Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Hier kommen unsere Posts rein ^^ Und der ganze Rest.
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Ryokina
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

Ryokina

Ich runzelte die Stirn, als Shekkel zurückkehrte. "Konntest du erkennen, wie die Person aussah? Ob sie eine Frau oder ein Mann war und wie alt? Wenn es die Cantata persönlich wären, wären wir sicher schon lange tot." In dem Moment, indem ich mich zu Shekkel drehte, hörte ich plötzlich ein Zischen und etwas traf mich in die Seite. Vor Schreck verwandelte ich mich in eine kleine Maus und kroch in eine Ecke. Was, verdammt hatte da auf uns geschossen? In der Ecke verwandelte ich mich wieder und wandte mich an Shekkel.
"Wo ist die Person?"
"Beim Loch."
Sofort zog ich den Pfeil heraus, der sich schmerzvoll in meinen Arm gebohrt hatte. Dann verwandelte ich mich wieder in die Maus und krabbelte unter Schmerzen zurück zum Loch, darauf bedacht ja nicht auf einen Teil des Siegels zu treten. Im Dunkeln konnte ich etwas erkennen, dass bereits den zweiten Pfeil in einen Bogen legte und zielte. Diesmal auf... ich drehte mich einmal und folgte somit dem Pfeilflug. Er würde Dimir genau ins Herz treffen, das musste ich verhindern! Ich würde nicht mehr lange meinen Raubvogel verwenden können, doch noch hatte ich ihn ja. Ich schluckte, vorbereitet auf schreckliche Schmerzen, sprang und verwandelte mich im Sprung in den Vogel. Mit zwei Schlägen, bei der ein wenig Blut an die Wand spritzte, flog ich gegen den Bogen und der Schuss wurde nach oben abgelenkt, sodass der Pfeil in der Decke stecken blieb. Dann tat ich noch zwei weitere Flügelschläge und krallte mich in mein vermeintliches Opfer, welchem ein Schmerzensschrei entfuhr. Ein paar mal musste ich blinzeln, in dem deutlich helleren Licht, dann erkannte ich, wer es war. "Arachne?",rief ich voller Verwunderung.

Arachne

Ich musste unwillkürlich lächeln. Ryokina konnte mich aufhalten, ganz schön knapp. Das gab mir neue Kraft, mit einem Ruck riss ich an den Ketten und sie lockerten sich. Immer wieder riss ich daran, meine Hände waren ganz wund und aufgescheuert und dann, endlich konnte ich kurz die Kontrolle über meinen Körper zurückerlangen.
"Töte mich!",schrie ich, bevor ich die Kontrolle wieder verlor und mich neue Ketten auf den Boden zwangen.
Törichtes Mädchen! Du wirst mich nie besiegen! Hast du das verstanden? Und deine kleine Freundin hier wird dich auch nicht töten!
"Nein, nein!", hörte ich mich sagen. "Lass mich frei! Ich dachte ihr seid die Cantata Mortis!"

Ryokina

Vollkommen perplex starrte ich Arachne an, die komplett widersprüchliche Dinge von sich gab. Ich verwandelte mich wohl oder übel zurück, da war mir wohl das Blut ausgegangen. Dann starrte ich ratlos hinab zu den anderen, was ich jetzt tun sollte.

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Cydhra
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Cydhra »

Die Arbeit am Siegel schreitet voran. Ich befrage den Riz’ok, für wie gut er das Siegel hielt, aber er meint nur, dass es keinem Siegel gleiche, das er kenne.

Plötzlich werden die Krieger unruhig. Was ist los? Lacrima und eine andere gehen nach oben. Auch ich springe auf, bei dem Siegel kann ich nicht helfen, zumindest nicht, solange die anderen ohnehin nicht da sind.

Oben liegt ein Kind auf dem Boden am Eingang und die verletzte Kriegerin beugt sich über sie und hält sie fest. Ich sollte mal die Namen der Leute kennen lernen. Ich nähere mich mit gerunzelter Stirn, als urplötzlich ein Ruck durch meinen Körper fährt.

DÄMON!

Was?

Sie ist ein Dämon. Oder mindestens ein Teil von ihr. Das ist ein Gebiet auf dem ich mich auskenne! Sie ist gefährlich! Benutze dein Nen.

Ich beuge mich über das kleine Mädchen und sammele Nen in meiner Faust. Dann bücke ich mich und greife ihren Arm. Ich lasse das Nen in sie fließen.

Wir benutzen den psychischen Anteil deiner Kräfte um den Dämon zu attackieren. Er ist stark, aber nicht stark genug, denke ich. Ich glaube er kann sie ohne Probleme unter Kontrolle halten, aber gegen uns sollte er seine Probleme haben.

Ich folge dem Nen und mein Geist stürzt in ihren.

Achte darauf genügend Nen um dich zu haben, hier ist es deine einzige und beste Waffe.


Ich sammele erneut etwas von meiner Kraft, hier unten ist es schwerer. Was jetzt? Ich habe soetwas noch nie gemacht?

Bilde einen Schutzschild um dich herum und Geschosse, mit denen du dich verteidigen kannst. Der Dämon wird sich gleich zeigen!

Ich tue wie geheißen. Nervös schaue ich mich um. Ich befinde mich auf einer Wiese, aber anstatt Sonnenlicht scheint alles von Schwärze durchdrungen zu sein. Nicht so, als ob es Nacht wäre, dafür scheint das Grün des Grases zu deutlich. Eher so, als ob jemand die Luft schwarz angemalt hätte. Ich spüre wie der Riz’ok die Kontrolle über meinen Geist übernehmen will und lasse es zu.

Ich bücke mich und fühle das Gras. Feucht. Es steckt noch Leben in dem Mädchen. Probeweise schleudere ich einige Kristallähnliche Splitter meines Nens in die Dunkelheit. Sie verschwinden und entziehen sich meiner Gewalt. Hm. Einen Geist mit geistiger Energie zu beschießen kann eigentlich nicht so gut sein. Ich mache einen Schritt als die Stille und die Luft vor mit zerreißen. Ein Schrei ertönt und ein greller Blitz wirft mich zurück in meinen eigenen Geist

Was war das?

Jedenfalls kein Dämon. Was auch immer es ist, es ist nicht in ihrem Geist. Beziehungsweise... Doch schon, aber... Es ist kompliziert.

Ich liege auf dem Boden, zwei Meter von dem Mädchen entfernt. Etwas hat mich umgestoßen. Mein Rücken schmerzt.

„Ein Dämon!“, sage ich, um mein doch recht seltsames Verhalten zu erklären.

Keine Sorge, es dürften nur einige wenige Augenblicke vergangen sein, kaum mehr als ein kurzes Fühlen nach ihrem Puls, bis du zurück geschleudert wurdest. Auf geistiger Ebene fühlt sich die Zeit anders an. Aber wie gesagt, es ist kein Dämon!

Was tun wir jetzt?

Wir sollten uns mit den anderen beraten. Es dürfte sie jetzt schon verwundern, dass du weißt, dass ein Dämon in ihr steckt. Noch dazu haben wir das Problem, dass, sollten sie dir glauben, sie gegen das Falsche kämpfen.

Ich schiebe es auf meine Fähigkeiten. Ist ja nicht einmal gelogen! Der Riz’ok, der noch immer Teile meines Geistes kontrolliert sammelt wieder Nen in meiner Handfläche. Ich fühle, wie es meine eigenen Blutbahnen durchdringt. Ein seltsames Gefühl überkommt mich. Es fühlt sich gut an. Erst wie ein kühler Luftzug, dann wird es stärker. Als würde mich Erkenntnis durchdringen. Ein Gefühl von Kontrolle. Von Macht.

Es ist gefährlich, sich diesem Gefühl hinzugeben. Was wir gerade tun, ist die volle Kontrolle über unseren eigenen Geist zu übernehmen und damit auch über unseren Körper. Das ist mindestens genauso gefährlich wie die Kontrolle über einen fremden Geist zu übernehmen. Wir nutzen es jetzt um uns gegen das, was es auch ist, zu schützen. Genauso kann man es zum kämpfen oder Magie wirken benutzen, aber du öffnest damit eine große Angriffsfläche für Mächte und Feinde, die du niemals einschätzen kannst. Es hat einen Grund, warum Lebewesen nur einen Teil ihres Geistes kontrollieren. Der restliche Teil schützt sich selbst!

Ich bin verwirrt. Das was der Riz’ok sagt, scheint Sinn zu ergeben, aber ich verstehe es nicht. Doch jetzt ist nicht der Zeitpunkt um darüber nachzudenken. Das Gefühl von Kontrolle stärkt sich und ich beginne die Umgebung anders wahrzunehmen.

Es verändert deine Wahrnehmung, wenn du dein Nen auf dich selbst anwendest, aber nur in begrenztem Maße deine Fähigkeiten. Lass dich nicht von diesem Gefühl täuschen, du bist nicht mächtiger als zuvor!

Ich gehe wieder auf das Mädchen zu und verharre. Ich drehe mich zu den anderen um. „Was jetzt?“
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Alinea
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

Sasa, wir befinden uns nicht auf dem Siegel. Erst kommt der Kapellraum mit dem Loch im Boden, darunter ist eine Art Vorraum mit einer Treppe weiter nach unten. Unten an der Treppe ist der Balkon, wo es noch eine Treppe gibt, die zur Orgel und zum Siegel führt. Wir sind derzeit im Vorraum.


Shékkel

Ich bin verwirrt. Der Geruch dieses Mädchens verwirrt mich. Sie riecht nicht wie ein Mensch.
"Ein Dämon.", behauptet Leonard und rappelt sich auf. "Was jetzt?"
"Sie riecht überhaupt nicht wie ein Dämon.", bestimme ich. "Sie riecht nach Wald und Pferd und Spinnen". Genau, Spinnen, das verwirrt mich so. "Aber sie riecht nicht wie ein Mensch."
"Wer ist sie überhaupt?", will dann Lacrima wissen und wendet sich an Ryokina. "Woher kennst du sie?"
Das Mädchen redet jetzt nicht mehr, Leonard starrt es immer noch an. "Hast du den Dämon ertastet?", frage ich ihn.

