Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Forumsregeln
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§1: Keine aktiven Charaktere werden ohne Einwilligung des Besitzers fremdgesteuert.
§2: Wir schreiben in der ersten Person Präsens.
§3: Overpowerte Charaktere werden nicht geduldet. (Ausnahme: Antagonisten nach Absprache)
§4: Vorhergehenden Posts wird nicht widersprochen!
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Coragna
- Hoher Autor
- Beiträge: 134
- Registriert: So 4. Mai 2014, 11:59
- Characters: Darkis, Rispah, Kha'Tschirik Vanderhall
- Wohnort: Nicht dort
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kha'Tschirik Vanderhal
Es ist ein erstaunlicher Anblick wie sich der Stein in ein anderes Wesen verwandelt. Das Grau verwandelt sich in ein Orange, und aus dem unförmigen Stein lösen sich Gliedmaßen, die man zwar auch nicht als wohl geformt bezeichnen kann, die sich aber trotzdem als Beine, Arme und Kopf identifizieren lassen. Der Kopf ist im Vergleich zum Körper ziemlich klein, der Kiefer sehr breit – das Wesen ist immer noch viel größer als ich und sieht aus als könnte es mich mit seiner Hand dem Erdboden gleich machen.
Ich erstarre förmlich vor Angst und starre das Wesen stumm an. Dann scheint es mit mir sprechen zu wollen, tiefe kehlige Laute grollen durch den Raum, die ich nicht verstehen kann.Ich zittere am ganzen Körper, wage es nicht etwas zu erwidern und kann meinen Blick nicht von seinen mächtigen Pranken lösen.
Ghrentork
Die kleine Gestalt vor mir erstarrt als ich anfange zu sprechen, aber sie scheint mich nicht zu verstehen. Sie hat Angst vor mir, aber ich glaube sie kann mir helfen. Ich gehe ganz langsam auf die Knie und setze mich so, dass ich dem kleinen Männchen in die Augen sehen kann. Ich sehe tief in die braunen, geweiteten Augen des kleinen Wesens hinein und erkenne, dass es unglaubliche Angst haben muss. Ich muss es beruhigen. Ich strecke meine Hände mit den Flächen nach oben, um zu zeigen, dass ich unbewaffnet bin und rucke ein paar Mal leicht an den schweren Eisenketten, die mich hier festhalten. Ich versuche noch einmal leise mich verständlich zu machen: „Ich bin Ghrentork, ich komme aus dem Gebirge in der großen Wüste, ich bin ein Bengard“ Ich zeige auf meine Brust und wiederhole langsam und möglichst verständlich: „Ghrentork.“ Mal sehen was mein kleines Gegenüber als nächstes tut, vielleicht kann sie mich ja befreien. Ich bin überhaupt nicht mehr müde, die Aussicht mich wieder frei bewegen und nach hause zu können erfrischt mich. Wieder das Gestein meiner Höhle fühlen zu können, die Umarmung der Erde selbst....
Kha'Tschirik
Gerade als ich denke, dass es genau jetzt auf mich losgehen wird und ich den Mund schon zu einem Schrei geöffnet habe, fällt es vor mir auf die Knie. Ich erschrecke mich natürlich trotzdem unglaublich und mache einen Satz nach hinten, stolpere, kann mich aber noch fangen und stoße ein leises Quieken aus. Wieder meiner Erwartung stößt das Wesen nicht nach vorne, um mir den Gar auszumachen. Es schaut mir in die Augen, so intensiv, dass ich fast meine etwas wie Intelligenz zu erkennen und Verstehen. Trotzdem trete ich sicherheitshalber noch einen Schritt zurück. Erst jetzt erkenne ich die Fesseln, die es davon abhalten sich weiter als einen Meter von der Wand fort zu bewegen.
Es bewegt ein paar Mal seine Hände auf und ab, die Ketten klirren dabei so laut, wie ich es niemals erwartet hätte und ich zucke erneut zusammen. Anscheinend will es befreit werden. Das kann ich ziemlich gut verstehen, wer weiß woher es kommt und wieso es hier ist. Oder ist es ein Gefangener? Aber sein Herzenswunsch, die Wüste, die ich vorhin gesehen habe, zeugt nicht von bösen Absichten. Trotzdem, selbst wenn ich es befreie wird es nirgendwo hin können und die Beengtheit in dem Laderaum ist wohl kaum besser als die Fesseln.
Nun sagt es erneut etwas, leiser als das letzte Mal, aber dennoch dröhnen mir immer noch die Ohren, da ich so nah bei ihm stehe. Ich verstehe natürlich kein Wort, es muss von weit her kommen. Dann wiederholt es eines der hart klingenden Worte, langsam, bestimmt und deutet dann auf sich. Es ist ein kompliziertes Wort, vermutlich sein Name, das ich mir jedoch nicht merken kann, so fremd klingt es. Allein die Tatsache, dass es einen Namen hat erstaunt mich und ich werde immer empörter, wie man jemanden hier unten festhalten kann, der das nicht selbst, aus freiem Willen gewährt. Bisher habe ich hier, bis auf die Ratten, noch nicht einmal Tiere gesehen, die werden wohl auf Deck oder etwas weiter oben gehalten. Selbst wenn es schlechtes getan hat (und mein Gefühl sagt mir etwas anderes), müsst man es besser behandeln. Ich beschließe, ihn auf jeden Fall loszumachen. Unsicher erheben ich erneut die Stimme. Verstehen wird es mich höchstwahrscheinlich nicht, aber vielleicht kann es am Tonfall erkenne, dass ich nichts Böses im Sinn habe und ihm helfen möchte.
„Ganz ruhig. Ich werde versuchen dich zu befreien, du kannst aber noch nicht gehen da wir noch auf dem Wasser unterwegs sind. Ich bin Kha'Tschirik Vanderhal. Ich weiß nur noch nicht wie ich das Schloss knacken soll, aber ich werde es versuchen.“
Zögerlich mache ich einen Schritt auf ihn zu. Obwohl er auf den Knien ist, ist er immer noch einen Kopf größer, als ich und Hut. Ich bemerke, dass sein Kopf etwas doppelt so groß wie mein eigener ist – er wirkt nur so klein im Vergleich zu ganzen Körper. Sein Maul ist riesig, ich schlucke und frage mich unweigerlich von was sich so ein Riese wohl ernähren mag – und wie lange er nichts mehr gefressen hat.
Ghrentork
Das kleine, helle Stimmchen ertönt wieder, wieder ganz leise. Es murmelt weiche kurze Worte vor sich hin, sie klingen friedlich. Es kommt auf mich zu, einen Schritt nur. Es hat immernoch Angst. Was kann ich machen? Es muss an meine Hände um mir helfen zu können. Ich könnte höchstens....
Nein! Das kann ich nicht machen... das ist nicht richtig. Aber wenn es anders nicht geht? Soll ich es tun? Niemand würde es sehen. Und das kleine Ding würde es verstehen. Jeder versteht es. Ich sammle mich kurz und schlucke all meinen Stolz herunter. Ich lege meinen Kopf so weit es geht in den Nacken und entblöße meine Kehle als Zeichen der Unterwürfigkeit. Es sollte so nicht sein. Es sollte in meiner Schuld stehen, weil ich ihm nichts tue. Wenn mein Stamm sehen würde wie ich mich so einem schwachen Wesen unterordne..... sie würden mich ausstoßen. Aber ich muss hier weg um zum Stamm zurück zu kommen. Es wird nie jemand erfahren. Ich kneife die Augen fest zusammen um die Scham besser ertragen zu können und hoffe, dass das Wesen versteht.
Kha'Tschirik Vanderhal
Als ich noch näher trete passiert etwas völlig unerwartetes. Es kneift die Augen fest zusammen und legt den Kopf in den Nacken, sodass seine Kehle völlig frei liegt. Ich habe dieses Verhalten schön öfters bei Tieren beobachtet, in Tierrudeln, in denen ein niederes Tier ein Höheres herausfordert und mit ihm kämpft. Wer von den beiden auch immer den Kampf verliert, befindet sich in Todesgefahr und um dem kalten Tod zu entkommen unterwerfen sie sich mit dieser Geste.
Ich betrachte das Wesen kurz, das die Augen so fest zusammenkneift, sich geradezu für diese Geste zu schämen scheint, wie ein Kind, das zum ersten Mal beim Lügen erwischt wurde und den Zorn der Eltern fürchtet. Ich lege sanft die Hand auf seine Stirn – oder auch nur auf einen Teil seiner Stirn, die Ganze könnte ich niemals umfassen und sehe sogleich wieder das Bild von der Wüste. Diesmal betrachte ich es gar nicht näher und drücke seinen Kopf nach unten, was einen reichlichen Kraftaufwand für mich darstellt. Mir muss es sich definitiv nicht unterwerfen. Ich beschließe das Wesen, das sich für seine Rettung so erniedrigt hat, erst einmal nicht anzuschauen und es so mit seinen Gefühlen allein zu lassen und betrachte das Schloss.
Die Ketten sind massiver als jede andere, die ich jemals gesehen habe. Ich kann sie noch nicht mal anheben. Das Schloss ist fast so groß wie mein Kopf – weit und breit ist kein Schlüssel zu sehen. Also muss es wirklich geknackt werden. Ich habe darin keine Erfahrung – also wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als Skontino herzuholen und ihn davon zu überzeugen, das Wesen freizulassen. Ich schaue wieder zu ihm, es betrachtet mich, und bedeute ihm, in dem ich beide Armen nach unten bewege, hier zu warten.
Ich mache mich auf den Weg zurück zu unserem Versteck. Es dauert kurz bis ich es gefunden habe. Skontino scheint, den Geräuschen nach zu urteilen, wieder wach zu sein und ich greife nach seinem Ärmel – und meine Hand landet in seinem Gesicht. Ups. Zumindest werde ich jetzt seine Aufmerksamkeit haben. Jetzt treffe ich wirklich den Ärmel und versuche ihn mit mir zu ziehen. Kurz darauf stehen wir zusammen wieder vor dem riesige Ding.
Es dauert eine Weile bis ich Skontino die Geschichte erzählt habe und er schuat mich ziemlich finster an.
„Das war also der Lärm, den ich gehört habe. Wir können froh sein, dass gerade keine Wache da ist. Bist du eigentlich verrückt das Vieh befreien zu wollen, wie kannst du dir sicher sein, dass es uns nicht auseinander reißt?“
„Das habe ich dir doch schon erklärt...“ setze ich an, aber er winkt ab.
„Das ist ein Tier, dumme Frau, und es nützt uns nichts es zu befreien.“
Enttäuscht will ich schon etwas bissiges entgegnen, da kommt mir eine Idee.
„Doch, das tut er.“ Ich grinse. „Er ist unsere Freikarte nach draußen.“
„Wie das?“ fragt Skontino spöttisch. „Zwar ist er riesig, aber auch so kahl, dass wir uns nirgendwo auf seinem Körper verstecken können. Außerdem werden eben wegen seiner Größe alle Blicke auf ihn gerichtet sein. Besonders unauffällig ist das nicht.“
„Unauffällig war unsere Bordbesteigung auch nicht. Und wer sagt, dass wir uns verstecken müssen? Wir befreien ihn – er wird so schnell raus wollen, das ihn niemand aufhalten kann, ohne dabei zerquetscht zu werden. In dem allgemein Chaos werden die meisten denken sie haben es sich eingebildet, dass da zwei Leute auf seinen Schultern saßen.“
Ich schaue ihn direkt an, er schaut nicht mehr so finster wie davor und er scheint ernsthaft über diesen Plan nachzudenken.
„Und wie willst du ihm verklickern, dass er uns auf seine Schultern lässt.“
„Das zeige ich ihm jetzt, okay?“
„Na dann hopp. Ich denke zwar nicht, dass er das verstehen wird – aber wenn es klappt und er uns deutlich zeigt, dass er damit einverstanden ist, löse ich seine Fesseln.“
Ich schließe die Augen und konzentriere mich. Die ersten weißen Bilder erscheinen. Sie sehen aus wie weiße Rauchwolken, die allmählich Form annehmen. Schließlich hat sich vor uns ein Miniaturladeraum mit Bildern von Skontino, dem Ding und mir aufgebaut. Ich lasse Skontino die Fesseln von ihm lösen. Dann erweitere ich das Bild, sodass man sieht dass wir auf einem Schiff sind und baue noch einen Hafen dazu, auf dem sich einige Leute herumtreiben. Klein-Kha-Tschirik und Klein-Skontino steigen auf die Schultern des Wesens und es stürmt durch eine Klappe hinaus ins Freie.
Erwartungsvoll schaue ich es an. Hoffentlich hat es verstanden.
Ghrentork
Die kleine Gestalt scheint zu bemerken wie zuwider mir die Haltung ist und drückt mit ihrer kleinen warmen Hand auf meiner Stirn meinen Kopf wieder nach unten. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Sie geht weg und macht etwas mit ihren Armen was ich nicht verstehe. Ich hoffe, dass sie bald wiederkommt. Ich schnappe kurz eine Art leises Gespräch in dieser leisen, sanften Sprache auf, dann kommt die Gestalt wieder. Aber sie hat noch jemanden dabei. Die zweite Gestalt ist ein ganz klein bisschen größer als die erste. Die beiden reden weiter, sie scheinen zu streiten. Auf einmal ist es wieder still und die braunen, ruhigen Augen schließen sich. Etwas Fremdes liegt in der Luft. Es wird hell. Hier unten! Es wird hell!? Helle Schwaden bilden langsam Abbilder der Anwesenden. Da bin ich, da sind die beiden anderen. Ganz klein als Bilder in der Luft. In diesem Bild tritt der größere der Winzlinge auf mich zu und befreit mich. Das sieht doch gut aus. Aber da passiert noch mehr. Was nun geschieht verwirrt mich. Ich scheine mich im Bauch eines riesigen Fisches aus Holz zu befinden. Der Fisch schwimmt zum Land und wenn wir da sind, dann soll ich wohl die beiden aus dem Fisch retten? Ich verstehe nicht ganz, aber ich weiß, dass wir, wenn wir wieder Land sehen, ich mir die beiden auf den Rücken setzen und rennen soll. Das kann ich machen, es ist ja egal warum, solange ich freikomme. Ich überlege wie ich erklären kann, dass ich einverstanden bin. Ich zeige auf die schwebende Abbildung und nicke mehrmals. Die Bilder in der Luft verschwinden. Die beiden beraten sich noch einmal und sie scheinen sich zu einigen. Die größere Gestalt tritt auf mich zu und ich hebe meine Hände in der Erwartung befreit zu werden. Der Fremde ergreift das Schloss und tut etwas was ich nicht sehen kann und nach nicht allzu langer Zeit bin ich frei. Endlich. Ich reibe meine Handgelenke und strecke mich erst einmal genüsslich woraufhin etliche meiner geschundenen Gelenke ein befriedigendes Krachen von sich geben. Ich suche den Raum nach einer Möglichkeit ab hier raus zu kommen, werde aber nicht fündig. Einzig eine große Klappe führt nach draußen, dort ist aber noch Wasser. Was für ein seltsamer Fisch, aus Holz und mit einer Klappe...
Ich beschließe, dass es keinen Sinn macht weiter in diesem engen Gedränge herumzutigern und suche mir einen Platz an dem ich mich gemütlich für ein Schläfchen zusammenrollen kann. Ich finde einen einigermaßen geschützten Platz mit Tauen und Netzen auf denen man ganz passabel liegen kann. Meine beiden Retter habe ich aus den Augen verloren, sie werden dorthin zurückgekehrt sein, wo sie ihr Lager aufgeschlagen haben. Ich schließe die Augen und versinke langsam im dämmrigen Halbschlaf.
Es ist ein erstaunlicher Anblick wie sich der Stein in ein anderes Wesen verwandelt. Das Grau verwandelt sich in ein Orange, und aus dem unförmigen Stein lösen sich Gliedmaßen, die man zwar auch nicht als wohl geformt bezeichnen kann, die sich aber trotzdem als Beine, Arme und Kopf identifizieren lassen. Der Kopf ist im Vergleich zum Körper ziemlich klein, der Kiefer sehr breit – das Wesen ist immer noch viel größer als ich und sieht aus als könnte es mich mit seiner Hand dem Erdboden gleich machen.
Ich erstarre förmlich vor Angst und starre das Wesen stumm an. Dann scheint es mit mir sprechen zu wollen, tiefe kehlige Laute grollen durch den Raum, die ich nicht verstehen kann.Ich zittere am ganzen Körper, wage es nicht etwas zu erwidern und kann meinen Blick nicht von seinen mächtigen Pranken lösen.
Ghrentork
Die kleine Gestalt vor mir erstarrt als ich anfange zu sprechen, aber sie scheint mich nicht zu verstehen. Sie hat Angst vor mir, aber ich glaube sie kann mir helfen. Ich gehe ganz langsam auf die Knie und setze mich so, dass ich dem kleinen Männchen in die Augen sehen kann. Ich sehe tief in die braunen, geweiteten Augen des kleinen Wesens hinein und erkenne, dass es unglaubliche Angst haben muss. Ich muss es beruhigen. Ich strecke meine Hände mit den Flächen nach oben, um zu zeigen, dass ich unbewaffnet bin und rucke ein paar Mal leicht an den schweren Eisenketten, die mich hier festhalten. Ich versuche noch einmal leise mich verständlich zu machen: „Ich bin Ghrentork, ich komme aus dem Gebirge in der großen Wüste, ich bin ein Bengard“ Ich zeige auf meine Brust und wiederhole langsam und möglichst verständlich: „Ghrentork.“ Mal sehen was mein kleines Gegenüber als nächstes tut, vielleicht kann sie mich ja befreien. Ich bin überhaupt nicht mehr müde, die Aussicht mich wieder frei bewegen und nach hause zu können erfrischt mich. Wieder das Gestein meiner Höhle fühlen zu können, die Umarmung der Erde selbst....
Kha'Tschirik
Gerade als ich denke, dass es genau jetzt auf mich losgehen wird und ich den Mund schon zu einem Schrei geöffnet habe, fällt es vor mir auf die Knie. Ich erschrecke mich natürlich trotzdem unglaublich und mache einen Satz nach hinten, stolpere, kann mich aber noch fangen und stoße ein leises Quieken aus. Wieder meiner Erwartung stößt das Wesen nicht nach vorne, um mir den Gar auszumachen. Es schaut mir in die Augen, so intensiv, dass ich fast meine etwas wie Intelligenz zu erkennen und Verstehen. Trotzdem trete ich sicherheitshalber noch einen Schritt zurück. Erst jetzt erkenne ich die Fesseln, die es davon abhalten sich weiter als einen Meter von der Wand fort zu bewegen.
Es bewegt ein paar Mal seine Hände auf und ab, die Ketten klirren dabei so laut, wie ich es niemals erwartet hätte und ich zucke erneut zusammen. Anscheinend will es befreit werden. Das kann ich ziemlich gut verstehen, wer weiß woher es kommt und wieso es hier ist. Oder ist es ein Gefangener? Aber sein Herzenswunsch, die Wüste, die ich vorhin gesehen habe, zeugt nicht von bösen Absichten. Trotzdem, selbst wenn ich es befreie wird es nirgendwo hin können und die Beengtheit in dem Laderaum ist wohl kaum besser als die Fesseln.
Nun sagt es erneut etwas, leiser als das letzte Mal, aber dennoch dröhnen mir immer noch die Ohren, da ich so nah bei ihm stehe. Ich verstehe natürlich kein Wort, es muss von weit her kommen. Dann wiederholt es eines der hart klingenden Worte, langsam, bestimmt und deutet dann auf sich. Es ist ein kompliziertes Wort, vermutlich sein Name, das ich mir jedoch nicht merken kann, so fremd klingt es. Allein die Tatsache, dass es einen Namen hat erstaunt mich und ich werde immer empörter, wie man jemanden hier unten festhalten kann, der das nicht selbst, aus freiem Willen gewährt. Bisher habe ich hier, bis auf die Ratten, noch nicht einmal Tiere gesehen, die werden wohl auf Deck oder etwas weiter oben gehalten. Selbst wenn es schlechtes getan hat (und mein Gefühl sagt mir etwas anderes), müsst man es besser behandeln. Ich beschließe, ihn auf jeden Fall loszumachen. Unsicher erheben ich erneut die Stimme. Verstehen wird es mich höchstwahrscheinlich nicht, aber vielleicht kann es am Tonfall erkenne, dass ich nichts Böses im Sinn habe und ihm helfen möchte.
„Ganz ruhig. Ich werde versuchen dich zu befreien, du kannst aber noch nicht gehen da wir noch auf dem Wasser unterwegs sind. Ich bin Kha'Tschirik Vanderhal. Ich weiß nur noch nicht wie ich das Schloss knacken soll, aber ich werde es versuchen.“
Zögerlich mache ich einen Schritt auf ihn zu. Obwohl er auf den Knien ist, ist er immer noch einen Kopf größer, als ich und Hut. Ich bemerke, dass sein Kopf etwas doppelt so groß wie mein eigener ist – er wirkt nur so klein im Vergleich zu ganzen Körper. Sein Maul ist riesig, ich schlucke und frage mich unweigerlich von was sich so ein Riese wohl ernähren mag – und wie lange er nichts mehr gefressen hat.
Ghrentork
Das kleine, helle Stimmchen ertönt wieder, wieder ganz leise. Es murmelt weiche kurze Worte vor sich hin, sie klingen friedlich. Es kommt auf mich zu, einen Schritt nur. Es hat immernoch Angst. Was kann ich machen? Es muss an meine Hände um mir helfen zu können. Ich könnte höchstens....
Nein! Das kann ich nicht machen... das ist nicht richtig. Aber wenn es anders nicht geht? Soll ich es tun? Niemand würde es sehen. Und das kleine Ding würde es verstehen. Jeder versteht es. Ich sammle mich kurz und schlucke all meinen Stolz herunter. Ich lege meinen Kopf so weit es geht in den Nacken und entblöße meine Kehle als Zeichen der Unterwürfigkeit. Es sollte so nicht sein. Es sollte in meiner Schuld stehen, weil ich ihm nichts tue. Wenn mein Stamm sehen würde wie ich mich so einem schwachen Wesen unterordne..... sie würden mich ausstoßen. Aber ich muss hier weg um zum Stamm zurück zu kommen. Es wird nie jemand erfahren. Ich kneife die Augen fest zusammen um die Scham besser ertragen zu können und hoffe, dass das Wesen versteht.
Kha'Tschirik Vanderhal
Als ich noch näher trete passiert etwas völlig unerwartetes. Es kneift die Augen fest zusammen und legt den Kopf in den Nacken, sodass seine Kehle völlig frei liegt. Ich habe dieses Verhalten schön öfters bei Tieren beobachtet, in Tierrudeln, in denen ein niederes Tier ein Höheres herausfordert und mit ihm kämpft. Wer von den beiden auch immer den Kampf verliert, befindet sich in Todesgefahr und um dem kalten Tod zu entkommen unterwerfen sie sich mit dieser Geste.
Ich betrachte das Wesen kurz, das die Augen so fest zusammenkneift, sich geradezu für diese Geste zu schämen scheint, wie ein Kind, das zum ersten Mal beim Lügen erwischt wurde und den Zorn der Eltern fürchtet. Ich lege sanft die Hand auf seine Stirn – oder auch nur auf einen Teil seiner Stirn, die Ganze könnte ich niemals umfassen und sehe sogleich wieder das Bild von der Wüste. Diesmal betrachte ich es gar nicht näher und drücke seinen Kopf nach unten, was einen reichlichen Kraftaufwand für mich darstellt. Mir muss es sich definitiv nicht unterwerfen. Ich beschließe das Wesen, das sich für seine Rettung so erniedrigt hat, erst einmal nicht anzuschauen und es so mit seinen Gefühlen allein zu lassen und betrachte das Schloss.
Die Ketten sind massiver als jede andere, die ich jemals gesehen habe. Ich kann sie noch nicht mal anheben. Das Schloss ist fast so groß wie mein Kopf – weit und breit ist kein Schlüssel zu sehen. Also muss es wirklich geknackt werden. Ich habe darin keine Erfahrung – also wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als Skontino herzuholen und ihn davon zu überzeugen, das Wesen freizulassen. Ich schaue wieder zu ihm, es betrachtet mich, und bedeute ihm, in dem ich beide Armen nach unten bewege, hier zu warten.
Ich mache mich auf den Weg zurück zu unserem Versteck. Es dauert kurz bis ich es gefunden habe. Skontino scheint, den Geräuschen nach zu urteilen, wieder wach zu sein und ich greife nach seinem Ärmel – und meine Hand landet in seinem Gesicht. Ups. Zumindest werde ich jetzt seine Aufmerksamkeit haben. Jetzt treffe ich wirklich den Ärmel und versuche ihn mit mir zu ziehen. Kurz darauf stehen wir zusammen wieder vor dem riesige Ding.
Es dauert eine Weile bis ich Skontino die Geschichte erzählt habe und er schuat mich ziemlich finster an.
„Das war also der Lärm, den ich gehört habe. Wir können froh sein, dass gerade keine Wache da ist. Bist du eigentlich verrückt das Vieh befreien zu wollen, wie kannst du dir sicher sein, dass es uns nicht auseinander reißt?“
„Das habe ich dir doch schon erklärt...“ setze ich an, aber er winkt ab.
„Das ist ein Tier, dumme Frau, und es nützt uns nichts es zu befreien.“
Enttäuscht will ich schon etwas bissiges entgegnen, da kommt mir eine Idee.
„Doch, das tut er.“ Ich grinse. „Er ist unsere Freikarte nach draußen.“
„Wie das?“ fragt Skontino spöttisch. „Zwar ist er riesig, aber auch so kahl, dass wir uns nirgendwo auf seinem Körper verstecken können. Außerdem werden eben wegen seiner Größe alle Blicke auf ihn gerichtet sein. Besonders unauffällig ist das nicht.“
„Unauffällig war unsere Bordbesteigung auch nicht. Und wer sagt, dass wir uns verstecken müssen? Wir befreien ihn – er wird so schnell raus wollen, das ihn niemand aufhalten kann, ohne dabei zerquetscht zu werden. In dem allgemein Chaos werden die meisten denken sie haben es sich eingebildet, dass da zwei Leute auf seinen Schultern saßen.“
Ich schaue ihn direkt an, er schaut nicht mehr so finster wie davor und er scheint ernsthaft über diesen Plan nachzudenken.
„Und wie willst du ihm verklickern, dass er uns auf seine Schultern lässt.“
„Das zeige ich ihm jetzt, okay?“
„Na dann hopp. Ich denke zwar nicht, dass er das verstehen wird – aber wenn es klappt und er uns deutlich zeigt, dass er damit einverstanden ist, löse ich seine Fesseln.“
Ich schließe die Augen und konzentriere mich. Die ersten weißen Bilder erscheinen. Sie sehen aus wie weiße Rauchwolken, die allmählich Form annehmen. Schließlich hat sich vor uns ein Miniaturladeraum mit Bildern von Skontino, dem Ding und mir aufgebaut. Ich lasse Skontino die Fesseln von ihm lösen. Dann erweitere ich das Bild, sodass man sieht dass wir auf einem Schiff sind und baue noch einen Hafen dazu, auf dem sich einige Leute herumtreiben. Klein-Kha-Tschirik und Klein-Skontino steigen auf die Schultern des Wesens und es stürmt durch eine Klappe hinaus ins Freie.
Erwartungsvoll schaue ich es an. Hoffentlich hat es verstanden.
Ghrentork
Die kleine Gestalt scheint zu bemerken wie zuwider mir die Haltung ist und drückt mit ihrer kleinen warmen Hand auf meiner Stirn meinen Kopf wieder nach unten. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Sie geht weg und macht etwas mit ihren Armen was ich nicht verstehe. Ich hoffe, dass sie bald wiederkommt. Ich schnappe kurz eine Art leises Gespräch in dieser leisen, sanften Sprache auf, dann kommt die Gestalt wieder. Aber sie hat noch jemanden dabei. Die zweite Gestalt ist ein ganz klein bisschen größer als die erste. Die beiden reden weiter, sie scheinen zu streiten. Auf einmal ist es wieder still und die braunen, ruhigen Augen schließen sich. Etwas Fremdes liegt in der Luft. Es wird hell. Hier unten! Es wird hell!? Helle Schwaden bilden langsam Abbilder der Anwesenden. Da bin ich, da sind die beiden anderen. Ganz klein als Bilder in der Luft. In diesem Bild tritt der größere der Winzlinge auf mich zu und befreit mich. Das sieht doch gut aus. Aber da passiert noch mehr. Was nun geschieht verwirrt mich. Ich scheine mich im Bauch eines riesigen Fisches aus Holz zu befinden. Der Fisch schwimmt zum Land und wenn wir da sind, dann soll ich wohl die beiden aus dem Fisch retten? Ich verstehe nicht ganz, aber ich weiß, dass wir, wenn wir wieder Land sehen, ich mir die beiden auf den Rücken setzen und rennen soll. Das kann ich machen, es ist ja egal warum, solange ich freikomme. Ich überlege wie ich erklären kann, dass ich einverstanden bin. Ich zeige auf die schwebende Abbildung und nicke mehrmals. Die Bilder in der Luft verschwinden. Die beiden beraten sich noch einmal und sie scheinen sich zu einigen. Die größere Gestalt tritt auf mich zu und ich hebe meine Hände in der Erwartung befreit zu werden. Der Fremde ergreift das Schloss und tut etwas was ich nicht sehen kann und nach nicht allzu langer Zeit bin ich frei. Endlich. Ich reibe meine Handgelenke und strecke mich erst einmal genüsslich woraufhin etliche meiner geschundenen Gelenke ein befriedigendes Krachen von sich geben. Ich suche den Raum nach einer Möglichkeit ab hier raus zu kommen, werde aber nicht fündig. Einzig eine große Klappe führt nach draußen, dort ist aber noch Wasser. Was für ein seltsamer Fisch, aus Holz und mit einer Klappe...
Ich beschließe, dass es keinen Sinn macht weiter in diesem engen Gedränge herumzutigern und suche mir einen Platz an dem ich mich gemütlich für ein Schläfchen zusammenrollen kann. Ich finde einen einigermaßen geschützten Platz mit Tauen und Netzen auf denen man ganz passabel liegen kann. Meine beiden Retter habe ich aus den Augen verloren, sie werden dorthin zurückgekehrt sein, wo sie ihr Lager aufgeschlagen haben. Ich schließe die Augen und versinke langsam im dämmrigen Halbschlaf.
- Gralaer
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- Registriert: Mi 26. März 2014, 19:24
- Characters: Kajo, Kreck
- Wohnort: Dort wo die Eiche den Vollmond küsst
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kreck
Ich stehe vor dem Anwesen. Es sieht alt und brüchig aus, wie als wäre es das erste Haus was im Mondlichtküstendorf stand.
Der normale Eingang führt dich ein Holztür die von zwei Königsrittern bewacht wird.
Das Gebäude ist umringt von einem Garten, dieser besteht aus Rosenbüschen und Klettergewächs das dem Haus dieses alte Aussehen verpasst.
Vorhänge versperren mir die Sicht durch die Fenster.
Ich denke nach: „Wie komm ich am besten dort hinein? Der Vordereingang ist tabu, die Wachen würden mich sofort sehen und mich seeehr wahrscheinlich nicht durchlassen so wie ich aussehe.
Ich könnte mir einen Königswachen-Uniform beschaffen, aber auf die Kürze wird das nichts.
Einen Hintereingang gibt es möglicherweise.“
Hinter dem Haus finde ich eine unbewachte Tür die ins Anwesen führt. Sie liegt natürlich wie alle Hintertüren in einer Gasse und hier treiben sich natürlich viele Schurken und Mörder rum, also ist dieser Eingang verschlossen...Ich seufze und krame meinen alten Dietrich raus den ich in der letzten Zeit gar nicht mehr verwendet hab.
Ich stecke ihn in das Schlüsselloch und beginne mit der Arbeit.
Und da macht es Klick und die Tür geht auf wie als wäre ich eingeladen.
Der erste Raum in den ich gerate ist die Küche, zum Glück ist sie gerade nicht in Benutzung...auch wenn gerade Mittag ist.
Schnell husche ich in die nächsten Räume, die größtenteils einfach nur mit Möbel ausgestellt sind und keinen besonderen Sinn haben aus den Besitzer, reich wirken zu lassen.
Hier und dort ein paar Zimmer mit Betten, dort mal eins zum Lesen. „Mich würds kaum wundern wenn die noch Räume fürs sitzen und atmen haben...“ denke ich mir.
Doch bis jetzt keine Wachen...erst in der Eingangshalle, die im jedem Anwesen gleich ist, stehen zwei Wachen und verschließen mir den Weg die Treppe hinauf.
Die Treppe steht mitten im Raum und führt dann ins 1. Stockwerk.
Es ist sehr schmuckvoll eingerichtet, Teppiche, Möbel, Kronleuchter und Gemälde.
Ich steh im Moment noch an der Eingangschwelle zu diesem pompös eingerichtetem Raum.
„Von wegen der hat kein Gold...“ habe ich im Kopf.
Doch wie jetzt weiter? Die Wachen versperren mir nun wirklich den Weg.
Ich wiege meine Möglichkeiten ab: „Ablenken kann ich nur eine Wache die andere bleibt an ihrem Platz. Ich könnte über die Treppenbrüstung klettern...leise und schnell? Ne ne. Ich versuche es mit einer Ablenkung.“
Schleichend bewege ich mich wieder in eines der nutzlosen Räumlichkeiten zurück und komme in ein Schachzimmer.
Aus reiner Neugierde muss ich mir das momentane Spiel anschauen.
Das Schachbrett liegt auf einem kleinen Tisch rechts und links stehen zwei gemütlich aussehende Sessel.
Schnell überblicke ich die Lage der beiden Spieler, Weiß Spiel strategisch und setzt die Läufer und Springer geschickt ein, während Schwarz aggressiv vorgeht und Türme und Bauern benutzt.
Weiß hat deutlich weniger Figuren aber hat eine gute Lage Schwarz Schach Matt zu machen.
„Die beiden spielen gut...“ ich seufze. „Zu schade das wir nie erfahren wer gewinnt.“ Ich setze die Hand und und schleudere die Schachfiguren quer durch den Raum.
Man hört Glas splittern und das auf knallen an die Wände.
Blitzschnell sprinte ich aus dem Raum raus und renne durch den Flur der hinter der Treppe durchführt und auf die andere Seite.
Eine Wache ist verschwunden, die andere ist ihm etwas nachgegangen um sicherzugehen das alles gut läuft. „Was war da?“ ruft sie. Doch ich darf auf keine Antwort warten, sprinte los und klettere gewand und schnell die Brüstung hinauf um dann die Treppen hinauf zu hasten, alles lautlos möglichst.
„Alle Schachfiguren wurden weggestoßen wie von einem Stier! Hier ist jemand. Such hier alles durch ich bleib hier.“
Der eine stellt sich zurück an den Posten vor die Treppe während der andere durch den Flur verschwindet.
Jetzt muss ich flott machen, irgendwann werden sie hoch kommen und hier umher schnüffeln.
Mein Weg führt mich in weitere Räume die aber wieder mehr Schönheit als Reichtum sind.
Nach einer Weile gelange ich zu einem mit glänzenden Holzfliesen ausgelegtem Flur.
„Das ist der Weg!“ tönt es mir im Kopf.
Bevor ich losgehe schaue ich nochmals nach hinten und vorne um ganz sicher zu gehen.
Wie bei einem Spaziergang laufe ich los.
Doch ab der Mitte merke ich wie sich eine Druckplatte unter mir sich aktiviert. Eine Falle!
Instinktmäßig weiche ich nach links aus. Doch nichts geschieht.
Ich höre nur ein kratziges Geräusch, als würden zwei Holzscheiben aneinander kratzen.
Ich drehe mich einmal um mich herum und beachte jede kleinste Kleinigkeit. Nichts...was geschieht hier? Dann kommst in mir hoch...über mir. Mein Blick läuft langsam hoch und ich sehe wie sich die Decke langsam senkt. Wieder schaue ich nach hinten und vorne, ich bin genau in der Mitte.
Sofort sprinte ich weiter in den Flur, die Decke berührt schon meinen Kopf sodass ich mich ducken muss.
Beim Laufen lösen sich weitere Fallen und ein Pfeilhagel schießt von der Seite auf mich. Ich spüre schmerzen weiß aber nicht genau wo, ich renne einfach nur um nicht erdrückt zu werden, ich laufe schon so krumm das meine Hände beinah den Boden berühren.
Kurz vor dem Ende falle ich durch den Druck von oben auf den Boden und beginne panisch weiter zu kriechen. Die Luft wird dünner und das Kratzen des Holzes wird immer lauter und tödlicher,
Kurz vor dem Ende drehe ich mich und packe mich an die sinkende Decke und mit einem Ruck befördere ich mich außerhalb der Gefahrenzone.
Mein Herz schlägt wie wild und mir läuft der Schweiß so stark, wie bei einer Bordellnacht.
Zwei Pfeile trafen mich und viele haben mich nur geschnitten.
Die Zwei Bösen trafen mich beide in den linken Arm. Zum Glück sind sie kleiner als Pfeile sogar kleiner als Bolzen und haben auch keinen Widerhaken. Mit einem Ruck ziehe ich beide raus und beiße mir bei jedem kurz auf die Zähne. Es blutet etwas aber es ist nicht schlimm.
„Zum Glück bin ich Linkshänder“, lächle ich ironisch.
Die „Sinkende Decke“ liegt nun auf dem Boden. Also kein Weg zurück.
Die rechte Hand halte ich mir an die Wunden. „Das kommt bestimmt gut an bei den Ladys.“ muss ich wieder denken. „Ein verletzter Dieb und Schurke.“
Meine Frisur ist sicherlich auch zerstört...aber darum kümmre ich mich später und natürlich die Kleidung und...oh man...scheiß Elementfutzis. Alles nur wegen dieser Bande Höllenkinder!
Die nächste Tür und einzige Tür ist eine wieder pompös geschnitzte Doppeltür ohne jegliche Höflichkeit und purer Wut und Adrenalin von der „Sinkenden Decke“ trete ich sie auf.
Im Raum stößt jemand einen Schrei aus und fällt von seinem Stuhl.
Der kleine Mann taucht rasch hinter seinem zu großem Schreibtisch hervor.
„Ähm...“ stammelt er. „Ähm...wer ähm bist du? Ähh...“ er scheint überrascht? Es ist nicht die Überraschtheit wenn man gerade einen ungebetenen Gast hat der die Tür aufgetreten hat.
„Du...äh verschwindest jetzt lieber! Sonst rufe ich die Wachen!“ Moment mal...ich kenne den Wicht.
„Hast du mich nicht gehö..!“
„Du!“ rufe ich grinsend aus. Er schaut sich verwirrt um und seufzt.
„Kenny Gänsefuß!“ begrüße ich ihn.
Er kommt vor und nun sehe ich ihn er ist nicht mehr gewachsene und immer noch so groß wie ein Fass plus Käse oben drauf. Er trägt aber eine elegante Kleidung und seine Haare sind sorgfältig herausgeputzt.
„Ja...“ er senkt den Kopf. „Ich...weiß nicht ähm gehört das dazu?“ fragt er sich selbst.
„Was ist los, mein Freund?“ frage ich ihn zurück.
Er verzieht sein Gesicht: „Es ist gerade kompliziert...wie, was aber ich dachte...du solltest dich doch anschleichen!“ ruft er plötzlich aus.
„Tut mir Leid, nimms mit nicht böse Gänsefuß. Es ist viel passiert und...“
„nein, nein...es ist gerade wirklich etwas verzwickt für mich.“
„Ja dann erklärs es doch mal, ich hab dich seid Ewigkeiten nicht mehr gesehen, das letzte mal war es...“ ich überlege. „Im Ellora Lager? Oh jetzt weiß ich es wieder du hast dieser Wache direkt in seinen kleinen adeligen Arsch getreten. Das war herrlich!“
„Ja...lass es mich erklären.“ er zeigt auf den Stuhl gegenüber seinem großem Tisch. Ich setze mich.
„Also ich bin ganz Ohr.“
Er setzt sich und füllt ein Glas mit einer braunen durchsichtiger Flüssigkeit.
Er schiebt mir den Fusel rüber und gießt sich selbst auch noch ein Becher voll und trinkt.
„Ich kenne Gideon.“ beginnt er.
