Ragnarök 2 - Cantata Mortis

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Gralaer
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(7/8/2013 7:19:56 PM)Kreck   Das klappern der Rüstungen durchschallt den Gang der unten an der Treppe hängt. Kleif stellt sich neben mich zur Treppe. Spannt den Bogen und schießt einen Pfeil die Treppe runter. "Spinnst!" brüll ich ihn an. "Jetzt wissen sie das wir hier...." "Whoa!" höre ich die Treppe hoch. "Siehst du was du gemacht hast!" flüster ich. "Da oben!" brüllt der Nächste. "Keine Sorge sie lösen die Falle aus." versucht mich Kleif zu beruhigen und klopft mir auf die Schulter. "Passt auf eine Falle, hier der Faden!"Der erste steigt drüber und sprintet die Treppe rauf. "Scheiße...komm!" Kleif läuft nach rechts weg. "Hey Kleif bleib...." ich seh nach unten, ach verdammt! "Kleif warte!" ich sprinte im nach. Hinter mir Kampfgeschrei. Ich schau nach hinten. Gut sie sind langsam in der Rüstung. Ich dreh mich wieder zum Fluchtweg. Wo ist Kleif hin? Verdammt ich hab ihn doch nicht... "Kleif!?" brüll ich durch den Gang. Ach verdammt! Ich schau nochmal zurück. Sie kommen näher. Hastig schaue ich die zwei Wege an die ich hab. Ich lauf weiter gerade aus. Ich muss jemanden finden! Ich wechsle dauernd die Wege die Ritter haben mich schon längst verloren. Ich bleibe wieder stehen um zu verschnaufen. "Gaaaahhhh!" brüllt es aus dem Nebengang und ein Königsritter stürmt aus dem Schatten. Dem ersten Schnitt von oben weich ich aus und hinter ihm trete ich gegen sein Bein lauf ich auch schon wieder weiter. Weiter hinten höre ich Klingen aneinander schlagen. Ich folge dem Klang. Hinter der nächsten Ecke sehe ich auch schon Kleif er verteidigt sich mit einem Langschwert gegen drei Ritter. "Kreck!" brüllt er zu mir rüber. Ist der blöd?! Einer der Ritter sieht mich und stürmt auf mich zu. Er läuft durch einen Schatten in dem ich ihm eine Stolperfalle lege. Er knallt hin. Kleif erledigt darauf gleich die zwei Ritter mit einem Kehlenschnitt. "Man verdammt, das war knapp!" stotter ich. Kann kaum noch Gedanken fassen außer..."Kleif die Rüstung!" Wir nehmen einem der toten Ritter die Rüstung ab. Die ziehe ich auch gleich an. „Die ist schwer, verdammt.“ mecker ich. „Klar, was denkst du?“ entgegnet er mir. „So du weißt was du tuen musst ich hau dann ab. Ich hoffe man sieht sich wieder kleiner Wicht du!“ schon rennt er weiter. Hinter mir höre ich das klappern der Rüstung wieder...jetzt muss ich nur hoffen das.... “Hey, wo sind sie hin?“ Ich halte mir an den Bauch und gebe nur von mir:“Da lang, sie haben uns fertig gemacht.“ Ich deute in die falsche Richtung. „Los! Los!“ und da rennen sie auch schon wieder. Ich sehe zu das ich aus dem Schloss komme und zum Königslager gehe.   So richtig fand ich denn Weg zurück nicht ich folgte einigen verletzten Soldaten raus aus dem Schloss und rein ins Lager. Dort herrscht Trubel Ritter werden verarztet Katapulte geladen und Soldaten bewaffnet. Soldaten stürmen rein und Verletze verlassen es. Das geht ne Weile. "Los rein da!" brüllt einer die frisch bewaffneten Soldaten an. "Es macht keinen Sinn!" ruft ein Verletzter. "Die machen uns fertig." Man der sieht ganz schön zugerichtet aus. "Dann los feuert die Katapulte!" "Die Katapulte, mein Herr? Aber das Schloss..." "Schloss hier oder da. Es ist befallen von Ratten! Zerstört es!" "Aber, mein Herr der König wird..." "Tu was ich sage oder ich lass dich köpfen!" Kurz ist Stille, ich beobachte das Tuen von einer Kiste aus auf der ich sitze. "Bereit machen zum Feuern!" Die Ritter stellen sich an die geladenen Katapulte die in einer geraden Reihe aufgestellt wurden. Mit einer Axt durchtrennen sie das angespannte Seil und die Steinbrocken fliegen durch die Luft auf das Schloss. Der Typ der das befahl grinst teuflisch. Ist wohl ein hohes Tier hier. Ich hoffe wirklich das die schon raus aus der Burg sind. Bis zum späten Abend bombadieren sie die Festung. Es ist nur noch eine Ruine übrig. Mir reichts ich hau hier ab.   Vorsichtig bahne ich mir einen Weg zur Clanstadt bis zum Echsengesöff, bin ich froh wenn ich da bin. In der späten nacht komme ich auch zum Glück an. Ich trete ein. "Königsratten bedienen wir hier nicht." schnauft der Wirt mich an. Ich gehe zu ihm rüber und ernte viele böse Blicke. Ich setze mich auf einen Hocker vor ihn an die Theke. "Psst. ich bins Kreck." "Ha....ahahahaha!" er zieht mir den Helm ab. Und lacht noch lauter. "Du bist schlau! Aber warum so verkleidet?" "Ziemlich lange Geschichte." und nehm mir ein Bier das er mir rüber reicht. "Ich hab Zeit...." und dann erzähl ich auch schon.                
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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(7/8/2013 8:03:00 PM)Xashibel Die Strasse zum Tempel ist schmal und schlängelt sich in unzähligen Serpentinen den Berg hoch. Ich habe es schon lange aufgegeben, die Kurven zu zählen, als endlich – endlich! – die Mauern des Tempels in Sichtweite gelangen. „Wow.“, mache ich unvermittelt. Der Tempel muss riesig sein! Von hier unten kann man nicht mehr erkennen als Türme mit weissen Wimpeln, doch die sind so zahlreich, dass man sich kaum vorstellen kann, wie das ganze Gebäude aussehen muss. Es thront direkt unter dem Gipfel an der Flanke des Berges und sieht aus, als wäre es mit ihm verschmolzen. „Es ist wirklich unglaublich…“, murmelt Lacrima. „Ich sehe es zum ersten Mal.“ „Und da wohnen Windpriester?“, frage ich nach. „Sind das Elementkrieger?“ „Nein, eher Elementmagier. Sie verwenden handelsübliche Magie, um den Wind zu bändigen.“, erklärt die Elfe. „An die Kraft einer richtigen Affinität kommen sie damit aber nicht.“ „Was meinst du, haben sie wirklich den Windschlüssel?“ Lacrima antwortet nicht, sie angelt etwas aus ihrer Tasche. Den Kristall. „Ich denke, das können wir gleich herausfinden.“ Ich nehme ihr die Kugel ab und halte sie vor mein Auge. Gespannt blicke ich wieder zum Tempel. „Und?“, will Lacrima wissen. „Ich kann nichts erkennen, da sind so graue Flecken.“, antworte ich. „Ist Staub in das Ding gekommen?“ „Kann nicht sein.“, antwortet die Elfe knapp. „Gib mal.“ Wortlos reiche ich ihr die Kugel und sie betrachtet die Türme. „Das ist seltsam…“, murmelt sie. „Ist es ein Element?“ „Ich glaube nicht. So etwas habe ich noch nie gesehen.“ Langsam nimmt sie die Kugel ab und sieht mich an. „Wir sollten nachsehen.“ Eine halbe Stunde später kommen wir völlig ausser Atem am Tempel an. Das mächtige Tor steht halb offen, doch es scheint niemand da zu sein. Nur das Heulen des Windes heisst uns willkommen. „Das ist unheimlich…“, raune ich, doch Lacrima zuckt nur mit den Schultern. „Nur der Wind.“ „Das brauchst du mir nicht zu erzählen… aber…“ „Komm, gehen wir rein.“ Die Türe führt durch einen kurzen Gang direkt in einen kleinen Innenhof, ein Sandplatz, in dessen Zentrum eine Statue steht. Ein Mann, der etwas in den Händen hält… beziehungsweise in der Hand, denn die zweite ist abgebrochen. Auf der anderen Seite der Statue ragt der Hauptteil des Tempels in seiner ganzen Pracht auf: Türmchen, Erker, Balustraden, Säulengänge, Fenster, Wimpel… Alles menschenleer. Lacrima hat ihren Stab aus dem Beutel geholt. „Das sieht nicht gut aus…“, murmelt sie und geht voran, an der Statue vorbei durch ein weiteres Tor. Ich folge ihr in einen Gang und über eine breite Wendeltreppe ein Stockwerk nach oben. Unsere Schritte hallen und paaren sich mit dem Heulen des Windes zu einer unheimlichen Begleitmusik. Die Treppe führt zu einem weiteren offenen Platz, von dem man auf die kaputte Statue heruntersieht. Weiter oben sind noch zwei solcher Stufen, und zuoberst thront der grösste und höchste Turm. Lacrima geht schon auf eine Treppe zu, die in die Mauer eingelassen ist und zur nächsten Stufe führt. Hier oben wird es zunehmend windiger, die vielen weissen und blauen Wimpel flattern fröhlich, doch auch sie können nicht über die gruselige Atmosphäre hier hinwegtäuschen. Durch eine Wendeltreppe, die in einem Turm verläuft, gelangen wir zur nächsten Stufe. Diese Plattform ist kreisförmig, und am einen Ende befindet sich der Eingang zum Turm. „Das ist das Heiligtum des Tempels.“, raunt Lacrima. „Wir dürften gar nicht so weit kommen. Die Priester müssten diesen Ort schützen.“ „Welche Priester?“ Ich trete zur Mitte des Kreises, wo ein Haufen Asche vom Wind umhergeweht wird. „Hier ist niemand mehr.“ Lacrima tritt neben mich. „Was ist hier passiert?“ „Die Sänger.“, erklingt eine Stimme hinter uns. Erschrocken drehen wir uns um, Lacrima hält ihren Stab bereit, senkt ihn jedoch gleich wieder. „Ein Windpriester…“ Die Stimme gehört zu einem kleinwüchsigem Mann mit weisser Robe und kahl rasierter Stirn, der ein hellblaues Band um den Kopf gebunden hat. Seinen Blick hält er ehrfürchtig gesenkt. „Es sind also noch welche übrig?“, frage ich. Der Priester schüttelt den Kopf. „Nur ich.“, widerspricht er. „Ich war zur Zeit des Überfalls im Keller beschäftigt, und… nun.“ „Sag, was ist passiert?“, fragt Lacrima gleich nach. „Was wollen die Cantata Mortis von euch?“ „Ich weiss es nicht.“ Seine Stimme bleibt ruhig, doch aus dem Blick des Priesters spricht Verzweiflung. „Ich weiss es einfach nicht. Sie haben uns nichts genommen, sie sind nicht auf unsere Macht aus, sie haben uns einfach…“ „…Abgeschlachtet.“, beendet Lacrima den Satz. „Das tut mir leid.“ „Wo sind denn… Wo sind denn die Leichen?“, frage ich mit einem dicken Kloss im Hals. „Hier ist gar nichts.“ „Ich habe sie verbrannt.“, antwortet der Priester. „Der Wind wird ihre Asche weit über die Welt tragen.“ Ich schlucke und versuche, nicht zu dem Aschehäufchen hinter mir zu blicken. Der Priester unterbricht den unangenehmen Moment. „Nun, ihr habt mir noch nicht gesagt, wer ihr seid und was ihr im Tempel des Windes sucht.“ „Entschuldige…“, meint Lacrima und packt ihren Stab weg. „Wie unhöflich von uns… Mein Name ist Lacrima und das ist Xashibel, die Elementkriegerin des Windes. Wir… hatten gehofft, dass ihr den Windschlüssel aus den Ruinen von Sanctorions Turm geborgen habt.“ „So?“ „Ja. Äh – wie heisst Ihr überhaupt?“ „Mein Name ist Sira. Ich stehe noch am Beginn meiner Ausbildung zum Priester… doch wie es scheint, wird sie wohl nie beendet werden.“ „Sira… wisst Ihr etwas vom Windschlüssel?“ „Kommt mit.“ Der Priester wendet sich um und verlässt die Plattform über die Treppe, über die wir heraufgekommen sind. Wir folgen ihm schweigend in einen kleinen Raum, der nur mit einem niedrigen Tisch ausgestattet ist. Sira setzt sich auf den Boden. Zögerlich setzen wir uns zu ihm. Sira beginnt zu erzählen. „Lacrima Lichtelfe, Euch ist der Name Danar sicherlich ein Begriff?“ „Ja?“ „Nun, auch Danar kam dereinst zu diesem Tempel und verlangte, die Windklingen benutzen zu dürfen. Seine Ziele waren redlich, also überliessen wir sie ihm. Ihr wisst bestimmt, was dann geschah – Danar stellte sich in Sanctorions Dienste und verwendete seine Macht gegen die Welt.“ „Also…“ „Nun, da wir die Klingen wieder haben, wollen wir denselben Fehler nicht noch einmal machen. Wir werden sie euch nicht geben.“ Schweigen macht sich breit, ich rutsche unruhig auf dem Boden umher. Nicht geben? Aber ich werde mich nicht in die Dienste des Feindes stellen. „Sira…“, beginnt Lacrima, „Ich verstehe Eure Sorgen, aber die Sache ist nicht ganz so, wie Ihr glaubt – Danar hat sich nicht freiwillig in Sanctorions Dienste gestellt.“ „So sah es aber aus.“ „Sanctorion beschäftigte zu der Zeit einen Magier bei sich, Nilred – “ Der Name lässt unangenehme Erinnerungen in mir hochsteigen. „ – und dieser Magier hat es geschafft, Danars Persönlichkeit zu zerstören und durch eine Neue zu ersetzen. Der Windmagier in Sanctorions Diensten war nicht Danar. Es war Arkaron.“ Der Priester überlegt kurz. „Das ändert nichts.“, meint er dann. „Es könnte wieder geschehen.“ „Nilred ist tot.“ „Die Macht der Sänger übersteigt die eines einfachen Magiers. Auch sie könnten solche Mittel anwenden.“ Lacrima seufzt nur, und ich ergreife das Wort. „Aber was ändert das? Ob sie unsere Persönlichkeit mit oder ohne Schlüssel ändern, das macht doch gar keinen Unterschied. Wir wären ohnehin verloren.“ „Und?“ „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen alle Elementkrieger ihre Macht bündeln. Alle Macht, die sie kriegen können. Wir brauchen den Schlüssel, wenn wir eine Chance haben wollen.“ „Aber wenn ihr euch auf deren Seite stellt…“ „Dann macht es auch keinen Unterschied mehr – dann hatten wir unsere Chance, und wir haben sie verwirkt. Ob die Sänger dann eine Waffe mehr oder weniger haben, ist dann gar nicht mehr von Belang.“ Sira schweigt nur, meine Worte scheinen ihn zum Nachdenken zu bringen. Dann rafft er seine Robe und erhebt sich. „Nun gut, Xashibel, Meisterin des Windes. Ich werde Euch die Waffen geben. Aber Ihr müsst mir schwören, dass ihr alles tut, um meine verlorenen Brüder und Schwestern zu rächen!“ „Ich schwöre es.“, sage ich und erhebe mich ebenfalls. „Beim Blut meiner Ahnen.“ Der alte Sirenenschwur geht wie selbstverständlich über meine Lippen, bevor ich überhaupt merke, was ich gesagt habe. „Und bei allem, was mir wichtig ist.“, füge ich hinzu. Sira führt uns wieder nach oben, an dem furchtbaren Aschehaufen vorbei, in den grossen Turm hinein. Zu meinem Erstaunen ist der Turm innen komplett hohl und nach oben geöffnet. „Stellt euch zu mir.“, befiehlt der Priester und geht zur Mitte des Raumes. Mit ausgestreckten Armen beginnt er, eine Beschwörung zu murmeln, die Winde an der Innenseite des Turmes rotieren lässt. Er beschwört einen Tornado. Es dauert jedoch furchtbar lange, bis die Winde uns endlich zu tragen vermögen. Langsam werden wir im Inneren des Turmes hochgehoben, an zahlreichen Wandbemalungen vorbei, die durch die Reibung des Windes schon halb abgeblättert sind. Der Tornado trägt uns durch die obere Öffnung des Turmes in einen überraschend grossen Raum, wo wir sanft abgestellt werden. Wir sind auf der Spitze des Turmes… Staunend blicke ich durch eines der vielen Fenster. Man kann von hier aus die Spitze des Geisterberges sehen – sie ist niedriger als der Turm! Und dahinter thront der Drachenberg… „Xashibel, Meisterin des Windes.“, holt Sira mich aus meinen Gedanken. „Dies ist das Heiligtum unseres Tempels: die Klingen des Windes.“ Voller Erwartung drehe ich mich um und blicke etwas enttäuscht auf die Waffen, die auf einem steinernen Altar vor Sira liegen. Ein Langschwert und ein Dolch. Ich hätte… mächtigere Waffen erwartet. „Kommt nur näher.“, fordert Sira mich auf. „Beobachtet, welche Form sie annehmen.“ „Welche Form sie annehmen?“, wiederhole ich verwundert. „Ihr werdet schon sehen.“ Langsam trete ich auf die beiden Waffen zu, die im Licht der untergehenden Sonne rot blitzen. Das sind die Windklingen. Der Windschlüssel. Meine Waffen. Vorsichtig strecke ich eine Hand danach aus, doch bevor ich die Klingen erreiche, beginnen sie, sanft zu glühen. „Was..?“ „Nur weiter.“ Ich fasse Mut und berühre eine der Klingen. Der Dolch fühlt sich heiss an unter meiner Haut und beginnt, noch stärker zu glühen. Das erstaut mich – ich fühle sonst keine Hitze. „Seht.“, haucht Sira, und ich blicke wieder zu den Klingen. Sie verformen sich. Das helle Licht schwindet, und statt des Dolches und des Schwertes liegen zwei perfekt runde Stahlringe auf dem Tisch. An einer Seite sind sie mit Stoff umwickelt, damit man sie halten kann. Drei Spitzen ragen aus jedem Ring, und die Kanten sind scharf geschliffen. Ich nehme einen Ring in die Hand. Etwas zieht mir im Bauch und ich fühle mich, als würde ich aus meinem Körper gerissen. Keuchend lasse ich den Ring fallen. „Was war das?“, frage ich erschrocken. „Das…“ „Lasst euch darauf ein.“, fordert Sira mich auf. „Lasst es einfach geschehen.“ „Gut…“ Ich atme tief durch und hebe den Ring vom Boden auf. Wieder kommt dieses Gefühl, doch ich halte die Klinge fest und lasse es einfach geschehen. Der Raum schrumpft um mich, obwohl alles unverändert aussieht. Ich stehe hier und gleichzeitig über mir, und der Ring in meiner Hand ist um das Dreifache gewachsen – doch er sieht immer noch gleich gross aus. „Was passiert hier?“, frage ich und wende mich zu Sira. Ein heftiger Windstoss fegt den zweiten Ring vom Altar. „Vorsicht!“, ruft Sira und hält meinen Arm fest. „Bewegt euch vorsichtig. Ihr könntet jemanden verletzen.“ Verwundert betrachte ich Siras Hand an meinem Arm und den Ring, der sich so gross anfühlt, obwohl er sich kein Bisschen verändert hat… Und dann verstehe ich. Die Klinge verbindet mich mit dem Wind! Der Wind formt die Klinge nach, nur viel grösser, und vergrössert so meine Reichweite. „Das ist unglaublich!“, rufe ich und bücke mich nach dem zweiten Ring, darauf bedacht, den ersten nicht zu schnell zu bewegen. Sobald ich sie berühre, fühle ich die Waffe im Wind, sie reicht fast bis zu Lacrima, die am anderen Ende des Raumes steht. Ich traue mich kaum, meine Hände zu bewegen. „Hm, das ist toll – aber etwas umständlich…“ „Du kannst die Grösse der Klingen beeinflussen.“, erklärt Sira. „Ach, ja, das wäre mir nur recht.“, murmle ich und flüstere dem Wind zu, kleiner zu werden. Der Wind bläst mir nur verwirrt ins Gesicht. „Hm, nur wie?“ frage ich und blicke Sira an. „Mit Euren Gedanken.“, erklärt der. „Kontrolliert ihr den Wind nicht auch so?“ „Nein, eben nicht…“, murmle ich und konzentriere mich darauf, die Klingen kleiner werden zu lassen. Sie reagieren tatsächlich mühelos und schrumpfen auf Originalgrösse zurück. Lächelnd nehme ich beide Ringe in meine linke Hand. „Das ist unglaublich.“
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Cydhra
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Cydhra »