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Ach ja, wie in den alten Zeiten. Kurzpost ahoi.
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Gralaer
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

Kursiv=Das Übel

Kreck

Lustige Situation...das Mädchen hat besitz einen Fluch der sie fesselt und kontrolliert und der Junge, Leonard, hat einen Dämon als...Berater. Dämonen sind schon alltäglich geworden, ich vermisse die Zeiten wo wir euch vernichten und fressen durften wie es uns gerade gepasst hat.

Das ist mir unheimlich...so viele Dämonen, Rituale, Flüche und Elfen und und und...das wird alles komplizierter und komplizierter desto weiter diese Geschichte voranschreitet.
Wie sollen wir dann deiner Meinung nach vorgehen?

Ihr wollt eurer kleines, süßes Ritual durchführen? Tötet das Spinnenweib, das ist meine Meinung. Der Fluch der in ihr hockt ist schwächlich!

Ich dränge mich in den Vordergrund des Geschehens.
"Es ist doch egal, was wer oder warum sie ist. Sie hat uns, Ryokina und Dimir, angeriffen! Wir fesseln sie und geben ihr eins auf den Deckel!" Selbst überrascht von diesem Befehl, füge ich noch, damit ich nicht aus der Rolle trete, schnell hinzu: "Los, ich hab kein Bock auf diese Gesangsgruppe..."
Faal sosin se laas!

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Gralaer
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

Hilja

Es ist nun zwei Tage her seit John sein Geständnis gemacht hat und wir sind erst gestern auf dieses Schiff gekommen das Richtung Hafen der Winde fährt. Ich glaube der Name des Schiffes war, Roter Sturm.
Es ist Abend und an Deck sind noch die letzten Seemänner am Werk um danach in ihre Kajüten schlafen zu gehen.
Ich genieße den Ausblick, ein roter Sonnenuntergang der im Wasser tänzelt.
Ich bin nicht allein etwa 15 Meter entfernt lehnt sich John gegen den Gelände und schaut verträumt ins Meer hinaus.
Er verhält sich wieder etwas ruhiger, aber ist auch häufiger allein. Langsam taste ich mich vor bis ich neben ihm stehe.
„Hilja, siehst du den kleinen schwarzen Hügel da vorne?“ fragt er mich einfach so, ich blicke aufs Meer. „Nein...“ Die Wellen klatschen gegen das Schiff, es hat was Beruhigendes.
„Man kann es auch leider nicht mehr sehen...es war meine Heimat, eine kleine unbekannte Insel zwischen Melanathos und Elyades, sie hieß...Brosche. Sie hieß so weil sie kaum bemerkt wurde aber dennoch eine Schönheit war.“ John wirkt immer noch so friedlich und verträumt.
„Warum gibt es sie nicht mehr?“ frage ich ohne nachzudenken.
„Sie ist versunken, es klingt unglaublich nicht? Aber ja, sie ist versunken und liegt nun tief unter dem Meer...ein versunkener Schatz...“ Er hat mich bis jetzt noch kein einziges Mal angesehen sondern fixiert seinen Blick auf das Meer. „Ich habe viel durchgemacht, ich habe schon einmal meine Leute in das Verderben geschickt. Ich bereue es jeden Tag...kein Tag wird vergehen wo ich nicht an sie denken werde und an...euch und alle die mir am Herzen lagen und nun fort sind.“
„John...“ beginne ich doch er unterbricht mich sofort sanft.
„Ich will kein Mitleid...zu Nichts was geschehen ist. Ich bin mir sicher ihr wollt Antworten...ich kann mich nicht drum drücken, es ist doch so?“ Ich antworte nichts, was als ein Ja gilt.
„Was war unser Ziel, als du noch unter Kontrolle standest? Alle fragen sich das und spekulieren herum.“ breche ich heraus und halte mir dabei fast denn Mund zu.
Er lacht leise, dann beginnt er: „ Die Terrisen besitzen drei heilige Augen. Diese Augen wollen zueinander gelangen und...wenn das passiert, ich bin mir nicht sicher, aber man wird ein Gott...wenn natürlich meine Nachforschungen richtig liegen! Die Terrisen sind ihre Wächter. Drei soll es geben, das Lila Auge des Befehls, das Grüne Auge des Chaos und das Blaue der Irritation.
Und egal welches der Augen du besitzt früher oder später versucht es deinen Willen zu brechen und zu den anderen gelangen, das war der Plan des Auges.“ John macht eine Pause und atmet die Seeluft tief ein, dann schaut er zu mir rüber:“Angeblich sollte ein Auge in einem großen Clan, Gilde oder Haus versteckt sein, deswegen brauchte ich eine Tarnung um in diese großen Gruppen eindringen zu können mit eurer Unterstützung. Claudia bekam davon Wind, deswegen musste sie...ruhig sein und als eine Lügnerin und Verräterin gestempelt werden. Die Rüstung hatte ich die ganze Zeit über versteckt. Ich brauch das Zeug das wir gestohlen haben nicht. Es war nur eine Illusion um im Hintergrund nach dem Auge zu suchen...ich fand nichts...zum Glück. Aber das ist nun nicht mehr.“ Für eine Zeit sagt weder John noch ich etwas.
„Brosche...“ flüstert er. „Geh nun, rede mit dem Rest der Gilde und sag ihnen das was es zu sagen gibt.“ Ich antworte nicht mehr sondern wende mich von John weg.
„Hilja!“ ruft er hinter mir, ich drehe mich nochmal zu ihm.
„Das wird mein letzter Akt als eurer Boss...ich will danach meine Heimat suchen. Nur damit du es weißt ich werde nachdem alles vorbei ist verschwinden von der Oberfläche, kein Abschied, keine Tränen. Nun geh ich möchte allein sein.“
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Cydhra
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Cydhra »

Ich habe meinen letzten Post editiert, da ich als Autor fälschlicherweise annahm, dass Arachne von einem Dämon besessen ist. Da ich dem Riz’ok allerdings Dämonenkunde zugeschrieben habe, sollte er logischerweise wissen, dass es keiner ist.
Ich habe meine lauten Aussagen nicht verändert, nur meine Gedanken, daher ist keine Änderung der nachfolgenden Posts nötig.

Sintharak

Die Frage des Schlangenmädchens ist berechtigt, aber ungünstig.

Sintharak: „Nein. Ich habe nur eine fremde Macht gespürt. Ich weiß nicht, ob es ein Dämon ist, vielleicht auch nicht, keine Ahnung. Ich wollte nur, dass keiner etwas Unbedachtes tut, während fremde Magie in diesem Mädchen wirkt.“

Etwas unglaubwürdig, oder?

Hier ist so einiges unglaubwürdig. Die ganze Situation hier erscheint mir reichlich seltsam. Wo sind wir hier überhaupt?

So wie ich das verstanden habe, versiegeln wir ein Siegel – welch Ironie. Oder zumindest etwas in der Art. Hat irgendwas mit den Sängern zu tun.

Ok, ich fasse zusammen. Wir haben die legendären Elementkrieger gefunden, den gesamten Hafen der Winde mit ihnen und einem billigen Zaubertrick verarscht und sind jetzt in irgendeiner Hinterwäldlerkapelle um ein Siegel zu versiegeln – tatsächlich, wie ironisch – damit die Cantata Mortis irgendetwas nicht tun können?

Wenn man es so ausdrückt, klingt es tatsächlich ein wenig unglaubwürdig.

Na also, dann sollen die mir bitte nichts erzählen, von wegen man könne mir nicht glauben.

Ich weiß nicht was das Mädchen hat. Ich denke ich kann mich damit anlegen, aber können wir das tun?

Zu gefährlich. Man traut uns nicht. Und Lacrima hat nichts mehr gesagt, seit ich meine Magie offenbart habe. Sie scheint nicht zu wissen, was sie damit anzufangen hat.

Oder sie will es uns nicht preisgeben

Warum sollte sie?

Weil du ein dahergelaufener Bote einer dubiosen Handelsgilde bist, keiner weiß, was du eigentlich willst, eingeschlossen dir selbst und sie sollen dir einfach trauen?

Sie laufen in Tempeln herum und versiegeln irgendetwas um der Auslöschung der Welt entgegenzuwirken, weil irgendwelche Geister Amok laufen. Was wir hier tun, erscheint mir nicht im Geringsten sinnvoll. Warum also sollten sie mir nicht trauen?

Ach, was weiß ich. Das sind Ebenen, auf denen ich mich nicht auskenne. Das blöde ist, obwohl wir ihre Feinde sind, und sie uns daher eigentlich nicht trauen sollten, sollten sie uns doch trauen, da wir ihnen ja helfen möchten.

Das Leben steckt voller Ironie.

Während wir abwarten und uns unterhalten Spüre ich das Nen durch meine Adern pulsieren. Wenn nicht bald etwas passiert, platze ich. Jemand muss eine Entscheidung treffen. Normalerweise wäre ich derjenige, der etwas tun kann, denn ich denke, dass ich mit Hilfe des Riz’oks, derjenige bin, der etwas tun KANN. Aber das dürfen die Anderen nicht wissen. Kreck, seinen Namen habe ich mir gemerkt, schlägt vor, sie einfach zu fesseln dann ‘rauf auf’s Maul. Keine gute Idee, wenn man mich fragen würde. Wozu gefährde ich überhaupt meine Deckung, wenn hier sowieso niemand auf mich hört?
Sintharak: „Was es auch ist, wir sollten schnell handeln, damit es keine Chance hat uns wieder anzugreifen!“



Ich bitte einen der Nachpostenden eine Entscheidung zu treffen, sonst glotzen wir uns stundenlang an :D
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Alinea
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

Xashibel

Kreck schlägt vor, dem Mädel eins auf den Deckel zu geben.
"Wieso eigentlich nicht?"
Ich glaube, ich habe mich verhört. War das gerade Chera, die Kreck zugestimmt hat?
Tatsächlich, das war sie. Sie tritt vor, packt das Mädchen an der Schulter und zückt eins ihrer Messer.
Ich, Shékkel und Rin stürzen gleichzeitig auf sie zu. "Um Himmels Willen, was tust du?", rufe ich.
"Jetzt beruhigt euch mal, ich wollte sie nur K.O. hauen. Das Siegel ist wichtiger, oder? Legen wir sie schlafen und kümmern uns später um sie."
Wo sie recht hat...
Chera hält ihr Messer mit dem Griff voran und will gerade ausholen, da hält Shékkel sie fest. "Ich hab eine bessere Idee." Und bevor jemand reagieren kann, ringelt sich eine ihrer Schlangen hervor und beisst das Mädchen in den Hals.
"Was war das denn?", will Chera wissen. Das Mädchen sieht einfach nur verwirrt aus.
"Somnus.", meit Shékkel, als würde das alles erklären.
Das Mädchen lässt den Kopf hängen und schnarcht leise.
"Schlafgift.", schliesse ich. "Nicht schlecht."
Chera wühlt schon in Lacrimas Tasche herum und fördert schliesslich ein Seil zutage. "So, fesseln wir sie, dann machen wir dieses Siegel."
"Alles klar.", meint Lacrima nur und holt ihre Tasche zurück. "Mach rasch, die anderen fragen sich schon, wo ihr bleibt."