„Ich auch.“ antworte ich rasch darauf und nehme mir einen Schluck, das ist Rum und kein Schlechter. Kenny grinst: „Von Piraten „abgekauft“.“ Ich lächle und nehme noch einen Schluck.
„Gideon war auch vor ein paar Tagen hier.“ Macht er weiter. „Er bat mich etwas zu tuen oder eher gesagt nichts zu tuen.“. „Jetzt bin ich gespannt, warte lass mich raten! Er hat dies hier geplant! Du sollst der arme Wicht sein denn ich bestehlen soll.“ schließe ich fest und füge noch spöttisch hinzu: „Handelsmann der Königswache.“
„Das war keine Lüge...“ er nimmt wieder ein Schluck. „Du?“ ich bin verwundert.
„Aber das spielt grad keine Rolle, Gideon stellt jedem seiner Schüler diese Prüfungen um sie zu testen. Na schön es waren erst zwei, der Letzte ist bei unsere Decke.“ er winkt mit dem Kopf: „Zerdrückt worden. Das war nicht sehr schön. Aber immerhin ist das, du bist ein schlechter Dieb dann leichter. Wie auch immer, bis nun hat nur einer alle Prüfungen geschafft.“ Er schaut etwas bedrückt rein und genehmigt sich einen tiefen Zug aus dem Becher.
„Und du warnst mich jetzt?“ frage ich nach. „Vor was denn? Das ich mich umbringe beim Versuch eine Kette zu stehlen?“ Grinsend nehme ich auch einen großen Schluck. Das Zeug ist gut!
„Ich hab mir den Namen Gänsefuß nicht umsonst geholt wenn ich so vorsichtig bin. Aus seinem einem Schüler konnte ich nicht heraus bekommen. Und da dieser Test schon so tödlich ist, ist der Nächste vielleicht noch tödlicher!“ Er füllt sich sein leeren Becher voll und trinkt gierig.
„Mach langsam.“ warne ich ihn.
„Pah, ich trinke schon lange seid dem ich hier arbeite.“ Ich lächle wieder.
„Ich auch.“ und fange an zu lachen. Kenny fügt sich dazu und wir leeren die Flasche noch gemeinsam.
Nach dem ganzen Gerede von früher, von Bordellen, Königsrittern, Diebstählen und anderen Schmummeleien beginnt er wieder zu seufzen:„Die nächste Prüfung wird die letzte sein Kreck.
Pass auf.“
„Hey, ich habe schon viel überlebt. Warum nicht noch eine Prüfung über Schurken und Diebe.“
Keine Antwort kommt zurück.
„Ich hab nur eins nicht verstanden.“ fange ich an. „Warum arbeitest du für Gideon, sind die Königsritter sich nicht zu fein mit Dieben Handel zu treiben?“
„Ich bin sein Hehler. Die Königstrottel sind lange nicht so edel wie alle glauben und Frederic ist der Schlimmste.“ er grinst mich an.
„War schön dich zu treffen, Kenny. Aber jetzt muss ich weiter ich hab nur bis Mitternacht Zeit.“
Ich erhebe mich und schon auf dem Weg zur aufgetreten merke ich das die Decke noch unten ist.
„Jaaaa, das wird morgen behoben. Warte...“ Der Kleine watschelt los und schiebt kräftig an seinem Regal hinter dem Schreibtisch eine kleine Öffnung wird sichtbar.
„Hier kommst du wieder nach draußen. Ach ja und...“ er watschelt wieder umher und schnappt sich eine goldene Karaffe. „Gideon will das.“ Stimmt das Objekt hätte ich beinah vergessen.
„Danke, Kenny. Ich hoffe man sieht sich bald wieder und hoffentlich auch wenn ich nicht bei dir einbreche.“
„Das wünsche ich mir auch, und zieh dir nächstes mal etwas Schickeres an ich bin jetzt ein kleiner feiner „Adeliger“, hörst du?“ und grinst mich an während er seine Kleidung richtet.
So schlüpfe ich dann durch das Loch.
Ein kleiner Weg führt mich dann zu einer Falltür die an der Decke hängt, ich öffne sie und komme aus einem Abflussloch-getarnten Geheimtunnel außerhalb der öffentlichen Straße raus.
Es ist schon dunkel, ich sollte Gideon schnell ausfindig machen und ihm diese schöne Karaffe geben.
Kaum war der Gedanke zu Ende knallt mir wieder ein Schlag auf dem Kopf.
„Das hat aber lang gedauert.“ ertönt seine Stimme hinter mir und eine Hand entreißt mir das goldene Ding.
„Vielleicht ein, Gut gemacht?“ entgegne ich böse.
„Du hast auch keine Elemente benutzt?“
„Nein, Meister der Diebe.“
„ha ha ha, Meister der Diebe klingt viel besser.“ er lacht und geht voran.
Ich stehe vor dem Anwesen. Es sieht alt und brüchig aus, wie als wäre es das erste Haus was im Mondlichtküstendorf stand.
Der normale Eingang führt dich ein Holztür die von zwei Königsrittern bewacht wird.
Das Gebäude ist umringt von einem Garten, dieser besteht aus Rosenbüschen und Klettergewächs das dem Haus dieses alte Aussehen verpasst.
Vorhänge versperren mir die Sicht durch die Fenster.
Ich denke nach: „Wie komm ich am besten dort hinein? Der Vordereingang ist tabu, die Wachen würden mich sofort sehen und mich seeehr wahrscheinlich nicht durchlassen so wie ich aussehe.
Ich könnte mir einen Königswachen-Uniform beschaffen, aber auf die Kürze wird das nichts.
Einen Hintereingang gibt es möglicherweise.“
Hinter dem Haus finde ich eine unbewachte Tür die ins Anwesen führt. Sie liegt natürlich wie alle Hintertüren in einer Gasse und hier treiben sich natürlich viele Schurken und Mörder rum, also ist dieser Eingang verschlossen...Ich seufze und krame meinen alten Dietrich raus den ich in der letzten Zeit gar nicht mehr verwendet hab.
Ich stecke ihn in das Schlüsselloch und beginne mit der Arbeit.
Und da macht es Klick und die Tür geht auf wie als wäre ich eingeladen.
Der erste Raum in den ich gerate ist die Küche, zum Glück ist sie gerade nicht in Benutzung...auch wenn gerade Mittag ist.
Schnell husche ich in die nächsten Räume, die größtenteils einfach nur mit Möbel ausgestellt sind und keinen besonderen Sinn haben aus den Besitzer, reich wirken zu lassen.
Hier und dort ein paar Zimmer mit Betten, dort mal eins zum Lesen. „Mich würds kaum wundern wenn die noch Räume fürs sitzen und atmen haben...“ denke ich mir.
Doch bis jetzt keine Wachen...erst in der Eingangshalle, die im jedem Anwesen gleich ist, stehen zwei Wachen und verschließen mir den Weg die Treppe hinauf.
Die Treppe steht mitten im Raum und führt dann ins 1. Stockwerk.
Es ist sehr schmuckvoll eingerichtet, Teppiche, Möbel, Kronleuchter und Gemälde.
Ich steh im Moment noch an der Eingangschwelle zu diesem pompös eingerichtetem Raum.
„Von wegen der hat kein Gold...“ habe ich im Kopf.
Doch wie jetzt weiter? Die Wachen versperren mir nun wirklich den Weg.
Ich wiege meine Möglichkeiten ab: „Ablenken kann ich nur eine Wache die andere bleibt an ihrem Platz. Ich könnte über die Treppenbrüstung klettern...leise und schnell? Ne ne. Ich versuche es mit einer Ablenkung.“
Schleichend bewege ich mich wieder in eines der nutzlosen Räumlichkeiten zurück und komme in ein Schachzimmer.
Aus reiner Neugierde muss ich mir das momentane Spiel anschauen.
Das Schachbrett liegt auf einem kleinen Tisch rechts und links stehen zwei gemütlich aussehende Sessel.
Schnell überblicke ich die Lage der beiden Spieler, Weiß Spiel strategisch und setzt die Läufer und Springer geschickt ein, während Schwarz aggressiv vorgeht und Türme und Bauern benutzt.
Weiß hat deutlich weniger Figuren aber hat eine gute Lage Schwarz Schach Matt zu machen.
„Die beiden spielen gut...“ ich seufze. „Zu schade das wir nie erfahren wer gewinnt.“ Ich setze die Hand und und schleudere die Schachfiguren quer durch den Raum.
Man hört Glas splittern und das auf knallen an die Wände.
Blitzschnell sprinte ich aus dem Raum raus und renne durch den Flur der hinter der Treppe durchführt und auf die andere Seite.
Eine Wache ist verschwunden, die andere ist ihm etwas nachgegangen um sicherzugehen das alles gut läuft. „Was war da?“ ruft sie. Doch ich darf auf keine Antwort warten, sprinte los und klettere gewand und schnell die Brüstung hinauf um dann die Treppen hinauf zu hasten, alles lautlos möglichst.
„Alle Schachfiguren wurden weggestoßen wie von einem Stier! Hier ist jemand. Such hier alles durch ich bleib hier.“
Der eine stellt sich zurück an den Posten vor die Treppe während der andere durch den Flur verschwindet.
Jetzt muss ich flott machen, irgendwann werden sie hoch kommen und hier umher schnüffeln.
Mein Weg führt mich in weitere Räume die aber wieder mehr Schönheit als Reichtum sind.
Nach einer Weile gelange ich zu einem mit glänzenden Holzfliesen ausgelegtem Flur.
„Das ist der Weg!“ tönt es mir im Kopf.
Bevor ich losgehe schaue ich nochmals nach hinten und vorne um ganz sicher zu gehen.
Wie bei einem Spaziergang laufe ich los.
Doch ab der Mitte merke ich wie sich eine Druckplatte unter mir sich aktiviert. Eine Falle!
Instinktmäßig weiche ich nach links aus. Doch nichts geschieht.
Ich höre nur ein kratziges Geräusch, als würden zwei Holzscheiben aneinander kratzen.
Ich drehe mich einmal um mich herum und beachte jede kleinste Kleinigkeit. Nichts...was geschieht hier? Dann kommst in mir hoch...über mir. Mein Blick läuft langsam hoch und ich sehe wie sich die Decke langsam senkt. Wieder schaue ich nach hinten und vorne, ich bin genau in der Mitte.
Sofort sprinte ich weiter in den Flur, die Decke berührt schon meinen Kopf sodass ich mich ducken muss.
Beim Laufen lösen sich weitere Fallen und ein Pfeilhagel schießt von der Seite auf mich. Ich spüre schmerzen weiß aber nicht genau wo, ich renne einfach nur um nicht erdrückt zu werden, ich laufe schon so krumm das meine Hände beinah den Boden berühren.
Kurz vor dem Ende falle ich durch den Druck von oben auf den Boden und beginne panisch weiter zu kriechen. Die Luft wird dünner und das Kratzen des Holzes wird immer lauter und tödlicher,
Kurz vor dem Ende drehe ich mich und packe mich an die sinkende Decke und mit einem Ruck befördere ich mich außerhalb der Gefahrenzone.
Mein Herz schlägt wie wild und mir läuft der Schweiß so stark, wie bei einer Bordellnacht.
Zwei Pfeile trafen mich und viele haben mich nur geschnitten.
Die Zwei Bösen trafen mich beide in den linken Arm. Zum Glück sind sie kleiner als Pfeile sogar kleiner als Bolzen und haben auch keinen Widerhaken. Mit einem Ruck ziehe ich beide raus und beiße mir bei jedem kurz auf die Zähne. Es blutet etwas aber es ist nicht schlimm.
„Zum Glück bin ich Linkshänder“, lächle ich ironisch.
Die „Sinkende Decke“ liegt nun auf dem Boden. Also kein Weg zurück.
Die rechte Hand halte ich mir an die Wunden. „Das kommt bestimmt gut an bei den Ladys.“ muss ich wieder denken. „Ein verletzter Dieb und Schurke.“
Meine Frisur ist sicherlich auch zerstört...aber darum kümmre ich mich später und natürlich die Kleidung und...oh man...scheiß Elementfutzis. Alles nur wegen dieser Bande Höllenkinder!
Die nächste Tür und einzige Tür ist eine wieder pompös geschnitzte Doppeltür ohne jegliche Höflichkeit und purer Wut und Adrenalin von der „Sinkenden Decke“ trete ich sie auf.
Im Raum stößt jemand einen Schrei aus und fällt von seinem Stuhl.
Der kleine Mann taucht rasch hinter seinem zu großem Schreibtisch hervor.
„Ähm...“ stammelt er. „Ähm...wer ähm bist du? Ähh...“ er scheint überrascht? Es ist nicht die Überraschtheit wenn man gerade einen ungebetenen Gast hat der die Tür aufgetreten hat.
„Du...äh verschwindest jetzt lieber! Sonst rufe ich die Wachen!“ Moment mal...ich kenne den Wicht.
„Hast du mich nicht gehö..!“
„Du!“ rufe ich grinsend aus. Er schaut sich verwirrt um und seufzt.
„Kenny Gänsefuß!“ begrüße ich ihn.
Er kommt vor und nun sehe ich ihn er ist nicht mehr gewachsene und immer noch so groß wie ein Fass plus Käse oben drauf. Er trägt aber eine elegante Kleidung und seine Haare sind sorgfältig herausgeputzt.
„Ja...“ er senkt den Kopf. „Ich...weiß nicht ähm gehört das dazu?“ fragt er sich selbst.
„Was ist los, mein Freund?“ frage ich ihn zurück.
Er verzieht sein Gesicht: „Es ist gerade kompliziert...wie, was aber ich dachte...du solltest dich doch anschleichen!“ ruft er plötzlich aus.
„Tut mir Leid, nimms mit nicht böse Gänsefuß. Es ist viel passiert und...“
„nein, nein...es ist gerade wirklich etwas verzwickt für mich.“
„Ja dann erklärs es doch mal, ich hab dich seid Ewigkeiten nicht mehr gesehen, das letzte mal war es...“ ich überlege. „Im Ellora Lager? Oh jetzt weiß ich es wieder du hast dieser Wache direkt in seinen kleinen adeligen Arsch getreten. Das war herrlich!“
„Ja...lass es mich erklären.“ er zeigt auf den Stuhl gegenüber seinem großem Tisch. Ich setze mich.
„Also ich bin ganz Ohr.“
Er setzt sich und füllt ein Glas mit einer braunen durchsichtiger Flüssigkeit.
Er schiebt mir den Fusel rüber und gießt sich selbst auch noch ein Becher voll und trinkt.
„Ich kenne Gideon.“ beginnt er.
„Ich auch.“ antworte ich rasch darauf und nehme mir einen Schluck, das ist Rum und kein Schlechter. Kenny grinst: „Von Piraten „abgekauft“.“ Ich lächle und nehme noch einen Schluck.
„Gideon war auch vor ein paar Tagen hier.“ Macht er weiter. „Er bat mich etwas zu tuen oder eher gesagt nichts zu tuen.“. „Jetzt bin ich gespannt, warte lass mich raten! Er hat dies hier geplant! Du sollst der arme Wicht sein denn ich bestehlen soll.“ schließe ich fest und füge noch spöttisch hinzu: „Handelsmann der Königswache.“
„Das war keine Lüge...“ er nimmt wieder ein Schluck. „Du?“ ich bin verwundert.
„Aber das spielt grad keine Rolle, Gideon stellt jedem seiner Schüler diese Prüfungen um sie zu testen. Na schön es waren erst zwei, der Letzte ist bei unsere Decke.“ er winkt mit dem Kopf: „Zerdrückt worden. Das war nicht sehr schön. Aber immerhin ist das, du bist ein schlechter Dieb dann leichter. Wie auch immer, bis nun hat nur einer alle Prüfungen geschafft.“ Er schaut etwas bedrückt rein und genehmigt sich einen tiefen Zug aus dem Becher.
„Und du warnst mich jetzt?“ frage ich nach. „Vor was denn? Das ich mich umbringe beim Versuch eine Kette zu stehlen?“ Grinsend nehme ich auch einen großen Schluck. Das Zeug ist gut!
„Ich hab mir den Namen Gänsefuß nicht umsonst geholt wenn ich so vorsichtig bin. Aus seinem einem Schüler konnte ich nicht heraus bekommen. Und da dieser Test schon so tödlich ist, ist der Nächste vielleicht noch tödlicher!“ Er füllt sich sein leeren Becher voll und trinkt gierig.
„Mach langsam.“ warne ich ihn.
„Pah, ich trinke schon lange seid dem ich hier arbeite.“ Ich lächle wieder.
„Ich auch.“ und fange an zu lachen. Kenny fügt sich dazu und wir leeren die Flasche noch gemeinsam.
Nach dem ganzen Gerede von früher, von Bordellen, Königsrittern, Diebstählen und anderen Schmummeleien beginnt er wieder zu seufzen:„Die nächste Prüfung wird die letzte sein Kreck.
Pass auf.“
„Hey, ich habe schon viel überlebt. Warum nicht noch eine Prüfung über Schurken und Diebe.“
Keine Antwort kommt zurück.
„Ich hab nur eins nicht verstanden.“ fange ich an. „Warum arbeitest du für Gideon, sind die Königsritter sich nicht zu fein mit Dieben Handel zu treiben?“
„Ich bin sein Hehler. Die Königstrottel sind lange nicht so edel wie alle glauben und Frederic ist der Schlimmste.“ er grinst mich an.
„War schön dich zu treffen, Kenny. Aber jetzt muss ich weiter ich hab nur bis Mitternacht Zeit.“
Ich erhebe mich und schon auf dem Weg zur aufgetreten merke ich das die Decke noch unten ist.
„Jaaaa, das wird morgen behoben. Warte...“ Der Kleine watschelt los und schiebt kräftig an seinem Regal hinter dem Schreibtisch eine kleine Öffnung wird sichtbar.
„Hier kommst du wieder nach draußen. Ach ja und...“ er watschelt wieder umher und schnappt sich eine goldene Karaffe. „Gideon will das.“ Stimmt das Objekt hätte ich beinah vergessen.
„Danke, Kenny. Ich hoffe man sieht sich bald wieder und hoffentlich auch wenn ich nicht bei dir einbreche.“
„Das wünsche ich mir auch, und zieh dir nächstes mal etwas Schickeres an ich bin jetzt ein kleiner feiner „Adeliger“, hörst du?“ und grinst mich an während er seine Kleidung richtet.
So schlüpfe ich dann durch das Loch.
Ein kleiner Weg führt mich dann zu einer Falltür die an der Decke hängt, ich öffne sie und komme aus einem Abflussloch-getarnten Geheimtunnel außerhalb der öffentlichen Straße raus.
Es ist schon dunkel, ich sollte Gideon schnell ausfindig machen und ihm diese schöne Karaffe geben.
Kaum war der Gedanke zu Ende knallt mir wieder ein Schlag auf dem Kopf.
„Das hat aber lang gedauert.“ ertönt seine Stimme hinter mir und eine Hand entreißt mir das goldene Ding.
„Vielleicht ein, Gut gemacht?“ entgegne ich böse.
„Du hast auch keine Elemente benutzt?“
„Nein, Meister der Diebe.“
„ha ha ha, Meister der Diebe klingt viel besser.“ er lacht und geht voran.
Faal sosin se laas!
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Coragna
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kha'Tschirik
Die restliche Zeit ist genauso wie vorher unerträglich langweilig.
Wir hören laute Rufe von draußen, als wir endlich anlegen, es wird aber bestimmt noch eine Weile dauern, bis hier ausgeladen wird. Da ich immer noch kein Geld habe und eh schon eine Verbrecherin bin, gehe ich noch einmal die Kisten mit Nahrungsmitteln entlang und stopfe mir den Umhang mit zwei Brotleibern, zwei Speckschwarten, mehreren Würsten und mehreren Händen voll mit lilanen Beeren, die ich noch nie vorher gesehen haben, aber genießbar sind und leicht säuerlich schmecken. Skontino wartet schon auf mich und wir machen uns auf die Suche nach dem Steinriesen, der sich die ganze Zeit nicht mehr wirklich bei uns gemeldet hat. Ich rufe so laut wie ich es wage nach ihm.
Die restliche Zeit ist genauso wie vorher unerträglich langweilig.
Wir hören laute Rufe von draußen, als wir endlich anlegen, es wird aber bestimmt noch eine Weile dauern, bis hier ausgeladen wird. Da ich immer noch kein Geld habe und eh schon eine Verbrecherin bin, gehe ich noch einmal die Kisten mit Nahrungsmitteln entlang und stopfe mir den Umhang mit zwei Brotleibern, zwei Speckschwarten, mehreren Würsten und mehreren Händen voll mit lilanen Beeren, die ich noch nie vorher gesehen haben, aber genießbar sind und leicht säuerlich schmecken. Skontino wartet schon auf mich und wir machen uns auf die Suche nach dem Steinriesen, der sich die ganze Zeit nicht mehr wirklich bei uns gemeldet hat. Ich rufe so laut wie ich es wage nach ihm.
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MrIncredible
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Ghrentork
Etwas stört meinen Schlaf, jemand ruft etwas. Ich rapple mich langsam von meinem Lager auf und trotte in Richtung der Rufe.Ich merke, dass sich etwas verändert hat. Ich ziehe etwas Luft durch meine Nüstern und rieche viele verschiedene....Dinge, die ich davor noch nie wahrgenommen habe. Ich gehe zur Klappe und spähe hindurch. Wir sind wieder an Land.Es wird Zeit mein gegebenes Versprechen zu halten. Ich bedeute meinen beiden Begleitern zu mir zu kommen. Sie nähern sich mir ohne Angst zu zeigen. Ich gehe ganz tief in die Knie, sodass sie sich auf meine Schultern setzen können und richte mich dann langsam und vorsichtig auf. Sie sind zusammen nicht gerade leicht, aber auch keine Last mit der ich nicht rennen kann.Ich setze vorsichtig meinen Fuß nach vorne und es passiert. Die etwas größere Gestalt fällt von meiner Schulter. Es poltert ein wenig. Aber es scheint gehört worden zu sein. Die Klappe über unseren Köpfen öffnet sich und einige weitere kleine Gestalten,meinen Gefährten recht ähnlich, sehen von oben herein. Sie scheinen nicht sehr begeistert. Sie kommen die Leiter herunter.
Jetzt ist keine Zeit für große Überlegungen oder Feingefühl. Ich setze meine kleine Retterin so, dass sie auf mir reitet und sich mit den Beinen in meinen Achseln festhalten kann. Der andere, der der gefallen ist, krabbelt noch am Boden herum. Ich schnappe mir das Männchen und drücke es mit beiden Armen gegen meine Brust, dann renne ich vornübergebeugt los. Mit einer Hand erhoben durchbreche ich die Klappe und setze zu einem gewaltigen Satz an. Ich bin höher als ich erwartet hatte. Wir fliegen zu dritt fast 5 meiner Körperlängen nach vorne und fallen dabei 3. Als ich aufkomme gibt es einen schmerzhaften Ruck und meine
Reiterin schlägt mit ihrem Kopf auf meinen auf. Keine Zeit für Entschuldigungen. Die ersten Waffen erscheinen. Kurz den Schmerz und die Benommenheit abgeschüttelt und weiter. Ich sprinte geduckt los und nehme immer weiter Fahrt auf, unsere Verfolger können auf ihrem kurzen Beinchen nicht mithalten. Es dauert nicht lange und wir haben diesen Ort hinter uns gelassen. Als wir außer Sichtweite sind, lasse ich den schlaffen Körper unter meinem Arm vorsichtig zu Boden gleiten, er scheint ohnmächtig zu sein.Ich lehne ihn behutsam gegen einen Felsen, wo er jetzt sitztend fast aussieht als würde schlummern. Erst jetzt greife ich über meinen Kopf und umfasse die zierliche Person dort oben. Meine Hände umschließen ihre Taille. Ganz sorgsam setze ich sie vor mir ab.Dann gehe ich zu dem Felsen, schließe meine Augen und lege meine Hand auf das Gestein. Ich entspanne mich als ein lindernder Strom von Kraft in mich fließt. Ich seufze leise vor Glück wieder Gestein fühlen zu können. Dieser Stein erzählt mir, wie er vor langer Zeit als glutroter Magmastrom tief unter der Oberfläche träge dahinkroch. Es fühlt sich zu vertraut an. Ich erinnere den Stein daran wie es ist flüssig zu sein, konzentriere und ziehe langsam meine Hand zurück. Als ich die Augen wieder öffne, halte ich eine steinerne Keule in der Hand, es ist wichtig eine Waffe zu haben. Die kleine Gestalt schaut mich mit großen Augen an, ich scheine sie
erstaunt zu haben.
Etwas stört meinen Schlaf, jemand ruft etwas. Ich rapple mich langsam von meinem Lager auf und trotte in Richtung der Rufe.Ich merke, dass sich etwas verändert hat. Ich ziehe etwas Luft durch meine Nüstern und rieche viele verschiedene....Dinge, die ich davor noch nie wahrgenommen habe. Ich gehe zur Klappe und spähe hindurch. Wir sind wieder an Land.Es wird Zeit mein gegebenes Versprechen zu halten. Ich bedeute meinen beiden Begleitern zu mir zu kommen. Sie nähern sich mir ohne Angst zu zeigen. Ich gehe ganz tief in die Knie, sodass sie sich auf meine Schultern setzen können und richte mich dann langsam und vorsichtig auf. Sie sind zusammen nicht gerade leicht, aber auch keine Last mit der ich nicht rennen kann.Ich setze vorsichtig meinen Fuß nach vorne und es passiert. Die etwas größere Gestalt fällt von meiner Schulter. Es poltert ein wenig. Aber es scheint gehört worden zu sein. Die Klappe über unseren Köpfen öffnet sich und einige weitere kleine Gestalten,meinen Gefährten recht ähnlich, sehen von oben herein. Sie scheinen nicht sehr begeistert. Sie kommen die Leiter herunter.
Jetzt ist keine Zeit für große Überlegungen oder Feingefühl. Ich setze meine kleine Retterin so, dass sie auf mir reitet und sich mit den Beinen in meinen Achseln festhalten kann. Der andere, der der gefallen ist, krabbelt noch am Boden herum. Ich schnappe mir das Männchen und drücke es mit beiden Armen gegen meine Brust, dann renne ich vornübergebeugt los. Mit einer Hand erhoben durchbreche ich die Klappe und setze zu einem gewaltigen Satz an. Ich bin höher als ich erwartet hatte. Wir fliegen zu dritt fast 5 meiner Körperlängen nach vorne und fallen dabei 3. Als ich aufkomme gibt es einen schmerzhaften Ruck und meine
Reiterin schlägt mit ihrem Kopf auf meinen auf. Keine Zeit für Entschuldigungen. Die ersten Waffen erscheinen. Kurz den Schmerz und die Benommenheit abgeschüttelt und weiter. Ich sprinte geduckt los und nehme immer weiter Fahrt auf, unsere Verfolger können auf ihrem kurzen Beinchen nicht mithalten. Es dauert nicht lange und wir haben diesen Ort hinter uns gelassen. Als wir außer Sichtweite sind, lasse ich den schlaffen Körper unter meinem Arm vorsichtig zu Boden gleiten, er scheint ohnmächtig zu sein.Ich lehne ihn behutsam gegen einen Felsen, wo er jetzt sitztend fast aussieht als würde schlummern. Erst jetzt greife ich über meinen Kopf und umfasse die zierliche Person dort oben. Meine Hände umschließen ihre Taille. Ganz sorgsam setze ich sie vor mir ab.Dann gehe ich zu dem Felsen, schließe meine Augen und lege meine Hand auf das Gestein. Ich entspanne mich als ein lindernder Strom von Kraft in mich fließt. Ich seufze leise vor Glück wieder Gestein fühlen zu können. Dieser Stein erzählt mir, wie er vor langer Zeit als glutroter Magmastrom tief unter der Oberfläche träge dahinkroch. Es fühlt sich zu vertraut an. Ich erinnere den Stein daran wie es ist flüssig zu sein, konzentriere und ziehe langsam meine Hand zurück. Als ich die Augen wieder öffne, halte ich eine steinerne Keule in der Hand, es ist wichtig eine Waffe zu haben. Die kleine Gestalt schaut mich mit großen Augen an, ich scheine sie
erstaunt zu haben.
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Ryokina
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Arachnes Unterbewusstsein
Kälte, um mich herum ist alles schwarz, obwohl ich ein Stück vor mir ein leuchtend rotes Symbol erblicke, ist nirgends sonst auch nur ein Fleckchen Helligkeit. Schwebe ich? Ich spüre keinen Boden, und kann durch das, worauf ich stehe hindurchtreten. Alles um mich herum fühlt sich irgendwie… geleeartig an. Kein Anhaltspunkt, nur dieses Symbol, das Symbol… von meinem Arm. Ich schaue auf meinen Arm, wobei ich keine Kraft anwenden muss, um gegen das geleeartige anzukommen. Ich kann ihn problemlos erkennen, ich leuchte. Und man kann durch das Gelee sehen, aber es ist schwarz und hält einen oben. Ich betrachte das Symbol das vor mir leuchtet. Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass hinter dem Symbol etwas durchschimmert. Feine Fäden, die sich um etwas schlingen, ich erkenne nicht viel von dem etwas. Wenn ich näher ran könnte, würde ich vielleicht etwas sehen. Ich versuche zu gehen. Die Geleemaße unter meinen Füßen lässt mich nicht hinabsinken, als wäre sie fest, aber sobald ich meinen Fuß nach unten strecke, flutscht mein Fuß hindurch, als ob es nicht da wäre. Es scheint, als würde es sich daran anpassen, wie ich es haben will, das hier kann nicht real sein. Ich laufe vorsichtig darüber, und lasse das Symbol nicht aus den Augen. Als ich direkt davor stehe, zögere ich. Was, wenn das Symbol gefährlich ist und mich verletzen kann? Vorsichtig verwandele ich meine eine Fingerkuppe in eine Spinne. Fast fällt sie hinab in die unendlichen Tiefen. Sie zappelt mit den Beinen, im Versuch sich aufzufangen und schafft es gerade noch. Ich versuche eine Verbindung zu der Spinne aufzunehmen. Ich habe es zwar noch nie versucht, aber hier unten geht es erstaunlich einfach. Vermutlich, weil es nicht real ist und es keinen großen Gedankenunterschied gibt. Ich werde einfach zu der Spinne, anstatt bloß zu versuchen, zu sehen was sie sieht. Ich spüre, wie ich schrumpfe, kleiner werde, meine Beine und Arme sich verdoppeln, wobei seitlich noch ein paar hinauswachsen. Meine Sicht verändert sich, ich kriege scheinbar mehr Augen. Dann drehe ich mich um und sehe vor mir ein riesiges Abbild von mir, dass mit geschlossenen Augen da schwebt. Ich drehe mich um, und flitze in das Symbol hinein. Angestrengt versuche ich etwas zu erkennen, aber um mich herum wird alles leuchtend rot. Ich spüre, wie etwas in meine Gedanken eindringt. Vor meinen Augen erscheint ein Finger, der ausholt und mich einfach mal schnell aus dem Symbol schnippst. Ich werde hinausgeschleudert, verliere die Verbindung und reiße die Augen auf. Ich bin wieder in meinem Körper, vor mir liegt die Spinne und zappelt verzweifelt mit den Beinen. Sie ist seltsam zerdrückt. Als ich die Spinne wieder zu meiner Fingerkuppe mache, sieht sie so aus als wäre mein Finger zwischen irgendetwas eingeklemmt gewesen. Ich glaube das Ding arbeitet mit Gedankenkontrolle und als kleine Spinne sind meine Gedanken viel zu angreifbar.
Kälte, um mich herum ist alles schwarz, obwohl ich ein Stück vor mir ein leuchtend rotes Symbol erblicke, ist nirgends sonst auch nur ein Fleckchen Helligkeit. Schwebe ich? Ich spüre keinen Boden, und kann durch das, worauf ich stehe hindurchtreten. Alles um mich herum fühlt sich irgendwie… geleeartig an. Kein Anhaltspunkt, nur dieses Symbol, das Symbol… von meinem Arm. Ich schaue auf meinen Arm, wobei ich keine Kraft anwenden muss, um gegen das geleeartige anzukommen. Ich kann ihn problemlos erkennen, ich leuchte. Und man kann durch das Gelee sehen, aber es ist schwarz und hält einen oben. Ich betrachte das Symbol das vor mir leuchtet. Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass hinter dem Symbol etwas durchschimmert. Feine Fäden, die sich um etwas schlingen, ich erkenne nicht viel von dem etwas. Wenn ich näher ran könnte, würde ich vielleicht etwas sehen. Ich versuche zu gehen. Die Geleemaße unter meinen Füßen lässt mich nicht hinabsinken, als wäre sie fest, aber sobald ich meinen Fuß nach unten strecke, flutscht mein Fuß hindurch, als ob es nicht da wäre. Es scheint, als würde es sich daran anpassen, wie ich es haben will, das hier kann nicht real sein. Ich laufe vorsichtig darüber, und lasse das Symbol nicht aus den Augen. Als ich direkt davor stehe, zögere ich. Was, wenn das Symbol gefährlich ist und mich verletzen kann? Vorsichtig verwandele ich meine eine Fingerkuppe in eine Spinne. Fast fällt sie hinab in die unendlichen Tiefen. Sie zappelt mit den Beinen, im Versuch sich aufzufangen und schafft es gerade noch. Ich versuche eine Verbindung zu der Spinne aufzunehmen. Ich habe es zwar noch nie versucht, aber hier unten geht es erstaunlich einfach. Vermutlich, weil es nicht real ist und es keinen großen Gedankenunterschied gibt. Ich werde einfach zu der Spinne, anstatt bloß zu versuchen, zu sehen was sie sieht. Ich spüre, wie ich schrumpfe, kleiner werde, meine Beine und Arme sich verdoppeln, wobei seitlich noch ein paar hinauswachsen. Meine Sicht verändert sich, ich kriege scheinbar mehr Augen. Dann drehe ich mich um und sehe vor mir ein riesiges Abbild von mir, dass mit geschlossenen Augen da schwebt. Ich drehe mich um, und flitze in das Symbol hinein. Angestrengt versuche ich etwas zu erkennen, aber um mich herum wird alles leuchtend rot. Ich spüre, wie etwas in meine Gedanken eindringt. Vor meinen Augen erscheint ein Finger, der ausholt und mich einfach mal schnell aus dem Symbol schnippst. Ich werde hinausgeschleudert, verliere die Verbindung und reiße die Augen auf. Ich bin wieder in meinem Körper, vor mir liegt die Spinne und zappelt verzweifelt mit den Beinen. Sie ist seltsam zerdrückt. Als ich die Spinne wieder zu meiner Fingerkuppe mache, sieht sie so aus als wäre mein Finger zwischen irgendetwas eingeklemmt gewesen. Ich glaube das Ding arbeitet mit Gedankenkontrolle und als kleine Spinne sind meine Gedanken viel zu angreifbar.
- Alinea
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- Registriert: Mi 29. Februar 2012, 17:49
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Shékkel
Wir erreichen das Mondlichtküstendorf noch am selben Tag. Ich kann die Gerüche vom Markt und vom Hafen schon lange riechen. „Noch eine halbe Stunde.“, schätze ich.
„Kommt hin.“, meint Lacrima. „Da hinten ist die Brücke, dann sind wir da.“
„Endlich...“, murmelt Tegros, der auf Xashibels Pferd reitet. Xashibel ist nicht zu sehen. Vorhin ist sie auf die Klippe zugeflogen.
Sashenos wiehert leise. Er trägt immer noch kein Zaumzeug, aber er folgt mir auch so. Lacrima hat mich mal gefragt, wie ich ihn dressiert habe, aber ich weiss nicht mal, was dressiert bedeutet. Sashenos mag mich einfach.
Xashibels Pferd stolpert beinahe, weil es neben Tegros auch noch so viele Bücher tragen muss. Tegros wollte eine ganze Kiste davon mitnehmen. Lacrima hat sich ganz schön aufgeregt, aber dann hat Chera gemeint, sie sei doch selber eine wandelnde Bibliothek, und dann war sie einverstanden.
Hinter der nächsten Biegung können wir die Lichter der Stadt schon sehen. Wie kleine Glühwürmchen kauern sie sich ans Flussufer.
Die Gerüche sind hier viel intensiver. Ich züngle in die Luft. Der Rauch von zahlreichen Kaminen lässt die Luft würzig schmecken. Es ist wieder kälter geworden.
Viele Menschen sind nicht mehr im Freien. Am Hafen scheinen noch einige zu sein, Wachen vielleicht, und ich kann noch einige Reisende auf der Strasse riechen. Zwei Leute. Hm, eigentlich sind sie ziemlich weit weg von der Strasse.
Unwillkürlich blicke ich in die Richtung, aus der der Geruch kommt. Ein Stück hinter uns, bei einer Ansammlung von Findlingen. Vielleicht haben sie da ihr Nachtlager aufgeschlagen. Es ist ein guter Ort, von der Strasse aus kann man sie nicht sehen.
Ich züngle noch einmal. Nein, es sind doch drei Leute. Oder?
Seltsam, normalerweise rieche ich Menschen ohne Probleme. Aber einer von denen riecht fast wie die Findlinge, etwas stärker, aber sonst ganz ähnlich.
Meine Neugier ist geweckt. Noch einmal strecke ich meine Zunge in die Luft und prüfe die Gerüche. Ein Mann und ein junges Mädchen. Und dann dieser seltsam riechende Fels. Nein, es riecht doch wie ein Mensch. Menschenfels.
„Was guckst du denn?“, will Chera hinter mir auf einmal wissen. „Hast du was geschnuppert?“
„Da sind Reisende hinter den Felsen.“, erkläre ich und deute auf die Findlinge. „Einer riecht ganz komisch.“
„Hat bestimmt zu lange nicht gebadet.“, kommentiert Chera und zuckt mit den Schultern.
„Hm.“, mache ich nur und züngle ein letztes Mal. Dann erkenne ich etwas. „Das ist Kha'Tschirik!“, rufe ich aus.
„Wer?“, will Chera sofort wissen.
„Die, äh...“ Mir fällt ein, dass ich ja nichts von dem Ausflug in die Elfenwelt erzählen soll. „Die kenn ich, der bin ich schon mal begegnet.“
Lacrima hat ihr Pferd angehalten. „Wollen wir hingehen?“
„Wieso denn?“, meint Chera. „Wir erschrecken sie höchstens.“
„Shékkel hat mir mal von dieser Kha'Tschirik erzählt.“, erklärt Lacrima. „Anscheinend hat sie eine Art Gabe, von der ich glaube, es könnte ein Element sein. Ich würde sie gerne kennenlernen.“
„Na dann.“, meint Chera und zuckt wieder mit den Schultern. Mittlerweile sind wir alle stehengeblieben. Eine Möwe flattert heran und setzt sich auf Tegros' Kopf. Ich winke ihr zu.
Die Möwe hüpft zu Boden und verwandelt sich in Xashibel. „Was ist los?“
„Shékkel hat Freunde gerochen.“, erklärt Chera knapp und wendet sich wieder an mich: „Am besten gehst du vor, wir wollen sie ja nicht überrumpeln.“
„Gute Idee.“, mache ich und lenke Sashenos auf die Findlinge zu.
Kurz bevor ich die Steine erreiche steige ich ab und rücke meine Kapuze zurecht. Schliesslich ist Kha'Tschirik nicht alleine da und ich sehe ja gefährlich aus. Ich muss mir auch noch etwas einfallen lassen, wo ich ihr begegnet bin. Vielleicht in Pilzingen?
Übermütig klettere ich auf einen der Findlinge und springe auf der anderen Seite wieder herunter. „Hallooo!“, verkünde ich den drei verdatterten Gesichtern.
Wir erreichen das Mondlichtküstendorf noch am selben Tag. Ich kann die Gerüche vom Markt und vom Hafen schon lange riechen. „Noch eine halbe Stunde.“, schätze ich.
„Kommt hin.“, meint Lacrima. „Da hinten ist die Brücke, dann sind wir da.“
„Endlich...“, murmelt Tegros, der auf Xashibels Pferd reitet. Xashibel ist nicht zu sehen. Vorhin ist sie auf die Klippe zugeflogen.
Sashenos wiehert leise. Er trägt immer noch kein Zaumzeug, aber er folgt mir auch so. Lacrima hat mich mal gefragt, wie ich ihn dressiert habe, aber ich weiss nicht mal, was dressiert bedeutet. Sashenos mag mich einfach.
