser Titel." Darauf spüre ich einen Luftzug. "Also was suchst du hier, Namenloser?" fragt er darauf. Ich atme kurz ein: "Woher verdammt nochmal soll ich das wissen?! Vor nicht allzu langer Zeit war alles in Ordnung, aber dann erfahr ich von Dämonen, vom Ende der Welt, von einer Gruppe Elementkriegern, und zu guter Letzt trenne ich mich von der Gilde werde in Tempel reingerissen und stehe nun in einer großen Finsternis ohne überhaupt die Ahnung zu haben was eigentlich abgeht!" brüll ich bei immer lauter werdener Stimme. Erst zwei Sekunden nach dem Satz merke ich was für ein Fehler das eben seien könnte. Doch das Gefühl bricht hab als ich wieder ein leichtes Lachen höre. "Du gefällst mir Junge!" und da wird mir wieder bewusst in welcher Gefahr ich mal wieder schwebe. "Hab keine Angst...ich bin harmlos, naja nur zu dir. Aber nun folge mir ich werd dir so einiges erzählen können." Ein kleiner Bereich in der Finsternis um mich wird sichtbar.Und was ich da vor mir sehe ist ein riesiger, in schwarzen Flammen stehender Drache. Sein einziges Auge leuchtet hellrot. Mehr Merkmale gibt es nicht außer das er auf den Hinterbeinen steht. Sein ganzer Körper ist bedeckt mit schwarzen Flammen. "Ha! Ja! Ich bin Tenix der Schattendrache! Aber genug der Vorstellrunde. Nun hör gut zu." Das Monstrum dreht mir den Rücken zu und trampelt in die Dunkelheit. Mit langsamen Schritten folge ich ihm. "Du kennst doch die Elementdrachen, oder?" fragt er mich nach kurzem Lauf. Der Boden ist einfach komplett schwarz...sowie alles um mich herum ich erkenne nur den Drachen und... "Hey! Hör mir zu!" erschreckt er mich. "Ähm ja, sie haben Sanctorion besiegt...zumindest erzählt man sich das so." antworte ich stocksteif. "Das stimmt...ich war leider nicht dabei als sie es dieser Echse gezeigt haben. Ich bereue es bis heute, all diese anderen Drachen dürfen nun den Ruhm einstecken "Sanctorion besiegt zu haben" elendes Pack!" dabei spuckt er seitlich aus, nur das statt Spucke Feuer ist. "Aber worauf ich hinaus wollte ist das du wenigstens etwas weißt." Er wandert schweigsam weiter...ich glaub wirklich der notiert sich was! "Wir sind bald da..." beginnt er. "Wo bald da?" denk ich mir. "Ich weiß nun das du der Schattenkrieger bist. Und keinen Namen hast, naja keinen von deinen Eltern." er machte wieder eine Pause. "Vor langer Zeit kam ein anderer von deiner Sorte, sein Name ist nicht von Belang. Er war aus den gleichen Gründen wie du hier. Völlig verwirrt und keine Ahnung was los ist. ich glaube sogar er war noch schlimmer als du! Trotzdem hat er es geschafft den "Schatten" zu kriegen." er stoppt wieder als würde er über etwas nachdenken. "Egal, tut mir Leid ich hatte schon lange keinen Gesprächspartner obwohl du sehr schweigsam bist." "Wenn du Angst hast redest du nicht viel." hallt es in meinem Kopf wieder. „Normalerweise ist das anders...“ gebe ich zu. „Es ist nur...“ versuche ich fortzuführen. „Hast du Angst?!“ drauf prustet er vor Lachen. „Sei ehrlich ich steh hier vor einem Drachen!“ gebe ich zu. „Vielleicht hast du recht...*schnauf* für mich siehst du aus wie eine Schnecke!“ da fängt er wieder an zu lachen, diesmal hört es sich aber mehr böse als gut an. Dann folgt wieder langes Schweigen. In der Umgebung ändert sich überhaupt nichts. Alles schwarz. Nur der Drache vorne, der sich oft nach rechts und links umsieht. „Du kämpfst also nicht?“ fängt er einfach so an. „Ja...“ muss ich wieder zugeben...woher weiß er dies alles? „Ist eine gute Einstellung, ehrlich!“ fängt er an. „Aber in dieser Welt dient diese Fähigkeit nicht viel Junge...so traurig es auch ist. Ich weiß das du früher, in deiner Blüte, überragend warst in der Waffenkampfkunst. Wieso hast du aufgehört?“ hakt er nach. „Hm...“ ich überlege. „Wenn du soviel über mich weißt wieso fragst du dann solche Dinge?“ „Denkst du ich kann deine Gedanken lesen? Ich sehe Leute, Menschen und Tiere an und weiß was passiert ist. Aber nie und nimmer alles. Ich sehe zum Beispiel wie du keinen Wick getan hast eine Waffe zu ziehen als du mich im Blick hattest. Daher hab ich es geleitet. Und dein prächtiges Waffenarsenal deutet so auf mich das du wohl viel gekämpft hast. Nicht nur Worte teilen mit was mit...Junge!“ „*seufz* Den Kampf hab ich vor Jahren aufgegeben...“ fange ich an und Erinnerungen steigen mir durch den Kopf. „Was hat das ausgelöst?“ fragt er nach, und blickt beim gehen zu mir nach hinten. „Haufenweise Dinge! Verstehst du das? Familien, Soldaten und ganz normle Leute starben druch meine Hand! Viele mussten gefoltert werden, viele wurden einfach so wie Vieh abgeschlachtet...weil...weil sie einfach...“ eine Träne floss mir über die Wange. Sofort wischte ich sie weg. „Es tut mir Leid...das zu hören...aber“ begann das Monstum. „Warum hast du dies getan?“ „Halt endlich die Klappe!“ denk ich mir nur rasch. Doch schließlich beginne ich: „Die Blauen Falken haben mir früh meine Familie entrissen...ich wollte Rache! Doch jetzt wo ich sehe das diese Rache nur noch alles verschlimmert hat und noch mehr Kinder von ihren Familien getrennt wurden...habe ich geschworen nie wieder die Waffe für deart schreckliche Dinge einzusetzen. Verstehst du das? Rache ist das Übel dieser Welt...“ „Das Übel“ schallt in meinem kopf wieder, wie ein Echo in der Höhle. „Du hast viel Leid durchlebt...das sehe ich.“ fängt Tenix wieder an. „Viele Entscheidungen getroffen die dir dein Leben vor die Füße gelegt haben und nun bis du hier zu fordern was dein ist!“ Was? Moment? „Moment mal! Ich forder hier garnichts! Ich will nur raus hier!“ „Vergiss es!“ brüllt der Drache, sein Maul füllt sich mit einem roten Schein. „Deine Bestimmung ist es den Schatten entegegen zunehmen!“ Das Feuer im Maul erlischt und Tenix beruhigt sich wieder so wie ich auch. „Der Schatten, der Schatten, der Schatten!“ wiederhole ich öfters. „Was ist das?“ frage ich ihn. „Das wirst du bald sehen, erstmal erzählst du mir noch wer dieser Dämon ist...ich spüre seine Macht!“ will der Feuerspucker wissen. „Du weißt auch echt alles...“ damit hab ich nur seinen zornigen Blick erweckt. „Lass mich das klären.“ ertönt die Stimme in meinem Kopf vom Übel. Sofort spüre ich diesen Schmerz wieder denn ich in der Kirche auch hatte. Von meinem Körper löst sich der dunkle Nebel und verfestigt sich vor mir zum Dämon. „Ah...“ macht der Drache. „Das Übel! Hahaha! Wie kommst „du“ zu so einem Schicksal!“ Der Dämon verschreckt seine Arme und nimmt damit seine typische Pose ein. „Sein Vater verbannte mich in seinen Körper...in zu schützen. Reicht das als Info?“ Der Drache schnaubt einmal: „Ein Dämonloge also...ein sehr hoher noch dazu! Ein Übel allein zu bändigen braucht fast schon die höchste Stufe der Dämonologie...“ man erkennt eine herablassende Miene in seinem Gesicht. „Wie dem auch sei! Das Übel ist ein schrecklicher Dämon! Junge, wenn du es wünschst erledige ich ihn hier und jetzt!“ bietet er mir an und schnaubt den Dämon verächtlich an. „Danke, aber ich hab beschlossen ihn zu behalten.“ dabei sieht der Dämon zu mir nach hinten, ich kann nicht erkennen ob er darüber erfreut oder böse ist...mit wäre keines recht. Der Drache starrt mich an und meint dann: „Es ist dein Leben...“ darauf hin geht er weiter seines Weges. Der Dämon taucht wieder in mich rein. „Was sollte das?“ fragt er mich dann in meinem Kopf, was immer noch sehr merkwürdig ist. „Ich hab keine Lust auf einen Kampf von epischen Ausmaß. Ich will nur raus hier...“ „Feigling!“ spottet er. „Moment mal wie kann es überhaupt sein das du raus kannst ich dachte...“ „Ja, ja, ja der Drache hat mich beschwört...wie die Elfen einmal. Verstehst du? Einzelheiten wie das funktioniert kann ich dir nicht erklären...dafür bist du zu blöd.“ spottet er weiter. „Sei einfach still...“ antworte ich schon halb genervt. Der Drache schweigt nun die ganze Zeit über bis er irgendwann wieder halt macht. „Nun sind wir am Ende...“ beginnt er grummelnd. „Hier wirst du das finden was du brauchst.“ Mit seiner Klaue umfasst er die komplette Dunkelheit. „Äh!“ bringe ich nur heraus, darauf folgt wieder ein zorniger Blick des Drachens. „Der Schatten der hier verborgen liegt ist etwas ganz Persöhnliches. Du bist ein kampfloser Dämonenträger der viel Leid in sich trägt und Rache...so formt sich dein Schatten...er ist dein Ebenbild.“ Tenix dreht sich zu mir um. Er trampelt auf mich zu. Aus Instinkt rücke ich Schritte zurück doch kann mit den riesigen Schritten der Drachen nicht mithalten. „Fliehe, nicht vor deinem Schicksal, Junge! Es ist das einzige was du hast!“ darauf berührt Tenix mit seiner Kralle meine Brust und durchbohrt sie ohne das ich Schmerzen spüre. Alles wird schwarz. „Hey! Hey!“ höre ich. Langsam blinzle ich. „Ah du lebst noch!“ höre ich eine Stimme. Ist das der Opa? Als sich meine Augen komplett öffnen erkenne ich ihn. „Wo bin ich jetzt schon wieder?“ „Du bist zurück und du hast ihn „den Schatten“.“ dabei vollführt er eine fast schon übertriebene Geste. „Was redest du da für einen Quatsch! Ich hab weder eine Waffe noch irgendwas anderes bekommen.“ Auf diesen Satz folgend grinst der Alte Mann. „Der Schatten ist nichts dergleichen.“ Mit seinem knochigen Finger deutet er auf den Steinboden. „Äh? Da ist nichts.“ antworte ich ihm als wäre er geistig nicht ganz korrekt. „Doch, dein Schatten. Dein Schatten ist „der Schatten“.“ gibt er mir zurück wodurch er mich so arg verwirrt, wie einen Bauer bei Mathe. „Äh...was?“ konter ich, fasse mich jedoch wieder und frage schnell noch danach: „Sag mal wie komm ich hier raus. Ich will nur schnell weg von diesem Irrenhaus! „Ich glaub du verstehst nicht ganz was du nun...“ kaum beendet er denn Satz watschel ich weg. Kaum laufe ich die ersten Meter fällt mir auch was auf...ich kann hier nun alles sehen! Erst jetzt sehe ich das nicht nur der Boden aus massiven Steinziegel besteht sondern auch die Decke und die Wände. An den Wänden sind noch zusätzlich schwarz bemalte Steine, im gesamten sehr schmucklos dekoriert...enttäuschend. Und das soll der Tempel für mein Element sein... Einen kurzen Weg später komme ich in die Halle mit den Steintischen und Stühlen, hier hocken fast zwanzig dieser schwarzgekleideten Kuttentypen. Ich kann mir schon bildlich vorstellen wir sie alle aufstehen und mich zurückschleppen wollen...wohin auch immer. Bei dem Gedanken verschnellern sich meine Schritte. Doch kurze Zeit später werde ich langsamer, da ich wieder Tageslicht sehe was von einer Treppe heruntergestrahlt wird. Meine Füße tragen mich träge zur Treppe als wäre ich mehrere Meilen gelaufen. Das Licht blendet stark als ich die Treppe hochblicke. Vorsichtig und geblendet setzte ich den ersten Fuß auf die Steintreppe. Oben angekommen merke ich wieder wie kalt es hier ist...dreckige Welt...
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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(1/13/2014 9:12:07 PM)Shékkel   "Wartet doch mal!", rufe ich den anderen nach, die direkt abhauen wollten. "Kreck ist nicht weit weg. Ich kann ihn riechen!" Verwundert blicken mich die anderen an. Xashibel hat diese Fähigkeit mal erlebt, aber die anderen haben es glaube ich nie wirklich gesehen… stimmt ja. Zur Sicherheit züngle ich nochmal. "Ja, eindeutig. Er kommt sogar auf uns zu." "Na… dann.", meint Lacrima, die sich als Erste wieder fasst. "Du scheinst bei dieser Medusa einiges gelernt zu haben." "Stimmt.", gebe ich zu. Chera hat mich auf dem Weg hierher gründlich darüber ausgefragt, wie ich entkommen bin, aber nach der Zeit bei Nysni hat sie nicht gefragt… Dafür hab ich sie nach Emien und Raton gefragt, doch sie meinte, die Namen sagten ihr nichts. "Wo ist er denn?", reisst Xashibel mich aus meinen Gedanken. "Ist er beim Tempel?" Ich züngle erneut. "Da sind Steine. Kann schon sein. Er riecht irgendwie gehetzt und verängstigt…" "Gucken wir besser nach.", bestimmt Lacrima. "Führ uns bitte hin."   Wir finden Kreck keine fünfzig Schritte weiter, wo er bibbernd durch den Wald hastet und uns zunächst völlig übersieht. "Hey, Schattenkrieger!", ruft ihn Chera, und er wendet sich alarmiert um, entspannt sich aber wieder, als er uns erkennt. "Och, da seid ihr ja!", begrüsst er uns, indem er auf uns zu eilt. "Ihr wollt gar nicht wissen, wie froh ich bin, euch zu sehen." "Was bei den Ohren der Elfenkönigin hast du denn getrieben?", will Lacrima sofort wissen. "Abgesehen davon, dass du unser halbes Fleisch weggegessen hast, meine ich." "Ich war in diesem Tempel voller Irren!", erklärt der völlig aufgelöst. Chera schnaubt. "Waren da Spiegel?" "Der Tempel sollte eigentlich verlassen sein…", überlegt Lacrima und übergeht die Bemerkung. "Na ja, vielleicht haben sich irgendwelche Waldbewohner drin eingenistet.", meint Rin. "Die haben vielleicht keine Freude, wenn wir einfach so reinplatzen." "Was haben die Irren denn gemacht?", will ich wissen. "Zuerst wurde ich in diesen Tempel gesaugt.", erklärt Kreck sofort und überlegt kurz. "Dann… da waren solche Kuttenleute… Schattenmönche… sie haben von 'dem Schatten' und so nem Unsinn gelabert… mann, hab ich Hunger." "Vielleicht ist er ja eingeschlafen und hat geträumt.", bemerkt Chera. "Bei allen Schneeflocken, sei doch mal ruhig!", schimpft Xashibel sie aus und wendet sich dann an Kreck. "Schattenmönche? Klingt nach Gefolgsleuten der Cantata Mortis." "Wenn das so wäre…", überlegt Lacrima, "hätten sie uns über Nacht gefangen genommen oder getötet. Oder beides." "Wer weiss schon, was in den Köpfen dieser Verrückten vorgeht.", murmelt Chera, sie riecht ziemlich beleidigt. "Vielleicht sollten wir einfach nachsehen.", schlägt Rin vor. "Dann finden wir am ehesten raus, was es mit den Schattenmönchen auf sich hat. Müsste das nicht eigentlich deine Wellenlänge sein, Kreck? Schatten und so?" "War anfangs ja so…", gibt der Schattenkrieger zu. "Ich spürte eine Art Anziehungskraft an den Ort. Aber da war wohl eher irgendeine Magie im Spiel." Dann murmelt er etwas Unverständliches und zieht seinen Fellmantel enger um sich. "Hm.", macht Lacrima etwas ratlos. "Irgendwie klingt das für mich nicht nach einem Templum Angoris. Aber ich gebe Rin recht – wir finden nur mehr raus, wenn wir nachsehen. Wo liegt der Tempel denn?" "Krecks Spur nach, nehme ich an.", antwortet Xashibel. "Aber… ich hab nicht das Gefühl, dass er mitkommen will." Chera schnaubt, hält aber tatsächlich die Klappe. Doch Kreck zögert nicht zu antworten: "Ne, ne, ne und nochmals ne, nach da unten geh ich nicht nochmal!" "Wunderbar, dann passt du auf unser Zeug auf.", bestimmt Lacrima und legt ihre Tasche ab. Sie kramt rasch darin und fördert dann ihren Stab und zwei runde Metallteile zutage. "Nur das hier brauchen wir vielleicht." "Pass auf, dass er sich nicht wieder am Essen vergreift.", kommentiert Chera – sie kann es wohl doch nicht lassen. Xashibel nimmt die beiden Metallreife an sich. "Was ist das?", frage ich sie verwundert. "Meine neuen Waffen.", erklärt sie und schwingt die Reife durch die Luft. Die Kanten sind scharf geschliffen, fällt mir auf. "Ach, Shékkel, du hast ziemlich viel verpasst."   Der Eingang zum Tempel ist gar nicht weit weg, doch zwischen den Bäumen ist er ziemlich versteckt. Wenn ich die Steine nicht gerochen hätte, wären wir vielleicht sogar an dem rankenüberwucherten Eingang vorbeigegangen. "Ich hab mir das irgendwie grösser vorgestellt…", merke ich an. Lacrima betrachtet kritisch die Treppe im Eingang, die scheinbar unendlich weit nach unten führt. "Wahrscheinlich ist der grösste Teil unterirdisch." "Wollen wir reingehen?", frage ich. "Nein.", meint Xashibel schlicht und erklärt dann auf unsere fragenden Blicke: "Das ist unmöglich der gleiche Tempel, der im Buch beschrieben ist." "Wieso nicht?", verlangt Chera zu wissen. "Im Buch ist von einer riesigen Tempelanlage aus Marmor die Rede. Laut Lacrima ist das ein weisser Stein. Die Steine hier sind zwar ziemlich überwuchert, aber eindeutig grau… und wie Shékkel schon gesagt hat, ist das hier zu klein für eine 'riesige Tempelanlage'". "Bist du sicher?", fragt Lacrima nach. "Absolut. Der Tempel, den wir suchen, soll ausserdem von einer Mauer umgeben sein, das ist hier auch nicht zu sehen, und ich vermute, wenn der Tempel unterirdisch wäre, hätte der Autor das erwähnt." "Tja… dann sind wir wohl falsch.", fasst die Elfe zusammen. "Gehen wir Kreck wieder auflesen. Und dann steht wieder Wandern an."
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Ryokina
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Beitrag von Ryokina »