Tegros ist im Siegelraum geblieben und hat Ghrentork gezeigt, wo er stehen muss. Der Bengard sieht ziemlich nervös aus. Ich bin selbst sehr aufgeregt - wenn die Cantata Mortis kommen, haben wir ein Problem.
Jedes Element hat seinen Platz. Lacrima steht bei der Treppe, zwischen Kreck und Ryokina. Ihr gegenüber steht Shékkel, mit Chera zu ihrer Rechten und Ghrentork zu ihrer Linken. Ich stehe neben Chera, auf meiner anderen Seite steht Kha'Tschirik und dann Kreck. Mir gegenüber steht Dimir, zwischen Ryokina und Rin. Die Anordnung ist anscheinend sehr wichtig für die Kraft des Siegels, aber ich sehe nicht ganz durch.
In der Mitte steht das Orgelpult, und daneben Tegros, der jetzt auch die letzten Kerzen angezündet hat. "Dann fangen wir an.", bestimmt er. "Denkt daran: verlasst auf keinen Fall euren Kreis."
Ich betrachte die Kreidelinie, die mich einkreist. Ich habe darin vielleicht einen halben Schritt platz - wenn mich nicht gerade jemand schubst, sollte das machbar sein.
Tegros schlägt sein Buch auf. Bis auf das Rascheln der Seiten ist es totenstill. Dann findet er endlich die richtige Seite und beginnt zu rezitieren.

Das Echo ist gigantisch.
Tegros' Worte hallen durch den Raum, als wären sie lebendige Wesen, und die Resonanz der Orgelpfeifen unterlegt die magischen Formeln mit einem tiefen Brummen. Bald kann man keine Worte mehr ausmachen, sondern nur ein einheitliches Murmeln von Magie.
Dann flammen die Kerzen auf.
Vor jedem Elementkrieger steht eine Schale mit Räucherwerk. Von einem Moment auf den Anderen scheinen sie Feuer zu fangen, bunte Flammen bilden einen perfekten Kreis. Gelb, blau, grün, ein bunter Wirbel. Die Flamme vor mir ist hellblau, wie mein Element. Sie scheint zu rauschen, während sie immer grösser wird und mich umhüllt.

Ich kann die Zauberformel nicht mehr hören. Dort, wo der Kreis war, den ich nicht verlassen soll, hat sich eine Wand aus blauen Flammen gebildet. Es ist auf einmal seltsam still.
Vorsichtig strecke ich meine Hand aus, halte sie ganz nah an die Flammen. Sie fühlen sich kühl an und scheinen zu flüstern, wispern, zaubern...


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So, Ita, wenn du intervenieren willst, dann tu es jetzt #2

Sorry für den verspäteten Post, aber letzte Woche war Prüfungssession.

Ausserdem: Knobelrätsel. Finde heraus, in welcher Reihenfolge die Elementkrieger im Kreis stehen. Es gibt 362880 Möglichkeiten, aber nur eine ist richtig #2
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

Kreck

Um die Orgel herum entflammen die Schalen mit den Räucherwerk in den verschiedensten Farben. Ich erkenne schnell das es sich hierbei um das jeweilige Element handelt und so ist meine Flamme dunkelblau fast schwarz. Ich krieg leichte Panik als die Flamme sich in einem Kreis um mich herum hüllt. Es wird still und ich höre nur noch das knistern der Flamme, doch es ist nicht das typische Knistern von einem Lagerfeuer, es flüstert.
Ich versuche hinzuhören, doch verstehen tue ich nur eine Sprache die mir nicht geläufig ist...eine Zauberformel? Was soll ich jetzt machen?
Zögerlich berühre ich die Flammenwand. Es passiert nichts, sie ist weder warm noch kalt. Obwohl sie ist kalt im Vergleich eines echten Feuers. Ich merke wie sich die Feuerwand in Bewegung setzt, sehr langsam fließt sie um mich herum.
Die Flammen beginnen sich in Richtung meiner Hand zu bewegen und ich spüre einen leichten Sog zu den Flammen dem ich mich widersetze. Die Finger verschwinden in der schwarzen Feuersbrunst.
Das Feuer beginnt immer schneller in meinen Hand zu fließen und der Sog wird stärker, schon meine ganze Hand steckt da drin.
Abrupt fließen die letzten Flammen in meine Hand, die ich immer noch von mir weghalte.
Ich schaue zu den anderen rüber die ebenfalls ihre Hand noch ausgestreckt auf die Orgel richten.
Mein ganzer Arm ist steif und ich spüre eine Art Energie die unbedingt entweichen will, wie wenn man sehr arg mal pissen muss. Diese Energie drückt immer stärker gegen die Handfläche bis plötzlich ein dünner schwarzer Strahl auf die Orgel abgefeuert wird. Ich spüre keinen Rückstoß und auch bei den anderen Neun passiert das selbe in ihren Elementfarben.

So schnell der Raum erhellt wurde, wurde er auch wieder dunkel. Die Strahlen sind verschwunden und die Orgel sieht unversehrt aus, ja gar unverändert.
„Ist sie denn nun sicher vor den Musikern? Mir scheint als wäre nichts passiert.“ verunsichert trete ich an die Orgel.
Der alte Mann räuspert sich und beäugt die Orgel sorgfältig. „Ja, ja sie ist versiegelt. Nicht jeder kann es sehen, nur die die Magie beherrschen, aber um die Orgel herum hat sich ein Schild gebildet.
Ein Schild aus genügend Elementen das hoffentlich alles Böse abhält.“
„Ich versteh es nicht...“ gebe ich offen zu.
„Ich sehe es.“ gibt Lacrima von sich. Sie beherrscht Magie? „Es ist wunderschön, stell es dir als eine Seifenblase vor die in zehn verschiedenen Farben die Orgel beschützt.“
„Solange diese...Seifenblase es beschützt...“ ich bin immer noch misstrauisch, ich verlasse mich nicht zu sehr auf...oh verdammt! Nicht jetzt! Ich fasse mir an die Hand...sie wird rau...scheiße!
Scheiße! Ich spüre es mein Körper will sich wieder verändern...scheiße! Nicht jetzt, Echse!
„Ich muss kurz rausss“ Meine Zunge! Egal, fast schon zu auffällig verlasse ich denn Orgelsaal und klettere durch das Loch in die Kapelle. Ich sehe jetzt deutlich das meine Haut schuppig ist und meine Sicht sich ändert. Ich eile aus der Kapelle und renne in den Wald.
Ein paar Meter renne ich hinein dann bleibe ich stehen und schaue zurück, ich sehe die Kirche noch. Hier werde ich warten, ich werde mich da irgendwie raus reden...ich musste mal...oder sowas in der Art.
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Itaga »

Andate Cantabile:

Ich schreite durch die Ruinen des einstigen Hafen der Winde, die Gegenwehr war groß, aber keiner dieser Menschen war mir gewachsen.
Es ist interessant zu sehen das die vom Volk so geliebten Elementarkrieger bereit sind unschuldige Menschen zu opfern, leiden sie eventuell auch an den Folgen des Hungers?
Das wäre wundervoll, aber hungernde Elementarkrieger reichen mir nicht, sie sollen sterben!

Nach einer Weile bleibe ich stehen und frage mich weshalb die Menschen hier geblieben sind ... sie müssen doch geahnt haben das sie es nicht überleben?!
Sollte es wohlmöglich nur eine Ablenkung gewesen sein?
Aber wofür?
Was heckt ihr Elementarkrieger aus?

Itaga Tenshi:

Noch drei Wochen, drei Wochen bis ich wieder das Tageslicht erblicke und meine Freunde suchen kann ... diese Hoffnung ist alles was mich momentan noch davon abhält aufzugeben.
Die Ausbildung hat Ihren Höhepunkt erreicht, jeder Tag zehrt an meinem Körper, Mutter und Eskargon bringen mir alles bei was sie wissen, damit ich die letzte Prüfung bestehe.

Ich bin bald bei euch!


NEXT^^
Probleme mit Mitgliedern?
Etwas auf dem Herzen?
Brauchst du wen zum reden?

-> PN oder im Skype anschreiben.
Ich habe für jeden ein offenes Ohr und hin und wieder einen guten Ratschlag ^-^

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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

John


Hallo John,

Wo steckst du? Am Hafen der Winde könnten wir Hilfe gebrauchen, ich bin gerade dabei mir einen neuen Titel zu verdienen, wie klingt das, Zerstörer der 666 Todessünden, majestätisch nicht wahr? Bald wird ihr einen Schlacht toben, also beeil dich vielleicht kommt dabei auch was für dich raus.
Außerdem bist du mir noch was schuldig, wenn du kommst sehe ich die Schuld als beglichen ansonsten muss ich dich leider abmurksen.

Lofos G.


Ich halte den Brief gerade nochmals vor mir.
Das Schiff schaukelt an den Docks von Hafen der Winde. Ich zerknülle das Stück Paier und werfe es ins Wasser. Vor einigen Tagen bekam ich diesen Brief denn ich zuerst ignorierte, er war von meinem Freund Lofos, Lofos Schimmelsäbel.