Xashibels Pferd stolpert beinahe, weil es neben Tegros auch noch so viele Bücher tragen muss. Tegros wollte eine ganze Kiste davon mitnehmen. Lacrima hat sich ganz schön aufgeregt, aber dann hat Chera gemeint, sie sei doch selber eine wandelnde Bibliothek, und dann war sie einverstanden.
Hinter der nächsten Biegung können wir die Lichter der Stadt schon sehen. Wie kleine Glühwürmchen kauern sie sich ans Flussufer.
Die Gerüche sind hier viel intensiver. Ich züngle in die Luft. Der Rauch von zahlreichen Kaminen lässt die Luft würzig schmecken. Es ist wieder kälter geworden.
Viele Menschen sind nicht mehr im Freien. Am Hafen scheinen noch einige zu sein, Wachen vielleicht, und ich kann noch einige Reisende auf der Strasse riechen. Zwei Leute. Hm, eigentlich sind sie ziemlich weit weg von der Strasse.
Unwillkürlich blicke ich in die Richtung, aus der der Geruch kommt. Ein Stück hinter uns, bei einer Ansammlung von Findlingen. Vielleicht haben sie da ihr Nachtlager aufgeschlagen. Es ist ein guter Ort, von der Strasse aus kann man sie nicht sehen.
Ich züngle noch einmal. Nein, es sind doch drei Leute. Oder?
Seltsam, normalerweise rieche ich Menschen ohne Probleme. Aber einer von denen riecht fast wie die Findlinge, etwas stärker, aber sonst ganz ähnlich.
Meine Neugier ist geweckt. Noch einmal strecke ich meine Zunge in die Luft und prüfe die Gerüche. Ein Mann und ein junges Mädchen. Und dann dieser seltsam riechende Fels. Nein, es riecht doch wie ein Mensch. Menschenfels.
„Was guckst du denn?“, will Chera hinter mir auf einmal wissen. „Hast du was geschnuppert?“
„Da sind Reisende hinter den Felsen.“, erkläre ich und deute auf die Findlinge. „Einer riecht ganz komisch.“
„Hat bestimmt zu lange nicht gebadet.“, kommentiert Chera und zuckt mit den Schultern.
„Hm.“, mache ich nur und züngle ein letztes Mal. Dann erkenne ich etwas. „Das ist Kha'Tschirik!“, rufe ich aus.
„Wer?“, will Chera sofort wissen.
„Die, äh...“ Mir fällt ein, dass ich ja nichts von dem Ausflug in die Elfenwelt erzählen soll. „Die kenn ich, der bin ich schon mal begegnet.“
Lacrima hat ihr Pferd angehalten. „Wollen wir hingehen?“
„Wieso denn?“, meint Chera. „Wir erschrecken sie höchstens.“
„Shékkel hat mir mal von dieser Kha'Tschirik erzählt.“, erklärt Lacrima. „Anscheinend hat sie eine Art Gabe, von der ich glaube, es könnte ein Element sein. Ich würde sie gerne kennenlernen.“
„Na dann.“, meint Chera und zuckt wieder mit den Schultern. Mittlerweile sind wir alle stehengeblieben. Eine Möwe flattert heran und setzt sich auf Tegros' Kopf. Ich winke ihr zu.
Die Möwe hüpft zu Boden und verwandelt sich in Xashibel. „Was ist los?“
„Shékkel hat Freunde gerochen.“, erklärt Chera knapp und wendet sich wieder an mich: „Am besten gehst du vor, wir wollen sie ja nicht überrumpeln.“
„Gute Idee.“, mache ich und lenke Sashenos auf die Findlinge zu.
Kurz bevor ich die Steine erreiche steige ich ab und rücke meine Kapuze zurecht. Schliesslich ist Kha'Tschirik nicht alleine da und ich sehe ja gefährlich aus. Ich muss mir auch noch etwas einfallen lassen, wo ich ihr begegnet bin. Vielleicht in Pilzingen?
Übermütig klettere ich auf einen der Findlinge und springe auf der anderen Seite wieder herunter. „Hallooo!“, verkünde ich den drei verdatterten Gesichtern.
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Sintharak
Ich ziehe den Mantel fester um mich. Dieser verdammte Winter. Ich habe unglaublich schlechte Laune. Seit ich vor mehreren Wochen aus der Stadt verschwunden bin und Aram mit der Organisation vorerst alleine gelassen habe, ging es nur noch bergab mit uns. Zuerst scheiterte ein Attentat. Glücklicherweise konnte ich entkommen, ohne dass Rispah mich bemerkte. Dann irrten wir weiter durch das Land, der Winter brach so richtig herein und eine Hungersnot brach aus, die wohl durch die Machenschaften Cantata Mortis' zustande kam, die große Mengen an Nahrungsmitteln aufkauften. So wurde das Überleben zur Qual. Zu allem Übel wurden wir überfallen. Zwar konnte ich den Großteil der Räuber ohne Probleme töten, aber drei von ihnen entkamen mit der Karte, auf denen die Positionen der Elementkrieger zu sehen waren. Es war zum aus-der-Haut-fahren. Jetzt stehe ich auf einer Anhöhe vor einer kleinen Stadt, weiß der Teufel, welches Kaff da von dieser lächerlichen Mauer umgeben ist, und beobachte Missmutig wie ein vereinzelter Händler von den Zollwächtern vor dem Tor drangsaliert wird. Vermutlich hat er eine beträchtliche Menge Nahrungsmittel auf dem Wagen, und die Stadt setzt nun alles daran sie zu konfiszieren, um der Hungersnot entgegenzuwirken. Mich überkommt ebenfalls der Hunger auf etwas Handfestes und meine schlechte Laune trägt nicht gerade dazu bei, dass ich meine Aggressionen unter Kontrolle halten kann. Mein Pferd ist vor einer Woche gestorben und so eile ich den Berg zu Fuß hinunter und hoffe, dass der Händler noch ein wenig länger braucht, um sich mit den Zollbeamten herumzustreiten. Warum hat so ein Dorf eigentlich Zollbeamte. Vermutlich sind es nur einfache Wachsoldaten, die in Zeiten der Hungersnot und des Bürgerkriegs abbestellt worden sind um Nahrung zu beschaffen, wenn nötig mit Gewalt. Mal sehen wer hier gewaltbereiter ist.
Der Riz'ok meldet sich auf dem Weg nach unten nicht zu Wort, aber kaum bin ich unten angekommen meint er:
Sei lieber vorsichtig, wir können nicht noch mehr Ärger gebrauchen.
Wozu ist man Gesetzesloser, wenn man trotzdem nicht genug zu essen hat und nichts funktioniert. Lass mich das jetzt machen, ich denke später nach.
Genau das wird unser Untergang sein, das prophezeie ich dir!
Du kannst ja gehen wenn es dir nicht passt, antworte ich unwirsch.
So einfach ist das nicht. Außerdem würde es dich vermutlich umbringen.
Sind ja super Aussichten für mein Leben. Ein blinder Mann, der Stimmen hört und mehrfacher, brutaler Mörder ist. Das findet sicher jede Frau interessant.
Seit wann interessiert dich denn so etwas? Wirst du auf einmal sentimental?
Ach halt doch die Klappe.
Ich stehe jetzt vor den drei Männern. Die eine Wache beobachtet mich aus dem Augenwinkel, der Händler und die andere Wache scheinen mich überhaupt nicht zu bemerken, während sie sich anschreien. Ich überlege kurz, ob ich meine Assassinenfähigkeiten benutze um das ganze unauffällig zu bewerkstelligen, entscheide mich aber dagegen. Ich bin einfach nicht in der Stimmung dazu. Ich ziehe ein kleines Messer aus dem Gürtel, das einem der Räuber gehört hat. Es ist ein Schönes Stück aus gehärteten Schneiden und im Zwischenraum ein weicheres Metall, damit die Klinge selbst dann nicht bricht, wenn sie harte Schläge abbekommt. Die Spitze wiederum besteht aus einer komplexen Legierung und kann selbst durch dünne Rüstungen stechen, ohne all zu viel Schaden abzubekommen. Ich lasse ein bisschen Nen auf die Klinge fließen um ihre Effektivität zu erhöhen. Ich habe gelernt mit den Nen besser umzugehen und nutze es nun um die Stabilität der Klinge zu erhöhen. Mein Arm fährt nach oben und treibt die Klinge durch das Kinn in den Schädel der ersten Wache. Meine Bewegung ist schnell und knapp bemessen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Daher braucht die zweite Wache auch mehrere Sekunden um auf den Tod der ersten aufmerksam zu werden. Diese Zeit nutze ich um hinter ihn zu springen, seinen Kopf nach vorne zu drücken und ihm die Kehle aufzuschlitzen. Der Händler realisiert was passiert und steht paralysiert vor mir und starrt mich mit angsterfüllten Augen an. Er bringt ein leises Wimmern hervor, das abrupt endet, als meine Klinge ihm in den Hals fährt. Danach bediene ich mich an seinem Wagen, der ein breites Angebot an Fleischwaren bereithält. Ich bediene mich an den geräucherten Würsten und stocke meinen Vorrat auf um über die nächsten Wochen zu kommen. Außerdem nehme ich den Wasserbehälter des Händlers an mich. Danach entferne ich mich vom Ort des Geschehens, um über alle Berge zu sein, wenn die Morde auffallen.
Aus welchem Grund hast du die drei Menschen jetzt umgebracht? Du hättest in dem Wirrwarr bestimmt auch so etwas stehlen können.
Ich hatte schlechte Laune und wäre sicherlich zu unvorsichtig gewesen, als dass mir ein schneller Diebstahl gelungen wäre.
Du wolltest einfach nur deinen Frust ablassen, stimmt's?
Du musst es ja wissen, schließlich bist du die Stimme in meinem Kopf! Dass du auch die Stimme meines Gewissens bist, war mir aber noch nicht klar.
Nachdem du dein Gewissen auf grausame Weise umgebracht hast, muss das ja irgendwer tun!
Hast du noch bessere Witze auf Lager? Ich schlafe gleich ein.
Wir könnten uns ja, jetzt, da diene irdischen Bedürfnisse befriedigt sind, auch mal Gedanken darüber machen, was wir jetzt tun können, um unserem Ziel wieder näher zu kommen.
Oh ich hätte da einige Ideen. Wir könnten einen Krieg anzetteln, uns eine Armee aufbauen und die Welt erobern, uns starke Verbündete suchen und ihre Hilfe nutzen oder aber die Öffentlichkeit dazu bringen, die Elementkrieger zu hassen und zu verfolgen. Wäre nicht das erste Mal, dass die Menschen vergessen, wer die waren Helden sind und aus reiner Dummheit ihre eigenen Beschützer vernichten, weil sie sich einen Vorteil erhoffen.
So schön das auch alles klingt, hast du auch einige machbare Vorschläge?
Hey, war ich es der gekommen ist um die Welt für die Apokalypse vorzubereiten oder warst du das?
Nun, die Apokalypse gilt es vorerst mal zu verhindern. Unsere bisherigen Pläne haben ja nicht wirklich funktioniert und es wäre an der Zeit, etwas zu tun um entweder die Elementkrieger zu vernichten, oder die Cantata Mortis, die aus reiner Langeweile den Gott des Untergangs beschwören wollen, und damit eine ganze Welt vernichten wollen. Dabei wissen vermutlich nicht einmal sie selbst, was das eigentlich soll. Ob ihnen nur langweilig ist oder sie in ihrer grenzenlosen Dummheit einfach nur ein bisschen Spaß auf Kosten des ätherischen Gleichgewichts haben wollen, wer weiß das schon.
Ätherisches Gleichgewicht? Wovon redest du?
Die Cantata Mortis haben vor Armageddon, den Gott der Vollendung und des Untergangs zu beschwören, der mit seinem Erscheinen die gesamte Welt, wie wir sie kennen vernichten würde. Er ist einer der drei Schöpfer der Welt und für die Vollendung eines dreigeteilten Vorganges zuständig. Der Vorgang besteht aus Erschaffung, Erhaltung und Vernichtung**, letzteres ist sein Gebiet, Das Problem ist, dass sich eure Welt exakt in der Mitte der C-O-Achse im Äther befindet. Das heißt, das geometrische Zentrum von Chaos und Ordnung würde verfallen und das Gleichgewicht des Äthers in Richtung Chaos fallen. Damit würde nach und nach das Chaos die überhand gewinnen, bis der kritische Punkt erreicht ist und das ganze Universum in sich zusammenfällt. Zumindest ist das die Theorie eines berühmten Ätherforschers der Elfen, seinen Namen habe ich vergessen, ich denke es macht eher BUMM und Ende Gelände. Aber wie auch immer, den Sängern des Todes bleibt wahrscheinlich nicht viel Zeit ihren Sieg zu feiern. Es sei denn sie wissen, was mit dem Universum nach dem Kollaps geschieht, das entzieht sich jedoch der Kenntnis der meisten Sterblichen.
Ich verstehe zwar nur Kutschhaltestelle*, aber ich vermute, die Pläne der Sänger überschneiden sich nicht mit denen der Ellechim?
Wohl kaum.
Dann gilt es, die Cantata auszulöschen und ebenfalls die Elementkrieger zu vernichten.
Eben. Und wie?
Da der Krieg sowieso unvermeidlich ist, könnten wir auf die Eskalation hinarbeiten.
Das wäre ein Anfang. Cantata Mortis und die Elementkrieger schlachten sich gegenseitig ab, und den Gewinner räumen wir vom Feld.
Exakt. Und der Raphaelsclan wird sicherlich auch mit von der Partie sein, ebenso wie diese Idioten des Königs.
Die werfen ihr Gewicht nur durch ihre Übermacht und ihre finanzielle Überlegenheit in die Waagschale. Cantata Mortis hat sich einen denkbar schlechten Zeitpunkt für die Vernichtung von Nahrungsmitteln ausgedacht. Solche Probleme kann ein König überhaupt nicht gebrauchen, wenn er seinem Volk einen Krieg im eigenen Land verkaufen muss. Wenn es dumm läuft, muss der König vom Krieg absehen, um sich um die Nahrungsknappheit zu kümmern. Oder aber er verhält sich engstirnig wie immer und setzt auf seine Machterhaltung. Das würde weitere Unruhen im Volk bedeuten und die Situation deutlich komplizierter machen.
Keiner würde mehr durchblicken, wer gegen wen kämpft und vor allem würde sich keiner um die Cantata Mortis kümmern und die Elementkrieger stünden alleine da.
Vermutlich haben die Cantata Mortis Spitzel bei Frederics Beratern eingeschleust um den Krieg mit dem Raphaelsclan am Leben zu erhalten. Dann würde auch die Hungersnot einen Sinn ergeben. Alles passt perfekt.
Wir müssen also davon ausgehen, dass die Cantata Mortis der weitaus mächtigere und vor allem intelligentere Gegner ist. Uch wette, der Konflikt zwischen dem Clan und dem König wächst auf ihrem Mist, es spielt ihnen einfach zu gut in die Karten. Die Elementkrieger kämpfen mit viel offensichtlicheren Waffen. Ihnen fehlen die Mittel für derartig hinterhältige Manöver. Ich bezweifle auch, dass einer von ihnen sich derartige Pläne ausdenken könnte, die eine solche Ablenkung von der wahren Bedrohung schaffen.
Zumal sie wohl nicht auf den Gedanken kommen werden, dass sie sich um Frederic nicht kümmern brauchen, da er von den Cantata Mortis fremdgesteuert wird. Eine derartig subtile Verschwörung sticht nicht jedem ins Auge. Sie werden sowohl den Clan unterstützen als auch die Sänger bekämpfen und so die Front vergrößern, und das obwohl sie nicht einmal eine Armee im Rücken haben, wie etwa der Clan oder der König. Da die Engstirnigkeit des Königs ja bekannt ist, werden sie glauben, der König hat einfach einen ungünstigen Zeitpunkt für seinen Krieg gewählt.
Wir haben ja selbst bisher nicht bedacht, dass die Sänger dahinter stecken könnten. Erst die Hungersnot passte nicht ins Bild. Aber bis die Krieger das bemerken ist es vermutlich zu spät und viele von ihnen tot. Ich vermute, dann werden die Sänger den Rest beiseite schaffen und wir haben es schwer sie dann noch aufzuhalten. Meiner Meinung nach müssen wir Partei ergreifen und den Elementkriegern helfen. Ansonsten wird es schwierig, alleine so schnell zu reagieren.
Wir werden sie und den Clan von unseren Überlegungen profitieren lassen. Ich denke sie werden nicht auf unsere strategischen Überlegungen verzichten wollen. Und die Cantata Mortis sind auch unsere Feinde.
Das führt zu einer Allianz, die wir durch unser Wissen zu kontrollieren suchen...
Sehr richtig. Alles weitere überlegen wir uns, wenn wir leichtes Spiel haben. Aber jetzt gilt es, zu retten, was zu retten ist.
* Bahnhöfe gibt es ja wohl noch nicht.
** Nach meiner Anspielung auf Eragon und auf Harry Potter, folgt nun eine auf Erebos :D
Ich ziehe den Mantel fester um mich. Dieser verdammte Winter. Ich habe unglaublich schlechte Laune. Seit ich vor mehreren Wochen aus der Stadt verschwunden bin und Aram mit der Organisation vorerst alleine gelassen habe, ging es nur noch bergab mit uns. Zuerst scheiterte ein Attentat. Glücklicherweise konnte ich entkommen, ohne dass Rispah mich bemerkte. Dann irrten wir weiter durch das Land, der Winter brach so richtig herein und eine Hungersnot brach aus, die wohl durch die Machenschaften Cantata Mortis' zustande kam, die große Mengen an Nahrungsmitteln aufkauften. So wurde das Überleben zur Qual. Zu allem Übel wurden wir überfallen. Zwar konnte ich den Großteil der Räuber ohne Probleme töten, aber drei von ihnen entkamen mit der Karte, auf denen die Positionen der Elementkrieger zu sehen waren. Es war zum aus-der-Haut-fahren. Jetzt stehe ich auf einer Anhöhe vor einer kleinen Stadt, weiß der Teufel, welches Kaff da von dieser lächerlichen Mauer umgeben ist, und beobachte Missmutig wie ein vereinzelter Händler von den Zollwächtern vor dem Tor drangsaliert wird. Vermutlich hat er eine beträchtliche Menge Nahrungsmittel auf dem Wagen, und die Stadt setzt nun alles daran sie zu konfiszieren, um der Hungersnot entgegenzuwirken. Mich überkommt ebenfalls der Hunger auf etwas Handfestes und meine schlechte Laune trägt nicht gerade dazu bei, dass ich meine Aggressionen unter Kontrolle halten kann. Mein Pferd ist vor einer Woche gestorben und so eile ich den Berg zu Fuß hinunter und hoffe, dass der Händler noch ein wenig länger braucht, um sich mit den Zollbeamten herumzustreiten. Warum hat so ein Dorf eigentlich Zollbeamte. Vermutlich sind es nur einfache Wachsoldaten, die in Zeiten der Hungersnot und des Bürgerkriegs abbestellt worden sind um Nahrung zu beschaffen, wenn nötig mit Gewalt. Mal sehen wer hier gewaltbereiter ist.
Der Riz'ok meldet sich auf dem Weg nach unten nicht zu Wort, aber kaum bin ich unten angekommen meint er:
Sei lieber vorsichtig, wir können nicht noch mehr Ärger gebrauchen.
Wozu ist man Gesetzesloser, wenn man trotzdem nicht genug zu essen hat und nichts funktioniert. Lass mich das jetzt machen, ich denke später nach.
Genau das wird unser Untergang sein, das prophezeie ich dir!
Du kannst ja gehen wenn es dir nicht passt, antworte ich unwirsch.
So einfach ist das nicht. Außerdem würde es dich vermutlich umbringen.
Sind ja super Aussichten für mein Leben. Ein blinder Mann, der Stimmen hört und mehrfacher, brutaler Mörder ist. Das findet sicher jede Frau interessant.
Seit wann interessiert dich denn so etwas? Wirst du auf einmal sentimental?
Ach halt doch die Klappe.
Ich stehe jetzt vor den drei Männern. Die eine Wache beobachtet mich aus dem Augenwinkel, der Händler und die andere Wache scheinen mich überhaupt nicht zu bemerken, während sie sich anschreien. Ich überlege kurz, ob ich meine Assassinenfähigkeiten benutze um das ganze unauffällig zu bewerkstelligen, entscheide mich aber dagegen. Ich bin einfach nicht in der Stimmung dazu. Ich ziehe ein kleines Messer aus dem Gürtel, das einem der Räuber gehört hat. Es ist ein Schönes Stück aus gehärteten Schneiden und im Zwischenraum ein weicheres Metall, damit die Klinge selbst dann nicht bricht, wenn sie harte Schläge abbekommt. Die Spitze wiederum besteht aus einer komplexen Legierung und kann selbst durch dünne Rüstungen stechen, ohne all zu viel Schaden abzubekommen. Ich lasse ein bisschen Nen auf die Klinge fließen um ihre Effektivität zu erhöhen. Ich habe gelernt mit den Nen besser umzugehen und nutze es nun um die Stabilität der Klinge zu erhöhen. Mein Arm fährt nach oben und treibt die Klinge durch das Kinn in den Schädel der ersten Wache. Meine Bewegung ist schnell und knapp bemessen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Daher braucht die zweite Wache auch mehrere Sekunden um auf den Tod der ersten aufmerksam zu werden. Diese Zeit nutze ich um hinter ihn zu springen, seinen Kopf nach vorne zu drücken und ihm die Kehle aufzuschlitzen. Der Händler realisiert was passiert und steht paralysiert vor mir und starrt mich mit angsterfüllten Augen an. Er bringt ein leises Wimmern hervor, das abrupt endet, als meine Klinge ihm in den Hals fährt. Danach bediene ich mich an seinem Wagen, der ein breites Angebot an Fleischwaren bereithält. Ich bediene mich an den geräucherten Würsten und stocke meinen Vorrat auf um über die nächsten Wochen zu kommen. Außerdem nehme ich den Wasserbehälter des Händlers an mich. Danach entferne ich mich vom Ort des Geschehens, um über alle Berge zu sein, wenn die Morde auffallen.
Aus welchem Grund hast du die drei Menschen jetzt umgebracht? Du hättest in dem Wirrwarr bestimmt auch so etwas stehlen können.
Ich hatte schlechte Laune und wäre sicherlich zu unvorsichtig gewesen, als dass mir ein schneller Diebstahl gelungen wäre.
Du wolltest einfach nur deinen Frust ablassen, stimmt's?
Du musst es ja wissen, schließlich bist du die Stimme in meinem Kopf! Dass du auch die Stimme meines Gewissens bist, war mir aber noch nicht klar.
Nachdem du dein Gewissen auf grausame Weise umgebracht hast, muss das ja irgendwer tun!
Hast du noch bessere Witze auf Lager? Ich schlafe gleich ein.
Wir könnten uns ja, jetzt, da diene irdischen Bedürfnisse befriedigt sind, auch mal Gedanken darüber machen, was wir jetzt tun können, um unserem Ziel wieder näher zu kommen.
Oh ich hätte da einige Ideen. Wir könnten einen Krieg anzetteln, uns eine Armee aufbauen und die Welt erobern, uns starke Verbündete suchen und ihre Hilfe nutzen oder aber die Öffentlichkeit dazu bringen, die Elementkrieger zu hassen und zu verfolgen. Wäre nicht das erste Mal, dass die Menschen vergessen, wer die waren Helden sind und aus reiner Dummheit ihre eigenen Beschützer vernichten, weil sie sich einen Vorteil erhoffen.
So schön das auch alles klingt, hast du auch einige machbare Vorschläge?
Hey, war ich es der gekommen ist um die Welt für die Apokalypse vorzubereiten oder warst du das?
Nun, die Apokalypse gilt es vorerst mal zu verhindern. Unsere bisherigen Pläne haben ja nicht wirklich funktioniert und es wäre an der Zeit, etwas zu tun um entweder die Elementkrieger zu vernichten, oder die Cantata Mortis, die aus reiner Langeweile den Gott des Untergangs beschwören wollen, und damit eine ganze Welt vernichten wollen. Dabei wissen vermutlich nicht einmal sie selbst, was das eigentlich soll. Ob ihnen nur langweilig ist oder sie in ihrer grenzenlosen Dummheit einfach nur ein bisschen Spaß auf Kosten des ätherischen Gleichgewichts haben wollen, wer weiß das schon.
Ätherisches Gleichgewicht? Wovon redest du?
Die Cantata Mortis haben vor Armageddon, den Gott der Vollendung und des Untergangs zu beschwören, der mit seinem Erscheinen die gesamte Welt, wie wir sie kennen vernichten würde. Er ist einer der drei Schöpfer der Welt und für die Vollendung eines dreigeteilten Vorganges zuständig. Der Vorgang besteht aus Erschaffung, Erhaltung und Vernichtung**, letzteres ist sein Gebiet, Das Problem ist, dass sich eure Welt exakt in der Mitte der C-O-Achse im Äther befindet. Das heißt, das geometrische Zentrum von Chaos und Ordnung würde verfallen und das Gleichgewicht des Äthers in Richtung Chaos fallen. Damit würde nach und nach das Chaos die überhand gewinnen, bis der kritische Punkt erreicht ist und das ganze Universum in sich zusammenfällt. Zumindest ist das die Theorie eines berühmten Ätherforschers der Elfen, seinen Namen habe ich vergessen, ich denke es macht eher BUMM und Ende Gelände. Aber wie auch immer, den Sängern des Todes bleibt wahrscheinlich nicht viel Zeit ihren Sieg zu feiern. Es sei denn sie wissen, was mit dem Universum nach dem Kollaps geschieht, das entzieht sich jedoch der Kenntnis der meisten Sterblichen.
Ich verstehe zwar nur Kutschhaltestelle*, aber ich vermute, die Pläne der Sänger überschneiden sich nicht mit denen der Ellechim?
Wohl kaum.
Dann gilt es, die Cantata auszulöschen und ebenfalls die Elementkrieger zu vernichten.
Eben. Und wie?
Da der Krieg sowieso unvermeidlich ist, könnten wir auf die Eskalation hinarbeiten.
Das wäre ein Anfang. Cantata Mortis und die Elementkrieger schlachten sich gegenseitig ab, und den Gewinner räumen wir vom Feld.
Exakt. Und der Raphaelsclan wird sicherlich auch mit von der Partie sein, ebenso wie diese Idioten des Königs.
Die werfen ihr Gewicht nur durch ihre Übermacht und ihre finanzielle Überlegenheit in die Waagschale. Cantata Mortis hat sich einen denkbar schlechten Zeitpunkt für die Vernichtung von Nahrungsmitteln ausgedacht. Solche Probleme kann ein König überhaupt nicht gebrauchen, wenn er seinem Volk einen Krieg im eigenen Land verkaufen muss. Wenn es dumm läuft, muss der König vom Krieg absehen, um sich um die Nahrungsknappheit zu kümmern. Oder aber er verhält sich engstirnig wie immer und setzt auf seine Machterhaltung. Das würde weitere Unruhen im Volk bedeuten und die Situation deutlich komplizierter machen.
Keiner würde mehr durchblicken, wer gegen wen kämpft und vor allem würde sich keiner um die Cantata Mortis kümmern und die Elementkrieger stünden alleine da.
Vermutlich haben die Cantata Mortis Spitzel bei Frederics Beratern eingeschleust um den Krieg mit dem Raphaelsclan am Leben zu erhalten. Dann würde auch die Hungersnot einen Sinn ergeben. Alles passt perfekt.
Wir müssen also davon ausgehen, dass die Cantata Mortis der weitaus mächtigere und vor allem intelligentere Gegner ist. Uch wette, der Konflikt zwischen dem Clan und dem König wächst auf ihrem Mist, es spielt ihnen einfach zu gut in die Karten. Die Elementkrieger kämpfen mit viel offensichtlicheren Waffen. Ihnen fehlen die Mittel für derartig hinterhältige Manöver. Ich bezweifle auch, dass einer von ihnen sich derartige Pläne ausdenken könnte, die eine solche Ablenkung von der wahren Bedrohung schaffen.
Zumal sie wohl nicht auf den Gedanken kommen werden, dass sie sich um Frederic nicht kümmern brauchen, da er von den Cantata Mortis fremdgesteuert wird. Eine derartig subtile Verschwörung sticht nicht jedem ins Auge. Sie werden sowohl den Clan unterstützen als auch die Sänger bekämpfen und so die Front vergrößern, und das obwohl sie nicht einmal eine Armee im Rücken haben, wie etwa der Clan oder der König. Da die Engstirnigkeit des Königs ja bekannt ist, werden sie glauben, der König hat einfach einen ungünstigen Zeitpunkt für seinen Krieg gewählt.
Wir haben ja selbst bisher nicht bedacht, dass die Sänger dahinter stecken könnten. Erst die Hungersnot passte nicht ins Bild. Aber bis die Krieger das bemerken ist es vermutlich zu spät und viele von ihnen tot. Ich vermute, dann werden die Sänger den Rest beiseite schaffen und wir haben es schwer sie dann noch aufzuhalten. Meiner Meinung nach müssen wir Partei ergreifen und den Elementkriegern helfen. Ansonsten wird es schwierig, alleine so schnell zu reagieren.
Wir werden sie und den Clan von unseren Überlegungen profitieren lassen. Ich denke sie werden nicht auf unsere strategischen Überlegungen verzichten wollen. Und die Cantata Mortis sind auch unsere Feinde.
Das führt zu einer Allianz, die wir durch unser Wissen zu kontrollieren suchen...
Sehr richtig. Alles weitere überlegen wir uns, wenn wir leichtes Spiel haben. Aber jetzt gilt es, zu retten, was zu retten ist.
* Bahnhöfe gibt es ja wohl noch nicht.
** Nach meiner Anspielung auf Eragon und auf Harry Potter, folgt nun eine auf Erebos :D
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Coragna
- Hoher Autor
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- Registriert: So 4. Mai 2014, 11:59
- Characters: Darkis, Rispah, Kha'Tschirik Vanderhall
- Wohnort: Nicht dort
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kha'Tschirik
Als wir endlich einen Platz zum Absteigen gefunden haben ist mir ganz schwummrig von dem wilden Transport durch die Stadt. Ich weiß gar nicht so recht wo wir sind, irgendwo hinter einem Felsen außerhalb vom Mondlichtküstendorf. Ich sortiere gerade meine wackeligen Beine und Skontino sieht auch recht ungesund aus, da springt plötzlich eine kleine Gestalt mit Kapuze [Shekkel] über die Felsen und begrüßt uns überschwänglich. Skontino zuckt zusammen und auch ich erschrecke mich fürchterlich.
„Willst du Tee?“ rufe ich ihm mit bebender Stimme zu.
Ne streicht den letzten Satz.
… ich erschrecke mich fürchterlich. Ghrentork brüllt laut auf und Skontino, der anscheinend doch nur etwas geknickt war, hat innerhalb von einem halben Atemzug ein Messer in der Hand und funkelt den Menschen unter seiner Mütze vor uns an.
Als wir endlich einen Platz zum Absteigen gefunden haben ist mir ganz schwummrig von dem wilden Transport durch die Stadt. Ich weiß gar nicht so recht wo wir sind, irgendwo hinter einem Felsen außerhalb vom Mondlichtküstendorf. Ich sortiere gerade meine wackeligen Beine und Skontino sieht auch recht ungesund aus, da springt plötzlich eine kleine Gestalt mit Kapuze [Shekkel] über die Felsen und begrüßt uns überschwänglich. Skontino zuckt zusammen und auch ich erschrecke mich fürchterlich.
„Willst du Tee?“ rufe ich ihm mit bebender Stimme zu.
Ne streicht den letzten Satz.
… ich erschrecke mich fürchterlich. Ghrentork brüllt laut auf und Skontino, der anscheinend doch nur etwas geknickt war, hat innerhalb von einem halben Atemzug ein Messer in der Hand und funkelt den Menschen unter seiner Mütze vor uns an.
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MrIncredible
- Frisch gebackener Keks
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- Registriert: Sa 30. August 2014, 18:26
- Characters: Ghrentork
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Ghrentork
Ich war bis gerade zu konzentriert, dass ich den Geruch der sich Nähernden gar nicht wahrgenommen habe. So versetzt mich die in einen Mantel gehüllte Person, die etwas laut sagt, während sie über den Stein springt, in Panik. Ich packe meine neu geschaffene Keule fest und brülle so laut, dass mein Harnisch spannte. Ich bin bereit diese halbe Person zu Brei zu schlagen. Ich mache einen Satz nach vorne um mich schützend vor meine kleine Retterin stellen kann. Dort angekommen baue ich mich auf und schnaube bedrohlich.
Ich war bis gerade zu konzentriert, dass ich den Geruch der sich Nähernden gar nicht wahrgenommen habe. So versetzt mich die in einen Mantel gehüllte Person, die etwas laut sagt, während sie über den Stein springt, in Panik. Ich packe meine neu geschaffene Keule fest und brülle so laut, dass mein Harnisch spannte. Ich bin bereit diese halbe Person zu Brei zu schlagen. Ich mache einen Satz nach vorne um mich schützend vor meine kleine Retterin stellen kann. Dort angekommen baue ich mich auf und schnaube bedrohlich.
- Gralaer
- Wortkünstler
- Beiträge: 524
- Registriert: Mi 26. März 2014, 19:24
- Characters: Kajo, Kreck
- Wohnort: Dort wo die Eiche den Vollmond küsst
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kreck
Der Morgen beginnt wieder auf dem harten Bett. Mein Rücken fühlt sich an als wäre eine Kutsche über mich gerollt. Und sobald ich aufstehe merke ich gleich jedes einzelne Rad der Kutsche...
„Autsch, auauauau...“ Ich fasse mir an den Rücken und mache mir selbst eine unprofessionelle Massage.
Beim kneten merke ich was. Irgendwas füllt sich anders an am Rücken.
Ich versuche meinen Kopf so arg zudrehen das ich Angst krieg er würde mir abfallen.
Doch den eigenen Rücken zu begutachten ist schwerer als gedacht. Nochmals taste ich meine Rückseite ab. „Da ist Irgendetwas.“ Oder kommt es mir nur so vor?
Ich gehe zum Fenster um die Spiegelung darin zu Nutzen, aber der ist so verdreckt das ich nicht mal richtig raus sehen kann.
Nochmal versuche ich meinen Kopf zu verdrehen, aber immer noch nichts.
Ich wünsche ich hätte die Beweglichkeit dieser Dirne die ich mal traf...die konnte ihre Beine ohne Problem hinter ihren Kopf klemmen.
„Vielleicht...“ ich denke nach. „Vielleicht würde es gehen wenn ich mir eines von Gideons goldenen Schätzen nehme, die spiegeln. Vielleicht ist auch irgendwo ein kostbarer Spiegel.“
Nur mit einer Hose angezogen trete ich aus meinem ärmlichen Zimmerchen aus.
Gideon ist nirgends zu sehen. Langsam bewege ich mich zu einem der Regale und öffne die Schubladen und Türen. Was ich sehe ich erstaunlich!
Berge von Gold versteckt sich in diesen billigen Schränken und Regalen.
„Wie hat dieser Dieb das alles horten können? Braucht der den Nichts zum essen, er müsste nie wieder arbeiten!“ rufe ich mir durch den Schädel.
Zwischen den vielen Münzen liegen noch andere wertvolle und kostbare Gegenstände.
Darunter auch zwei Spiegel. Hochwertig verarbeitete Spiegel und beide exakt gleich.
„Ein nackter Dieb schleicht sich hier herein und stiehlt Gold das er nicht braucht?“ ertönt die Stimme von Gideon.
Erschrocken lasse ich die Spiegel wieder in die Schublade fallen und drehe mich hastig um.
„Ich...ich brauchte nur einen Spiegel.“ antworte ich unruhig.
„Ach ja? Einer ist aber nicht Zwei.“ Er springt von der Fensterbank und kommt auf mich zu.
„Du willst dir deine Tätowierung am Rücken betrachten oder?“ fragt er mich.
Tätowierung! Was! Sagt er wirklich Tätowierung!
„Ha, ha!“ er lacht. „Hast du wohl bei einer heftigen Sauferei mal zugezogen.“
Ich ignoriere Gideon und greife wieder schnell zum Spiegel und halte ihn im Winkel zu meinen Rücken. „Scheiße...“ bringe ich nur heraus. „Wie ist das passiert?“ frage ich mich selbst.
„Hm.“ Gideon meldet sich wieder. „Sie sieht ungewöhnlich aus für eine Tätowierung...eine Art schwarze Flamme...oder ein brennender Mensch?“ er wirkt selbst verwundert.
„So etwas kriegt man nicht einfach so.“ schließt er fest. „Zumindest bei keinem Tätowierer oder bei einem Tätowierer der von betrunken Freunden bezahlt wird. Du weißt gar nichts?“ fragt er mich.
Ich schüttle nur den Kopf. „Woher hab ich die.“ frag ich mich nochmals innerlich.
„Gut...daran wirst du nicht sterben. Komm mit! Die letzte Lektion wartet.“ nach dem Satz springt Gideon aus dem Fenster.
„Woher kommt diese Rückenbemalung?“ so lasse ich die Frage offen stehen und folge dem Meister der Diebe.
Gideon wartet unten und läuft ohne ein weiteres Wort los durch die Gassen.
Nach einer kurzen Strecke beginnt er wieder zu sprechen: „Es herrscht gerade Hungersnot...“ beginnt er trübsinnig. „Irgend so ein reicher Trottel kauft sämtliche Waren auf, die Bauern vergessen nur das Gold und Schmuckstücke nicht nahrhaft sind. Die Frage ist: Wieso verkaufen sie weiterhin die Nahrung? Selbst die Gier nach Gold ist irgendwann mal zu Ende.“
Wir laufen weiter durch die öffentlichen Straßen und er hat recht. Obstläden, Bäckereien und Fischstände sind einfach nur leer bis auf das die Reste von letzter Woche.
„Und wenn Nahrung mal den Weg in die Stadt schafft wird sie teuer sein, oh ja sehr teuer. Da lohnt es sich mehr Brot als Gold zu klauen. Gold wird nicht mehr viel wert sein deswegen..du hast ja
den Berg von Gold gesehen, diesen werde ich benutzen um die Armen zu versorgen.“
„Ein galanter Dieb?“ frage ich.
„Ja wenn es die Reichen nicht sind müssen eben die ran die mehr Ehre und Stolz haben als diese Goldesel.“
„Du klaust von den Reichen und gibt’s es den Armen? Kommt mir bekannt vor...wie hieß er Hodin Rood?“
„Und? Ich liebe diese Stadt.“ dann stockt er und bleibt still.
Gideon führt mich außerhalb der Stadt zu einem abgelegenem Trainingsgelände, nur wenige Soldaten, Söldner und einfache Kämpfer tummeln hier rum.
Die Erde, die umzäunt ist mit einfachen Holz, ist schon weich getrappelt und nur außerhalb der Arena wächst noch Gras. Außenrum sind vereinzelt Bänke aufgestellt worden.
Schwerter, Streitkolben, Äxte, Speere, Dolche und Waffen die ich nicht ganz bestimmten kann reihen sich an einem Waffenständer in der Nähe einer kleinen Holzhütte.
Es herrscht eine sehr ausgelassene Stimmung.
„Gideon!“ ruft einer. „Gideon, Gideon lässt dich mal wieder Blicken, hier bei uns alten Haudegen.“
Mir kommt langsam hoch was ich hier machen soll...
„Die letzte Zeit hatte ich viel zu tuen mir der gerade um herlaufenden Hungernot.“
„Mensch, wir feiern dich doch schon alle als Helden! Weißt du Junge.“ Der voll-bärtige Mann blickt zu mir. „Gideon hier ist der Held vom Mond!“ dabei packt er Gideon in den Schwitzkasten und zeigt rauf zum Himmel.
Gideon befreit sich schnell: „Ich komme nicht vom Mond...“ entgegnet er.
„Ha hah ha, natürlich nicht!“ und schon setzt sich auf ihm ein breites Grinsen auf.
„Weißt du Junge, Gideon hier ist der Held vom Mondlichtküstendorf. Er hat im Alleingang diese ganze Stadt, vom kleinen Dörfchen zu diesem Handelshafen gemacht.“ Dabei lacht er weiter.
„Also Held, wer ist dieser Bube hier? Eine weitere Trainingspuppe?“
„Trainingspuppe?“ rufe ich entsetzt. „Nein, nein wir werden einfach nur kämpfen.“
„Einfach nur kämpfen?“ rufe ich noch entsetzter aus.