(1/15/2014 4:01:16 PM)  Ryokina   Ich kann eigentlich schon lange nicht mehr aber habe mich immer wieder motiviert, denn umso mehr Schlaf Dimir hat, umso mehr kann auch ich schlafen, denn dann hält er länger aus. Wenn wir uns bis ans Äußerste  strapazieren, wird die Zeit die wir es schaffen zu laufen nicht immer kürzer, sodass es immer gleichbleibend ist, wie lange wir schlafen können. Jetzt aber zittern und wackeln meine Knie und ich kann wirklich nicht mehr länger galoppieren. Ich bleibe stehen und drehe meinen Kopf um Dimir anzustupsen. Er wacht nicht auf also probiere ich es stärker noch einmal. Stups! Er scheint ziemlich tief zu schlafen und, falls ich überhaupt noch die Kraft dazu habe, will ich ihn nicht wirklich in hohem Bogen von meinem Rücken abwerfen, um ihn zu wecken. Also mache ich mit meinen zittrigen Beinen einen Hopser. wobei Dimir für eine Millisekunde in der Luft schwebt und dann wieder auf mir landet. Diesen Moment nutze ich um die Gestalt zu wechseln. Als Dimir auf mir landet drückt er mir die Luft weg und unter einiger Anstrengung schaffe ich es dann aber doch noch mich unter ihm wegzurollen. Sobald Dimir nicht mehr auf mir ist und ich atmen kann, wecke ich ihn. Mit einem müdem Gähner richtet er sich auf.    "He Ryokina, ist denn irgendwas los?", fragt er mich im Halbschlaf. "Ja. Ich gallopiere jetzt schon ziemlich lange hier entlang und du hast keine Ahnung wie anstrengend das 7 Stunden lang ist. Ich verdiene es nur der Ausdauer der Pferdegestalt, dass ich noch nicht zusammengebrochen bin. Es ist wirklich ein vorzügliches und ausdauerndes Pferd, sowas hab ich noch erlebt. Also sei bitte so nett und beweg deine müden Glieder ein wenig. Wir sind am Fluss kurz vorm Mondlichtküstendorf und ich war so frei etwas zu trinken. Füll dann bitte erstmal unsere Trinkschläuche auf. In spätestens einer halben - 2 Stunden, ich hab ja keine Ahnung wie lahm du bist, sollten wir beim Dorf sein. Viel Spaß noch beim Laufen, aber ich schlaf jetzt. Weck mich wenn wir da sind." Mit diesen Worten verwandle ich mich in die Maus und husche Dimirs Hosenbein hoch in unsere Tasche.

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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(1/15/2014 7:58:58 PM)  Kreck     Sobald der Trupp nicht mehr die Sicht auf mich hatten, stürme ich mich aufs Essen...ich komme mir so vor als hätte ich Tage nichts gegessen, als hätte der Drache meinen Magen ausgepumpt. Als ich dann denn letzten Happen zu mir nehme und ich wieder ein wohliges Gefühl im Bauch hab merke ich das der Vorrat nun knapp vorm Ende ist. „Verdammt...“ denke ich mir. Nach kurzer Überlegezeit denke ich mir aber: „Ach das wird schon noch reichen! Keine Sorge!“ Schon nach kurzer Frist kommt der Trupp auch schon wieder sie sind wohl nicht reingegangen...Feiglinge! „Na, was war denn da so los?“ frage ich die Gruppe als Erstes. Daraufhin kontert die Kleine: „Du hast den falschen Tempel gefunden, das war los.“ „Den Falschen?“ frage ich verwundert. „Tut mir Leid, dass ich nur Tempel finde die nicht richtig sind. Zumindest hatte ich eine Spur, wogegen ihr Nichts hattet.“ Auf diese Antwort hätte ich erwartet, dass das kleine Mädchen wieder kontert aber da stellt sich die Formenwandlerin in den Weg und meint nur: „Wenn man diesem Buch Glauben schenken darf, befindet sich der Tempel im Süden des Waldes in einem kleinen Tal, und er besteht aus weissem Marmor, dürfte also nicht so schwer zu finden sein.“ Weissem Mamor...das wäre schon für diesen Tempel gewesen...erbärmlich. „Gehen wir nach Süden...“ rufe ich aus um die anderen zur Motivation anzustacheln. Ob das gewirkt hat?
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Beitrag von ItashaOtaku »