Am Dock sticht mir sofort das grün schimmlige Schiff ins Auge, das war sein Schiff was zu seinem Namen passt wie seine durchtriebene Seele. An Land herrscht reger Trubel, es werden Barrikaden errichtet und Wachen sowie Bauern in Rüstung marschieren von Ort zu Ort. Mit dem Schiff mit dem wir hier ankamen werden Kisten entladen und die darin liegenden Waffen sofort verteilt. Die allgemeine Stimmung ist hektisch.
„John Liey?“ höre ich hinter mir fragen. Es ist ein kleiner Bube der in eine viel zu große Rüstung gesteckt wurde. „Ja der bin ich. Wer bist du, was willst du?“ Der Junge schreckt zurück und zeigt zitternd auf die Taverne des Docks.
„Der Pirat will mit dir reden.“ dann läuft er davon.
In der Gaststätte „Humpen mit Wasser“ sehe ich sofort Lofos an einem großen Tisch sitzen, es gibt keine Gäste auch der Wirt steht nicht an der Theke und schenkt aus wie sonst üblich. An dem Tisch sitzen noch fünf weitere Personen.
Ein Adeliger in feiner Montur, der Banditenkönig Greg, der Hauptmann der Stadtwache, die rechte Hand von Schimmelsäbel und ein ärmlicher Bauer.
„Wer ist das? Du hier!? Man hätte denken können du wärst in deinem Gold ertrunken!“ brüllt Lofos. „John? John Liey? Es tut gut dich mal wieder vor das Fernrohr zu bekommen! Aber setz dich erst mal, wir stehen hier kurz vor einer Schlacht! Ha ha, wie wir auch jetzt gewinnen werden, dank dir!“
„Wie ich sehe, haben sich einige versammelt stellst du uns vor?“ Ich setze mich und erasche auf jeden einen kurzen Blick.
„Ein Pack von Banditen soll die Stadt beschützen?“ zischt der Adlige.
„Der Parfümbeutel da ist Friedrich von Furzberg...ne Purzkerg. Tut mir wirklich Leid, Herr Adel. Unser Hauptmann hier ist...er ist Hauptmann das sagt alles, dann haben wir noch Greg, meine rechte Hand Dronkel und den Vertreter der Bauern, also der Hauptmann der Bauern sein Name...Karl Sümpfler.“ Auf dem Tisch liegt eine Karte vom Hafen der Winde dort sind einige Markierungen gemacht worden. „Ok John, wie du siehst sind braun die Bauern, blau die Wache, rot die Banditen, grün natürlich ich und meine Piraten und ihr bekommt lila. Also die Stadt hat zwei Eingänge, das Westtor und Osttor, diese werden wir halten und zwar Banditen, Wachen und Bauern. Am Hafen haben wir Katapulte aufgestellt um feindliche Schiffe ab zuballern bla bla bla...“
Der Hauptmann erhebt seine Stimme:“ Der Plan ist wichtig! Zieht das nicht ins Lächerliche! Sonst...!“
„Sonst was? Du siehst den Plan, John braucht nicht viel davon zu wissen weil er unsere Geheimwaffe wird! Hör zu John, du musst deine Leute aufteilen, ihr werdet ihre Streitmacht von hinten dezimieren, ich weiß ich weiß das klingt nach einem Selbstmord Kommando, aber...!“
„Das ist Selbstmord, ich dachte ihr seit auf unserer Seite!“ brüllt der Bauer. „Wir werden alle sterben, sag ich euch! Fliehen müssen wir.“ Keine gute Idee, Lofos unterbricht man besser nicht.
Schimmelsäbel schlägt mit voller Wucht gegen den Tisch. „Wenn du fliehen willst wie eine kleine miese Ratte und keinen Funken Respekt äußerst für deine Vorfahren die dieses Land schon früher verteidigt haben, dann flieh du verwahrlostes Stück Dreck!“
Des Bauers Augen reißen sich auf doch er setzt sich stillschweigend hin. „Können wir weiter machen? Danke. Also John du wirst sie von hinten angreifen, sie werden gegen euch nichts tuen. Dieser Zylindertyp hat eine Armee aus Untoten die den Befehl haben diese Stadt anzugreifen. Andere Befehle haben sie nicht das heißt sie werden euch ignorieren weil es hirnlose Zombies sind. Zumindest hoffe ich das, Ha haha!“
Lofos war bis jetzt immer der Einzige der lacht, wie kann er das alles so lustig finden?
„Wie tötet man Untote?“ fragt Greg. „Beine abschlagen damit sie nicht mehr laufen können?“
„Verbrennen, explodieren oder auch zerquetschen. Wie es euch beliebt, Herr Bandit.“ der Hauptmann setzt sich wieder und gibt einige Befehle an eine Wache.
„Wie sieht es aus Lofos? Wie viele Männer habt ihr?“ frage ich ihn offen vor allen.
„Da fragst du mich was, ich hab das überschlagen, ich kann nicht rechnen wie du weißt. Frag hier den Adligen Grunzzwerg.“
„Also?“ ich richte meinen Blick auf Herrn Purzkerg.
„Ähm...“ er holt einen Zettel hervor. „Eintausend bewaffnete Bauern, zweihundert Wachen, hundertsiebzig Ritter vom König, hundertfünfzig Banditen und fünfzig Piraten...eine außergewöhnliche Armee wenn ich anmerken darf.“
„Da hast du Recht Herr Furzberg, außergewöhnlich klein und unter die Hälfte ist unerfahren.“
„Ähm...über die Hälfte...“ berichtigt der Adelige
„Alles halb so windig, meine Crew kann es allein mit diesem arroganten Schnösel von Musikanten aufnehmen! Ha haha.“ Er zieht seinen Säbel und durchbohrt mit voller Wucht die Karte plus Tisch.
„Ah ich fühle mich gut heute, riecht ihr das? Riecht nach einer frischen Brise Sieg mit Geschmack von Salz und Pfeffer!“
Ich und Greg sind nicht überrascht von Lofos „Ausbrüchen“ doch die anderen drei sind entsetzt von diesem Mangel an Selbstbeherrschung.
„Und der führt uns an?“ höre ich ihre Gedanken. „Ja genau der, er hat schon mehr Schlachten erlebt als der älteste General der Welt.“ denke ich mir die Antwort bin mir aber selbst nicht sicher ob wir das hier überleben werden.


Lofos winkt mich und Greg zu sich, seine rechte Hand führt die anderen Herren nach draußen.
Wir gehen hinter die Theke durch eine Tür in die gammelige Küche, sie ist wirklich in einem schlechten Zustand ich hoffe unser Echsengesöff hatte höre Hygienemaßstäbe.
Der Pirat setzt sich auf die verschimmelte Oberfläche eines Arbeitslatz für den Koch.
Lofos ist für einen Piraten klein und kann so mit den Füßen schaukeln.
„John.“ seine schimmligen Lippen zucken hin und her. „und Greg.“ Er sieht uns abwechselnd an. „Was gibt es?“ Greg kann es kaum erwarten in die Schlacht zu stürmen. „Ich habe euch ewig nicht mehr gesehen, ich bin einsam...lasst uns reden, ich habe hier noch einen wundervollen Rum aus einem sehr fernen Land namens...Bosch...Boschikur...so was in der Art.“ Greg gesellt sich gleich zu ihm. Lofos merkt das ich mich zurückhalte „John? Sag mir nicht du bist allergisch gegen das Zeug, denn dann lügst du! Ha!“ Lofos bricht das Siegel und zieht den Korken, seine Nase schwebt über dem frischen Dampf der aus der Flasche fließt.
„Ich genieße ab sofort meine Zurechnungsfähigkeit.“ Ich werde von beiden Seiten schief an geschielt. „Also..Liey, na gut...jedem das seine bleibt mehr für uns.“ Lofos nimmt einen Schluck und reicht Greg die Flasche, doch der wirkt plötzlich nicht mehr so sicher...er sah Lofos Lippen und passte.
„Bin ich hier der einzige Mann?“ er nahm noch einen kräftigen Schluck. Greg schnappte sich derweil eine alte Flasche Wein von irgendwo her und trank mit. „Ahh, der Rum ist köstlich befeuchtet meine kalte Kehle mit süßem Holz.“ Wir unterhielten uns lange, Lofos zähle seine Titel auf, manche doppelt, auch erzählte er wie er sie erlangen hatte, er war schon seit wir uns kennen immer ein Mann auf Reisen und kannte deswegen viel, fast schon zu viel und Greg, der raubt und plündert und erzählt die abstraktesten Geschichten, eine handelte von einem Pärchen das sie am Wegesrand erwischten, nicht bei einer schmutzigen Sache sondern wollten die zwei einen Baum hochklettern um dort oben als Vogelpaar zu leben, und Greg hat sogar geheiratet, dass ist das Verrückteste was er erzählen konnte selbst Lofos spuckte seinen kostbaren Rum aus und wünschte ihm viel Pech für den Rest seines Lebens.
Desto benommener die Zwei wurden desto mehr erfuhr ich und desto mehr schwieg ich. Was sollte ich erzählen? Ich habe jahrelang unter der Kontrolle des Terrisenauge gestanden und meine Leute verraten. Nein, ich log einige Geschichten hervor, die beiden merkten nichts davon.
Lofos wie immer ging betrunken in die Schlacht und Greg...naja irgendwie konnte er nicht betrunken werden und trug Lofos zu seinem Platz in die Schlacht.