(7/10/2013 7:39:17 PM)Sintharak   Sie sind also entkommen. Schade, dass sie keine Magie gegen die Steine eingesetzt haben. Es wäre zu schön gewesen. Ich habe gehört, wie dieser Dimir gesagt hat, dass sie von der Schlucht weg wollen, weil sie Angst vor mir haben. Mein Plan geht auf. Glaubst du wir sollten sie jetzt töten? Nein, spiel mit ihnen, wir werden sie schwächen und dann töten. Wieso? Sind wir nicht stärker? Ein guter Assassin geht immer davon aus, dass sein Gegner 100 mal stärker ist als er selbst. So habe ich es noch nicht betrachtet! Dann freu dich, dass du noch lebst. Nun gut, wir folgen ihnen weiter. Sie sind dort an den Steinen vorbei gelaufen. Ich eile den Kriegern hinterher, stetig auf meine Deckung achtend. Sie scheinen nervös zu sein und drehen sich häufig um. Gut so, fürchtet das Böse. Aber erwartet nicht es zu sehen, es ist immer da, wo ihr es nicht erwartet. Meine Ziele bewegen sich durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Zu beiden Seiten erheben leichte Hügel. Ich sprinte am Rücken eines dieser Hügel an den Wanderern vorbei und überlege mir, wo sie eigentlich hinwollen. Dann beobachte ich sie aus einem Busch heraus. Sie kommen langsam näher. Ich suche mir einen geeigneten Fels und platziere eine kleine Bombe. Nicht schlecht. Das wird nicht gerade zu ihrer Beruhigung beitragen! Die Bombe wird in einem sehr kleinen Radius explodieren, doch die Druckwelle wird innerhalb dieses Umkreises umso stärker sein. Ich nehme abstand und verstecke mich hinter einer weiteren Felsgruppe. Der präparierte Felsen ist so gewählt, dass es für die Krieger schwer sein wird an ihm vorbeizukommen, denn das Flussbett ist an dieser Stelle ungefähr so hoch wie ein Mensch. Zudem wird der Fels aus seiner Verankerung gelöst, sodass hoffentlich viele kleinere Gesteinsbrocken abfallen und eine zusätzliche Barriere bilden. Ich habe die Lunte der Bombe mit einer langen Zündschnur verdrillt und zünde diese jetzt an. Die drei kommen jetzt näher. Die Lunte brennt ein wenig schneller ab als geplant. Na gut, dann zerquetsche ich eben doch keinen unter den Felsen. Ich warte einen Augenblick, als der Funke hinter der Biegung verschwindet. Plötzlich bleiben meine Zielpersonen stehen. Sie scheinen die Zündschnur gesehen oder zumindest gehört zu haben. Doch im nächsten Augenblick explodiert die Bombe. Der Knall ist Ohrenbetäubend und die Druckwelle erreicht mich stärker als ich erwartet hatte. Ich lasse mich kontrolliert nach hinten fallen um Verletzungen zu vermeiden. Wie es um die Anderen steht weiß ich nicht, denn sie verschwinden aus meinem Blickfeld. Aber ich höre einen spitzen Schrei. Hihi, ich liebe Bomben! So etwas sollten wir viel öfter machen! Hallo? Hier geht es um die Mission. Nicht um Spielereien! Warum denn immer so Ernst? Lass uns die Arbeit mit Spaß verbinden und wir brauchen viel weniger Ruhe! Mühsam richte ich mich wieder auf und blicke in eine dichte Staubwolke. Wir sollten uns lieber zurückziehen, vielleicht kommen sie auf die Idee uns zu suchen. Also mir hätte das einen solchen Schrecken eingejagt, dass ich mich nicht gerührt hätte. Ich glaube kaum, dass die viel mehr machen werden als wegzurennen. Schon klar, aber du solltest immer damit rechnen… … dass der Feind 100-mal härter ist als wir. Ich gehe ja schon! Aber das wäre kein Mut, das wäre Dummheit. Wenn sie uns suchen, sind sie dran! Schade eigentlich. Beten wir, dass wir noch länger Spaß mit ihnen haben können. Weg hier jetzt!     So, ich hoffe dass die Fremdsteuerung im Sinne der Chara-Besitzer steht, sie können ihre Sichtweise ja ausschmücken (Bitte nicht unlogisch gegenüber meinem Post). Aber mein Internet funktioniert zur Zeit nicht wirklich und deshalb habe ich den Post eben schnell auf eigene Faust geschrieben. Änderungen werden natürlich übernommen. (Apropos Änderungen: In meinem alten Post steht glaube ich immer noch, dass Pflanzen Sauerstoff brauchen und nicht CO2… das ändere ich wahrscheinlich nie mehr…  
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(7/10/2013 7:44:54 PM)Kreck   Die Geschichte ist erzählt. Der Wirt, der übrigens Bobka heißt, starrt:"Meine Fresse, kaum bist du allein erlebst du die spannendsten Abenteuer." und putzt die Bierbecher weiter. Dann deutet er mit dem Lumpen auf mich: "Du! Bist ein verdammter Glückpilz! Stell dir mal vor du sitzt den ganzen Tag hier und putzt dreckige Teller und Gläser." "Pff, auf das Glück könnt ich verzichten." nörgle ich schon wieder. "Hahahaha, willst du vielleicht tauschen? Ich sag dir das willst du nicht, sei froh das du um die Welt kommst." ich bleib still. "Schweigsam? Ich sag dir mal was. John euer Boss hat was gegen diesen Chorverein! Aber sagt das bloß niemanden, ich sollte eigentlich darüber schweigen."  "Er hat was gegen die Cantanana....Murtis äh Mortis? Sänger? Wie soll ich das denn verstehen?" Bobka sieht sich um und bückt sich dann zu mir rüber. "Ich weiß es nicht er hat aber ständig über die Cantana Mertis? Oder wie heißen die überhaupt? Egal aufedeefall redet er nur schlecht über sie mit anderen Leuten." "Was für Leute?" stocher ich nach. "Was weiß ich! Sie sahen aber aus wie gefährliche Leute. Sie sprachen immer hinten in der Küche. Mehr weiß ich nicht." "Hm...mit wem könnte er gesprochen haben...ich weiß es nicht." "Egal wohin ich eigentlich wollte war. John mag die Kerle ,die so schön trällern das alle Tod umfallen, nicht er könnte was planen gegen sie. Wenn du mitspielst könntest du äußerst kostbare Informationen für ihn bekommen. Das heißt..." "Gold. bis. zum. tot. trinken." ein breites Grinsen formt sich in meinem Gesicht. "Bobka ich muss sagen du hast mich wieder ermutigt." "hahaha, kaum nennt man das Gold hüpft Kreck aus dem Loch." er lacht laut. Eine Weile unterhalten wir uns noch bis die Tür aufgeht und Königsritter reinstürmen. Bobka steht auf und wächst nochmal um einem Meter. Er stellt sich vor die Ritter die darauf zurückweichen. "Wir bedienen keine Arschkriecher!" und befiehlt ihnen zu gehen. "Wii...rr...Wirrr....Wir siind auf Ge....Geheiß des Kö *schluck* nigs hier." stottert einer der Ritter. "Einer der Rrrrr Roten Echsen soll sich als Königsss....rrrr ritter verkleidet haben und so aus der Bbbbb... Burg entkommen sein." stottert er weiter. Sie meinen mich! "Der ist nicht hier!" und deutet auf die Tür. "Wir müssen trotzdem kurz alle überprüfen sonst gehen sie die Schschsch...ließung der Taverne hier ein." "Schließung! Ist das Erpressung!?" brüllt er. Hinter seinem Rücken sehe ich seine Hand mit der er mich auffordert zu verschwinden. Das tu ich auch sofort und gehe langsam zu Hinterausgang. In der Gasse dahinter ist es ruhig und dunkel. Ich muss hier verschwinden!
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Avielata »

(7/10/2013 11:17:58 PM)Avielata„Wacht auf, ihr habt lange genug geschlafen!“ Isinghars Stimme und das rütteln an meinem Körper rissen mich aus meinem tiefen Schlaf. „Was ist los, ist irgendwas passiert?“ lallte ich schlaftrunken. „Was los ist fragst du Jüngchen? Du hast zwei Tage lang geschlafen. Die Soldaten haben dich in ein Zelt getragen damit du nicht erfrierst. Nachts wird es hier draußen ziemlich kalt!“ Mit einem Schlag war ich hellwach. „Zwei Tage?!“ rief ich aus und fuhr dann ruhiger fort „Ich fühle mich trotzdem wie gerädert und habe einen Schädel der nichtmehr feierlich ist. Wieso hat Firusha mich nicht geweckt?“ bohrte ich weiter. „Sie meinte ihr werdet den Schlaf brauchen und befahl euch nicht zu stören.“ Antwortete er abwesend und konzentrierte sich auf irgendetwas außerhalb des für mich bereitgestellten Zeltes. „Was ist los? Wenn ihr mich weckt muss es ziemlich wichtig sein oder nicht?“ schoss ich die nächste Frage ab. „Der Stein beginnt zu bröckeln und seit einiger Zeit sammeln sich die Untoten vor der Mauer.“ – „Das ist doch ihre Festung oder nicht? Wieso kommen sie nicht einfach von innen?“ – „Ich habe nicht die geringste Ahnung. Und was die Festung angeht. Bisher hat sich niemand getraut zu betreten und es ist auch kein Gegner aus der Festung herausgerannt.“ Antwortete er auf meine Fragen. „Wir sollten nach draußen gehen, die Barriere wird nichtmehr lange halten.“ Forderte er mich unterschwellig auf. Noch immer etwas schläfrig erhob ich mich aus dem Bett nachdem Isinghar das Zelt verlassen hatte und zog mich an (wer hatte mich bitte ausgezogen?). Als dies erledigt war ergriff ich meine Sense die sorgfältig auf dem im Zelt vorhanden Tisch abgelegt worden war. Dann trat ich aus dem Zelt heraus wo mich Fackellicht von den inzwischen überall im Lager verteilten Kohlenpfannen empfing. Mit langen Schritten ging ich auf die Ansammlung von Soldaten zu die sich vor dem stark bröckelnden Stein sammelte. Lange würde er nichtmehr halten, vielleicht noch einige Minuten aber dann wird er zusammenbrechen und die Untoten würden uns auf Dauer überrennen. Ich hielt an als mich jemand an der Schulter griff und drehte mich um. „Belletain –rief ich erfreut aus- es ist schön euch wieder auf den Beinen zu sehen, geht es euch besser?“ – „Bei weitem besser Avielata, dank euch und Isinghar kann ich bereits wieder Seite an Seite zu meinen Männern stehen. Ich bin einfach nicht der Typ Lord der sich hinter seinen Soldaten versteckt. –lachte er und kratzte sich verlegen am Kinn- Ich bin eher derjenige der mit ihnen kämpft und stirbt. Denn ich bin genau wie sie und nur weil ich einen höheren Stand habe heißt das nicht das ich besser bin als sie.“ – „Weise Worte von einem beachtlichen Mann Lord Belletain.“ Erwiderte ich auf seine Erläuterung. Krachend fiel ein großes Stück der künstlich erschaffenen Barriere die das Tor verschloss ab. „Nehmt die Positionen ein! Schilde nach vorne, bildet eine Mauer!“ wies Belletain seine Soldaten an und unter das geschäftige Marschieren und aufstellen der Soldaten sowie das klappern ihre Ausrüstung mischte sich das Geräusch von berstendem Stein. Immer mehr und größere Stücke der Barriere fielen zu Boden und wurden zu Staub. Schlussendlich fiel sie endgültig in sich zusammen. Es dauerte einige Sekunden bis die ersten Untoten durch das Tor stürzten und auf die Schilde der Verteidiger prallten die mit ihren Schwertern nach diesen hieben. „Avielata ihr müsst in die Burg und die Nekromantin ausschalten! Wenn sie nicht bald stirbt werden wir einfach überrannt werden.“ Brummte Belletain bitter. „Da hat er Recht Elementkrieger. –schaltete sich Firusha ein die plötzlich neben mir erschien- Deshalb habe ich euch auch solange schlafen lassen. Das wird ein harter Kampf und ihr werdet all eure Kräfte brauchen um sie zu besiegen.“ Schweigend betrachtete ich Belletain und Firusha, schließlich nickte ich und bewegte mich mit einem letzten Blick zu den verbissen kämpfenden Soldaten in das Innere der Festung hinein. Firusha folgte mir.
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Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(7/11/2013 3:30:47 PM)  Arachne   Dimir trägt mich schon eine ganze Weile. Doch nun spüre ich das wir stehen bleiben.    Dimir: "Was... ist das? Ich habe irgendetwas gehört." Ryokina: "Ja ich auch." Ich: "Mh... Vielleicht..."   Plötzlich gibt es einen riesigen Knall und ich spüre etwas heißes an meiner Haut. "Au!" Ich schreie auf.    Dimir: "Alles ok Arachne?" Ich: "Weiß nicht. Was war das?" Ryokina: "Ne Bombe oder so." Dimir: "Arachne deine Haut! Die ist ja total verbrannt!" Ich: "Echt?" Ryokina: "Ja. Komm wir gehen rüber zum Fluss es abkühlen." Ich: "Gute Idee."   Es tut extrem weh und meine Augen füllen sich mit Tränen. (Wenn die von der Folter später wüsste) Dimir führt mich eine sehr kurze strecke und führt dann meinen Arm nach unten. Mein Arm taucht in das Wasser ein und die Abkühlung tut wunderbar. Der Fluss ist schön kalt. Ich höre es tropfen und dann spüre ich wie etwas Nasses kaltes um meinen Arm gelegt wird.   Dimir: "So. Das ist schmerzlindernd." Ich: "Danke." Ryokina: "Und nun? Was wollen wir nun machen." Dimir: "Ich schlage vor dass wir möglichst schnell in die nächste stadt kommen."   Dann nimmt er mich wieder hoch und trägt mich weiter.

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(7/11/2013 4:09:52 PM)Xashibel „Wartet hier.“, weist Sira uns an, als wir wieder auf der zweitobersten Stufe angekommen sind. Dann verschwindet er durch einen Bogen im Inneren des Tempels. „Das erklärt, warum so viele verschiedene Quellen zum Windschlüssel vorhanden sind.“, meint Lacrima. „Allerdings.“, bestätige ich. „Hm, aber weißt du, wie man mit solchen Ringen umgeht?“ „Nein.“ Die Elfe schüttelt den Kopf. „Ich bin ohnehin kein Experte in Kampfkunst. Vielleicht kann man uns im Clan weiterhelfen.“ „Hm.“ Ich stelle mich an die Kante der Plattform – es gibt kein Geländer. Es gibt auch fast nirgendwo Türen. Der Wind kann ungehindert durch den ganzen Tempel ziehen… Es ist jetzt Abend, der Seewind schläft langsam ein, die Sonne wirft lange rote Schatten auf die Steine. Dieser Ort wirkt so trügerisch friedlich… wäre da nur nicht der Aschehaufen. Die Ringe blitzen auf, als ich sie vor mir ausstrecke und wachsen lasse. Mein ganzer Körper wächst mit, ich werde aus mir herausgehoben und schwebe über mir, so fühlt es sich an. Dennoch hat sich gar nichts verändert, auch mein Blickwinkel nicht – ich stehe unverändert da. Hier draussen ist viel Platz. Ich lasse die Ringe weiterwachsen, bis sie die nächste Plattform erreichen. Mir wird schwindlig, ich stehe völlig ausser mir. An dieses Gefühl werde ich mich gewöhnen müssen. Eine leichte Brise kommt auf, wickelt sich um die riesigen Abbilder meiner Ringe und verschmilzt mit ihnen. Man kann sie nicht sehen, aber ich spüre sie genau. Das ist die mächtige Waffe, die ich wollte. Ich höre Schritte hinter mir und wende mich um – etwas zu hastig. Das Windabbild einer meiner Klingen stossen gegen einen der Türme, ein heftiger Windstoss ist zu hören und ich fühle einen Stoss an meinem vergrösserten Arm, der gar nicht da ist. Erschrocken lasse ich den Ring fallen. Mit einem klingenden Geräusch prallt er eine Stufe weiter unten auf den Boden. Hastig schrumpfe ich den verbleibenden Ring auf Normalgrösse. „Hoppla.“ „Das ist nicht die empfohlene Art, mit einer Waffe umzugehen…“, kommentiert Sira, der mit zwei dicken Büchern unter dem Arm zurückgekommen ist. „War ein Versehen.“, murmle ich und haste zu der Treppe, um den zweiten Ring zurückzuholen. Kurz darauf stehe ich wieder oben und Sira hat ein Buch aufgeschlagen. „Ich kann Euch die Techniken der Windklingen lehren. Ich habe auch ein Buch, in dem mehr über diese Art Waffen steht… doch ich verstehe nicht viel davon.“ „Was sind das denn für Techniken?“, frage ich nach. „Hauptsächlich die, die Ihr schon kennt: Das Ausdehnen der Klingen.“, antwortet der Priester. „Ihr müsst sie besser beherrschen, damit Ihr Missgeschicke wie das eben verhindern könnt. Ihr hättet leicht jemanden verletzen können.“ „In Ordnung.“, meine ich. „Ich meine, ich wäre froh, wenn Ihr mir das beibringen könntet.“ Sira blättert wieder in seinem Buch. „Dann fangen wir an.“ Wir trainieren bis in die Nacht hinein. Sira lässt mich die Klingen immer schneller strecken und einziehen. Ich gewöhne mich langsam daran, mich mit den Dingern zu bewegen, und das geisterhafte Abbild meines Körpers wahrzunehmen und zu kontrollieren. Schnelle Drehungen verwirren mich immer noch, aber ich habe es geschafft, einen der Ringe über einen schmalen Turm zu stülpen, ohne diesen zu berühren. Sira war allerdings weniger erfreut. „Passt auf, Ihr zerstört den Turm noch!“ „Ich hab alles im Griff.“ „Vorsicht, nicht zu hastig bewegen! Was – waah!“ „Seht Ihr, alles noch ganz.“ Darauf hat Sira eine alte Fahnenstange geholt, an der ich solche Übungen machen konnte. Mit dem Ergebnis, dass ich sie entzweigeschnitten habe, indem ich die Klinge zuerst darübergestülpt und dann blitzschnell kleiner werden lassen habe. „Ich denke, das reicht für heute.“, meint Sira jetzt. „Es ist schon spät.“ Ich stecke die Waffen weg. „Wo ist eigentlich Lacrima?“ „Ich habe sie vorhin auf der oberen Plattform gesehen.“, antwortet der Priester. „Vielleicht ist sie auch schlafen gegangen. Dieser Turm da steht euch übrigens als Unterkunft zur Verfügung.“ Der Turm, auf den Sira deutet, steht direkt neben dem, den ich fast umgepustet hätte. Ich beschliesse, zuerst oben nachzusehen, und schnappe mir eine der Fackeln, die Sira aufgestellt hat. Im Dunkeln ungesicherte Stufen hochzusteigen erscheint mir keine besonders weise Idee zu sein. So hoch im Gebirge hat man einen unglaublichen Blick auf die Sterne. Nicht eine Wolke trübt den Himmel – das würde Shékkel bestimmt gefallen. Hoffentlich behält Lacrima recht und sie kommt bald wieder… Die Elfe ist tatsächlich auf der obersten Tempelstufe. Direkt neben dem hohlen Turm sitzt sie auf der Kante und lässt die Beine baumeln. Erst denke ich, sie bewundert die Sterne, doch sie sieht nach unten. „Lacrima?“, frage ich leise, um sie nicht zu erschrecken. Nicht, dass sie runterfällt. „Hallo.“, antwortet sie, ohne aufzublicken. „Und, machst du Fortschritte?“ „Ja, schon.“ Lacrimas monotone Stimme irritiert mich. „Ist etwas?“, frage ich nach und kauere mich neben sie. „Ach… was soll schon sein.“, weicht sie aus, stützt einen Fuss auf die Steinkante und umschlingt ihr Knie mit den Armen. „Alles ist, oder?“ Die Mauer, auf deren Kante wir sitzen, ist mindestens zwanzig Meter hoch, und darunter sind nichts als blanke Felsen. „Schätze schon.“, meine ich und knie mich hin. „Wir sind… die Cantata Mortis sind…“ Lacrima stützt ihren Kopf auf ihr Knie, ihre Worte sind nur noch ein Nuscheln. Sie wirkt so verloren, wie sie ihr Knie umschlingt und ihr Gesicht verbirgt. So klein und verletzlich. „Ja, die Cantata Mortis sind, und darum ist bald nichts mehr.“, antworte ich. „Nichts ist.“ Lacrima seufzt nur. „Und dann?“ „Was dann?“ „Ja, was dann?“ Ich blicke auf zu den Sternen, die uns schweigend beobachten. „Dann haben wir verloren.“, antworte ich. „Du willst nicht aufgeben, oder?“ Gespannt warte ich, doch Lacrima lässt sich Zeit mit der Antwort. „Was wäre, wenn?“, meint sie schliesslich. Der Wind wirbelt die Asche hinter uns auf. „Dann wäre Alucard bestimmt enttäuscht von dir.“ „Wäre er.“, nuschelt Lacrima. „Wenn er denn wäre.“ „Wie?“ Fragend blicke ich die Elfe an. „Wäre er, wenn er denn wäre.“, wiederholt sie. „Aber er ist nicht!“ „Lacrima!“, rufe ich, stehe auf und packe sie an der Schulter. „Ich lasse nicht zu, dass du aufgibst!“ Die Nacht wirft das Echo meiner Worte umher, doch Lacrima reagiert nicht. Energisch zerre ich sie vor dem Abgrund weg. „Du gibst nicht auf, hörst du? Du musst weitermachen! Wenn schon nicht wegen Alucard, dann wenigstens wegen mir. Wegen Chera, Shékkel und Itaga. Würdest du es zulassen, dass die alle auch wegsterben?“ Endlich reagiert die Elfe. „Nein!“, ruft sie und schüttelt meine Hand ab. „Natürlich nicht!“ „Dann lass uns nicht im Stich, Lacrima.“ „Werde ich nicht!“, antwortet sie giftig und rennt davon, die Stufen hinunter, weg von dem Aschehaufen.
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Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(7/12/2013 1:46:10 PM)  Ryokina   Seit dem Anschlag laufen wir schon eine Weile. Meine Füße schmerzen vom vielem Laufen in den letzten Tagen. Als ich nach Osten blicke sehe ich wie die Sonne langsam am Abendhimmel untergeht. Ich finde das Abendrot wunderschön. Plötzlich erscheint ein Bild vor mir. Ein Mädchen steht lachend neben einem Mann und zeigt auf das Abendrot. Bin ich das? Nun erinnere ich mich. Ja das bin ich. Ich war immer Einzelkind, aber seit ich Arachne kennengelernt habe, ist sie wie eine kleine Schwester für mich. Wenn ihr etwas zustoßen würde… Nein. Das darf nicht passieren. Ich würde das nicht überleben. Wir sind quasi schon eine kleine Familie.  Arachne ist für mich wie eine kleine Schwester und Dimir wie ein Vater. Dad… Langsam läuft mir eine Träne hinunter. Wenn er jetzt tot ist? Vielleicht haben ihn die Cantata Mortis ja umgebracht… Plötzlich unterbricht mich Dimir aus meinen Gedanken. „Wir sollten eine Höhle oder so etwas für die Nacht suchen.“ Ich schaue mich um und entdecke etwas abseits eine kleine Höhle. „Sieh mal da!“, rufe ich. Wir laufen hinüber zu der kleinen Höhle. Als wir drinnen sind trägt Dimir Arachne nach hinten und kommt dann wieder nach vorne. Diese Höhle ist nicht besonders groß. Der Eingang ist so niedrig das Dimir beinahe nicht mehr durchgekommen ist.  Plötzlich höre ich ein Geräusch. Blitzartig drehe ich mich zum Höhleneingang um und sehe etwas am Eingang liegen. Dann kracht er gewaltig. Im ersten Moment bin ich wie erstarrt, während die Höhlenbrocken nur so runter purzeln, doch dann reiße ich mich zusammen. Wir werden es nicht rechtzeitig durchschaffen. Dimir steht näher am Eingang als ich… Ich renne zu ihm hin und schubse ihn im letzten Moment durch den Eingang. Dabei falle ich hin und ein größerer Stein fällt auf meine Hand. Ein Schmerz durchzuckt mich.  „Au verdammt!“, sage ich.  „Was ist los?“ „Meine Hand! Ein Stein ist draufgefallen!“  Ich schaue zu Arachne. Mit tapsigen Schritten kommt sie auf mich zu. „Ich versuche dir zu helfen“, meint sie. Aber das kann sie nicht. Sie ist zu schwach. „Nein warte Arachne“. Ich beiße die Zähne zusammen und mit aller Kraft ziehe ich, während ich mit der anderen Hand den Stein hochhebe. Nach ein paar Minuten habe ich es endlich geschafft. Ich befühle vorsichtig meine Hand, wobei ich zusammenzucke. „Mh… wahrscheinlich gebrochen“, meine ich. Plötzlich beginnt Arachne zu husten. Sie hustet immer stärker und stärker und auch ich beginne zu husten. Panisch schaue ich mich um und sehe wie aus einem kleinen Loch in der Hinterwand der Höhle etwas Dampfartiges hervordringt. Arachne zwingt er auf die Knie und ich habe das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Langsam sacke nun auch ich auf die Knie. Ich spüre förmlich wie meine Lunge schmerzt, da sie verzweifelt versucht Luft zu erhalten. Alles um mich rum dreht sich. Es dreht sich immer schneller und schneller. Meine Beine können mich nicht mehr halten, auch wenn ich bereits auf die Knie gesenkt bin. Meine Muskeln erschlaffen und dann falle ich schlapp zu Boden. Ich höre den lauten Ton des Aufpralls noch förmlich in meinem Kopf. Ich lebe noch, aber ich nehme nicht mehr war außer das laute Dröhnen in meinem Kopf. Und schließlich spüre ich nichts. Da ist gar nichts. Einfach nur schwarz. Ich fühle nichts, ich sehe nichts, ich schmecke nichts, ich rieche nichts. Ich scheine in der Leere höchst selbst zu sein. Bin ich tot? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist das hier das, was einen nach dem Tot erwartet. Das Nichts. Während ich so am Denken bin, merke ich wie mich eine große Müdigkeit überkommt. Ich schließe die Augen und dann schlafe ich, falls das hier noch möglich ist.     Das ist vorerst der letzte Posti von den beiden. Ich werde meinen Schreibstil verbessern. Und dann schreibe ich weiter. Also dann: Wir sehen uns im Nichts. ^^