(1/16/2014 6:46:20 PM)Dimir   Als Ryokina in meine Hosentasche gegangen ist, laufe ich los. Endlich Zeit zum Nachdenken...während dem Lauf ist das eine ideale Beschäftigung, um sich seine Zeit zu vertreiben. Wenn wir im Mondlichtküstendorf sind, werde ich erstmal zur Apotheke gehen. Erstens, weil ich meinen Vorwand damit unterstütze und zweitens, um einen Weg zu finden, das Virus etwas ungefährlicher zu machen.   Ich hoffe nur, dass auch wirklich Elementkrieger zum Tempel beim Mondlichtküstendorf kommen...umso besser, wenn es Xashibel ist, da sie mich schon ein bisschen kennt. Ryokinas Vertrauen kann meine Eintrittskarte werden. Ich meine, wenn jemand wie sie mir vertraut, wer könnte da noch etwas Böses denken? Auf der anderen Seite könnten sie auch denken, dass wir etwas wollen...ich brauche also ein gutes Argument. Aber was? Hmm, wir könnten fragen, wo sie hinwollen...nein, falsch formuliert...dann meinen sie am Ende noch, dass wir sie kontrollieren wollen. Aber was, wenn wir sie fragen, ob wir mitkommen dürfen? Wenn da noch Fragen kommen, sagen wir ihnen, dass wir wegen einer Antidote hier und sonst meistens auf der Reise sind. Das ist keine üble Idee...auf der anderen Seite wissen wir ja, dass sie als Elementkrieger gegen die Cantata Mortis kämpfen wollen...wenn wir uns auch als Elementkrieger zu erkennen geben, die auch von Andate wissen, dürfte uns das hingegen mehr Vertrauen einbringen, da wir dann dasselbe Ziel haben würden.   Ja, das wäre wahrscheinlich die bessere Idee, vor allem, da Xashibel mich schon kennt, falls sie bei diesen Elementkriegern dabei sein sollte.   Auf einmal bemerke ich, dass ganz nah von mir bereits die ersten Häuser des Mondlichtküstendorfes sind. Ich erkenne es am Schloss, an dem wir waren, als der Rozengard-Ball stattfand. Ich fasse in meine Hosentasche, nehme die schlafende Ryokiina heraus und streichle sie ein bisschen. Als sie davon nicht aufwacht, lege ich sie vorsichtig auf den Boden und greife derweil in meine rechte Kitteltasche und hole meine Ratte heraus.   "Komm, hilf mir Ryokina aufwecken. Jemand in ihrer Grösse kann das sicher besser als ich." Schliesslich kann ich mich jetzt nicht morphen ohne dass ich mich unter dem Kittel verstecke und in ihrer derzeitigen Gestalt könnte Ryokina mich vielleicht erkennen.

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Beitrag von Ryokina »

(1/17/2014 6:58:51 PM)  Ryokina   Ich werde angestupst und wache davon auf. Als ich die Augen öffne sehe ich die Ratte neben mir. Oh Mann. Ich verwandle mich in meine normale Gestalt und schaue Dimir verschlafen an. "Was gibts denn?" "Wir sind beim Mondlichtküstendorf." "Mir egal. Du willst hier was machen und ich nicht. Außerdem war es nicht leicht dich stundenlang zu tragen, du bist schließlich schwer. Also weck mich erst wieder, wenn wir auf Elementkrieger treffen oder du nicht mehr kannst. Gute Nacht", murre ich, zu müde um einen klaren Gedanken zu fassen. Dann verwandle ich mich wieder in die Maus und schlafe weiter.

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Beitrag von ItashaOtaku »

(1/20/2014 6:43:47 PM)Dimir      "Mir egal. Du willst hier was machen und ich nicht. Außerdem war es nicht leicht dich stundenlang zu tragen, du bist schließlich schwer. Also weck mich erst wieder, wenn wir auf Elementkrieger treffen oder du nicht mehr kannst. Gute Nacht"   Na, jetzt fühle ich mich aber etwas veräppelt...   "DU HAST GESAGT, ICH SOLL DICH WECKEN, WENN WIR BEIM MONDLICHTKÜSTENDORF SIND, ABER DRÖLF!" Als ich das sage, bin ich nicht wirklich wütend aber sehr aufgebracht. Ich kann es nicht haben, wenn ich das tue, was mir gesagt wird und dafür auch noch angeschnauzt werde.   Jetzt bemerke ich erst, dass die Leute mich anstarren. Whoops...na gut, dass ich zur Apotheke muss. Sie meinen vielleicht, dass ich mir Ritalin holen werde, daher werden sie sich wahrscheinlich keine Gedanken darüber machen, mit wem ich geredet habe. Sie sehen ja niemanden und ich war gerade doch etwas impulsiv.   Meine Schritte lenken mich zur Apotheke, wo ich mich umsehe...ja, es gibt tatsächlich Ritalin...sollte ich mir vielleicht kaufen, für den Fall, dass die Verkäuferin mich auch gehört hat...und dann brauche ich ja noch etwas viel Wichtigeres...wo ist es denn?   "Kann ich Ihnen behilflich sein?"   Voller Schreck wirble ich herum und sehe einer erschrockenen Apothekerin ins Gesicht, die nicht viel älter als ich ist.   "Oh, entschuldigen Sie bitte, ich bin heute etwas nervös." "Nichts passiert. Ich kann Ihnen eine gute Medizin empfehlen." "Wenn sie das Ritalin meinen, so habe ich mich diesbezüglich bereits bedient. Aber ein Kräutermittel könnte ich noch gut gebrauchen." "Gerne doch. Gegen was denn?" "Innere Blutungen..."   Die Verkäuferin schaut mich kurz an, scheint dann aber zum Schluss gekommen zu sein, dass es nicht für mich bestimmt ist.   "Gegen innere Blutungen helfen die herkömmlichen Heilmittel nicht weiter, weil sie etwas sind, das von innen kommt. Genauso muss die Heilung von innen kommen."   Sie geht kurz in einen verborgenen Teil des Ladens, der dessen Lager zu sein scheint und kommt dann mit einer Flasche in der Hand wieder zurück.   "Wir haben hier das halbe Lager voller Tinkturen, die auf Elfentau basieren...wir bieten sie aber wegen den Menschen nicht zum regulären Verkauf an. An Eurer Kleidung erkenne ich aber, dass ihr auch in dieser Branche arbeiten müsst, daher mache ich bei Euch eine Ausnahme. Sie kosten 4 Gold das Stück. Wieviel braucht ihr?"   Das ist dumm...ich habe vergessen, einen Behälter mitzunehmen...   "Wenn sie mir noch eine Tasche mitgeben können, am besten zwölf davon. Ich komme nicht oft hierher."   Ich bezahle ihr 90 Gold während sie mir die Tasche mit der Medizin füllt.   "Vielen Dank. Der Rest ist für Sie. Nehmen Sie es als Wiedergutmachung meiner unangebrachten Reaktion an."   Mit diesen Worten verlasse ich die Apotheke und gehe in Richtung Tempel.