Riskaso, Flinko und Clok stehen bei mir im Gebüsch.
„Ich hoffe die anderen kommen zurecht, was ich wenn Schimmelsäbel falsch liegen wird?“ Clok macht sich immer zu viel Sorgen.
„Ich kenne Lofos schon lange, er wird falsch liegen.“ Nicht einmal den Atem hört man von den Dreien. „Was?! Was machen wir dann hier?“ Riskaso vorher zuversichtlich und nun ein Haufen Elend. „Genau das was unser Auftrag ist, wir werden Hafen der Winde sogut wie es geht unterstützen. Du musst eines verstehen bei Lofos, er hat so lange recht bis er unrecht hat.“
Ich schaue mir die verdutzten Gesichter meiner drei Kameraden an und grinse breit.
„Ah du hast einen Plan...stimmt´s?“
„Improvisieren, schlachtet so viele ab wie es geht und achtet darauf das ihr die Kinder schützt.“
Nun tritt das Schweigen vor der Schlacht ein, alle Geräusche verklingen. Nur der Wind kann es nicht lassen die Büsche und Bäume leise zum rascheln zu bringen.
Und leise fängt es an. Eine trommeln von Füßen, ganz leise, fern, bedrohlich.
Die Luft hier ist sehr frisch...natürlich und riecht nach Blättern.
Ich höre keinen Ton meiner Leute. Alle vertieft in ihren Gedanken.
„Hey, genießt diesen Moment, gleich wird’s Scheiße.“


Die ersten Toten stürmen auf die Barrikade, während wir uns noch im Gebüsch verstecken und alles aus sicherer Entfernung beobachten. Die Untoten gehen schnell voran, es sieht so aus als währen sie ausgebildet. Die mühsam errichteten Mauern, aus Tischen, Möbeln und Wägen werden niedergemäht wie Gras.
„John das sind zu viele, wir schaffen das nicht! Die Stadt wird überrannt!“
„Ruhig, Clok.“
Die Lage sieht wirklich schlecht aus. „Clok hast du eine diese Bomben bei dir?“
„Nicht nur eine.“ Er reicht mir ein ganzes Bündel von kleinen runden Gefäßen.
„Was denkst du wie viele kann eine erwischen, bei einer guten Platzierung?“
„Mindestens Zwei, mehr wird schwierig.“
„Und einen Baum?“
„Das würde gehen, das ist gar nicht mal so schlecht, wir fällen ein paar Bäume am Wegesrand und zerquetschen wenigstens ein paar dieser Zombies.“
„Riskaso, du wirst das tun.“ Ich reiche ihm das Bündel.
„Aber...“ er wehrt sich das Bündel anzunehmen.
„Riskaso!“ Er bleibt still. „Okay wir haben ungefähr zehn dieser Bomben, fälle sie möglichst nah zusammen damit der Weg möglichst gut versperrt wird. Danach triffst du uns am Dock, los!“
Riskaso läuft los den Hügel runter in die Nähe der untoten Armee.
„Flinko, lauf rüber zu den anderen und gib ihnen Bescheid das wir fliehen müssen. Sag ihnen sie sollen so vielen wie möglich zur Flucht helfen und dann zu den Docks kommen! Los!“ Flinko verschwindet.
„Clok, du wirst das gleiche tuen, geh zu den Docks und helfe den Leuten wo du kannst.“ Ich versuche zuversichtlich zu klingen aber Clok der Hobby-Analytiker sieht das etwas nicht stimmt.
„Was wirst du machen? Dich in die Armee stürzten?“ Er packt mich an der Schulter.
„John, du bist unser Boss, du hast was falsch gemacht, aber alle vertrauen dir noch. Bleib hier und sei auch noch unser Boss.“
Ich schiebe die Hand von meiner Schulter. „Dann tu genau das was ich dir gesagt habe, wenn du mir vertraust...ich habe einen Plan um die Armee aufzuhalten, wir treffen uns an den Docks.“ Clok glaubt mir nicht das sehe ich in seinen Augen.
„Leb wohl.“ Clok verschwindet in den Wäldern Richtung Stadt.

Ich höre die ersten Explosionen die Riskaso verursacht. Die Armee wird davon nicht abgelenkt aber der Weg wird für sie unpässlicher.
Der zehnte Knall, er wird nun zurück in die Stadt laufen. Ich gehe stattdessen in die direkt andere Richtung nach Westen.
Ich stoppe und blicke zurück. Ich she noch die Stadt, es steigt Rauch auf, sehr viel Rauch.
Nur ein paar Meter links von mir Reihen sich die Untoten.
Ich knie mich auf die Erde und hole aus meiner Tasche neben den ganzen Dokumenten einen in Papier gewickelten Ball raus. Mit großer Vorsicht entfalte ich das Papier und hervor kommt eine kleine aber hochexplosive Bombe. Sie war ein Geschenk von Dleif. Ich habe keine Ahnung wie groß das Ausmaß seien wird aber Dleif war ein Sprengmeister und hat mir versprochen das man hier mit, mindestens alles in einem dreißig Meter Radius zerstören kann.
Ich packte sie fest aber vorsichtig und werfe sie Richtung Armee, sie landet nicht perfekt.
Der Aufprall löst sie aus und den Knall hört man selbst noch in der Clanstadt. Der Boden wackelt kurz aber heftig was bleibt ist ein Krater der die Straße plus noch etwas Wald mitnimmt.
Der Krater der bleibt versperrt der Hälfte der Untoten den Weg in die Stadt, sie müssten nun durch den unpässlichen Wald.
Doch was sehe ich?
Sie laufen einfach weiter und fallen in die Grube. Einer nachdem anderen, wollen sie nun eine Brücke aus Leichen bauen? Lofos hatte wohl Recht, die Untoten folgen blind dem Befehl ihres Meisters...greift die Stadt an.
Doch mehr kann ich im Moment nicht machen, meine Kameraden müssen nun den Bewohnern zur Flucht helfen, und ich werde untertauchen.
Endlich bin ich weit genug außerhalb der Stadt. Ich komme auf eine kleine Lichtung im Wald. Sie werden denken ich wäre umgekommen, nur Hilja wird vielleicht wissen was wirklich der Grund für mein Verschwinden ist und Clok. Ich sehe in meine Tasche und finde alle meine Unterlagen zu Brosche, meiner verschollenen Insel. Ich muss nur noch ein paar Stunden laufen und dann zum Ufer, dort wartet ein kleines Fischerboot auf mich das ich außerordentlich bezahlen werde für meine Untersuchungen.
Ich fühle mich gut, endlich keine Last mehr, niemand wird mich mehr als den Führer kennen der seine Kameraden betrügt und tötet. Die Last die mich schon seit Jahren verfolgt und immer wieder aufgefrischt wird.
Ich laufe wieder ein paar Stunden Richtung Westen, bis ich auf eine weitere Lichtung komme.
„John Liey...endlich nehme ich Bekanntschaft mit so einer unberühmten Berühmtheit.“ Vor mir ist Andate Cantabile aufgetaucht und stolziert wie ein Gockel auf einem Goldesel zu mir. Er hat sein charmantes adeliges Lächeln aufgesetzt und nähert sich mehr und mehr bis er ein paar Meter vor mir halt macht.
„John ich will ehrlich zu dir sein, ich beneide dich und die anderen Gesetzlosen. Lofos Schimmelsäbel der Herrscher des Meers und Besitzer 69 Titeln ist, leider konnte er sich nicht den 70igsten holen, du John Liey Werter jeder Truhe in jeder Stadt kommandierst Könige aus Schlössern, Greg das Fleisch was übrigens von der Grammatik her fragwürdig ist aber er ist Lord der Wälder und ein wahrer Genusstrinker was ich selber sehr schätze. Ach und Gideon der Meisterdieb er ist der Einzige der allein ist und auch allein sterben wird und wusstest du das er selbst dich mal bestohlen hat? Vorzüglich ihr vier.“
Ich ziehe mein Schwert und rüste meine gepanzerte Faust aus.
„Aber aber, wer sagt das ich mit dir kämpfen möchte? Nein, nein ich bin noch nicht fertig...ich beneide euch für eure Kontrolle die ihr besitzt, wahrlich ihr habt mehr davon als König Frederik! Erstaunlich dabei seid ihr nicht mal von adeligem Geschlecht! Siehst du worauf ich hinaus will?“ Er blickt mir tief in die Augen und dreht nun seine Runden von rechts nach links.
„Was ich sagen möchte, nur weil jemand blaues Blut durch die Adern fließt hat ist er doch nicht gleich der Auserkorene? Sollte nicht jemand auf dem goldenen Thron sitzen der für sein Volk steht und dessen Interessen vertritt? Glaubst Frederik denkt an die hungernden Menschen während er in sein Spanferkel beißt? Oder an die Armen wenn er sein Ofen anfeuert?“
Mit wem rede ich gerade? Andate? Vertritt er wirklich solche Prinzipien?
„Verbrecher gibt es doch nur weil wir solche Könige an der Spitze haben. Mord, Diebstahl oder Schlimmeres, das mein guter Herr Liey ist nicht nötig wenn der König sich um diese Menschen kümmert! Verstehst du, ich weiß das du für diese Dinge kämpfst. Ich möchte die selbe Welt erschaffen. Stell dir vor es gebe einen neuen Herrscher, jemand mit Herz, Stolz und Willen. Jemanden wie...dich!“ Ich? Mich?!
„Du siehst warum ich nicht mit dir kämpfen möchte. Ich brauche dich als König für die neue Welt du könntest deine Prinzipien einführen und für Gerechtigkeit sorgen! Deine Gerechtigkeit! Du wärst ein perfekter König!“
Ich bin fertig, verwirrt und überrascht. Hab ich mein Ziel erreicht? Kann ich Gerechtigkeit bekommen? Ist es vorbei, der Kampf?
Leere in meinem Kopf...plötzlich sind meine Gedanken verschwunden...ich weiß warum ich bin am Ziel...endlich bekomme ich meine Gerechtigkeit!
„Andate! Du willst mir Gerechtigkeit anbieten, was ist mit den Menschen in Hafen der Winde? Du richtest sie für was? Niemals werde ich mich deinem gepuderten Arsch verbeugen oder deine falschen Juwelenringe küssen, du aufgeblasener, verdorrter, durchtriebener Saitenschwinger einer vergammelten Laute!“ Ich nehme meine Kampfpostion ein und bereite mich auf den Tod vor.
„Schade...wirklich schade. Du wärst ein guter König geworden, wahrlich ein...“
„Bist du fertig? Ihr Adelsleute müsst immer ewige Reden ohne Sinn schwingen, wir Bürger schwingen das Schwert!“
Ich stürme auf ihn los und ziele auf seinen Kopf, der Schlag kommt doch Andate löst sich einfach auf und taucht vor mir in der Luft auf.
„John überlege es dir...“ Ich zücke meine Pistole und schieße ihm seinen Zylinder vom Kopf, er ist völlig baff.
„Andate plötzlich siehst du so klein aus.“ grinse ich und sehe wie sein Kopf einen roten Ton bekommt.
„So soll es denn sein, lebe wohl John.“ Er sinkt zu Boden und stellt sich zum Kampf auf, seine Waffe sein Gehstock. Ich kenne den Stil, sein Gehstock soll eine Rapier oder Degen darstellen.
Er steht seitlich zu mit, die Spitze seinen Stocks auf mich gerichtet während seine linke Hand auf seinem Rücken flach aufliegt.
Ich stürme nochmals auf ihn zu, er versucht zu zustechen ich pariere den Stich mit meiner stählender Faust ab und lege meine volle Wucht in meinen Säbelhieb von der Seite.
Nichts als Luft schneide ich, Andate verschwindet wieder und taucht ein Meter vor mit wieder auf.
Ich setze gleich nach, ein Schritt vor vollführe eine Drehung und nutze den Schwung um den Hieb nochmals stärker zu wiederholen. Doch Andate ist kein Anfänger pariert meinen Hieb mit Leichtigkeit und verpasst mir mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit einen Schlag auf den Kopf. Ich ignoriere den Schmerz, er spielt mit mir.
Ich jage ihm mit meinen Säbel. Schnitte, Hiebe, Drehungen und Stiche alles wehrt er mit einer grazilen Geschmeidigkeit ab und verpasst mir immer wieder Brandmale in Form von Schlägen auf den Kopf. „Scheiß auf Ehre.“ denke ich mir und stürme wieder los.
Diesmal trete ich ihm Dreck ins Gesicht und es klappt er ist geblendet, von mir folgt ein Schnitt in Richtung Bauch und lande einen sauberen Treffer.
Andate stöhnt auf. Doch ich lass nicht nach und rahme ihn meine Stahlfaust in die Wunde. Diesmal schreit er vor Schmerzen und lässt seinen Gehstock fallen, er hält sich die Hand vor sein Gesicht und die andere hält er verkrampft vor mein Gesicht und urplötzlich trifft mich eine gewaltige Wucht die mich in den nächsten Baum schleudert. Mein Rücken knackt, Schmerzen...ich atme schwer, ich versuche aufzustehen, langsam.
„John...du hast meinen Anzug ruiniert! Sieh dir das an wie soll ich das Blut rausbekommen oder denn Schnitt nähen?!“ Andate ist wirklich zornig, ein Ziel hab ich schon mal erreicht.
Ich richte mich nur sehr träge auf, in meinem Rücken fühle ich nur Schmerz.
„Ich beende das hier und jetzt.“ Andate zeigt mir ein paar Handbewegungen aus denen sich ein Feuerball dazwischen formt. Ich drücke mein Kreuz durch und bewege mich in die Abwehrstellung.
Der rotglühende Ball wächst. „Auf Wiedersehen, John.“ Die brühende Masse schnellt auf mich los, ich halte meine Schwert vor mich. Eine gewaltige Macht trifft mich, eine ungeheure Hitze breitet sich aus.
Mein Säbel beginnt zu glühen und nimmt die Energie auf um sie zu absorbieren.
Nach kurzer Zeit ist nichts mehr vom Feuerschlag zusehen. Andate lächelt: „Interessant.“ Dieses mal schickt er viele kleine Kugeln aus Elektronen, auch dieses kann ich wie Pfeile mit dem Säbel abwehren nur prallen sie nicht ab sondern werden absorbiert. Auf die Elektronen folgt ein Spirituastoß, unsichtbar aber machtvoll. Gleich hinterher eine Mischung aus Feuer, Erde und Wasser. Alles ladet sich in mein Schwert, ich spüre wie sich die geladene Energie gegen das Stahl wehrt.
Andate klatscht während ich am Ende schnaufe und die geballte und komprimierte Energie im Säbel spüre.
„Schwertmagie, Gravierungen in einer speziellen Anordnung um magische Energie zu absorbieren und wieder auszustoßen...manchmal sogar in zehnfacher Stärke. Das würde bedeuten du könntest ganz Hafen der Winde auslöschen, mit meiner Macht mal Zehn.“
Ich atme schwer und stoßweise, mein Rücken fühlt sich grausam verstümmelt an.
„John, würdest du nun diese Energie entladen würdest du dich selber umbringen, das weißt du?“
Ich antworte nicht...es ist mir egal was der Gockel vorne labert.
Mein Säbel ist voll mit Runen, Gravierungen und Mustern. Ich könnte die Energie entladen wie ich wollte, aber für den Schlag mit dem ich Andate vernichten werde, werde ich mich töten. Ganz wie es mein spontaner Plan voraus sieht.
„Ha haha, auf was wartest du? Ich kenne Schwertmagie sowie die Runen und geheimen Gravuren. Glaub nicht du überraschst mich, Liey!“
Okay jetzt oder nie. Er wird sterben.
Im Blitztempo kanalisiere ich die letzten Kraftreserven und stürme los.
Im Lauf zerkratze und zerbreche ich Runen auf meinem Säbel, Andate verzieht sein Gesicht.
„Stopp! Du wirst nicht, nein!“
Der Säbel fängt an zu bersten und zerspringt, die Energie strömt in chaotischen Massen heraus.
Das Ergebnis...unvorhersehbar und zerstörerisch.
Ich bin schon oft schneller gelaufen aber diesmal wirkt es sehr langsam, ein Todesmarsch.
Bilder blitzen auf. Die Blauen Falken, meine Gilde, Freunde, meine Liebe alles aus meiner Vergangenheit spiegelt sich wieder in nur ein paar Sekunden und...keine Zeit mehr...lebt wohl.
John Liey verabschiedet sich von dieser Geschichte.