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(7/12/2013 6:46:59 PM)Kreck   Die Königsritter marschieren nun ständig durch die Gassen. Überall klappern 3-5 Soldaten durch die Gassen und kontrollieren jeden denn sie sehen. Ich sollte zu Rikaso´s Schmugglerhöhle. Die liegt gut versteckt in der Stadt, ist auch nicht weit weg aber durch diese Blechbüchsen könnte das heikel werden... Im Moment bin ich immer noch hinter der Taverne. Wo ich hin will ist aber drei Straßen weiter...das Miese die Ritter laufen auch durch die Gassen. Es muss noch einen anderen Weg geben. Ich sehe mich gleich um....Kanalisation mh...ne! Ich schaue nach oben die Dächer vielleicht, aber wie hoch kommen? Beim hochkucken sehe ich ein offenes Fenster aus dem Licht kommt. Ich staple ein paar Kisten und Fässer um durch das offne Fenster hindurch zukucken. Niemand drin. Meine Konstruktion wackelt und bricht zusammen. Ein lauter Knall. Sofort höre ich wie sich Ritter nähern. Ich ziehe mich schnell zum Fenster hoch. Das klappern hört unter mir auf. "Das war wohl nur ein Hund." meint einer der Ritter. Daraufhin laufen sie weiter. Im Zimmer wo ich jetzt bin lösche ich die Kerze die für das Licht verantwortlich war, was ich draußen gesehen hab. Soweit so gut. Ich schaue mich um, sehr ärmlich hier. Da lohnt sich es nicht weiter umzusehen. Im nächsten Zimmer sehe ich Betten. Zwischen ihnen wieder ein offenes Fenster. Ich strecke mein Kopf raus. Von hier aus ist es eigentlich nicht weit, zwei Straßen noch. Vor diesem Haus stehte noch ein weiteres darunter die Straße. Wieder sehe ich auf gleicher Höhe eine Öffnung. Es ist ungefähr fünf Meter entfernt. Es wäre wohl schlauer auf das gerade Dach des Hauses zu klettern wenn überhaupt. Aber wie. Mein Element ist nicht stark genug durch die Laternen die überall rumstehen auf der Straße. Ein Seil! Nochmals schaue ich mich im Zimmer mit den Betten um. Dann werde ich fündig unter dem Bett liegt ein langes Seil, warum auch immer... Ich binde dieses um einen Dolch von mir und werfe es rüber durch das andere Fenster. Ein Glück kann ich etwas lenken durch die schwachen Schatten. Der Dolch mit dem Seil fliegt gerade aus ins Fenster. Ich zieh dran und es spannt sich. Perfekt! Ich binde das andere Ende um das Bett. Vorm Fenster zieh ich nochmals kräftig dran. Scheint zu halten. Ich steige auf die Fensterbank halte das Seil mit einer Hand dann mit der anderen und lasse mich schließlich baumeln, die Beine hab ich überkreuz. Jetzt heißt langsam rüber und hoffen das niemand mich hier oben sieht. Sind gut zehn Meter wenn nicht mehr. Egal einfach nicht dran denken, immer weiter. Langsam aber sicher komme ich an entferne den Dolch vom Seil und steige wieder auf die Fensterbank und ziehe mich hoch aufs Dach, mit etwas Hilfe vom Schatten. So nun nurnoch weiter über die Dächer bis zum Ziel. Über die Gassen schaffe ich es zu springen. Nach kurzer Zeit bin ich auch schon auf dem Unterschlupf. Auf dem Dach natürlich eine Luke durch die ich mich fallen lasse. Endlich in Sicherheit. Ich suche mir das nächste Bett und leg mich gleich schlafen.
Faal sosin se laas!

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(7/12/2013 8:38:46 PM)Xashibel „Lacrima?“ „Hmmm?“ „Tut mir leid wegen gestern.“ Durch das schmale Fenster fällt ein Lichtstreif genau über mein Gesicht. Das Licht war es, das mich geweckt hat. „Macht nichts. Du hast ja recht.“ Die Elfe liegt noch immer dick eingewickelt in den Wolldecken. Es war eine kalte Nacht, und ich habe ihr meine überlassen. Ich erkenne die Kälte nur an Lacrimas Atem, der zu kleinen Wölkchen gefriert. „Es wird Winter…“, murmelt Lacrima und setzt sich auf. „Du frierst wirklich nicht? Ich fang schon an zu zittern, wenn ich dich in diesen Kleidern sehe.“ „Nein.“, antworte ich. „Als ich noch bei den Sirenen gewohnt habe, war ich auch nicht wärmer bekleidet. Da war es kälter, wetten?“ Lacrima fasst wortlos meinen Arm. „Du bist ganz kalt…“, meint sie. „Bist du Kaltblüter?“ „Was bin ich?“ „Ach, nicht so wichtig.“, winkt die Elfe ab. „Was meinst du, hat Sira etwas zum Frühstück für uns?“ Das Frühstück bestand aus hartem Brot, das wir in Wasser tunken mussten, damit es überhaupt essbar wurde. Nicht das Höchste der Gefühle, doch wir sind jetzt satt, und das ist die Hauptsache. „Was wollt Ihr jetzt tun?“, fragt Sira uns nun. „Könnt Ihr mir nichts mehr beibringen?“, frage ich unvermittelt und deute auf die Windklingen, die ich immer noch bei mir trage. „Nein.“, antwortet Sira. „Die Priester des Windtempels hätten es gekonnt, doch… sie sind nicht mehr. Ich habe Euch alles gesagt, was ich weiss.“ „Ach so…“, murmle ich enttäuscht. Dann werde ich es allein lernen müssen. „Ich würde gerne herausfinden, was es mit den grauen Flecken auf sich hat.“, wirft Lacrima ein. „Die, die wir im Kristall gesehen haben. Sie kommen nicht aus dem Tempel selbst, sondern von einer Stelle unterhalb.“ „Meinst du?“, frage ich nach. „Ich will ja nur nachsehen.“, meint die Elfe. „Dauert bestimmt nicht so lange. Und dann gehen wir zur Clanstadt und schauen, ob dir jemand mit deiner neuen Waffe weiterhelfen kann.“ „Gut.“, meine ich und wende mich an Sira. „Dann… werden wir jetzt also gehen.“ Der nickt langsam. „Ich wünsche euch viel Glück, Elementkrieger.“ Im Vorrratskeller des Tempels, in einer Nische, befindet sich der versteckte Eingang. Er scheint in einen älteren Teil des Gebäudes zu führen, der richtiggehend in den Berg gehauen worden sein muss. Die Lichtkugeln, die Lacrima erschaffen hat, enthüllen eine Treppe, die tiefer in den Berg hineinführen. „Meinst du, die Windpriester wussten hiervon?“, frage ich. „Hm… wahrscheinlich.“, mutmasst Lacrima. „Aber sie werden nicht gedacht haben, dass es irgendwie wichtig ist. Einfach ein alter Gebäudeteil, womöglich einsturzgefährdet. Diese seltsame Energie kommt allerdings eindeutig von hier.“ „Mh… vielleicht irgendwelche alte Schutzzauber?“ „Die sähen anders aus. Das müsste eine ganz andere Art von Magie sein… eine, die nicht mehr bekannt ist.“ „Vielleicht ist es das?“ „Finden wir’s raus.“ Kurz entschlossen schreitet Lacrima voran, die steile Treppe hinunter. Mir bleibt nichts übrig, als ihr zu folgen – durch Gänge, Schächte und noch mehr Treppen. Bald gelangen wir in eine Passage, die aussen am Berg herumführt, um dann wieder in einer Höhle zu verschwinden. Es scheint, als wäre der ganze Berg von diesen Treppen und Gängen durchzogen. „Diese Anlage muss uralt sein…“, überlegt Lacrima und ich bin froh, dass sie die drückende Stille durchbricht. „Wahrscheinlich wurde der Windtempel darübergebaut, nachdem sie schon lange zerstört wurde. Wer weiss, was das hier mal war…“ „Ich weiss nicht, ob ich das wirklich wissen will.“, entgegne ich. „Wir sollten umkehren.“ „Jetzt lohnt es sich nicht mehr.“, meint die Elfe nur. „Wir sind gleich da.“ „Wo ist ‚da’?“ „Da, wo am meisten graue Energie rumfliegt.“, lautet die Antwort. „Hinter der Biegung muss es sein.“ Der Gang, den wir jetzt durchqueren, sieht mehr wie eine natürliche Höhle aus als wie der Teil eines Bauwerks. Er macht eine leichte Kurve und öffnet sich dann zu einem kreisrunden Raum. Lacrima erschafft noch mehr Lichtkugeln und enthüllt ein kreisrundes Becken mit einem Loch in der Mitte, um das ein Stern mit neun Zacken gezeichnet ist. Die Decke formt eine Kuppel über uns. Sie ist schneeweiss. „Da hast du es.“, kommentiere ich. „Ein Ritualraum. Wahrscheinlich wurden hier obskure Beschwörungen durchgeführt, und jetzt ist halt noch etwas Energie übrig.“ „Energie hält sich nicht so lange.“, widerspricht Lacrima. „Das hier kann keinen Monat her sein. Sieht aus wie…“ „Wie was?“, frage ich nach, als Lacrima mitten im Satz abbricht. „Wie ein Siegel.“ Ich richte meinen Blick wieder auf das Becken. Es wirkt, als sei es mit Mosaik ausgekleidet, doch sowohl die Steine als auch die Fugen sind pechschwarz. Nur der Stern schimmert silbern. Ich verstehe nichts von Siegeln und habe nicht den blassesten Schimmer, wieso das hier eines sein sollte. Doch ich sehe auch keinen anderen Sinn hinter diesem Raum. Aber wenn es ein Siegel war… „Was hat es versiegelt?“ Lacrima atmet tief durch. „Graue Energie. Von der wir nicht wissen, was es ist.“ Wie hilfreich… „Hilf mir mal.“, fordert Lacrima mich auf und reicht mir ein Lichtseil. „Ich schau mir das genauer an.“ „Pass auf.“, warne ich, doch die Elfe seilt sich bereits in das Becken ab. Neben dem Loch bleibt sie stehen und kniet sich hin. „Siehst du etwas?“, will ich wissen. „Wasser.“, meint sie. „Das Ding ist mit Wasser gefüllt.“ Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, um besser in den kleinen Schacht sehen zu können. Tatsächlich, da scheint Wasser darin zu sein – es ist so klar, dass man es kaum sehen kann. Ich spüre Zug an dem Seil, als Lacrima sich auf den Rückweg macht. Kurz darauf steht sie wieder neben mir. „Ich weiss nicht, was es mit der Grauen Energie auf sich hat… aber eines ist sicher: Die Cantata Mortis haben sie freigesetzt.“ „Wie – “ Ich breche ab. Natürlich – vor einigen Wochen überfielen die Sänger den Windtempel, und vor einigen Wochen wurde dieses Siegel gelöst. „Dahinter waren sie also her…“, murmle ich. „Aber was versprechen sie sich davon?“ „Wir müssten etwas von der Energie mitnehmen können…“, überlegt Lacrima. „Um sie jemandem zu zeigen, der Ahnung davon hat.“ „Wie nimmt man denn Energie mit?“ „Man leitet sie in einen Träger. Nur weiss ich nicht, was für eine Art Träger für diese Energie geeignet ist. Ich habe etwas von dem Wasser mitgenommen… aber das scheint klar zu sein.“ „Die Mosaiksteine vielleicht?“, schlage ich vor. „Etwas Energie haftet ja noch an diesem Raum, sonst könntest du sie nicht sehen, oder?“ Lacrima schlägt sich die Hand gegen die Stirn. „Natürlich, ich Idiot! Du hast recht – die Energie steckt hier überall. Wir brauchen nur ein Stück Boden einzupacken.“ Die nächste halbe Stunde verbringen wir damit, mit einer Lichtaxt auf die Mosaiksteine einzuschlagen, bis sich endlich ein Stück löst, das nach Lacrimas Ermessen gross genug ist. Sie packt es sorgfältig in eine Lichthülle und stopft es dann in ihre Tasche. „So, das war’s – gehen wir.“ „Endlich.“, keuche ich und werfe die Axt weg – davon werde ich noch lange Muskelkater haben. Dann machen wir uns an den Aufstieg. Wir sparen uns den Weg zurück zum Tempel. Bei dem Pfad, der aussen am Berg herumführt, beschliesst Lacrima, abzukürzen. „Wie willst du das anstellen?“, frage ich nach. „Es ist zu steil zum Klettern, und mit dem Flugschirm können wir von hier aus nicht starten.“ „Du kannst fliegen, oder?“, erwidert Lacrima. „Geh voran. Ich komme schon nach.“ „Aber keine Aktion wie die Landung im Geröllfeld, ja?“, mahne ich, verwandle mich dann in eine Möwe und fliege talwärts. Ein Stück weiter unten erreiche ich die Strasse, die zum Windtempel führt und beschliesse, dort zu landen. Von Lacrima ist nichts zu sehen, sie muss noch oben sein. Kurz darauf taucht sie auf – sie hat sich riesige Lichtschwingen wachsen lassen, mit denen sie zu mir heruntersegelt und elegant etwas weiter oben an der Strasse landet. Damit scheint sie mehr Übung zu haben als mit dem Schirm. „Warum fliegst du nicht immer so?“, frage ich, sobald sie in Hörweite ist. „Das ist hundertmal anstrengender als der Flugschirm.“, entgegnet sie und lässt ihre Flügel verschwinden. „Aber ich habe mehr Übung.“ „Das sieht man.“, kommentiere ich. „Also – starten wir gleich hier?“ „Warum nicht.“, meint die Elfe und wühlt in ihrer Tasche. Sie hat es geschafft, den Schirm so eng zusammenzufalten, dass er durch die Öffnung hindurchpasst. „Wieso lässt du den Schirm eigentlich nicht verschwinden und erschaffst ihn später neu?“, will ich wissen. „Weil er so kompliziert ist.“, meint Lacrima und legt den Schirm zu Boden. „Eine Struktur aufrechtzuerhalten kostet wenig Kraft, wenn sie nicht belastet wird. Das kann ich mittlerweile sogar, wenn ich ohnmächtig bin. Sie zu erschaffen kostet mehr Kraft und ist vor allem auch komplizierter. Vor allem bei dem Ding hier.“ Damit gibt sie dem Lichtpaket einen kräftigen Schubs, sodass es sich zu einer langen Wurst entrollt. Kurz darauf haben wir den Flugschirm voll ausgebreitet und Lacrima sortiert die Leinen, die bei ihrer Bruchlandung hoffnungslos verheddert wurden. Schnaubend zerrt sie an einer Schnur, versucht einen Knoten zu lösen und lässt die Lichtstränge dann einfach durch einander hindurch fallen. „So geht’s auch.“, meine ich. Wenige Minuten später sind wir in der Luft. „Nächster Halt: Clanstadt!“, verkündet Lacrima, während ich den Schirm immer höher steigen lasse.
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Cydhra
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Cydhra »