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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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(1/25/2014 10:50:59 PM)Shékkel   Die Sonne geht unter und Krecks Gejammere über seine schmerzenden Füsse mittlerweile richtig auf die Nerven. „Sind wir bald da?“, fragt er jetzt sicher schon zum hundertsten Mal. Er erhält keine Antwort. Nach dreiundzwanzig „Keine Ahnung“s sind es die anderen leid geworden, etwas darauf zu sagen. Ihre säuerliche Genervtheit liegt auf meiner Zunge wie der Nachgeschmack alter Milch. Doch dann sagt Lacrima doch etwas: „Viel weiter südlich können wir nicht mehr gehen, sonst gelangen wir an die Küste.“ Xashibel bleibt stehen und wechselt in ihre eigene Gestalt – sie reist immer als Bäuerin, weil die mehr Kondition hat, hat sie gesagt. In der Gestalt hat sie das alte Buch in der Hand – und eine Schramme im Gesicht, weil sie beim Versuch, im Gehen zu lesen, gegen einen Baum gelaufen ist. Jetzt blättert sie eifrig in dem alten Wälzer, bis sie die Seite mit den Vierecken wiederfindet. Lacrima hat gesagt, die Vierecke sind ein Bild vom Siegel, das sich im Tempel befindet. Ich hab mir Siegel irgendwie hübscher und komplizierter vorgestellt… aber sie kennt sich da besser aus. „Im Süden des Koboldwalds, so steht es da.“, erklärt Xashibel. „Und du hast selbst gesagt, dass der Wald hier früher so genannt wurde.“ „Das stimmt.“, erwidert die Elfe. „Allerdings ist ‚im Süden’ keine allzu genaue Angabe. Suchen wir einfach weiter. Wir halten uns erst mal gegen Osten.“ „Wollen wir nicht langsam das Lager aufschlagen?“, schlägt Kreck vor. „Nein.“, antwortet Chera knapp und geht entschlossen voran.   Erst zwei Stunden später treffen wir endlich auf den Tempel – im Wortsinn. Das kleine Tal, in dem er sich befindet, ist so schlammig, dass man kaum vorwärts kommt, und während wir uns darauf konzentriert haben, nicht in die grössten Schlammlöcher reinzustapfen, hätten wir die weisse Marmorwand beinahe übersehen. „Na, dann hat die leidige Suche endlich ein Ende.“, bemerkt Rin erleichtert. „Suchen wir erst einmal den Eingang.“, bestimmt Lacrima. „Im Tempel schläft es sich bestimmt besser als in diesem Schlamm hier.“ „Ausser, wenn die Cantata Mortis auftauchen…“, erwidert Xashibel. Ich züngle neugierig – und streife den Geruch angewidert von meiner Zunge. „Hier riecht es ja ganz faulig!“, rufe ich aus. „Liegt vielleicht an dem ganzen Schlamm hier.“, vermutet Chera und schnuppert selbst. „Ich riech’ nix.“   „Iiieh!“ ruft Rin entsetzt aus, sobald der Eingang in Sicht kommt. Daher rührt also der eklige Geruch… am Boden liegt eine halb verweste Leiche. „Mann, ist ja eklig…“, murmelt Chera und stösst den toten Körper versuchsweise mit dem Fuss an. Das Gewebe platzt auf und gibt den Blick auf unzählige kleine weisse Würmchen frei. Lacrima zupft unbeeindruckt an den Stofffetzen, die den toten Mann einst bekleidet haben. „Seltsam… das sind aber keine Alltagsklamotten.“, bemerkt sie. „So einen Umhang würde ich tragen, wenn ich unerkannt bleiben wollen würde.“ Rin blickt verstohlen durch die Toröffnung. „Da sind noch mehr.“, flüstert sie. Ich folge ihrem Blick. „Die tragen die gleichen Sachen.“, bemerke ich sofort. „Also eine Uniform…“, überlegt die Elfe. „Vielleicht eine Art Gilde?“ „Wollen wir reingehen?“, schlägt Xashibel vor. „Und unser Lager aufschlagen?“ „Ihr wollt ernsthaft in dieser Geisterstadt voller Toter übernachten?“, fährt Kreck auf. „Das, oder im feuchten Schlamm erfrieren.“, erklärt Lacrima. „Es sieht so aus, als würde es heute Nacht wieder schneien.“ „Na dann.“, meint Chera. „An den Geruch gewöhnt man sich bestimmt.“ Und damit betritt sie die Tempelanlage. Ich traue mich schon gar nicht mehr, zu züngeln – bei so vielen Leichen muss einen der Gestank ja blind und taub machen. Zum Glück ist meine Nase nicht so sensibel.   Lacrima erschafft ein paar leuchtende Kugeln und dann machen wir uns daran, eine Stelle für ein Feuer zu suchen. Die ist auch schnell gefunden, aber an trockenem Holz mangelt es. „Der Boden ist feucht, und das, was nicht am Boden lag, ist nass vom Schnee.“, fasst Chera zusammen. „Dann legen wir uns eben etwas näher zusammen.“, erklärt Lacrima „Licht haben wir ja, also sind wir vor Raubtieren sicher.“ Wir befreien eine Stelle vom Schnee und legen unsere Matten darauf aus. Die halten die Kälte ab, die aus dem Steinboden heraufkriecht. Trotzdem ist es so kalt, dass unser Atem zu winzigen Wölkchen gefriert. „Kreck?“, beginnt Lacrima, indem sie sich hinsetzt. „Weißt du von einer Diebesgilde oder so etwas in der Art, deren Mitglieder solche Umhänge tragen?“ Mit einer ausladenden Geste deutet sie auf die Leichen, die uns heute Nacht Gesellschaft leisten. Der Schattenkrieger sieht sich verstohlen um, schüttelt dann aber den Kopf. „Nie gesehen.“, beschliesst er. „Schade.“, meint die Elfe und kramt in ihrem Beutel. "Dann… warte…“ Plötzlich wütend fixiert sie Kreck. „Du hast dich schon wieder an den Vorräten vergriffen!“ „Entschuldigung, aber Abenteuer machen hungrig!“, entgegnet der. Lacrima schnaubt wütend, genau so wie Chera immer. „Ich kann Egoisten nicht leiden, weißt du? Was essen wir jetzt?“ „Es wird sich schon was finden…“, winkt Kreck ab. Lacrima fördert derweil einen halben Kanten Brot und ein angebissenes Stück Fleisch zutage. „Immerhin, den Griessbrei hast du uns gelassen.“, zischt sie. „Der schmeckt ja auch so wunderbar, wenn man ihn nicht warmmachen kann.“ Dann holt sie den kleinen Topf hervor, den sie immer dabei hat, und füllt ihn mit Schnee. „Hier.“, meint sie dann und reicht ihn Kreck. „Soll ich damit jetzt das Essen kühlen, das ich suchen soll?“, meint der verwirrt. „Ach, du wolltest Beeren sammeln? Viel Spass. Es ist Winter.“, meint die Elfe und drückt ihm den Topf in die Hand. „Du sollst damit kuscheln. Damit der Schnee schmilzt. Mit irgendwas müssen wir ja unseren kalten Brei zubereiten.“ „Kannst mir den Schnee ruhig geben.“, meint Kreck nur. „Ich hab ne bessere Idee.“  
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(1/27/2014 8:04:07 PM)Kreck     Blöde Elementartypen... "Mach dies! Mach das!" denke ich mir im Kopf zusamm. "Aber wo bleibt der Dank? Schnee schmelzen...mit Leichen kuscheln...solche Hohlköpfe wissen nicht zu schätzen was ich hier leisten muss." Den Topf voll Schnee schleppe ich um die Ecke. So, dass niemand sieht was ich hier mache. Den Schneetopf stelle ich ab und zücke meine Klinge aus dem "Flarakrium". "Ich hoffe das klappt auch diesmal" hoffe ich während ich die Klinge in den Schnee stoße. Nach kurzer Zeit rührt sich nichts, erst als ich noch anfange zu rühren schmilzt der Schnee immer schneller bis nur noch halbwegs sauberes Wasser als Endprodukt übrig bleibt. Nicht gerade viel...ob das reicht Mäuler mit Brei zu stopfen...ich meine ich hab Kohldampf! Schon wieder! Abenteuer machen echt hungrig! Dem Topf halb leer mit Wasser reiche ich ihr zurück und grinse einmal hämisch. "Topf mit Wasser, hier hast du." Dann drehe ich mich zu den Schlafplätzen um. Ausgerollte Matten...mal wieder. Und dabei noch in dieser gottverlassenen Geisterstadt die wohl noch von verwesten Körper besiedelt wird. Mit läuft ein Schauer über den Rücken. "Moment!" ein Geistesblitz schießt sich durch meinen zitternden Kopf. "Ich seh mich mal kurz hier um...bin gleich wieder da." melde ich mich ab bei der Gruppe. Denn ist wahrscheinlich so oder so egal was ich mache. Ich entferne mich vom Lager ohne auf die Rufe meiner Gefährten zu hören wie ich es mir vorstelle: „Bitte! Kreck bleib hier!“ oder „Kreck du bist unsere letzte Hoffnung.“ oder auch „Wir brauchen dich hier um die Betten warm zuhalten!“ das Letzte verdränge ich sofort wieder, ich hab schon eine Frau in meinem Leben...Hilja. Sofort bildet sich die Szene wie Hilja...ach egal. Meine Gedanken ordnen sich und ich fasse wieder mein Ziel: Das Lager sichern! Ich habe letztens ein Buch gelesen über Rituale, Hexagramme, Hexenzauber oder Siegelkreise die man um sein Haus setzen kann. Das Problem...ich habs nur kurz durchgeblättert und dann als Brennholz benutzt für den Kamin dieser Hexenfrau... „Suchen sie sich Objekte die eine starke Präsenz haben...bla bla bla.“ Mehr weiß ich schon nicht. Ein paar Bilder zeigten Kreuze oder Schwerter. Ob ich sowas in diesen alten Ruinen hier noch finde? Wohl kaum, hier findet man nur Lumpen, Leichen und verwestes Essen... Trotz alldem wage ich die Suche und begebe mich ins erste Gebäude was von außen ärmlich gebaut wurde. Drinnen ist es nicht anders. Sogut wie alles in diesem haus ist aus Stein gebaut und ein modriger Geruch liegt in der Luft der faulen Eiern gleicht. Aber lang nicht so schlimm wie in der Kanalisation! Als ich mich so umsah, merke ich wie das Haus wie ein Opfer einer Plünderung gleicht. Nicht! Außer Möbel ist hier nichts geblieben...außer Leichen. Ich kehre dem Haus den Rücken. „Was ist hier passiert?“ frage ich mich innerlich. „Warum fragen sich das die anderen nicht? Sowas sieht man ja nicht alle Tage, was mir auch weniger recht wäre.“ Das nächste Gebäude vergleicht sich mit einer Kirche. Glockenturm mit einer Uhr, alles was ne gute Kirche braucht. Das Tor wurde gewaltsam aufgebrochen. Ein Holzbalken denn die Opfer hier drin vor das Holztor geschoben haben wurde in zwei geteilt und liegt zertrümmert links und rechts. Innendrin ist es weniger kirchlich. Verweste Körper liegen auf den Gebetsbänken. Auch hier wurde geplündert. Nur die Leichen liegen mit gefalteten Händen auf dem Boden. Traurig... Egal wer das war er hat nicht mal vor...dem Autor oder Raphael Angst. Selbst die Luft ist mühsam einzuatmen. Weihrauch und der Geruch von Tot vermischen sich nicht gut. Eine Übelkeit breitet sich in meinem Magen aus. Langsam torkel ich weiter zu dem Podest. Hinter dem Redepult liegt der Priester mit weit aufgerissenen Augen. Er starrt mich an mit seinen leeren, hohlen Augen. Ich bemerke wie sich seine eine Hand zu einer Faust ballt als würde er etwas Kostbares halten. Mein gekonntes Auge erkennt sofort das hinter den knochigen, grauen Finger etwas hervorblitzt. Soll ich wirklich einen totem Priester beklauen. Das würde dem da oben überhaupt nicht gefallen. Aber vielleicht ist es ein Kreuz? Genau das was ich suche! Kurz nach diesem Gedanken löse ich vorsichtig die Finger die leicht dabei knacksen. In der verkrampften Hand liegt tatsächlich ein silbernes Kreuz verziert mit Gold. Eine Kette führt durch eine Öse, die Kette ist gerade solang das man sie sich um die Hand schnüren kann. Natürlich tat der Priester auch dies und es würde ein Akt der Unehre und Verrat wenn ich versuchen würde die Kette von seiner Hand zu lösen. „Ein Dieb, Schurke, bandir oder Pirat kennt die Ehre nicht und begeht Verrat, Mord und Diebstahl wenn es ihm möglich ist.“ pflegt John zu sagen. Natürlich hat er und die ganze Bande sich nie richtig daran gehalten. „Es würde uns schützen...“ denke ich mir. „Und hätte dieser Priester dieses Artefakt nicht abgeben wenn Leute in Not sind?“ „Hier bringt es ihm nicht mehr er ist tot und wohl jetzt im Himmel, nach seinem Glauben.“ ist mein Schlussgedanke und meine Hand versucht die Kette von der toten anderen Hand zu lösen. Ein Finger des Priester brach dabei ab aber nun halte ich es in den Händen. Trotzdem läuft mir ein Schauer über meinen schweißnassen Rücken, als würde mich der Priester von hinten packen und ein Messer durch den Bauch rammen wollen. Ich schau nochmal zurück und sehe nur seine Hand dich reglos hinter dem Redepult hervorragt. Ich schüttle mich einmal und dreh mich um um aus dieser Kirche zu verschwinden. „Es war wohl falsch...“ trieb mir mein schlechtes Gewissen ein. „Aber dafür sind wir jetzt sicher vor Geistern!“ dabei halte ich stolz das Kreuz in die Höhe. „Hoffentlich auch vor dem Geist des Priesters!“ und grinse dabei. Um der nächsten Ecke bin ich wieder beim Lager es ist schon längst dunkel. Xashibel spricht von der Seite an: „Na, was gefunden?“ Ich blicke ihr tief in die Augen und lächle schmierig: „In der Tat!“ und halte ihr das Kreuz vor die Nase das vor ihr hin und her baumelt. „Nett. Kann man das essen? Ich hab Hunger." entgegnet Xashibel. Wie unverschämt. „Wenn du verwestes Fleisch essen willst...dann hast du hier genug, Gestaltwandlerin. Für dich wäre es ja nicht mal Kannibalismus.“ grinse ich sie scherzhaft an. „Aber nein! Hiermir schütze ich unser Lager von Geistereinflüssen!“ stolz blicke ich wieder meinen Fund an. Xashibel verzieht die Nase, drauf kommt die Medusa an und beäugt meinen Fund. „Ist das ein magisches... Ding?" Vom Trubel angezogen kommt auch noch das kleine Gör: „Guck mal, was er uns zu Essen gebracht hat. Gold. Wundert das wen?“ Meine fröhliche Miene wandelt sich in einen bösen Blick der sich Chera widmet. „Schätze einmal, nur einmal, was ich für euch tue, dann können wir sicherlich gute Freunde werden. Und nein dieses Ding ist nicht magisch aber heilig und wird uns beschützen in dieser Stadt voller rochloser Geister und Zombies!“ Ich präsentiere wieder das goldene Kreuz und reiße es in die Höhe. Chera schnaubt genervt: „Wie soll ich denn schätzen, was du tust, wenn du uns hauptsächlich zur Last fällst? Dein Kreuz da ist ja schön und gut, aber du solltest doch etwas zu Essen holen. Wir müssen jetzt einen Umweg zur Stadt machen, um unsere Vorräte zu füllen, wenn wir nicht verhungern wollen. Die Ration, die du weggefressen hast, sollte bis zum Hafen der Winde reichen, weisst du? Für uns alle, aber du" sie wird lauter und endet mit: "isst uns einfach alles weg!" Lacrima tritt heran: "Beruhig dich doch mal, Chera. Ich denke, wir werden sowieso einen Abstecher zu Tegros machen, der hat bestimmt was zu Essen im Haus. Und wir können es Kreck nicht verübeln, wenn er sich vor Geistern fürchtet." Ich geb ihr recht! Chera fällt ihr ins Wort: "Jajaja, schon gut, der Dieb macht alles richtig, er frisst uns nur die Haare vom Kopf." Bäh Haare würden mir doch garnicht schmecken...du kleines Gör. Lacrima ignoriert sie: "Hast du denn gar nichts zu Essen gefunden, Kreck?" „Leider nicht.“ gebe ich zu. „Die Stadt gleicht einer Plünderung. Wenn du hier was zu Essen findest ist es so oder so verwest oder schon gegessen. Es ist wirklich schrecklich was diesen Leuten hier passiert ist...“ gebe ich zum Schluss leise. „Ich wäre ganz froh wenn wir diesen Ort morgen verlassen...“ lege ich ein nach einem Schweigen. Mit geschwächten Beinen gehe ich zum Schlafplatz und befestige die Kette des Kreuzes in einer Wand, zwischen zwei losen Pflastersteinen. Dann lasse ich mich in meine Matte fallen und bleibe noch mit offenen Augen liegen bis sich sich langsam schließen und ich dem Traum hingebe.
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(1/27/2014 9:34:56 PM)Xashibel   Seufzend setze ich mich auf meine Matte. Lacrima hat sich wieder dem kalten Brei zugewendet und Kreck ist einfach eingeschlafen. "Sollten wir nicht vielleicht in einem der Häuser übernachten?", frage ich irgendwann. "Du sagtest doch, es wird schneien." "Hast recht.", meint die Elfe, "Aber es behagt mir nicht, mit den Toten unter einem Dach zu schlafen…" "Ich such mal ein Haus ohne Leichen.", meint Chera, immer noch genervt, und eilt davon. "Was hat sie denn nur?", will Shékkel wissen. Lacrima steckt einen Löffel in den Breitopf und reicht ihn herum. "Kreck nervt sie.", meint sie. "Er ist sich diese Art von Abenteuer nicht gewohnt und weiss auch nicht wirklich, was es heisst, für andere einzustehen. Sie muss einfach etwas geduldig mit ihm sein." Rin schielt kurz zu dem Schattenkrieger, als wolle sie nachsehen, ob er wirklich schläft, und sagt: "Irgendwo hat sie ja recht. Er fällt uns wirklich zur Last." "Er hat noch einiges zu lernen.", erklärt Lacrima. "Und immerhin ist er freiwillig hier, wir können ihm also nichts aufzwingen. Seid einfach geduldig." "Mich nervt vor allem der leidige Streit.", murmle ich. "Kann Chera ihre Gedanken nicht für sich behalten?" "Sie hat ihren Verlobten verloren.", braust Lacrima plötzlich auf. "Für sie ist das wahrscheinlich auch nicht einfacher. Wir müssen einfach etwas… tolerant sein und aufhören, uns zu zanken wie… ach… zum Teufel." Auf einmal resigniert setzt sie sich auf den Boden. "Was ist denn los?", wende ich mich an sie. Sie seufzt. "Ein schöner Haufen sind wir. Die Welt ist in Gefahr, und wir schreien uns an…" "Ach…" Ich setze mich neben sie. "Es ist eben schwer für uns. Hast du gerade gesagt. Aber wir machen das schon." Ich reiche ihr den Topf mit dem kalten Brei. "Hier, iss was. Dann geht’s dir bestimmt wieder besser."   Chera hat tatsächlich ein leichenfreies Haus gefunden, und nachdem wir Kreck mithilfe einer Lichtbahre hineinbugsiert hatten, konnten wir uns endlich zur Ruhe legen. Zwischen den vier Wänden, die den Wind etwas abhalten, ist es gleich viel wärmer, und so schlafen die meisten gleich ein – nur Lacrima hat sich vor den Eingang gesetzt und liest in Krecks Buch. Ich kann sie murmeln hören: "'Die einzelnen Zeichen werden so miteinander verwoben, dass ihre Achsen sich in einem regelmässigen Muster schneiden, sodass am Ende ein lückenloses Netz entsteht…' Das macht doch keinen Sinn… Man kann doch keine Energie weben…" Krecks Kreuz, das wir über den Eingang gehängt haben, glänzt im Schein der Lichtkugel, die über Lacrima schwebt. So ein kleines Ding soll uns beschützen… vor was eigentlich? Vor den Toten? Ein Bild streift meinen Sinn, eine schauerliche Vision von halb zerfallenen Leichen, die sich auf einmal erheben und mit ihren modrigen Fingerchen nach uns greifen… schaudernd kauere ich mich zusammen. "Lacrima?", raune ich, und mit der Stille verschwindet die Vision. "Hmm?", antwortet die Angesprochene, ohne von ihrem Buch aufzublicken. "Was denkst du, ist mit den Leuten hier passiert?" Stille, das Blättern einer Buchseite. "Ich würde auf die Cantata Mortis tippen.", kommt dann die Antwort. "Du meinst, sie waren schon hier?" "Ziemlich sicher." Das Buch klappt zu, Lacrimas Mantel raschelt, als sie das kleine Haus betritt. "Morgen sehen wir uns das genau an." Damit legt sie sich hin.   Die Stille bringt die schauderhaften Gedanken zurück, doch sind es diesmal nicht die Leichen, die uns bedrängen, sondern tausende durchsichtiger Schemen… sie kreischen so laut, dass ich taub werde, und über ihnen allen steht Andate Cantabile mit seinem Musikstab und lacht, und sein Lachen geht unter in der dröhnenden Musik der Schreie…
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von ItashaOtaku »