Die Schwächsten sind der Maßstab für die Gerechtigkeit.
Faal sosin se laas!

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Alinea
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Alinea »

Shékkel

"Kreck, warte doch!"
Sein Geruch hat sich verändert, ich habe es genau gemerkt. Ich renne ihm hinterher. Er ist schon ausser Sicht, aber ich kann seine Schritte genau spüren. Er klettert aus dem Loch. Er ist in der Halle. Jetzt ist er im Wald. Seine Schritte verändern sich auch!
Ich folge ihm, vorbei an dem seltsamen Mädchen und hinaus aus dem Tempel. Er ist nicht weit gerannt, aber er riecht so seltsam. Wieso riechen heute alle so seltsam?

"Kreck?", rufe ich und bleibe stehen. Lacrima und Chera sind hinter mir, ich kann ihre Schritte hören.
"Wo ist er hin?", will Chera wissen.
"Da." Ich zeige auf die Bäume, zwischen denen er sich versteckt.
Chera geht sofort voran. Ich kann es rascheln hören. Etwas bewegt sich zwischen den Bäumen, aber es hört sich nicht wie ein Mensch an.
"Ich glaube, er hat sich verwandelt.", flüstere ich Lacrima zu. Sie sieht mich nur verwundert an.
Gespannt beobachten wir, wie Chera auf die Bäume zugeht. Sie hält ein Messer bereit. "Was zum Teufel machst du da, Kreck?", ruft sie.
Kreck antwortet nicht. Er macht einen riesigen Satz, rennt Chera um und macht sich davon.
Chera reagiert schnell, aber nicht schnell genug; ihr Messer fliegt an Kreck vorbei und bleibt in einem Baum stecken.

"Verflucht!", ruft sie aus. "Was bei allen Elementen war das denn?"
"Eine Echse.", antwortet Lacrima.
Chera ist sichtlich aufgebracht, ich kann ihren Ärger bis hier riechen. "Dieser verfluchte..."



Xashibel

"Und was ist jetzt mit ihr?"
Das seltsame Dämonenmädchen schläft noch immer. Erst jetzt fällt mir auf, wie jung es tatsächlich ist. "Ryokina, du sagtest du kennst sie? Wer ist sie?"
Tegros ist der letzte, der aus der Siegelkammer zurückkommt. "Sie hat uns angegriffen. Leonard behauptet, sie sei besessen.", erkläre ich ihm rasch.
"Besessen?" Tegros' Interesse ist geweckt. "Wovon?"
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.

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Gralaer
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

Kreck

Shekkel, Lacrima und Chera sind mir gefolgt, ich höre ihre Rufe.
Ich versuche zu rufen: „Verschwindet ich bin gerade auf dem Klo.“ Doch stattdessen kommt aus meinem Maul nur ein aggressives Fauchen.
Sie zücken verständlicherweise die Waffen...nicht gut ich sollte von hier verschwinden.
Mit einem Satz springe ich durchs Gebüsch und stoße Shekkel und Lacrima um, Chera wirft ein Messer nach mir doch es verfehlt mich, aber nur knapp.
Ich bin viel schneller in Echsenform und die Kirche kann ich auch locker mit meinen Krallen erklimmen.
Hier oben auf dem Glockenturm sollte ich erst mal meine Ruhe haben, ich hoffe nur das nicht noch die tierischen Instinkte aktiv werden wie bei diesem einen mal...
Aber wodurch wurde das ausgelöst verdammt? Normalerweise passiert mir so etwas nur wenn Angst, Stress und Nervosität auftritt, es fließen dann bestimmte Stoffe im Körper die, die Gene der Echse aktivieren...ah verdammt hätte ich doch nur aufgepasst als mir Clok das erklärt hat.
Vielleicht lag es am Elementeinsatz? Was weiß ich, wahrscheinlich war wieder Magie Schuld!
Ich muss hier oben warten...beruhigen...entspannen, einfach nur ruhig bleiben an Gold, Frauen und Ruhm denken.
Meine Atmung wird langsamer und meine Gedanken entfernen sich von dem ganzen Scheiß der gerade passiert.
Ich denke an eine goldene Statue von mir und Frauen die sie anhimmeln.
Oder mich auf einem Thron...Gold...Bier...ich schmelze dahin.
Mit meinen verstärkten Sinnen spüre ich die Erschütterung von Schritten die näher kommen.
Sie rufen nichts, warum auch? Die drei Weiber bleiben dort stehen lassen mich aber in Ruhe, sie stehen wohl Wache, sehen können sie mich jedenfalls, muss ein ulkiger Anblick sein. Eine rote Riesenechse auf einem Glockenturm, die sich entspannt und an Gold und Ruhm denkt.
Langsam und wie immer mit einem merkwürdigen Beigefühl transmutiert meine Haut zurück zum Normalzustand, meine Sinne werden schwächer und mein Körper kleiner.
Die Haut wieder blass und Haare sprießen mir wieder. Alles wie gehabt.
Ich höre Geflüster von unten, ich hab keinen Bock denen das zu erklären, wirklich nicht.
Ich bleib hier noch ein Weilchen, ich hab meine Ruhe, von all den Flüchen, Malen, Genmanipulationen, bösen Herrschern, Todeserklärungen, Verschwörungen und Chera.