(7/13/2013 12:17:00 PM)Sintharak   Obwohl sie mittlerweile echt nervös sein sollten, wandern die drei noch weiter. Gegen Abend suchen sie sich eine Höhle und ziehen sich dort zurück. Also entweder sind sie strunzdumm oder das ist eine Falle… Sie sollten doch wissen, dass ihnen eine Höhle keinen Schutz bietet… Ich ziehe eine Bombe hervor, zünde sie und schmeiße sie in den Höhleneingang. Es kracht und die Höhle stürzt ein. Dann ziehe ich eine weitere Bombe und lege sie vor den Trümmerhaufen. Sie explodiert nicht, sondern sondert eine große Menge Gas aus. Das Gas dringt durch die Trümmer des Höhleneingangs und sollte die Insassen vergiften. Warum hast du sie jetzt getötet? Ich dachte das war gegen den Plan? Die Gelegenheit war zu gut. Plötzlich höre ich laute Stimmen hinter mir. Es sind mehrere leicht gerüstete Reiter mit Schwertern, die schnell auf uns zu kommen. „Da ist er! Er hat die Bomben gezündet!“ Wer sind die denn? Keine Ahnung, aber wir sollten verschwinden… Ich laufe schnell los. Das Pferd haben wir in dem Wald zurückgelassen. Laut dem Riz’ok findet es den Weg nach Hause alleine zurück. Aber zu Fuß haben wir wenige Chancen gegen die Reiter. Der erste nimmt plötzlich einen Bogen heraus und kurz darauf schlägt ein Pfeil in meiner Nähe ein. Verdammt! Ich schleudere einige Nenfetzen gegen die Reiter, aber es hat keinen Effekt. Sie benutzen keine Magie und ihre Rüstungen basieren lediglich auf Eisen und Leder und nicht auf Magie. Als nächstes ziehe ich zwei große Rauchbomben aus meinem Umhang. Ich lasse eine gezündet fallen, die andere werfe ich nach hinten. Kurz darauf gehen sie los und der Weg wird in dichten beißenden Rauch gehüllt. Die Pferde der Reiter steigen und wiehern, die Soldaten selbst stöhnen vor Schmerz in den Augen auf. Hat doch Vorteile, wenn man magisch und nicht mit den Augen sieht. Ich lasse noch zwei weitere Granaten aus meiner Tasche in die Wolke gleiten. Beide Explosionen scheinen die Soldaten zu treffen. Das Durcheinander muss unbeschreiblich sein, da die Soldaten nichts sehen, stolpern sie über ihre Kameraden, stoßen aneinander und überrennen sich mit ihren Pferden. Ich stehle mich aus dem Durcheinander davon. Meine Tasche und mein Mantel sind verdächtig leicht. Viele Bomben habe ich nicht mehr. Wie haben sie uns gefunden? Vermutlich haben sie die Explosion heute Morgen gehört. Dann sind sie uns wohl gefolgt. Jedenfalls sollten wir von hier verschwinden. Wir werden uns ein neues Ziel suchen. Dann zurück zur Basis? Nein. Wir müssen unbedingt erfahren, was momentan so vor sich geht. Das Land stand kurz vor dem Krieg, als wir fusionierten. Seit dem waren wir nicht mehr richtig unter den Leuten. Wir suchen die nächstgelegene Stadt auf! Welche wäre das? Lanora müsste das sein. Hol mal die Karte heraus! Ich zog das Stück Pergament vorsichtig aus dem Umhang und murmelte die Formel. Die Tintenlinien bildeten die Karte meiner Umgebung und ich konnte die nahen Städte sehen. Wir waren tatsächlich sehr nahe an Lanora. Da sollten wir hin. Lange können wir aber nicht bleiben, da die Soldaten bestimmt von da kamen. Stimmt, aber ich habe dort Kontaktpersonen, die werden mir viel über die momentane Lage in der Weltpolitik erzählen können… Sie haben ein weit verzweigtes Netz aus Spionen. Alles klar! Ich laufe los und hänge eine Weile meinen Gedanken nach. Dann kommt mir plötzlich ein Einfall. Du hast mir immer noch nicht gesagt, warum wir das eigentlich machen. Was machen? Die Elementkrieger töten. Was nützt uns das? Nun, das ist einfach zu verstehen, aber eine Lange Geschichte. Ich bin nämlich nicht mein eigener Herr. Ich kann zwar eigentlich tun und lassen was ich will, aber ich habe einen Herrn, der mir eine Mission aufgetragen hat. Ich soll diese Welt für ihn bereiten. Er ist der Herrscher des Chaos, eine Kreatur die sehr nahe am Chaos überleben kann. Sie möchte ihr Territorium ausweiten und dafür ist diese Welt perfekt. Ihr oberstes Ziel ist es nämlich die Ordnung dem Chaos unterzuordnen. Wie soll ich das verstehen? Im Moment ist es so, dass Chaos und Ordnung im Gleichgewicht sind. Aber diese Kreatur lebt für das Ziel, die Ordnung dem Chaos zu unterwerfen. Das Chaos soll mächtiger sein als die Ordnung. Denn nur wo das Chaos mächtiger ist als die Ordnung, kann die Kreatur überleben. Daher kann sie sehr gut in der Nähe des Chaos im Äther leben. Also in Welten, die Nahe dem Chaos auf der Chaos-Ordnung-Achse liegen. Doch sie möchte ihren Lebensraum erweitern, denn ihre Rasse ist groß. Wie heißt diese Rasse? Es ist die Rasse der Ellechim. Das sind Schlangenartige Wesen, etwa zehn Meter lang und einen halben Meter dick. Sie haben den Kopf eines Drachen und können auch die Beine einer Echse haben, wenn sie es wünschen. Ihr Körper ist von unglaublich widerstandsfähigen Schuppen bedeckt, die sich der Umgebungsfarbe anpassen können. Die Ellechim sind fähig mit ihrem Atem zu töten, ihren Atem zu entzünden und mit ihrem Atem zu heilen. Alles an und in ihrem Körper sit mit unglaublichen Muskeln verbunden, sodass man sie fast nicht töten kann, weil sie ihre Organe verschieben können. Selbst den Elfen ist fast nichts über diese Kreaturen bekannt, geschweige denn über ihre Kräfte. Alles was sie wissen sind einige wenige der Eigenschaften, die ich dir gerade genannt habe, und das Aussehen. Allerdings existiert dieses Wissen nur in einigen Legenden und selbst in der Bibliothek von Smana ist es nicht vorhanden. Da die Elfen nicht an diese Geschöpfe glauben, forschen sie auch nicht darüber. Die Königin dieser Kreaturen ist die Leachim. Ihr diene ich, denn sie hat vor diese Welt zu erobern! Und was haben die Elementkrieger damit zu tun? Sie sind die einzigen, die einen Ellechim töten können. Wie weiß ich nicht, es ist vor vielen tausenden von Jahren einmal passiert. Die Leachim war dabei. Aber selbst sie weiß nicht, was passiert ist. Wie lange leben Ellechim? Ungefähr drei Millionen Jahre. Die Leachim ist gerade mal knapp 600.000 Jahre alt. Aber die Ältesten hielten sie dennoch für eine fähige Herrscherin. Weiß man absolut nichts über diese Kreaturen? Einige der dunklen Drachen, also beispielsweise die Elementdrachen der Dunkelheit,d es Schattens, des Sandes, des Eises und des Metalls könnten etwas wissen. Aber viel wird es nicht sein. Nicht einmal ein Drache ist fähig einen Ellechim zu töten. Und so einem Geschöpf bereiten wir den Weg zu dieser Welt? Ja, aber keine Sorge. Die Ellechim sind grausam, verschlagen und unglaublich mächtig. Aber sie könnten sich gegenseitig töten, deshalb hat die Rasse gelernt, dass es ncihts wichtigeres gibt als Schwüre, Versprechen, Gesetze und vor allem Ehre. Wer den Ellechim dient, ist selbst dann noch vor ihnen sicher, wenn er sich dem Feind anschließt. Dann werden sie ihn wahrscheinlich töten, aber zumindest denken sie an seine früheren Taten und tun ihm nichts Schlimmeres an. Schlimmeres? Ich weiß es nicht. Ich habe während eines Rituals eine Ahnung von dem bekommen, zu was Ellechim in der Lage sind. Es ist weitaus gewaltiger als du dir vorstellen kannst. Sanctorion, die Cantata Mortis, und das Volk der Riz’ok sind nichts gegen einen einzigen Ellechim. Was sind die Cantata Mortis? Ach ja, das habe ich dir noch gar nicht gesagt… Wie ich vorhin schon erwähnte, steht das Land kurz vor einem Krieg. Ein Krieg mit den Cantata Mortis. Irgendwelchen rachsüchtigen Todesgeistern, die die Welt in den Untergang treiben wollen. Sie sind nicht viel schlimmer als Sanctorion, zumindest nicht im Vergleich zu den Ellechim. Jedenfalls wurden sie von einem Diener Sanctorions nach seinem Tod beschworen. Es war eine dumme Tat, doch die Cantata Mortis werden nicht das Problem sein. Wenn wir Glück haben, erledigen die verbliebenen Elementkrieger sie. Ich denke eine ganze Weile darüber nach, was der Riz’ok mir erzählt hat. Eine Welt im Chaos. Beherrscht von einer unglaublichen Rasse, von der ich noch nie gehört habe. Die Vorstellung ist faszinierend. Welche Auswirkungen das wohl auf meine Nen-Kräfte hätte? Wir wären die mächtigsten Magier im Reich. So nahe am Chaos wachsen unsere Kräfte ins unermessliche. Aber auch alles andere wird dich faszinieren. Ich weiß von deinem Forscherdrang und die Welt des Chaos beherbergt unglaubliche Geheimnisse. Ich stelle mir das neue Reich vor. Eine solche Umverteilung der Machtverhältnisse hat es noch nie gegeben. Noch nie, da bin ich mir sicher. Darum müssen die Elementkrieger sterben… Plötzlich fällt mir etwas ein. Du hast doch kürzlich von der Theorie des absoluten Gleichgewichts gesprochen. Ja, diese Theorie gilt, solange sich Chaos und Ordnung im Gleichgewicht befinden, so wie jetzt. Aber danach wird sie zerfallen, die Gesetze der Natur werden neu geschrieben. Ja schon, das ist mir klar. Aber das bedeutet doch, dass es zu mir ein negatives Gegenstück geben muss, damit die Theorie erfüllt ist! Nicht unbedingt. Je geringer die Macht eines Individuums ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Geschöpf ein direktes Gegenstück besitzt. Es ist viel wahrscheinlicher, dass es mehrere  Kreaturen gibt, die dir in entgegen gesetzten Kräften gleichkommen. Auch so wäre das Gleichgewicht wieder hergestellt. Das ist einleuchtend. Aber wenn ich jetzt unglaublich mächtig wäre, dann wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass es ein negatives Gegenstück zu mir gäbe? Ja! Worauf willst du hinaus? Wenn dieses Gesetz im Moment noch gilt, dann muss es doch auch ein Gegenstück zu den Ellechim geben? Das… ist wahr… so habe ich das noch gar nicht betrachtet… Wenn du recht hast, und bei der Macht der Ellechim musst du recht haben, dann… gibt es einen weiteren Feind der Ellechim… In der alten Sprache sozusagen die Serechim… Wenn es die geben sollte, würden sie mit eintritt des Chaosreiches vergehen, aber im Moment könnten sie noch kämpfen… Ich muss der Leachim davon erzählen… Das ist eine Gefahr, die nicht unterschätzt werden darf… Wieso ist da noch keiner drauf gekommen? Die Serechim. Natürlich… Es wird Zeit das wir Lanora erreichen! Beeil dich!  
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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(7/13/2013 9:02:12 PM)Xashibel Zwei endlos lange Tage dauert es, bis wir endlich den erloschenen Vulkan erreichen, der in seinem Inneren die Clanstadt verbirgt. Äusserlich unterscheidet ihn nichts von den anderen Bergen hier, man würde nicht glauben, dass dieser Fels innen hohl ist… „Lass uns höher steigen.“, fordert mich Lacrima auf, und ich tue wie geheissen. Bald können wir den Kraterrand sehen, dann das Loch, das in den Berg führt, und dann die Stadt, die von der aufgehenden Sonne angeleuchtet wird. Lacrima steuert den Schirm genau über den Kraterrand. „Jetzt brauch ich Windstille.“, sagt sie und beginnt, enge Kreise zu fliegen. Wir drehen uns immer schneller und ich fühle mich, als würde ich plötzlich das Doppelte wiegen. Hoffentlich weiss Lacrima, was sie hier tut. Der Kraterrand schliesst sich um uns, während wir sinken, und schliesslich schweben wir unter der Höhlendecke und unsere Kreise werden grösser und sanfter. Lacrima hält auf das kurze Strandstück neben dem Hafen zu. „Oh, da fällt mir ein…“, beginne ich, „Ich habe mich neulich etwas unbeliebt gemacht in der Stadt.“ „Als Markus dich als ramponierte Katze bei mir abgeliefert hat?“, fragt Lacrima, und ich kann ihr Grinsen förmlich spüren. „Genau.“, antworte ich und lasse das Ereignis noch einmal revue passieren. Bens Gestalt ist schon mal ausgeschlossen, meine eigene war glaube ich auch zu sehen… hm, aber die Bäuerin habe ich nicht verwendet. Ich verwandle mich noch im Sitz, dann fordert Lacrima mich auch schon auf, Gegenwind zu beschwören, damit sie landen kann. „Das klappt doch immer besser.“, kommentiert die Elfe, nachdem sie den Schirm zusammengepackt hat. „Wir sind nicht mal umgerissen worden.“ „Ja, wahnsinn.“, mache ich wenig begeistert und schüttle den Sand von meinen Schuhen. Aus dieser Gestalt ist bald die Magie raus. Ich muss aufpassen, dass ich sie nicht mitten in einer Menschenmenge verliere. Wir gehen durch die Hauptstrasse, die zum Trainingsplatz führt, doch wir kommen nur bis zur Kreuzhalle. Auf dem Platz davor hat sich eine riesige Menschenmenge angesammelt. „Was gibt’s denn hier zu sehen?“, frage ich niemand bestimmtes, doch einer der Schaulustigen antwortet mir: „Alexander streitet mit dem ersten Königsritter.“ „Na, hoppla.“, meint Lacrima. „Das könnte spannend werden.“ Sie drängt sich in die Menge und ich gebe mir Mühe, ihr zu folgen, doch zwischen all den Menschen verliere ich sie aus den Augen. Also versuche ich, einen Blick auf die Streitenden zu erhaschen. „…im Namen König Frederiks die Auflösung der Clanritter befohlen, und sein Wort ist Gesetz!“, erklingt eine Stimme, die ich als Boris’ erkenne. Auflösung der Clanritter? „Hier zählt sein Wort nicht mehr wie jedes andere!“, ruft eine zweite Stimme, die zu Alexander gehören muss. „Dies ist unsere Stadt. Wir haben Frederik nie als unseren König anerkannt, und wir lassen uns von ihm nichts sagen!“ „Frederik herrscht über ganz Dragotaka, Clanritter, und auch eure Stadt ist ein Teil davon. Was masst ihr euch an, euch über sein Wort hinwegzusetzen? Es ist nicht mehr als die gerechte Strafe dafür, dass ihr seine Burg zerstört habt!“ „Ich sage es dir zum letzten Mal: Die Clanritter haben NICHTS mit diesem Angriff zu tun!“ „Lügner!“ Einen Moment herrscht Stille, dann werde ich fast umgeworfen, weil die ganze Menschenmenge auf einmal zurückweicht. Vor mir tut sich eine Lücke auf, und ich erkenne Boris und einen Clanritter, der die Hand an seinem Schwertknauf hält und den Königsritter anfunkelt. „Nenn mich nicht Lügner!“, zischt er. „Lügner!“, wiederholt Boris. „Nichts anderes bist du! Wer, wenn nicht ihr, soll denn die Burg zerstört haben?“ „Was weiss ich?“ Alexander wird zunehmend wütend. „Wahrscheinlich ihr selbst. Du weißt genauso gut wie ich, dass der Clan mit der Sache nichts zu Tun hat. Sinnlose Racheakte sind nicht unser Ziel.“ „Ooh, sinnlose Racheakte sind nicht unser Ziel...“, äfft Boris nach. „Ihr seid ein Haufen Feiglinge, die sich hinter ihrem Kodex und ihrer hirnlosen Moral verstecken, nicht mehr!“ „Besser hinter einem hirnlosen Kodex stehen als hinter einem fetten König, der sich keinen Fingerbreit um sein Volk kümmert. Und es wundert mich doch sehr, wie mich der Anführer einer Bande von Verrätern als Feigling bezeichnen kann!“, entgegnet Alexander und tritt einen Schritt auf Boris zu. „Ich lasse mir das nicht länger bieten! Du und deine Königsritter, ihr verlasst die Stadt bis morgen Früh!“ „Sonst?“, entgegnet Boris unbeeindruckt. „Haut ihr uns die Köpfe ein?“ Alexander antwortet nicht. Mit einer knappen Bewegung zieht er sein Schwert, und eine Schockwelle reisst mich mit voller Wucht von den Füssen. Ich lande auf der Strasse – die meisten Leute wussten das anscheinend und sind zurückgewichen. Boris hingegen hat es wesentlich schlimmer getroffen als mich, er wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert. „Wir mögen nicht mehr so viele sein wie einst“, beginnt Alexander, „aber mit euch Speichelleckern nehmen wir es noch lange auf.“ Boris erhebt sich wieder auf die Füsse, sein Kopf glüht rot vor Wut. „Das REICHT! Wenn ihr euch nicht freiwillig fügt, dann bringen wir euch eben dazu! Wir werden euch VERNICHTEN!“ Alexander zuckt nur mit den Schultern, er scheint völlig ruhig. „Dann sollt ihr das versuchen.“ Ohne sich noch einmal nach Boris umzusehen, geht er davon zur Kreuzhalle. Asche. Edit: Zur Information - Natürlich wissen Freddy und die Königsritter, dass der Clan an der Zerstörung der Burg nicht schuld ist. Sie verwenden diese falsche Anschuldigung als Vorwand, um den Clan endgültig loszuwerden.
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Gralaer
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(7/14/2013 7:51:36 PM)Kreck   Der nächste Morgen beginnt. Zuerst alles frisch machen und so setz ich mich an die Karte. Die schon ausgebreitet auf dem Tisch lag, auf der rote Linien mit Kreuzen markiert sind ist wohl irgendwas von Rikaso. Trotzdem sehe ich noch alle Orte auf der Karte. "Also..." mein Finger fährt über die Karte. "ich sah die Typen zuletzt in Pilzingen." "Aber soweit ich weiß wollten sie nach Luma oder weiter. Aber dahinten ist nicht mehr viel...ich denke die sind nicht mehr auf Melanathos. Vielleicht hier in der Clanstadt?" Irgendwie bringt das nichts "Hm wo will dieser Verein hin, überleg ich mal so." Doch irgendwie fällt mir auch hier nichts ein. "Ich brauch wenigstens ein Ziel." denk ich mir. Möglich wäre es das sie jemand hier gesehen hat oder etwas weiß über ihre Planungen. Ich seufzte: "Na wenigstens etwas. Mach ich eben Urlaub und frag mich mal etwas rum." Der Ein- und Ausgang aus dem Versteck ist entweder ein Fenster oder ein großes Tor was von außen wie eine normale Mauer aussieht. Ich steig aus dem Fenster. Schon gleich nach ein paar Metern höre ich schon eine große Menschenmasse. Ich folge den Tönen bis zu einem Haufen von Leuten. Ich fang gleich an zu weinen vor Freude...wie schön das aussieht. Der perfekte Ort für den Taschendiebstahl. Alle Leute sind gerichtet auf das Geschehen und bemerken sonst nichts. Ich fahre kurz mit dem Finger über das Auge um die Träne wegzuwischen. Schön sowas. Langsam nähre ich mich und tue so als wolle ich durch und dränge die Leute etwas zur Seite, dabei gleitet meine Hand schnell in derer Taschen und ich ziehe ihren Geldbeutel raus oder schneide ihn von ihrem Gurt mit meinen Messern an den Händen klappt das perfekt.  Doch aufeinmal schrecken alle zurück. Ich dachte ich wäre erwischt worden doch ich sehe wie sich zwei Personen sich vorne streiten was wohl der Grund für den Aufruhr hier war. Königsritter und Clanritter. Schön wenn sich zwei Parteien streiten da freut sich immer der Dritte, das ich wäre. Über die Menschenmenge sehe ich wie sich einige noch vorne befinden. Die kommen mir doch bekannt vor sind das nicht? Diese durchgeknallten Irren die die Welt retten wollen? Kann sein...da erspar ich mir schonmal einiges. Ich warte mal noch ein bischen bis sichr der Trubel legt. Meine Taschen sind noch zu leer.    
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Itaga »