Doch der Bartmann lacht wieder kräftig und streckt seine Hand aus: „Ich bin Gebhard, der Chef dieses kleinen Ortes, Nenn mich einfach Geb.“
Ich schüttle seine Hand. „Ich bin Kreck.“
„Kreck? Ungewöhnlicher Name. Ha ha, Hey! Gerald! Gideon vermöbelt gleich einen Buben sieh es dir an!“
Gideon begibt sich zur Arena und holt sich auf dem Weg ein Schwert.
Ich tue das selbe und hole mir auch ein Schwert. Sie sind stumpf, Übungsschwerter. Trotzdem sollte man keinen Schlag abbekommen.
Ich springe über den Zaun.
„Ok, ok das ist nur ein Übungskampf, kein Echter.“ rede ich mir leise ein.
Gideon wartet schon mit dem Schwert, was er auf die Schulter anlehnt.
Ich lege meinen Kampfstellung ein.
Beine Schulterbreit auseinander, das Schwert zeigt auf den Gegner und dann noch etwas seitlich zum ihm hinstellen.
„Dann mal los.“ ruft Gideon und stellt sich ebenfalls zum Kampf bereit.
Er sprintet los und schlägt von oben auf mich hinab immer wieder donnert sein Schwert auf meine Klinge.
Bilder blitzen vor mir auf. Gideon verwandelt sich in einen der Blauen Falken, ein monströser Kerl mit einem Zweihänder. Dieser immer wieder auf mich einschlägt.
Um mich herum brennende Häuser und laute Schreie.
Jeder Schlag lässt dieses Bild immer wieder aufblitzen bis ich nachgebe und mein Schwert aus den Fingern fliegt. Meine Hände zittern.
„Und du hast einen Hunde-Dämon getötet?“ fragt er spöttisch.
„Ok nochmal.“ denke ich mir.
Verkrampft halte ich mein Schwert.
Gideon schlägt wieder zu, diesmal von allen Seiten. Ich schaffe es immer nur knapp zu blocken.
Und bei jedem Block stechen mir die Bilder vor die Augen der Blauen Falken die mit ihren Saphir Schwertern auf mich ein donnern.
Wieder schlägt er mir das Schwert aus den Händen.
„Komm schon! Das ist ja lächerlich, da kämpft meine Großmutter ja besser. Und die ist tot!“
Abermals hebe ich das Schwert. Die Schwertspitze zittert vor meinen Augen.
„Na los! Greif an.“ fordert er mich auf.
Ich hole zum Schlag aus doch kurz bevor ich ihn Treffe stoppt der Schwung.
Um mich herum brennen die Häuser und eine Mutter steht vor mir die ein Neugeborenes in ihren Armen hält. Meine Klinge ist auf sie gerichtet...
Ich lasse mein Schwert wieder fallen. Es rammt sich direkt in den Boden.
Ich bleibe wie erstarrt stehen und realisiere wieder was ich vor Jahren getan habe.
„Ich habe sie getötet...“ murmle ich. „Ein Kind und die Mutter. Einfach...einfach getötet.“
„Ich habe mir das fast gedacht...“ beginnt Gideon. „Weißt du warum ich dich hierher mitgenommen hab, Kreck? Genau deswegen! Ich kenne dich besser als du meinst.“
„Wie?“ frage ich nach.
„Ich hab das selbe durchgemacht wie du, glaub mir. Ich kämpfte mich durch einen Krieg, ich war gut deswegen hab ich auch überlebt. Musste viele Menschen töten die selber diesen Krieg nie wollten. Bürger, Soldaten und Kinder. Ich schwor mir nie wieder eine Waffe in die Hand zunehmen.
Bis...“ er stoppt. „Bis zu jenem Tag, meine Mutter wurde gefangen genommen von Banditen.
Mein Vater meinte sie wäre längst tot, und unternahm...unternahm gar nichts! Nur ich wollte es nicht glauben, deswegen suchte ich diese Räuber und tötete einem nach dem anderen. Bei mir kamen die Erinnerungen mit jedem Hieb und jedem Schlag wieder hoch. Aber es war mir egal...“
Er sagt nichts mehr, seine Blicke dringen tief in mich ein.
„Kriege sind das Schlimmste was passieren kann. Aber ohne die Waffe zu ergreifen kannst du niemanden schützen. Deswegen steh auf...“ er schlägt mir mit dem Schwert gegen den Kopf.
„Und zeig mir endlich mal wie du ein verdammten Höllenhund getötet hast!“
Ich greife zum Schwert. „Er hat recht.“ ruf ich zu meinen Gedanken.
Beine Schulterbreit, Schwertspitze zum Gegner und seitlich hinstellen.
Gideon setzt zum Schlag an. Wieder blitzt das Bild vor mir auf doch dieses mal weiche ich zur Seite aus. Gideon setzt gleich nach und mit ihm auch die Erinnerungen.
Wieder sind brennende Häuser im Hintergrund. Der kolossale Kerl mit seinem Saphir Schwert schlägt nach mir doch ich weiche den Schlägen schnell aus.
Dann treffen sich unsere Klingen. Der Soldat der Blauen Falken drückt mit aller Kraft mich runter...ich bin zu schwach...mit einer Drehung bewege ich mich außerhalb dessen Hieb der ins Leere trifft. Meine Klinge setze ich sofort an seinen Hals.
Ich finde mich wieder in dem Trainingsgelände und sehe das ich Gideon die Klinge vor den Kehlkopf gelegt habe.
„Gut.“ er wischt die Klinge weg.
„Gideon wurde besiegt?“ höre ich tuscheln und drauf folgt weiteres flüstern.
Ich...ich habs geschafft! Ich...
Ein Hochgefühl durchströmt meinen Körper. Ich kanns nicht glauben. Vor Freude fange ich an zu lachen. Wundervoll! Endlich!
„Hey, hey wir sind noch nicht fertig.“ unterbricht Gideon mich.
„Wieso denn?“ frage ich verwundert.
„Das war erst einer richtig?“
„Einer von vielen und?“
„Die vielen machen wir jetzt auch noch. Also stell dich hin.“
Was? Ich soll den ganzen Krieg nochmal durchleben?
Halb vor Freude und halb vor Angst stelle ich mich bereit...das kann ja werden...
„Welche Waffe hatte diese Soldaten?“ fragt er mich und begibt sich zum Waffenarsenal.
„Nur Schwerter...Zweihänder und Langschwerter.“
Er nimmt sich von beidem eins und kommt zurück. „Gut.“ er stellt sich bereit. „Dann zeigs mir.“
Der Morgen beginnt wieder auf dem harten Bett. Mein Rücken fühlt sich an als wäre eine Kutsche über mich gerollt. Und sobald ich aufstehe merke ich gleich jedes einzelne Rad der Kutsche...
„Autsch, auauauau...“ Ich fasse mir an den Rücken und mache mir selbst eine unprofessionelle Massage.
Beim kneten merke ich was. Irgendwas füllt sich anders an am Rücken.
Ich versuche meinen Kopf so arg zudrehen das ich Angst krieg er würde mir abfallen.
Doch den eigenen Rücken zu begutachten ist schwerer als gedacht. Nochmals taste ich meine Rückseite ab. „Da ist Irgendetwas.“ Oder kommt es mir nur so vor?
Ich gehe zum Fenster um die Spiegelung darin zu Nutzen, aber der ist so verdreckt das ich nicht mal richtig raus sehen kann.
Nochmal versuche ich meinen Kopf zu verdrehen, aber immer noch nichts.
Ich wünsche ich hätte die Beweglichkeit dieser Dirne die ich mal traf...die konnte ihre Beine ohne Problem hinter ihren Kopf klemmen.
„Vielleicht...“ ich denke nach. „Vielleicht würde es gehen wenn ich mir eines von Gideons goldenen Schätzen nehme, die spiegeln. Vielleicht ist auch irgendwo ein kostbarer Spiegel.“
Nur mit einer Hose angezogen trete ich aus meinem ärmlichen Zimmerchen aus.
Gideon ist nirgends zu sehen. Langsam bewege ich mich zu einem der Regale und öffne die Schubladen und Türen. Was ich sehe ich erstaunlich!
Berge von Gold versteckt sich in diesen billigen Schränken und Regalen.
„Wie hat dieser Dieb das alles horten können? Braucht der den Nichts zum essen, er müsste nie wieder arbeiten!“ rufe ich mir durch den Schädel.
Zwischen den vielen Münzen liegen noch andere wertvolle und kostbare Gegenstände.
Darunter auch zwei Spiegel. Hochwertig verarbeitete Spiegel und beide exakt gleich.
„Ein nackter Dieb schleicht sich hier herein und stiehlt Gold das er nicht braucht?“ ertönt die Stimme von Gideon.
Erschrocken lasse ich die Spiegel wieder in die Schublade fallen und drehe mich hastig um.
„Ich...ich brauchte nur einen Spiegel.“ antworte ich unruhig.
„Ach ja? Einer ist aber nicht Zwei.“ Er springt von der Fensterbank und kommt auf mich zu.
„Du willst dir deine Tätowierung am Rücken betrachten oder?“ fragt er mich.
Tätowierung! Was! Sagt er wirklich Tätowierung!
„Ha, ha!“ er lacht. „Hast du wohl bei einer heftigen Sauferei mal zugezogen.“
Ich ignoriere Gideon und greife wieder schnell zum Spiegel und halte ihn im Winkel zu meinen Rücken. „Scheiße...“ bringe ich nur heraus. „Wie ist das passiert?“ frage ich mich selbst.
„Hm.“ Gideon meldet sich wieder. „Sie sieht ungewöhnlich aus für eine Tätowierung...eine Art schwarze Flamme...oder ein brennender Mensch?“ er wirkt selbst verwundert.
„So etwas kriegt man nicht einfach so.“ schließt er fest. „Zumindest bei keinem Tätowierer oder bei einem Tätowierer der von betrunken Freunden bezahlt wird. Du weißt gar nichts?“ fragt er mich.
Ich schüttle nur den Kopf. „Woher hab ich die.“ frag ich mich nochmals innerlich.
„Gut...daran wirst du nicht sterben. Komm mit! Die letzte Lektion wartet.“ nach dem Satz springt Gideon aus dem Fenster.
„Woher kommt diese Rückenbemalung?“ so lasse ich die Frage offen stehen und folge dem Meister der Diebe.
Gideon wartet unten und läuft ohne ein weiteres Wort los durch die Gassen.
Nach einer kurzen Strecke beginnt er wieder zu sprechen: „Es herrscht gerade Hungersnot...“ beginnt er trübsinnig. „Irgend so ein reicher Trottel kauft sämtliche Waren auf, die Bauern vergessen nur das Gold und Schmuckstücke nicht nahrhaft sind. Die Frage ist: Wieso verkaufen sie weiterhin die Nahrung? Selbst die Gier nach Gold ist irgendwann mal zu Ende.“
Wir laufen weiter durch die öffentlichen Straßen und er hat recht. Obstläden, Bäckereien und Fischstände sind einfach nur leer bis auf das die Reste von letzter Woche.
„Und wenn Nahrung mal den Weg in die Stadt schafft wird sie teuer sein, oh ja sehr teuer. Da lohnt es sich mehr Brot als Gold zu klauen. Gold wird nicht mehr viel wert sein deswegen..du hast ja
den Berg von Gold gesehen, diesen werde ich benutzen um die Armen zu versorgen.“
„Ein galanter Dieb?“ frage ich.
„Ja wenn es die Reichen nicht sind müssen eben die ran die mehr Ehre und Stolz haben als diese Goldesel.“
„Du klaust von den Reichen und gibt’s es den Armen? Kommt mir bekannt vor...wie hieß er Hodin Rood?“
„Und? Ich liebe diese Stadt.“ dann stockt er und bleibt still.
Gideon führt mich außerhalb der Stadt zu einem abgelegenem Trainingsgelände, nur wenige Soldaten, Söldner und einfache Kämpfer tummeln hier rum.
Die Erde, die umzäunt ist mit einfachen Holz, ist schon weich getrappelt und nur außerhalb der Arena wächst noch Gras. Außenrum sind vereinzelt Bänke aufgestellt worden.
Schwerter, Streitkolben, Äxte, Speere, Dolche und Waffen die ich nicht ganz bestimmten kann reihen sich an einem Waffenständer in der Nähe einer kleinen Holzhütte.
Es herrscht eine sehr ausgelassene Stimmung.
„Gideon!“ ruft einer. „Gideon, Gideon lässt dich mal wieder Blicken, hier bei uns alten Haudegen.“
Mir kommt langsam hoch was ich hier machen soll...
„Die letzte Zeit hatte ich viel zu tuen mir der gerade um herlaufenden Hungernot.“
„Mensch, wir feiern dich doch schon alle als Helden! Weißt du Junge.“ Der voll-bärtige Mann blickt zu mir. „Gideon hier ist der Held vom Mond!“ dabei packt er Gideon in den Schwitzkasten und zeigt rauf zum Himmel.
Gideon befreit sich schnell: „Ich komme nicht vom Mond...“ entgegnet er.
„Ha hah ha, natürlich nicht!“ und schon setzt sich auf ihm ein breites Grinsen auf.
„Weißt du Junge, Gideon hier ist der Held vom Mondlichtküstendorf. Er hat im Alleingang diese ganze Stadt, vom kleinen Dörfchen zu diesem Handelshafen gemacht.“ Dabei lacht er weiter.
„Also Held, wer ist dieser Bube hier? Eine weitere Trainingspuppe?“
„Trainingspuppe?“ rufe ich entsetzt. „Nein, nein wir werden einfach nur kämpfen.“
„Einfach nur kämpfen?“ rufe ich noch entsetzter aus.
Doch der Bartmann lacht wieder kräftig und streckt seine Hand aus: „Ich bin Gebhard, der Chef dieses kleinen Ortes, Nenn mich einfach Geb.“
Ich schüttle seine Hand. „Ich bin Kreck.“
„Kreck? Ungewöhnlicher Name. Ha ha, Hey! Gerald! Gideon vermöbelt gleich einen Buben sieh es dir an!“
Gideon begibt sich zur Arena und holt sich auf dem Weg ein Schwert.
Ich tue das selbe und hole mir auch ein Schwert. Sie sind stumpf, Übungsschwerter. Trotzdem sollte man keinen Schlag abbekommen.
Ich springe über den Zaun.
„Ok, ok das ist nur ein Übungskampf, kein Echter.“ rede ich mir leise ein.
Gideon wartet schon mit dem Schwert, was er auf die Schulter anlehnt.
Ich lege meinen Kampfstellung ein.
Beine Schulterbreit auseinander, das Schwert zeigt auf den Gegner und dann noch etwas seitlich zum ihm hinstellen.
„Dann mal los.“ ruft Gideon und stellt sich ebenfalls zum Kampf bereit.
Er sprintet los und schlägt von oben auf mich hinab immer wieder donnert sein Schwert auf meine Klinge.
Bilder blitzen vor mir auf. Gideon verwandelt sich in einen der Blauen Falken, ein monströser Kerl mit einem Zweihänder. Dieser immer wieder auf mich einschlägt.
Um mich herum brennende Häuser und laute Schreie.
Jeder Schlag lässt dieses Bild immer wieder aufblitzen bis ich nachgebe und mein Schwert aus den Fingern fliegt. Meine Hände zittern.
„Und du hast einen Hunde-Dämon getötet?“ fragt er spöttisch.
„Ok nochmal.“ denke ich mir.
Verkrampft halte ich mein Schwert.
Gideon schlägt wieder zu, diesmal von allen Seiten. Ich schaffe es immer nur knapp zu blocken.
Und bei jedem Block stechen mir die Bilder vor die Augen der Blauen Falken die mit ihren Saphir Schwertern auf mich ein donnern.
Wieder schlägt er mir das Schwert aus den Händen.
„Komm schon! Das ist ja lächerlich, da kämpft meine Großmutter ja besser. Und die ist tot!“
Abermals hebe ich das Schwert. Die Schwertspitze zittert vor meinen Augen.
„Na los! Greif an.“ fordert er mich auf.
Ich hole zum Schlag aus doch kurz bevor ich ihn Treffe stoppt der Schwung.
Um mich herum brennen die Häuser und eine Mutter steht vor mir die ein Neugeborenes in ihren Armen hält. Meine Klinge ist auf sie gerichtet...
Ich lasse mein Schwert wieder fallen. Es rammt sich direkt in den Boden.
Ich bleibe wie erstarrt stehen und realisiere wieder was ich vor Jahren getan habe.
„Ich habe sie getötet...“ murmle ich. „Ein Kind und die Mutter. Einfach...einfach getötet.“
„Ich habe mir das fast gedacht...“ beginnt Gideon. „Weißt du warum ich dich hierher mitgenommen hab, Kreck? Genau deswegen! Ich kenne dich besser als du meinst.“
„Wie?“ frage ich nach.
„Ich hab das selbe durchgemacht wie du, glaub mir. Ich kämpfte mich durch einen Krieg, ich war gut deswegen hab ich auch überlebt. Musste viele Menschen töten die selber diesen Krieg nie wollten. Bürger, Soldaten und Kinder. Ich schwor mir nie wieder eine Waffe in die Hand zunehmen.
Bis...“ er stoppt. „Bis zu jenem Tag, meine Mutter wurde gefangen genommen von Banditen.
Mein Vater meinte sie wäre längst tot, und unternahm...unternahm gar nichts! Nur ich wollte es nicht glauben, deswegen suchte ich diese Räuber und tötete einem nach dem anderen. Bei mir kamen die Erinnerungen mit jedem Hieb und jedem Schlag wieder hoch. Aber es war mir egal...“
Er sagt nichts mehr, seine Blicke dringen tief in mich ein.
„Kriege sind das Schlimmste was passieren kann. Aber ohne die Waffe zu ergreifen kannst du niemanden schützen. Deswegen steh auf...“ er schlägt mir mit dem Schwert gegen den Kopf.
„Und zeig mir endlich mal wie du ein verdammten Höllenhund getötet hast!“
Ich greife zum Schwert. „Er hat recht.“ ruf ich zu meinen Gedanken.
Beine Schulterbreit, Schwertspitze zum Gegner und seitlich hinstellen.
Gideon setzt zum Schlag an. Wieder blitzt das Bild vor mir auf doch dieses mal weiche ich zur Seite aus. Gideon setzt gleich nach und mit ihm auch die Erinnerungen.
Wieder sind brennende Häuser im Hintergrund. Der kolossale Kerl mit seinem Saphir Schwert schlägt nach mir doch ich weiche den Schlägen schnell aus.
Dann treffen sich unsere Klingen. Der Soldat der Blauen Falken drückt mit aller Kraft mich runter...ich bin zu schwach...mit einer Drehung bewege ich mich außerhalb dessen Hieb der ins Leere trifft. Meine Klinge setze ich sofort an seinen Hals.
Ich finde mich wieder in dem Trainingsgelände und sehe das ich Gideon die Klinge vor den Kehlkopf gelegt habe.
„Gut.“ er wischt die Klinge weg.
„Gideon wurde besiegt?“ höre ich tuscheln und drauf folgt weiteres flüstern.
Ich...ich habs geschafft! Ich...
Ein Hochgefühl durchströmt meinen Körper. Ich kanns nicht glauben. Vor Freude fange ich an zu lachen. Wundervoll! Endlich!
„Hey, hey wir sind noch nicht fertig.“ unterbricht Gideon mich.
„Wieso denn?“ frage ich verwundert.
„Das war erst einer richtig?“
„Einer von vielen und?“
„Die vielen machen wir jetzt auch noch. Also stell dich hin.“
Was? Ich soll den ganzen Krieg nochmal durchleben?
Halb vor Freude und halb vor Angst stelle ich mich bereit...das kann ja werden...
„Welche Waffe hatte diese Soldaten?“ fragt er mich und begibt sich zum Waffenarsenal.
„Nur Schwerter...Zweihänder und Langschwerter.“
Er nimmt sich von beidem eins und kommt zurück. „Gut.“ er stellt sich bereit. „Dann zeigs mir.“
Faal sosin se laas!
- Alinea
- Wortkünstler
- Beiträge: 694
- Registriert: Mi 29. Februar 2012, 17:49
- Characters: Lacrima, Xashibel, Shékkel, Irrin
- Wohnort: Im Wasser und im Wind...
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Und hier seht ihr, was herauskommt, wenn Ali einen "kurzen Post" verfassen will: 
Shékkel
Ich mache einen Satz zurück und verstecke mich halb hinter dem Stein. Der Mensch, der wie ein Stein riecht, ist fast doppelt so gross wie ich! "Nicht!", rufe ich, "Ich will euch nichts tun! Ich bin's, Shékkel. Ich kenne Kha'Tschirik, wir wollten uns in der Stadt treffen!"
Der Riese gibt einen kehligen Laut von sich, lässt aber dann seine Keule sinken. Langsam traue ich mich wieder hinter dem Stein hervor. "Tut mir leid, dass ich euch erschreckt habe.", gebe ich kleinlaut hervor.
"Ah, Shékkel.", erklingt endlich Kha'Tschiriks Stimme. "Ich habe dich erst gar nicht erkannt."
Ermutigt trete ich etwas weiter vor. "Ja, ich muss ja meine Kapuze tragen, damit nicht gleich alle Angst vor mir haben.", erkläre ich. "Hallo."
Da regt sich auf einmal die dritte Person, ein dünner Mann, der ziemlich ängstlich riecht. "Ich geh dann.", presst er hervor und huscht einfach davon.
Kha'Tschirik tut, als hätte sie ihn nicht bemerkt. "Ich habe keine Angst vor dir.", verspricht sie. "Bist du allein?"
Ich schüttle den Kopf. "Lacrima und die anderen sind auch da, aber sie warten auf der Strasse."
"Dann denke ich, wir sollten sie nicht warten lassen.", meint Kha'Tschirik. "Ich muss allerdings noch einen Freund mitnehmen. Ich habe ihn auf dem Schiff kennengelernt."
"Das bist wohl du.", wende ich mich an den Riesen und strecke ihm meine Hand hin. Man sieht meine schwarze Haut. Ich sollte mir einmal Handschuhe besorgen. "Ich bin Shékkel.", stelle ich mich vor.
Der Hüne antwortet nicht, nimmt aber meine Hand. Sie verschwindet vollständig in seiner. "Warum bist du denn so gross?", will ich wissen.
Er reagiert gar nicht. "Kann er nicht hören?", wende ich mich an Kha'Tschirik.
"Er spricht unser Sprache nicht.", erklärt sie. "Ich weiss nicht, woher er kommt. Vielleicht können uns deine Freunde weiterhelfen."
"Lacrima weiss bestimmt etwas.", behaupte ich. "Sie weiss alles. Wollen wir gehen?"
"Ja, zeig uns einfach den Weg.", antwortet Kha'Tschirik.
Ich nicke und klettere wieder über den Stein. Sashenos wartet immer noch ein paar Schritte entfernt. Ich streichle ihm über sein struppiges Fell.
Kha'Tschirik und der Riese kommen jetzt auch zwischen den Steinen hervor. "Kennt ihr schon Sashenos?", frage ich. "Felina hat ihn mir gekauft, auf einem Markt in Luma. Er ist das tollste Pferd der Welt, aber er mag kein Zaumzeug."
Kurz darauf stossen wir wieder zu den anderen. Ich steige jetzt wieder auf Sashenos, den ich bisher mit der Hand an der Schulter geführt habe. "Da sind wir!", begrüsse ich sie. "Also: Das sind Lacrima, Chera, Rin, Dimir und Tegros. Ryokina ist da auf Dimirs Pferd gebunden. Sie ist krank, aber wir wissen nicht, was sie hat, sie wacht einfach nicht auf. Xashibel ist gerade nicht da, sie muss fliegen, weil wir sonst ein Pferd zu wenig haben. Ihr habt jetzt auch keine Pferde. Vielleicht kann Sashenos uns beide bis zur Stadt tragen, aber dein Freund ist vielleicht etwas schwer. Leute, das sind Kha'Tschirik und, äh, wie heisst er denn?"
"Ich hab keine Ahnung wie er heisst.", antwortet Kha'Tschirik schulterzuckend. "Hallo."
"Hallo, ihr beiden.", meldet sich Lacrima zu Wort. "Ihr möchtet uns begleiten?"
"Ja, gern.", antwortet Kha'Tschirik. "Ich möchte mehr über die Elementkrieger erfahren. Und er hat sich mir wohl angeschlossen." ,fügt sie hinzu und deutet auf den Riesen.
"Der riecht nach Stein.", kommentiere ich.
"Wo kommt er denn her?", will Lacrima jetzt wissen. "Auch vom Elloralager?"
"Ich habe ihn auf dem Schiff gerettet.", meint Kha'Tschirik darauf. "Ich denke, er sollte verkauft werden, er war angekettet."
"Er spricht nicht einmal unsere Sprache.", füge ich hinzu.
"So?", macht Lacrima. "Hm, da hätte ich was." Sie zieht ihre Tasche hervor und kramt darin herum. "Das liegt bestimmt zuunterst, ich habe es ewig nicht benutzt... Oh, da." Sie fördert ein kleines, gelbes Buch zutage. "Sämtliche Sprachen Dragotakas. Das hat mir schon gute Dienste geleistet. Also..." Nach einem Weilchen Herumblättern blickt sie den Riesen an. "Thjersma?"
Der Riese reagiert nicht, also blickt Lacrima wieder in das Buch. "Bonyemma?" Wieder nichts. "Groznak?"
Jetzt antwortet der Hüne. "Er kann sprechen!", juble ich. Leider habe ich kein Wort verstanden.
Lacrima blättert wieder in ihrem Buch. "Ghrentork groznak. Tazan... Tazan Lacrima.", sagt sie dann, und noch ein paar andere Worte.
Der Groznak antwortet wieder, etwas langsamer, aber ich verstehe immer noch nichts.
Lacrima
Ghrentork heisst er also. Er stellt eine Frage nach der anderen. Ich habe meine liebe Mühe, mitzukommen. Was wir für Wesen sind, will er wissen, und wo er ist. Den Rest habe ich nicht verstanden.
"Warte.", bringe ich hervor. Diese Sprache - Bengard - ist ein richtiger Zungenbrecher. Rasch mache ich mich daran, die Worte zu übersetzen, die der riesenhafte Ghrentork gesagt hat. Ich konzentriere mich auf die längeren Worte, die Sinnträger. Zum Glück habe ich einige Übung in der Benutzung dieses Wörterbuchs.
Mal sehen. Elfe... "Ich bin Oldori. Sie sind Rhotak.", sage ich und deute auf die anderen. Medusen und Sirenen lasse ich mal aussen vor. Damit ist eine Frage beantwortet, aber die zweite ist schon etwas kniffliger. "Von wo bist du?", formuliere ich.
Ghrentork redet, und ich konzentriere mich wieder auf die längeren Worte. "Kommen", übersetze ich, "Gebirge", "Wüste" und "gross". "Bengard", höre ich auch heraus. Vielleicht nennen sich diese Wesen so, das erklärt den Namen der Sprache. "Anderes", und wieder "Wüste".
Es gibt auf Dragotaka nur eine Wüste, und in der gibt es nur ein Gebirge. Das Sandsteinmassiv. Das ist doch mal ein Anfang. Den zweiten Teil des Satzes kann ich mir aber nicht zusammenreimen.
Rasch puzzle ich mir eine Antwort zurecht. "Hinter Wüste ist grosses Wasser.", beginne ich. Natürlich gibt es kein Wort für 'Meer'. Ich deute in Richtung Küste. "Hinter Wasser ist grosses Erde.", fahre ich dann fort, und deute auf das Land, das uns umgibt. "Hier sind wir."
Ghrentork nickt und erzählt etwas von Wasser und Holzfischen. "Das verstehe ich nicht.", muss ich antworten.
"Was sagt er denn?", will Shékkel dann wissen.
"Er ist ein Bengard und stammt aus der Sandwüste auf Melanathos.", fasse ich knapp zusammen. "Sein Name ist Ghrentork. Wir sollten uns auch vorstellen.", bestimme ich dann und beginne: "Tazar Shékkel. Tazar Kha'Tschirik. Tazar Chera. Tazar Rin. Tazar Dimir." Nacheinander deute ich auf die Personen.
Der Riese nickt wieder und setzt an zu sprechen. „Lacrima“, glaube ich zu hören. Dann übersetze ich „helfen“ und „übersetzen“.
Ich will zustimmen, doch Ghrentork hat sich bereits vor Kha’Tschirik niedergekniet und spricht weiter. „Kha’Tschirik.“, beginnt er und redet los.
Ich stelle mich neben ihn und blättere so schnell in meinem Buch, dass es beinahe runterfällt. Schon springt Shékkel heran und hält es für mich fest.
Mit einer Geste bedeute ich Ghrentork, kurz zu warten, während ich die ersten paar Wörter zusammenklaube. „Du hast sein Leben gerettet.“, erkläre ich dann Kha’Tschirik. „Er steht in deiner Schuld.“
Mit einem Nicken bedeute ich dem Riesen, fortzufahren.
„Er will bei dir bleiben“, übersetze ich dann, „und dir das Leben retten? Oh, wahrscheinlich bis er dir das Leben gerettet hat. Wir sind seine Zeugen.“ Langsam prägen sich die grundlegendsten Begriffe bei mir ein, das Übersetzen wird leichter.
Ghrentork spricht nicht weiter, sondern legt seinen Kopf in den Nacken und wartet.
Shékkel
Ich mache einen Satz zurück und verstecke mich halb hinter dem Stein. Der Mensch, der wie ein Stein riecht, ist fast doppelt so gross wie ich! "Nicht!", rufe ich, "Ich will euch nichts tun! Ich bin's, Shékkel. Ich kenne Kha'Tschirik, wir wollten uns in der Stadt treffen!"
Der Riese gibt einen kehligen Laut von sich, lässt aber dann seine Keule sinken. Langsam traue ich mich wieder hinter dem Stein hervor. "Tut mir leid, dass ich euch erschreckt habe.", gebe ich kleinlaut hervor.
"Ah, Shékkel.", erklingt endlich Kha'Tschiriks Stimme. "Ich habe dich erst gar nicht erkannt."
Ermutigt trete ich etwas weiter vor. "Ja, ich muss ja meine Kapuze tragen, damit nicht gleich alle Angst vor mir haben.", erkläre ich. "Hallo."
Da regt sich auf einmal die dritte Person, ein dünner Mann, der ziemlich ängstlich riecht. "Ich geh dann.", presst er hervor und huscht einfach davon.
Kha'Tschirik tut, als hätte sie ihn nicht bemerkt. "Ich habe keine Angst vor dir.", verspricht sie. "Bist du allein?"
Ich schüttle den Kopf. "Lacrima und die anderen sind auch da, aber sie warten auf der Strasse."
"Dann denke ich, wir sollten sie nicht warten lassen.", meint Kha'Tschirik. "Ich muss allerdings noch einen Freund mitnehmen. Ich habe ihn auf dem Schiff kennengelernt."
"Das bist wohl du.", wende ich mich an den Riesen und strecke ihm meine Hand hin. Man sieht meine schwarze Haut. Ich sollte mir einmal Handschuhe besorgen. "Ich bin Shékkel.", stelle ich mich vor.
Der Hüne antwortet nicht, nimmt aber meine Hand. Sie verschwindet vollständig in seiner. "Warum bist du denn so gross?", will ich wissen.
Er reagiert gar nicht. "Kann er nicht hören?", wende ich mich an Kha'Tschirik.
"Er spricht unser Sprache nicht.", erklärt sie. "Ich weiss nicht, woher er kommt. Vielleicht können uns deine Freunde weiterhelfen."
"Lacrima weiss bestimmt etwas.", behaupte ich. "Sie weiss alles. Wollen wir gehen?"
"Ja, zeig uns einfach den Weg.", antwortet Kha'Tschirik.
Ich nicke und klettere wieder über den Stein. Sashenos wartet immer noch ein paar Schritte entfernt. Ich streichle ihm über sein struppiges Fell.
Kha'Tschirik und der Riese kommen jetzt auch zwischen den Steinen hervor. "Kennt ihr schon Sashenos?", frage ich. "Felina hat ihn mir gekauft, auf einem Markt in Luma. Er ist das tollste Pferd der Welt, aber er mag kein Zaumzeug."
Kurz darauf stossen wir wieder zu den anderen. Ich steige jetzt wieder auf Sashenos, den ich bisher mit der Hand an der Schulter geführt habe. "Da sind wir!", begrüsse ich sie. "Also: Das sind Lacrima, Chera, Rin, Dimir und Tegros. Ryokina ist da auf Dimirs Pferd gebunden. Sie ist krank, aber wir wissen nicht, was sie hat, sie wacht einfach nicht auf. Xashibel ist gerade nicht da, sie muss fliegen, weil wir sonst ein Pferd zu wenig haben. Ihr habt jetzt auch keine Pferde. Vielleicht kann Sashenos uns beide bis zur Stadt tragen, aber dein Freund ist vielleicht etwas schwer. Leute, das sind Kha'Tschirik und, äh, wie heisst er denn?"
"Ich hab keine Ahnung wie er heisst.", antwortet Kha'Tschirik schulterzuckend. "Hallo."
"Hallo, ihr beiden.", meldet sich Lacrima zu Wort. "Ihr möchtet uns begleiten?"
"Ja, gern.", antwortet Kha'Tschirik. "Ich möchte mehr über die Elementkrieger erfahren. Und er hat sich mir wohl angeschlossen." ,fügt sie hinzu und deutet auf den Riesen.
"Der riecht nach Stein.", kommentiere ich.
"Wo kommt er denn her?", will Lacrima jetzt wissen. "Auch vom Elloralager?"
"Ich habe ihn auf dem Schiff gerettet.", meint Kha'Tschirik darauf. "Ich denke, er sollte verkauft werden, er war angekettet."
"Er spricht nicht einmal unsere Sprache.", füge ich hinzu.
"So?", macht Lacrima. "Hm, da hätte ich was." Sie zieht ihre Tasche hervor und kramt darin herum. "Das liegt bestimmt zuunterst, ich habe es ewig nicht benutzt... Oh, da." Sie fördert ein kleines, gelbes Buch zutage. "Sämtliche Sprachen Dragotakas. Das hat mir schon gute Dienste geleistet. Also..." Nach einem Weilchen Herumblättern blickt sie den Riesen an. "Thjersma?"
Der Riese reagiert nicht, also blickt Lacrima wieder in das Buch. "Bonyemma?" Wieder nichts. "Groznak?"
Jetzt antwortet der Hüne. "Er kann sprechen!", juble ich. Leider habe ich kein Wort verstanden.
Lacrima blättert wieder in ihrem Buch. "Ghrentork groznak. Tazan... Tazan Lacrima.", sagt sie dann, und noch ein paar andere Worte.
Der Groznak antwortet wieder, etwas langsamer, aber ich verstehe immer noch nichts.
Lacrima
Ghrentork heisst er also. Er stellt eine Frage nach der anderen. Ich habe meine liebe Mühe, mitzukommen. Was wir für Wesen sind, will er wissen, und wo er ist. Den Rest habe ich nicht verstanden.
"Warte.", bringe ich hervor. Diese Sprache - Bengard - ist ein richtiger Zungenbrecher. Rasch mache ich mich daran, die Worte zu übersetzen, die der riesenhafte Ghrentork gesagt hat. Ich konzentriere mich auf die längeren Worte, die Sinnträger. Zum Glück habe ich einige Übung in der Benutzung dieses Wörterbuchs.
Mal sehen. Elfe... "Ich bin Oldori. Sie sind Rhotak.", sage ich und deute auf die anderen. Medusen und Sirenen lasse ich mal aussen vor. Damit ist eine Frage beantwortet, aber die zweite ist schon etwas kniffliger. "Von wo bist du?", formuliere ich.
Ghrentork redet, und ich konzentriere mich wieder auf die längeren Worte. "Kommen", übersetze ich, "Gebirge", "Wüste" und "gross". "Bengard", höre ich auch heraus. Vielleicht nennen sich diese Wesen so, das erklärt den Namen der Sprache. "Anderes", und wieder "Wüste".
Es gibt auf Dragotaka nur eine Wüste, und in der gibt es nur ein Gebirge. Das Sandsteinmassiv. Das ist doch mal ein Anfang. Den zweiten Teil des Satzes kann ich mir aber nicht zusammenreimen.
Rasch puzzle ich mir eine Antwort zurecht. "Hinter Wüste ist grosses Wasser.", beginne ich. Natürlich gibt es kein Wort für 'Meer'. Ich deute in Richtung Küste. "Hinter Wasser ist grosses Erde.", fahre ich dann fort, und deute auf das Land, das uns umgibt. "Hier sind wir."
Ghrentork nickt und erzählt etwas von Wasser und Holzfischen. "Das verstehe ich nicht.", muss ich antworten.
"Was sagt er denn?", will Shékkel dann wissen.
"Er ist ein Bengard und stammt aus der Sandwüste auf Melanathos.", fasse ich knapp zusammen. "Sein Name ist Ghrentork. Wir sollten uns auch vorstellen.", bestimme ich dann und beginne: "Tazar Shékkel. Tazar Kha'Tschirik. Tazar Chera. Tazar Rin. Tazar Dimir." Nacheinander deute ich auf die Personen.
Der Riese nickt wieder und setzt an zu sprechen. „Lacrima“, glaube ich zu hören. Dann übersetze ich „helfen“ und „übersetzen“.
Ich will zustimmen, doch Ghrentork hat sich bereits vor Kha’Tschirik niedergekniet und spricht weiter. „Kha’Tschirik.“, beginnt er und redet los.
Ich stelle mich neben ihn und blättere so schnell in meinem Buch, dass es beinahe runterfällt. Schon springt Shékkel heran und hält es für mich fest.
Mit einer Geste bedeute ich Ghrentork, kurz zu warten, während ich die ersten paar Wörter zusammenklaube. „Du hast sein Leben gerettet.“, erkläre ich dann Kha’Tschirik. „Er steht in deiner Schuld.“
Mit einem Nicken bedeute ich dem Riesen, fortzufahren.
„Er will bei dir bleiben“, übersetze ich dann, „und dir das Leben retten? Oh, wahrscheinlich bis er dir das Leben gerettet hat. Wir sind seine Zeugen.“ Langsam prägen sich die grundlegendsten Begriffe bei mir ein, das Übersetzen wird leichter.
Ghrentork spricht nicht weiter, sondern legt seinen Kopf in den Nacken und wartet.
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.
- Itaga
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- Registriert: Do 24. April 2014, 19:30
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- Wohnort: Auf dem Kirschblütenhügel 1
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Andate Cantabile:
Diese Siegelkammer scheint niemals benutzt worden zu sein ... die Runenformaionen sind unvollständig, es gibt keine Siegel und die magischen Steine hier unten sind nicht geladen.
Jemand wollte hier unten mal etwas versiegeln, aber das muss schon Jahrtausende her sein, noch vor der Entstehung dieser Eishöhle, denn solche Runen verwenden die Menschen heutzutage garnicht mehr, weil die neuen Runen viel einfacher zu zeichnen sind.
Mein Weg führt mich durch den ganzen Tempel, als ich nach einer Stunde erfolgloser Suche den Tempel verlasse verlässt mich meine Euphorie wieder etwas, schließlich dachte ich eines der letzten intakten Siegel entdeckt zu haben ... naja, so ein kleiner Rückschlag kann uns nicht aufhalten, denn immerhin kann ich ihn schon riechen ... den Hunger der Menschen.
Durch ein erschaffenes Portal betrete ich wieder das Cantabile Anwesen, das seelenlose Personal fegt gerade den Staub aus dem Haus.
Im Speisesaal brennt Licht, ich trete hinein und erblicke eine Person welche mir gerade recht kommt.
"Mister Tenshi, da sind Sie ja wieder. Ich dachte schon Ihnen sei auf dem Weg etwas zugestoßen." Ungläubig sieht er zu mir auf und erhebt sich dann von der Tafel.
"Ich passe schon gut auf mich auf. Mich treibt allerdings ein anderes Anliegen zu dir, ich habe gehört du kannst tote wieder ins Leben zurück holen?"
"Ahaha, das ist korrekt. Sie wecken meine Neugier ... wen könnte eine Person wie Sie in Ihrem Leben verloren haben, dass es Ihnen wert ist mir diese Schwäche zu offenbaren?" Interessiert blicke ich ihn an.