(1/28/2014 12:01:54 AM)Dimir     Als ich beim Tempel ankomme, ist es bereits nach Mitternacht...ich suche nach einem Ort um mich kurz auszuruhen und entdecke dabei ein Häuschen, das einen unbewohnten Eindruck macht. Gerade als ich mich hinlegen will, sehe ich ein paar andere Personen.   Ja, ist denn das...? Wie arm sind die, dass die alle hier schlafen? Auf einmal fällt mir was auf...die Leute sind alle still, ich kann sie nicht mal atmen hören. Das ist mir nicht ganz geheuer...ich halte meine Hand an ihre Nase und stelle fest, dass der Atemzug ausblieb. Diese Leute schlafen hier gar nicht...sie sind tot. Das will etwas heissen...hat Darkis diesen Tempel etwa bereits versiegelt? Und wenn ja, wohin ist sie dann unterwegs?   Ich gehe wieder aus dem Haus heraus und mache einige Schritte in Richtung Süden. Als ein Verräter, dessen Hobby die Erforschung von Viren sind, habe ich ja schon einiges erlebt und ich habe auch schon Leichen erlebt, aber das hier hatte noch etwas Dunkleres, etwas Unheimlicheres. Obwohl ich mich in Ratten verwandeln kann, bevorzuge ich doch lieber Käse statt Aas...das ist etwas, was für den absoluten Notfall ist und meiner Gesundheit auch nicht allzu gut tun würde.   Plötzlich stolpere ich über etwas und konnte meinen Sturz gerade noch mit den Händen abfangen. Hoffentlich hat das Ryokina nicht aufgeweckt. Worüber bin ich da eigentlich gestolpert?   Ich kann einen Menschen [Lacrima] erkennen...eine Leiche!, schiesst es mir durch den Kopf. Ich bin viel zu nervös, um den Atem zu testen und ich höre dank meines eigenen Atmens nichts anderes mehr...ausserdem bin ich auf einmal zum Umfallen müde. Für den Fall, dass das neben mir wieder Leichen sind, morphe ich mich sicherheitshalber in Ratten und gehe mit der Hälfte von uns hinter das Haus...reingehen will ich lieber nicht, das graust mir etwas. Der Rest von uns legt sich in das Gras mit dem Kittel über dem Fell, damit uns etwas warm ist. Jetzt, da wir wieder ruhiger werden, hören wir leises mehrfaches Atmen.   Die Leute scheinen Menschen zu sein, was uns sehr beruhigt. Vielleicht sind es sogar die Elementarkrieger. Trotzdem, man kann nie wissen. Ausserdem wäre es uns jetzt zu kalt, ausserhalb des Kittels zu schlafen.   Morgen wissen wir mehr. Mit diesen Gedanken schlafen wir nach und nach ein, bis alle acht von uns eingeschlafen sind.

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(1/28/2014 6:15:10 PM)  Ryokina   Als ich aufwache ist es schon einigermaßen hell. Vermutlich die Morgendämmerung. Da muss ich ja echt lang geschlafen haben, aber das ist auch kein Wunder, denn solange wie ich Dimir getragen habe, war ich ziemlich erschöpft. Müde gähne ich, wahrscheinlich eher ein fiepen, und krabbel aus der Tasche heraus, vorerst in Mausgestalt bleibend, man kann ja nie wissen. Neben dir Tasche liegt etwas weißes. Ich vermute, es ist Dimirs Kittel, in so einer Gestalt kann ich das ja nicht erkennen. Dann hat er sich wohl in die Ratten verwandelt. Ich schaue mich um. Wir sind vor einem Haus, nicht besonders groß. Ungefähr mittel. Warum Dimir nicht reingegangen ist, ist mir ein Rätsel. Ich schau mal nach.    Als ich im Haus bin, entdecke ich ein paar Leute. Sie schlafen noch, denn es ist ja auch noch früh. Tot sind sie schonmal nicht. Ich habe aber keine Ahnung, ob sie verbündet sind, also krabbele ich wieder aus dem Haus und lege mich neben die Tasche. Ich frag mich wie lang Dimir noch schläft oder die Leute da. Denn dann wird es interresant.

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Beitrag von Alinea »