(7/14/2013 8:39:49 PM)Andate Cantabile:   Ich finde mich in einem großen Lagerhaus wieder, das ist die Dragotaka Handelsgemeinschaft. An diesem Ort geht an einem Tag so viel Gold über den Tisch wie so mancher in seinem ganzen Leben nicht verdienen wird, von den ganzen Untergrundgeschäften mal abgesehen. Hier kauft jeder Händler Dragotakas seine Waren, niemand kommt an diesem Ort vorbei wenn er sich mit Verbrauchsgütern eindecken möchte ... perfekt mhaha.   Ich schreite durch die Halle, bis ich an einem Ende angelange, Bauern verkaufen hier ihren Weizen und sonstige Landwirtschaftliche Güter, genau das habe ich gesucht. Eine alte Kiste dient mir als Podest, ich steige hinauf und lausche dem wilden treiben. "Weizen, ich kaufe euren Weizen, 50 Kupfer das Kilo" "Lasst euch nicht über den Tisch ziehen, ich kaufe ein Kilo eures Weizens für 55 Kupfer." "Achtung, Achtung, ich biete euch 1 Silber für euren Weizen, genau 1 Silber!!!!! pro 5 Kilo Sack" Den letzten Absatz scheint er etwas zu nuscheln. "Eier, ich kaufe eure Eier, pro Ei 5 Kupfer, immer her mit den guten Teilen."   Das treiben nimmt seinen Lauf, die Bauern hören sich die Angebote an und entscheiden sich für das profitabelste, ein Aufseher der Handelsgesellschaft überwacht jeden handel und Kassiert dafür seinen Sold. Im Grunde ist es einfach, der Preis muss nur stimmen, dann kommen sie ... wie die Motten zum Licht. "1 Gold pro Kilo Weizen und 1 Silber für jedes Ei. Für sämmtliches Gemüse erhaltet ihr pro Kilo 1 Gold und Fleisch 5 Gold pro Kilo." Rufe ich gelassen in die handelne Menge. "Das kannst du niemals bezahlen, geh dahin wo du hergekommen bist, du kleiner Wichtigtuer!" schreit einer der Händler, der grade ein Geschäft abschließen wollte.   Ich schweige, steige von meiner Kiste und reiße mit einer Hand den vernagelten Deckel ab, das laute Knirschen des Holzes erweckt mehr Aufmerksamkeit. Sie staunen nicht schlecht als sie realisieren das die Kiste bis oben hin mit glänzendem Gold gefüllt ist. "Das ... Das kann nicht sein, die war eben doch ... leer." fassungslos weicht der Händler zurück. Ein dibolisches lächeln schmückt mein Antlitz "Also, wollen wir richtig Handel betreiben oder wollt ihr euch weiterhin über den Tisch ziehen lassen?!" Rufe ich laut in die Menge, die dann auch sofort eine geschlossene Einheit um mich bildet, denn jeder will nun seine Waren an mich verkaufen und das am besten bevor die Kiste leer ist.   Ich liebe solche Tage, mhahahaa!             NEXT^^
Probleme mit Mitgliedern?
Etwas auf dem Herzen?
Brauchst du wen zum reden?

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Alinea
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(7/15/2013 7:32:04 PM)Xashibel Die Menge verläuft sich bereits und ich kann gerade noch erkennen, wie Lacrima ebenfalls durch das Tor der Kreuzhalle verschwindet. Ich eile ihr hinterher – sie hat noch immer die Windklingen in ihrer Tasche. Ich habe sie als ruhigen Ort in Erinnerung, doch als ich die Halle betrete, herrscht darin reger Betrieb. Alexander hat einige Leute um sich versammelt und redet hektisch auf sie ein. Lacrima steht etwas daneben. „Du denkst also, der meint es ernst?“, fragt gerade einer der Männer. „Natürlich.“, antwortet Alexander. „Dieser arrogante Hitzkopf bringt es fertig, uns den Krieg zu erklären. Wir müssen unbedingt darauf vorbereitet sein.“ „Aber…“, erwidert ein Anderer, „haben wir dann überhaupt eine Chance?“ „Warum zweifelst du?“, fährt ihn Alexander etwas zu harsch an. „Sie mögen uns zahlenmässig überlegen sein, aber die stärksten Clankrieger sind Raphael treu geblieben. Ich bin mir sicher, dass wir sie besiegen können, wenn wir sofort handeln. Also, los!“ Wie auf Kommando rennen die Männer davon und verschwinden durch eine Tür seitlich des Altars. Das müssen Clankrieger sein, sie tragen nur nicht ihre Mäntel. „Alexander?“, meldet sich Lacrima, die sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hat. „Oh – Lacrima!“, ruft der Clankrieger und fährt herum. „Ich hatte dich gar nicht bemerkt.“ Die Elfe winkt ab. „Sieht aus, als hättet ihr Probleme.“ „Allerdings.“, seufzt Alexander. „Wir hätten die Königsritter nie in die Stadt lassen sollen, aber Michael glaubte, dass ein friedliches Nebeneinander möglich sei… Nun ja, das haben wir jetzt davon. Was führt euch hierher?“ Ich trete neben Lacrima, während diese kurz von unserer Mission erzählt. „Wir hatten gehofft, dass sich hier im Clan jemand mit derartigen Waffen auskennt.“, schliesst sie und holt meine Windringe hervor. Alexander betrachtet sie kurz und meint dann: „So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich würde euch vorschlagen, Crispin aufzusuchen, den Waffenhändler – oder vielleicht Lukas, den Vorsteher der Waffenkammer. Der Moment ist allerdings eher ungünstig…“ „Das sehe ich.“, meint Lacrima. „Ruf uns, wenn du Hilfe von Elementkriegern gebrauchen kannst.“ „Ich bin froh um dieses Angebot, Lacrima. Das wird wahrscheinlich bald der Fall sein. Danke.“ „Kein Problem. Chera und Rin stecken hier auch noch irgendwo, die sind bestimmt auch dabei.“ Alexanders Antwort geht unter, da in diesem Moment die Clanritter zurückkommen. „Wohin mit den Sachen?“, ruft einer von der Tür her. „In den Keller… wartet, ich zeige euch wo.“ Und damit eilt er davon. Neugierig linse ich durch die Tür – die Clanritter sind mit zahlreichen Waffen beladen. „Wo kommen die denn her?“, murmle ich. „Aus der Waffenkammer.“, erklärt Alexander, der mich gehört haben muss. „Für genau solche Fälle gibt es einen Geheimgang, der die Kreuzhalle damit verbindet. Wäre ja noch schöner, wenn die Königsritter uns mit unseren eigenen Waffen angreifen. Sen!“ Und damit wendet er sich an einen der Clanritter. „Lauf zum Clanquartier und trommel die Anderen zusammen, ja?“ „Verstanden!“, antwortet der Ritter namens Sen und verlässt die Kreuzhalle. Alexander eilt ihm hinterher. „Und was machen wir jetzt?“, frage ich Lacrima. „Entweder Crispin suchen oder Chera. Lukas wird beschäftigt sein, wenn die jetzt die Waffenkammer räumen. Es sei denn, ein Königsritter hat jetzt die Leitung.“ „Das ist anzunehmen.“, meine ich. „Als ich neulich Boris’ Schwert gestohlen habe, war jedenfalls weit und breit kein Clanritter dort.“ „Du hast WAS? Ähm – egal. Suchen wir erst mal Chera.“ Das Gästehaus ist leer, also beschliessen wir, es bei Rin zuhause zu versuchen. Im Viertel der Clanritter geht alles drunter und drüber, Befehle werden gerufen, Sachen werden gepackt. Anscheinend gehen die Ritter einzeln oder in kleinen Gruppen zur Kreuzhalle, um nicht aufzufallen. Auch Rin ist auf der Strasse und redet auf Ran ein, die anscheinend zuhause bleiben will. „Hallo, Rin!“, ruft Lacrima ihr zu. „Lacrima, schön, dich zu sehen! Wie geht’s denn?“ „Gut, und dir? Oh, das ist Ran, nicht wahr? Hallo!“ Klingt, als würde das noch eine Weile dauern… Rin lässt es sich nicht nehmen, uns zu einem Kaffee einzuladen, was immer das sein mag. Alexander würde ja wohl ohne sie zurechtkommen, meint sie. Chera ist tatsächlich noch bei ihr. „Hallo!“, begrüsst sie uns. „Und, habt ihr den Mörder geschnappt?“ „Die Magier von Lora haben sich anscheinend um ihn gekümmert.“, antwortet Lacrima. „Also haben wir stattdessen den Windschlüssel besorgt. Wie lief’s bei dir?“ „Ob ihr’s glaubt oder nicht, ich hab Bücher gewälzt.“, erklärt Chera. „Ich hab mir die ältesten, verstaubtesten, fleckigsten Bücher der Clanbibliothek geben lassen, aber es hat nichts gebracht. Das Meiste kann ich nicht einmal lesen. Diese blöden Cantata Mortis sind einfach unauffindbar…“ „Dafür sind wir über sie gestolpert.“, werfe ich ein. „Am Windtempel haben wir ein Siegel gefunden, das unlängst geöffnet wurde… von den Sängern.“ „Sicher?“ „Ja. Sie haben den Windtempel überfallen, um an das Siegel ranzukommen.“ „Oh.“ „Stimmt.“, meldet sich jetzt Lacrima. „Wir müssen noch die Fliesen zu Pablo bringen. Und das Wasser zu Markus.“ „Wasser?“, wiederholt Chera. „Das war in einem Loch im Zentrum des Siegels. Ich habe eine Probe mitgenommen, vielleicht kommt ja was dabei raus.“ „Kaffee ist fertig!“, ruft Rin dazwischen und stellt Tassen auf den Tisch, an den wir uns gesetzt haben. Misstrauisch beäuge ich die braune Flüssigkeit, die darin schwappt. Sie riecht etwas bitter. Chera greift sich sofort eine und lässt den Kaffee daraus aufsteigen und wieder zurückplatschen. „Kühlt so schneller ab.“, meint sie auf meinen verwirrten Blick. „Also, dann gehen wir jetzt erst zu Pablo…“, beginnt Lacrima und wendet sich dann an Rin. „Oder kennst du per Zufall jemanden, der sich mit Siegeln auskennt?“ „Äh…“ Die Werwölfin denkt kurz nach. „Also, Markus hat sich eine Weile damit beschäftigt, als er Eskargon aus Itaga rausholen wollte.“ „Umso besser, dann gehen wir direkt zu ihm.“ „Und zu Crispin.“, erinnere ich die Elfe. „Guck mal, Ren, Xashibel ist da!“, erklingt es hinter uns und Ran kommt auf uns zugerannt. „Xashibel, kannst du dich verwandeln?“ Ich muss grinsen, als das Werwolfsmädchen aufgeregt vor mir umherhüpft. „In was denn?“ „Hmmm…“, überlegt Ran. „Einen Wolf!“ Erst nach einem Moment fällt mir ein, dass ich tatsächlich eine Wolfsgestalt besitze – den Schneewolf, den ich damals Hashin abgenommen habe. Ich springe auf und wechsle im Flug die Gestalt, um dann direkt vor Ran auf den Füssen zu landen. Die schreckt zurück, doch dann leuchten ihre Augen. „Du bist ganz weiss!“, kiekst sie und beginnt, mein Fell zu verwuscheln. „Na, Xash, wie fühlt man sich als Kuscheltier?“, lacht Chera. Ich hätte mir eine schlagfertige Antwort überlegt, aber mit der Wolfskehle kann ich ohnehin nicht reden. Plötzlich wechselt auch Ran die Gestalt, sie wird zu einem Wolf mit leuchtend blauem Fell und kuschelt sich an mich. „Oh, wie süss!“, kommentiert Rin. „Können wir dich zum Babysitten anstellen?“ …Lieber nicht.
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ItashaOtaku
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von ItashaOtaku »

(7/15/2013 7:38:51 PM)Dimir     Kaum sind wir in der Höhle eingekommen, vernehmen wir einen lauten Knall. Sekunden später sind wir in der Höhle eingeschlossen und ein Gas dringt in die Höhle ein. Mist...wir müssen irgendwie da rauskommen.   Während ich noch am Überlegen bin, spüre ich, dass ich umgeworfen werde. Ich blicke auf und sehe, dass Ryokina dort liegt, wo ich vorher noch gewesen bin...langsam realisiere ich, was passiert ist. Die Brocken stürzen hinunter und der Eingang ist versperrt.   Ich stolpere gleich darauf zum Eingang. "Ryokina...kannst du mich hören?" Keine Antwort. "Ryokina! Melde dich!" Noch immer nichts...das muss ich selbst auskundschaften.   Wenn ich da reinkommen will, muss ich morphen. Meine Augen werden rot, mein Bart und meine Haare wachsen und werden dabei grau. Sekunden später bin ich zum Rattenschwarm geworden. Ganz unten im Geröll kommen zwei von uns durch. Was ich durch die Rattenaugen sehe, erschüttert mich. Ryokina und Arachne liegen beide bewusstlos am Boden. Ausserdem rieche ich etwas...ein Gas...schnell realisiere ich, was passiert ist. Wir wuseln unter den Steinen zurück und vereinen uns mit unseren Artgenossen wieder.   Schnell stehe ich auf und nehme meine Spritze hervor. Ich finde das passende Mittel schnell und injiziere es mir. Anschliessend morphe ich mich wieder in den Rattenschwarm.   Es gehen wieder zwei von uns in die Höhle hinein, nur für den Fall, dass die beiden wieder sehen können. Da wir jetzt infiziert sind, beissen wir Ryokina und Arachne in den Arm und übertragen so das Heilmittel.   Nach getaner Arbeit, gehen wir abermals aus der Höhle hinaus und morphen uns in Dimir zurück.   So, die beiden sind vorerst gerettet. Ich muss aber etwas dafür tun, dass die beiden herauskommen können. Langsam nehme ich einen Stein und packe ihn auf die Seite. Ich mache immer weiter und bin schon bald erschöpft. Es ist ein Loch entstanden, zwar ein kleines, aber für die beiden gross genug...wenn sie sich morphen ganz sicher.   Ich morphe mich wieder in den Rattenschwarm. Es gibt da noch etwas, das ich tun muss.   Zwei von uns legen sich an Ort und Stelle schlafen, damit wir uns insgesamt etwas erholen können. So muss ich mich nur auf zwei Ratten konzentrieren. Wir zwei rennen derweil weiter, bis wir an ein Gebüsch kommen. Dann legen auch wir uns schlafen.  

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(7/15/2013 8:39:21 PM)Kreck   Der Auflauf verteilt sich wieder, jeder geht seines Weges aber ohne Gold. Die Zwei die ich vorhin gesehen habe kommen aus dem Clangebäude wieder raus, ich werde ihnen folgen. Deren Weg führt mich zu einem kleinen Haus in das sie reingehen. Hm ist das ihr Lager, ihre Basis oder der Unterschlupf? Ich suche mir ein Fenster das ihm Schatten des Hauses liegt, ich sehe wie sie sich unterhalten. Mit einer mir fremden Person. Moment! Das Kind was da angesprungen kommt ist das nicht? Die Geisel...die Kinder ich erkenne sie. Plötzlich darauf verwandelt sich eine der "Weltretter" in einen Wolf...das wird zu viel jetzt auch noch das Kind. Kurz lehne ich mich gegen die Wand. Boah, das ist ja wie in einem Irrenhaus. Die können sich alle verwandeln oder wie? Unheimlich sowas. "Hm...mh..." ich überlege. Wie mach ich das jetzt? Da reinplatzen wäre wohl nicht sogut als Entführer. Mütter sind schlimmer als jeder Meister eines Clans. Ich warte...am besten auf einer bevölkerten Straße, da wird mir dann nicht soviel passieren falls sie noch einen Hass auf mich hetzen. Was ich ehrlich gesagt nicht verstehen könnte. Ich stoße mich von der Wand ab und halte Distanz und beobachte weiterhin das Häuschen.  
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Beitrag von Alinea »

(7/15/2013 9:33:51 PM)Xashibel Markus’ Haus steht nicht mehr. Es war zuvor schon heruntergekommen, doch jetzt ist es nicht mehr als eine Ruine. Die Holzbalken sind angeschwärzt, und das ganze Dach ist heruntergestürzt. „Asche, ich glaube, das ist meine Schuld…“, murmle ich verlegen. Bei allen Schneeflocken, hoffentlich war Markus nicht da, als sie das Haus angezündet haben… „Ich hätte auf ein schiefgegangenes Experiment getippt.“, meint Chera, die darauf bestanden hat, mitzukommen. „Hm, wo könnte er hingegangen sein…“ „Sucht ihr mich?“, erklingt es aus der Ruine, eine Tür quietscht und Markus’ Gesicht erscheint zwischen den Brettern. „Markus?“, ruft Lacrima aus. „Meine Güte, was hast du denn angestellt?“ „Wie, ich hatte Lust, etwas umzuräumen.“, entgegnet der. „Gefällts dir nicht?“ „Was ist denn passiert?“ „Ach, die Königsritter sind angetanzt nach deiner Aktion letztens, und ich hatte keine Lust, eingelocht zu werden… also hab ich die Hütte abgefackelt. War ne nette Explosion.“ „Mach keine Sachen.“ „Und das Labor?“, wirft Lacrima ein. „Existiert noch.“, lautet die Antwort. „Ich wusste selbst nicht, dass diese Hütte einen Keller hat, aber ich habe ihn gerade rechtzeitig entdeckt. Da kann ich ungestört schaffen. Die Königsritter halten mich wahrscheinlich eh für tot.“ „Du bist echt verrückt.“, kommentiert Lacrima. „Magst du uns helfen? Wir haben am Geisterberg was entdeckt.“ „Und ich dachte schon, ihr wolltet nur fragen, wie’s mir geht… Na schön, kommt rein.“ Wir steigen durch die Überreste eines Fensters und schlüpfen unter das Dach, das ziemlich schief über den verbliebenen Balken hängt. Dort öffnet Markus eine Luke im Boden und führt uns in den Keller – sein geheimes Labor. „Ein Stück Mosaik und ein Schluck Wasser in einem Lichtball.“, fasst Markus unsere Funde zusammen. „Ich hätte ehrlich gesagt mehr erwartet. Woher habt ihr das?“ „Aus einer Siegelkammer.“, antwortet Lacrima. „Das Siegel wurde unlängst geöffnet, und zwar von niemand geringerem als den Cantata Mortis selbst. An den Fliesen hängt noch etwas von der Energie, die zuvor versiegelt war. Und das Wasser stammt auch aus dem Siegel.“ „Ihr wisst aber, dass Magie nicht unbedingt mein Spezialgebiet ist?“ „Rin meinte, du hättest dich mal mit Siegeln beschäftigt.“, erklärt Chera knapp. „Hm, in Ordnung. Fangen wir mal mit der mysteriösen Energie an.“, bestimmt Markus und schnappt sich das Mosaik. „Was für ein Siegel war es eigentlich?“ „Also…“, beginnt Lacrima unschlüssig. „Weiss nicht.“ „Es war rund.“, erkläre ich. „In einem runden Raum war ein rundes Becken mit einem runden Loch in der Mitte. In dem Loch war das Wasser.“ „In das Becken war ein neunzackiger Stern gezeichnet.“, ergänzt Lacrima und beginnt, mit ihrem Finger Lichtspuren in die Luft zu zeichnen. „Er reichte nur knapp bis zum Rand des Beckens… etwa so.“ Ein runder Kreis erscheint um den Stern. „Das Loch war hier, genau in der Mitte… und der Raum war etwas grösser. So.“ Ein kompletter Grundriss der Kammer schwebt jetzt zwischen uns in der Luft. „Nie gesehen.“, meint Markus. „Die Siegel, die ich kenne, sehen wesentlich komplizierter aus. Äh, kannst du mir das Wasser in eine normale Flasche füllen?“ Der Alchemist kramt auf einem der zahlreichen Borde rum, fördert eine Flasche zutage und reicht sie Lacrima. Dabei bewegt er sich aus Cheras Sicht, sodass auch sie Lacrimas Zeichnung sehen kann. Die erstarrt und blickt wie gebannt auf die Skizze. „Chera, ist was?“, frage ich nach. „Das kommt mir bekannt vor…“, murmelt sie und geht auf das Bild zu. „Was?“, meldet sich jetzt auch Lacrima. „Dieses Symbol. Ich habe es schon einmal gesehen.“ „Wo denn?“, fragen ich und Lacrima unisono. „Das… das muss in einem der Bücher gewesen sein, die ich mir angesehen habe. Eins von denen, die ich nicht lesen konnte.“ „Und wo ist dieses Buch jetzt?“ „Ich habe es zurückgegeben. In der Bibliothek.“ „Also, worauf warten wir?“, meint Lacrima und lässt ihr Bild mit einer Handbewegung erlöschen. „Auf zur Bibliothek!“
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Beitrag von Gralaer »