"Freu dich da lieber mal nicht zu früh. Im Vertrag für die Licht Elementarkriegerin stand das Sie einen toten zurück bekommt. Findest du nicht das es schlecht für uns ist wenn ein Elementarkrieger mehr die feindlichen Reihen stärkt?" Dieser Einwand ist berechtigt.
"Ein Elementarkrieger kann das Blatt aber nicht wenden UND Mister Tenshi, die Dienstleistung welche ich für diese Wiedererweckung erhalte ist weitaus mehr wert als ein Elementarkrieger." Er sieht mir tief in die Augen.
"Unterschätze die Elementarkrieger nicht, sie nutzen nicht ihr volles Potenzial."
"Ehe sie das können, sind wir selber stark genug um die Elemente auf diese Weise zu kontrollieren."
"Ich wollte es nur anmerken, ich kann es nicht gebrauchen euch zu verlieren."
Er verlässt den Speisesaal "Mister Tenshi, Sie könnten mir einen Gefallen tun."
Sofort bleibt er stehen "Was kann ich für euch tun?"
"Die Elementarkrieger damals bedienten sich mächtigen Werkzeugen, diese werden von Generation zu Generation weitergegeben, sie nennen sie Elementarschlüssel ... mache dich auf die Suche nach denen die noch nicht in Ihrem Besitz sind und zerstöre sie entgültig!"
"Wie soll ich eine antike Elementarwaffe zerstören?"
"Indem du das hier benutzt."
Ich greife seine Hand und speise seine jämmerliche Seele mit etwas Energie Armageddons.
Dieser jämmerliche Mensch geht schmerzerfüllt in die Knie. "Benutze sie und zerstöre die Schlüssel, jetzt geh!"
Mister Tenshi erhebt sich und verlässt noch etwas benommen das Anwesen, ich kenne die Positionen der Schlüssel nicht, aber er hat bis jetzt schon einige Male mit seinem Talent für Informationsbeschaffung geglänzt. Selbst wenn es mir nur gelingt einen Schlüssel aus dem Verkehr zu ziehen, so macht es doch auf dem gesamt Bild gesehen schon einen riesen Vorsprung zum Gegner aus."
NEXT^^
Diese Siegelkammer scheint niemals benutzt worden zu sein ... die Runenformaionen sind unvollständig, es gibt keine Siegel und die magischen Steine hier unten sind nicht geladen.
Jemand wollte hier unten mal etwas versiegeln, aber das muss schon Jahrtausende her sein, noch vor der Entstehung dieser Eishöhle, denn solche Runen verwenden die Menschen heutzutage garnicht mehr, weil die neuen Runen viel einfacher zu zeichnen sind.
Mein Weg führt mich durch den ganzen Tempel, als ich nach einer Stunde erfolgloser Suche den Tempel verlasse verlässt mich meine Euphorie wieder etwas, schließlich dachte ich eines der letzten intakten Siegel entdeckt zu haben ... naja, so ein kleiner Rückschlag kann uns nicht aufhalten, denn immerhin kann ich ihn schon riechen ... den Hunger der Menschen.
Durch ein erschaffenes Portal betrete ich wieder das Cantabile Anwesen, das seelenlose Personal fegt gerade den Staub aus dem Haus.
Im Speisesaal brennt Licht, ich trete hinein und erblicke eine Person welche mir gerade recht kommt.
"Mister Tenshi, da sind Sie ja wieder. Ich dachte schon Ihnen sei auf dem Weg etwas zugestoßen." Ungläubig sieht er zu mir auf und erhebt sich dann von der Tafel.
"Ich passe schon gut auf mich auf. Mich treibt allerdings ein anderes Anliegen zu dir, ich habe gehört du kannst tote wieder ins Leben zurück holen?"
"Ahaha, das ist korrekt. Sie wecken meine Neugier ... wen könnte eine Person wie Sie in Ihrem Leben verloren haben, dass es Ihnen wert ist mir diese Schwäche zu offenbaren?" Interessiert blicke ich ihn an.
"Freu dich da lieber mal nicht zu früh. Im Vertrag für die Licht Elementarkriegerin stand das Sie einen toten zurück bekommt. Findest du nicht das es schlecht für uns ist wenn ein Elementarkrieger mehr die feindlichen Reihen stärkt?" Dieser Einwand ist berechtigt.
"Ein Elementarkrieger kann das Blatt aber nicht wenden UND Mister Tenshi, die Dienstleistung welche ich für diese Wiedererweckung erhalte ist weitaus mehr wert als ein Elementarkrieger." Er sieht mir tief in die Augen.
"Unterschätze die Elementarkrieger nicht, sie nutzen nicht ihr volles Potenzial."
"Ehe sie das können, sind wir selber stark genug um die Elemente auf diese Weise zu kontrollieren."
"Ich wollte es nur anmerken, ich kann es nicht gebrauchen euch zu verlieren."
Er verlässt den Speisesaal "Mister Tenshi, Sie könnten mir einen Gefallen tun."
Sofort bleibt er stehen "Was kann ich für euch tun?"
"Die Elementarkrieger damals bedienten sich mächtigen Werkzeugen, diese werden von Generation zu Generation weitergegeben, sie nennen sie Elementarschlüssel ... mache dich auf die Suche nach denen die noch nicht in Ihrem Besitz sind und zerstöre sie entgültig!"
"Wie soll ich eine antike Elementarwaffe zerstören?"
"Indem du das hier benutzt."
Ich greife seine Hand und speise seine jämmerliche Seele mit etwas Energie Armageddons.
Dieser jämmerliche Mensch geht schmerzerfüllt in die Knie. "Benutze sie und zerstöre die Schlüssel, jetzt geh!"
Mister Tenshi erhebt sich und verlässt noch etwas benommen das Anwesen, ich kenne die Positionen der Schlüssel nicht, aber er hat bis jetzt schon einige Male mit seinem Talent für Informationsbeschaffung geglänzt. Selbst wenn es mir nur gelingt einen Schlüssel aus dem Verkehr zu ziehen, so macht es doch auf dem gesamt Bild gesehen schon einen riesen Vorsprung zum Gegner aus."
NEXT^^
Probleme mit Mitgliedern?
Etwas auf dem Herzen?
Brauchst du wen zum reden?
-> PN oder im Skype anschreiben.
Ich habe für jeden ein offenes Ohr und hin und wieder einen guten Ratschlag ^-^
Etwas auf dem Herzen?
Brauchst du wen zum reden?
-> PN oder im Skype anschreiben.
Ich habe für jeden ein offenes Ohr und hin und wieder einen guten Ratschlag ^-^
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Sintharak
Nach einigen Stunden Wanderung kommen wir an ein Dorf. Dort machen wir eine Pause und überlegen, wie wir die Elementkrieger am schnellsten finden können. Jetzt, da die Karte weg ist, verlangt das natürlich größeren Aufwand. Im Dorf hat allerdings kaum einer je von solchen Kriegern gehört. Die Händler, die herumkommen, erinnern sich im Zusammenhang mit Sanctorion an einige Krieger, die vor drei Jahren wohl gegen jenen gekämpft haben sollen. Allerdings scheint im Dorf die Meinung verbreitet zu sein, die Armeen des Königs hätten den Drachen besiegt. Wo die Krieger zu finden sind, weiß allerdings niemand. Der Wirt der Dorfschenke empfiehlt uns allerdings nach Mondlichtküstendorf zu reisen. Dort auf dem Markt erführe man alles, was in der Welt aktuell geschieht, da es ein wichtiger Umschlagplatz für Waren aller Art ist und Schiffe vom ganzen Kontinent dort anlegen.
Also brechen wir wieder gen Süden auf, in der Hoffnung, das Dorf noch vor dem Abend zu erreichen. Die letzten Wochen waren bereits ein zu hoher Zeitverlust und mit jedem Tag werden die Cantata Mortis unverhältnismäßig stärker.
Das Dorf vor dem Abend zu erreichen klappt dann doch nicht so gut und die Nacht ist schon weit fortgeschritten, als ich die letzten Lichter der Stadt unter mir erkenne. Die Straße ist gut gepflastert, anscheinend ist das Dorf wirklich einigermaßen reich, und so komme ich das letzte Stück besser voran. Plötzlich höre ich vor mir auf dem Weg Stimmen. Ich verberge mich in den Schatten der Büsche, der Gegenwind spielt mir ausnahmsweise mal in die Karten, denn so können die Pferde der Wanderer vor mir mich nicht riechen. Es ist, so weit ich das in der Dunkelheit erkennen kann, eine bunt gemischte Truppe. Am deutlichsten sticht ein wandelnder Felsbrocken, oder etwas, das dem sehr nahe kommt, hervor. Was auch immer das für ein Geschöpf ist, ich glaube nicht, dass ich in einem direkten Kampf etwas gegen ihn ausrichten könnte
Warum solltest du gegen ihn kämpfen?
Sollte ich nicht. Allerdings hilft es immer, wenn man die Lage zunächst einschätzt und sich auf alle Eventualitäten vorbereitet.
Auf alle Eventualitäten vorbereiten nennst du also die Frage, ob du alle umbringst oder nicht?
Nein, aber ich stürze nicht blind auf eine Gruppe nächtlicher Wanderer zu, die deutlich in der Überzahl sind, wandelnde Felsbrocken mit sich führen und jede erdenkliche Art an Waffen tragen. Die sehen nicht gerade so aus, als ob sie jedem blind vertrauen?
Findest du? Ich sehe doch immer wieder mit Ironie, wie leichtfertig damals die Elementkrieger mit Fremden umgegangen sind und sie es dennoch geschafft haben, Sanctorion zu besiegen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie einfach man es den Einfältigen macht...
Ich bezweifle, wenn ich mir das so anhöre, dass die Elementkrieger einen Nutzen für uns haben und nicht wir ausschließlich für sie!
Seelig sind die geistig Armen... Wie dem auch sei, das da vor uns sind zumindest zum Teil Elementkrieger. Also scheu dich nicht und geselle dich zu ihnen.
Dort sind welche, die ich bereits getroffen habe. Ich denke, es ist nicht von Vorteil, wenn sie mich erkennen.
Nun, in der Tat, es könnte verdächtig wirken, wenn du einfach so auftauchst. Ein weiteres Mal.
Wir hätten sie damals eben doch direkt umbringen sollen.
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Und was machen wir jetzt?
Wir hätten die Option uns vollständig zu verhüllen und uns als Anhänger irgendeiner obskuren Religion auszugeben...
Was besseres fällt dir nicht ein?
Nun, es gäbe noch einige Optionen, die alle nicht besonders glaubwürdig erscheinen. Die einfachste wäre, zu sagen, dass wir zufällig hier sind. Allerdings hast du damals behauptet ein Wanderer zu sein und jetzt bist du plötzlich ein Elementkrieger, der zu wissen glaubt, wie der Konflikt zwischen dem König und dem Clan mit der Hungersnot und einigen anderen Ereignissen im Land in Zusammenhang steht? Von wegen!
Wir haben doch die Organisation? Wir geben uns als Botschafter von denen aus und behaupten, dass wir seit langem im Untergrund Informationen über die Sänger gesammelt. Wir beobachten deren Machenschaften schon seit längerem und möchten unsere Informationen teilen, weil wir nicht selber genug Krieger haben.
Nicht schlecht, auch nicht unwahrscheinlicher als dass irgendeine merkwürdige Religion dahergelaufen kommt und denselben Mist erzählt...
Alles klar, dann machen wir es so.
Ich hole ein Tuch aus meinem Beutel und binde es mir um den Mund. Dann frage ich:
Kannst du eine Illusion über meine Augen legen, sodass sie wieder gesund aussehen?
Das ist absolut nicht mein Spezialgebiet, aber es müsste möglich sein.
Alles klar.
Ich nehme die Binde ab und merke ein leichtes Kribbeln, als sich die Projektion über meine leeren Augenhöhlen legt.
Ich werde sie nicht dauerhaft aufrecht erhalten können. Wie gesagt, das ist ein Gebiet der Magie, das mir überhaupt nicht liegt. Zwei Augäpfel bekomme ich gerade noch hin, aber da hörts dann schon auf. Pass also auf, dass die anderen dich nicht sehen, wenn die Projektion ausfällt.
Die Betonung auf 'WENN' ich es merke...
Ich rücke das Tuch zurecht, das ich um mein Gesicht gewickelt habe, um es großflächig zu verdecken. Mit dem Gedanken, wie man so viel Glück haben kann wie ich, dass man die Elementkrieger so schnell und in solch einer Anzahl einfach auf der Straße findet, trete ich hinter der Gesellschaft auf die Straße:
„Seid gegrüßt, nächtliche Wanderer. Habt ihr etwas gegen meine Gesellschaft, bis wir die Stadt erreichen?“
Nach einigen Stunden Wanderung kommen wir an ein Dorf. Dort machen wir eine Pause und überlegen, wie wir die Elementkrieger am schnellsten finden können. Jetzt, da die Karte weg ist, verlangt das natürlich größeren Aufwand. Im Dorf hat allerdings kaum einer je von solchen Kriegern gehört. Die Händler, die herumkommen, erinnern sich im Zusammenhang mit Sanctorion an einige Krieger, die vor drei Jahren wohl gegen jenen gekämpft haben sollen. Allerdings scheint im Dorf die Meinung verbreitet zu sein, die Armeen des Königs hätten den Drachen besiegt. Wo die Krieger zu finden sind, weiß allerdings niemand. Der Wirt der Dorfschenke empfiehlt uns allerdings nach Mondlichtküstendorf zu reisen. Dort auf dem Markt erführe man alles, was in der Welt aktuell geschieht, da es ein wichtiger Umschlagplatz für Waren aller Art ist und Schiffe vom ganzen Kontinent dort anlegen.
Also brechen wir wieder gen Süden auf, in der Hoffnung, das Dorf noch vor dem Abend zu erreichen. Die letzten Wochen waren bereits ein zu hoher Zeitverlust und mit jedem Tag werden die Cantata Mortis unverhältnismäßig stärker.
Das Dorf vor dem Abend zu erreichen klappt dann doch nicht so gut und die Nacht ist schon weit fortgeschritten, als ich die letzten Lichter der Stadt unter mir erkenne. Die Straße ist gut gepflastert, anscheinend ist das Dorf wirklich einigermaßen reich, und so komme ich das letzte Stück besser voran. Plötzlich höre ich vor mir auf dem Weg Stimmen. Ich verberge mich in den Schatten der Büsche, der Gegenwind spielt mir ausnahmsweise mal in die Karten, denn so können die Pferde der Wanderer vor mir mich nicht riechen. Es ist, so weit ich das in der Dunkelheit erkennen kann, eine bunt gemischte Truppe. Am deutlichsten sticht ein wandelnder Felsbrocken, oder etwas, das dem sehr nahe kommt, hervor. Was auch immer das für ein Geschöpf ist, ich glaube nicht, dass ich in einem direkten Kampf etwas gegen ihn ausrichten könnte
Warum solltest du gegen ihn kämpfen?
Sollte ich nicht. Allerdings hilft es immer, wenn man die Lage zunächst einschätzt und sich auf alle Eventualitäten vorbereitet.
Auf alle Eventualitäten vorbereiten nennst du also die Frage, ob du alle umbringst oder nicht?
Nein, aber ich stürze nicht blind auf eine Gruppe nächtlicher Wanderer zu, die deutlich in der Überzahl sind, wandelnde Felsbrocken mit sich führen und jede erdenkliche Art an Waffen tragen. Die sehen nicht gerade so aus, als ob sie jedem blind vertrauen?
Findest du? Ich sehe doch immer wieder mit Ironie, wie leichtfertig damals die Elementkrieger mit Fremden umgegangen sind und sie es dennoch geschafft haben, Sanctorion zu besiegen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie einfach man es den Einfältigen macht...
Ich bezweifle, wenn ich mir das so anhöre, dass die Elementkrieger einen Nutzen für uns haben und nicht wir ausschließlich für sie!
Seelig sind die geistig Armen... Wie dem auch sei, das da vor uns sind zumindest zum Teil Elementkrieger. Also scheu dich nicht und geselle dich zu ihnen.
Dort sind welche, die ich bereits getroffen habe. Ich denke, es ist nicht von Vorteil, wenn sie mich erkennen.
Nun, in der Tat, es könnte verdächtig wirken, wenn du einfach so auftauchst. Ein weiteres Mal.
Wir hätten sie damals eben doch direkt umbringen sollen.
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Und was machen wir jetzt?
Wir hätten die Option uns vollständig zu verhüllen und uns als Anhänger irgendeiner obskuren Religion auszugeben...
Was besseres fällt dir nicht ein?
Nun, es gäbe noch einige Optionen, die alle nicht besonders glaubwürdig erscheinen. Die einfachste wäre, zu sagen, dass wir zufällig hier sind. Allerdings hast du damals behauptet ein Wanderer zu sein und jetzt bist du plötzlich ein Elementkrieger, der zu wissen glaubt, wie der Konflikt zwischen dem König und dem Clan mit der Hungersnot und einigen anderen Ereignissen im Land in Zusammenhang steht? Von wegen!
Wir haben doch die Organisation? Wir geben uns als Botschafter von denen aus und behaupten, dass wir seit langem im Untergrund Informationen über die Sänger gesammelt. Wir beobachten deren Machenschaften schon seit längerem und möchten unsere Informationen teilen, weil wir nicht selber genug Krieger haben.
Nicht schlecht, auch nicht unwahrscheinlicher als dass irgendeine merkwürdige Religion dahergelaufen kommt und denselben Mist erzählt...
Alles klar, dann machen wir es so.
Ich hole ein Tuch aus meinem Beutel und binde es mir um den Mund. Dann frage ich:
Kannst du eine Illusion über meine Augen legen, sodass sie wieder gesund aussehen?
Das ist absolut nicht mein Spezialgebiet, aber es müsste möglich sein.
Alles klar.
Ich nehme die Binde ab und merke ein leichtes Kribbeln, als sich die Projektion über meine leeren Augenhöhlen legt.
Ich werde sie nicht dauerhaft aufrecht erhalten können. Wie gesagt, das ist ein Gebiet der Magie, das mir überhaupt nicht liegt. Zwei Augäpfel bekomme ich gerade noch hin, aber da hörts dann schon auf. Pass also auf, dass die anderen dich nicht sehen, wenn die Projektion ausfällt.
Die Betonung auf 'WENN' ich es merke...
Ich rücke das Tuch zurecht, das ich um mein Gesicht gewickelt habe, um es großflächig zu verdecken. Mit dem Gedanken, wie man so viel Glück haben kann wie ich, dass man die Elementkrieger so schnell und in solch einer Anzahl einfach auf der Straße findet, trete ich hinter der Gesellschaft auf die Straße:
„Seid gegrüßt, nächtliche Wanderer. Habt ihr etwas gegen meine Gesellschaft, bis wir die Stadt erreichen?“
"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
- Gralaer
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Flinko
„Oh ja, zieh dich aus du kleines Wiesel.“ hauche ich gegen das Fenster.
Meine Augen sind erstarrt vor dem Anblick dieser Frau die sich gerade in ihrem nächtlichem Quartier ihrer Kleidung entledigt.
„Ho ho ho, du hast da aber ein paar schöne Rundungen meine Göttin.“
Ich drehe an dem Fernrohr um die Sicht zu verschärfen.
Die Tür schlägt hinter mir auf und Clok kommt hinein.
„Clok, siehs dir an! Es ist einfach fantastisch!“ und halte ihm das Fernrohr hin.
Doch nach Clok folgen Hilja, Humbik der John über seiner Schulter trägt, Kleif und Jiff.
Ich lasse die Weitlupe schnell hinter meinem Rücken verschwinden.
„Was ist passiert?“ frage ich, mit Blick auf John.
„Er ist ohnmächtig...hoffen wir.“ John wird auf mein Bett gelegt.
Ich entferne mich von Zimmer und schaue betrübt zu ihm wie er ohne Regung auf dem Bett liegt.
„Wir müssen das Auge loswerden.“ meint Clok und legt seine Finger auf die Augenklappe.
„Nein! Warte, wer weiß was passieren kann?“ ruft Jiff durch das Gerede.
Ich lasse das Geschwafel, von Was-soll-man-tuen, hinter mir und zwänge mich zu John durch.
Er liegt dort mit halb offenem Mund, er blutet am Kopf und unter der Augenklappe pulsiert das lilane Licht des Auges. Was ist da los?
Vorsichtig hebe ich die Klappe hoch, das Gerede verstummt und keiner sagt auch nur ein Wort.
Das violette Licht breitet sich im Raum aus, es ist noch heller als sonst, der Impuls schlägt wie...
Auf einen Schlag werde ich zur Seite gestoßen und Hilja setzt die Augenklappe wieder über das Auge. Es herrscht Schweigen.
„Es pulsiert wie ein Herz...“ Clok durchbricht die Stille. „Das ist doch völliger Schwachsinn! Du willst mir sagen, John wird kontrolliert von dem Ding! Sag es ruhig!“ äußert sich Kleif erzürnt.
Doch keiner sagt mehr was, selbst Kleif zweifelt wieder an seinen Worten und verstummt.
„Wir...müssen es loswerden.“ meine ich darauf. „Und was ist wenn er dadurch stirbt?“ meldet sich Hilja wieder zu Wort und spricht weiter: „Wir wüssten nicht mal wie. Niemand hier weiß wie das Auge überhaupt zu ihm kam.“
„Kreck weiß es.“ Riskaso steht an der Türschwelle.
„Aber der ist nicht hier, er...“ Hilja stoppt.
„Ich geh ihn suchen!!“ brüllt Jiff plötzlich raus. „Nein...du bist hier die...ähm der einzige der sich mit Heilung auskennt, John braucht dich hier.“ entgegnet Clok.
Stillschweigen liegt im Raum, irgendeiner muss Kreck finden. Es ist eine ungewöhnliche Situation...John entscheidet sowas. Etwas unangenehm. Einen kurzen Moment versuche ich wieder hinter mich zu schauen doch auf einmal hebt Hilja denn Blick und hätte mich gesehen.
„Ich werde gehen. Und Kreck finden.“ Hilja stellt sich aufrecht hin.
Das war klar...jeder weiß hier von Kreck und Hilja.
„Ich werde morgen aufbrechen. Ihr kümmert euch um John und wenn irgendwas passieren sollte versucht ihn aufzuhalten.“
Immer noch sagt niemand was, alle schauen zu John rüber wie er dort liegt und unter seine Augenklappe das violette Licht auf und ab pulsiert.
„Oh ja, zieh dich aus du kleines Wiesel.“ hauche ich gegen das Fenster.
Meine Augen sind erstarrt vor dem Anblick dieser Frau die sich gerade in ihrem nächtlichem Quartier ihrer Kleidung entledigt.
„Ho ho ho, du hast da aber ein paar schöne Rundungen meine Göttin.“
Ich drehe an dem Fernrohr um die Sicht zu verschärfen.
Die Tür schlägt hinter mir auf und Clok kommt hinein.
„Clok, siehs dir an! Es ist einfach fantastisch!“ und halte ihm das Fernrohr hin.
Doch nach Clok folgen Hilja, Humbik der John über seiner Schulter trägt, Kleif und Jiff.
Ich lasse die Weitlupe schnell hinter meinem Rücken verschwinden.
„Was ist passiert?“ frage ich, mit Blick auf John.
„Er ist ohnmächtig...hoffen wir.“ John wird auf mein Bett gelegt.
Ich entferne mich von Zimmer und schaue betrübt zu ihm wie er ohne Regung auf dem Bett liegt.
„Wir müssen das Auge loswerden.“ meint Clok und legt seine Finger auf die Augenklappe.
„Nein! Warte, wer weiß was passieren kann?“ ruft Jiff durch das Gerede.
Ich lasse das Geschwafel, von Was-soll-man-tuen, hinter mir und zwänge mich zu John durch.
Er liegt dort mit halb offenem Mund, er blutet am Kopf und unter der Augenklappe pulsiert das lilane Licht des Auges. Was ist da los?
Vorsichtig hebe ich die Klappe hoch, das Gerede verstummt und keiner sagt auch nur ein Wort.
Das violette Licht breitet sich im Raum aus, es ist noch heller als sonst, der Impuls schlägt wie...
Auf einen Schlag werde ich zur Seite gestoßen und Hilja setzt die Augenklappe wieder über das Auge. Es herrscht Schweigen.
„Es pulsiert wie ein Herz...“ Clok durchbricht die Stille. „Das ist doch völliger Schwachsinn! Du willst mir sagen, John wird kontrolliert von dem Ding! Sag es ruhig!“ äußert sich Kleif erzürnt.
Doch keiner sagt mehr was, selbst Kleif zweifelt wieder an seinen Worten und verstummt.
„Wir...müssen es loswerden.“ meine ich darauf. „Und was ist wenn er dadurch stirbt?“ meldet sich Hilja wieder zu Wort und spricht weiter: „Wir wüssten nicht mal wie. Niemand hier weiß wie das Auge überhaupt zu ihm kam.“
„Kreck weiß es.“ Riskaso steht an der Türschwelle.
„Aber der ist nicht hier, er...“ Hilja stoppt.
„Ich geh ihn suchen!!“ brüllt Jiff plötzlich raus. „Nein...du bist hier die...ähm der einzige der sich mit Heilung auskennt, John braucht dich hier.“ entgegnet Clok.
Stillschweigen liegt im Raum, irgendeiner muss Kreck finden. Es ist eine ungewöhnliche Situation...John entscheidet sowas. Etwas unangenehm. Einen kurzen Moment versuche ich wieder hinter mich zu schauen doch auf einmal hebt Hilja denn Blick und hätte mich gesehen.
„Ich werde gehen. Und Kreck finden.“ Hilja stellt sich aufrecht hin.
Das war klar...jeder weiß hier von Kreck und Hilja.
„Ich werde morgen aufbrechen. Ihr kümmert euch um John und wenn irgendwas passieren sollte versucht ihn aufzuhalten.“
Immer noch sagt niemand was, alle schauen zu John rüber wie er dort liegt und unter seine Augenklappe das violette Licht auf und ab pulsiert.
Faal sosin se laas!
-
Coragna
- Hoher Autor
- Beiträge: 134
- Registriert: So 4. Mai 2014, 11:59
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- Wohnort: Nicht dort
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kha'Tschirik
Gespannt lausche ich Lacrimas Übersetzungen. Es ist interessant zu hören was Ghrentork erlebt und zu erzählen hat und allmählich verstehe ich, wieso er überhaupt bei mir bleibt. Auch wenn ja eigentlich nicht ich sondern Skontino seine Fesseln gelöst hat. Naja, beschweren will ich mich nicht.
"Das ist aber eine große Ehre," antworte ich auf sein Gesuch "Du musst dies zwar nicht tun, ich fordere nichts von dir als Ausgleich. Aber wenn dies dein Wille ist so kannst du an meiner Seite bleiben bis du denkst, dass wieder Gerechtigkeit herrscht."
Apropos Skontino: Wo steckt der überhaupt? Ich schaue mich um und kann ihn nirgendwo erblicken. Scheint sich also unauffällig aus dem Staub gemacht zu haben, denke ich ein wenig traurig. Ohne ihn wäre ich nicht hier gelandet und würde vermutlich immer noch ratlos in der Eiswüste sitzen.
Gespannt lausche ich Lacrimas Übersetzungen. Es ist interessant zu hören was Ghrentork erlebt und zu erzählen hat und allmählich verstehe ich, wieso er überhaupt bei mir bleibt. Auch wenn ja eigentlich nicht ich sondern Skontino seine Fesseln gelöst hat. Naja, beschweren will ich mich nicht.
"Das ist aber eine große Ehre," antworte ich auf sein Gesuch "Du musst dies zwar nicht tun, ich fordere nichts von dir als Ausgleich. Aber wenn dies dein Wille ist so kannst du an meiner Seite bleiben bis du denkst, dass wieder Gerechtigkeit herrscht."
Apropos Skontino: Wo steckt der überhaupt? Ich schaue mich um und kann ihn nirgendwo erblicken. Scheint sich also unauffällig aus dem Staub gemacht zu haben, denke ich ein wenig traurig. Ohne ihn wäre ich nicht hier gelandet und würde vermutlich immer noch ratlos in der Eiswüste sitzen.
- Alinea
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Xashibel
Es ist Nacht, die Thermik schläft ein. Fliegen um diese Uhrzeit ist anstrengend. Gleich wird sich auch der Wind drehen und zum Meer hinziehen. Zeit zu landen.
Die anderen sind noch immer nicht beim Mondlichtküstendorf angekommen. Sie stehen mitten auf der Strasse und unterhalten sich wohl mit anderen Reisenden.
Ich lande abseits der Strasse, zwischen ein paar Findlingen, und wechsle zur Gestalt der Bäuerin. Es kostet mich einige Mühe. Noch ein paar Stunden, dann werde ich sie verlieren... ich sollte mich nach einer neuen Reisegestalt umsehen.
Gemütlich trotte ich zur Gruppe hin. Lacrima redet gerade mit den Fremden und starrt dabei in ein Buch. Doch nicht unser Elementsiegel-Buch? Wer sind diese Leute?
„Xashibel!“, werde ich von Weitem begrüsst. „Endlich bist du da. Das sind Kha'Tschirik und Bengard der Ghrentork, sie begleiten uns, Kha'Tschirik ist eine Freundin von mir!“
„Shékkel, beruhige dich.“ Mit der Stimme der Bäuerin klinge ich wie eine strenge Mutter. „Ihr begleitet uns?“, wende ich mich dann an die beiden Neuankömmlinge. „Das ist schön. Ich bin Xashibel.“ Ich schätze, ich werde Lacrima später fragen, wer diese Leute genau sind.
„Ghrentork spricht leider unsere Sprache nicht.“, erklärt mir die Elfe. „Er will bei Kha'Tschirik bleiben, weil sie ihm das Leben gerettet hat, und Kha'Tschirik wird vorerst uns begleiten, da sie vielleicht eine Elementaffinität besitzt.“
„Ach so.“, nicke ich.
Lacrima wendet sich an den riesenhaften Ghrentork. „Tazan Xashibel.“, sagt sie und deutet auf mich. Ich nicke dem Hünen zu.
„Woher kommt er denn?“, will ich dann wissen. Lacrima setzt zu einer Erklärung an, wird aber unterbrochen:
„Seid gegrüsst, nächtliche Wanderer. Habt ihr etwas gegen meine Gesellschaft, bis wir die Stadt erreichen?“
Einmütig drehen wir uns zu dem Neuankömmling um. Im Dunklen ist er kaum zu sehen mit seinen schwarzen Klamotten, und sein Gesicht ist bis auf die Augen verhüllt.
„Wer magst du sein?“, will Lacrima wissen und steckt ihr Wörterbuch weg. „Das ist nicht gerade die ideale Zeit, um alleine unterwegs zu sein.“
Es ist Nacht, die Thermik schläft ein. Fliegen um diese Uhrzeit ist anstrengend. Gleich wird sich auch der Wind drehen und zum Meer hinziehen. Zeit zu landen.
Die anderen sind noch immer nicht beim Mondlichtküstendorf angekommen. Sie stehen mitten auf der Strasse und unterhalten sich wohl mit anderen Reisenden.
Ich lande abseits der Strasse, zwischen ein paar Findlingen, und wechsle zur Gestalt der Bäuerin. Es kostet mich einige Mühe. Noch ein paar Stunden, dann werde ich sie verlieren... ich sollte mich nach einer neuen Reisegestalt umsehen.
Gemütlich trotte ich zur Gruppe hin. Lacrima redet gerade mit den Fremden und starrt dabei in ein Buch. Doch nicht unser Elementsiegel-Buch? Wer sind diese Leute?
„Xashibel!“, werde ich von Weitem begrüsst. „Endlich bist du da. Das sind Kha'Tschirik und Bengard der Ghrentork, sie begleiten uns, Kha'Tschirik ist eine Freundin von mir!“
„Shékkel, beruhige dich.“ Mit der Stimme der Bäuerin klinge ich wie eine strenge Mutter. „Ihr begleitet uns?“, wende ich mich dann an die beiden Neuankömmlinge. „Das ist schön. Ich bin Xashibel.“ Ich schätze, ich werde Lacrima später fragen, wer diese Leute genau sind.
„Ghrentork spricht leider unsere Sprache nicht.“, erklärt mir die Elfe. „Er will bei Kha'Tschirik bleiben, weil sie ihm das Leben gerettet hat, und Kha'Tschirik wird vorerst uns begleiten, da sie vielleicht eine Elementaffinität besitzt.“
„Ach so.“, nicke ich.
Lacrima wendet sich an den riesenhaften Ghrentork. „Tazan Xashibel.“, sagt sie und deutet auf mich. Ich nicke dem Hünen zu.
„Woher kommt er denn?“, will ich dann wissen. Lacrima setzt zu einer Erklärung an, wird aber unterbrochen:
„Seid gegrüsst, nächtliche Wanderer. Habt ihr etwas gegen meine Gesellschaft, bis wir die Stadt erreichen?“
Einmütig drehen wir uns zu dem Neuankömmling um. Im Dunklen ist er kaum zu sehen mit seinen schwarzen Klamotten, und sein Gesicht ist bis auf die Augen verhüllt.
„Wer magst du sein?“, will Lacrima wissen und steckt ihr Wörterbuch weg. „Das ist nicht gerade die ideale Zeit, um alleine unterwegs zu sein.“
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Sintharak
Die Gruppe dreht sich mit einem Ruck um und alle mustern mich. Mit meinen dunklen Kleidern und meinem Tuch um den Kopf mache ich sicher keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Eine schwarzhaarige junge Frau, für einen Menschen etwas zu klein geraten, antwortet mir: „Wer magst du sein? Das ist nicht gerade die ideale Zeit, um alleine unterwegs zu sein!“
Ich antworte: „Nun ich habe geplant, früher in der Stadt zu sein, allerdings wurde mir das Pferd unterm Hintern weggestohlen und zu Fuß reist es sich in diesem Unwegsamen Gelände nicht so schnell, wie erwartet. Und so hat mich die Nacht überrascht. Und da ich ihnen voll und ganz zustimme, dass dies keine gute Zeit ist um alleine hier draußen umherzustreunen, bitte ich um die Erlaubnis, mich ihrer Gruppe anzuschließen!“
Kurz scheinen die Gefährten zu überlegen, dann, nach einiger Zeit des Schweigens, kommt ein Ausruf von jemand anderem, einer Frau mit blauem Hut und blauem Mantel: "Nun ja, ich bin auch gerade erst dazugestoßen und habe eigentlich kein Recht dazu über so etwas zu entscheiden: Aber wer sagt uns, dass du uns nicht bestehlen willst... oder Schlimmeres, zumal du uns noch nicht einmal deinen Namen gesagt hast.“
Während ich noch überlege, wie man sich dermaßen exzentrisch kleiden kann (der Hut hat wohl eindeutig Übergröße, und die Farbe ist im Gehölz und auf der Steppe wohl auch nur schwer zu übersehen), antworte ich: „Verzeiht meine Unfreundlichkeit. Mein Name ist Leonard. Ich bin Gesandter einer Gilde aus dem Nordwestlichen Teil des Landes. Ich suche bestimmte Menschen, die uns und diesem Land einen Dienst erweisen könnten. Und dass ich euch bestehle, ist in den Zeiten dieser Hungersnot vielleicht eine angebrachte Sorge, jedoch seid ihr mir wohl zahlenmäßig und waffentechnisch überlegen, zumal ihr unter Geleitschutz steht, wie mir scheint“, antworte ich, zu dem wandelnden Felsen blickend.
Die Gruppe dreht sich mit einem Ruck um und alle mustern mich. Mit meinen dunklen Kleidern und meinem Tuch um den Kopf mache ich sicher keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Eine schwarzhaarige junge Frau, für einen Menschen etwas zu klein geraten, antwortet mir: „Wer magst du sein? Das ist nicht gerade die ideale Zeit, um alleine unterwegs zu sein!“
Ich antworte: „Nun ich habe geplant, früher in der Stadt zu sein, allerdings wurde mir das Pferd unterm Hintern weggestohlen und zu Fuß reist es sich in diesem Unwegsamen Gelände nicht so schnell, wie erwartet. Und so hat mich die Nacht überrascht. Und da ich ihnen voll und ganz zustimme, dass dies keine gute Zeit ist um alleine hier draußen umherzustreunen, bitte ich um die Erlaubnis, mich ihrer Gruppe anzuschließen!“
Kurz scheinen die Gefährten zu überlegen, dann, nach einiger Zeit des Schweigens, kommt ein Ausruf von jemand anderem, einer Frau mit blauem Hut und blauem Mantel: "Nun ja, ich bin auch gerade erst dazugestoßen und habe eigentlich kein Recht dazu über so etwas zu entscheiden: Aber wer sagt uns, dass du uns nicht bestehlen willst... oder Schlimmeres, zumal du uns noch nicht einmal deinen Namen gesagt hast.“
Während ich noch überlege, wie man sich dermaßen exzentrisch kleiden kann (der Hut hat wohl eindeutig Übergröße, und die Farbe ist im Gehölz und auf der Steppe wohl auch nur schwer zu übersehen), antworte ich: „Verzeiht meine Unfreundlichkeit. Mein Name ist Leonard. Ich bin Gesandter einer Gilde aus dem Nordwestlichen Teil des Landes. Ich suche bestimmte Menschen, die uns und diesem Land einen Dienst erweisen könnten. Und dass ich euch bestehle, ist in den Zeiten dieser Hungersnot vielleicht eine angebrachte Sorge, jedoch seid ihr mir wohl zahlenmäßig und waffentechnisch überlegen, zumal ihr unter Geleitschutz steht, wie mir scheint“, antworte ich, zu dem wandelnden Felsen blickend.
"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
- Alinea
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Xashibel
„Soll er uns doch bis zur Stadt begleiten.“, meine ich müde. Die Anstrengung des Fliegens macht sich bemerkbar, ich freue mich schon auf ein weiches Bett... hoffentlich finden wir um diese Uhrzeit noch Zimmer.
Lacrima nickt. „Warum nicht. Willkommen, Leonard. Ich bin Lacrima.“
„Was ist denn eine Hungersnot?“, will Shékkel dann wissen.
„Das ist, wenn es zu wenig Essen für die Leute gibt.“, erklärt Rin kurz und wendet sich an Leonard: „Wo herrscht denn Hungersnot? Wir waren eine ganze Weile weg.“
„Das scheint mir wirklich komisch.“, fügt auch Lacrima an. „Gab es grössere Ernteausfälle?“
„Könnt ihr nicht unterwegs reden?“, jammere ich. „Es ist spät.“
„Hast recht.“, nickt Lacrima und rückt ihre Tasche zurecht. „Leonard, wenn du willst, kannst du bei mir aufsitzen.“
„Soll er uns doch bis zur Stadt begleiten.“, meine ich müde. Die Anstrengung des Fliegens macht sich bemerkbar, ich freue mich schon auf ein weiches Bett... hoffentlich finden wir um diese Uhrzeit noch Zimmer.
Lacrima nickt. „Warum nicht. Willkommen, Leonard. Ich bin Lacrima.“
„Was ist denn eine Hungersnot?“, will Shékkel dann wissen.
„Das ist, wenn es zu wenig Essen für die Leute gibt.“, erklärt Rin kurz und wendet sich an Leonard: „Wo herrscht denn Hungersnot? Wir waren eine ganze Weile weg.“
„Das scheint mir wirklich komisch.“, fügt auch Lacrima an. „Gab es grössere Ernteausfälle?“
„Könnt ihr nicht unterwegs reden?“, jammere ich. „Es ist spät.“
„Hast recht.“, nickt Lacrima und rückt ihre Tasche zurecht. „Leonard, wenn du willst, kannst du bei mir aufsitzen.“
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Sintharak
„Leonard, wenn du willst, kannst du bei mir aufsitzen.“ Mit diesen Worten lädt mich die Frau, die zuerst gesprochen hat ein auf ihr Pferd zu steigen und mitzuziehen.
Die erste Stufe meines Plans hat ja problemlos geklappt. Nun möge Akt II ebenso über die Bühne gehen...
Du wirst doch nicht etwa zum Dramatiker!
Nun, angesichts dessen, was die letzten Tage geschehen ist, erscheint mir ein wenig Dramatik angemessen. Außerdem würden sich die Abenteuer der Elementkrieger sicher auch gut verkaufen.
Das wiederum bezweifle ich...