Es wird langsam dunkel. Chera ist schon vor Stunden wieder reingegangen und Shekkel erst vor ein paar Minuten. Ich will mit Lacrima allein sprechen und jetzt ist der Zeitpunkt dafür.
Ich schau nach unten und bemerke das ich keine Ahnung hab wie ich runter komme.
Es ist noch zu hell das mir mein Element helfen kann und länger warten will ich nicht.
Ich springe vom Turm auf das Dach, das nicht sehr tief ist. Ich stolpre zum Dachende dort wo Lacrima ungeduldig mit dem Fuß stampft und mich kritisch beäugt.
Es ist hoch, ziemlich hoch. Ich gehe ein, zwei Schritte zurück beim dritten rutsche ich auf einem losen Dachziegel aus lande auf dem Hintern und stürzte komplett hinunter.
Im Flug versuche ich mir den Aufprall etwas leichter zu machen in dem ich flink den Schatten lenke zu einer Art weichen Matte. Mit dem Po voran zieht sich trotzdem der Schmerz wie ein Faden durch meinen Körper, aus dem Reflex krümme ich meinen Rücken und verziehe mein Gesicht.
„Nnnngh...Aaargh!“ stöhne ich. Lacrima beugt sich zu mir runter, sie wirkt etwas Helles es brennt noch mehr! „Aufhören!“ brülle ich.
„Verdammt, ich hab vergessen das mein Element dir Schaden zufügt. Aber die Verstauchung sollte trotzdem erst mal behoben sein, so gut wie es ging.“
„Ach du heiliger Autor...es geht wieder....verdammtes Licht, tat mehr weh als mein Hintern.“
„Aber ich möchte eine Erklärung.“ motzt die Elfe sofort. Ich seufze..zurück in der Realität.
„Zu aller erst, ich möchte nicht das sonst jemand davon etwas mitbekommt weder von dem was hier passiert ist oder von dem was hier passieren wird. Es reicht wenn du es wissen sollst, ich muss immerhin meinen Ruf wahren, verstanden?“ Sie nickt. Ich seufze wieder.
„Wollen wir uns nicht setzen, schau hinter dir stehen ein paar Fässer und Kisten an der Kirchenwand, für mein Gesäß, bitte?“
Wir setzen uns auf ein paar alte Fässer und Kisten.
„Also“ Ich mache eine dramatische Pause. „Ich verwandle mich in die Echse, ungewollt versteht sich.“
„Wie genau? Gibt es einen Auslöser? Und hast du mal darüber nachgedacht das, dies für uns alle eine Gefahr darstellt?!“ unterbricht sie mich.
„Ähm ... normalerweise passiert das durch Angst und Stress also bei Gefahren und so weiter, nur dieses mal weiß ich nicht was der Auslöser war. Die Gene in meinem Körper mutieren bei gewissen Chemikalien die der Körper erzeugt, genau weiß ich es auch nicht. Einer aus meiner Gruppe war deswegen bei einem Magier, Doktor und Chemiker sie meinten alle dasselbe, unheilbar aber kontrollierbar. John unser Boss ließ uns deswegen nicht mehr raus bis er sich sicher war das wir uns unter Kontrolle haben, es hat nicht lange gedauert, man muss nur … ähm vergiss es das sollst du nicht wissen.“ Lacrima schaut mich mit fragendem Gesicht an blieb aber in der Hinsicht ruhig.
Ich mach es mir etwas bequemer auf dem Fass und rutsche mit meinem Hintern hin und her.
„Willst du die ganze Geschichte hör...“
„Ja.“ antworte sie vorschnell. Ich seufze abermals.
„Na gut, es gibt nicht nur mich, noch elf weitere sind davon betroffen, sie sind alle meine Freunde.
Eines Tages in unserem Versteck begann es, wir hatten eine Versammlung, es gab ein paar, wie soll ich sagen, Dinge zu besprechen. Doch in Mitten der Besprechung strömte urplötzlich dieses rote Gas in unser Versteck. Ich hielt mir sofort den Mund zu, ein paar meiner Leute fielen schon um.
Ich versuchte schnell zu fliehen doch mir wurde schwindelig und ich stürzte. Ich hörte nur noch dumpfe Schritte und leises Gebrüll. Dann wurde alles schwarz. Als ich erwachte lag ich nicht mehr im Versteck sondern im Wald, meine Kleidung zerrissen und meine Hände voll mit Blut.
Ich hatte keine Ahnung ob ich jemanden umgebracht habe, ich weiß nur noch das in der Clanstadt ein Riesenalarm war, denn viele starben an dem Tag. Und seit diesem Tag tauften wir uns die Roten Echsen. Später als wir uns wiederfanden merkten wir das einer fehlte, ein gewisser Chemiker und Doktor. Er war auch nicht bei der Besprechung. Und wir hätten nie gedacht das er so etwas tuen würde. Dimir ist sein Name. Genau der, der auch hier ist.“ Ich schaue zu Lacrima rüber, schläft sie?
Sie hebt ihren Kopf: „Bist du dir sicher, das es unser Dimir ist?“
„Hundertprozentig, sein Gesicht wird von mir und meinen Leuten verachtet. Ich vergesse es nie wieder. Dieses...“ Das letzte Wort möchte ich nicht in Anwesenheit einer Dame aussprechen.
„Hm...das ist schwierig.“ Die Elfe grübelt vor sich hin. Ich bin wohl fertig hier und springe vom Fass.
„Halt!“ Ich zucke leicht zusammen und schaue sie an. „Ja?“
„Ich werde es vorerst niemanden verraten, aber du lass Dimir am Leben! Vielleicht...vielleicht gibt es noch eine andere Geschichte.“
„Dimir am Leben lassen, klar lassen wir die Ratte am Leben, doch sobald sie beißt, zertrete ich sie.“
Lacrima nickt trübsinnig und bleibt still auf ihrer Kiste hocken.

Zurück in der Kirche, bereiten sich schon alle auf die Nacht vor. Jener macht es sich auf den Bänken gemütlich während andere sich ihre Matten auf dem Boden auslegen.
Ich überlege, normalerweise gibt es ein Bett das für den Pfarrer vorgesehen war. Hoffentlich ist es noch nicht belegt. Ich öffne die einzige Tür neben dem Altar und tatsächlich steht dort ein gemütliches Bett, etwas schmierig durch die Zeit aber besser als auf dem harten Holzboden.
„Hey!“ das ist eindeutig Cheras kratziges Stimmchen.
„Was war das eben draußen?“ Shekkel lauscht mit. Sehr schön...
„Das war nichts, es war nur ein Trick wie der Kartentrick denn ich mal vorgeführt habe nur...kniffliger, mit Magie und so einem Kram eben.“
„Und das soll ich dir einfach so glauben?“
„Frag Lacrima, sie kann es bezeugen sie ist doch eine Art Magierin, nicht?“
„Lacrima, schützt dich immer wieder! Ihr kann meiner nicht glauben, wenn es um dich geht!“
„Aus gutem Grund, ich bin eine Bereicherung für euch, du bist diejenige die diese Gruppe auseinander pflückt. Deine Abneigung gegen mich macht hier alle nieder, weißt du was? Als Friedensangebot gebe ich dir dieses Zimmer, ist ein Bett drin, gern geschehen.“
Ich schwinge die Tür sperrangelweit auf.
„Kein gehobener Standard für eine Prinzessin aber besser als der Boden. Gute Nacht.“
Ohne auf eine Antwort oder dergleichen zu warten ziehe ich mich zurück in einer andere Ecke, schnappe mir eine Matte und ruhe mich aus.
Kinder...
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Gralaer
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Gralaer »