(7/15/2013 9:55:41 PM)Kreck   Ich folge ihnen weiter bis zum einem Haus das wohl mal stand. Komplett niedergebrannt. Schon wieder reden sie mit einem Fremden. Ist ja wie eine Verschwörung. Wer weiß vielleicht sind das sogar die Bösen. Versteckte Treffen mit Fremden, das ist ziemlich zwielichtig. Doch dieses Gespräch dauert nicht lang ich höre nur wie sie jetzt zur Bibliothek wollen. Warum auch immer...aber imemrhin liegt sie sehr bevölkert....warum auch immer.. Schnell stelle ich mir die Karte von der Clanstadt vor. "Okay der normale Weg führt über einige Straßen. Aber über die Gassen kommt man sehr schnell und gerade hindurch." denke ich mir im Kopf. In der Gasse wo ich so wieso bin renne ich durch bis zur nächsten über die Straße und weiter. Zum Glück bin ich hier Stammkunde. Sonst würden mich die grimmigen Personen mich nicht so durch lassen. Auf der nächsten Straße kann ich schon das Bücherhaus sehen. Um an die Bibliothek zu kommen muss man an einem Gasthaus vorbei. Das wäre ein schöner Ort. Ich setze mich an einem Tisch draußen hin, hole den Burschen her der das Essen bringt. "Du." sprech ihn an und beschreibe ich ihm kurz die zwei Elementfutzis. "Wenn du sie hier her bringts mit einem Essen dann geb ich dir..." ich ziehe meinen Geldbeutel hervor. "150 Gold. Also hopp hopp." Das ist nicht mal ein viertel davon was ich heut erbeutet hab. "Soll es etwas bestimmtes sein zum Essen?" stottert er. "Die Spezialität des Koches dreimal dann. Und jetzt hopp, lauf." da rennt er. Jetzt warten.....Schöner Tag heute. Perfekt!
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Beitrag von Alinea »

(7/16/2013 2:49:55 PM)Xashibel Wir haben kaum den Marktplatz erreicht, da rennt ein Junge auf uns zu. „Sie da!“, ruft er. „Sie sehen hungrig aus. Kommen sie doch zu uns ins Gasthaus, es ist das beste der ganzen Clanstadt!“ „Wir haben leider keine Zeit, danke.“, winkt Lacrima ab und geht weiter. Die Bibliothek ist bereits in Sicht, das einzige runde Gebäude der Stadt. „Für etwas Gutes zu Essen ist immer Zeit.“, beharrt der Junge und stellt sich ihr in den Weg. „Probieren Sie die Spezialität unseres Hauses, Schweinsschnitzel mit frittierten Kartoffelstiften!“ „Kein Interesse.“, meint Lacrima nur und drängt sich an ihm vorbei, doch er packt sie am Ärmel. „Ich lade euch ein!“, verkündet der Junge. „Auf ein Essen im besten Gasthaus der Stadt. Wie ist das?“ „Na so was…“, antwortet Lacrima auf einmal interessiert. „Es scheint dir ziemlich wichtig zu sein, dass wir dir folgen.“ „Gib’s zu, du wirst bezahlt!“, behauptet Chera. „Nein, gar nicht.“, streitet der Junge sofort ab – etwas zu hastig, für meinen Geschmack. „Ich wollte nur, äh…“ „Ausreden vorher überlegen.“, weist Chera ihn an. „Sonst passiert genau das.“ „Lasst uns gehen.“, werfe ich ein und überhole die anderen. „Wartet!“, ruft der Junge wieder. „Okay, ich werde bezahlt, dass ich euch ins Gasthaus hole.“ Er holt tief Luft und fährt dann leise fort: „Ein Mann mit braunem Bart wollte euch unbedingt treffen, aber es sollte unauffällig sein. Er will euch etwas sagen, glaube ich.“ „Was für ein Mann?“, bohrt Lacrima sofort nach. „Wie heisst er?“ „Ich weiss nicht.“, antwortet der Junge. „Ich habe ihn noch nie hier gesehen. Er hat einen braunen Vollbart und einen dunklen Umhang.“ „Sagt mir nichts…“ „Was will er von uns?“, frage ich. „Hat er nicht gesagt. Er hat nur gesagt, ich solle euch ins Gasthaus holen.“ „Naja…“, überlegt Lacrima. „Was meint ihr?“ „Ich bin neugierig.“, verkündet Chera. „Begucken wir uns das. Vorausgesetzt, die Einladung gilt noch.“ „Auf jeden Fall!“, greift der Junge den Faden auf. „Aber, hm, ihr sagt doch nicht, dass ich euch das alles erzählt habe?“ „Das überlegen wir uns noch.“, beschliesst Lacrima. „Je nachdem, ob euer Essen wirklich so gut ist, wie du behauptest.“
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Beitrag von Gralaer »

(7/16/2013 7:26:39 PM)Kreck   Es ist noch ziemlich still. Ich warte weiter...Um mich herum essen alle. Da kriegt man ja schon selber Hunger. Es kommt auch der Bursche wieder: "Das Essen steht bereit sobald die Drei da sind." "Gut gut, die 150 kriegts du aber erst wenn sie da sind das weißt du?" "Natürlich." seine Hände zittern und er sieht ziemlich ängstlich aus. Hm...er geht wieder. Ich warte nicht mehr lang und schon bringt der Knabe die drei Damen zum Tisch. Die sehen nicht begeistert aus, im Gegensatz der Bursche schon als ich ihm das Gold in die Hand drücke. Er hüpft gar fröhlich rum jetzt. Komischer Kauz. Da kommt er auch schon wieder mit einem großen Lächeln und dem Essen. Die Damen schauen mich an...:"Wollt ihr euch nicht setzen? Keine Sorge heute plan ich nichts." lächle ich sie an. "Bitte?" füge ich noch hinzu. Sie wenden sich und reden kurz. Unhöflich. Ich warte. Hm was ist das überhaupt für ein Essen. Sieht aus wie ...Fisch. Hm man kann ja mal probieren. Gleich....wenn die da vorne fertig sind. Sie wenden sich wieder und setzen sich. Nur die eine kuckt mich noch komisch an, das war die mit den Messern...unheimlich etwas. "Gut vorab, das Essen geht auf mich!" keine Antwort. "Ich will nur reden, und zwar darüber das ich jetzt zu euch stoßen kann." Ich schneide etwas vom "Fisch" ab und esse es. Schmeckt komisch...fast wie Fisch. Bäh!      
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Beitrag von Alinea »

(7/16/2013 10:00:36 PM)Xashibel Jeff also. „Tja, du siehst mich überrascht.“, meint Lacrima in die Stille hinein. „Sagtest du nicht letztens, du hättest besseres zu tun?“, frage ich argwöhnisch. „Da wolltest du uns noch unbedingt loswerden.“ „Ja, ich hatte wirklich besseres zu tun.“, bestätigt Jeff. „Aber ich sagte auch, wenn ich damit fertig bin kann ich euch beitreten und die Welt retten.“ „Also, das wäre mir neu.“, murmle ich. „Du verstehst doch, dass du dich bei uns nicht gerade beliebt gemacht hast mit der Aktion neulich?“, wirft Lacrima ein. „Das stimmt.“, gibt Jeff zu. „Aber ihr habt mir so einen – was weiss ich – Lichtball in den Rachen gestopft und mich als Lügner bezeichnet. Wir können ja sagen, dass die Rechnung jetzt beglichen ist, oder?“ Damit schiebt er sich ein Stück von seinem Fisch in den Mund, wobei er angeekelt das Gesicht verzieht. „Auch wieder wahr.“, meine ich. „Wir hatten Grund zur Annahme, dass er lügt.“, schmollt Chera, die ihr Essen noch nicht angerührt hat. „Er hat’s aber nicht getan.“, entgegne ich. „Und du weißt so gut wie ich, dass wir jede Hilfe brauchen können.“ „Hmpf.“, schnaubt sie und verschränkt die Arme. Lacrima schlägt sie leicht gegen den Arm. „Nicht so eingeschnappt, Schwesterherz. Xashibel hat recht. Wir brauchen Hilfe.“ „Wieso denn?“, entgegnet Chera. „So, wie ich das verstanden habe, werden wir erst mal Alexander helfen. Das schaffen wir auch so, oder?“ „Du weißt, was ich meine.“, schliesst die Elfe und wendet sich wieder an Jeff. „Also – wir wären wirklich froh um deine Hilfe.“ „Find ich gut.“, lautet Jeffs Antwort. „Aber es wäre wohl von Vorteil, wenn man mich hier aufklärt, was überhaupt los ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Todessänger, Cantata-was-auch-immer, so gefährlich sind.“ „Bist du mal einem begegnet?“, fragt Lacrima zurück. „Persönlich nicht, ich konnte nur sehen wie ihr gegen so einen verloren habt. Nur hat der nicht wirklich gesungen…“ „Natürlich nicht.“, werfe ich ein. „Er musste sich nicht mal anstrengen, um uns alle in Grund und Boden zu besiegen.“ „Es gibt fünf von denen.“, nimmt Lacrima den Faden auf. „Ihr Ziel ist es, die Welt zu zerstören, und wenn nicht bald etwas passiert, schaffen sie das.“ „Und wir sitzen hier und kämpfen gegen Frederiks Armee.“, kommentiert Chera. „Genial.“ „Wir konnten bisher nichts unternehmen.“, gibt Lacrima zu. „Wir wissen nicht, wo sie sich aufhalten oder wie genau sie ihr Ziel erreichen wollen.“ „Ein erbärmlicher Haufen sind wir.“, motzt Chera und nimmt nun doch einen Bissen von ihrem Fisch. „Ein Bösewicht wie im Bilderbuch.“, meint Jeff und übergeht Cheras Bemerkung. „Wie man so einen findet weiss ich nicht. Aber irgendwie ist mir eins nicht klar… ihr wollt sie aufhalten, kämpft aber gegen die Königsritter?“ Lacrima seufzt nur, und ich beginne zu erklären. „Die Königsritter haben den Clanrittern den Krieg erklärt – wegen einer zerstörten Burg oder so. Und Lacrima hat den Clanrittern unsere Hilfe angeboten, schliesslich hat der Clan den Elementkriegern auch schon oft geholfen.“ „Davon abgesehen wissen wir sowieso nicht, wie wir weiter vorgehen sollen.“, fügt Lacrima an. „Hm… eine zerstörte Burg.“, beginnt Jeff etwas zögerlich. „Hm, jetzt, wo ich schon mal ehrlich bin, daran sind nicht die Clanritter schuld. So gesehen war es ein Hauptmann der Königsritter, der den Befehl gab, die Burg zu zerstören. Warum er dies tat… na ja, wir haben sie irgendwie… übernommen.“ Stille. Dann beginnt Lacrima, laut loszuprusten. „Ernsthaft? Ihr habt Frederik aus seiner eigenen Burg gescheucht?“, keucht sie zwischen zwei Lachern. „Das muss ich Itaga erzählen. Eine Bande Diebe nimmt die Burg des Königs ein.“ Jetzt grinst sogar Chera. „Geschieht ihm recht.“ Lacrima hat sich inzwischen wieder beruhigt. „Na, dann. Als Erstes werden wir aber zur Bibliothek gehen, wie geplant. Chera hat etwas entdeckt.“ Nach dem Essen gelangen wir ohne weitere Zwischenfälle zur Bibliothek. Chera wendet sich sofort an die Bibliothekarin, die gelangweilt hinter ihrer Theke im Vorraum sitzt. „Hallo – ich komme nochmals im Auftrag von Rin. Wir brauchen eins der Bücher wieder, die ich neulich zurückgebracht habe.“ „Hm, die hab ich wieder einsortiert…“, meint die Bibliothekarin. „Welches denn?“ „Tja… wenn ich das wüsste.“ Die Bibliothekarin seufzt genervt. „Dann such ich sie dir eben wieder raus, kein Problem…“ „Ähm, danke.“, antwortet Chera verlegen. „Tut mir leid.“ „Schon gut, dafür werd ich ja bezahlt.“, meint die Bibliothekarin tonlos und stiefelt davon. Wir warten fünfzehn Minuten, dann kommt sie mit einem Stapel Bücher zurück. „Das müssten alle sein.“ „Danke.“, sagt Chera noch einmal und nimmt ihr die Bücher ab. Dann setzen wir uns alle an den kleinen Tisch, der in einer Nische am Fenster steht. „Also, wir suchen nach einem ledergebundenen Buch mit halb zerfressenen Seiten, ungefähr so dick.“, weist Chera an. Das schränkt die Auswahl natürlich erheblich ein… so ziemlich jedes der Bücher hier passt auf diese Beschreibung. „Auf manchen Seiten sind Skizzen, die ähnlich aussehen wie das Symbol, das Lacrima neulich gezeichnet hat. Also – “ Sie wendet sich an Jeff. „Ein Kreis in einem Stern in einem Kreis in einem Kreis.“ „Hm, Stern, Kreis und alt…“, wiederholt der. „Und jetzt suchen? Hier?“ „Klar, warum nicht.“, antwortet Chera und schlägt das erste Buch auf. „Oh, ach ja, und die Schrift ist unleserlich. Lauter Schnörkel.“ Mit diesen Angaben machen wir uns über die Bücher her.
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Beitrag von Ryokina »

(7/18/2013 6:27:47 AM) Hier kommt mein erster Verbesserungsversuch. Bitte Bewertungen und/oder Tipps auf Skype schreiben.   Ryokina   Ich wache auf. Es ist ziemlich stickig. Deshalb halte ich meinen Atem flach. Meine Glieder fühlen sich seltsam schwer an und mein Kopf dröhnt. Meine Kehle fühlt sich an, wie wenn ich schon seit Jahren nichts mehr getrunken hätte. Vorsichtig setze ich mich auf und schwanke. Was ist passiert? Ich kann mich noch vage erinnern. Der Einsturz wurde sicher von diesen Gestalten oder von Sintharak verursacht. Wahrscheinlich eher letzteres. Dann ist Dimir jetzt wahrscheinlich tot. Was ist mit Arachne? Ich schaue mich um und entdecke sie regungslos auf dem Boden. Ich stehe auf und gehe zu ihr, aber sie bewegt sich nicht. Ist sie tot? Langsam sinke ich auf die Knie. Die Tränen laufen meine Wangen hinunter. Arachne war so ziemlich das einzige was mir noch wichtig war. Mein Vater ist wahrscheinlich tot, meine Mutter werde ich nie sehen, Dimir ist vermutlich auch tot und nun auch noch Arachne! Alles was für mich wichtig war ist weg! Pllötzlich höre ich ein Stöhnen. Neue Hoffnung keimt in mir auf. Das war Arachne! Hat sie etwa im Schlaf gestöhnt? Schnell blicke ich auf und begutachte Arachne. Tatsächlich: Sie atmet noch! Aber an ihrem Hinterkopf sehe ich eine große Platzwunde. Wir müssen schnell hier raus und in die nächste Stadt. Schnell schaue ich mich nach einem Ausgang um, aber ich sehe keinen außer dem zugeschütteten. Da es hier aber auch ziemlich dunkel ist taste ich die Wände ab. Plötzlich höre ich ein Knarzen. Blitzschnell ziehe ich meine Hand weg. Ich bin gerade über eine kleine Erhebung in der Wand gefahren. Jetzt hört man noch ein Rolllen und dann ist es wieder still. Ich fasse dorthin, wo meine Hand grade eben noch war und fasse in die Leere. Soll ich da rein? Ich habe Angst. Vielleicht ist es bloß ein Geheimgang, aber vielleicht ist es eine Falle und gleich rollt von oben ein riesiger Felsblock runter und erquetscht mich. Oder das hier war früher mal ein Ort wo die Menschen verhungert sind und hier sind viele Skelette. Der Gedanke schießt mir einen Schauder über den Rücken. Ich müsste irgendwie Licht machen.... Da kommt mir eine Idee. Die Feuersteine liegen immer noch an dem Platz, der gestern für das Feuer vorgesehen war. Ich nehme sie und versuche mit etwas Zunder ein Stück Holz anzuzünden. Endlich schaffe ich es. Es wird nicht lange brennen, aber es reicht für eine Besichtigung. Ich gehe wieder zum Tunnel. Langsam und vorsichtig schaue ich mich um. Plötzlich wirft der Feuerschein einen schatten auf etwas. Ich schreie auf, denn das Herz schlägt mir bis um Hals. Ein Skelett mit Ritterrüstung starrt mich aus seinen dunklen Augen an. Das hier wurde vermutlich im Mittelalter als Geheimgang benutzt. Ich laufe ein paar Schritte tiefer rein und schaue mich weiter um. Ich höre wieder ein Stöhnen von Arachne. "Vielleicht ist sie aufgewacht", denke ich und drehe mich blitzschnell in die Richtung in der ich die Höhle vermute. Dabei blicke ich in das ausgemergelte Gesicht eine Mannes. Ich werde vor Schreck fast ohnmächtig. Dieser Mann ist tot. Als ich die schlimme Bedeutung davon bemerke werde ich blass. So blass, dass es scheint als würde alle aufmerksamkeit in der Dunkelheit auf mich gezogen. Dieser Mann hat noch Fleisch auf den Knochen. Das heißt er wurde vor nicht extrem langer Zeit hier umgebracht. An Altersschwäche starb er seinem Aussehen nach zu urteilen nämlich nicht. Und das heißt, dass hier vor nicht allzu langer Zeit jemand war, der diesen Mann umgebracht hat. Wenn wir nicht durch diesen dunklen Gang gehen, dann besteht jederzeit das Risiko, dass jemand von der anderen Seite hindurch geht, uns bemerkt und uns umbringt. Ich muss Arachne schnell hier raus bringen, also ist das meine einzige Chance. Ich gehe wieder in die Höhle, hebe Arachne mit aller Kraft über die Schulter, nehme unsere Waffen und unser Essen mit und trete mit dem fast komplett abgebrannten Holzstück in das Dunkel des Ganges. Mit klopfendem Herzen, was mich hier wohl noch erwarten wird.