Während ich es mir im Sattel bequem mache, überlege ich, wie ich das Thema der Hungersnot ansprechen soll. Wie es scheint, sind die Elementkrieger noch weniger über das derzeitige politische Geschehen informiert, als ich bisher angenommen habe. Ich beschließe ihnen alles zu erzählen, was ich über die Hungersnot vermute. Es ist meiner Sache sicherlich dienlich, wenn ich die Elementkrieger dazu bewege, sich endlich über die Situation im Klaren zu sein. So wie das für mich aussieht, haben die nicht viel Ahnung davon, dass wir uns mitten in einem gewaltigen Machtspiel und kurz vor einem Krieg befinden.
"Nein, es gab keine größeren Ernteausfälle", beginne ich meine Ausführungen und fahre schnell fort, bevor jemand die nächste Frage stellt: "Es ist viel gefährlicher. Jemand hat vor einiger Zeit begonnen gewaltige Nahrungsmittelvorräte aufzukaufen. Dieser Jemand verfügt offensichtlich über sehr große Geldreserven. Meine Gilde hat sich die Frage gestellt, was dieser Jemand, oder, wie wir inzwischen stark annehmen, diejenigen, mit dieser Aktion bezwecken wollen. Wer hat einen Vorteil davon, dass das Volk hungert? Nun, zuerst dachten wir an Regierungsgegner, die den König für die Not des Volkes verantwortlich machen wollen, und die folgenden Unruhen für einen Putsch nutzen wollen. Diese Theorie können wir immer noch nicht ganz ausschließen, wir haben allerdings auch keinerlei Hinweise gefunden, die auf eine solche Organisation hinweisen würden. Stattdessen haben wir zuerst gerüchteweise und dann auch aus relativ sicherer Quelle erfahren, dass offenbar einige mächtige Geister dafür verantwortlich sind. Die Cantata Mortis..." Ich werde von einem älteren Mann unterbrochen, dessen Gesicht mir seltsam bekannt vorkommt. Vielleicht... Nein. Er meint: "Ja, von den Cantata Mortis haben wir gehört. Sie stiften allerlei Unheil, zur Zeit, aber dass sie eine Hungersnot auslösen...? Wie passt das ins Bild?" Die letzte Frage stellt er an die Frau vor mir, die die Stirn gerunzelt hat. Sie scheint die Wendung noch zu verarbetien.
Sie wissen von den Sängern und trotzdem reiten die hier so seelenruhig dahin, während um sie herum das Land im Chaos versinkt? Die Zeit wird knapp und sie...
Siehst du was ich meine? Ich frage mich immer wieder, welche höhere Macht sie über Sanctorion hat triumphieren lassen...
Wenn das so ist, haben wir von ihnen nicht viel gegen die Sänger zu erwarten... Wir können ihre Überreste vermutlich Minuten nach dem ersten Feindkontakt vermutlich vom Boden kratzen...
Dum spiro, spero.
Ich fahre mit meinen Ausführungen fort: "... jedenfalls haben die Sänger scheinbar begonnen gewaltige Vorräte aufzukaufen. Wiederum haben wir uns gefragt, was sie damit bezwecken. Wir haben nur eine sehr eingeschränkte Ahnung, was die Sänger vorhaben, jedoch scheint es ihrer Sache nicht dienlich zu sein, wenn sie das Volk gegen sich aufbringen. Während die klugen Köpfe unseres Rates noch darüber nachdachten, keimte schon der nächste Konflikt auf: Der König belagert die Stadt des Raphaelclans. Zuerst dachten wir, jetzt seinen alle verrückt geworden, doch einer zählte zwei und zwei zusammen: Angenommen, die Sänger hätten einen oder mehrere Spitzel am Hofe des Königs, beziehungsweise würden durch andere Maßnahmen Einfluss auf seine Politik nehmen, dann wäre es ein kluger Schritt die königlichen Armeen gegen den Clan ziehen zu lassen und sich somit selbst freie Bahn zu schaffen. Den Sängern kann sich jetzt kaum noch jemand in den Weg stellen. Jedoch stünde das Volk unter Umständen rasch auf der Seite des Raphaelclans und sie würden einen fähigeren Herrscher einsetzen. Mit Glück für die Cantata Mortis artet das in einen Bürgerkrieg aus. Mit Pech jedoch, beruhigen sich die Gemüter und der Konflikt wird beigelegt. In meinen Augen zwar unwahrscheinlich, die Politik von König Frederic war noch nie sehr friedfertig, jedoch überlassen die Sänger nichts dem Zufall. Also schufen die Sänger die Hungersnot. Ein ungünstiger Schritt, da das Volk sich noch eher auf die Seite das Clans und gegen den König stellen würde, jedoch nur, wenn auch der König für die Hungersnot verantwortlich gemacht wird. Von daher ist es wahrscheinlich, dass sehr bald die Verantwortung für die Hungersnot dem Clan zugesprochen wird. Dann wird es ungemütlich: Der König hätte die Legimitation den Clan offen zu attackieren und der Clan würde sich selbstverständlich nach Kräften wehren. Keiner würde sich auf die Machenschaften der Sänger konzentrieren!"
Die Gruppe schweigt, als ich meinen Vortrag beende. Der alte Mann fängt sich als erster: "Was hast du damit zu tun? Und warum erzählst du uns das alles?"
"Ich erzähle euch das, weil ihr gefragt habt und es wichtig ist, dass möglichst viele möglichst schnell die Wahrheit erfahren, bevor es zu spät ist. Und ich bin jetzt hier, weil ich in die Stadt will, da man mir gesagt hat, dass ich dort mehrere Elementkrieger treffen kann. Diese sind vielleicht die einzigen, die noch über genug Einfluss verfügen um Schlimmeres zu vermeiden. Wenn ihr mir vielleicht sagen könntet, ob und wo ich sie finde? Der Clan muss schnellstmöglich informiert werden und auch die großen Städte müssen aufgemischt werden, damit die Lüge des Königs nicht greifen kann. Wenn die Menschen erst einmal glauben, dass der Clan schlecht für sie ist, wird sie nichts mehr so schnell umstimmen! Daher muss ich so schnell wie möglich die Elementkrieger finden!"
Hältst du das nicht für sehr auffällig?
Was denn? Ich habe ihnen fast komplett die Wahrheit erzählt. Einzig meine Unkenntnis über die Ziele der Sänger ist ein wenig übertrieben und die Gilde ist in meiner Erzählung auch nicht das, was die Organisation in Wirklichkeit ist...
„Leonard, wenn du willst, kannst du bei mir aufsitzen.“ Mit diesen Worten lädt mich die Frau, die zuerst gesprochen hat ein auf ihr Pferd zu steigen und mitzuziehen.
Die erste Stufe meines Plans hat ja problemlos geklappt. Nun möge Akt II ebenso über die Bühne gehen...
Du wirst doch nicht etwa zum Dramatiker!
Nun, angesichts dessen, was die letzten Tage geschehen ist, erscheint mir ein wenig Dramatik angemessen. Außerdem würden sich die Abenteuer der Elementkrieger sicher auch gut verkaufen.
Das wiederum bezweifle ich...
Während ich es mir im Sattel bequem mache, überlege ich, wie ich das Thema der Hungersnot ansprechen soll. Wie es scheint, sind die Elementkrieger noch weniger über das derzeitige politische Geschehen informiert, als ich bisher angenommen habe. Ich beschließe ihnen alles zu erzählen, was ich über die Hungersnot vermute. Es ist meiner Sache sicherlich dienlich, wenn ich die Elementkrieger dazu bewege, sich endlich über die Situation im Klaren zu sein. So wie das für mich aussieht, haben die nicht viel Ahnung davon, dass wir uns mitten in einem gewaltigen Machtspiel und kurz vor einem Krieg befinden.
"Nein, es gab keine größeren Ernteausfälle", beginne ich meine Ausführungen und fahre schnell fort, bevor jemand die nächste Frage stellt: "Es ist viel gefährlicher. Jemand hat vor einiger Zeit begonnen gewaltige Nahrungsmittelvorräte aufzukaufen. Dieser Jemand verfügt offensichtlich über sehr große Geldreserven. Meine Gilde hat sich die Frage gestellt, was dieser Jemand, oder, wie wir inzwischen stark annehmen, diejenigen, mit dieser Aktion bezwecken wollen. Wer hat einen Vorteil davon, dass das Volk hungert? Nun, zuerst dachten wir an Regierungsgegner, die den König für die Not des Volkes verantwortlich machen wollen, und die folgenden Unruhen für einen Putsch nutzen wollen. Diese Theorie können wir immer noch nicht ganz ausschließen, wir haben allerdings auch keinerlei Hinweise gefunden, die auf eine solche Organisation hinweisen würden. Stattdessen haben wir zuerst gerüchteweise und dann auch aus relativ sicherer Quelle erfahren, dass offenbar einige mächtige Geister dafür verantwortlich sind. Die Cantata Mortis..." Ich werde von einem älteren Mann unterbrochen, dessen Gesicht mir seltsam bekannt vorkommt. Vielleicht... Nein. Er meint: "Ja, von den Cantata Mortis haben wir gehört. Sie stiften allerlei Unheil, zur Zeit, aber dass sie eine Hungersnot auslösen...? Wie passt das ins Bild?" Die letzte Frage stellt er an die Frau vor mir, die die Stirn gerunzelt hat. Sie scheint die Wendung noch zu verarbetien.
Sie wissen von den Sängern und trotzdem reiten die hier so seelenruhig dahin, während um sie herum das Land im Chaos versinkt? Die Zeit wird knapp und sie...
Siehst du was ich meine? Ich frage mich immer wieder, welche höhere Macht sie über Sanctorion hat triumphieren lassen...
Wenn das so ist, haben wir von ihnen nicht viel gegen die Sänger zu erwarten... Wir können ihre Überreste vermutlich Minuten nach dem ersten Feindkontakt vermutlich vom Boden kratzen...
Dum spiro, spero.
Ich fahre mit meinen Ausführungen fort: "... jedenfalls haben die Sänger scheinbar begonnen gewaltige Vorräte aufzukaufen. Wiederum haben wir uns gefragt, was sie damit bezwecken. Wir haben nur eine sehr eingeschränkte Ahnung, was die Sänger vorhaben, jedoch scheint es ihrer Sache nicht dienlich zu sein, wenn sie das Volk gegen sich aufbringen. Während die klugen Köpfe unseres Rates noch darüber nachdachten, keimte schon der nächste Konflikt auf: Der König belagert die Stadt des Raphaelclans. Zuerst dachten wir, jetzt seinen alle verrückt geworden, doch einer zählte zwei und zwei zusammen: Angenommen, die Sänger hätten einen oder mehrere Spitzel am Hofe des Königs, beziehungsweise würden durch andere Maßnahmen Einfluss auf seine Politik nehmen, dann wäre es ein kluger Schritt die königlichen Armeen gegen den Clan ziehen zu lassen und sich somit selbst freie Bahn zu schaffen. Den Sängern kann sich jetzt kaum noch jemand in den Weg stellen. Jedoch stünde das Volk unter Umständen rasch auf der Seite des Raphaelclans und sie würden einen fähigeren Herrscher einsetzen. Mit Glück für die Cantata Mortis artet das in einen Bürgerkrieg aus. Mit Pech jedoch, beruhigen sich die Gemüter und der Konflikt wird beigelegt. In meinen Augen zwar unwahrscheinlich, die Politik von König Frederic war noch nie sehr friedfertig, jedoch überlassen die Sänger nichts dem Zufall. Also schufen die Sänger die Hungersnot. Ein ungünstiger Schritt, da das Volk sich noch eher auf die Seite das Clans und gegen den König stellen würde, jedoch nur, wenn auch der König für die Hungersnot verantwortlich gemacht wird. Von daher ist es wahrscheinlich, dass sehr bald die Verantwortung für die Hungersnot dem Clan zugesprochen wird. Dann wird es ungemütlich: Der König hätte die Legimitation den Clan offen zu attackieren und der Clan würde sich selbstverständlich nach Kräften wehren. Keiner würde sich auf die Machenschaften der Sänger konzentrieren!"
Die Gruppe schweigt, als ich meinen Vortrag beende. Der alte Mann fängt sich als erster: "Was hast du damit zu tun? Und warum erzählst du uns das alles?"
"Ich erzähle euch das, weil ihr gefragt habt und es wichtig ist, dass möglichst viele möglichst schnell die Wahrheit erfahren, bevor es zu spät ist. Und ich bin jetzt hier, weil ich in die Stadt will, da man mir gesagt hat, dass ich dort mehrere Elementkrieger treffen kann. Diese sind vielleicht die einzigen, die noch über genug Einfluss verfügen um Schlimmeres zu vermeiden. Wenn ihr mir vielleicht sagen könntet, ob und wo ich sie finde? Der Clan muss schnellstmöglich informiert werden und auch die großen Städte müssen aufgemischt werden, damit die Lüge des Königs nicht greifen kann. Wenn die Menschen erst einmal glauben, dass der Clan schlecht für sie ist, wird sie nichts mehr so schnell umstimmen! Daher muss ich so schnell wie möglich die Elementkrieger finden!"
Hältst du das nicht für sehr auffällig?
Was denn? Ich habe ihnen fast komplett die Wahrheit erzählt. Einzig meine Unkenntnis über die Ziele der Sänger ist ein wenig übertrieben und die Gilde ist in meiner Erzählung auch nicht das, was die Organisation in Wirklichkeit ist...
"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Lacrima
„Die Cantata Mortis brechen einen Bürgerkrieg vom Zaun...“, murmle ich. Das macht Sinn. Und es erklärt auch, warum wir nichts davon gemerkt haben – das Mondlichtküstendorf versorgt sich schliesslich grösstenteils selbst mit Getreide, nur der Überschuss wird weiterverkauft. Aber wenn es so läuft, wie ich denke, und die Cantata in der Dragotakischen Handelsgesellschaft die Preise in die Höhe treiben, werden früher oder später auch die lokalen Bauern dorthin verkaufen.
Tegros lenkt sein Pferd neben meines. Er betrachtet Leonard mit gerunzelter Stirn. „Das wird den Clan in arge Bedrängnis bringen.“, stellt er fest. „Und die Cantata Mortis hätten freie Bahn, meinst du?“
Mir gefällt die Sache nicht. „Das wäre eine Katastrophe.“, füge ich an. „Eine richtige Verschwörungstheorie. Woher weisst du denn davon? Was ist das für eine Gilde?“
„Nun ja“, beginnt Leonard, „zur Zeit ist es tatsächlich noch eine Verschwörungstheorie, allerdings ist der Großteil ja bereits bewiesen und eingetreten. Und dass es nicht im Sinne der Sänger sein kann, dass die Hungersnot den König an der Kriegsführung hindert, ist ja klar. Zu der Gilde: Es war ursprünglich mal ein Rat mehrerer Fürsten. Die Fürstentümer gibt es nicht mehr, nach einem Aufstand vor vielen Jahren flohen die Fürsten mit ihren treuesten Anhängern in ein altes Kloster und gründeten dort einen Scheinorden, der sich zur Handelsgilde mauserte. Heute ist es vor allem ein politisches Element, dass meist im Verborgenen arbeitet um als Handelsgilde wieder erfolgreich zu sein. Doch so ungern die Räte es zugeben, unsere Macht ist stark beschränkt. Wir genießen keinerlei Sonderbehandlung im Dragotakanischen Machtgefüge!"
„Sagt mir nix.“, antworte ich nur. „Habt ihr einen Namen?“
„Grosshanse Norddragotakas.“, lautet die Antwort. „Kurz GHND.“
Ich nicke. Die gibt es tatsächlich – nur hat sie seit der Gründung der Dragotakischen Handelsgesellschaft fast nichts mehr zu melden. „Wusste gar nicht, dass die politisch aktiv sind.“, murmle ich und zucke mit den Schultern.
Vor allem nicht im Geheimen. Für die Handelsgesellschaft. Die von den überrissenen Preisen auf dem Markt ja nur profitieren kann.
„Wobei sollen dir die Elementkrieger denn genau helfen?“, will jetzt Xashibel wissen, die sich zu Rin aufs Pferd gesetzt hat. „Essen verteilen?“
"Ich denke, das ist nicht unbedingt eine effektive Methode. Vor allem muss der Clan informiert werden, die Truppen des Königs müssen sabotiert werden, das Volk muss schnellstmöglich aufgeklärt werden und vor allem muss sich irgendjemand mobil machen um gegen die Sänger in den Kampf zu ziehen. Ich nehme an, dass sie das alles nicht nur zum Spaß veranstalten..."
„Trotzdem wissen die meisten noch nicht von ihnen.“, führe ich den Gedanken fort. „Gut, dass sich die GHND darum kümmert.“
Ein paar Minuten später erreichen wir endlich das Mondlichtküstendorf. Es ist schon nach Mitternacht, aber in der Taverne vom letzten Mal herrscht immer noch Betrieb. Eine Gruppe angetrunkener Stadtbewohner sitzt am Stammtisch und diskutiert lautstark.
„Was ist denn da los?“, wende ich mich an den Wirt, während ich die letzten paar Münzen aus meinem Geldbeutel zusammenklaube. Hoffentlich hat Tegros daran gedacht, Geld mitzunehmen.
„Sie regen sich auf.“, erklärt dieser apathisch. „Gestern sind die letzten hiesigen Bauern mit ihren Nahrungsmitteln zum Hafen der Winde aufgebrochen, und dann sind die Preise explodiert. Irgend so ein Neureicher bei der Dragotakischen Handelsgesellschaft kauft alle Nahrungsmittel auf...“
„Davon habe ich gehört.“, bestätige ich. Ich hatte also recht... und dieser Leonard auch. Das ist gar nicht gut.
Der Wirt nickt wissend. „Frühstück kostet übrigens zusätzlich. War früher nicht so, aber, ihr wisst schon...“
„Ist in Ordnung.“, meine ich nur. „Erst mal möchten wir schlafen, wenn es recht ist.“
„Natürlich. Die Zimmer sind oben.“
Wir machen uns auf und lassen Leonard zurück, der ebenfalls um ein Zimmer bittet.
Nachdem ich Ghrentork klar gemacht habe, wo wir hier sind und dass wir hier übernachten, betrete ich müde mein Zimmer. Drei Zimmer habe ich gebucht. Mittlerweile sind wir zu neunt. Wenn das so weitergeht, haben wir bald eine Armee.
Die meisten schlafen bereits. Nur Tegros sortiert noch seine Bücher.
„Das gefällt mir nicht.“, raune ich, um niemanden aufzuwecken – mit mässigem Erfolg, denn Tegros zuckt zusammen und lässt seine Bücher fallen.
„Was denn?“, fragt er nach, sobald er sich wieder gefasst hat.
„Dieser Leonard.“, erkläre ich. „Irgendetwas stimmt mit dem nicht.“
„So?“
„Er sagt, er gehört zur Grosshanse.“
„Ja?“
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grosshanse im Geheimen politisch aktiv ist“
„Ist das nicht der Sinn am Geheimen?“, meint Tegros nur.
„Das ist nicht alles.“, antworte ich. „Es ist allgemein bekannt, dass die Hanse und die Dragotakische Handelsgesellschaft Konkurrenten sind, aber erstere ist nicht einflussreich genug für so hoch trabende Pläne wie Mobilmachung oder überhaupt das Mitmischen in so einer Verschwörung. Ausserdem frage ich mich, warum er immer „Gilde“ gesagt hat, wo es doch im allgemeinen Sprachgebrauch eine Hanse ist.“
Tegros denkt kurz nach. „Aber ist das nicht etwas weit hergeholt?“, sinniert er dann. „Vielleicht wittert die Hanse eine Chance, wieder an Einfluss gewinnen. Und ursprünglich war es ja eine Gilde, nicht?“
Ich zucke mit den Schultern. „Kann schon sein. Aber was mich eigentlich am meisten stört, ist, dass er mich nicht erkannt hat.“
„Wie meinst du das?“
„Er sagt, er sucht nach den Elementkriegern. Und er ist ja ansonsten gut informiert, also ist doch zu erwarten, dass er etwas über uns weiss. Und seit der Sache mit Sanctorion kennt halb Dragotaka unsere Namen, dennoch hat er mich nicht erkannt, selbst als ich mich vorgestellt habe.“
„Die Cantata Mortis brechen einen Bürgerkrieg vom Zaun...“, murmle ich. Das macht Sinn. Und es erklärt auch, warum wir nichts davon gemerkt haben – das Mondlichtküstendorf versorgt sich schliesslich grösstenteils selbst mit Getreide, nur der Überschuss wird weiterverkauft. Aber wenn es so läuft, wie ich denke, und die Cantata in der Dragotakischen Handelsgesellschaft die Preise in die Höhe treiben, werden früher oder später auch die lokalen Bauern dorthin verkaufen.
Tegros lenkt sein Pferd neben meines. Er betrachtet Leonard mit gerunzelter Stirn. „Das wird den Clan in arge Bedrängnis bringen.“, stellt er fest. „Und die Cantata Mortis hätten freie Bahn, meinst du?“
Mir gefällt die Sache nicht. „Das wäre eine Katastrophe.“, füge ich an. „Eine richtige Verschwörungstheorie. Woher weisst du denn davon? Was ist das für eine Gilde?“
„Nun ja“, beginnt Leonard, „zur Zeit ist es tatsächlich noch eine Verschwörungstheorie, allerdings ist der Großteil ja bereits bewiesen und eingetreten. Und dass es nicht im Sinne der Sänger sein kann, dass die Hungersnot den König an der Kriegsführung hindert, ist ja klar. Zu der Gilde: Es war ursprünglich mal ein Rat mehrerer Fürsten. Die Fürstentümer gibt es nicht mehr, nach einem Aufstand vor vielen Jahren flohen die Fürsten mit ihren treuesten Anhängern in ein altes Kloster und gründeten dort einen Scheinorden, der sich zur Handelsgilde mauserte. Heute ist es vor allem ein politisches Element, dass meist im Verborgenen arbeitet um als Handelsgilde wieder erfolgreich zu sein. Doch so ungern die Räte es zugeben, unsere Macht ist stark beschränkt. Wir genießen keinerlei Sonderbehandlung im Dragotakanischen Machtgefüge!"
„Sagt mir nix.“, antworte ich nur. „Habt ihr einen Namen?“
„Grosshanse Norddragotakas.“, lautet die Antwort. „Kurz GHND.“
Ich nicke. Die gibt es tatsächlich – nur hat sie seit der Gründung der Dragotakischen Handelsgesellschaft fast nichts mehr zu melden. „Wusste gar nicht, dass die politisch aktiv sind.“, murmle ich und zucke mit den Schultern.
Vor allem nicht im Geheimen. Für die Handelsgesellschaft. Die von den überrissenen Preisen auf dem Markt ja nur profitieren kann.
„Wobei sollen dir die Elementkrieger denn genau helfen?“, will jetzt Xashibel wissen, die sich zu Rin aufs Pferd gesetzt hat. „Essen verteilen?“
"Ich denke, das ist nicht unbedingt eine effektive Methode. Vor allem muss der Clan informiert werden, die Truppen des Königs müssen sabotiert werden, das Volk muss schnellstmöglich aufgeklärt werden und vor allem muss sich irgendjemand mobil machen um gegen die Sänger in den Kampf zu ziehen. Ich nehme an, dass sie das alles nicht nur zum Spaß veranstalten..."
„Trotzdem wissen die meisten noch nicht von ihnen.“, führe ich den Gedanken fort. „Gut, dass sich die GHND darum kümmert.“
Ein paar Minuten später erreichen wir endlich das Mondlichtküstendorf. Es ist schon nach Mitternacht, aber in der Taverne vom letzten Mal herrscht immer noch Betrieb. Eine Gruppe angetrunkener Stadtbewohner sitzt am Stammtisch und diskutiert lautstark.
„Was ist denn da los?“, wende ich mich an den Wirt, während ich die letzten paar Münzen aus meinem Geldbeutel zusammenklaube. Hoffentlich hat Tegros daran gedacht, Geld mitzunehmen.
„Sie regen sich auf.“, erklärt dieser apathisch. „Gestern sind die letzten hiesigen Bauern mit ihren Nahrungsmitteln zum Hafen der Winde aufgebrochen, und dann sind die Preise explodiert. Irgend so ein Neureicher bei der Dragotakischen Handelsgesellschaft kauft alle Nahrungsmittel auf...“
„Davon habe ich gehört.“, bestätige ich. Ich hatte also recht... und dieser Leonard auch. Das ist gar nicht gut.
Der Wirt nickt wissend. „Frühstück kostet übrigens zusätzlich. War früher nicht so, aber, ihr wisst schon...“
„Ist in Ordnung.“, meine ich nur. „Erst mal möchten wir schlafen, wenn es recht ist.“
„Natürlich. Die Zimmer sind oben.“
Wir machen uns auf und lassen Leonard zurück, der ebenfalls um ein Zimmer bittet.
Nachdem ich Ghrentork klar gemacht habe, wo wir hier sind und dass wir hier übernachten, betrete ich müde mein Zimmer. Drei Zimmer habe ich gebucht. Mittlerweile sind wir zu neunt. Wenn das so weitergeht, haben wir bald eine Armee.
Die meisten schlafen bereits. Nur Tegros sortiert noch seine Bücher.
„Das gefällt mir nicht.“, raune ich, um niemanden aufzuwecken – mit mässigem Erfolg, denn Tegros zuckt zusammen und lässt seine Bücher fallen.
„Was denn?“, fragt er nach, sobald er sich wieder gefasst hat.
„Dieser Leonard.“, erkläre ich. „Irgendetwas stimmt mit dem nicht.“
„So?“
„Er sagt, er gehört zur Grosshanse.“
„Ja?“
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grosshanse im Geheimen politisch aktiv ist“
„Ist das nicht der Sinn am Geheimen?“, meint Tegros nur.
„Das ist nicht alles.“, antworte ich. „Es ist allgemein bekannt, dass die Hanse und die Dragotakische Handelsgesellschaft Konkurrenten sind, aber erstere ist nicht einflussreich genug für so hoch trabende Pläne wie Mobilmachung oder überhaupt das Mitmischen in so einer Verschwörung. Ausserdem frage ich mich, warum er immer „Gilde“ gesagt hat, wo es doch im allgemeinen Sprachgebrauch eine Hanse ist.“
Tegros denkt kurz nach. „Aber ist das nicht etwas weit hergeholt?“, sinniert er dann. „Vielleicht wittert die Hanse eine Chance, wieder an Einfluss gewinnen. Und ursprünglich war es ja eine Gilde, nicht?“
Ich zucke mit den Schultern. „Kann schon sein. Aber was mich eigentlich am meisten stört, ist, dass er mich nicht erkannt hat.“
„Wie meinst du das?“
„Er sagt, er sucht nach den Elementkriegern. Und er ist ja ansonsten gut informiert, also ist doch zu erwarten, dass er etwas über uns weiss. Und seit der Sache mit Sanctorion kennt halb Dragotaka unsere Namen, dennoch hat er mich nicht erkannt, selbst als ich mich vorgestellt habe.“
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Sintharak
Nachdem wir im Gasthaus angekommen waren, hatte ich die Gruppe bald verlassen und bin zu Bett gegangen. Am nächsten Morgen erwache ich früh und denke über den gestrigen Tag nach. Eigentlich habe ich keine Fehler begangen oder?
Nun ja, die Geschichte war schlüssig, aber nicht zu schlüssig, nicht übermäßig wahrscheinlich und vor allem nicht unbedingt naheliegend. Keine perfekte Lüge, was es glaubwürdiger macht.
Das meiste entsprach ja ohnehin der Wahrheit beziehungsweise dem, was wir glauben, dass es war ist.
Allerdings glaube ich, dass du einen Fehler begangen hast.
Was? Welchen?
Mir ist es nicht sofort aufgefallen, sonst hätte ich dich gewarnt. Ich bin mir auch nicht hundertprozentig sicher. Erinnere dich daran, was passiert ist, als du die Gruppe angesprochen hast.
Sie... haben mich zuerst erstaunt angeschaut und dann gefragt wer ich bin und was ich will...
Genauer! Wer hat was gesagt?
Zuerst hat mich die junge Frau, ich denke das müsste Lacrima sein, zumindest enspricht sie sehr deinen Aufzeichnungen, angesprochen, dann...
Stopp. Um sie geht es! Was hat sie gesagt als sie dich auf das Pferd eingeladen hat?
Nun... sie hat gesagt, dass sie die Stadt schnell erreichen wollen. Hat sehr müde gewirkt und dann hat sie mich Willkommen geheißen und... Ach du Scheiße!
Eben. Sie hat ihren Namen gesagt. Sie hat sich dir vorgestellt. Und du hast gesagt, du suchst die Elementkrieger, sie dann aber nicht am Namen erkannt!
Verdammt.
Ich stehe von meinem mehr oder weniger weichen Bett auf und beginne durch das Zimmer zu kreisen. Was soll ich tun? Wenn ich Glück habe, hat sie das nicht bemerkt. Aber ich darf nichts dem Zufall überlassen. Ich zermartere mir das Hirn, aber mehr als eine fadenscheinige Begründung fällt mir nicht ein. Je schneller desto besser...
Ich wasche mir schnell das Gesicht, wickle mir wieder das Tuch um den Kopf und verlasse das Zimmer. Ich trete in das Hinterzimmer, das offensichtlich für das Frühstück vorgesehen ist. Allerdings sind die meisten Tische unbesetzt. Der Wirt hatte ja angekündigt, dass das Frühstück teurer sein wird... Ich entdecke den alten Mann, der mir so bekannt vorkam an einem der Tische, mit einem Becher undefinierbarer Flüssigkeit und einem kargen Mahl. Besser kann es kaum laufen. Trotzdem entwickelt sich längst nicht alles wie geplant. Ich geselle mich zu ihm und begrüße ihn.
Leonard: „Guten Morgen. Darf ich mich zu ihnen gesellen?“
Er blickt auf und bedeutet mir mich zu setzen.
Leonard: „Verzeiht, wenn ich störe, doch sie haben sich noch gar nicht vorgestellt. Darf ich ihren Namen erfahren?“
Tegros: „Mein Name ist Tegros! Gestern war ein langer Tag, und sie sind sehr schnell auf ihr Zimmer verschwunden, da blieb kaum noch Zeit für ein Gespräch.“
Bei dem Namen Tegros kommt in mir wiederum das Gefühl der Erkenntnis hoch doch gleichzeitig rührt sich der Verstand des Riz'oks und das Gefühl verschwindet so schnell wie es kam... Ich schüttle mich innerlich und konzentriere mich wieder auf das Gespräch.
Leonard: „Es ist mir ein wenig peinlich, doch gestern war ich so beschäftigt mit meinen Ausführungen, dass ich wohl auch die Namen der anderen nicht mitbekommen habe. Ich glaube, kaum einer hat sich vorgestellt, doch wie hieß doch gleich die freundliche junge Dame, die mich auf ihrem Pferd mitnahm?“
Tegros: „Oh... Das war Lacrima.“
Er scheint kurz irritiert und schaut mich dann abschätzend an. Hat er es bemerkt?
Leonard: „Lacrima... Seltsam wo habe ich den Namen... Hat sie etwas mit den Elementkriegern zu tun?“
Tegros zögert und runzelt wieder die Stirn. Er scheint seine Antwort abzuwägen.
Ich glaube er hat deinen Fehler gestern bemerkt. Die Frage ist, was er mit der ganzen Sache eigentlich zu tun hat. Er war der Lehrer von Alucard, doch der ist jetzt tot.
Tegros: „Sie ist eine der Veteranen im Kampf gegen Sanctorion. Sie hat damals eine der Führungsrollen unter dem Elementkriegern übernommen und war außerdem die Diplomatin, die die Unterstützung der Elfen für unsere Sache gewonnen hat.“
Leonard: „Sie IST eine Elementkriegerin? Und Sie? Und die anderen?“
Tegros: „Ich selbst bin keiner, die anderen jedoch sind größtenteils welche.“
Leonard: „Aber wieso habt ihr mir das nicht gleich gesagt, als ich erzählt habe, dass ich die Elementkrieger suche?“
Tegros: „Nun ja... Es gab gewisse... Ich weiß auch nicht... Ich mische mich nicht in die Belange der Krieger ein, das ist ihre Sache. Ich denke, Lacrima war müde und wollte in Ruhe über das weitere Vorgehen nachdenken. Ich hoffe ohnehin, dass sie nicht etwas geplant hat, das ich jetzt durch meine Offenheit zerstöre. Ich persönlich, weiß auch nicht warum wir nicht offen reden sollen, die Ereignisse der vergangenen Tage sprechen für sich.“
Leonard: „Dann jedenfalls vielen Dank für ihr Vertrauen. Ich werde einige Besorgungen in der Stadt erledigen und wenn die Langschläfer dann nachher gefrühstückt haben, komme ich wieder um mit ihr und den anderen zu sprechen. Der Hanse gefällt die ganze Sache mit den Sängern nicht. Unter uns: Zuerst haben die Räte gezögert, haben sich nicht in der Verpflichtung gesehen, in Dragotakas Kriegspolitik einzugreifen. Aber mit Beginn der Hungersnot, und den darauf explodierenden Umsätzen der Handelsgesellschaft konnten die Befürworter dieser Aktion die Mehrheit auf ihre Seite ziehen, vor allem da sie sich dadurch eine Stärkung der Handelspartnerschaften mit dem König erhoffen.“
Tegros: „Ich hatte mich schon gewundert, warum die Hanse an Kriegspolitik interessiert ist. Dass sie die Umsätze der Handelsgesellschaft mit Neid betrachten ist klar. Aber was sie für einen Vorteil aus der Bekämpfung der Sänger ziehen...“
Leonard: „Ich selbst sehe einem Krieg mit übermächtigen Geistern mit Schrecken entgegen und wir haben einige Leute in hohen Positionen, die nicht nur an sich selber denken. Einer der Gründe wahrscheinlich, warum die Hanse viel weniger erfolgreich ist, als die Gesellschaft. Aber ich selbst habe da kein Problem mit.“
Tegros: „Wenn ich es so recht bedenke, sollten wir uns glücklich schätzen, darüber dass ihr uns so schnell gefunden habt...“
Leonard: „Nun ja, ob wir irgendetwas erreichen, steht in den Sternen...“
Tegros: „Wir können nur hoffen!“
Leonard: „Also, bis nachher dann!“
Ich stehe vom Tisch auf, nicke dem Wirt zu, der daraufhin die Bezahlung meines Zimmers annimmt und dann trete ich aus der Tür in die frische Morgenluft. Ich pilgere gen Stadtkern und gehe innerlich meine Ausrüstung durch. Hoffentlich gibt es einen Apoteker, der einige Mittel zur Verfügung hat, mit denen ich meinen Giftvorrat aufstocken kann... Außerdem brauche ich dringend wieder frische Nahrung, das bisschen, das ich dem ermordeten Händler abgenommen habe, ist bereits fast aufgebraucht, und da die Preise im Wirtshaus so gewaltig waren, gehen die letzten Reste für mein Frühstück drauf. Auf dem Marktplatz ist bereits allerhand los. Während ich ein Opfer suche, das ich um ein wenig Gold erleichtern kann, wird meine Aufmerksamkeit von einem Marktschreier angezogen.
„... BITTEN WIR STARKE MÄNNER SICH FREIWILLIG AN DAS HEER ZU WENDEN, DA DIE UNTERSTÜTZUNG EINES JEDEN BENÖTIGT WIRD, UM DIE DROHENDE GEFAHR ABZUWENDEN! EIN JEDER KANN SEINEN TEIL DAZU BEITRAGEN, DIESN KAMPF SCHNELL ZU GEWINNEN, DAMIT WIEDER RUHE EINKEHRT. WENN DER RAPHAELCLAN SICH GEGEN DAS REICH WENDET, DANN ERHEBEN WIR UNSERE STIMMEN. NIEMAND LÄSST UNS AUSBLUTEN! ERHEBT EURE FAUST GEGEN DIESE BEDROHUNG. GEMEINSAM, UNTER DER FAHNE UNSERES GELIEBTEN KÖNIGS WERDEN WIR UNS ERHEBEN UND DIESEN VERRÄTERN ZEIGEN, WAS WIR VON SOLCHEN VERBREFCHERN HALTEN. SIE NEHMEN UNS DAS ESSEN WEG, DANN HOLEN WIR ES UNS EBEN MIT GEWALT. KOMMT MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN, ERHEBT DIE SCHWERTER GEGEN DIESES JOCH! EIN JEDER KANN TEIL DER BEFREIUNG SEIN!“
Der Schreihals erntet lautstarken Beifall und einige grimmige Helfer tragen die ersten Übermotivierten in Freiwilligenlisten ein und erklären ihnen, wo sie sich einzufinden haben. Ich schnappe einige Worte auf: „... in drei Tagen...“ „...Galeere...“ „... dritter Landungssteg...“ „...Training und dann schließen sie sich....“. Ich besorge mir so schnell ich kann etwas Geld, meine Gifte und etwas zu essen. Dann eile ich zum Wirtshaus zurück.
Unsere Feinde mobilisieren sich viel schneller als erwartet.
Die Zeit wird knapp. Wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben!
Das sehen die Elementkrieger hoffentlich genauso, antworte ich dem Riz'ok und trete in das Zimmer, wo die ersten Krieger des Vortags schon sitzen.
Nachdem wir im Gasthaus angekommen waren, hatte ich die Gruppe bald verlassen und bin zu Bett gegangen. Am nächsten Morgen erwache ich früh und denke über den gestrigen Tag nach. Eigentlich habe ich keine Fehler begangen oder?
Nun ja, die Geschichte war schlüssig, aber nicht zu schlüssig, nicht übermäßig wahrscheinlich und vor allem nicht unbedingt naheliegend. Keine perfekte Lüge, was es glaubwürdiger macht.
Das meiste entsprach ja ohnehin der Wahrheit beziehungsweise dem, was wir glauben, dass es war ist.
Allerdings glaube ich, dass du einen Fehler begangen hast.
Was? Welchen?
Mir ist es nicht sofort aufgefallen, sonst hätte ich dich gewarnt. Ich bin mir auch nicht hundertprozentig sicher. Erinnere dich daran, was passiert ist, als du die Gruppe angesprochen hast.
Sie... haben mich zuerst erstaunt angeschaut und dann gefragt wer ich bin und was ich will...
Genauer! Wer hat was gesagt?
Zuerst hat mich die junge Frau, ich denke das müsste Lacrima sein, zumindest enspricht sie sehr deinen Aufzeichnungen, angesprochen, dann...
Stopp. Um sie geht es! Was hat sie gesagt als sie dich auf das Pferd eingeladen hat?
Nun... sie hat gesagt, dass sie die Stadt schnell erreichen wollen. Hat sehr müde gewirkt und dann hat sie mich Willkommen geheißen und... Ach du Scheiße!
Eben. Sie hat ihren Namen gesagt. Sie hat sich dir vorgestellt. Und du hast gesagt, du suchst die Elementkrieger, sie dann aber nicht am Namen erkannt!
Verdammt.
Ich stehe von meinem mehr oder weniger weichen Bett auf und beginne durch das Zimmer zu kreisen. Was soll ich tun? Wenn ich Glück habe, hat sie das nicht bemerkt. Aber ich darf nichts dem Zufall überlassen. Ich zermartere mir das Hirn, aber mehr als eine fadenscheinige Begründung fällt mir nicht ein. Je schneller desto besser...
Ich wasche mir schnell das Gesicht, wickle mir wieder das Tuch um den Kopf und verlasse das Zimmer. Ich trete in das Hinterzimmer, das offensichtlich für das Frühstück vorgesehen ist. Allerdings sind die meisten Tische unbesetzt. Der Wirt hatte ja angekündigt, dass das Frühstück teurer sein wird... Ich entdecke den alten Mann, der mir so bekannt vorkam an einem der Tische, mit einem Becher undefinierbarer Flüssigkeit und einem kargen Mahl. Besser kann es kaum laufen. Trotzdem entwickelt sich längst nicht alles wie geplant. Ich geselle mich zu ihm und begrüße ihn.
Leonard: „Guten Morgen. Darf ich mich zu ihnen gesellen?“
Er blickt auf und bedeutet mir mich zu setzen.
Leonard: „Verzeiht, wenn ich störe, doch sie haben sich noch gar nicht vorgestellt. Darf ich ihren Namen erfahren?“
Tegros: „Mein Name ist Tegros! Gestern war ein langer Tag, und sie sind sehr schnell auf ihr Zimmer verschwunden, da blieb kaum noch Zeit für ein Gespräch.“
Bei dem Namen Tegros kommt in mir wiederum das Gefühl der Erkenntnis hoch doch gleichzeitig rührt sich der Verstand des Riz'oks und das Gefühl verschwindet so schnell wie es kam... Ich schüttle mich innerlich und konzentriere mich wieder auf das Gespräch.