(2/2/2014 8:59:00 PM)Shékkel   Mein erster Impuls nach dem Aufwachen ist, kräftig auf den Boden zu spucken. Die Fäulnis hat sich auf meine Zunge gelegt wie eine dicke Schicht Staub. Ich genehmige mir einen Schluck Wasser aus Lacrimas Flasche, um den Geruch loszuwerden, und gehe nach draussen. Es ist noch ganz früh, nur ein paar verschlafene Sonnenstrahlen färben den Nebel golden. Nur Xashibel ist schon wach. Sie sitzt vor der Hütte und knöpft etwas an ihren Gürtel. „Was machst du da?“, begrüsse ich sie und setze mich zu ihr. Sie hat ihre Windklingen bei sich und benutzt sie gerade, um den Gürtel der Länge nach zu halbieren. „Ich versuche, etwas zu basteln, womit ich mir meine Waffen auf den Rücken schnallen kann.“, erklärt sie und knotet geschickt einen Lederriemen um den Gürtel. „Es ist etwas sinnlos, wenn sie immer in Lacrimas Tasche stecken.“ „Wo hast du denn so was gelernt?“, will ich wissen. Xashibel zuckt nur mit den Schultern. „Gar nicht. Ich denk mir einfach was aus. Mal sehen, ob es dann funktioniert.“ Bewundernd beobachte ich, wie sie einen Metallhaken in die Riemen einflicht. Er sieht verdächtig aus wie der Verschluss der Dose, in der Lacrima das Brot aufbewahrt.   „Fertig.“, verkündet die Gestaltwandlerin und schnallt sich ihr Konstrukt auf den Rücken wie einen Rucksack. Ihre Klingen hängt sie hinten an zwei Metallhaken, sodass die Griffe links und rechts herausragen. Ich beäuge die Klingen skeptisch. „Schneidest du dich nicht daran?“ „Das sehen wir dann.“, meint die Sirene nur. „Die meiste Zeit laufe ich sowieso in einer anderen Gestalt rum, dann verschwinden die Klingen ja.“ Vorsichtig dreht sie ihren Oberkörper nach beiden Seiten, um zu prüfen, ob ihr der Halter im Weg ist, und geht dann ein paar Schritte. „Besser, als ich gedacht habe.“, kommentiert sie und macht einen Sprung – um dann im Schnee auszurutschen und auf dem Po zu landen. Unwillkürlich muss ich kichern, während sie sich fluchend aufrappelt. „Da lag was am Boden!“, erklärt sie und bückt sich nach etwas, das wie ein weisser Mantel aussieht. „Wo kommt der denn her?“, frage ich. „Jedenfalls nicht von den Leichen.“, bestimmt Xashibel. „Die tragen alle diese Umhänge. Und gestern war er auch nicht da – wir hatten diese Stelle ja vom Schnee befreit.“ „Und das heisst?“ „Jemand war diese Nacht hier.“ Sie hat recht! Darauf hätte ich selber kommen müssen. „Und wer?“, will ich wissen. Xashibel schüttelt den Schnee vom Mantel und hält ihn vor sich in die Höhe. „Hm, ich weiss es nicht genau, aber es gibt nicht viele Leute, die in schneeweissen dünnen Mänteln herumlaufen – bei der Kälte.“ „Er kommt mir irgendwie bekannt vor…“, murmle ich. „Wirklich? Mir auch.“, erklärt die Gestaltwandlerin. „Kannst du mal dran schnuppern?“ Schon beim Gedanken an den Gestank hier rümpfe ich die Nase, aber trotzdem beuge ich mich zu dem Mantel hinüber und züngle. Der Modergeruch überwältigt mich, aber ich bin darauf vorbereitet und konzentriere mich auf subtilere Gerüche. „Ratten.“, schlussfolgere ich schliesslich. „Wie sie bei Thomas in der Höhle rumgekrochen sind.“ „Das ist alles? Keine Person?“ „Doch, aber nur schwach. Darf ich mal?“ Ich nehme Xashibel den Mantel ab und halte ihn mir ganz dicht vor den Mund, bevor ich erneut züngle. Diesmal finde ich den Personengeruch sofort, konzentriere mich darauf und rieche es auf einmal ganz deutlich – Schweiss und Schmutz. Dieser Mantel wurde lange nicht gewaschen. Pferd, aber etwas befremdlich, vielleicht eine seltene Rasse… Ratte, ganz eindeutig, und dazwischen ein Menschengeruch, der mir bekannt vorkommt, genau so wie der Mantel. „Und?“, fragt Xashibel ungeduldig nach. „Ich kann nichts erkennen…“, zögere ich, „aber der Mantel gehört eindeutig einer Person, die ich schon mal gerochen habe. Und die Person hat eine Ratte… he, warte mal. Kann es dieser Mann sein, den wir getroffen haben, als wir das Elloralager verlassen haben?“ Ich kann mich genau an den Mann erinnern, und er hatte eine Ratte und musste noch einen passenden Namen für sie finden. Xashibel denkt kurz nach, dann weiten sich ihre Augen. „Du meinst Dimir! Genau!“ „Dimir, ja, so hiess er.“ „Das müssen wir den Anderen sagen. Weißt du, was das heisst?“ „Was denn?“ „Dimir hatte doch dieses Mädchen mit dem Messer bei sich. Vielleicht sind sie hier, um das Siegel zu öffnen.“ „Das Messer… genau!“, entfährt es mir. „Wenn wir es stehlen, können sie keine Siegel mehr aufmachen.“ „Pst!“, mahnt mich Xashibel. „Vielleicht sind sie auch schon weg, und vielleicht sind sie auch ganz in der Nähe und belauschen uns. Bleib bei mir.“ Damit packt sie meine Hand und zerrt mich zur Hütte. „Aufwachen!“, zischt sie den Anderen zu. „Wir haben Besuch!“  
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(2/3/2014 6:28:35 AM)  Ryokina   Während ich mich zum Beobachten hinhocke kommt ein Mädchen raus und setzt sich hin. Sieht mir sehr nach einer  Sirene oder Halbsirene aus, so wie die tätowiert ist. Sie scheint irgendetwas mit ihrem Gürtel zu machen und ich beobachte sie bis jemand andres kommt. Von mir aus gesehen steht das Mädchen verdeckt, also kann ich es nicht gut entdecken und ich wage es auch nicht, wo anders hin zu krabbeln. Die beiden unterhalten sich über etwas. „Was machst du da?“, begrüßt das neue Mädchen das andre. „Ich versuche, etwas zu basteln, womit ich mir meine Waffen auf den Rücken schnallen kann. Es ist etwas sinnlos, wenn sie immer in Lacrimas Tasche stecken.“ Gut zu wissen. Diese komischen Dinger die sind vor kurzem aus der Tasche gezogen hat sind also Waffen. Normale Wanderer sind das nicht.  Ich beobachte das Gespräch weiter. „Wo hast du denn so was gelernt?“ Die vermutliche Sirene zuckt mit den Schultern. „Gar nicht. Ich denk mir einfach was aus. Mal sehen, ob es dann funktioniert.“ Einen tiefsinnigeren Sinn scheint das Gespräch nicht zu haben, also schaue ich mich vorsichtig und unauffällig um. Die andern Leute scheinen noch nicht wach zu sein. Ich husche gerade hinter Dimirs Kittel entlang, als die Sirene auf mich zukommt und plötzlich auf Dimirs Kittel ausrutscht. Gerade noch rechtzeitig kann ich mich in Deckung bringen, bevor sie mich zerquetscht.    Die beiden diskutieren über den Kittel. Die eine hält sie der anderen hin und plötzlich scheint das andere Mädchen mit einer komischen Zunge die Luft neben dem Kittel wie ein Züngeln abzulecken. Ich weiß ja nicht ob es sowas gibt, aber in den alten Büchern wurde sowas als Medusa bezeichnet. Plötzlich scheint das Gespräch der beiden ein wenig interresanter zu werden, denn ich höre durch Zufall ein ganz bestimmtes Wort raus. Dimir.    "Dimir ja so hieß er", meint das Mädchen mit der komischen Zunge. „Das müssen wir den Anderen sagen. Weißt du, was das heisst?“ „Was denn?“ „Dimir hatte doch dieses Mädchen mit dem Messer bei sich. Vielleicht sind sie hier, um das Siegel zu öffnen.“ Was? Mädchen mit Messer? Ich hab kein Messer, nur Arachne. Aber die können sie nicht meinen, die will ja keine Siegel öffnen. Was für ein Mädchen meinen sie? Egal. Sie sind eindeutig Elementkrieger, weil sie versuchen jemanden aufzuhalten, das Siegel zu brechen. Damit ist sicherlich das des Tempels gemeint. Ich wusste ja schon  seit einer Weile, dass mit Dimir irgendetwas nicht stimmt. Die Sirene dreht sich um und zieht das andre Mädchen mit rein. „Aufwachen!“, zischt die Sirene jemandem zu. Vermutlich den anderen im Haus. „Wir haben Besuch!“ Ich kann nicht zu lassen, dass sie den anderen etwas davon erzählt, bevor sie mich gesehen haben. Sonst denken sie ich stecke mit ihm unter einer Decke. Und außerdem könnten ich sie ja darüber ausfragen, ob sie etwas vom Geheimnis von Dimir wissen. Ich höre jemanden Gähnen. Dann verwandle ich mich un meine normale Gestalt und trete in die Hütte. "Hallo", meine ich, bevor sich auch nur ein einziger umdrehen kann. "Ich bin Ryokina."

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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(2/3/2014 8:44:13 PM)  Riskaso     Es ist kalt draußen...trotzdem stehen alle versammelt um Flarakras Grab. Ein großer Felsbrocken schmückt das Grab was wir ausgehoben haben. Beinahe so groß und breit wie er selbst wacht er vor seinem Grab. Ich denke sogar er selbst hätte sich aus dem Brocken eine Statue von sich selbst meißeln können....Er war ein guter Handwerker in alle Richtungen. John tritt vor mit Dleif, beide halten ein Stück des Tuches in das Flarakra eingewickelt ist. Einen Sarg fanden wir leider nicht...und bauen konnte keiner wirklich einen für ihn. Dleif war wie von einem Geist benommen, so kannte man ihn überhaupt nicht. Flarakra war für ihn wie ein zweiter Bruder. Sie kämpften manchmal miteinander bis Sonnenuntergang wobei Flarakra immer gewann, er meinte immer: „Dleif wenn du mal so stark, kräftig und stabil sein willst wie ich. Dann geh zum Todesgitter!“ drauf lacht er immer so stark das sein Lachen meist Wände durchdringt. Todesgitter gab es schon seid Jahren nicht mehr...zumindest glaubt man das, seid die Königsritter es wie Unkraut aus dem Boden gerissen haben. Noch heute wird hinter dem Rücken dieser Wappenträger illegal gekämpft und Wetten abgeschlossen. Dleif regagierte immer gleich darauf...mit einem weiterem Kampf. Doch nun... Mit einem Kloß im Hals sehe ich um die versammelte Mannschaft. Jiff, Hilja und Humbik hielten die Tränen nicht auf...der Rest unterdrückte sie, so wie ich. John und Dleif gingen weiter vor bis zum ausgehobenen Grab, wo selbst die Schaufeln noch daneben im Boden ihren Platz gefunden haben. Sie beiden legten den eingehüllten Flarakra vorsichtig runter, bis er den Boden berührte. John nimmt Platz direkt vor dem Grab. John hebt den Kopf an er holt eine Waffe hervor: „Dies hat er mal für mich geschmiedet.“ beginnt er. „Das war der erste Säbel denn ich bekommen hab. Noch heute ist es ein wahres Schmuckstück. Er war ein meisterhfater Schmied mit einer Gabe Holz, Stein, Stahl in Sachen sie verwandeln die sonst kein Lebewesen dieser Welt herstellen könnte. Er war mein Freund, Gefährte und treuer Berater...er ist ehrlich mit uns umgegangen...er war einer... der Guten.“ Darauf schritt John vor und legt den hangeschmiedeten Säbel auf Flarakras Brust. „Möge jeder der dieses Grab schändet einen grausamen Tod erleiden...“ gab er mit leicht wimmernder Stimme. Dann verschwindet er zurück in das Haus ohne weitere Worte. Dleif trat vor. „Alter Kumpel...“ beginnt er trauernd. „Ich werde es vermissen dir die Rübe einzuschlagen.“ Dleif fängt an Tränen zu gießen. „Alter Kumpel...zeigs jedem da oben. Irgendwann bin ich wieder bei dir und stärker als je.“ Nun kann selbst Dleif nicht mehr den Tränenfluß halten und bricht zusammen. „Alter Kumpel...“ presste er noch zum Schluss mit letzter Kraft. Doch dann, wie als hätte er sich einen Eimer Wasser über dem Kopf geleert, stand er auf wischte sich einmal durch die Augen und begab sich just hinter das Haus wo die Traningssäcke befanden. Nach einer geraumen Zeit voller Geschichten die sich mit Flarakra zugetan haben stand ich noch allein an seinem Grab. Es war schon bitterkalt und ich fürchtete schon langsam das wieder Bären aus dem Wald gerannt kommen. Ich stelle mich vor das Grab, dass schon zugeschüttet wurde. Seine ehmalige Rüstung wurde mit Ketten über den Erdhügel gespannt. Ein wahres Prachtstück hat er sich da selbst geschmiedet, es hätte selbst Sanctorions Krallen Widerstand geboten. „Flaraka, für mich wars du ein Vorbild...stark...eiserner Wille und eine gute Portion Humor. Ich weiß das wir grundverschieden waren aber trotzdem wars du mir immer ein treuer, guter Freund.“ ich lege eine Schweigeminute ein. „Ich bin mir sicher du hasst es gerade wie man sich von dir verabschiedet hat.“ Ein Lächeln fährt mir um Gesicht. „Machs gut da oben...“ dabei zeig ich in den dunklen Nachthimmel. „Flarakra, Meisterschmied.“ flüster ich ein letztes Mal. Ich gewinne neue Kraft und mache Kehrt in die Villa zurück. Beim Rückweg brülle ich durchs Haus. „Und jetzt gebüren wir ihm einen richtigen Abschied! Schlagt die Fässer an!“ Alle die sich im Versammlungsraum befinden jaulten los und schrien: „Auf Flararka den besten Kumpel den man sich vorstellen kann!“ Schon rollten Fässer in den Raum und es wurden mehr Äxte geschwungen als bei einer Waldausrottung!
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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(2/5/2014 2:34:36 PM)Xashibel   „Hallo. Ich bin Ryokina.“ Die Stimme kommt unerwartet, und ich zucke überrascht zusammen. Langsam drehe ich mich zum Eingang um – und falle direkt in Angriffshaltung. „Was willst du hier?“, knurre ich. Vor dem Hauseingang steht eine Sirene. In meinem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Sie ist jung, hat wahrscheinlich erst vor Kurzem ihre Prüfung abgelegt, und ich kann mich nicht erinnern, sie je gesehen zu haben. Das kann gut sein. Ich habe den Kontakt zu den anderen Schülern stets gemieden. Aber trotzdem ist es seltsam, dass sie hier ist. Wenn die Sirenen nach mir suchen würden, hätten sie erprobte Krieger geschickt, keine Neulinge. Ich bezweifle ohnehin, dass sie sich so weit von der Höhle entfernen würden… die Welt der Sirenen besteht aus ihrer Höhle und einer unendlich weiten Eiswüste. Shékkel, die noch immer hinter mir steht, züngelt nervös und zieht sich hastig die Kapuze über den Kopf. „Kennst du die?“, wispert sie mir zu. „Nein.“, gebe ich zurück und wende mich dem Eindringling zu. „Bist du hier, um mich zurückzuholen? Dann verzieh dich gefälligst. Ich sagte bereits: Ich habe kein Interesse.“  
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Ryokina
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Beitrag von Ryokina »

(2/5/2014 3:11:02 PM)Ryokina   Die Sirene, die mir den Rücken zugewandt hat, zuckt überrascht zusammen und dreht sich langsam um, um im nächsten Moment in eine Angriffshaltung zu fallen. Ich kam vielleicht etwas überraschend... . „Was willst du hier?“, knurrt sie. Sie zögert kurz und scheint nachzudenken. Als ich nicht  antworte zuckt das Mädchen hinter ihr mit der Zunge wieder so komisch, zieht sich hastig eine Kapuze über den Kopf und flüstert der Sirene etwas zu. Jetzt konnte ich erkennen, dass sie keine normalen Haare hat, sondern eine Art Schlangenansammlung. Aber Arachne besteht aus Spinnen und ich bin auhc nicht ein normaler Mensch, also ignoriere ich es. Ich warte noch kurz, bis die Sirene geantwortet hat und sich mir zu wendet. „Bist du hier, um mich zurückzuholen? Dann verzieh dich gefälligst. Ich sagte bereits: Ich habe kein Interesse." "Wovon redest du? Wohin sollte ich dich zurückholen wollen? Ich kenne dich ja nicht einmal. Und wo ich bin weiß ich auch nicht. Ich habe geschlafen, als Dimir uns hier her gebracht hat. Ihr scheint ihn zu kennen und seht aus wie Elementkrieger. An deiner Haltung erkenne ich, dass du mich anscheinend als Feind betrachtest. Bitte, ich kann dir das Gegenteil beweisen. Also. Ihr kennt meinen Namen, aber ich nicht eure. Wie heißt ihr?" Mit diesen Worten werfe ich meine Lanze möglichst weit von mir weg, zusammen mit sämtlichem Gepäck, dass in meiner Nähe liegt und mir oder Dimir gehört und setze mich im Schneidersitz auf den kalten Boden. Das ist nicht unbedacht. In dieser Haltung habe ich keine Chance sie unerwartet anzugreifen, was ihnen zeigt, dass ich ihnen nicht feindlich gesinnt bin und wenn sie doch böse sind, kann ich ihnen durchs verwandeln ausweichen und abhauen. Dann warte ich mal auf eine Antwort.