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Beitrag von Gralaer »

(7/20/2013 7:49:12 PM)Kreck   Also ein Buch mit Kreisen und Sternen. Hmm...ich hab jetzt schon keine Lust. Aber was soll ich sonst machen? Also gehe ich zur ersten Bücherwand und ziehe irgendein zufälliges Buch was einen Lederverband hat. Der Titel: Das Wesen....mh von Rolan Urko. Rolan Urko? Soll das dieses "Wesen" sein? Naja ich mach mich zum nächsten Lederbuch. Das Buch heißt: Das Leben als Schnecke von Rolan Urko. Ro-lan...Ur-ko. Der nächste Titel den ich gezogen hab heißt: Das Mysterium der Frauen im Bad von.....mh von niemanden? Ich drehe und wende das Buch kein Verfasser. Komisch...aber der Typ hat meine Idee gestohlen. Hm...soll ich es lesen? Ach was ist da schon ein großes Geheimnis die schminken sich eben. Nur die Frage ist mit was? Egal ich muss mich konzentrieren. Ein Buch mit Sternen und Kreisen. Das muss ich finden. Eine Weile voller Titel wie: "Drum und drüber" oder "Fester, Fester schnürrt man das Seil" entdecke nichts. Wie soll man ein bestimmtes Buch zwischen all den finden ohne in Kürze verrückt zu werden von diesen komischen Büchern. Egal bin ja hier um zu "Helfen". Nach ein paar Büchern scheint eins zu klemmen. Ich ziehe fester aber nichts rührt sich. Ich nutze den Schatten hinter den Büchern und drücke damit noch zusätzlich. Dann reißt es auch schon raus. Doch mit einer Art Mechanik hinten dran. War das? ich sehe mich um, da eine Wand hat sich geöffnet. Es war also doch eine von diesen blöden Geheimtüren. Sowas gibt es immer noch? Peinlich.... Ich lege das herausgerissen Buch zurück so das es niemand merken kann. Und schaue mich etwas in diesem "Altmodischen Geheimgang" um.  
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Beitrag von Alinea »

(7/21/2013 9:42:18 PM)Xashibel Jeff macht sich über die Regale her und lässt uns etwas verdutzt zurück. „Aber wir durchsuchen doch nur diese Bücher hier…“, murmle ich und deute vage auf den Stapel, der sich zwischen uns auftürmt. „Kommt davon, wenn man nicht zuhört.“, beschliesst Chera und angelt sich das erste Buch. „Wer weiss, vielleicht findet er ja was.“ Eine halbe Stunde nehme ich entmutigt das letzte Buch in die Hand, ein abgewetztes Lederbändchen mit einer kaputten Schliesse. Ich schlage es auf. Die Schrift ist lesbar, also fällt es schon mal weg. Dennoch blättere ich kurz durch die Seiten, doch es tauchen keine Zeichnungen auf. Das Bändchen landet auf dem Stapel mit den bereits durchsuchten Büchern. „Habt ihr was gefunden?“, frage ich in die Runde. Auch Lacrima legt gerade ihr letztes Buch weg. „Leider nicht, nein.“ „Ich hab’s hier.“, meint Chera, die in einen dicken blauen Wälzer vertieft ist. „Da ist die Zeichnung von diesem Siegel.“ „Sag doch was!“, rufe ich aus und lehne mich über den Tisch, um einen Blick auf die Seiten zu erhaschen. Tatsächlich – das Symbol erstreckt sich in schwarzer Tinte über die ganze Pergamentseite. „Und, was steht da?“, will Lacrima wissen. „Tja, wenn man es lesen könnte…“, murmelt Chera nur. „Muss irgendeine Uralt-Schrift sein.“ Ich betrachte kurz die Buchstaben, die die andere Seite bedecken. Von mir aus gesehen sind sie zwar auf dem Kopf, aber… „Das sind doch ganz normale Buchstaben.“ „Wie?“ Chera starrt mich an, als hätte ich verkündet, dass ich die Sprache der Eisbären verstehe. „Das sind die runden Buchstaben, die wir bei den Sirenen verwenden.“, erkläre ich. „Naja, etwas altmodisch sind sie schon, aber lesen kann ich es trotzdem.“ „Sirenenschrift?“, wiederholt Lacrima skeptisch. „Hm, wahrscheinlich habt ihr vor einigen hundert Jahren die Menschenschrift übernommen und dann nicht weiterentwickelt, im Gegensatz zu den Menschen…“ „Umso besser.“, meint Chera. „Kannst du vorlesen?“ „Klar.“ Ich ziehe das Buch zu mir herüber und beginne. „Templum Mendacii. Versiegelt die Macht der Lüge, der vierten Todsünde – “ „Todsünden!“, haucht Chera. „ – im Innern des heulenden Berges. Sie wird geschützt von siebzig bis achzig Seelen, die ihre Macht einzelnen Siegeln verliehen, welche zusammengefasst wurden zum Siegel der Lüge. Die Bannmagie, welche hier ihre Anwendung fand, scheint unbekannt; es mag sich um Energie der Seraphim handeln. „Anzunehmen ist, dass das Weisse Messer auch bei diesem Siegel als Schlüssel dienen kann, doch von entsprechenden Versuchen sind abzusehen. Es soll hier noch einmal wiederholt werden, dass die Siegel der 666 Todsünden unter keinen Umständen geöffnet werden müssen. Jedes Einzelne, welches zerfällt, schwächt die Bande, die die Menschheit vor Armageddons Macht bewahren.“ „Volltreffer!“, freut sich Lacrima. „Dahinter sind die Cantata also her.“ „Armageddon…“, murmle ich. „Ich glaube, Itaga hat das mal erwähnt. Das war eine Art amokgelaufener Gott, der von zwei anderen Göttern – Seraphim war einer davon – versiegelt wurde. Mit der Hilfe von 666 gequälten Seelen.“ „666 Seelen.“, überlegt Lacrima. „666 Todsünden. 666 Siegel.“ „Das sind ganz schön viele…“, wirft Chera ein. „Laut diesem Text wurden an die achzig einzelne Siegel zu einem grossen Siegel zusammengefasst.“, meint die Elfe. „Dem ‚Siegel der Lügen’. Und das ist jetzt offen.“ „Also wollen die Cantata Mortis Armageddon befreien.“, schliesst Chera. „Und der zerstört dann die Welt, oder so.“ „Und um das zu tun, müssen sie diese 666 Siegel lösen.“, nimmt Lacrima den Faden auf. „Was wahrscheinlich nicht so lange dauert, wenn immer achzig zusammengenommen sind…“, überlege ich weiter. „Das sind dann… gerademal acht Siegel, oder?“ „In dem Buch hier sind sieben.“, widerspricht Chera. „Es ist aber auch nicht gesagt, dass alle genau gleich stark sind.“ „Sieben Siegel also“, murmelt Lacrima, „und wenn alle offen sind…“ „Hm, aber was hat es mit dem Weissen Messer auf sich?“, frage ich und tippe auf die entsprechende Stelle im Buch. „Hier steht, das ist der Schlüssel.“ „Also haben die Cantata Mortis dieses Messer, und benutzen es, um Siegel zu öffnen.“, schliesst Chera. „Nicht so schnell.“, wirft Lacrima ein. „Da steht, das Messer kann als Schlüssel dienen, es muss aber nicht. Es könnte also auch sein, dass die Cantata mächtig genug sind, die Siegel einfach so zu brechen.“ „Was weniger gut wäre.“, ergänze ich. „Wenn sie ein Messer hätten, und wir ihnen das stehlen könnten, hätten wir Ruhe, oder?“ „Wir wissen nicht mal, ob das alles überhaupt stimmt.“, meint Chera und schlägt das Buch woanders auf. Noch eine Zeichnung kommt zum Vorschein: Ein Pentagramm in einem Kreis, welcher in ein Sechseck eingeschlossen ist, an dessen Ecken jeweils ein Dreieck gezeichnet ist. Das Ganze wird von einem Achteck umschlossen. „Seltsames Siegel…“, murmle ich. „Was steht da?“, fragt Chera nach. „Templum Contemtionis. Versiegelt die Macht der Verachtung, der letzten Todsünde, wahrscheinlich in einer der Höhlen unter der Klippe bei Ellora.“ „Das ist beim Elloralager…“, murmelt Lacrima. „Da waren wir noch vor ein paar Wochen. Ob das auch schon offen ist?“ Ich lasse die Ereignisse im Lager noch einmal revue passieren. Ich habe mich mit Lacrima gestritten, die Sache ist etwas eskaliert, dann haben wir schleunigst die Stadt verlassen und dann... sind wir Dimir begegnet. Dimir und das Mädchen vom Ball. Ich habe sie beschattet. Allerdings konnte ich nicht viel herausfinden, bevor ich durch meine eigene Unachtsamkeit ins Meer gestürzt bin. Das Mädchen hat glaub ich Itaga als Zauberer bezeichnet und dann behauptet, einen Tempel befreien zu müssen... „Diese Siegel…“, murmle ich und ziehe das Buch wieder zu mir. „Befinden sie sich alle in Tempeln?“ „Das letzte ist in einer Höhle, oder?“, antwortet Chera. „Also nein.“ „Eine Höhle unter den Klippen bei Ellora. Das ist da direkt am Meer, oder?“ „Genau.“, bestätigt Lacrima. „Als wir im Elloralager waren, bin ich noch einmal zurückgegangen, um Dimir und das Mädchen zu beschatten.“, erkläre ich meinen Gedankengang. „Ich bin dann leider, äh, abgestürzt und konnte nicht alles sehen, aber sie sind eindeutig zu den Klippen gegangen.“ „Und?“, fragt Chera nach. „Das Mädchen hatte ein Messer.“ „Das macht keinen Sinn.“, beschliesst Chera. „Das Messer, das im Text erwähnt wurde, ist weiss. Das des Mädchens war schwarz, oder?“ „Stimmt.“, räume ich ein. „Aber das Mädchen hat davon geredet, Tempel zu öffnen. Tempel… vielleicht meinte sie die Siegel. Ausserdem war sie am Rozengard-Ball mit Andate Cantabile zusammen, also hat sie eindeutig mit den Cantata Mortis zu tun.“ „Ach ja, ich erinnere mich an sie…“, wirft Lacrima ein. „Sie hat aber auch mit Dimir zu tun, und du hast behauptet, er sei auf unserer Seite…“ „Stimmt.“, mache ich wieder. „Dimir ist ein Spion, aber ich weiss nicht, auf welcher Seite er tatsächlich steht.“ „Dann müssen wir annehmen, dass er für die Cantata arbeitet.“, beschliesst Lacrima. „Wir dürfen ihm nicht vertrauen, bis das Gegenteil bewiesen ist.“ „Aber das Messer…“, murmelt Chera. „Kann es wirklich dieses Messer sein?“ „Mh…“, murmle ich unbestimmt und blättere im Buch. Wie erwartet befindet sich hinten ein Kapitelverzeichnis. „Geschichte der Arkanen Meister… Entstehung der Erde und der Lebewesen…“, murmle ich vor mich hin, „Ausbruch des Krieges und Armageddons Rache… Versiegelung Armageddons und die Errichtung der 666 Siegel… Templum Odii… Templum Angoris…“ „Was liest du?“, fragt Lacrima nach. „Inhaltsverzeichnis.“, antworte ich knapp. „Templum Aviditatis… Templum Mendacii… Templum Proditionis… Templum Invidae… Templum Contemtionis… Vereinzelte Siegel… Hm, jedes der sieben Siegel enthält das Wort „Templum“. Vielleicht sind es ja wirklich alles Tempel, das spricht dafür, dass das Mädchen die Siegel öffnet.“, überlege ich und lese dann weiter. „Natur der Todsünden… Das Weisse Messer. Da.“ Ich blättere durch die vergilbten Seiten, bis ich das gesuchte Kapitel finde. „Die Umstände der Entstehung dieses Artefakts hüllen sich in Dunkelheit, erstmals aufgetaucht ist dasselbe im Besitz des Fürsten von Odelia, Almar von Windia, nach dessen Aussage das Messer dazu fähig ist, mit seinem Besitzer zu sprechen. Es besteht aus weissem Holz, doch als der Fürst es zum Töten verwendete, soll es sich schwarz gefärbt haben…“ „Da hätten wir das schwarze Messer.“, unterbricht mich Chera. „Ich glaube, du hast recht.“ „Du meinst, das Mädchen hat mit dem Ding getötet?“, fragt Lacrima skeptisch. „Vielleicht ist es auch schwarz geblieben, nachdem der Fürst es hatte.“, überlege ich. „Dann passt der Name nicht wirklich…“, überlegt Lacrima. „Dennoch, es wäre möglich…“ „Lies mal weiter.“, fordert mich Chera auf. „Nach dem Ableben des Fürsten blieb man sich über den Verbleib des Messers im Unklaren, doch es gibt mehrere Hinweise auf das Messer in der Geschichte Dragotakas. So kann es anscheinend verwendet werden, um Siegel zu stärken, wobei es jenen anschliessend als Schlüssel dient. Es ist nicht auszuschliessen, dass Seraphim und Ragnarök selbst es erschaffen haben.“ Ich lege das Buch weg. „Das ist alles.“ „Also… Seraphim ist ja die Tante, die Armageddon versiegelt hat, oder?“, fragt Chera nach. „Ja, und Ragnarök der Onkel… ich meine, der zweite Gott halt.“, antworte ich. „Die haben also ein paar Siegel gezaubert und dann gleich den Schlüssel erschaffen, damit man sie wieder öffnen kann?“, fährt Chera fort und übergeht meine Bemerkung. „Das macht doch keinen Sinn.“ „Es ist ja nicht gesagt, dass sie das Ding erschaffen haben.“, wirft Lacrima ein. „Es wäre nur möglich. Und eigentlich auch plausibel, schliesslich soll das Messer die Siegel auch stärker machen.“ Sie macht eine kurze Pause. „Wahrscheinlich war es nie dazu bestimmt, in Menschenhand zu gelangen.“ „Aber jetzt hat das Mädchen es.“, wirft Chera ein. „Und die arbeitet für Andate.“, ergänze ich. „Dann wissen wir ja, was wir zu tun haben…“, überlegt Lacrima. „Finden und stehlen. Hey, wo ist eigentlich Jeff?“
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

(7/22/2013 7:59:16 PM)Kreck   Ein dünner Gang führt zu einer kleinen Bibliothek. Fünf Bücherregale stehen in einem kleinen Raum. Sind vielleicht wertvoll die Bücher. Ich nehme mir eins. Der Titel: Die Cantata Mortis. Sagt mir nichts...ich leg es zurück. "Oooooh." ich sehe ein Buch was golden glänzt. Ich nehme es raus und sehe mir den Verband an...das ist echtes Gold! Der Titel ist mir ziemlich egal, das Buch packe ich ein und verstaue es in einer Innen-Tasche in meinem Mantel. Ist bestimmt gut was wert und klopfe auf das Buch unter dem Mantel. "hmmm" mache ich und ziehe ein nächstes Buch. "Kanonenspitze" hm ist wohl ein Buch über die Geschichte dieses Berges. Ich stöber noch eine Weile durch den Büchertummel. Aber finden tue ich fast nichts mehr nur noch ein Buch wo "alles" über Dämonen stehen soll. Bezeifle ich irgendwie. Aber schaden kann es nicht die zwei Bücher mit zunehmen. Beide sind in den Innen-Taschen meines Mantels links und rechts. Dann bin ich auch draußen aus dem Gang, die Tür hinter mir kann man wohl nicht mehr schließen...hoffentlich merkt das niemadn bis ich raus bin. Ich sehe auch schon wie der Trupp mich sucht. Dann beende ich mal die Suche und stelle mich. "Na? Was sucht ihr?" komme ich auf sie zu.
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Beitrag von Cydhra »

(7/25/2013 9:03:18 AM)Sintharak   Wir erreichen die Stadt am Abend. Ich überlasse dem Riz'ok die Kontrolle über meinen Körper, da er weiß wo es hingeht. Er windet sich durch enge Gassen und durch Hinterhöfe, springt über Mauern und gleitet durch Kellerlöcher. Dann finden wir uns in einer Bar wieder, die man nur durch ein Fenster oder durch die Kanalisation über den Keller betreten kann. Der Riz'ok steuert auf die Bar zu und wir stehen einem mürrischen Gesicht gegenüber. Barmann: "Dich habe ich hier noch nie gesehen. Wer bist du?" Sintharak: "Ich hätte gerne ein warmes Bier mit extra Eiswürfeln!"   Der Barmann runzelt die Stirn, denkt nach und verschwindet dann. Ich wundere mich ebenfalls. Was willst du? Das ist die Parole, du Dummkopf! Ich schelte mich innerlich und denke mir, dass ich da auch selber hätte drauf kommen können. Ein anderer, alter Mann betritt die Stube. Er hat karierte Hosen und ein grünes Hemd an. Ein sehr seltsames Auftreten. Der Barmann zeigt auf uns und der Alte kommt lächelnd auf uns zu. "Wer bist du?"   Sintharak: "Ich bins, Äußerer Kern!" Alter: "Ach! Du bist es. Wie kommst du zu so einer Verkleidung?" Sintharak: "Die Fusion war erfolgreich. Darf ich dir Cydhra vorstellen?" Er überlässt mir die Kontrolle, ich ändere die Körperhaltung knapp um den Wechsel der Person zu verdeutlichen und nicke. Dann übernimmt der Riz'ok wieder. Sintharak: "Ich brauche Informationen, die Lage und Hilfe." Alter: "Eins nach dem anderen. Darf ich euch meine Pfefferminzlimonade anbieten? Und kommt doch anch hinten, dort sind wir ungestört!"   Er führt uns nach hinten, in eine kleinere Stube, mit einem großen Holztisch. Wir setzen uns und er winkt dem Barmann mit zwei ahndzeichen zu. Der kommt kurz darauf mit zwei großen Gläsern wieder, in denen eine grüngelbliche Flüssigkeit ist. Inzwischen klärt mein zweites Ich mich auf: Der Alte ist Aram, einer meiner Kontaktmänner. Er wird uns weiterhelfen. Der Barmann heißt Shin und ist ein übler Kämpfer. Brutal und heißblütig, aber loyal. Loyal und Ehrenhaft. Ein sehr guter Mann mit einem Händchen fürs Schmutzige. Wir werden hier alles erfahren, was wir wissen wollen. Und wenn nicht sofort, dann braucht Aram nicht lange um an die Infos zu kommen. Er kennt sein Handwerk.   Aram: "Hier, das ist meine eigene Kreation, ich habe sie über Jahre hinweg verbessert. Ihr werdet nirgendwo ein erfrischenderes Getränk finden, als diese Limonade, das verspreche ich euch. Aber zum Geschäft: Was wollt ihr?" Sintharak: "Der erste Punkt auf der Liste. Eigentlich ganz einfach: Wie sieht es mit der politischen und millitärischen Lage im Land aus?" Aram: "Nicht gut. Politisch ist es eine Katastrophe, Frederik ist vollkommen durchgedreht. Berichten meines Netwerkes zufolge, wurde er aus seiner Burg gejagt, und wollte sie wieder einnehmen. Dabei haben ihn die Diebe so sehr bedrängt, dass er seine eigene Burg eingerissen hat. Daraufhin gab er den Clananhängern die Schuld. Alles steht auf Bürgerkrieg. Spione berichteten, dass die Rote Echse an dem Angriff auf die Burg beteiligt war!" Sintharak: "Die Rote Echse lassen wir in Ruhe. Solange dieser John, oder wie er heißt, nicht als unser Feind zu erkennen gibt, haben wir mit denen nichts am Hut."   Wer ist die Rote Echse? Eine andere Organisation aus Kämpfern und Dieben. Wir haben des Öfteren mit ihnen kooperiert. Wer ist wir? Wir sind ebenfalls eine Untergrundorganisation. Meistens sammeln wir nur Informationen, manchmal schlagen wir zu. Wir sind Menschen, die mit der Regierung nicht einverstanden sind und unsere eigenen Bosse sein wollen. Aram steht hoch in unserer Hierarchie. Der König weiß nichts über uns, die Clankrieger wissen es nicht, nur die Rote Echse kennt unsere Existenz. Und die Verbindungsmänner. Und was geht uns der Krieg an? Wir werden ihn nutzen. Außerdem ist die Rote Echse scheinbar daran beteiligt, ich denke, wir werden uns mit ihnen zusammenschließen und Waffenlieferungen organisieren, Aufstände anzetteln, oder Sonstiges tun, was der Roten Echse, uns, und den Ellechim hilft.   Sintharak: "Bereiten sie Waffenlieferungen vor, organisieren sie Streitkräfte in Herzgebieten und kontaktieren sie John!" Aram: "Zu Befehl, Herr"   Du bist ihr Herr? Ja, ich habe diese Organisation ins Leben gerufen, und kann mit Stolz sagen, dass wir es weit geschafft haben. Für irgendwas musste mein Aufenthalt in dieser Welt ja gut sein. Aber erwarte nicht zu viel von dieser Organisation. Wir können keine Kriege führen. Wie fand die Rote Echse das? Wir sind eine politische Untergrundorganisation, die Rote Echse ist eine Bande, die an Reichtum und sowas denkt. Das soll jetzt nciht abfällig sein, mit gefallen ihre Vorstellungen und mir gefällt dieser John. Aber du kannst die Organisationen nicht vergleichen. Hilft uns die Organisation? Eher nicht, wir können zwar einiges Ausrichten, aber mehr auf politischer Basis. Bei unserer Mission wird es uns nicht weiterhelfen. Auch einen Krieg können wir nciht kämpfen. Wir sammeln nur Informationen, werten sie aus, und reagieren. Mehr nicht.   Sintharak: "Zum zweiten Punkt: Was machen die Elementkrieger?" Aram: "Das wissen wir nicht genau. Sie sammeln sich, einige haben längst zusammengefunden. Aber was sie tun wissen wir nciht, sie scheinen keinen besonderen Plan zu verfolgen. Allerdings kamen sie in Kontakt mit den Cantata Mortis, und die Lage spitzt sich zu, seit die ersten Tempel geöffnet wurden." Sintharak: "Uns steht also ein Bürgerkrieg bevor und zusätzlich haben wir einen Haufen verrückter Geister, die etwas vorhaben, was wir nicht kontrollieren können!" Aram: "Nun, wir haben mit Smana Kontakt aufgenommen. Es war schwierig, aber wir wissen jetzt, dass die Tempel als Siegel für einen Gott dienen." Sintharak: "Welchen?" Aram: "Nun, welcher ist schon versiegelt? So viele gibt es da ja nicht. Armageddon!" Sintharak: "Na, das hat uns noch gefehlt. Also gut, organisieren sie Streitkräfte so, dass wir einen Bürgerkrieg aufhalten können und informieren sie die Rote Echse über die Tempel und die Sänger. Wir müssen sie aufhalten, bevor etwas schlimmeres passiert." Aram: "Schon klar. Aber aus einem Bürgerkrieg können wir Vorteile ziehen!" Sintharak: "Die nützen aber nichts, wenn Armageddon entsiegelt wird. Wir müssen den Clan auf unsere Seite ziehen. Mit Frederik können wir nicht rechnen." Aram: "Ich werde noch heute Boten entsenden!"   Ich schalte mich ein. Wer ist Armageddon? Er ist ein Gott, der jedoch durchgedreht ist und von Ragnarök und Seraphim, glaube ich, versiegelt wurde, damit er keinen Schaden anrichtet. Die Cantata Mortis wollen ihn wohl befreien um das Ende der Welt einzuläuten. Du musst nicht fragen warum, Geisterhirne versteht keiner. Jedenfalls scheint ein Krieg zwischen dem König und dem Clan bevorzustehen, was den Sängern in die Hände spielt. Das müssen wir verhindern, wir brauchen Zeit! Und was soll das mit den Tempeln? Die Tempel sind die Orte, wo die Siegel untergebracht sind, die die Sänger öffnen.   Ich beginne Zusammenhänge zu sehen und zu verstehen. Was wäre, wenn wir Armageddon auf diese Welt losließen? Dann wäre sie doch sicherlich bereit für die Ellechim zu kommen? Vielleicht. Aber wahrscheinlicher ist, dass Armageddon sein Werk vollendet und das Universum wieder auslöscht. Dann gibt es gar nichts mehr, außer den Göttern und den Geistern. Die Sänger würden es überleben. Vielleicht planen sie auch ganz anderes, aber es heißt nichts Gutes. Also müssen wir auch gegen die Sänger kämpfen. Dazu sind wir nicht mächtig genug. Das überlassen wir dem Clan und den Elementkriegern. Sie könnten es schaffen. Wir werden uns auf unsere Aufgabe konzentrieren und die Organisation den Rest machen lassen. Ich bin sicher, John wird kooperieren. Vielleicht können wir Kreck, den Elementkrieger des Schattens und Mitglied der Roten Echse auf unsere Seite ziehen. Auf jeden Fall müssen wir uns beeilen, denn die Lage spitzt sich zu.   Ich nippe an dem Pfefferminztrank und mir wird ganz anders. Er ist unglaublich lecker, ein milder Minzgeschmack mit Zitrone und ein leichtes Gefühl der Wärme breitet sich in meinem Körper aus. Und das ohne Alkohol. Also gut, wir fahren mit den Elementkriegern fort. Wie? Wir könnten es in der Clanstadt versuchen, früher oder später müssen wir da sowieso hin. Aber laut Karte sind dort zu Viele Krieger, die sich außerdem laut Plan mit den Sängern beschäftigen sollen. Also schlage ich vor, wir suchen einen Krieger, der sowieso nichts mitbekommt und somit unnützlich ist. Ich schlage Rispah als nächstes Opfer vor. Wir machen uns am Besten bald auf den Weg. Allerdings müssen wir vorher die Organisation koordinieren. Nebenbei bemerkt: Sie heißt übrigens "Letzte Infanterie"   Wir reden noch eine Weile mit Aram über die Pläne, dann gehen wir in die Geststube und feiern ein wenig unsere bisherigen Erfolge. Spät in der Nacht gehen wir zu Bett. Bald wird eine gute Zeit hereinbrechen. Da bin ich mir sicher. Wir sind uns sicher.
"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.