Leonard: „Es ist mir ein wenig peinlich, doch gestern war ich so beschäftigt mit meinen Ausführungen, dass ich wohl auch die Namen der anderen nicht mitbekommen habe. Ich glaube, kaum einer hat sich vorgestellt, doch wie hieß doch gleich die freundliche junge Dame, die mich auf ihrem Pferd mitnahm?“
Tegros: „Oh... Das war Lacrima.“
Er scheint kurz irritiert und schaut mich dann abschätzend an. Hat er es bemerkt?
Leonard: „Lacrima... Seltsam wo habe ich den Namen... Hat sie etwas mit den Elementkriegern zu tun?“
Tegros zögert und runzelt wieder die Stirn. Er scheint seine Antwort abzuwägen.
Ich glaube er hat deinen Fehler gestern bemerkt. Die Frage ist, was er mit der ganzen Sache eigentlich zu tun hat. Er war der Lehrer von Alucard, doch der ist jetzt tot.
Tegros: „Sie ist eine der Veteranen im Kampf gegen Sanctorion. Sie hat damals eine der Führungsrollen unter dem Elementkriegern übernommen und war außerdem die Diplomatin, die die Unterstützung der Elfen für unsere Sache gewonnen hat.“
Leonard: „Sie IST eine Elementkriegerin? Und Sie? Und die anderen?“
Tegros: „Ich selbst bin keiner, die anderen jedoch sind größtenteils welche.“
Leonard: „Aber wieso habt ihr mir das nicht gleich gesagt, als ich erzählt habe, dass ich die Elementkrieger suche?“
Tegros: „Nun ja... Es gab gewisse... Ich weiß auch nicht... Ich mische mich nicht in die Belange der Krieger ein, das ist ihre Sache. Ich denke, Lacrima war müde und wollte in Ruhe über das weitere Vorgehen nachdenken. Ich hoffe ohnehin, dass sie nicht etwas geplant hat, das ich jetzt durch meine Offenheit zerstöre. Ich persönlich, weiß auch nicht warum wir nicht offen reden sollen, die Ereignisse der vergangenen Tage sprechen für sich.“
Leonard: „Dann jedenfalls vielen Dank für ihr Vertrauen. Ich werde einige Besorgungen in der Stadt erledigen und wenn die Langschläfer dann nachher gefrühstückt haben, komme ich wieder um mit ihr und den anderen zu sprechen. Der Hanse gefällt die ganze Sache mit den Sängern nicht. Unter uns: Zuerst haben die Räte gezögert, haben sich nicht in der Verpflichtung gesehen, in Dragotakas Kriegspolitik einzugreifen. Aber mit Beginn der Hungersnot, und den darauf explodierenden Umsätzen der Handelsgesellschaft konnten die Befürworter dieser Aktion die Mehrheit auf ihre Seite ziehen, vor allem da sie sich dadurch eine Stärkung der Handelspartnerschaften mit dem König erhoffen.“
Tegros: „Ich hatte mich schon gewundert, warum die Hanse an Kriegspolitik interessiert ist. Dass sie die Umsätze der Handelsgesellschaft mit Neid betrachten ist klar. Aber was sie für einen Vorteil aus der Bekämpfung der Sänger ziehen...“
Leonard: „Ich selbst sehe einem Krieg mit übermächtigen Geistern mit Schrecken entgegen und wir haben einige Leute in hohen Positionen, die nicht nur an sich selber denken. Einer der Gründe wahrscheinlich, warum die Hanse viel weniger erfolgreich ist, als die Gesellschaft. Aber ich selbst habe da kein Problem mit.“
Tegros: „Wenn ich es so recht bedenke, sollten wir uns glücklich schätzen, darüber dass ihr uns so schnell gefunden habt...“
Leonard: „Nun ja, ob wir irgendetwas erreichen, steht in den Sternen...“
Tegros: „Wir können nur hoffen!“
Leonard: „Also, bis nachher dann!“
Ich stehe vom Tisch auf, nicke dem Wirt zu, der daraufhin die Bezahlung meines Zimmers annimmt und dann trete ich aus der Tür in die frische Morgenluft. Ich pilgere gen Stadtkern und gehe innerlich meine Ausrüstung durch. Hoffentlich gibt es einen Apoteker, der einige Mittel zur Verfügung hat, mit denen ich meinen Giftvorrat aufstocken kann... Außerdem brauche ich dringend wieder frische Nahrung, das bisschen, das ich dem ermordeten Händler abgenommen habe, ist bereits fast aufgebraucht, und da die Preise im Wirtshaus so gewaltig waren, gehen die letzten Reste für mein Frühstück drauf. Auf dem Marktplatz ist bereits allerhand los. Während ich ein Opfer suche, das ich um ein wenig Gold erleichtern kann, wird meine Aufmerksamkeit von einem Marktschreier angezogen.
„... BITTEN WIR STARKE MÄNNER SICH FREIWILLIG AN DAS HEER ZU WENDEN, DA DIE UNTERSTÜTZUNG EINES JEDEN BENÖTIGT WIRD, UM DIE DROHENDE GEFAHR ABZUWENDEN! EIN JEDER KANN SEINEN TEIL DAZU BEITRAGEN, DIESN KAMPF SCHNELL ZU GEWINNEN, DAMIT WIEDER RUHE EINKEHRT. WENN DER RAPHAELCLAN SICH GEGEN DAS REICH WENDET, DANN ERHEBEN WIR UNSERE STIMMEN. NIEMAND LÄSST UNS AUSBLUTEN! ERHEBT EURE FAUST GEGEN DIESE BEDROHUNG. GEMEINSAM, UNTER DER FAHNE UNSERES GELIEBTEN KÖNIGS WERDEN WIR UNS ERHEBEN UND DIESEN VERRÄTERN ZEIGEN, WAS WIR VON SOLCHEN VERBREFCHERN HALTEN. SIE NEHMEN UNS DAS ESSEN WEG, DANN HOLEN WIR ES UNS EBEN MIT GEWALT. KOMMT MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN, ERHEBT DIE SCHWERTER GEGEN DIESES JOCH! EIN JEDER KANN TEIL DER BEFREIUNG SEIN!“
Der Schreihals erntet lautstarken Beifall und einige grimmige Helfer tragen die ersten Übermotivierten in Freiwilligenlisten ein und erklären ihnen, wo sie sich einzufinden haben. Ich schnappe einige Worte auf: „... in drei Tagen...“ „...Galeere...“ „... dritter Landungssteg...“ „...Training und dann schließen sie sich....“. Ich besorge mir so schnell ich kann etwas Geld, meine Gifte und etwas zu essen. Dann eile ich zum Wirtshaus zurück.
Unsere Feinde mobilisieren sich viel schneller als erwartet.
Die Zeit wird knapp. Wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben!
Das sehen die Elementkrieger hoffentlich genauso, antworte ich dem Riz'ok und trete in das Zimmer, wo die ersten Krieger des Vortags schon sitzen.
"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
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Coragna
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kha'Tschirik
Nachdem sich Leonard zu uns gesellt hat und wir aufgebrochen sind, verstehe ich nicht mehr viel von dem Gespräch. Viele der Begriffe sind mir völlig unbekannt und so betrachte ich einfach die Umgebung. Wir reiten immer näher zum Mondlichtküstendorf und ich fühle mich unbehaglich – hoffentlich bemerkt keiner, dass es Ghrentork und ich waren, die von dem Schiff geflohen sind und so ein Chaos angerichtet haben. Ich versuche ihm zu verdeutlichen, dass er draußen warten soll, doch er scheint nicht zu verstehen und trägt mich immer weiter den anderen hinterher.
Anscheinend gibt es eine Hungersnot. Das irritiert mich doch ziemlich, denn auf dem Schiff waren eigentlich nur Kisten mit Essen darin, doch ich will niemanden unterbrechen. Ich konnte mir ja noch nicht mal die Namen von allen merken, vielleicht kann ich es ja irgendwann anders anbringen, wenn nicht alle durcheinander reden.
Als wir ankommen ist es schon dunkel und so sieht kaum einer den Bengarden, doch ich sehe mich trotzdem immer wieder hektisch um. Das kann ja heiter werden, aber ich traue mich nicht etwas zu Shékkel und den anderen zu sagen. Ich will niemanden aufhalten. Das Gasthaus in das wir einkehren hat zwar auch einen Stall hinterm Haus, aber Ghrentork will nicht von meiner Seite weichen und auch als ich ihm mit abenteuerlichem Gebärdenspiel versuche klarzumachen, dass drinnen wohl kaum genug Platz für ihn sein wird, beharrt er partout darauf bei mir zu bleiben. Die anderen, die ziemlich kaputt scheinen, meinen schließlich, dass wir halt den Wirt fragen, ob er uns in eines der Zimmer Heu bringen könnte. Lacrima hätte Kontakte was seltsame Gestalten angeht. Ich folge ihnen in das Haus, sie buchen drei Zimmer für uns. Dann geht alles ganz schnell, ich werde mit Shékkel und Ghrentork in eins geschickt, Shèkkel schmeißt sich aufs Bett und scheint in der selben Sekunde einzuschlafen. Ghrentork hockt sich auf das eben gebrachte Stroh und beobachtet mich. Fast ein bisschen gruselig, aber auch irgendwie beruhigend – ich beshcließe auch schlafen zu gehen und wache erst wieder auf als Lacrima am nächsten morgen in mein Zimmer tritt.
Nachdem sich Leonard zu uns gesellt hat und wir aufgebrochen sind, verstehe ich nicht mehr viel von dem Gespräch. Viele der Begriffe sind mir völlig unbekannt und so betrachte ich einfach die Umgebung. Wir reiten immer näher zum Mondlichtküstendorf und ich fühle mich unbehaglich – hoffentlich bemerkt keiner, dass es Ghrentork und ich waren, die von dem Schiff geflohen sind und so ein Chaos angerichtet haben. Ich versuche ihm zu verdeutlichen, dass er draußen warten soll, doch er scheint nicht zu verstehen und trägt mich immer weiter den anderen hinterher.
Anscheinend gibt es eine Hungersnot. Das irritiert mich doch ziemlich, denn auf dem Schiff waren eigentlich nur Kisten mit Essen darin, doch ich will niemanden unterbrechen. Ich konnte mir ja noch nicht mal die Namen von allen merken, vielleicht kann ich es ja irgendwann anders anbringen, wenn nicht alle durcheinander reden.
Als wir ankommen ist es schon dunkel und so sieht kaum einer den Bengarden, doch ich sehe mich trotzdem immer wieder hektisch um. Das kann ja heiter werden, aber ich traue mich nicht etwas zu Shékkel und den anderen zu sagen. Ich will niemanden aufhalten. Das Gasthaus in das wir einkehren hat zwar auch einen Stall hinterm Haus, aber Ghrentork will nicht von meiner Seite weichen und auch als ich ihm mit abenteuerlichem Gebärdenspiel versuche klarzumachen, dass drinnen wohl kaum genug Platz für ihn sein wird, beharrt er partout darauf bei mir zu bleiben. Die anderen, die ziemlich kaputt scheinen, meinen schließlich, dass wir halt den Wirt fragen, ob er uns in eines der Zimmer Heu bringen könnte. Lacrima hätte Kontakte was seltsame Gestalten angeht. Ich folge ihnen in das Haus, sie buchen drei Zimmer für uns. Dann geht alles ganz schnell, ich werde mit Shékkel und Ghrentork in eins geschickt, Shèkkel schmeißt sich aufs Bett und scheint in der selben Sekunde einzuschlafen. Ghrentork hockt sich auf das eben gebrachte Stroh und beobachtet mich. Fast ein bisschen gruselig, aber auch irgendwie beruhigend – ich beshcließe auch schlafen zu gehen und wache erst wieder auf als Lacrima am nächsten morgen in mein Zimmer tritt.
- Alinea
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- Registriert: Mi 29. Februar 2012, 17:49
- Characters: Lacrima, Xashibel, Shékkel, Irrin
- Wohnort: Im Wasser und im Wind...
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Geringfügige Fremdsteuerung bei Dimir, tut mir leid.
Lacrima
Bald schlafen alle ein.
Mir ist ein wenig mulmig. Vielleicht wäre es wirklich besser, ihnen alles zu verraten.
Ich atme tief durch. Aber sicher nicht jetzt. Es ist schon nach Mitternacht.
Leise schlage ich die Decke zurück und stehe auf, darauf bedacht, niemanden zu wecken. Ich habe extra darauf geachtet, nicht im gleichen Zimmer wie Shékkel zu liegen, die würde mich garantiert hören. Tut sie vielleicht auch so.
Leise drücke ich die Türklinke nach unten und husche hinaus. Im Flur ist es stockfinster. Ich muss mich der Wand entlangtasten, um zur Gaststube zu kommen.
Dort sind zu meinem Erstaunen immer noch Leute. Am Stammtisch sitzen drei, einer davon schläft in einer ziemlich unbequem aussehenden Lage. „Sogar das Bier ist teuer...“, jammert ein anderer.
Ich nicke ihnen kurz zu und verschwinde durch die Tür. Kälte schlägt mir ins Gesicht und ich bereue es, meinen Mantel nicht mitgenommen zu haben.
Das Licht aus dem Gasthaus reicht einigermassen aus, um die Strasse zu beleuchten, aber in die Gassen sehe ich nicht.
Meine Kristallkugel baumelt noch immer um meinen Hals. Ich setze sie über mein linkes Auge. In der Zwischendimension ist alles verschwommen, aber auch etwas heller, und so kann ich mich immerhin ein bisschen orientieren.
Ich drehe mich einmal im Kreis. Hinter der Wand des Gasthauses schimmern die Elemente meiner Freunde. In den anderen Häusern leuchtet das Spiritua der Menschen, mal stärker, mal schwächer.
Ich gehe die Strasse entlang. Eigentlich habe ich mir noch nicht so genau überlegt, wie ich das hier angehen soll. Ich bin kein Schurke, ich kann mich nicht so gut ungesehen im Dunklen bewegen. Aber bei dem Gedanken, einfach so durch die Stadt zu latschen, wird mir unwohl.
Am Ende der Strasse ist es ziemlich düster. Der Mond wirft nur ein schwaches Licht auf die Giebel und die Zwischendimension ist voller verwischter Formen. Ich spüre kaum eine Bewegung, abgesehen von meinem eigenen Zittern. Ist das kalt!
Rasch gehe ich weiter, die Hände in die Achselhöhlen gesteckt, und widerstehe dem Impuls, mir ein Licht zu machen. Meine Schritte hallen schon laut genug durch die Strassen.
Wieder und wieder sehe ich mich um, das Spiritua der vielen Menschen tanzt vor meinen Augen und langsam bekomme ich Kopfschmerzen von der Kristallkugel. Dann entdecke ich endlich, was ich suche.
Ich schnalle die Kugel über das rechte Auge, damit das Linke sich entspannen kann, und schaue erneut. Der violette Fleck ist in der dunklen Umgebung kaum zu erkennen, aber er ist eindeutig da. Ich habe Glück!
Dann zögere ich. Weiter habe ich diese Sache nicht geplant.
Seufzend gehe ich weiter. Selber schuld. Jetzt stehe ich hier in der Kälte, jetzt kann ich genauso gut tun, wofür ich aufgestanden bin.
Der violette Punkt bewegt sich zügig, aber zum Glück kenne ich mich hier ein wenig aus. Bald bin ich nah genug, um Näheres zu erkennen.
Ein weisser Schein bewegt sich neben dem Violetten her. Er ist also nicht allein.
Die beiden Gefährten gehen eine Strasse entlang, die ein wenig aus der Stadt herausführt. Mittlerweile kann ich ihre Schritte hören. Sie geben sich also nicht besonders Mühe, leise zu sein.
Ich gehe durch eine Gasse und stelle mich an den Strassenrand. Wahrscheinlich kommen sie hier vorbei. Ich hänge die Kristallkugel wieder um meinen Hals und stelle mich hin, die Hände an den Seiten, um sicher zu wirken. Nein, das wirkt aufdringlich. Stattdessen lasse ich sie hängen.
Dann biegen die beiden Gestalten um die Ecke.
Erst bemerken sie mich nicht, doch dann sieht Kreck zu mir rüber und bleibt stehen. Er wendet sich an seinen Begleiter, sie scheinen zu flüstern, doch auf diese Entfernung verstehe ich nichts.
Schliesslich gehen sie weiter, ohne auf mich zu achten. Ich unterdrücke einen Seufzer. Dann trete ich langsam vor, sodass ich den beiden den Weg abschneide.
Jetzt können sie mich nicht mehr ignorieren, und prompt werde ich angemotzt. „Lacrima?“, macht Kreck, „Richtig? Hast du nicht mitbekommen, dass ich nicht mitkomme? Nicht mehr?“
Ich nicke, gehe aber nicht weiter darauf ein. „Ich muss dir etwas sagen.“, meine ich nur.
„Ich verschwinde.“, unterbricht uns plötzlich Krecks Begleiter. „Klär das. Und komm später hinterher.“ Und damit verschwindet er.
Ich beschliesse, nicht nachzufragen. Das geht mich jetzt nichts mehr an.
„Etwas sagen?“, nimmt Kreck den Faden wieder auf. „Ein weiterer Versuch, den glorreichen Kreck zurückzugewinnen?“
Ich schüttle den Kopf. „Es geht um deinen Dämon.“, sage ich geradeheraus.
„Dämon?“, fragt Kreck gleich zurück und hebt eine Augenbraue. „Ich weiss nicht, wovon du redest.“
„Ich denke schon.“, gebe ich zurück. Hoffentlich liege ich richtig. „Ich will dir das nur mitteilen: Ich habe einen Vertrag unterschrieben. Wenn ich diesen Dämon nicht vernichte, gehört meine Seele den Cantata Mortis.“
Kreck schluckt hörbar. „So, und du glaubst... wenn ich den Dämon habe... musst du mich töten?“
„Wäre naheliegend, nicht?“, meine ich nur, lasse den Schattenkrieger aber nicht zu Wort kommen. „Das habe ich aber nicht vor, zumindest nicht jetzt. Ich will dir nur folgendes sagen: Die Cantata Mortis wollen diesen Dämon aus dem Weg schaffen, und dazu gibt es einen Grund.“ Dann hole ich tief Luft. „Wenn dir noch etwas an dieser Welt liegt, dann finde diesen Grund heraus, ja?“
Kreck fängt einfach an zu grinsen. Nicht ganz die Reaktion, die ich erwartet hätte. „Also...“, macht er gedehnt, „braucht ihr nun doch die Hilfe von Kreck? Verstehe ich das richtig?“ Sein Grinsen wird immer unverschämter. „Was springt für mich dabei raus?“
Genervt stöhne ich auf. Was hatte ich erwartet? Statt zu antworten, erschaffe ich einen Lichtfinger und stosse ihn direkt nach Krecks Herz, dort, wo sich die Dunkelheit einnistet.
Der Finger geht durch seinen Brustkorb hindurch und stösst direkt auf den Dämon.
Es ist wieder wie damals, als ich Rin von ihrem Fluch geheilt habe. Ich werde nach vorne gezogen, obwohl ich fest auf beiden Beinen stehe, die Welt verschwimmt, und ich finde mich an einem anderen Ort wieder.
Es ist dunkel. Erst weiss ich nicht, wo oben und wo unten ist, doch dann kann ich mich ein wenig orientieren. Vor mir tanzen Schemen herum, unscharf. Dann verschwinden sie, tauchen weiter hinten wieder auf, verschwinden wieder, erscheinen etwas weiter rechts.
„Ysah!“, rufe ich durch Krecks Inneres.
„Eine Elfe.“, erklingt eine Stimme aus dem Schemen, rechts von mir. Im nächsten Moment kommt sie von links: „Letztens kamt ihr zu zwanzigst, und dennoch habe ich euch abgeschlachtet.“
Ich kann dem Dämon mit den Augen kaum folgen. „Das heisst, du willst reden?“, donnert seine Stimme durch die Dunkelheit. „Sprich.“
„Kennst du die Cantata Mortis?“, frage ich los.
„Alte Bekannte.“, antwortet Ysah und fühlt sich dabei wohl lustig.
„Du bist ihnen also schon begegnet?“
„Nein.“, lautet die Antwort, „Aber sie töteten Meinesgleichen.“
„Warum?“, verlange ich zu wissen.
„Weil wir gleich sind.“, gibt Ysah zurück. „Nur bin ich besser. Meine Macht erlange ich durch Schmerzen, schlechte Erinnerungen, Krieg und all das Übel, das auf Erden herrscht.“
Ich bin verwirrt – mittlerweile habe ich es aufgegeben, dem Schemen mit den Augen zu folgen. „Was hat das mit den Cantata Mortis zu tun?“, frage ich ins Leere.
„Diese Schwächlinge fürchten mich, kleine Elfe.“, beginnt das Übel wieder, ganz dicht bei meinem Ohr. Ich gebe mir Mühe, nicht zurückzuweichen. „Ich kann sie einfach...“ ein Geräusch wie ein Fingerschnippen erklingt, „auslöschen.“
Der Dämon manifestiert sich genau vor mir, und ich kann seine leuchtend grünen Augen erkennen. „Ganz simpel:“, erklärt er. „Ich labe mich an ihrer Energie, sauge ihre Kraft auf...“ der Schemen verschwindet, taucht weiter hinten wieder auf, grösser als zuvor. „... und danach sind sie nicht stärker als Fliegen!“
Ich schlucke, wage kaum zu glauben, was ich da höre. „Du könntest einfach hingehen und sie ihrer ganzen Macht berauben?“, wiederhole ich ehrfürchtig.
„Durchaus“, antwortet der Dämon, „wäre ich nicht gefangen in diesem... Menschen. Sein jämmerlicher Vater verbannte mich in ihn... aus väterlichen Gründen.“
Ich nicke. „Aber wenn das nicht so wäre...“
„Wärt ihr alle tot.“, unterbricht mich der Dämon.
„Wie das?“, frage ich verwirrt nach.
„Dummes Elfenkind!“, schilt mich Ysah. „Hör zu, ich ernähre mich von allem Übel, das geschieht oder sogar geschehen ist. Das heisst, meine Macht wäre gigantisch!“
Shékkel
Jemand klopft an die Zimmertür. Sofort bin ich hellwach.
Lacrima ist schon hereingetreten. „Guten Morgen!“, rufe ich und durchwühle meine Decken, um meine Klamotten zu suchen.
„Morgen.“, grüsst Xashibel, die hinter Lacrima ins Zimmer tritt. Die Elfe gähnt nur.
Kha'Tschirik wacht ebenfalls langsam auf.
„Hallo, Kha'Tschirik.“, meint Lacrima dann. „Ich wollte kurz dein Element untersuchen, wenn es recht ist.“
Jetzt regt sich auch Ghrentork, der auf einem Haufen Stroh schlafen musste, weil er nicht ins Bett gepasst hat. Der Wirt hat es aus dem Stall heraufgebracht. Er hat ganz schön gestaunt, als Lacrima ihm gestern erklärt hat, was ein Bengard ist.
Ich bin mittlerweile angezogen und hüpfe zu Kha'Tschirik
Die hat sich jetzt aufgesetzt. „Ja, natürlich.“, meint sie zu Lacrima. „Wenn du mir sagst, was ich tun soll.“
„Gar nichts.“, meint Lacrima. „Aber Shékkel, du müsstest aus dem Weg gehen, damit ich was sehen kann.“
Sofort hüpfe ich zur Seite, und die Elfe holt ihr komisches Auge hervor. „Ach, die Kristallkugel, mit der man Elemente sehen kann!“, rufe ich aus.
Lacrima sagt nichts dazu, sie blickt Kha'Tschirik konzentriert an. „Könnte Spiritua sein...“, murmelt sie, „ist aber recht stark. Nein,warte, es ist nicht ganz so hell. Doch ja, das ist ein Element. Traum, vermutlich, wie du schon gesagt hast. Mit einer leichten Ausprägung nach Psyche.“
„Das hatte ich vermutet.“, nickt Kha'Tschirik. „Jetzt weiss ich aber immer noch nicht, was ich eigentlich wirken kann. Und wofür ich es einsetzen soll.“
Lacrima setzt sich Kha'Tschirik gegenüber auf das leere Bett, das eigentlich Ghrentork gehört. „Naja, das ist sehr individuell.“, beginnt sie dann zu erklären. „Element ist nicht gleich Element, und jeder Elementkrieger kontrolliert seines ein wenig anders – auch, wenn es das gleiche Element ist.
„Es gab früher schon Traumkrieger. Ich weiss von einem, der sich in die Träume jeder Person stehlen konnte, die er kannte, egal, wie weit weg sie war. Er konnte Nachrichten durch die halbe Welt bringen, und das nur binnen eines Wimpernschlags. Dieser Krieger konnte auch Träume beeinflussen und so eine Person etwas Bestimmtes träumen lassen, und sogar verschiedene Personen in denselben Traum bringen, sodass sie sich im Schlaf begegnen konnten. Aber dein Element scheint in eine etwas andere Richtung zu gehen – mit deinen Illusionen kannst du die Träume in die Wirklichkeit holen. Ich frage mich, ob das auch umgekehrt ginge, ob du also feste Dinge in die Träume bringen und wieder herausholen könntest...
„Ach, da fällt mir noch ein Traumkrieger ein, Rein der Illusionist. Er konnte auch die Bilder aus Träumen als Trugbilder heraufbeschwüren, und er konnte Menschen in ihre Träume regelrecht einsperren, sodass sie nicht mehr aufgewacht sind. Traumstarre nannte er das – oh, beim Stab der Elfenpriesterin! Komm mit!“
„Was ist denn los?“, fragt Kha'Tschirik, während wir alle hinter Lacrima in den Flur rennen und dann zu dem Zimmer, das sich Tegros, Dimir und Ryokina teilen.
„Ich weiss jetzt, was Ryokina fehlt.“, erklärt Lacrima hastig. „Eine Traumstarre. Sie hat einen Alptraum und kann nicht daraus aufwachen.“ Wir bilden einen Kreis um Ryokinas Bett. Das Laken ist verheddert und das Kissen riecht verschwitzt, aber im Moment liegt sie ruhig.
„Was ist los?“, will Dimir gleich wissen. Xashibel setzt ihn ins Bild, während Lacrima sich an Kha'Tschirik wendet. „Sie ist in diesem Traum gefangen.“, erklärt sie erneut. „Kannst du versuchen, sie zum Aufwachen zu bringen?“
„Natürlich, ich werde es versuchen.“, meint Kha'Tschirik etwas unsicher.
Gespannt sehen wir zu, wie sie sich über Ryokina beugt.
Lacrima
Bald schlafen alle ein.
Mir ist ein wenig mulmig. Vielleicht wäre es wirklich besser, ihnen alles zu verraten.
Ich atme tief durch. Aber sicher nicht jetzt. Es ist schon nach Mitternacht.
Leise schlage ich die Decke zurück und stehe auf, darauf bedacht, niemanden zu wecken. Ich habe extra darauf geachtet, nicht im gleichen Zimmer wie Shékkel zu liegen, die würde mich garantiert hören. Tut sie vielleicht auch so.
Leise drücke ich die Türklinke nach unten und husche hinaus. Im Flur ist es stockfinster. Ich muss mich der Wand entlangtasten, um zur Gaststube zu kommen.
Dort sind zu meinem Erstaunen immer noch Leute. Am Stammtisch sitzen drei, einer davon schläft in einer ziemlich unbequem aussehenden Lage. „Sogar das Bier ist teuer...“, jammert ein anderer.
Ich nicke ihnen kurz zu und verschwinde durch die Tür. Kälte schlägt mir ins Gesicht und ich bereue es, meinen Mantel nicht mitgenommen zu haben.
Das Licht aus dem Gasthaus reicht einigermassen aus, um die Strasse zu beleuchten, aber in die Gassen sehe ich nicht.
Meine Kristallkugel baumelt noch immer um meinen Hals. Ich setze sie über mein linkes Auge. In der Zwischendimension ist alles verschwommen, aber auch etwas heller, und so kann ich mich immerhin ein bisschen orientieren.
Ich drehe mich einmal im Kreis. Hinter der Wand des Gasthauses schimmern die Elemente meiner Freunde. In den anderen Häusern leuchtet das Spiritua der Menschen, mal stärker, mal schwächer.
Ich gehe die Strasse entlang. Eigentlich habe ich mir noch nicht so genau überlegt, wie ich das hier angehen soll. Ich bin kein Schurke, ich kann mich nicht so gut ungesehen im Dunklen bewegen. Aber bei dem Gedanken, einfach so durch die Stadt zu latschen, wird mir unwohl.
Am Ende der Strasse ist es ziemlich düster. Der Mond wirft nur ein schwaches Licht auf die Giebel und die Zwischendimension ist voller verwischter Formen. Ich spüre kaum eine Bewegung, abgesehen von meinem eigenen Zittern. Ist das kalt!
Rasch gehe ich weiter, die Hände in die Achselhöhlen gesteckt, und widerstehe dem Impuls, mir ein Licht zu machen. Meine Schritte hallen schon laut genug durch die Strassen.
Wieder und wieder sehe ich mich um, das Spiritua der vielen Menschen tanzt vor meinen Augen und langsam bekomme ich Kopfschmerzen von der Kristallkugel. Dann entdecke ich endlich, was ich suche.
Ich schnalle die Kugel über das rechte Auge, damit das Linke sich entspannen kann, und schaue erneut. Der violette Fleck ist in der dunklen Umgebung kaum zu erkennen, aber er ist eindeutig da. Ich habe Glück!
Dann zögere ich. Weiter habe ich diese Sache nicht geplant.
Seufzend gehe ich weiter. Selber schuld. Jetzt stehe ich hier in der Kälte, jetzt kann ich genauso gut tun, wofür ich aufgestanden bin.
Der violette Punkt bewegt sich zügig, aber zum Glück kenne ich mich hier ein wenig aus. Bald bin ich nah genug, um Näheres zu erkennen.
Ein weisser Schein bewegt sich neben dem Violetten her. Er ist also nicht allein.
Die beiden Gefährten gehen eine Strasse entlang, die ein wenig aus der Stadt herausführt. Mittlerweile kann ich ihre Schritte hören. Sie geben sich also nicht besonders Mühe, leise zu sein.
Ich gehe durch eine Gasse und stelle mich an den Strassenrand. Wahrscheinlich kommen sie hier vorbei. Ich hänge die Kristallkugel wieder um meinen Hals und stelle mich hin, die Hände an den Seiten, um sicher zu wirken. Nein, das wirkt aufdringlich. Stattdessen lasse ich sie hängen.
Dann biegen die beiden Gestalten um die Ecke.
Erst bemerken sie mich nicht, doch dann sieht Kreck zu mir rüber und bleibt stehen. Er wendet sich an seinen Begleiter, sie scheinen zu flüstern, doch auf diese Entfernung verstehe ich nichts.
Schliesslich gehen sie weiter, ohne auf mich zu achten. Ich unterdrücke einen Seufzer. Dann trete ich langsam vor, sodass ich den beiden den Weg abschneide.
Jetzt können sie mich nicht mehr ignorieren, und prompt werde ich angemotzt. „Lacrima?“, macht Kreck, „Richtig? Hast du nicht mitbekommen, dass ich nicht mitkomme? Nicht mehr?“
Ich nicke, gehe aber nicht weiter darauf ein. „Ich muss dir etwas sagen.“, meine ich nur.
„Ich verschwinde.“, unterbricht uns plötzlich Krecks Begleiter. „Klär das. Und komm später hinterher.“ Und damit verschwindet er.
Ich beschliesse, nicht nachzufragen. Das geht mich jetzt nichts mehr an.
„Etwas sagen?“, nimmt Kreck den Faden wieder auf. „Ein weiterer Versuch, den glorreichen Kreck zurückzugewinnen?“
Ich schüttle den Kopf. „Es geht um deinen Dämon.“, sage ich geradeheraus.
„Dämon?“, fragt Kreck gleich zurück und hebt eine Augenbraue. „Ich weiss nicht, wovon du redest.“
„Ich denke schon.“, gebe ich zurück. Hoffentlich liege ich richtig. „Ich will dir das nur mitteilen: Ich habe einen Vertrag unterschrieben. Wenn ich diesen Dämon nicht vernichte, gehört meine Seele den Cantata Mortis.“
Kreck schluckt hörbar. „So, und du glaubst... wenn ich den Dämon habe... musst du mich töten?“
„Wäre naheliegend, nicht?“, meine ich nur, lasse den Schattenkrieger aber nicht zu Wort kommen. „Das habe ich aber nicht vor, zumindest nicht jetzt. Ich will dir nur folgendes sagen: Die Cantata Mortis wollen diesen Dämon aus dem Weg schaffen, und dazu gibt es einen Grund.“ Dann hole ich tief Luft. „Wenn dir noch etwas an dieser Welt liegt, dann finde diesen Grund heraus, ja?“
Kreck fängt einfach an zu grinsen. Nicht ganz die Reaktion, die ich erwartet hätte. „Also...“, macht er gedehnt, „braucht ihr nun doch die Hilfe von Kreck? Verstehe ich das richtig?“ Sein Grinsen wird immer unverschämter. „Was springt für mich dabei raus?“
Genervt stöhne ich auf. Was hatte ich erwartet? Statt zu antworten, erschaffe ich einen Lichtfinger und stosse ihn direkt nach Krecks Herz, dort, wo sich die Dunkelheit einnistet.
Der Finger geht durch seinen Brustkorb hindurch und stösst direkt auf den Dämon.
Es ist wieder wie damals, als ich Rin von ihrem Fluch geheilt habe. Ich werde nach vorne gezogen, obwohl ich fest auf beiden Beinen stehe, die Welt verschwimmt, und ich finde mich an einem anderen Ort wieder.
Es ist dunkel. Erst weiss ich nicht, wo oben und wo unten ist, doch dann kann ich mich ein wenig orientieren. Vor mir tanzen Schemen herum, unscharf. Dann verschwinden sie, tauchen weiter hinten wieder auf, verschwinden wieder, erscheinen etwas weiter rechts.
„Ysah!“, rufe ich durch Krecks Inneres.
„Eine Elfe.“, erklingt eine Stimme aus dem Schemen, rechts von mir. Im nächsten Moment kommt sie von links: „Letztens kamt ihr zu zwanzigst, und dennoch habe ich euch abgeschlachtet.“
Ich kann dem Dämon mit den Augen kaum folgen. „Das heisst, du willst reden?“, donnert seine Stimme durch die Dunkelheit. „Sprich.“
„Kennst du die Cantata Mortis?“, frage ich los.
„Alte Bekannte.“, antwortet Ysah und fühlt sich dabei wohl lustig.
„Du bist ihnen also schon begegnet?“
„Nein.“, lautet die Antwort, „Aber sie töteten Meinesgleichen.“
„Warum?“, verlange ich zu wissen.
„Weil wir gleich sind.“, gibt Ysah zurück. „Nur bin ich besser. Meine Macht erlange ich durch Schmerzen, schlechte Erinnerungen, Krieg und all das Übel, das auf Erden herrscht.“
Ich bin verwirrt – mittlerweile habe ich es aufgegeben, dem Schemen mit den Augen zu folgen. „Was hat das mit den Cantata Mortis zu tun?“, frage ich ins Leere.
„Diese Schwächlinge fürchten mich, kleine Elfe.“, beginnt das Übel wieder, ganz dicht bei meinem Ohr. Ich gebe mir Mühe, nicht zurückzuweichen. „Ich kann sie einfach...“ ein Geräusch wie ein Fingerschnippen erklingt, „auslöschen.“
Der Dämon manifestiert sich genau vor mir, und ich kann seine leuchtend grünen Augen erkennen. „Ganz simpel:“, erklärt er. „Ich labe mich an ihrer Energie, sauge ihre Kraft auf...“ der Schemen verschwindet, taucht weiter hinten wieder auf, grösser als zuvor. „... und danach sind sie nicht stärker als Fliegen!“
Ich schlucke, wage kaum zu glauben, was ich da höre. „Du könntest einfach hingehen und sie ihrer ganzen Macht berauben?“, wiederhole ich ehrfürchtig.
„Durchaus“, antwortet der Dämon, „wäre ich nicht gefangen in diesem... Menschen. Sein jämmerlicher Vater verbannte mich in ihn... aus väterlichen Gründen.“
Ich nicke. „Aber wenn das nicht so wäre...“
„Wärt ihr alle tot.“, unterbricht mich der Dämon.
„Wie das?“, frage ich verwirrt nach.
„Dummes Elfenkind!“, schilt mich Ysah. „Hör zu, ich ernähre mich von allem Übel, das geschieht oder sogar geschehen ist. Das heisst, meine Macht wäre gigantisch!“
Shékkel
Jemand klopft an die Zimmertür. Sofort bin ich hellwach.
Lacrima ist schon hereingetreten. „Guten Morgen!“, rufe ich und durchwühle meine Decken, um meine Klamotten zu suchen.
„Morgen.“, grüsst Xashibel, die hinter Lacrima ins Zimmer tritt. Die Elfe gähnt nur.
Kha'Tschirik wacht ebenfalls langsam auf.
„Hallo, Kha'Tschirik.“, meint Lacrima dann. „Ich wollte kurz dein Element untersuchen, wenn es recht ist.“
Jetzt regt sich auch Ghrentork, der auf einem Haufen Stroh schlafen musste, weil er nicht ins Bett gepasst hat. Der Wirt hat es aus dem Stall heraufgebracht. Er hat ganz schön gestaunt, als Lacrima ihm gestern erklärt hat, was ein Bengard ist.
Ich bin mittlerweile angezogen und hüpfe zu Kha'Tschirik
Die hat sich jetzt aufgesetzt. „Ja, natürlich.“, meint sie zu Lacrima. „Wenn du mir sagst, was ich tun soll.“
„Gar nichts.“, meint Lacrima. „Aber Shékkel, du müsstest aus dem Weg gehen, damit ich was sehen kann.“
Sofort hüpfe ich zur Seite, und die Elfe holt ihr komisches Auge hervor. „Ach, die Kristallkugel, mit der man Elemente sehen kann!“, rufe ich aus.
Lacrima sagt nichts dazu, sie blickt Kha'Tschirik konzentriert an. „Könnte Spiritua sein...“, murmelt sie, „ist aber recht stark. Nein,warte, es ist nicht ganz so hell. Doch ja, das ist ein Element. Traum, vermutlich, wie du schon gesagt hast. Mit einer leichten Ausprägung nach Psyche.“
„Das hatte ich vermutet.“, nickt Kha'Tschirik. „Jetzt weiss ich aber immer noch nicht, was ich eigentlich wirken kann. Und wofür ich es einsetzen soll.“
Lacrima setzt sich Kha'Tschirik gegenüber auf das leere Bett, das eigentlich Ghrentork gehört. „Naja, das ist sehr individuell.“, beginnt sie dann zu erklären. „Element ist nicht gleich Element, und jeder Elementkrieger kontrolliert seines ein wenig anders – auch, wenn es das gleiche Element ist.
„Es gab früher schon Traumkrieger. Ich weiss von einem, der sich in die Träume jeder Person stehlen konnte, die er kannte, egal, wie weit weg sie war. Er konnte Nachrichten durch die halbe Welt bringen, und das nur binnen eines Wimpernschlags. Dieser Krieger konnte auch Träume beeinflussen und so eine Person etwas Bestimmtes träumen lassen, und sogar verschiedene Personen in denselben Traum bringen, sodass sie sich im Schlaf begegnen konnten. Aber dein Element scheint in eine etwas andere Richtung zu gehen – mit deinen Illusionen kannst du die Träume in die Wirklichkeit holen. Ich frage mich, ob das auch umgekehrt ginge, ob du also feste Dinge in die Träume bringen und wieder herausholen könntest...
„Ach, da fällt mir noch ein Traumkrieger ein, Rein der Illusionist. Er konnte auch die Bilder aus Träumen als Trugbilder heraufbeschwüren, und er konnte Menschen in ihre Träume regelrecht einsperren, sodass sie nicht mehr aufgewacht sind. Traumstarre nannte er das – oh, beim Stab der Elfenpriesterin! Komm mit!“
„Was ist denn los?“, fragt Kha'Tschirik, während wir alle hinter Lacrima in den Flur rennen und dann zu dem Zimmer, das sich Tegros, Dimir und Ryokina teilen.