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Gralaer
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Beitrag von Gralaer »

(2/6/2014 7:15:29 PM)Kreck     „Aufwachen!“ höre ich gedämpft. „Wir haben Bier!“ Sofort schrecke ich auf und stoße mir den Kopf dabei. „Bier?“ denke ich während ich mir den Kopf reibe. Man diese Blöde Wand! Direkt denn Kopf angestoßen...der Tag kann nur noch besser werden...Ich richte mich aus der Matte und halte immer noch die angestoßene Stelle. Ich merke wie mein Haar völlig verzaust ist und zücke sofort den Kamm aus meiner Tasche und streiche damit durchs Haar bis sie wieder in der gewohnten Stellung stehen. „So nun zum Bier!“ denke ich mir und ein Lächeln huscht mir durchs Gesicht. Ich sehe mich im Haus um doch erkenne nur die gleiche Plünderung wie gestern. Vielleicht draußen? Ich höre zumindest eine andere Stimme vielleicht eine Händlerin? Kurz vor der Türschwelle wird mir aber klar was wirklich vorgeht! Bier? Hier? Ich muss mich verhört haben. Aufjedenfall! Vorsichtig pirsche ich über die Türschwelle hinaus und erblicke ein kleines Mädchen. Sie unterhält sich mit zwei aus unserer Gruppe. Langsam fliehe ich wieder ins Haus. „Hm? Wer mag das sein?“ denke ich mir und dabei fliegen mir Gedanken durch den kopf von Geldeintreibern, Wirten oder Leuten die ich übers Ohr gehauen hab. Aber ist das wirklich logisch das jemand mich bis hierher verfolgt? Ein wenig geschmeichelt fühl ich mich schon. Aber bevor ich mich präsentiere sammle ich vorerst meine Sachen zusamm. Das Kreuz, mein Schwert das angelehnt neben meiner Matte an der Wand lehnt das Buch finde ich grad nicht muss wohl Lacrima irgendwo weggesteckt haben. Vor dem Ausgang glätte ich nochmal meine Kleidung und trete hinaus. Ich sehe wie sie im Schneidersitz auf dem kalten Boden hockt. „Guten Morgen, kleine Dame.“ begrüße ich sie.
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Beitrag von Alinea »

(2/6/2014 8:41:44 PM)Iubon   „Du wusstest es?!“ Schockiert von mir selbst schnappe ich nach Luft. Der Oberste Lehrmeister sieht mich an wie einen Hasen, der gerade verkündet hat, er könne Eisberge versetzen. „Du wagst es, so mit mir zu reden?“, knurrt Kageel durch seine zusammengebissenen Zähne. „Ich bitte um Verzeihung…“, bringe ich hastig hervor. „Ich dachte nur, ich meine… das ganze Volk lebt im Glauben, die Menschen seien nicht mehr, und du wusstest, dass das nicht… also…“ „Still!“ donnert der Lehrmeister. „Kein Wort mehr. Jetzt wissen wir also, woher deine Tochter ihren rebellischen Charakter hat.“ „Sie ist nicht me…“, beginne ich, verstumme aber ob Kageels missbilligendem Blick. Hashin räuspert sich verlegen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. „Wie wollen wir jetzt vorgehen?“ „Ganz einfach.“, meint Kageel, jetzt wieder ernst und sachlich. „Es kommt nicht infrage, dass wir das Angebot annehmen.“ „Wieso denn?“, wage ich zu protestieren. „Sind die Menschen nicht seit Jeher unsere Feinde? Sollten wir diese Chance nicht nutzen?“ Kageel schnaubt. „Nein, sollten wir nicht.“ Damit schien die Diskussion beendet. Wieder räuspert sich Hashin: „Aber stimmt es denn nicht, was der Dicke gesagt hat? Ich habe nachgedacht. Wir leben seit Anhin in dieser Höhle, aber wir könnten genauso gut an einem besseren Ort wohnen, wenn es keine…“ „Nachgedacht?“, fährt Kageel ihn an. „Von wegen. Du hast dich einwickeln lassen.“ Er holt tief Luft, dann fährt er fort: „Ich hätte mehr von euch erwartet, Krieger. Diese Kreaturen haben euren Verstand vergiftet. Seht ihr es denn nicht? Sie haben euch diese Idee von den Menschen eingepflanzt. Sie wollen uns aus unserer Höhle locken, das ist ihr Plan!“ „Aber du sagtest doch gerade selbst, dass es noch Menschen gibt.“, werfe ich ein. „In der Tat.“, bestätigt Kageel, doch er ist immer noch wütend. „Es gibt sie. Vereinzelte. Sie leben in armseligen Menschendörfern am Rand der Welt. Und sie wollen die Höhle erobern, indem sie uns herauslocken.“ Hashin schnappt empört nach Luft. „Dann greifen wir sie an!“, schlägt er dann vor. „Sie haben niemals eine Chance…“ „Dummkopf!“, braust der Oberste Lehrmeister wieder auf. „Genau das wollen sie ja. Sie wollen, dass wir die Höhle verlassen. Wir bleiben hier, basta.“ „Und dann?“ „Warten wir, bis sie uns angreifen. Wenn sie sich denn trauen.“, erklärt Kageel. „Du hast ganz recht, sie haben keine Chance gegen uns… wir warten auf sie, und dann schnappen wir sie, ohne die Höhle je verlassen zu müssen.“ „Genial.“, kommentiert Hashin. „Sollen wir die anderen informieren?“ „Nein.“, bestimmt Kageel forsch. „Ihr erzählt niemandem auch nur ein Wort davon.“ „Wieso?“, will ich wissen. „Weil…“ Der oberste Lehrmeister holt genervt Luft. „ich nicht damit rechne, dass die Menschen überhaupt angreifen. Und ich will nicht, dass die weniger Klugen unter uns die Höhle verlassen, um nach ihnen zu suchen und gegen sie zu kämpfen. Ihr wisst ja, wie diese Jungspunde sind. Das würde unseren Plan nur gefährden.“ Hashin nickt eifrig. Der Plan scheint wirklich lückenlos. Trotzdem verlasse ich das Zimmer des Lehrmeisters mit einem mulmigen Gefühl im Bauch.       Kageel   „Wir haben euch erwartet.“, begrüsst mich der Dicke, sobald ich zwischen den Schneehügeln erscheine. Sie stehen neben dem Loch von gestern, das mittlerweile halb zugeschneit ist. Auch jetzt noch schneit es, als wolle der Himmel die ganze Welt unter einer undurchdringlichen Schneedecke begraben. Gemächlich gehe ich auf die beiden Menschen zu. „Hier bin ich.“, entgegne ich. „Nun?“, will der Dicke auch sofort wissen. „Wie hast du dich entschieden? Werden die Sirenen sich endlich für das Unrecht, das man ihnen angetan hat, rächen?“ „Nein.“, erwidere ich ohne zu zögern. „Nein?“ Der Mensch hebt überrascht eine Braue. „Nein.“ „Und warum nicht, wenn ich fragen darf?“ „Die Sirenen sind ein friedliches Volk.“, beginne ich zu erklären. „Wir wollen unsere Höhle nicht verlassen, um eine Welt zu betreten, die anscheinend vom Krieg zerrissen wird. Wir stehen auf keiner Seite, und wollen auch für keine Partei ergreifen.“ Der Mann runzelt die Stirn, meine Antwort scheint ihn überhaupt nicht zu erfreuen. „Ich sagte bereits, dass wir ein Nein nicht akzeptieren.“, beginnt er dann. Ich zucke mit den Schultern. „Das ist nicht mein Problem.“ „Oh doch.“, meint er nur. „Wir haben euch bereits einen Teil unserer Macht demonstriert. Und wir sind noch viel mehr, und noch viel mächtiger. Wenn ihr nicht mit uns kämpft, dann…“ „…werdet ihr uns angreifen?“, schlage ich vor. „Das bringt uns auch nicht auf eure Seite. Im Gegenteil.“ „Das…“, beginnt der Rothaarige gedehnt, „ist nicht mein Problem.“ „Wir werden euch auslöschen.“, meint die Musikerin auf einmal, ihre Stimme ist durch den Wind kaum wahrzunehmen. „Bis auf den letzten Mann. Wenn ihr nicht mit uns kämpft, so kämpft ihr gegen uns, und das wird euch nicht gut bekommen.“ „Wenn das so ist, wieso braucht ihr dann unsere Hilfe?“ Das Zögern der Beiden verrät mir, dass sie darauf keine Antwort haben. „Ich bleibe dabei:“, erkläre ich wieder, „Wir werden für keine Seite Partei ergreifen. Weder für eure noch für die der Menschen. Lasst uns in Ruhe und zieht in Frieden.“ Der Dicke scheint sichtlich mit sich zu ringen, doch dann meint er: „Gut. Wir lassen euch. Aber solltet ihr euch umentschei…“ Er bricht ab, als die Musikerin ihm die Hand auf den Arm legt. Sie hält ihr fremdartiges Instrument in den Händen. „Wir sagten doch… dass wir ein Nein nicht akzeptieren.“ Sie hebt das Holz an die Lippen und verzweifelt stürze ich mich auf sie, doch es ist zu spät. Musik erklingt, lässt mich an ihr abprallen wie an einer Eiswand und zieht mich in ihren Bann, ohne dass ich etwas dagegen tun könnte. Die Gedanken purzeln in meinem Kopf umher wie aufgewirbelte Schneeflocken. Ich habe mich verschätzt. Diese… Kreaturen schrecken doch vor nichts zurück. Werden sie uns tatsächlich auslöschen? Das rote Glimmen erscheint, und ich versuche verzweifelt, zum Höhleneingang zu fliehen. Ich habe versucht, mein Volk vor der Wahrheit zu schützen, und so seinen Untergang besiegelt… Die Musik pulsiert schneller und schneller, das rote Licht wird grösser und grösser, bewegt sich, schwebt über mich hinweg und versinkt im Eis. Ich erkenne, was sie vorhat, greife mit aller Kraft nach ihrem seltsamen Instrument… Doch ich bin wieder zu spät. Die Explosion hüllt die gesamte Höhle der Sirenen ein und lässt sie im Nichts verschwinden – zurück bleibt nur ein gigantisches, kugelförmiges Loch.  
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Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(2/7/2014 6:56:07 PM)  Ryokina   Ich habe mich gerade erst hingesetzt, als ein Mann aus dem Schatten kommt und mich begrüßt. „Guten Morgen, kleine Dame.“  "Guten Morgen! Ich heiße Ryokina. Und wer bist du?"