ItashaOtaku
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von ItashaOtaku »

(7/30/2013 6:14:26 PM)Dimir     Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als wir vier aufwachen. Wir haben heute eine relativ lange Strecke vor uns. Am Abend wollen wir bei den CM sein und die Nacht bei ihnen bleiben. Ausserdem frage ich mich, was aus Darkis geworden ist.   Wir anderen gehen derweil in die Höhle zurück, um den Zustand von Arachne und Harasa zu überprüfen. Wir finden den Weg in die Höhle gleich wieder und sind Sekunden später drin. Es ist recht dunkel und wir können kaum was erkennen. Suchend wuseln wir in der Höhle herum.   Schon bald muss ich erkennen, dass weder Harasa noch Arachne in der Höhle sind. Wo sind sie bloss hin?   Ich möchte uns schon wieder aus der Höhle abziehen, als uns ein Loch auffällt. Wir sehen nicht weit hinein, denn in diesem Loch wird das Licht geradezu verschluckt. Sind die beiden da durch? Schon bald fällt mir im Loch ein Skelett auf...hier sind also schon Leute gestorben. Ich bin froh, dass das weder Harasa noch Arachne sein können, weil in so einem kurzen Zeitfenster der Verwesungsprozess einer Leiche noch im Gange ist. Das ist aber ein Skelett ohne Haut, ohne Organe. Nur Knochen.   Nach einigen Metern gabelt sich der Weg und ich muss meine Nase einsetzen, um Harasa aufzuspüren. Der Wind kommt von rechts, also renne ich in die gleiche Richtung.   Wir rennen immer weiter und ich spüre die Müdigkeit allmählich. Da wir aufgrund des immensen Energieverbrauches nicht zusammenbrechen möchte, machen wir eine Pause vom Marsch zu den CM und legen uns hin. So spare ich Energie und wir können uns etwas erholen und trotzdem weiterrennen.   Auf einmal kann ich ungefähr 100 Meter vor uns schwere Schritte hören. Sie bewegen sich von uns weg, das heisst, dass die Person, die hier geht, entweder vom anderen Weg der Gabelung oder von der Höhle aus gekommen sein muss. Wir wuseln weiter, bis wir eine Person erkennen, die auf ihrem Rücken jemanden trägt, den ich als Arachne erkenne. Ich wusle weiter nach vorne und erkenne Harasa.   Wir begrüssen sie piepsend und rennen Harasa auf die Schultern.   Sie erkennt mich erst allmählich. In sichtlich erschöpftem Ton begrüsst sie mich: "Dimir! Du lebst ja doch!" Auf einmal nimmt sie mich von den Schultern und drückt mich an sich. Das hat noch nie jemand mit mir gemacht, aber es fühlt sich gut an - solange sie meinen Rattenkörper nicht erdrückt.   Die Tatsache, dass Arachne aufgewacht ist und ich Harasa gefunden habe, motiviert mich so sehr, dass wir wieder schneller zu den CM rennen und so kommen wir schon bald bei ihnen an. Ich wusle an Ruvato und Jack vorbei und finde Andate schon bald vor.   Ich begrüsse ihn piepsend. Er müsste fähig sein, zu bemerken, dass ich es bin.

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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

(7/31/2013 8:26:11 PM)Xashibel „Na, was sucht ihr?“ „Ach, da steckst du.“, entgegnet Lacrima, statt zu antworten. „Wir haben das Buch gefunden… und ein paar ziemlich entscheidende Hinweise.“ „Jetzt suchen wir ein kleines Mädchen.“, ergänze ich. „Sie arbeitet wahrscheinlich für die Cantata Mortis und sie hat ein Messer, mit dem sie Tempel entsiegeln oder so ähnlich. Wir müssen ihr das Messer stehlen, bevor alle sieben Tempel offen sind.“ „Sonst haben wir verloren.“, schliesst Chera. „Und wo sind diese Gebetshäuser?“, will Jeff dann wissen. Lacrima nimmt sich das Buch und blättert abwesend darin. „Hier drin sind zum Teil nur vage Beschreibungen… Einer ist im Elloralager, der ist offen. Einer ist unter dem Windtempel im Geisterberg, offen. Beim Rest wissen wir es nicht.“ „Bist du sicher, dass der im Elloralager offen ist?“, werfe ich ein. „Wir haben ihn nicht selbst gesehen, oder?“ „Du sagst, Dimir und das Mädchen sind in den Felsen herumgeklettert. Da muss der Tempel sein. Sie hatte das Messer bei sich.“, fasst Lacrima zusammen. „Wieso sollte das Siegel noch zu sein?“ „Stimmt…“, murmle ich. „Aber wo sind sie jetzt?“ Lacrima seufzt nur. „Die könnten überall sein.“ „Wir klappern einfach alle Tempel ab.“, beschliesst Chera. „Wenn wir einen finden, der noch nicht entsiegelt ist, warten wir auf sie.“ „Hm… das ist riskant.“, wirft Lacrima ein. „Wenn dieser Tempel der Letzte ist und wir sie nicht aufhalten können…“ „Was soll da schon passieren?“, will Jeff wissen. „Armageddon.“, antwortet Lacrima schlicht. „Was ist das schon wieder für einer Hexerei?“ „Irgendso ein Superdämon…“ „…Der wahrscheinlich die Menschheit auslöschen wird.“, schliesst Lacrima. „In letzter Zeit hab ich schon mehr zu tun mit diesen komischen Dämonen.“, murmelt Jeff abwesend. „Inwiefern?“, hake ich nach. „Ach, hier und da…“, winkt dieser ab. „Ach. Hier und da.“, wiederholt Lacrima tonlos. „Okay.“ „Hm, und wohin gehen wir jetzt?“, frage ich. „Alexander helfen.“, beschliesst die Elfe. „Au ja, Königsritter hauen.“, meint Chera begeistert. „Aber verlieren wir da nicht zu viel Zeit?“ „Mh. Wenn wir uns reinhängen, sind wir morgen fertig.“, beschliesst Lacrima. „Also los.“ Wir kommen nicht weiter als bis vor die Tür der Bibliothek. Vor uns auf der Strasse rennen an die zwanzig Königsritter in voller Montur hindurch, das Klirren der Panzer und Waffen hallt in den Strassen wieder. Beginnt der Angriff etwa schon? „Hm, doof.“, bemerkt Chera. „Und jetzt?“ „Vielleicht lassen sie uns ja durch.“, schlage ich vor. „Wir haben ihnen ja nichts getan.“ „Hm, gefällt mir trotzdem nicht.“, meint die Elfe. „Mir sind die Königsfutzis auch nicht geheuer.“, schliesst sich Jeff ihr an. „Nehmen wir den Geheimgang, vielleicht führt der irgendwo hin?“ Entgeistert starren wir ihn an. „Geheimgang?“ „Ja, ihr hättet fragen können wo ich war.“, meint dieser nur. „Hm… schätze schon.“, antwortet Lacrima. „Kannst du uns den Gang zeigen?“ „Natürlich kann ich das, ich bin ja kein Clanritter oder sowas.“, meint Jeff nur und geht zurück in die Bibliothek. Im hinteren Teil des Hauptraumes befindet sich tatsächlich der Eingang zu einem Tunnel. Er führt in eine kleine Kammer, in der noch mehr Bücher aufbewahrt werden. Die Steinwände wurden mit Holz verkleidet, um sie zu schützen, aber abgesehen von den Regalen ist der Raum leer. „Sieht nach ner Sackgasse aus.“, bemerkt Chera. „Nein, hier hinten geht’s weiter.“, widerspricht Lacrima. Sie hat weiter hinten eine kleine Tür gefunden, die sich sogar problemlos öffnen lässt. Der Gang führt in einen niedrigen Steingang, der leicht abwärts führt. Es ist dunkel, also erschafft Lacrima ein paar kleine Lichtkugeln, um den Weg auszuleuchten. Nach einer Weile gelangen wir zu einer Kreuzung, bei der eine Treppe auf den Gang trifft. Ein Clanritter steht dort. „Was macht ihr hier?“, fragt er scharf, dann erkennt er Lacrima. „Oh, die Elementkrieger. Alexander sucht nach euch.“ „Den suchen wir gerade.“, antwortet Lacrima. „Kannst du uns zu ihm bringen?“ „Ich muss Wache stehen.“, verneint der Ritter. „Aber er müsste noch in der Kreuzhalle sein… wenn ihr diesem Gang bis zum Ende folgt, gelangt ihr da hin.“ „Sind alle Gebäude der Stadt so miteinander verbunden?“, will ich wissen. „Nur die Ältesten, soweit ich weiss.“, meint der Ritter. „Ich kenne nicht alle Gänge, nur diesen, weil wir hier die Waffen durchgebracht haben.“ „Ach so.“ Wir verabschieden uns und eilen weiter durch den Gang, der in eine Treppe mündet, die tatsächlich in die Kreuzhalle führt. Durch eine Tür, die wahrscheinlich zwischen den Fresken verborgen ist, wenn man sie schliesst, gelangen wir in den Keller, wo sich die Ritter versammelt haben. Alexander spricht gerade zu ihnen: „Die Königsritter versammeln sich auf der anderen Seite der Stadt. Sie sind mehr als wir, und wahrscheinlich haben sie sich schon länger auf so eine Schlacht vorbereitet, aber wir sollten nie vergessen, wer wir sind. Der Raphaelclan bildet die stärksten Krieger Dragotakas aus. Die Elementkrieger sind auf unserer Seite. Wir können diese Schlacht noch heute Nacht zu Ende bringen.“ Zustimmendes Gemurmel, doch wahnsinnig überzeugt wirken die Clanritter nicht. Kein Wunder – wenn das hier alle sind, sind die Königsritter fast dreimal so viele. Erst jetzt fällt mir auf, dass Lacrima weg ist. Sie hat sich durch die Menge zu Alexander gedrängt und spricht leise zu ihm. Alexander nickt kurz, dann blicken beide zu uns hinüber. Lacrima winkt uns heran. „Was ist?“, frage ich, sobald wir in Hörweite sind. „Lasst uns nach oben gehen.“, bestimmt Lacrima. „Wir machen einen Plan.“ Im oberen Stockwerk der Kreuzhalle befindet sich ein Raum, der an das Besprechungszimmer der Lehrmeister erinnert: Geräumig, aber fensterlos, mit einem grossen runden Holztisch in der Mitte. Rin sitzt bereits auf einem der Stühle, neben ihr steht eine Schüssel mit Gebäck. „Na endlich.“, meint sie, als wir eintreten. Wir nehmen Platz. „Also, wie soll dieser Plan aussehen?“, frage ich. „Die Königsritter werden wahrscheinlich von mehreren Seiten angreifen.“, beginnt Lacrima und lässt auf dem Tisch eine Miniaturversion der Stadt aus Licht entstehen. „Sie haben drei Möglichkeiten: Durch die Hauptstrasse, vom Hafen her und durch die Quartiere der Clanritter, die ja zurzeit leer sind.“ „Was wollen sie überhaupt in der Kreuzhalle?“, wirft Chera ein. „Sie zerstören.“, meint Alexander tonlos. „Die Kreuzhalle ist das Wahrzeichen des Raphael-Clans. Wenn Frederik auf Krieg aus ist, braucht er sie nur zu sprengen.“ „Hm.“ „Wir bilden einen Verteidigungsring.“, beschliesst Alexander. „Wir müssten stark genug sein…“ „Trotzdem…“, unterbricht ihn Lacrima. „Wenn sie durchkommen, können wir nichts mehr machen.“ Nachdenklich betrachte ich die kleinen Lichthäuser auf dem Tisch. „Wo ist denn die Küste?“ Lacrima lässt den Küstenverlauf erscheinen. „Chera müsste in Küstennähe sein…“ „Das ist zu weit weg von der Halle.“, wirft Chera ein. „Ich komm nicht an das Wasser ran.“ „Hm.“ „Jeff, wie kämpfst du denn?“, wende ich mich an den Schattenkrieger. „Ich kämpfe nicht, aber macht euch keine Sorgen, ihr schafft das ohne mich.“ „Natürlich…“, meint die Elfe tonlos und wendet sich dem Stadtplan zu. „Er kann Kreaturen im Schatten entstehen lassen.“, werfe ich ein. „Mag sein, ich könnte dann die Kirche hier von innen beschützen.“ „Warum nicht.“, meint Alexander. „Du brauchst Schatten, richtig?“ „Meiner Erfahrung nach, ja.“ „Gut, dann werden wir die Fenster abdunkeln.“, beschliesst der Clanritter und wendet sich wieder zu den anderen. „Was werdet ihr machen?“ Lacrima blickt nachdenklich auf die Karte. „Wie schnell könnte der Verteidigungsring vom Platz verschwinden?“ „Verschwinden?“, wiederholt Alexander entgeistert. „Aber wieso… und wohin denn?“ „Auf eine Anhöhe, in die Halle rein, auf ein Dach…“, zählt die Elfe auf. „Oder einfach neben die Halle, das ist am Besten. Sie sollten dann möglichst schnell wieder dastehen.“ „Hm… Fünfzig passen zwischen Kreuzhalle und Kloster.“, überlegt der Ritter. „Der Rest kann auf die andere Seite der Halle… das dürfte nur einige Minuten dauern.“ „Welche Gebäude sind denn an den Geheimgängen?“, will ich wissen. „Hm… die Kreuzhalle, der Hafen, die Waffenkammer, die Bibliothek, Alexanders Haus… und ein Ausgang ist noch hinter der Stadt, neben der Mühle.“, zählt Alexander auf. Lacrima markiert die Orte auf ihrer Karte mit Lichtnadeln. „Dann könnten wir die benutzen, um hinter die Reihen der Königsritter zu kommen.“, überlege ich. „Von hinten erwarten sie uns nicht.“ „Gute Überlegung.“, bestätigt Alexander. „Ach, Chera?“, schaltet sich jetzt Rin ein. „Wie nah muss das Wasser denn sein, damit du es erreichen kannst?“ „Äh…“ Chera überlegt. Dann deutet sie auf die Karte. „Hier müsste es sein, dann könnte ich es gut erreichen.“ „Das ist nahe am Strand. Der Boden da ist ziemlich sandig.“ „Könntest du mir also helfen?“ „Natürlich.“ „Gut.“, unterbricht Lacrima die beiden. „Dann machen wir das so…“ Eine halbe Stunde später stehen wir bereit. Jetzt sind mehr Clanritter hier – ein Teil war vorhin damit beschäftigt, die Zivilbevölkerung aus der Stadt zu bringen. In mehreren Reihen bilden sie einen Halbkreis, der die Kreuzhalle und das Kloster umschliesst. Zeit, meine Position einzunehmen. In der Kirche ist es stockfinster, nur dank einer einsamen Fackel finde ich mich einigermassen zurecht. Jeff steht darunter. Wenn die Schlacht beginnt, wird er sie löschen. Die Tür zu den geheimen Tunneln steht noch offen. Rin und Chera warten bereits dort, und auch Markus hat sich dort eingefunden. „Hallo.“, begrüsse ich die drei. „Alles bereit?“ „Natürlich.“, entgegnet Markus, der sich mit zwei grossen Armbrüsten bewaffnet hat. „Ich und meine Johannas sind bereit.“ „Johannas?“ „Seine Waffen.“, erklärt Chera. „Die musst du mal im Einsatz sehen!“ „Allerdings.“, meint Markus nur. „Gehen wir.“ Chera und Rin biegen schon nach wenigen Metern in einen Seitentunnel ein, der zum Hafen führt. Ich und Markus folgen dem Haupttunnel bis zu der Treppe, an der wir früher schon vorbeigekommen sind. Der Clanritter-Wächter steht da noch immer. Ohne Kommentar lässt er uns passieren. Das könnte interessant werden.
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.

Ryokina
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Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

(8/2/2013 5:24:04 PM)Hallöle. Ich schreibs jetzt mal im Forum weil ich ned wirklich oft da bin: Sorry Thomas aber ich glaub du musst editen. Dein Posti widerspricht meinem nämlich, da es ja ein Geheimtunnel ist und Ryokina auch nicht weit geht bevor sie Arachne abholt erstens, und zweitens, weil Arachne erst später aufwacht und noch schläft als Ryokina sie durch den Tunnel trägt. Außerdem hat Ryokina ned ned gemorpht weil sie denkt vorm Ausgnag is der Bombenkiller, sondern weil sie ned genug Kraft hatte dazu und Arachne ned zu lang allein lassen wollte.

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