Kreck

Ich liege dort auf meiner Matte und betrachte die Decke, half mit immer beim einschlafen.
Doch ich höre die kleinen, schnellen Schritte von jemanden, sie kommen auf mich zu.
"Kreck, du kannst nicht alles verheimlichen! Wir sind eine Gruppe wir müssen uns vertrauen können!" Es ist Chera mit ihrer kinderlichen Quitschstimme. "Verstehst du das? Was war da draußen los du hast dich verwandelt in so ein Monster!"
"Das einzige Monster in diesem Moment bist du hier." hätte ich gesagt aber man sollte die Damen, jeder Art, nicht mehr erzürnen als sie sind.
"Ähm ich bin nicht so der Typ für diese Art von Gesprächen über Offenheit und so einen Kram, ich meine bis jetzt stört es ja wohl keinen außer dir. Das stellt sich mir gleich die Frage warum du nur auf mich so zickig reagierst, dabei bin ich hier der größte Leistungsträger." Man sollte sie nicht zu sehr erzürnen, aber mir rutscht so etwas immer raus.
"Du? Du frisst unsere Vorräte, haust ab, bist ein Gauner und hast uns bislang nur Ärger bereitet!" Chera versucht zwar zu zischen aber jeder in der Kapelle hörte ihre Nörgelei.
"Ich weiß das ich kein perfekter Ritter bin wie ihr, aber im Gegensatz zu dir habe ich vorhin ein Friedensangebot gebracht, du hast hast etwas in dieser Art nie angeboten sondern von Anfang an mich verurteilt. Du bist eine Heuchlerin da du selber von Vertrauen sprichst aber nie mir gegenüber welches erübrigen konntest."
Ich setzte mich auf und pack alles zusammen was mir gehört. "Hey was machst du da, warum packst du unsere Sachen ein." Höre ich von hinten Chera wieder rumquieken.
Sobald ich fertig bin stehe ich auf drehe mich zu Chera. "So du scheinst hier die Chefin zu sein, so dominat wie du bist. Oder zumindest bist du wie die kleinen Kinder die immer denken sie wären erwachsen. Dann frag ich dich nun: Soll ich gehen?" Plötzlich ist es still. Ist wohl eine zu große Entscheidung für sie, ist wohl doch nicht die Chefin. Sie fokusiert mich, sie hat das nicht erwartet das ich sie so unterwürfig fragen würde.
Lacrima kommt durch die Tür: "Was ist hier los?"
"Nichts." sage ich gelassen und schaue Chera weiterhin an. "Mir ist nur klar geworden, das Hunde die bellen nicht beißen." Lacrima schaut mich konfus an als ich zu ihr blicke. "Was soll das heißen, was hat Chera getan."
"Wie gesagt sie hat nichts getan. Sie bellt nur, du bist diejenige die beißt. Aber ich habe noch nie Hunde gemocht, vorallem die die immer nur bellen."
"Kreck ich versteh überhaupt nichts, was ist los. Man kann das klären, Chera...bitte." Mir vergeht langsam die Geduld. "Wir können das nur so lösen, entweder ich oder Chera."
Lacrima geht auf Chera: "Wo ist das Problem mit ihm man kann das klären wie vernünftige Menschen."
"Wenn dann bin ich eher der Vernünftige." geb ich dazu. Lacrima "psst" mich an.
Sie reden leise, ich kann kaum was verstehen und kurz danach verschwinden sie nach draußen.
Soll ich jetzt hier warten? Ich schaue mich um und alle Augen sind auf mich gerichtet. Es ist viel zu ruhig, dazu verraten mir die Blicke alles, sie würden sich alle für Chera entscheiden.
Ich schultere meine Hängetasche sehe mich noch einmal um und gehe in Richtung Tür.
Es ist dunkel geworden und rechts von mir an der Kirchenwand höre ich Chera und Lacrima streiten.
Ich denke vielleicht versteht es keiner aber wenn ich jetzt nicht gehe, würde das deren ganze Mission aufhalten, Chera würde sich nie mit mir vertragen, warum auch immer.
Ich gehe in die offene Nacht hinein, ich komme wieder John.
Faal sosin se laas!

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Chera
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Chera »

Chera

"tja und jetzt?"
Lacri gibt keine antwort, sie schaut nur verloren durch das kaputte fenster. "Lacri, alles ok?" frage ich, langsam mache ich mir sorgen. Sie seufzt nur und setzt sich auf das gammelige bett.
Ich setz mich neben sie, vorsichtig. "Lacri weinst du etwa?"
Sie schaut zu mir, sie sieht unendlich traurig aus aber sie weint nicht. "Ich habe versagt."
"Das ist doch gar nicht wahr", rufe ich sofort, "ich meine, das ist doch nicht das ende der Welt. wir kommen auch ohne kreck klar. wir sind so viele elementkrieger, und wir haben dieses Siegel erstellt -"
"Vielleicht doch.", werde ich unterbrochen. Ich schaue Lacri nur fragend an.
"vielleicht ist es doch das ende der Welt.", meint sie nur. Ohne etwas zu erklären.
"Hä?"
"Ich habe den Handel angenommen." redet Lacri weiter und mein kopf ist voller fragezeichen. Handel? doch nicht etwa...
"Den Handel mit andate cantabile?" ich kann es kaum glauben. "Bist du verrückt???"
"Vermutlich."
Ja, ganz tolle Antwort. "Lacri, warum?"
"Je mehr wir über die Cantata Mortis wissen, desto besser. Mein Auftrag war, einen ganz bestimmten Dämon aufzuspüren und zu vernichten. Dieser Dämon stellt anscheinend eine Gefahr für die Sänger dar, und das macht ihn für uns unglaublich wichtig."
"Okay? Und?"
"Ich habe ihn aufgespürt. Er lebt in Kreck."

Viel zu lange schweigen wir uns einfach an, bis lacri endlich weiterspricht. "Verstehst du chera? Wir brauchen ihn."
"Das wusste ich nicht..." bringe ich nur hervor, doch dann werde ich sauer. "Warum hast du uns das nicht erzählt?"
Schweigen.
"Lacri du kannst so wichtige Dinge nicht einfach geheimhalten! was hast du dir dabei gedacht? Die cantata würden dir bestimmt keinen handel anbieten wenn sie denken du gewinnst einen Vorteil daraus. Das bringt dich doch nur in gefahr. wir können es uns nicht leisten dich zu verlieren!!"
Lacri blickt mich nur mit leeren augen an. Dann weint sie. Eine einzelne träne rinnt über ihre wange. "Chera, ich habe versagt"

Ich weiss nicht mehr was sagen. "lacri..?"
Sie schent etwas entschieden zu haben und wischt die Träne weg. "ich muss ihn finden, Chera. Ich werde kreck nachgehen und seinen dämon aufscheuchen. Ich werde ihn entweder dazu bringen, uns zu helfen - oder ich muss ihn töten. Sonst gehört meine seele den sängern."
Ich muss schlucken. Stimmt den teil mit der Seele hatte ich fast vergessen. "Aber was machen wir dann?"
"ihr macht weiter wie bisher. findet einen weg die Siegel zu schliessen. Findet heraus wie die Cantata die Tempel öffnen und hindert sie daran. Mobilisiert das volk. findet heraus wie ihr diese elenden Bastarde aus dieser welt schafft."
Ich öffne den mund um etwas zu erwidern, doch es kommt nichts. Lacri steht auf und umarmt mich, und etwas überrumpelt drücke ich sie ganz fest.
"kommst du danach wieder zu uns?" frage ich, und meine stimme entgleitet mir fast.
lacri schaut mich wieder traurig an, doch ihre augen sind nicht meh r leer - sie ist fest entschlossen. "Chera, vielleicht komme ich nicht zurück."
Jetzt bin ich es die weint. "Pass auf dich auf lacri"
Lacri bleibt ernst. "chera, falls die Sänger meine seele bekommen, werden sie mich zwingen auf ihrer seite zu kämpfen. Ich bin dann nicht mehr da, sie nutzen nur meinen körper und meine Kräfte."
Ich schaue nur fragend
"Wenn es so weit kommt, müsst ihr mich töten, Chera."
"Aber..."
"Versprich mir das!"
Die tränen strömen mir immer noch übers gesicht und ich drücke Lacri fest an mich. Ver.. versprochen, aber pass auf dich auf!"
"Mache ich. Ich werd dich vermissen, Schwesterlein ^^"
Ich kann nicht antworten, ich schluchze nur. Lacri lächelt mir zu, dann verschwindet sie durch die Tür. Ich bleibe alleine auf dem bett sitzen und versuche, nicht mehr zu weinen.
Ich bin immer noch da.

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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis

Beitrag von Ryokina »

Ryokina

Als die anderen Arachne fesselten, sah ich skeptisch zu, erwähnte jedoch nicht, dass es für diese sicher ein leichtes wäre, den Fesseln zu entfliehen, sobald sie nur aufwachte. Wir mussten wohl einfach darauf vertrauen, dass sie nicht so schnell wach wurde, denn das Siegel musste versiegelt werden. Ich warf dem jungen Mädchen noch einen kurzen Blick zu, bevor ich den anderen zögernd nach unten folgte.
Beim Siegel stellte ich mich auf meinen Platz und das Ritual begann. Um mich herum bildete sich ein Kreis von blitzendem, weißen Feuer, dass sich in meine ausgestreckte Hand zu saugen begann. Es prickelte auf meinen Fingerspitzen. Kurz zuckte ich ein wenig zusammen, dann holte ich tief Luft und versuchte mich zu beruhigen. Ich hatte noch nie ein Siegel versiegelt und es fühlte sich irgendwie seltsam an, doch ich war mir der Wichtigkeit dessen bewusst und so fokussierte ich mich nun voll und ganz auf das Ritual. Doch sobald es vorbei war, wandte ich mich sofort der Treppe zu und kehrte zurück in den Vorraum. Hinter mir hörte ich noch, wie die anderen über das Aussehen des Siegels redeten, ehe Xashibel sich zu mir gesellte. "Ryokina, du sagtest du kennst sie? Wer ist sie?", fragte sie mich, während ich Arachne nachdenklich betrachtete.
Ich zögerte kurz, ehe ich Xashibel antwortete. „Das ist Arachne. Dimir und ich haben sie in einem Dorf getroffen und in unsere Gruppe aufgenommen. Nachdem wir Dimir verloren hatten, habe ich sie eigentlich bei einem Waldläufer zurückgelassen, den wir damals kennengelernt hatten. Ich wollte nicht, dass sie in Gefahr gerät, immerhin ist sie erst 8 und war damals kaum ausgebildet. Anders als jetzt, offenbar…“, murmelte ich und sah auf den Bogen, der in einem Eck des Raumes lag. Sie hatte damit versucht Dimir zu töten. Und dann… Sie wollte, dass ich sie töte. Warum? Ich schüttelte mich kurz.
„Wie auch immer. Ich weiß nicht, was in sie gefahren ist. Normalerweise würde sie niemals ihre Freunde angreifen. Aber wenn sie versucht uns zu töten, dann ist sie eine Gefahr, selbst gefesselt. Sie besitzt die Fähigkeit sich in viele kleine Spinnen zu verwandeln. Das bedeutet auch, dass sie aus den Seilen herauskriechen kann“, erklärte ich schließlich und sah dann abwartend zu Xashibel. Wir mussten eine Entscheidung treffen, doch ich wusste nicht, wie wir Arachne helfen konnten. Ich schluckte bei dem Gedanken, was wir tun mussten, wenn wir sie nicht von ihrer Besessenheit befreiten… Bitte, konnten wir sie irgendwie retten…

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