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Itaga
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Beitrag von Itaga »

(2/9/2014 2:22:28 PM)Andate Cantabile:Es ist soweit, in einer halben Stunde geht die Sonne unter und ich werde meine Gäste in Empfang nehmen.Prüfend laufe ich durch den Speisesaal, die Tafel ist reichlich gedeckt und das alles nur für drei Personen, die Sirenen scheinen verhindert zu sein ... aber so ist das wenn man sich gegen sein Schicksal stellt.Nach einiger Zeit werfe ich einen prüfenden Blick auf meine Uhr, noch zwei Minuten bis meine Gäste eintreffen. Ich begebe mich in Richtung Eingangshalle und passend zum Glockenschlag öffnen meine Seelenlosen die Tür des Anwesens und meine Gäste treten ein, es sind zwei Mädchen, eines mit langen bloden Haaren, welches eines Ihrer Augen bedeckt und das andere mit langen schwarzen Haaren, welche ebenfalls eines ihrer Augen bedecken. Ich würde die beiden vom Aussehen her nicht älter schätzen als neunzehn.Meine Angestellten nehmen ihnen ihre langen schwarzen Roben ab, das Blonde Mädchen tragt darunter eine maßgeschneiderte Schuppenrüstung ... muss wohl aus einem Tier gemacht sein, denn wie etwas menschenübliches sieht es nicht für mich aus, die schwarzhaare trägt eine Art Kleid, welches ihr bis zu den Knien geht, es ist aus einem Stoff gemacht der mir schon bekannter vorkommt, es ist Drachenleder, ein äusserst seltenes Material welches die Flügel der Drachen bildet ... dann trägt das andere Mädchen wohl Drachenschuppen.Andate: "Herzlich willkommen im bescheidenen Anwesen der Cantabiles, mein Name ist Andate, ich bin heute Ihr Gastgeber. So saget mir bitte, mit wem habe ich denn das Vergnügen?"Blonde Mädchen: "Das ist Zhyla und ich bin Lithil, wir sind die Anführerinnen der van Trancy Familie und hier um über die Armee zu sprechen. Spar dir also deine hochgestochene Ausdrucksweise und lass uns auf den Punkt kommen!" Autsch ... die scheint wohl nicht viel von gepflegten Geschäftsgesprächen zu halten, denn wir stehen immernoch im Eingangsbereuch des Anwesens.   Andate: "Sehr wohl, aber wie wäre es wenn wir das bei einem Mahl besprechen? Es ist bereits alles vorbereitet."   Wortlos gehen beide an mir vorbei in den Speisesaal, während Lithil mich nicht weiter beachtet kann Zhyla kaum ihren Blick von mir lassen. Sie wirft lange, prüfende Blicke auf mich, als würde sie versuchen durch mich hindurch zu sehen.   Als wir dann am essen sind beginne ich schließlich "Also, so saget mir doch bitte, wofür benötigt ihr genau meine Armee und was bietet ihr mir?" Lithil scheint nur darauf gewartet zu haben und legt direkt los: "Wofür wir eure Armee benötigen wisst ihr ganz genau, der Clan ist uns im Weg und verhindert das wir dem nachgehen können was die van Trancy Familie schon seit Anbeginn der Zeitschreibung tut, die Dämonologie!" Sie schlägt mit der Faust auf den Tisch "Und dann wurde auch noch unser Familienoberhaupt UND seine Erbin getötet ... von einer von uns, dass ist nicht fair!"   Aha, eine Familientragödie, wunderschön. Da geht mir das Herz auf. Bevor ich zu Wort kommen kann hält Lithil inne und wendet sich ihrer Schwester zu: "Stimmt, das ist eine gute Idee." Hat sie etwas gesagt? Ich habe garnichts gehört. "Wir würden uns gerne vorab von der Qualität deiner Soldaten überzeugen."  ... Jack und Luka hatten doch Exemplare dabei, wieso hat sie den Einwand nicht da schon gestellt "denn die die deine Freunde dabei hatten waren lächerlich." ... achso so läuft der Hase. "Stimmt, die sind garnicht nach Hause gekommen. Ich werde unverzüglich einen Testsoldaten herkommen lassen."   Eine kurze Handbewegung und einer der besten Krieger kommt zu mir. "Dieser gehört zu meinen besten. Was soll er machen? Die Tafel stemmen?" Lithil: "Er soll kämpfen." Andate: "Gegen?" Lithil: "Mich!" Andate: "Ich bitte euch, ihr seid hier um zu verhandeln und nicht um verletzt zu werden." Lithil: "Wenn er das schafft, gebe ich dir alle." Andate: "Wie meinst du das?" ich werde hellhörig. Lithil: "Die Seelen ALLER verbleibenden van Trancys, das ist doch was du willst, nicht wahr?" Andate: "Hm, abgemacht!"   Sofort wirft sie ihre Gabel auf den Krieger, welcher sie mit einem Schlag zur Seite abwehrt. Das hätte er eigentlich garnicht machen brauchen, da er ausreichend gepanzert ist. Der Krieger zückt Axt und Schild und geht zum Angriff über, aber die kleine ist ziemlich flink, trotz ihrer Schuppenrüstung, kein wunder eigentlich, denn Drachenschuppen wiegen angeblich so gut wie nichts. Mit gezielten Schlägen richtung Gesicht versucht sie dem Krieger zuzusetzen, jedoch spüren meine Krieger keinen schmerz, sie weichen nicht zurück und vorallem kennen sie keine Gnade!   Nach einiger Zeit des ausweichens bleibt sie einfach stehen und verschränkt ihre Arme, der Krieger greift weiter an, doch sie dreht sich nur zu ihrer Schwester um, welche das Kampfgeschehen die ganze Zeit über beobachtet, sie hat sich inzwischen die Haare hochgebunden und holt eine Lanze hervor. Lithil weicht dem Krieger weiter aus ... ohne ihn direkt zu sehen, erstaunlich. Zhyla wirft ihr die Lanze zu, sie dreht sich um, blockt einen Schlag des Kriegers ab, weicht zurück und nimmt wieder eine Kampfpose an.   Der Krieger holt erneut zum Angriff aus, Lithil springt nach vorn und durchstößt ihn mit der Lanze ... hehe, jedoch hält das meinen Krieger nicht auf er ... er bewegt sich nicht mehr? Sie zieht die Lanze aus seinem Körper und geht zurück zu ihrer Schwester, welche sich bereits ihre Haare wieder gemacht hat und genüßlich weiter isst.   Andate: "Das überrascht mich jetzt, darf ich fragen was das für eine Lanze ist?" Lithil: "Natürlich darfst du das, aber antworten werde ich dir nicht!" Die Lanze verschwindet wieder im nichts. "Wie viele dieser Krieger hast du?!" Andate: "Zweihundert, aber ich bezweifel das du sie dir leisten kannst." Lithil: "Ich wiederum bezweifle das." Andate: "Da bin ich aber mal gespannt was ihr zu bieten habt."   Lithil dreht sich zu ihrer Schwester, welche eine kleine Flasche mit einer schwarzen Flüssigkeit auf den Tisch stellt. Ich schrecke auf: "das ist doch wohl nicht etwa!" Lithil: "Oh, du kennst es, wie ich sehe. Doch, dass ist das Blut der Seraphim! Welches jener Priester damals auffing als sie im Kampf gegen Armageddon verwundet wurde, daraus können fähige Alchimisten eine Mittel brauen, welches Seraphim, eine Arkane Meistern, töten kann, wenn man sie trifft." Andate: "Wie sollten grade zwei Mädchen wie ihr an solch ein Artefakt kommen? Das Blut wurde den Drachen gegeben und noch heute wird es vom Drachenclan der fernen Länder bewacht." Lithil: "Wir sind Drachentöter, ausgebildet von den unterschiedlichsten Lehrmeistern lernten wir das Wissen von zwei der Drei Bücher kennen und sind in der lage Drachen zu töten, also auch ihre Seelen!" Andate: "Der Deal steht. Das Blut gegen die Armee, ihr könnt sie gleich mitnehmen."   Die zwei Mädchen ziehen von Dannen, sie waren nicht blöd und haben sich die weitere Kooperation der Cantata gesichert, allerdings hätte ich garnicht ablehnen können, denn solch ein unbezahlbares Artefakt ist eine Trumpfkarte, welche man gerne hat. Selbst die Göttin kann mich nicht mehr aufhalten, mhahaha!!         NEXT^^
Probleme mit Mitgliedern?
Etwas auf dem Herzen?
Brauchst du wen zum reden?

-> PN oder im Skype anschreiben.
Ich habe für jeden ein offenes Ohr und hin und wieder einen guten Ratschlag ^-^

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Beitrag von Alinea »

(2/12/2014 12:45:51 PM)Xashibel   Nun stehe ich doch etwas verdattert da. Keine Sirene der Welt würde sich so verhalten, erst recht nicht vor mir, selbst wenn es nur darum ginge, mich zu täuschen. Dazu sind sie zu stolz. Hm… keine Sirene der Welt? Auf einmal fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Dieses Mädchen stammt nicht aus der Höhle. Es gibt also auch Sirenen, die nicht im Eis aufgewachsen sind. Das ist doch mal eine schöne Erkenntnis. „Guten Morgen, kleine Dame.“, unterbricht Kreck meine Gedanken, der gerade durch die Tür tritt. Die kleine Sirene begrüsst ihn überschwänglich. Ich denke immer noch fieberhaft nach. Sie stammt also nicht aus der Höhle, womöglich weiss sie nicht einmal davon. Vielleicht gibt es hier sogar noch mehr von unseresgleichen? Da fällt mir wieder ein, was sie gesagt hat, und ich sehe mich um. „Dimir hat dich hergebracht?“, stutze ich. „Wo steckt er denn?“  
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Beitrag von Ryokina »

(2/12/2014 4:51:09 PM)  Ryokina   Ich schaue noch erwartungsvoll auf den Jungen, als ich die Stimme der Sirene höre und wieder zu ihr schaue. „Dimir hat dich hergebracht?", sie stutzt, "Wo steckt er denn?“ "Ach keine Ahnung. Als ich aufgewacht bin, war er schon weg. Er hat sich wahrscheinlich in seine Ratten gemorpht und schläft jetzt. Wo wir schon bei Dimir sind. Ich habe gehört, ihr habt ihn mal mit einem Mädchen mit Messer getroffen, dass die Siegel öffnen will. Davon hat er mir gar nichts erzählt." Den letzten Satz sage ich mit einem Unterton. Hoffentlich verstehen sie, was ich meine.

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Beitrag von Gralaer »

(2/19/2014 5:35:20 PM)Kreck     "Guten Morgen! Ich heiße Ryokina. Und wer bist du?" grüßt sie zurück Gerade als ich den Mund öffnen will werde ich von Xashibel unterbrochen: „Dimir hat dich hergebracht?“. „Wo steckt er denn?“ Dimir? Ich überlege kurz und dann schießt es mir durch den Kopf. Verräter! Dreckiger! "Ach keine Ahnung. Als ich aufgewacht bin, war er schon weg. Er hat sich wahrscheinlich in seine Ratten gemorpht und schläft jetzt. Wo wir schon bei Dimir sind. Ich habe gehört, ihr habt ihn mal mit einem Mädchen mit Messer..." denn Rest überhör ich. Dimir? Ratten gemorpht? Was? Ist er jetzt ne Ratte? Passt schon fast zu ihm! Ha! Ich hoffe er bleibt einer für den Rest seines Lebens! Ohne auf das einzugehen was ich überhört habe verschwinde ich aus dem Gespräch und sehe mich nach Ratten in der Umgebung um. Das Problem ist...mit den Leichen wimmelt es hier nur von Ungeziefer. Ratten, Kakerlaken, Spinnen und Aasvögel. Fast musste ich würgen als ich sehe wie eine Ratte aus einem Leichnam gekrabbelt kommt. Ich halte mir die Hand vor den Mund und scheuche die Ratte in die Ecke bis ich sie mit einem Trittgegen eine Plasterwand kicke. Sie regt sich nicht mehr...hoffentlich war das schon Dimir, dabei spucke ich einmal aus. Mir wird klar das dieser Plam "planlos Ratten töten" keinen Sinn macht. Das kleine Mädchen und Dimir sind wohl "Verbündete" ich muss einfach hoffen das sie sich uns anschließen und dann Dimir in der Nacht erdolchen. Oder...ein "Unfall". In meiner Sicherheit Dimirs Tod grinse ich hämisch und überprüfe meine Klingen. "John bald ist Ruhe." flüster ich leise vor mich hin.
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