„Ich weiss jetzt, was Ryokina fehlt.“, erklärt Lacrima hastig. „Eine Traumstarre. Sie hat einen Alptraum und kann nicht daraus aufwachen.“ Wir bilden einen Kreis um Ryokinas Bett. Das Laken ist verheddert und das Kissen riecht verschwitzt, aber im Moment liegt sie ruhig.
„Was ist los?“, will Dimir gleich wissen. Xashibel setzt ihn ins Bild, während Lacrima sich an Kha'Tschirik wendet. „Sie ist in diesem Traum gefangen.“, erklärt sie erneut. „Kannst du versuchen, sie zum Aufwachen zu bringen?“
„Natürlich, ich werde es versuchen.“, meint Kha'Tschirik etwas unsicher.
Gespannt sehen wir zu, wie sie sich über Ryokina beugt.
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.
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Coragna
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kha'Tschirik
Ich schließe die Augen und betrachte das Mädchen vor mir. Es zuckt immer wieder, neben ihm sitzt ein Mann der ziemlich besorgt dreinschaut [Dimir]. Ich tauche in sie ein, spüre wie ich in ihre Traumwelt hineingezogen werde und fühle den unendlichen Schmerz und die Dunkelheit, die sie umgibt. Wie zum Teufel ist sie in diese Situation gekommen? Solch einen schlimmen Traum habe ich noch fast nie wahrgenommen, vor allem da der Zustand ja nicht von kurzer Dauer zu sein scheint. Der Traum ist bedrückend, krank machend, ich hoffe inständig, dass ich sie retten und heilen kann, sodass nichts zurückbleibt. Dann scheint alles von selbst zu gehen: Ich verdünne die Traummaterie, versuche die Schwärze zu erhellen und Licht in die Verzweiflung zu bringen. Es dauert lange, doch ich komme langsam voran. Das Mädchen muss lange gelitten haben, doch ich spüre wie sie ruhiger atmet: es scheint besser zu werden und das ermutigt mich weiter zu machen. Als ich das letzte bisschen Dunkelheit vertrieben habe, kann ich ihre Traumwelt sehen und ich weiß, dass ich es geschafft habe. Ihr junges Seelchen wirkt erschöpft und kränklich, doch sie ist am Leben. Ich bezweifle, dass sie es ohne meine Hilfe noch lange geschafft hätte dem bösen Traum standzuhalten. Was auch immer das war, es war mächtig und gefährlich. Ich erschaffe einen ruhigen Traum für sie, suche nach einigen Bildern von einem Pferd, das vermutlich ihr gehört und lasse sie im Traum durch einen Wald reiten. Es würde nicht gut ausgehen, wenn sie gleich aufwacht, so geschwächt. Ersteinmal muss sie genesen. Ich tauche wieder auf und finde mich in dem Raum wieder, wo immer noch die anderen auf mich warten und mich erwartungsvoll anschauen. Zu viel Zeit scheint also nicht vergangen zu sein.
„Sie wird gesund werden.“ sage ich, kurz darauf knurrt mein Magen ungebührlich laut.
Ich schließe die Augen und betrachte das Mädchen vor mir. Es zuckt immer wieder, neben ihm sitzt ein Mann der ziemlich besorgt dreinschaut [Dimir]. Ich tauche in sie ein, spüre wie ich in ihre Traumwelt hineingezogen werde und fühle den unendlichen Schmerz und die Dunkelheit, die sie umgibt. Wie zum Teufel ist sie in diese Situation gekommen? Solch einen schlimmen Traum habe ich noch fast nie wahrgenommen, vor allem da der Zustand ja nicht von kurzer Dauer zu sein scheint. Der Traum ist bedrückend, krank machend, ich hoffe inständig, dass ich sie retten und heilen kann, sodass nichts zurückbleibt. Dann scheint alles von selbst zu gehen: Ich verdünne die Traummaterie, versuche die Schwärze zu erhellen und Licht in die Verzweiflung zu bringen. Es dauert lange, doch ich komme langsam voran. Das Mädchen muss lange gelitten haben, doch ich spüre wie sie ruhiger atmet: es scheint besser zu werden und das ermutigt mich weiter zu machen. Als ich das letzte bisschen Dunkelheit vertrieben habe, kann ich ihre Traumwelt sehen und ich weiß, dass ich es geschafft habe. Ihr junges Seelchen wirkt erschöpft und kränklich, doch sie ist am Leben. Ich bezweifle, dass sie es ohne meine Hilfe noch lange geschafft hätte dem bösen Traum standzuhalten. Was auch immer das war, es war mächtig und gefährlich. Ich erschaffe einen ruhigen Traum für sie, suche nach einigen Bildern von einem Pferd, das vermutlich ihr gehört und lasse sie im Traum durch einen Wald reiten. Es würde nicht gut ausgehen, wenn sie gleich aufwacht, so geschwächt. Ersteinmal muss sie genesen. Ich tauche wieder auf und finde mich in dem Raum wieder, wo immer noch die anderen auf mich warten und mich erwartungsvoll anschauen. Zu viel Zeit scheint also nicht vergangen zu sein.
„Sie wird gesund werden.“ sage ich, kurz darauf knurrt mein Magen ungebührlich laut.
- Alinea
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Xashibel
Gespannt beobachte ich Ryokina, die jetzt ganz ruhig daliegt. Sie ist immer noch blass, scheint aber friedlich zu schlafen.
„Lassen wir sie ruhen.“, bestimmt Lacrima. „Wir wollen mal sehen, ob wir etwas zu Essen bekommen.“
„Gute Idee.“, stimme ich zu.
Tegros sitzt bereits im Frühstücksraum, sonst ist dort niemand. „Morgen.“, grüsst er. Vor ihm auf dem Teller liegt ein Kanten Brot. „Den müssen wir uns teilen.“, erklärt er. „Etwas Milch ist auch noch da, und Honig, aber der ist teuer.“
„Alles ist teuer.“, seufzt Lacrima. Wir setzen uns um den Tisch und teilen das Brot auf.
„Ich frage mich, ob Ghrentork davon satt wird.“, meint Shékkel auf einmal. Der Riese ist uns nach unten gefolgt und die Medusa reicht ihm gerade etwas Brot.
Lacrima spielt abwesend mit ihrer Kristallkugel, die ihr um den Hals baumelt. „Niemand wird satt.“, murmelt sie. Sie wirkt etwas müde, wahrscheinlich konnte sie nicht einschlafen.
„Ach, Lacrima“, beginnt Tegros auf einmal, „vorhin war dieser Leonard hier.“
Interessiert blicken wir alle zu dem Magier auf. „Ach?“, macht Lacrima.
„Ich glaube, deine Zweifel sind unbegründet.“, fährt Tegros fort. „Er hat dich gestern einfach überhört, das ist alles.“
Lacrima nickt. „Könntest recht haben.“
„Worum geht es denn?“, frage ich nach, und Lacrima erklärt mir kurz ihren Verdacht gegenüber Leonard.
„Erscheint mir auch etwas weit hergeholt.“, meine ich darauf.
„Ich finds witzig, dass du dem nicht traust, Kreck aber schon.“, schliesst Chera. „Ich meine, ich bin nicht dafür, ihm gleich alles anzuvertrauen, aber wenn er uns helfen will...“
Kha'Tschirik scheint bei dem Gespräch etwas unwohl zu sein. Natürlich, sie ist auch neu zu uns gestossen und wir haben keinen Grund, ihr blind zu vertrauen, aber immerhin ist sie eine Bekannte von Shékkel. Und Ghrentork versteht sowieso nicht, was wir so sagen.
Den Rest des kargen Frühstücks nehmen wir schweigend ein, jeder in seinen eigenen Gedanken versunken. Lacrima spielt mit ihrer Kristallkugel, Shékkel starrt zum Fenster hinaus und Rin zuckt nervös mit den Ohren.
„Wir werden heute aufbrechen.“, meint Lacrima irgendwann. „Mit dem Schiff zum Hafen der Winde, dann zu Pferd weiter.“ Sie hält ihre Kristallkugel vor ihr Auge und schaut abwesend durchs Fenster. „Danach werde ich diesen Cydhra suchen.“
„Ich werde zum Clan gehen.“, meint Rin. „Wenn es einen Krieg gibt, muss ich zu meinen Leuten stehen.“
Lacrima nickt und blickt Rin durch die Kugel an. „Wenn es einen Krieg gibt.“, wiederholt sie. „Am besten wäre es, wenn sich dieser verhindern liesse. Sekunde mal.“
„Was ist los?“, will ich wissen, als Lacrima sich erhebt und um den Tisch herumgeht. Neben Rin sitzt Kha'Tschirik, und neben der hat Ghrentork sich auf den Boden gesetzt. Vor ihn stellt sich Lacrima jetzt und blickt ihn durch ihre Kugel an.
Eine Weile schauen wir nur gespannt zu. Dann fragt Shékkel: „Was ist denn?“, und Lacrima nimmt endlich ihre Kugel ab.
„Wartet hier.“, meint die Elfe nur und eilt hinaus.
Verdattert bleiben wir stehen. Doch Lacrima bleibt nicht lange weg, sie kommt gleich wieder und bringt einen Stein mit.
„Was hast du vor?“, frage ich nach, und endlich antwortet sie: „Ich habe bei Ghrentork ein Element gesehen.“
Sofort sind alle aufgesprungen und versammeln sich um den Bengard. „Ein Element? Was für eines?“, quiekt Shékkel.
„Stein.“, lautet die Antwort. Lacrima wendet sich an Ghrentork, zeigt ihm den Stein und drückt ihn ihm in die Hand. Dann streckt sie ihre Hand aus und lässt eine kleine Lichtkugel darauf erscheinen.
„Zeigt ihm eure Elemente.“, weist sie uns an. Chera tritt sofort vor, leert das Wasser aus ihrem Glas und lässt es in einer Sphäre über ihrer Hand schweben.
Auch Rin streckt ihre Hand aus. Etwas Sand vom Boden schwebt heran und tanzt in einem kleinen Wirbel über ihre Handfläche.
Ich trete ebenfalls vor Ghrentork. Mit einem leisen Flüstern beschwöre ich etwas Wind. Ich kann ihn nicht so präzise auf meine Hand lenken, das würde man auch gar nicht sehen, stattdessen lasse ich ihn um uns alle kreisen und strecke dazu meine Hand aus. „Kreisen, kreisen“, haucht der Wind und wirbelt mir durchs Haar.
Shékkel kann ihr Element nicht zeigen und Dimir auch nicht, also wendet Lacrima sich wieder an Ghrentork. Sie lässt ihr Licht verschwinden und zeigt dann auf den Stein in Ghrentorks Hand.
Gespannt erwarten wir seine Reaktion.
Gespannt beobachte ich Ryokina, die jetzt ganz ruhig daliegt. Sie ist immer noch blass, scheint aber friedlich zu schlafen.
„Lassen wir sie ruhen.“, bestimmt Lacrima. „Wir wollen mal sehen, ob wir etwas zu Essen bekommen.“
„Gute Idee.“, stimme ich zu.
Tegros sitzt bereits im Frühstücksraum, sonst ist dort niemand. „Morgen.“, grüsst er. Vor ihm auf dem Teller liegt ein Kanten Brot. „Den müssen wir uns teilen.“, erklärt er. „Etwas Milch ist auch noch da, und Honig, aber der ist teuer.“
„Alles ist teuer.“, seufzt Lacrima. Wir setzen uns um den Tisch und teilen das Brot auf.
„Ich frage mich, ob Ghrentork davon satt wird.“, meint Shékkel auf einmal. Der Riese ist uns nach unten gefolgt und die Medusa reicht ihm gerade etwas Brot.
Lacrima spielt abwesend mit ihrer Kristallkugel, die ihr um den Hals baumelt. „Niemand wird satt.“, murmelt sie. Sie wirkt etwas müde, wahrscheinlich konnte sie nicht einschlafen.
„Ach, Lacrima“, beginnt Tegros auf einmal, „vorhin war dieser Leonard hier.“
Interessiert blicken wir alle zu dem Magier auf. „Ach?“, macht Lacrima.
„Ich glaube, deine Zweifel sind unbegründet.“, fährt Tegros fort. „Er hat dich gestern einfach überhört, das ist alles.“
Lacrima nickt. „Könntest recht haben.“
„Worum geht es denn?“, frage ich nach, und Lacrima erklärt mir kurz ihren Verdacht gegenüber Leonard.
„Erscheint mir auch etwas weit hergeholt.“, meine ich darauf.
„Ich finds witzig, dass du dem nicht traust, Kreck aber schon.“, schliesst Chera. „Ich meine, ich bin nicht dafür, ihm gleich alles anzuvertrauen, aber wenn er uns helfen will...“
Kha'Tschirik scheint bei dem Gespräch etwas unwohl zu sein. Natürlich, sie ist auch neu zu uns gestossen und wir haben keinen Grund, ihr blind zu vertrauen, aber immerhin ist sie eine Bekannte von Shékkel. Und Ghrentork versteht sowieso nicht, was wir so sagen.
Den Rest des kargen Frühstücks nehmen wir schweigend ein, jeder in seinen eigenen Gedanken versunken. Lacrima spielt mit ihrer Kristallkugel, Shékkel starrt zum Fenster hinaus und Rin zuckt nervös mit den Ohren.
„Wir werden heute aufbrechen.“, meint Lacrima irgendwann. „Mit dem Schiff zum Hafen der Winde, dann zu Pferd weiter.“ Sie hält ihre Kristallkugel vor ihr Auge und schaut abwesend durchs Fenster. „Danach werde ich diesen Cydhra suchen.“
„Ich werde zum Clan gehen.“, meint Rin. „Wenn es einen Krieg gibt, muss ich zu meinen Leuten stehen.“
Lacrima nickt und blickt Rin durch die Kugel an. „Wenn es einen Krieg gibt.“, wiederholt sie. „Am besten wäre es, wenn sich dieser verhindern liesse. Sekunde mal.“
„Was ist los?“, will ich wissen, als Lacrima sich erhebt und um den Tisch herumgeht. Neben Rin sitzt Kha'Tschirik, und neben der hat Ghrentork sich auf den Boden gesetzt. Vor ihn stellt sich Lacrima jetzt und blickt ihn durch ihre Kugel an.
Eine Weile schauen wir nur gespannt zu. Dann fragt Shékkel: „Was ist denn?“, und Lacrima nimmt endlich ihre Kugel ab.
„Wartet hier.“, meint die Elfe nur und eilt hinaus.
Verdattert bleiben wir stehen. Doch Lacrima bleibt nicht lange weg, sie kommt gleich wieder und bringt einen Stein mit.
„Was hast du vor?“, frage ich nach, und endlich antwortet sie: „Ich habe bei Ghrentork ein Element gesehen.“
Sofort sind alle aufgesprungen und versammeln sich um den Bengard. „Ein Element? Was für eines?“, quiekt Shékkel.
„Stein.“, lautet die Antwort. Lacrima wendet sich an Ghrentork, zeigt ihm den Stein und drückt ihn ihm in die Hand. Dann streckt sie ihre Hand aus und lässt eine kleine Lichtkugel darauf erscheinen.
„Zeigt ihm eure Elemente.“, weist sie uns an. Chera tritt sofort vor, leert das Wasser aus ihrem Glas und lässt es in einer Sphäre über ihrer Hand schweben.
Auch Rin streckt ihre Hand aus. Etwas Sand vom Boden schwebt heran und tanzt in einem kleinen Wirbel über ihre Handfläche.
Ich trete ebenfalls vor Ghrentork. Mit einem leisen Flüstern beschwöre ich etwas Wind. Ich kann ihn nicht so präzise auf meine Hand lenken, das würde man auch gar nicht sehen, stattdessen lasse ich ihn um uns alle kreisen und strecke dazu meine Hand aus. „Kreisen, kreisen“, haucht der Wind und wirbelt mir durchs Haar.
Shékkel kann ihr Element nicht zeigen und Dimir auch nicht, also wendet Lacrima sich wieder an Ghrentork. Sie lässt ihr Licht verschwinden und zeigt dann auf den Stein in Ghrentorks Hand.
Gespannt erwarten wir seine Reaktion.
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Kreck
Gideon´s Klinge prallt auf die meine. Die Bilder der Vergangenheit überkreuzen sich langsam mit der Gegenwart. Gideon sagte mir das wäre das Anzeichen das es bald vorbei ist.
„Bald“ denke ich mir „...es sind schon fünf gottverdammte Stunden!“ Die Sonne zeigt sich nur noch schüchtern hinter den Bäumen.
Wieder pariere ich seinen nächsten Hieb mit einer Leichtigkeit, die mir lange verschollen war.
„Gut.“ er atmet einmal tief ein. „Gut, wir sind fast fertig für heute.“ er schnauft schwer, genau wie ich.
Ohne große Lust ramme ich mein Schwert in den weich getrampelten Boden und stütze mich darauf. „Eine Pause?“ frage ich zwischen Keuchen.
Gideon scheint mir nicht zuzuhören, er streckt sich einmal und lässt den Kopf und die Schulter kreisen.
„Ein Kampf...“ er atmet immer noch schwer. „gegen mich.“
„Ähm...wir kämpfen schon seid fünf Stunden gegeneinander...“ bemerke ich.
„Nein gegen mich nicht, du kämpftest gegen deine Vergangenheit, schon die ganze Zeit. Und nun lass mich sehen...“ er macht eine Pause und zieht ein sein eigenes Schwert was links an seiner Hüfte hing. „wie gut du wirklich bist, Kreck.“
Ich ziehe die Klinge, aus Flarakrium, dem Boden weg.
„Wir sind beide nicht mehr im Stande uns einen guten Kampf zu liefern...“ bemerke ich mit Hinterton. „machen wir erst eine Pause...“
„Nein, in einem realen Kampf mit Räubern, Soldaten oder Monstern kannst du nicht höflich fragen ob du eine „Pause“ bekommst. Und jetzt stell dich hin!“ Gideon stellt sich kampfbereit inmitten der Arena.
„Na super...“ denke ich mir und packe das Schwert mit einem festen Griff.
„Los, los!“ Gebhart hat es sich auf einer Bank gemütlich gemacht und ist ganz begeistert von der Darstellung. Einige Schaulustige tummeln sich um Gebhart.
„Wie hoch wird dieser Gideon, vom einfachen Volk, gepriesen. Ist er eine Art Anführer?“ gebe ich mir zu denken.
Doch der Meisterdieb ist die Ruhe selbst und lässt sich keinen Deut von dem Getümmel um uns herum stören. Im Gegenteil...er scheint völlig woanders zu sein. Sein Blick wirkt boshaft wie er ihn auf mich richtet. Dann ein kurzes Grinsen und er stürmt los.
Den ersten Hieb fange ich mit einer Parade ab. Er ist schnell und stark.
Der nächste Schlag lässt mein Schwert vibrieren. Ich kontre einen Hiebe und versetzte ihm gleich einen Hieb auf den Rücken, dem er jedoch flink ausweicht.
Jetzt folgt eine Schlagreihe von mir doch Gideon wirkt er gelangweilt und weicht meinen schnellen Schlägen gut und gerissen aus. Das ist nicht menschlich!
Auf einmal kontert er meinen letzten Schnitt und trifft mich mit der stumpfen Seite seinen Schwertes am Knie. „Das Knie ist ab.“ spottet er, da springt er auf mich zu und streckt sein Knie zum Stoß aus, der überraschende Sprung geht ins Leere.
Ich hole aus und will seinen Rücken treffen doch er dreht sich gewandt um und lässt die Klingen an einander klirren. Funken sprühen und das schleifen von Metall ertönt.
Unsere Gesichter treffen sich beinahe: „Du kämpfst sehr gut, aber du bist etwas zu...“ bevor er seinen Satz endet lasse ich mich auf den Boden fallen und Gideon stolpert über mich und landet auf den Knien.
Sein Kopf dreht sich und seine Augen gleiten auf die Klinge die ihm am Hals hängt. Ich lächle spöttisch, das kleine Jubel verstummt und verwandelt sich in ein Gemurmel.
Ich schaue Gideon in die Augen, er scheint nicht überrascht sondern eher siegreich.
Mit einem kleinen Nicken nach unten deutet er auf seinen Dolch der gefährlich nah auf meinen Bauch deutet.
Ich schaue in sein Gesicht, er hat ein breites Grinsen das mich dazu verleitet auch zu Grinsen und dann kräftig zu Lachen.
Ich helfe Gideon auf. Er klopf mir väterlich auf die Schulter. „Guter Kampf. Leider unentschieden, in einem echten Kampf hätte ich dich getötet!“ lacht er laut, ich nehm das als...Kompliment.
Der Haufen um der Arena löst sich langsam auf, wie nach einer schlechten Hinrichtung.
„Wow, ein unglaublicher Kampf!“ brüllt Gebhart und rennt auf uns zu, sein langer Bart baumelt wie eine Schaukel unter seinem Kinn, dann nimmt er Gideon wieder in den Schwitzkasten und reibt ihm freundschaftlich über dem Kopf. Der Dieb befreit sich mit einem Handgriff und zischt: „Lass das!“
Doch der bärtige Dicke lacht nur vor sich hin.
Auf dem Weg zurück rangeln wir immer noch um die Frage wer jetzt wirklich gewonnen hat...ich bin mir sicher ich hab gewonnen...doch der Typ da, meint ständig was anderes.
Gideon schlug mir sogar einen weiteren Kampf vor, weil er zu erschöpft war richtig zu kämpfen.
Ich antwortete nur: „Ich habe ne Pause vorgeschlagen!“
„Du hast dich auch in den Übungen nicht so stark anstrengen müssen.“ meint er worauf ich nur einen Seufzer drauf bringe. „Das ergibt keinen Sinn...“ gebe ich nur zurück.
Nach einem ewigen Streit schließen wir uns schlussendlich doch auf ein Unentschieden.
Kurz vor Gideon´s Versteck merke ich wie eine Gestalt am Rande der Straße steht, ist das Lacrima?
Ich weise Gideon auf mir Gehör zu leisten und flüstere: „Die da!“ ich deute mit einem Kopfzucken in Lacrima´s Richtung. „Sie ist die Licht-Kriegerin, also das genaue Gegenteil von mir.“
„Was?“ fragt Gideon verwundert.
„Ja kurz vor dem Einbruch in die Villa reiste ich mit dieser Gruppe von Elementkriegern...aber später, pass auf sie kommt gleich auf uns zu...“
Und dies geschieht auch wie ich es voraus gesehen habe.
Gideon´s Klinge prallt auf die meine. Die Bilder der Vergangenheit überkreuzen sich langsam mit der Gegenwart. Gideon sagte mir das wäre das Anzeichen das es bald vorbei ist.
„Bald“ denke ich mir „...es sind schon fünf gottverdammte Stunden!“ Die Sonne zeigt sich nur noch schüchtern hinter den Bäumen.
Wieder pariere ich seinen nächsten Hieb mit einer Leichtigkeit, die mir lange verschollen war.
„Gut.“ er atmet einmal tief ein. „Gut, wir sind fast fertig für heute.“ er schnauft schwer, genau wie ich.
Ohne große Lust ramme ich mein Schwert in den weich getrampelten Boden und stütze mich darauf. „Eine Pause?“ frage ich zwischen Keuchen.
Gideon scheint mir nicht zuzuhören, er streckt sich einmal und lässt den Kopf und die Schulter kreisen.
„Ein Kampf...“ er atmet immer noch schwer. „gegen mich.“
„Ähm...wir kämpfen schon seid fünf Stunden gegeneinander...“ bemerke ich.
„Nein gegen mich nicht, du kämpftest gegen deine Vergangenheit, schon die ganze Zeit. Und nun lass mich sehen...“ er macht eine Pause und zieht ein sein eigenes Schwert was links an seiner Hüfte hing. „wie gut du wirklich bist, Kreck.“
Ich ziehe die Klinge, aus Flarakrium, dem Boden weg.
„Wir sind beide nicht mehr im Stande uns einen guten Kampf zu liefern...“ bemerke ich mit Hinterton. „machen wir erst eine Pause...“
„Nein, in einem realen Kampf mit Räubern, Soldaten oder Monstern kannst du nicht höflich fragen ob du eine „Pause“ bekommst. Und jetzt stell dich hin!“ Gideon stellt sich kampfbereit inmitten der Arena.
„Na super...“ denke ich mir und packe das Schwert mit einem festen Griff.
„Los, los!“ Gebhart hat es sich auf einer Bank gemütlich gemacht und ist ganz begeistert von der Darstellung. Einige Schaulustige tummeln sich um Gebhart.
„Wie hoch wird dieser Gideon, vom einfachen Volk, gepriesen. Ist er eine Art Anführer?“ gebe ich mir zu denken.
Doch der Meisterdieb ist die Ruhe selbst und lässt sich keinen Deut von dem Getümmel um uns herum stören. Im Gegenteil...er scheint völlig woanders zu sein. Sein Blick wirkt boshaft wie er ihn auf mich richtet. Dann ein kurzes Grinsen und er stürmt los.
Den ersten Hieb fange ich mit einer Parade ab. Er ist schnell und stark.
Der nächste Schlag lässt mein Schwert vibrieren. Ich kontre einen Hiebe und versetzte ihm gleich einen Hieb auf den Rücken, dem er jedoch flink ausweicht.
Jetzt folgt eine Schlagreihe von mir doch Gideon wirkt er gelangweilt und weicht meinen schnellen Schlägen gut und gerissen aus. Das ist nicht menschlich!
Auf einmal kontert er meinen letzten Schnitt und trifft mich mit der stumpfen Seite seinen Schwertes am Knie. „Das Knie ist ab.“ spottet er, da springt er auf mich zu und streckt sein Knie zum Stoß aus, der überraschende Sprung geht ins Leere.
Ich hole aus und will seinen Rücken treffen doch er dreht sich gewandt um und lässt die Klingen an einander klirren. Funken sprühen und das schleifen von Metall ertönt.
Unsere Gesichter treffen sich beinahe: „Du kämpfst sehr gut, aber du bist etwas zu...“ bevor er seinen Satz endet lasse ich mich auf den Boden fallen und Gideon stolpert über mich und landet auf den Knien.
Sein Kopf dreht sich und seine Augen gleiten auf die Klinge die ihm am Hals hängt. Ich lächle spöttisch, das kleine Jubel verstummt und verwandelt sich in ein Gemurmel.
Ich schaue Gideon in die Augen, er scheint nicht überrascht sondern eher siegreich.
Mit einem kleinen Nicken nach unten deutet er auf seinen Dolch der gefährlich nah auf meinen Bauch deutet.
Ich schaue in sein Gesicht, er hat ein breites Grinsen das mich dazu verleitet auch zu Grinsen und dann kräftig zu Lachen.
Ich helfe Gideon auf. Er klopf mir väterlich auf die Schulter. „Guter Kampf. Leider unentschieden, in einem echten Kampf hätte ich dich getötet!“ lacht er laut, ich nehm das als...Kompliment.
Der Haufen um der Arena löst sich langsam auf, wie nach einer schlechten Hinrichtung.
„Wow, ein unglaublicher Kampf!“ brüllt Gebhart und rennt auf uns zu, sein langer Bart baumelt wie eine Schaukel unter seinem Kinn, dann nimmt er Gideon wieder in den Schwitzkasten und reibt ihm freundschaftlich über dem Kopf. Der Dieb befreit sich mit einem Handgriff und zischt: „Lass das!“
Doch der bärtige Dicke lacht nur vor sich hin.
Auf dem Weg zurück rangeln wir immer noch um die Frage wer jetzt wirklich gewonnen hat...ich bin mir sicher ich hab gewonnen...doch der Typ da, meint ständig was anderes.
Gideon schlug mir sogar einen weiteren Kampf vor, weil er zu erschöpft war richtig zu kämpfen.
Ich antwortete nur: „Ich habe ne Pause vorgeschlagen!“
„Du hast dich auch in den Übungen nicht so stark anstrengen müssen.“ meint er worauf ich nur einen Seufzer drauf bringe. „Das ergibt keinen Sinn...“ gebe ich nur zurück.
Nach einem ewigen Streit schließen wir uns schlussendlich doch auf ein Unentschieden.
Kurz vor Gideon´s Versteck merke ich wie eine Gestalt am Rande der Straße steht, ist das Lacrima?
Ich weise Gideon auf mir Gehör zu leisten und flüstere: „Die da!“ ich deute mit einem Kopfzucken in Lacrima´s Richtung. „Sie ist die Licht-Kriegerin, also das genaue Gegenteil von mir.“
„Was?“ fragt Gideon verwundert.
„Ja kurz vor dem Einbruch in die Villa reiste ich mit dieser Gruppe von Elementkriegern...aber später, pass auf sie kommt gleich auf uns zu...“
Und dies geschieht auch wie ich es voraus gesehen habe.
Faal sosin se laas!
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Ryokina
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Ryokina
Es hört einfach nicht auf. Ich weiß nicht, wieviel Zeit schon vergangen ist, seit ich hier bin. Mein Traumebenbild hat schon längst aufgehört zu schreien. Mich alleine gelassen mit diesem Schmerz. Wer ist diese Gestalt und warum tut sie mir das an. Plötzlich spüre ich eine Präsenz, aber keine Wirkung. Seltsam. Letztes mal hat diese Gestalt die… *urks* die Präsenz weggedrängt. Keuchend versuche ich mich umzusehen. Keine Chance. Sobald ich versuche mich zu bewegen breche ich zusammen. Dieser Schmerz schwächt mich komplett, ich habe keine Chance. Ewigkeiten vergehen. Schließlich merke ich wie der Schmerz nachlässt? Was ist jetzt los? Der Schmerz wird immer schwächer. Langsam kann ich wieder besser atmen. Ein Pferd taucht auf. Ist das nicht das Pferd, dass ich genommen habe, als wir mit den Elementkriegern geritten sind? Zitternd versuche ich mich hochzustemmen. Ich schaffe es, wenn auch mit Mühen und tappe zum Pferd. Die Gestalt ist verschwunden. Ich muss aufsteigen, bevor sie wiederkommt! Panisch stolpere ich zum Pferd und ziehe mich mit aller Mühe hoch. Das Pferd reitet einfach los und trägt mich auf grüne Wiesen mit wunderschönen Blumen. Ein Gefühl der Sicherheit überkommt mich. Aber wie kann das sein? Und wer hat mich gerettet?
Es hört einfach nicht auf. Ich weiß nicht, wieviel Zeit schon vergangen ist, seit ich hier bin. Mein Traumebenbild hat schon längst aufgehört zu schreien. Mich alleine gelassen mit diesem Schmerz. Wer ist diese Gestalt und warum tut sie mir das an. Plötzlich spüre ich eine Präsenz, aber keine Wirkung. Seltsam. Letztes mal hat diese Gestalt die… *urks* die Präsenz weggedrängt. Keuchend versuche ich mich umzusehen. Keine Chance. Sobald ich versuche mich zu bewegen breche ich zusammen. Dieser Schmerz schwächt mich komplett, ich habe keine Chance. Ewigkeiten vergehen. Schließlich merke ich wie der Schmerz nachlässt? Was ist jetzt los? Der Schmerz wird immer schwächer. Langsam kann ich wieder besser atmen. Ein Pferd taucht auf. Ist das nicht das Pferd, dass ich genommen habe, als wir mit den Elementkriegern geritten sind? Zitternd versuche ich mich hochzustemmen. Ich schaffe es, wenn auch mit Mühen und tappe zum Pferd. Die Gestalt ist verschwunden. Ich muss aufsteigen, bevor sie wiederkommt! Panisch stolpere ich zum Pferd und ziehe mich mit aller Mühe hoch. Das Pferd reitet einfach los und trägt mich auf grüne Wiesen mit wunderschönen Blumen. Ein Gefühl der Sicherheit überkommt mich. Aber wie kann das sein? Und wer hat mich gerettet?
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MrIncredible
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- Registriert: Sa 30. August 2014, 18:26
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Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Ghrentork
Nach der Nacht auf dem Stroh und einem Bissen zum Frühstück, holt Lacrima eine durchsichtige Kugel hervor und guckt meine kleine Retterin dadurch an. Auf einmal geraten alle in eine seltsame Aufregung. Es ist doch gar nichts passiert? Dann schwenkt sie kurz hinüber zu mir und ich kann ihr Auge verzerrt durch die Kugel sehen. Dieses Auge weitet sich jetzt und sie rennt nach draußen. Hab ich irgendwas im Gesicht? Oder sie erschreckt? Kurz darauf kommt sie mit einem Kiesel herein, den sie mir erwartungsvoll in die Hand drückt. Hektische Worte werden gewechselt und auf einmal stehen um mich herum drei Leuten, die alle etwas über ihren Händen schweben haben. Ich sehe fliegenden Sand und freies Licht und schwebendes Wasser und es kommt auf einmal im Haus eine Brise auf. Alle Augen ruhen auf mir. Ich bin verwirrt. Fliegendes Wasser... Ich weiß nicht was sie von mir wollen. Ich betrachte den Stein in meiner Hand. Wollen sie, dass ich etwas mit dem Stein mache? Das könnte sein. Dann können die anderen vielleicht das mit Wasser und Sand was ich mit Stein kann. Ich konzentriere mich, schließe meine Augen und lasse meinen Willen in den Stein fließen. Ich forme langsam und vorsichtig eine kleine Skulptur von Lacrima aus dem Stein. Als ich meine Augen wieder öffne steht Lacrima zweimal vor mir. Einmal in klein und lebendig und einmal in noch kleiner und aus Stein. Ich drücke ihr das Figürchen in die Hand.
Nach der Nacht auf dem Stroh und einem Bissen zum Frühstück, holt Lacrima eine durchsichtige Kugel hervor und guckt meine kleine Retterin dadurch an. Auf einmal geraten alle in eine seltsame Aufregung. Es ist doch gar nichts passiert? Dann schwenkt sie kurz hinüber zu mir und ich kann ihr Auge verzerrt durch die Kugel sehen. Dieses Auge weitet sich jetzt und sie rennt nach draußen. Hab ich irgendwas im Gesicht? Oder sie erschreckt? Kurz darauf kommt sie mit einem Kiesel herein, den sie mir erwartungsvoll in die Hand drückt. Hektische Worte werden gewechselt und auf einmal stehen um mich herum drei Leuten, die alle etwas über ihren Händen schweben haben. Ich sehe fliegenden Sand und freies Licht und schwebendes Wasser und es kommt auf einmal im Haus eine Brise auf. Alle Augen ruhen auf mir. Ich bin verwirrt. Fliegendes Wasser... Ich weiß nicht was sie von mir wollen. Ich betrachte den Stein in meiner Hand. Wollen sie, dass ich etwas mit dem Stein mache? Das könnte sein. Dann können die anderen vielleicht das mit Wasser und Sand was ich mit Stein kann. Ich konzentriere mich, schließe meine Augen und lasse meinen Willen in den Stein fließen. Ich forme langsam und vorsichtig eine kleine Skulptur von Lacrima aus dem Stein. Als ich meine Augen wieder öffne steht Lacrima zweimal vor mir. Einmal in klein und lebendig und einmal in noch kleiner und aus Stein. Ich drücke ihr das Figürchen in die Hand.
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Sintharak
Als ich die Wirtsstube betrete zeigt sich mir ein seltsames Bild: Die Elementkrieger sitzen in einem Kreis um diesen seltsamen Felsbrocken herum, die meisten mit der geöffneten Handfläche nach oben. Lacrima hält eine Lichtsphäre gefangen, ein weiteres Mädchen eine Wasserkugel und so weiter. Sie starren alle gespannt auf den Felsklotz, der einen Kiesel in der Hand hält. Der scheint langsam zu verstehen, was sie von ihm wollen und schließt die Augen. Der Kiesel ändert seine Form. Und kurz darauf drückt der Felsblock Lacrima ein Abbild ihrer selbst in die Hand.
Ich glaube jetzt wäre der richtige Zeitpunkt sie darauf anzusprechen, warum sie uns nicht gesagt haben, dass sie die Elementkrieger sind
Das könnte jetzt peinlich werden... Ich freue mich drauf.
"Ich nehme an, es hat einen Grund, dass ihr mir verschwiegen habt, dass ich die Elementkrieger bereits gefunden habe? Im übrigen drängt die Zeit, solche Spielerreihen können wir uns nicht leisten. Draußen auf dem Marktplatz verkündet ein stolzer Anhänger des Königreichs gerade, dass der Raphaelclan das Königreich verraten hat und sucht nach freiwilligen für einen so genannten Befreiungskrieg!"
Als ich die Wirtsstube betrete zeigt sich mir ein seltsames Bild: Die Elementkrieger sitzen in einem Kreis um diesen seltsamen Felsbrocken herum, die meisten mit der geöffneten Handfläche nach oben. Lacrima hält eine Lichtsphäre gefangen, ein weiteres Mädchen eine Wasserkugel und so weiter. Sie starren alle gespannt auf den Felsklotz, der einen Kiesel in der Hand hält. Der scheint langsam zu verstehen, was sie von ihm wollen und schließt die Augen. Der Kiesel ändert seine Form. Und kurz darauf drückt der Felsblock Lacrima ein Abbild ihrer selbst in die Hand.
Ich glaube jetzt wäre der richtige Zeitpunkt sie darauf anzusprechen, warum sie uns nicht gesagt haben, dass sie die Elementkrieger sind
Das könnte jetzt peinlich werden... Ich freue mich drauf.
"Ich nehme an, es hat einen Grund, dass ihr mir verschwiegen habt, dass ich die Elementkrieger bereits gefunden habe? Im übrigen drängt die Zeit, solche Spielerreihen können wir uns nicht leisten. Draußen auf dem Marktplatz verkündet ein stolzer Anhänger des Königreichs gerade, dass der Raphaelclan das Königreich verraten hat und sucht nach freiwilligen für einen so genannten Befreiungskrieg!"
"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
- Alinea
- Wortkünstler
- Beiträge: 694
- Registriert: Mi 29. Februar 2012, 17:49
- Characters: Lacrima, Xashibel, Shékkel, Irrin
- Wohnort: Im Wasser und im Wind...
Re: Ragnarök 2 - Cantata Mortis
Xashibel
Fast zögerlich nimmt Lacrima die Statuette entgegen. Sie ist erstaunlich detailreich, dafür, dass sie so klein ist.
„Wahnsinn.“, haucht Shékkel. „Jetzt sind wir schon eine Elementkriegerarmee.“
Lacrima setzt zu sprechen an, wird aber unterbrochen. „Ich nehme an, es hat einen Grund, dass ihr mir verschwiegen habt, dass ich die Elementkrieger bereits gefunden habe?“, verlangt Leonard zu wissen, der unbemerkt hereingekommen ist. „Im Übrigen drängt die Zeit, solche Spielereien können wir uns nicht leisten. Draussen auf dem Marktplatz verkündet ein stolzer Anhänger des Königreichs gerade, dass der Raphaelclan das Königreich verraten hat und sucht nach Freiwilligen für einen sogenannten Befreiungskrieg.“
„Der Raphaelclan hat WAS?“, fährt Rin sofort hoch, und Ghrentorks Darbietung ist vergessen.
Lacrima bleibt etwas ruhiger und antwortet: „Ich hatte mich vorgestellt – das hast du wohl überhört. Entschuldige. Erzähl, was plant der König für einen Krieg?“
Fast zögerlich nimmt Lacrima die Statuette entgegen. Sie ist erstaunlich detailreich, dafür, dass sie so klein ist.
„Wahnsinn.“, haucht Shékkel. „Jetzt sind wir schon eine Elementkriegerarmee.“
Lacrima setzt zu sprechen an, wird aber unterbrochen. „Ich nehme an, es hat einen Grund, dass ihr mir verschwiegen habt, dass ich die Elementkrieger bereits gefunden habe?“, verlangt Leonard zu wissen, der unbemerkt hereingekommen ist. „Im Übrigen drängt die Zeit, solche Spielereien können wir uns nicht leisten. Draussen auf dem Marktplatz verkündet ein stolzer Anhänger des Königreichs gerade, dass der Raphaelclan das Königreich verraten hat und sucht nach Freiwilligen für einen sogenannten Befreiungskrieg.“
„Der Raphaelclan hat WAS?“, fährt Rin sofort hoch, und Ghrentorks Darbietung ist vergessen.
Lacrima bleibt etwas ruhiger und antwortet: „Ich hatte mich vorgestellt – das hast du wohl überhört. Entschuldige. Erzähl, was plant der König für einen Krieg?“
A cloud of mystical dust appears, shrouding Alinea in its magic. You roll a four. The cloud dissipates and Alinea is gone.